Kino-Rückblick 2013

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Kino-Rückblick 2013

      Was haben wir im vergangenen Jahr so alles gesehen, das in Erinnerung bleibt?

      Meine Lieblingsfilme 2013


      Endlich wieder ein Fim, der den "goldenen Bären" wirklich verdient hat. Ein vielschichtiges Drama aus Rumänien um Familie, Erwartungshaltungen, Schuld, Gesellschaft, Korruption; ernsthaft, spannend und ironisch, hervorragend geschrieben, inszeniert und gespielt - was will man mehr?


      Tränenreiches Melodram um ein Mädchen, das seinem Krebsleiden erliegt und um die Ehe der Eltern, die daran zugrunde geht. Garniert mit schöner Countrymusik. Da mussten selbst die hartgesottensten Cineasten bei der Berlinale die Taschentücker zücken...


      Diese Frau ist eine Wucht! Unbedingt ansehen!


      Bildgewaltiges Märchen mit Tiefsinn. Paradebeispiel für einen sinnvollen Einsatz der 3D-Technik.

      Auch sehr gut:
      The Congress, Inside Llewyn Davis, Gravity, Drug War, Blau ist eine warme Farme, Blue Jasmine, Don Jon, Taffe Mädels, Aus dem Leben eines Schrottsammlers, Venus im Pelz, Ulrich Seidls Paradies-Trilogie

      Meine Gurke des Jahres 2013:


      Eine Naziorganisation entführt Kinder, um an ihren Stimmbändern operative Eingriffe vorzunehmen, so dass diese mit ihrem Gesang Menschen töten können. Wie konnte sich Depardieu nur für so einen Schwachsinn hergeben?

      Leider noch nicht gesehen
      Captain Philips, Zwei Leben, Oh Boy!, Die andere Heimat, Die Unfassbaren, Frances Ha

      Viele Grüße
      Frank
    • "Choral des Todes" klingt ja schräg, ich glaub den muss ich mir anschauen! :D

      Ansonsten war ich auch 2013 wieder mal nur sehr selten im Kino. Immerhin waren alle drei Filme gut, einer sogar exzellent. "Quartett" von Dustin Hoffmann und "Finsterworld" von Frauke Finsterwalder haben mir gefallen, richtig genial fand ich Alfonso Cuaróns "Gravity" mit Sandra Bullock und George Clooney. Vielleicht schaffe ich es 2014 wieder öfter ins Lichtspielhaus.
      "Wer Europa in seiner komplizierten Verschränkung von Gemeinsamkeit und Eigenart verstehen will, tut gut daran, die Oper zu studieren." - Ralph Bollmann, Walküre in Detmold
    • Gesehen und beeindruckt haben mich im Kino 2013 mein erster Quentin Tarantino "Django unchained", dann "Lincoln" und "Gravity".

      Den nachhaltigsten Eindruck hat dieser Dokumentarfilm hinterlassen, der u.a. auch in Berlin im Kino lief und den ich dort sah:



      Es geht um Kinder und Jugendliche, die für einen Tanzwettbewerb trainieren und darauf ihr ganzes Leben einstellen.

      Vor einigen Jahren lief auch diese Dokumentation in einem Kölner Kino



      Vorgestellt wird die Companie der Oper Paris zwischen Programmgestaltung, Proben und Auftritten.

      Der erste Film in 2014 war schon "12 years a slave".
    • Für meine Verhältnisse war ich 2013 oft im Kino. Angeschaut hatte ich mir diese Filme:


      So viele Tarantino-Filme hatte ich bis dahin noch nicht gesehen aber nach dem ich Christoph Waltz in "Inglourious Basterds" großartig fand, war ich auf diesem Film gespannt. Meiner Meinung nach profitiert der Film stark von Waltz' großartiger Schauspielkunst. Allerdings fand ich, dass der Film auch seine Längen hatte.


      Interessante Geschichtsstunde mit einem tollen Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle. Kurz zuvor schaute ich auf ZDF-Info eine interessante mehrteilige Dokumentation über den amerikanischen Bürgerkrieg, so dass dieser Film da eine gute Ergänzung war.


      Für mich der Höhepunkt in meinem Kinojahr 2013. Die spannendsten Geschichten schreibt immer (leider) noch die Realität. Tom Hanks gehört sowieso zu meinen Lieblingsschauspielern und hier liefert er wirklich eine Oscar-reife Leistung ab. Grandios auch, wie der Spannungsbogen aufgebaut und gehalten wird. Wohltuend fand ich auch, dass dieser Film ohne die sonst so oft in amerikanischen Filmen zu sehende Heldenverklärung auskommt.


      Den Film fand ich bestenfalls durchschnittlich. Ich finde, dass man merkt, dass der Film eigentlich für das Fernsehen gemacht ist, denn die ARD-Tochter Degeto hat den Film mitproduziert und Anfang diesen Jahres läuft eine zweiteilige Version dann in der ARD, die insgesamt dann etwas länger als die knapp 150-Minütige Kinoversion ist. Es gibt sicherlich grandiose Landschaftsaufnahmen, die jedem "Herr-der-Ringe"- Film zur Ehre gereicht hätte aber das ist nicht alles. Schauspielerisch fand ich nur Ben Kingsley überzeugend und vielleicht noch Stellan Skarsgard. Ansonsten wirkte dieses Historien-Epos auf mich oft etwas aufgeblasen und die Romanze in diesem Film hatte für mich schon beinahe "Rosamunde Pilcher-Nieveau". Am Schluss des Films hätte nur noch der Spruch gefehlt: "Wenn sie nicht gestorben sind...". Andere Historienfilme wie z. B. "Luther" oder "Die Päpstin" finde ich weitaus besser, ganz zu schweigen von "Der Name der Rose", der für mich der beste Mittelalter-Spielfilm ist, den ich kenne.

      Lionel
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Vergangenes Jahr habe ich unseren Sohn, trotz gewisser Vorbehalte (wen interessiert schon Formel 1, so mein Vorurteil), in diesen Film begleitet:



      Fazit: schöner konfliktgeladener Film, was die sog. Rivalität und unterschiedliche Sichtweisen auf den Rennsport zwischen Nicki Lauda und James Hunt anbetrifft und nicht nur Formel 1 und abgedroschener Rennzirkus; wenn man dann noch etwas für rasante Kamerafahrten übrig hat (da bin ich jedenfalls nicht abgeneigt) lohnt sich die Anschaffung des Films, bzw. ein Kinobesuch, falls dieser noch im Programm sein sollte.
    • Guten Abend.


      Mir haben am besten gefallen…

      "La grande bellezza": Wie fein Paolo Sorrentino die Welt des Scheins und Seins nachzeichnen kann… Hochachtung.

      "Zero dark thirty": Kathryn Bigelow vermischt die Fiktion und die Wahrheit so virtuos, dass man einfach nur noch mit Staunen zugucken muss.

      "No": Pablo Larraín macht aus dem Ende der Pinochet-Ära einen spannenden nostalgischen Medien-Thriller.




      Mir ziemlich gut gefallen haben sind die…

      "The grandmaster" von Wong Kar Wai: Die unausgesprochene Gefühlswelt der Protagonisten in der Zeit der japanischen Invasion und Kulturrevolution in China. Eine Art "In the mood for love" mit Kung Fu.

      "Inside Llewyn Davis" von Coen-Brüdern: Eigentlich ist der Film viel zu ähnlich wie "a serious man" oder "the man who wasn't there". Trotzdem wirkt dieser Film erstaunlich erfrischend.

      "Liberace" von Steven Soderbergh: Ich habe selten so viel gelacht im Kino des letzten Jahres.

      "Venus im Pelz" von Roman Polanski: Typisch Polanski. Ein Theater, eine Schauspielerin und ein Schauspieler reichen für seinen Film mehr als genug.

      "Only lovers left alive": So ein ausgelutschtes Thema wie Vampirismus seit Twilight oder True Blood kann in der Hand von Jim Jarmusch doch wie neu auferstanden frisch sein.






      Enttäuschungen des Jahres…

      "Only god forgives" von Nicolas Winding Refn und "Blau ist eine warme Farbe" von Abdellatif Kechiche: So sinnlos aufgeblasen wie die T*tten von Dolly Buster. Aber eine lahme Ente ist eine lahme Ente.



      Schönen Abend.
      Penthesilea
      Auch Rom wurde nicht an einem Tag niedergebrannt - Douglas Adams
    • Penthesilea schrieb:


      Enttäuschungen des Jahres…

      "Only god forgives" von Nicolas Winding Refn : So sinnlos aufgeblasen wie die T*tten von Dolly Buster. Aber eine lahme Ente ist eine lahme Ente.


      Fand ich im Gegenteil wirklich großartig, so unterschiedlich kann das sein.
      Dagegen für mich kitschiger pseudo-psychologischer Quark :

      Frank Pronath schrieb:




      Bildgewaltiges Märchen mit Tiefsinn. Paradebeispiel für einen sinnvollen Einsatz der 3D-Technik.



      Mein absolutes Kino-Highlight in diesem Jahr :


      :juhu: :juhu: :juhu:

      Auch sehr gut : Django Unchained, Silver Linings und The Place beyond the Pines

      Absolute Enttäuschung :

      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"