SCHUMANN, Robert: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

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    • SCHUMANN, Robert: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

      Eigentlich ist dies ja Schumanns bereits 3. Symphonie. Denn nach der Ersten hat er 1841 eine weitere komponiert, die aber erst 1851 veröffentlicht wurde (als Vierte). Die Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 entstand 1845/46 (Revision 1846/47) nach einer gesundheitlich schwierigen Zeit für Robert Schumann. Im Herbst 1844 zog er mit seiner Familie von Leipzig nach Dresden, doch er war erschöpft und krankheitsanfällig, er litt an Depressionen, Schlaflosigkeit und Ängsten. Genau in dieser Phase begann er, sich intensiv mit Bachs Polyphonie zu befassen, was dann auch in das neue Werk einfließen sollte.

      Ich höre den ersten Satz (Sostenuto assai – Allegro ma non troppo) als ein das Gerüst des Sonatensatzes (Einleitung, Exposition mit Wiederholung, Durchführung, Reprise und Coda) aufbrechendes bzw. vielfach sogar bewusst verstörendes Gebilde, als wäre da jemand gar nicht wirklich da, als bewegte er sich verunsichert bis unkontrolliert über dem Formgefüge. Da ist das fanfarenartige Motiv mit der Quint in der Einleitung, das wie ein Leitmotiv später wiederkehren wird, auch in den Sätzen 2 und 4, das signalartig aufgefasst werden kann oder mahnend, vielleicht sogar bedrohlich. Da ersteht der Hauptsatz nicht strahlend oder zurückgenommen aus der Einleitung, sondern wie ein „Plopp“, mehr eine Implosion als eine Explosion, kein selbstbewusster Neustart, sondern die Fortsetzung einer Reise ins Ungewisse. Da verstören abrupte Stillstände in der ersten Exposition, und die Fanfare meldet sich das erste Mal wieder. Da gilt es in dem Teil, den man als Durchführung wahrnehmen könnte, einen Schmerz zu beklagen, oder ist es nur Wehmut, die Erinnerung an einen Schmerz, oder ein Wehklagen über jemand anderes Schmerz? Auch in der Reprise klingt dieses vielleicht unentschiedene Changieren zwischen Klage und Wehmut durch, Passagen, die besonders wehtun können oder besonders schön sind, je nach Interpretation. In der Coda betont das Fanfarenmotiv seine zentrale Bedeutung erneut.

      Das Scherzo (Allegro vivace) mit seinen zwei Trios (Scherzo an zweiter Stelle, auch das ist an sich ungewöhnlich!) kann einen Getriebenen, Rastlosen, Atemlosen schildern, die Trios mögen dann auch brüchig und fiebrig wirken, es kann eine Demonstration von Orchestervirtuosität darstellen oder es kann eine Art Elfentanz suggerieren, wie bei Mendelssohn-Bartholdy. Der Satzschluss, der wieder die Fanfare zitiert, mag als reines Orchesterfurioso oder als Apotheose eines besonders intensiven Fieberschubs daherkommen.

      Der große langsame Satz (Adagio espressivo) kann bei entsprechender Interpretation so ein „Zentrum der Welt“ Satz werden, ein Höhepunkt der romantischen Musik schlechthin, eine expressive Seelenentblößung, oder auch dieser Satz bleibt fiebrig, er zieht sich dann quasi noch extremer in Fieberphantasien zurück. Das Hauptthema ist wohl von Bach inspiriert (Largo aus dem „Musikalischen Opfer“), und auch im Mittelteil gemahnt die schreitende Bewegung an Bachs Strenge. Wenn sich aus dieser Strenge die hochromantische Motivik zu emanzipieren beginnt, ergibt das einen faszinierenden, möglicherweise manche „verstörenden“ Aufeinanderprall musikalischer Welten.

      Als würde jemand ins Zimmer platzen und die Fenster aufreißen, das Fieber ist weg, es ist Zeit durchzulüften, mit neuer Kraft heißt es hinaus in die Welt, so verheißungsvoll setzt das Finale (Allegro molto vivace) ein. Das fiebrige Motiv des dritten Satzes ist Erinnerung geworden, man kann damit gedanklich spielen, es auch umkehren, aber da meldet sich die Fanfare erneut, muss man doch weiter vorsichtig sein, ist man noch immer nicht ganz gesund? Anhalten, Stillstand. Findet sich der Einzelne mit seinem Schicksal ab? „Nimm sie hin denn, meine Lieder“, Zitat aus Beethovens Zyklus „An die ferne Geliebte“, ein Motiv, mit dem man Boden unter den Füßen gewinnen mag. Es „durchblutet“ die zweite Satzhälfte. Beethoven war wohl auch als Vorbild für das Ende der Symphonie, es ist kräftig, quasi die Apotheose des Fanfarenmotivs.

      Eine „ganz normale, vielleicht etwas eigenwillige Symphonie“, oder ein vehement „psychologisches Werk“, gar die Aufarbeitung einer Krankheitsphase mit den musikalischen Möglichkeiten einer Symphonie? Reclams Konzertführer (Ausgabe 2001) meint, klassisches Sinfoniemodell und Kontrapunkt im Tonsatz kollidieren reizvoll bis „störend“ die „poetische Idee“.

      Im Beiheft zu seiner Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern (CD DGG 410 863-2) veröffentlicht der Dirigent, Psychiater, Komponist und Archäologe Giuseppe Sinopoli (1946-2001) „Einige Bemerkungen über Gesundheit und Krankheit in Schumanns Erfindungskraft, betreffend die 2. Symphonie“. Sinopoli schreibt von der „Verhaftung des Subjekts mit seinen Ausdrucksmitteln“, der Klang entstehe intuitiv, das Komponieren werde „zur Leuchtspur einer haltlosen Raserei“. Die Psychologie der Musik verwerfe die Schulmäßigkeit. Auch den dritten Satz nennt Sinopoli „krankhaft“, seine Verzweiflung schildere die „drückende Atmosphäre der schwülen Nacht“. Im vierten Satz, der „gesund“ beginnt, kehrt der dritte als Erinnerung zurück.

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      Giuseppe Sinopolis Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern (CD schon genannt, DGG 410 863-2, Musikverein Wien, Juni 1983) erfüllt so wie ich es höre kongenial bis wirklich faszinierend verstörend Sinopolis textliche „Vorgaben“. Das Werk gibt sich hier zwingend nervös, bis zu wahnhafter Besessenheit, eine Abfolge von Fieberphantasien, von Fieberschüben, eingebettet aber sehr wohl in die Wiener Philharmonische Klangpracht, alle vier Sätze durch. Der erste Satz erscheint als eine Abfolge von Fieberschüben, der zweite Satz getrieben, der dritte auch wieder fiebrig, das Finale euphorisch bis trotzig. Alle Virtuosität des Orchesterspiels erscheint in dieser Aufnahme vehement psychologisiert.

      Fehlt etwas, wenn Interpretationen diese fiebernde Nervosität ausblenden, wenn sie stattdessen aus einer selbstbewussten Stabilität heraus ein großes romantisches Seelengemälde entwerfen? Ich meine: Es fehlt dann etwas, wenn man Sinopolis Deutung als überzeugend ansieht und sie zutiefst bewegend empfindet. Zumindest hört man dann die ganze „fiebrige Dimension“ auch dort mit, wo sie interpretatorisch nicht intendiert scheint, aber dort eben nur mehr als nicht mit angebotene „Möglichkeit“.

      Persönliche Gedanken zu einigen weiteren Aufnahmen folgen in Kürze.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Nun einige Betrachtungen zu Leonard Bernstein und seinen Aufnahmen von Schumanns Symphonie Nr. 2. Einmal im Leben wollte ich die mir vorliegenden CD Veröffentlichungen durchhören und erlaube mir, darüber hier zu schreiben.

      Weil der Vergleich mit Sinopoli zu verlockend war, habe ich zunächst Bernsteins letzte Aufnahme des Werks gehört.

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      Zwei Jahre nach Sinopoli spielten Leonard Bernstein und die Wiener Philharmoniker nämlich am selben Ort die Symphonie live, im Rahmen eines Schumann Zyklus für CD und auch fürs Fernsehen (CD DGG 419 190-2 oder Wiener Philharmoniker Symphony Edition der DGG, Musikverein Wien, November 1985). Die fiebrige Nervosität Sinopolis scheint hier wie weggeblasen. Klangherrlich entwirft Bernstein romantische Größe, langsamer und schwelgerischer kostet er die Schönheiten der Musik voll aus. Die Interpretation ist ungleich positiver, leidenschaftlich, die Wehmut wirkt verklärend, nicht schmerzerfüllt. Den dritten Satz gestaltet Bernstein hochexpressiv und immens innig, vollkommen vertieft, er streckt ihn auf über 13 Minuten. Ich bekenne mich dazu, das ist mein Klang- und Innigkeitsideal, was diese Musik betrifft.

      (Als Ende 2011 die DGG eine 50 CDs umfassende Wiener Philharmoniker Symphony Edition auf den Markt brachte, zerriss man den Schumann Zyklus Bernsteins nicht, wodurch Sinopolis einzige Symphonie-Aufnahme mit diesem Orchester für die DGG unberücksichtigt blieb. Das ist einerseits sehr schade, weil es Sinopolis außerordentliche Aufnahme verdient hätte, hierin enthalten zu sein, andererseits verständlich, weil man auf diesen dritten Satz mit Bernstein ja wirklich unmöglich verzichten durfte.)

      Die Bernstein-Fernsehaufzeichnung (DVD DGG 00440 073 4512) unterstreicht, wie immer im rot verkleideten Musikverein (im Orchester übrigens zwei Konzertmeister nebeneinander, Binder und Hink), das Bestreben dieser Sendungen mit Bernstein, die Hochkultur allgemein zugänglich zu machen. Man hat das Gefühl eines ganz besonderen Kulturereignisses, aber durch die Fernsehaufzeichnung wird es jedermann möglich, daran teilzuhaben, nicht nur Mischa Maisky, den man im Publikum sieht. (Er hat vor der Pause Schumanns Cellokonzert gespielt.) Bernstein liebt und lebt diese Musik, sein kameragerechtes „Gehabe“ ist ganz sicher nicht nur hochprofessionelle Show, sondern einfach Liebe zur Musik, die zumal mit diesem Klangkörper besonders klangschön und umfassend vermittelt werden will.

      Der 1918 geborene Leonard Bernstein lernte die Symphonie 1937 durch eine Aufführung mit Dimitri Mitropoulos und dem Boston Symphony Orchestra kennen. Sie wurde zu einem seiner Lieblingswerke fürs ganze Leben. 1948 konzertierte er damit auch in Europa, unter anderem in Deutschland.



      Das Boston Symphony Orchestra leitete er selbst am 22.12.1948 in der Symphony Hall Bostons in einem Konzert mit diesem Werk, und davon gibt es einen Livemitschnitt (11 CD Box West Hill Radio Archives WHRA=6048). Hat man Bernsteins Wiener Aufnahme von 1985 im Ohr, fällt die wildere, ungestümere frühere Herangehensweise des jungen Bernstein besonders krass auf. Leidenschaft pur, enorm emotional, schon irgendwie näher an Sinopolis fiebernder Nervosität, aber doch auch bodenständiger. Den Monoklang finde ich hier sehr gut, das ist „fast schon Stereo“.



      Bernsteins Carnegie Hall Aufnahme mit dem New York Stadium Symphony Orchestra (der „Sommername“ der New Yorker Philharmoniker) vom 24./26.6.1953 (aus der 5 CD Box „Leonard Bernstein: The 1953 American Decca Recordings“ DGG 477 0002) bringt auch dieses leidenschaftliche Ringen, nicht mehr ganz so wild und impulsiv wie 1948. Bernsteins Ansatz bei diesem Werk ist insgesamt äußerlicher, konzertanter als der Sinopolis, aber sehr bewegend, leidenschaftlich, hörbar herzlich und innig.

      Für eine amerikanische Buchgemeinschaft nahm Bernstein ergänzend zu den Aufnahmen mit dem New York Stadium Symphony Orchestra Werkeinführungen auf, mit Klavierbeispielen und Ausschnitten auch aus den Aufnahmen mit Orchester (ebenfalls in der soeben genannten 5 CD Box enthalten). Die am 7.3.1957 im Robert Blake Studio in New York City aufgenommene Einführung zu Schumanns 2. Symphonie in englischer Sprache dauert ca. 40 Minuten lang. Bernstein versucht darin das Vorurteil zu widerlegen, Schumann sei ein schlechter Orchestrierer gewesen. Er betont, Schumanns Werke ohne Retuschen aufzuführen. Alle vier Sätze stellt er auf diesen Blickpunkt hin mit Hörbeispielen vor. Und er streicht heraus, dass Schumann seine Instrumentation psychologisch zweckdienlich eingesetzt hat.



      Am 10.10.1960 nahm Leonard Bernstein mit den New Yorker Philharmonikern Carl Maria von Webers „Oberon“ Ouvertüre und Schumanns 2. Symphonie (diese im Rahmen seines New Yorker Schumann Zyklus) im Manhattan Center in New York City erneut auf (gehört aus der Bernstein Symphony Edition der Sony). Ich mag ja besonders das kräftige New Yorker Stereoklangbild, das damals bei all den Bernstein Aufnahmen zum Tragen kam. Einmal mehr entfaltet Bernstein hier die Leidenschaft aus der Musik heraus, er gestaltet nicht in sie hinein, er erreicht die Unmittelbarkeit (so wie ich es empfinde) eben aus ihr heraus. Das ist, so gespielt, eine große romantische, leidenschaftliche (schon wieder dieses Wort!), hochemotionale Symphonie, aber nicht fiebernd-nervös, sondern einfach ein großes romantisches Bekenntniswerk. Bernsteins „Held“ steht mitten im Leben. Mit dem großen 3. Satz ist man schon ganz tief drin, fast wie später in Wien, auch schon fast so lang. Und alles ergibt ein ganz großes Ja.

      Zu weiteren Aufnahmen - in Kürze.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Obwohl ich fast nur Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern habe, zeigen allein diese die Bandbreite möglicher interpretatorischer Herangehensweisen. Neben Sinopoli und Bernstein konnte ich Solti und Muti hören – völlig andere Ansätze.



      Georg Soltis Aufnahme aus den Wiener Sofiensälen vom September 1969 ((2 CDs Decca 448 930-2, auch diese aus einem Schumann Zyklus) besticht vor allem durch den tollen Decca Raumklang mit seiner brillanten Klangtiefe. Solti setzt auch musikalisch auf Präzision und Brillanz, das Äußerliche bleibt dabei allerdings äußerlich, selbst die „Wehmut“ wird zum reinen Effekt. Solti scheint nicht interessiert an psychologischer Ausdeutung dieser Musik zu sein.



      Ganz anders Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker, aus einem weiteren Schumann Zyklus (CD Philips 446 714-2, Musikverein Wien, Oktober 1995): das ist eine schwungvolle, beherzte und klangschwelgerische Aufnahme, der Philharmonische Schönklang wird voll ausgekostet, vor allem der Streicherschmelz. Aber was für ein Kontrast zu Sinopoli – das Scherzo kommt wie ein Elfenreigen von Mendelssohn-Bartholdy daher, wirklich wunderschönste Musik im ästhetischen Sinn, wenn sie so gespielt wird. Beim dritten Satz höre ich bei aller Klangherrlichkeit vor allem durch, um wieviel noch intensiver und noch expressiver Bernstein in ihn 1985 einzutauchen bereit war. Mich erinnert Mutis Schumann Zweite etwas an Karajans Mahler Neunte aus Berlin – „schöner als die Musik ist, aber sowas von schön“.



      Mit Nikolaus Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe (3 CD Box Warner 2564 69928-5, auch aus einem Zyklus, Stefaniensaal Graz, live Juni 1995) schließt sich mein Kreis der Annäherung an verschiedene Aufnahmen des Werks, in mehrfacher Hinsicht. Da ist das Nervöse, Unbestimmte, das mir seit Sinopolis Aufnahme total eingebrannt ist, wieder voll da, auch das Verunsicherte, die Stimmungsschwankungen. Harnoncourt lässt sich total auf die Psychologie der Musik ein. Der dritte Satz, bei Bernstein 1985 fast 14 Minuten breit, läuft hier fragil in 9:15 Minuten ab. Da offenbart sich die ungeheure Spannweite an Interpretationsunterschieden.

      Meine (derzeitigen) Lieblingsaufnahmen sind (Fazit einer intensiven Schumann Zwei Woche) Sinopolis Wiener Aufnahme und der dritte Satz in Bernsteins Wiener Aufnahme.

      Damit ist die Capriccio Plattform eröffnet für Robert Schumanns Symphonie Nr. 2.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Lieber Alexander!

      Danke wieder einmal für eine schöne Threaderöffnung. Genau die von Dir favorisierte Sinopoli-Aufnahme ist die erste gewesen, die ich von diesem Werk hatte. Ich empfinde in Bezug auf die Interpretation genauso wie du. Die Einspielung ist bei mir immer noch ganz vorn dabei. Wäre sie doch nur besser aufgenommen! Ich finde, die Aufnahme klingt nach Kathedrale.
      Zu Sinopoli gesellt sich bei mir auch bei der Zweiten inzwischen Thomas Dausgaard:

      Kleines Ensemble, trotzdem kein dünner Klang bei zudem optimalen technischen Bedingungen, vom Ansatz gleichfalls extrem rastlos, sicher nicht ganz so innig, aber dafür extrem "thrilling".
    • Danke für die schöne Einführung!

      Im ersten Satz finde ich auf jeden Fall die rhythmische Energie erwähnenswert, die nach und nach zunimmt von Einleitunmg bis Hauptsatz, und dann dieses seltsam stockende, zerrissene Thema gebiert...
      Das zweite Thema vielleicht etwas kurzatmig?
      Beide jedenfalls mit auffälligem "Loch" auf der 1, was sicher zum zerrissenen Eindruck beiträgt...

      Zum 2.Satz hast Du ja alles gesagt.. Als ich ihn das erste Mal hörte mit doch schon 20 Jahren, mußte ich an Bruckner denken, in der weltfernen Versunkenheit, die da aufklingt..
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • AlexanderK schrieb:

      Da ist das fanfarenartige Motiv mit der Quint in der Einleitung, das wie ein Leitmotiv später wiederkehren wird, auch in den Sätzen 2 und 4, das signalartig aufgefasst werden kann oder mahnend, vielleicht sogar bedrohlich.
      Das Fanfarenmotiv erinnert stark an den Beginn von Joseph Haydns letzter Symphonie Nr. 104, meines Erachtens kein Zufall sondern bewusste Reminiszenz.

      AlexanderK schrieb:

      „Nimm sie hin denn, meine Lieder“, Zitat aus Beethovens Zyklus „An die ferne Geliebte“, ein Motiv, mit dem man Boden unter den Füßen gewinnen mag. Es „durchblutet“ die zweite Satzhälfte.
      Das ist für mich einer der ungewöhnlichsten Momente überhaupt: Schumann tauscht quasi das komplette thematische Material des Satzes einfach aus, macht aber in der Folge im gleichen Duktus weiter wie zuvor, als wäre nichts geschehen. Der musikalische Schwung reisst quasi alle Themen mit sich, ohne dass das den Ablauf oder die Großform tangiert. Ich kenne so etwas aus keinem anderen Stück.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Offen gesagt, ich kann die in der Einführung mitgeteilten Eindrücke, die mit dem "Krankheitsvokabular" beschrieben werden, nicht nachvollziehen. Die Sinfonie klingt vielleicht teilweise etwas "gepanzert", aber ansonsten würde ich sie ohne weiteres der 3. und 4. Sinfonie von Mendelssohn zur Seite stellen, auch der großen C-Dur von Schubert. Stimmungsschwankungen gehören spätens seit C.P.E. Bach zur Komposition dazu, bis Mahler sich steigernd.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Etwas überrascht bin ich von der recht "neutralen" Einschätzung der Solti-Aufnahme mit den Wiener PH der Sinfonie Nr.2 von Dir, lieber Alexander. Da hätte ich mehr Fürsprache erwartet; gerade wo wir bezüglich Bernstein (und seinem Schumann bei SONY und DG) auf einer Wellenlänge legen.
      :thumbup: Du stellst allerdings den bestechend tollen Decca Raumklang mit seiner brillanten Klangtiefe und Solti´s musikalische Präzision und Brillanz heraus, der auch nicht ohne Wirklung für das Gesamtergebnis ist.

      Ich möchte meine Eindrücke vom Oktober 2012 dazu gegenhalten:

      teleton schrieb:

      Nachdem ich eigendlich mit Gerorg Solti von Beethoven bis Bartok so ziemlich alle sinfonischen Aufnahmen (die mich interessieren) besitze, war es eigendlich verwunderlich, das die Schumann-Sinfonien noch nicht dabei sind.
      Das lag an meinen ersten Eindrücken vor Jahrzehnten auf einer Solti-LP mit 2Schumann-Sinfonien, die mir durch das sehr forsche Tempo im Vergleich zu meinen Karajan-Aufnahmen irgendwie befremdlich erschienen. Damals kannte ich auch die Szell-Aufnahmen auch noch nicht.

      8+) Wie sehr sich die alten Eindrücke ändern können, durfte ich dieser Tage mit grösster Begeisterung bei der abgebildeten Schumann-Sinfonien-GA mit den absolut glänzend aufgelegten Wiener PH erleben:


      Decca, 1967/1969, ADD

      Dabei stellte ich fest, dass Solti sehr nah an den mir inzwischen ans Herz gewachsenen Szell-Aufnahmen (SONY) dran ist. Nur mit dem Unterschied, das die Wiener PH und die Tonechnik das Kunststück fertig bringen, trotz der aberwitzigen Tempi in den schnellen Sätzen nichts zu verschlucken. :thumbup: Was die Wiener PH mit Solti an hörbarer Präzision zu leisten in der Lage sind, hat Weltklasse. Damit möchte ich die Szell-Aufnahmen und das Cleveland Orchestra auf keinen Fall schmälern. Dennoch - Solti und die Wiener machen in allen Punkten mehr Eindruck.
      Während die Sinfonien Nr.1 und 4 mir mit Solti besser gefallen, als Bernstein mit gleichem Orchester (bei DG), die wirken dagegen trotz aller Fürsprache konservativer, ist die
      Sinfonie Nr.2 mit Solti der absolute Hammer:
      Noch nie habe ich die Sinfonie Nr.2 mit so einer Energie gehört. Die Streichergruppen sind in absoluter Bestform und legen einen nie gehörten Schmelz und eine Streicherfeuer hin, dass der Atem stockt.

      Die Spielzeiten sind fast mit Szell identisch:
      Szell = 10:41 - 6:40 - 11:07 - 7:54
      Solti = 11:40 - 6:23 - 10:06 - 7:25
      Die Pauken (gerade im grossartigen Finale besonders wichtig) hören sich bei Szell an wie dunkle Donnerbüchsen; während bei Solti edle Kesselkupferpauken mit harten Schlägeln brillant ertönen - Whow ! Gänsehaut pur !

      Die hochgeschätze Sinfonie Nr.3 "Rheinische" mit Solti kommt ebenfalls wunderbar spannend, ohne die lyrischen Passagen zu vernachlässigen. Da fehlt nichts - Megaklasse. 8-) Dennoch komme ich wohl nie mehr davon los - Karajan´s Dramaturgie im Luxussound liegt bei mir wohl ewig vorne.

      Meine letzter Neuzugang der Schumann-Sinfonien war James Levine (DG). Hier waren es die Sinfonien Nr.1 und 4, die mich besonders positiv beeindruckt hatten. Aber insgesamt würde ich der Solti-GA eine noch grössere Kompetenz für Schumann zusprechen. Zudem sprechen mich die insgesamt flotteren Spielzeiten bei Solti in Richtung Szell, Karajan (der übrigens auch zu den Flotten gehört) mehr an, als ich das oftmals bei der wirklich sehr guten Levine-GA empfinde.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Karajan (DG)

      Die Aufnahme mit Karajan / Berliner PH (DG) wurde in diesem Thread noch nicht angesprochen:
      Es war mein erster Zugang (damals noch in der DG-LP-Box) zu Schumann, den ich als sehr erfolgreich für mich erlebt habe.


      DG, 1972, ADD

      Wie schätzen die Capriccios Karajans Interpretation und Aufnahme der Sinfonie Nr.2 ein ?
      :hide: Ich sehe bei Capriccio schlimmes dazu niederprasseln. :D

      8+) Mir egal - ich halte auch die Karajan-Aufnahme für eine ganz ausgezeichnete Int mit Tiefe eines Kenners - die auch die von Alexander angesprochene psychologischer Ausdeutung nicht ungeachtet lässt.
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      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • teleton schrieb:

      Etwas überrascht bin ich von der recht "neutralen" Einschätzung der Solti-Aufnahme mit den Wiener PH der Sinfonie Nr.2 von Dir, lieber Alexander. Da hätte ich mehr Fürsprache erwartet; gerade wo wir bezüglich Bernstein (und seinem Schumann bei SONY und DG) auf einer Wellenlänge legen.


      Ich habe mir abgewöhnt lieber teleton meine wirklich totale Begeisterung über die meisten Aufnahmen die ich höre auszuformulieren, da das zu inflationär erscheinen würde. "Für Capriccio" ;+) habe ich mir angewöhnt, auch distanziert zu Aufnahmen zu schreiben, die mir an sich näher liegen. Durchgehende Begeisterung (von mir "viel zu oft" zu haben ;+) ) macht sich nicht gut in einem kritischen Kulturforum. ;+)

      Abgesehen davon finde ich Solti bei diesem Werk ja wirklich neutraler, was die Psychologie der Musik betrifft. Und zum Nachdenken differenziert (speziell für mich) fand ich auch Harnoncourt-Fans Bemerkung im Smetana-Vaterland Thread zur Decca Klangtechnik. Ich habe erst seit einigen Monaten die Decca Karajan Box mit den Wiener Philharmonikern und wurde speziell dadurch für diesen Klang sensibilisiert, da man ihn hier so geballt durchhören kann. Als Klangbild und technisch finde ich das faszinierend. (Und ich entwickle auch einen gewissen Suchtfaktor danach.) Aber all diese Aufnahmen aus den Wiener Sofiensälen nehmen etwas weg vom "eigentlichen" Wiener Philharmoniker Klang, den die Toningenieure im Musikverein, im Konzerthaus und auch bei den Salzburger Festspielen viel wärmer einfangen. Ich habe die Wiener Philharmoniker oft live gehört, im Musikverein, im Konzerthaus, auch der Klang des Orchesters in der Wiener Staatsoper gehört dazu - das ist oft "ganz anders" als das "international auftrumpfende" Klangbild der Decca Aufnahmen, wärmer, vor allem in den Streichern klangsatter, durchaus auch harmonisierender. (Der Decca Klang verstärkt die "Power" schon recht heftig.) Möglicherweise klänge Soltis Wiener Schumann Zyklus ganz anders, wäre er im Musikverein aufgenommen worden. In dieser Zeit und die Jahre danach hat Karl Böhm sehr viel mit den Wiener Philharmonikern im Musikverein aufgenommen. Es ist als spielte da ein ganz anderes Orchester. Dies ist zumindest mein Höreindruck. Muss da aber noch viel kennenlernen, kann sich auch alles wieder relativieren.
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Durchgehende Begeisterung (von mir "viel zu oft" zu haben ) macht sich nicht gut in einem kritischen Kulturforum.
      Ehrliche Begeisterung wie Deine, lieber Alexander, ist eine Bereicherung für welches Forum auch immer, ansonsten ist ein solches Forum jedenfalls für mich uninteressant.

      Zu Deinen Bemerkungen zur Solti-Aufnahme. Ich finde genau wie Du, dass die Wiener hier anders klingen als sonst. Für mich persönlich schlechter im Sinne von rauer, inhomogener. Auch ansonsten bin ich von dieser Solti-Aufnahme (und ich kann Solti durchaus immer wieder viel abgewinnen, teilweise reißt er mich auch richtig mit) nicht besonders angetan. Mir erschienen beim letzten Hören viele Akzente zu abrupt, zu aufgesetzt, zu wenig in den Ablauf integriert. Um ein konkretes Beispiel zu nennen müsste ich mal wieder hineinhören.

      Schöne Grüße!
    • Mein Senf zur 2. : Old school Einspielungen.Zum einen George Szell mit dem Cleveland Orchestra, und' live' macht hier den Unterschied ; zum anderen Carl Schuricht, und dem lag auch Schumann.

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      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • RE: Klangwiedergabe der Wiener PH

      AlexanderK schrieb:

      Aber all diese Aufnahmen aus den Wiener Sofiensälen nehmen etwas weg vom "eigentlichen" Wiener Philharmoniker Klang, den die Toningenieure im Musikverein, im Konzerthaus und auch bei den Salzburger Festspielen viel wärmer einfangen. Ich habe die Wiener Philharmoniker oft live gehört

      Aus dem Blickpunkt kann ich Deine und Brccios Klangeinschätzung ja voll nachvollziehen.
      * Für mich als CD-Hörer beurteile ich das, was mich anspricht und das ist hier eine ganz excelleter brillanter Klang bei den Schumann-Sinfonien mit Solti (Decca).
      Unser altbekannter T-Alfred hatte gleiches mit dem Klang der Wiener PH auch schonmal bei den Beethoven-Sinfonien mit Bernstein/Wiener PH (DG) kritisiert. Auch diese DG-GA klingt demnach nicht nach dem LIVE-Erlebnis, dass man aus dem Musikvereinssaal kennt.

      Mir ist das offengesagt auch nicht so wichtig, weil das Klangerlebnis, was ich als CD-Hörer höre wirklich fabelhaft ist. Ich halte diese Beethoven-Sinfonien-GA mit Bernstein sogar für eine der bestklingenden GA auf CD !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      ich halte Deine Position und Deine Herangehensweise wie Du etwas hören möchtest für absolut nachvollziehbar. Mit den vielen Beiträgen bei Capriccio zu diesen Themen lerne auch ich viel dazu, lerne ich auch, in diesen Bereichen differenzierter zu hören. Wer Schumanns Zweite gerne mit vollem, offenem Klangbild und orchestral brillant aufbereitet hört und wer auf psychologische Ausdeutung weniger Wert legt, dem würde ich von den Aufnahmen die ich kenne sofort die Solti Aufnahme schenken. Ich persönlich bin halt eher mit anderen Aufnahmen "ganz zu Hause".
      Ich habe einen Freund in München, der hat eine supertolle Anlage mit lauter speziellen Komponenten. Zu dem bringe ich fast nur mehr Aufnahmen der Art wie sie die Decca Techniker gemischt haben mit, wenn wir Musikabende gestalten.
      (Kurz OT: Auch bei Bernstein Wiener Philharmoniker, meist im Musikverein aufgenommen, gibt es Riesenunterschiede bei der DGG Abmischung. Da gibt es zum Beispiel Mozart Symphonien, die in einen fürchterlichen Hall eingebettet sind.) .
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ich lerne gerade Schumanns Zweite erst kennen. Seit längerem habe ich



      die Aufnahme von Philippe Herreweghe und dem Orchestre des Champs Elysées (HMF, 1996), die wohl nur noch gebraucht zu vertretbaren Preisen erhältlich ist. Ich bin nicht direkt ein Herreweghe-Fan, und im Falle seiner Interpretationen von Bruckners 7. oder Francks Sinfonie würde ich von interessanten Alternativen sprechen.
      Im Falle obiger CD (also auch der ebenfalls enthaltenen Vierten) habe ich bislang aber nicht den Eindruck, dass es an dem letzten Quentchen Leidenschaft oder Impact fehlte.

      Aber vielleicht ändert sich das. Vor Kurzem legte ich mir nämlich



      James Levines Gesamteinspielung der Schumann-Sinfonien mit den Berliner Philharmonikern zu (DG, 2. & 3.: 1988, 1. & 4.: 1992).
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Hier ein weiterer persönlicher Höreindruck:



      Zubin Mehta spielte Robert Schumanns Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 mit den Wiener Philharmonikern am 23. und 24.6.1981 in den Wiener Sofiensälen ein (gehört aus der 2 CD Box Decca 425 748-2 XN; ich werde aber die oben abgebildete auch bestellen, denn da sind neben den Symphonien auch die zwei Ouvertüren enthalten). Ich war sehr gespannt auf diese Aufnahme. Im offenen Decca Raumklang findet Mehta eine mich wieder sehr für das Werk einnehmende, feinfühlige Balance zwischen Orchesterpräsentation und Psychologie der Musik. Wie in einen Sog werde ich einmal mehr hineingezogen in diese symphonische Welt mit ihren auch schmerzlichen Zügen. Mir andere Aufnahmen dieser Symphonie mit den Wiener Philharmonikern vergegenwärtigend, ergänzt sich für mich diese dazu wie ein viertes Viertel zu einem eigenen Wiener Kosmos des Werks – bodenständiger als der fiebrige Sinopoli, herzlicher als der kühlere Solti, mehr Klang Power als bei Bernstein und Muti (was mir aber an sich nicht so wichtig wäre), und hier kommt auch der Orchesterklang, der bei manchen Decca Aufnahmen nicht so intensiv spürbar ist wie bei Aufnahmen aus dem Wiener Musikverein, sehr schön zur Geltung (3. Satz!).
      Zur Info: Bis auf weiteres keine aktive Moderationstätigkeit meinerseits.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • neu auf youtube:

      ROBERT SCHUMANN : SINFONIE Nr. 2 C-Dur op. 61
      Ltg.: PIERRE BOULEZ.

      Sinfonieorchester des Südwestrundfunks; Radiomitschnitt

      "https://www.youtube.com/watch?v=faJ7gF2Cu6Q"
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Dem Neugierigen oder an Perspektiven Interessierten möchte ich 2 Einspielungen ans Ohr legen.
      1928 nahm Hans Pfitzner die Sinfonie mit dem Berliner Staatsopernorchester auf.
      Und 1947 tat es ihm Georges Enescu mit dem London Philharmonic Orchestra nach .
      Restauration optimal, mehr ist nicht drin . Pfitzner : Ward Marston ; Enescu : Michael Dutton.

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )
    • Ich möchte mal auf zwei Neu-Einspielungen aller Sinfonien hinweisen, die vielleicht dem Ein oder Anderen bekannt sein könnten:



      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Nur noch 8 Tage auf arte

      arte.tv/guide/de/067837-000-A/…er-spielt-robert-schumann


      ein Video mit Schumann II und dem Dresdner Festspielorchester auf "historischem Instrumentarium", Ltg. Ivor Bolton.
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      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).