BIBER, Heinrich Ignaz Franz - Vom Pauernkirchfahrt bis zur Missa salisburgensis

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Es gibt aber auch sauviele Biber-Platten, zumindest wenn man mit Rosenmüller vergleicht!
      Was mich dabei wundert: Recht viele ältere Aufnahmen sind dabei - so aktuell in der Elektro-Bucht gleich zweimal zu agréablen Preisen die Einspielung von acht Sonaten von 1681 mit Sonya Monosoff. :!: (auf Vinyl)

      (Ich gestatte mir einmal, diesen älteren Thread wieder hervorzuholen, da meine Biberphilie dieses erfordert. Wobei ich auch die spürbar andere Kammermusik des Zeitgenossen Buxtehude sehr schätze, wenn sie nicht zu teutonisch, sondern eher "italienisch" aufgeführt wird)

      Angefangen hat es bei mir mit der LP Höfische Konzertmusik des Barock, seinerzeit als Student für 10 Mark erworben und nicht selten gehört:
      Georg Muffat: "Indissolubilis Amicitia " Suite E-dur aus Suavioris harmoniae ... Florilegium II / "Bona Nova" Concerto d-moll aus "Exquisitioris harmoniae ... Selectus I"
      Heinrich Ignaz Franz Biber: "Die Pauern Kirchfahrt" Sonata B-dur / Sonata d-moll Kremsier B IV / Sonata VIII B-dur aus "Fidicinium sacro-profanum" / Battalia D-dur
      Eingespielt 1965 mit dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt. Archiv Produktion Resonance 2547 004

      Die zweite Scheibe folgte etwas später und kam mich nicht so günstig, dafür ist sie viel seltener:
      Heinrich Ignaz Franz Biber - Sonaten, Arien und Balletti
      - Sonata pro Tabula à 10 C-Dur (5 Flöten, 2 Violinen, 2 Violen, Violone, Organo)
      - Sonata violino solo A-dur
      - Sonata à 6 C-dur (Trompete, 2 Violinen, 2 Violen, Violone, Organo)
      - Balletti lamentabili à 4 e-moll (Violine, 2 Violen, Violone, Cembalo)
      - Balletti à 6 C-dur (2 Trompeten, 2 Violinen, Viola, Violone, Cembalo)
      - Arien à 4 -dur (Violine, 2 Violen, Violone, Cembalo)
      1984 mit den Collegium Aureum unter Leitung von Franzjosef Maier eingespielt
      "Anthologie ostdeutscher Musik", Deutsche Harmonia Mundi, HM/IOM 667 D

      Insbesondere die Sonata pro Tabula à 10 finde ich sehr wirkungsvoll. ^^

      Hier hätte ich gerne gewusst, ob es vollständigere und natürlich neuere Einspielungen dieser Werke gibt. :?:
      Die Werke stammen alle aus dem Archiv zu Kremsier und wurden für diese Platte erstmals eingespielt.

      Dass ich hier wieder einmal an Josef Pavel Vejvanovsky erinnert werde, wundert mich jetzt gar nicht. Zu diesme von der Trompete kommenden Komponisten gibt es noch keinen Thread - obwohl er es sicher wert wäre.

      -----------------------------------------------

      @ Le Merle Bleu

      René Clencic ist zweifelsohne "trockener" als andere Interpreten. Mir ist es genauso mit seiner Einspielung mit Sonaten Johann Heinrich Schmelzers ergangen. Inzwischen bin ich versöhnt - hier nochmal Dank an Tscha für das "Mutmachen".



      Grüße, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Kermit schrieb:

      Was mich dabei wundert: Recht viele ältere Aufnahmen sind dabei - so aktuell in der Elektro-Bucht gleich zweimal zu agréablen Preisen die Einspielung von acht Sonaten von 1681 mit Sonya Monosoff. (auf Vinyl)

      Die sind klasse! Hast du's gekauft? Welche Aufnahme, die bei Cambridge Records (aus 1962) oder die bei Pleiades (aus 1982)? Letztere gefällt mir etwas besser...
      Hier hab' ich schon etwas darüber gekritzelt:
      capriccio-kulturforum.de/ensem…ino-solo-1681/#post113088


      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Es handelt sich um die Ausgabe von 1962 (Cambridge Records). Ob ich kaufe bin ich mir nicht sicher, die Wunschliste ist zu lang. Und die jüngere Aufnahme gegenwärtig nicht greifbar.

      Heute habe ich einmal die Fidicium-Sacro-Profanum-Sammlung von hinten nach vorne gehört (Aufnahme von Plantier). Da werde ich noch länger Spaß daran haben!

      Die "Verarmung" ist noch nicht abgeschlossen...

      Grüße, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Kermit schrieb:

      Es handelt sich um die Ausgabe von 1962 (Cambridge Records). Ob ich kaufe bin ich mir nicht sicher, die Wunschliste ist zu lang. Und die jüngere Aufnahme gegenwärtig nicht greifbar.

      Heute habe ich einmal die Fidicium-Sacro-Profanum-Sammlung von hinten nach vorne gehört (Aufnahme von Plantier). Da werde ich noch länger Spaß daran haben!

      Die "Verarmung" ist noch nicht abgeschlossen...

      Grüße, Kermit
      Ich will dich ja nicht manipulieren, aber diese Cambridge-Aufnahmen sind eine Rarität... :D

      Eben wurde ich benachrichtigt, dass mir eine LP mit Violinsonaten Bibers mit Ernst Kovacic hinterlegt worden ist, zusammen mit einer anderen LP wo Thurston Dart Werke von Hassler, Rosenmüller und Biber auf Cembalo spielt, und einer weiteren, wo Eduard Melkus die Sonata representativa interpretiert... 8+)

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • (Aus einem anderen Thread hierher verschoben - Areios)

      Tschabrendeki schrieb:

      Nun, ich habe ja keine 160 verschiedene Aufnahmen von etwas ( ), aber immerhin habe ich 23 verschiedene Aufnahmen der Rosenkranz-Sonaten. Ich hab mich testen lassen: ich kann mit 95 prozentiger Treffsicherheit (aus zwanzig nur einmal gefehlt) nach bloßem hören der ersten Sonate sagen, welche Aufnahme mir vorgespielt wird... meistens sogar sofort nach dem ersten Takt.
      hallo
      ich muss gestehen biber hat mich seit einer woche gepackt. ich kann von ihm nicht genug bekommen, besonders die geistlichen werke. besitze jetzt das requiem a 15-missa bruxellensis-und zweimal die Battalia. werde mir bestimmt alle werke vorallem die geistlichen zulegen. in die rosenkranz sonaten habe ich nur reingeschnipselt da brauche ich mehr futter um etwas sagen zu können. kannst du mir eine gute aufnahme davon empfehlen aber keine historische, wenn es geht auch eine klanglich hervorragende. denn ich möchte nicht wieder dutzende aufnahmen eines werkes mir zulegen. werde mich nur noch auf eine aufnahme festlegen. alles andere wird einfach zu viel.
      die missa salisburgensis wollte ich in dieser aufnahme bestellen. ich mag den goebel sehr gerne.
      ich habe gelesen diese missa ist nicht von biber stimmt das?
      lg aus dem nassen deutschland
      dirigent :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Dirigent schrieb:

      in die rosenkranz sonaten habe ich nur reingeschnipselt da brauche ich mehr futter um etwas sagen zu können. kannst du mir eine gute aufnahme davon empfehlen aber keine historische, wenn es geht auch eine klanglich hervorragende. denn ich möchte nicht wieder dutzende aufnahmen eines werkes mir zulegen. werde mich nur noch auf eine aufnahme festlegen. alles andere wird einfach zu viel.


      Lieber Dirigent!

      Ich bin nicht Tamás und kann dir keine Aufnahme empfehlen, aber wenigstens von einer abraten. Ich habe mir vor einigen Jahren diese hier gekauft, die damals schon so günstig war wie heute:



      Sie ist nicht wirklich schlecht, aber sie konnte mich nie wirklich für die Sonaten begeistern, und es fehlt wohl im Vergleich zu anderen Aufnahmen das Feuer. Ich habe es bis jetzt noch nicht zu einer zweiten Aufnahme gebracht, weil es noch so viele Dinge gibt, von denen ich noch überhaupt keine Aufnahme habe, weil mich schon diese hier nicht begeistert hat und weil auch bei den Empfehlungen, die man hier nachlesen kann, mehrere Aufnahmen interessant klingen und ich eigentlich nicht vorhabe, zum Rosenkranzsonaten-Sammler zu werden...

      Insofern wäre ich aber durchaus ebenso wie du interessiert, was Tamás sagt, wenn er eine gute Aufnahme empfehlen soll... ;+)

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Areios schrieb:

      Ich bin nicht Tamás und kann dir keine Aufnahme empfehlen, aber wenigstens von einer abraten. Ich habe mir vor einigen Jahren diese hier gekauft, die damals schon so günstig war wie heute:



      Sie ist nicht wirklich schlecht, aber sie konnte mich nie wirklich für die Sonaten begeistern, und es fehlt wohl im Vergleich zu anderen Aufnahmen das Feuer. Ich habe es bis jetzt noch nicht zu einer zweiten Aufnahme gebracht, weil es noch so viele Dinge gibt, von denen ich noch überhaupt keine Aufnahme habe, weil mich schon diese hier nicht begeistert hat und weil auch bei den Empfehlungen, die man hier nachlesen kann, mehrere Aufnahmen interessant klingen und ich eigentlich nicht vorhabe, zum Rosenkranzsonaten-Sammler zu werden...

      Insofern wäre ich aber durchaus ebenso wie du interessiert, was Tamás sagt, wenn er eine gute Aufnahme empfehlen soll...
      hallo
      das ist ein zufall denn in diese aufnahme habe ich rein geschnipselt und war eigentlich nicht begeistert. dadurch suchte ich rat bei tamàs. bin mal gespannt welche er empfehlen wird. ansonsten ist biber einfach nur genial. aber ein rosenkranzsammler möchte ich auch nicht werden.
      lg dirigent
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Eine Aufnahme bei den Rosenkranz-Sonaten zu empfehlen halte ich für unmöglich. Es ist einfach zu viel an unterschiedlichen Auffassungen und Aufführungen möglich.

      Von denen die ich kenne, favorisiere ich Manze/Egarr und die Aufnahme mit Odile Édouard, mit richtig Orgel.
      Aber ich kenne die Aufnahmen mit Julia Wedman, Gunar Letzbor und Reinhard Goebel nicht, so dass ich selbst kein umfassendes Bild habe.
      Ansonsten empfehle ich ein genaueres Lesen des entsprechenden Threads.

      LG, Kermit
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Ich erlaube mir, darauf zu antworten:

      Dirigent schrieb:

      die missa salisburgensis wollte ich in dieser aufnahme bestellen.
      Ganz ehrlich, mein lieber Dirigent: du machst nichts falsch. Es ist eine grandiose Einspielung mit gewaltiger Pracht und herrlicher Klangqualität. Zwar hat McCreesh ein langsames Tempo gewählt, aber dadurch wirkt das Ganze auch sehr festlich.

      Ich möchte dir aber die anderen greifbaren Einspielungen nicht vorenthalten:


      Koopmans Einspielung entstand zur selben Zeit wie die von McCreesh. Ich kenne sie leider nicht, aber ich habe gehört, daß auch sie klasse sein solle. Tamas kann sicherlich genauer darauf eingehen.


      Dies ist die neueste, von 2008. Ich finde, daß sie auch ihre Reize hat, aber irgendwie wirkt sie nicht so festlich prachtvoll wie die von McCreesh; sie ist auch ein bißchen halliger aufgenommen, aber sehr gut interpretiert.


      Dies ist die insgesamt zweite Einspielung, die es je gab, die älteste zur Verfügung stehende. Sie wurde 1974 veröffentlicht und blieb 24 Jahre die einzige Stereo-Einspielung. Ich würde sie als grandios bezeichnen, wenn nicht die gottverdammten Knaben-Solisten wären! ( :cursing: :wacko: :faint: )

      Was sich die Jungs da zusammensingen, bezeichne ich schlichtweg als Katastrohe: sie können die Töne nicht exakt treffen, das ist ein Katzenjammern ohnegleichen! Dabei finde ich die Aufnahme als sehr wirkungsvoll gestaltet und mit tollem Hall versehen. Sie ist auch recht schnell temporiert, was sich gerade bei der Hymne Plaudite tympana als klasse erweist. Doch leider versauen die Knaben vom Tölzer Knabenchor die ganze Aufnahme! Eine echte Schande! :troest:

      Dirigent schrieb:

      ich habe gelesen diese missa ist nicht von biber stimmt das?
      Jein. Man weiß tatsächlich nicht ganz genau, wer sie komponiert hat, da das erhaltene Manuskript keinen Namen nennt, aber inzwischen hat man aufgrund stilistischer Untersuchung sich darauf geeinigt, es ihm als den wahrscheinlichsten Komponisten zuzuschreiben. Diese Annahmen könnten der Wahrheit schon recht nahe kommen.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Zitat von »Dirigent«
      ich habe gelesen diese missa ist nicht von biber stimmt das?
      Jein. Man weiß tatsächlich nicht ganz genau, wer sie komponiert hat, da das erhaltene Manuskript keinen Namen nennt, aber inzwischen hat man aufgrund stilistischer Untersuchung sich darauf geeinigt, es ihm als den wahrscheinlichsten Komponisten zuzuschreiben. Diese Annahmen könnten der Wahrheit schon recht nahe kommen.


      Man hat lange angenommen, daß Orazio Benevolio (* 19. April 1605 in Rom; † 17. Juni 1672 ebenda) der Urheber ist. Seit den entsprechenden Arbeiten von Ernst Hintermaier (Missa Salisburgensis. Neue Erkenntnisse über Entstehung, Autor und Zweckbestimmung, in: Musicologica Austriaca 1 (1977), pp. 154–196. Ders., The Missa Salisburgensis, in: The Musical Times 116 (1975), pp. 965–966.) gilt allerdings allgemein Biber als Komponist.

      Das Problem einer eindeutigen Zuschreibung besteht darin, daß kein Autograph existiert und die vorhandene Kopie keinen Urheber angibt. Auch Bibers Salzburger Amtsvorgänger, der aus Reichenhall stammende Andreas Hofer (* 1628 oder 1629; † 25. Februar 1684 in Salzburg) wurde zeitweilig als Komponist angenommen. Sogar Stefano Bernadi (1577 - 1637; von 1624- 1634 in Salzburg. Von ihm stammt das 12-chörige Te Deum zur Einweihung des Salzburger Doms 1628) wurde genannt, obwohl dieser eigentlich schon zeitlich nicht dafür in Frage kommt.
      viele Grüße

      Bustopher


      Sapere aude
    • Hallo Dirigent,

      Tschuldigung, dass ich so spät antworte... die Arbeit hat angefangen...

      Nun:

      Wenn ich wirklich nur eine Aufnahme der Rosenkranzsonaten empfehlen dürfte, würde ich es so machen:

      wenn du eher die packenden, dramatischen Interpretationen bevorzugst, die jede Note deuten versuchen, dann rate ich dich zu Letzbor:


      wenn du aber eher die zurückhaltenden, musikalisch schönen, Interpretationen magst, die das Werk in den Vordergrund stellen versuchen, dann zu Manze:


      Edouard oder Wedman stehen ugf. in der Mitte: zwei weitere sehr schöne Aufnahmen:


      Bei der "Missa Salisburgensis" würde ich auch die Goebel/McCreesh-Aufnahme empfehlen. :thumbup:

      Zur Authorschaft des letztgenannten Werkes: Wenn man mit Bibers Werken vertraut ist, neigt man schon dazu Biber für den Komponisten der "Missa Salisburgensis" zu halten. Da gibt es z.B. Strukturierungsmomente in den längeren Sätzen, die in fast allen seinen Messen so wiederkommen, oder einige ganz an seinem Violinstil erinnernde Violinsolostellen...

      Man könnte übrigens auch erwägen, dass die Missa ein Werk von mehreren Komponisten ist... Hofer, Biber, Muffat... alle zur selben Zeit an einem Hof anwesend...

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Josquin Dufay schrieb:

      Ganz ehrlich, mein lieber Dirigent: du machst nichts falsch. Es ist eine grandiose Einspielung mit gewaltiger Pracht und herrlicher Klangqualität. Zwar hat McCreesh ein langsames Tempo gewählt, aber dadurch wirkt das Ganze auch sehr festlich.


      hallo
      so habe ich es auch gemacht, habe die McCreesh aufnahme bestellt und hoffe das sie heute noch kommt.
      die koopman aufnahme kommt auch noch mal dazu, denn koopman ist einer meiner lieblings interpreten. seinen bach liebe ich, aber besonders seine buxtehude orgelwerke.
      dank
      lg dirigent
      :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Tschabrendeki schrieb:

      wenn du eher die packenden, dramatischen Interpretationen bevorzugst, die jede Note deuten versuchen, dann rate ich dich zu Letzbor:

      hallo tamàs
      ich habe mal geschnipselt in die aufnahme und muss sagen es hört sich gut an, aber was kann man von solchen kurzen momenten schon sagen fast garnichts.
      aber ich glaube allgemein das die rosenkranzsonaten erst nach mehrmaligen hören einen begeistern können oder auch nicht mal sehen. :?: :?:
      danke
      lg dirigent
      :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Dirigent schrieb:

      Tschabrendeki schrieb:

      wenn du eher die packenden, dramatischen Interpretationen bevorzugst, die jede Note deuten versuchen, dann rate ich dich zu Letzbor:

      hallo tamàs
      ich habe mal geschnipselt in die aufnahme und muss sagen es hört sich gut an, aber was kann man von solchen kurzen momenten schon sagen fast garnichts.
      aber ich glaube allgemein das die rosenkranzsonaten erst nach mehrmaligen hören einen begeistern können oder auch nicht mal sehen. :?: :?:
      danke
      lg dirigent
      :wink:


      Ich glaube, wenn man sich für die richtigen Interpretationen entscheidet (Letzbor, Manze, Wedman) springt die Funke schon sofort über... :D :thumbup:
      Hier:
      http://www.ars-antiqua-austria.com/alle/htmlFrSet.htm
      (auf der offiziellen Homepage des Ensembles) findest du die erste Sonate komplett in mp3...

      Viel Spaß dazu! :yes:

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Josquin Dufay schrieb:


      Koopmans Einspielung entstand zur selben Zeit wie die von McCreesh. Ich kenne sie leider nicht, aber ich habe gehört, daß auch sie klasse sein solle. Tamas kann sicherlich genauer darauf eingehen.


      Ich bin zwar nicht Tamás, kann aber trotzdem zwei Worte über die Koopman-Aufnahme im Vergleich zu McCreesh sagen. Sie ist erheblich weniger bombastisch als die McCreesh-Aufnahme, ohne dabei den prächtigen, repräsentativen Charakter der Messe zu unterminieren oder gar zu verschleiern. Alles wirkt schlanker, gelenkigen, durchhörbarer. Während McCreesh den fürst-bischöflichen Gestus sehr in den Vordergrund rückt, legt Koopman, dessen Aufnahme übrigens im Salzburger Dom gemacht wurde, großen Wert auf die spirituelle Dimension des Werks. So höre ich jedenfalls die beiden Aufnahmen, die man IMO am besten beide haben sollte.

      Die Einspielung mit dem Collegium Aureum ist eher ein abschreckenes Beispiel - nicht nur wegen der völlig überforderten Tölzer Knaben.

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Algabal schrieb:

      Ich bin zwar nicht Tamás, kann aber trotzdem zwei Worte über die Koopman-Aufnahme im Vergleich zu McCreesh sagen. Sie ist erheblich weniger bombastisch als die McCreesh-Aufnahme, ohne dabei den prächtigen, repräsentativen Charakter der Messe zu unterminieren oder gar zu verschleiern. Alles wirkt schlanker, gelenkigen, durchhörbarer. Während McCreesh den fürst-bischöflichen Gestus sehr in den Vordergrund rückt, legt Koopman, dessen Aufnahme übrigens im Salzburger Dom gemacht wurde, großen Wert auf die spirituelle Dimension des Werks. So höre ich jedenfalls die beiden Aufnahmen, die man IMO am besten beide haben sollte.


      Ich bin zwar Tamás, doch kann ich jedes Wort unterschreiben. :D

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Algabal schrieb:

      Ich bin zwar nicht Tamás, kann aber trotzdem zwei Worte über die Koopman-Aufnahme im Vergleich zu McCreesh sagen. Sie ist erheblich weniger bombastisch als die McCreesh-Aufnahme, ohne dabei den prächtigen, repräsentativen Charakter der Messe zu unterminieren oder gar zu verschleiern. Alles wirkt schlanker, gelenkigen, durchhörbarer. Während McCreesh den fürst-bischöflichen Gestus sehr in den Vordergrund rückt, legt Koopman, dessen Aufnahme übrigens im Salzburger Dom gemacht wurde, großen Wert auf die spirituelle Dimension des Werks. So höre ich jedenfalls die beiden Aufnahmen, die man IMO am besten beide haben sollte.

      Die Einspielung mit dem Collegium Aureum ist eher ein abschreckenes Beispiel - nicht nur wegen der völlig überforderten Tölzer Knaben.
      hallo
      ich habe heute die McCreesh aufnahme bekommen aber ich werde mir die koopman einspielung auch noch bestellen. koopman ist einer meiner lieblingsinterpreten. sein buxtehude und die kantaten von bach
      sind göttlich. so jetzt erfreue ich mich erst mal an der McCreesh-goebel aufnahme
      danke lg dirigent
      :wink:
      Die Kunst zu wissen, wann man das Orchester nicht stören soll.
      Herbert von Karajan (1908-1989)
    • Dieser Beitrag wurde aus dem Faden Claudio Monteverdi - Vespro della Beata Vergine (1610) - Marienvesper hierherkopiert, die folgenden Beiträge hierher verschoben; mto

      AlexanderK schrieb:

      Dies ist ja ein Thread, wo hauptsächlich Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber schreiben, die das Werk schon sehr gut kennen.


      Dennoch würde mich sehr interessieren, wie deine Höreindrücke sind und dich daran bewegt...Ich bin übrigens auch musiktheoretisch nicht so bewandert: Ich frage mich immer: War das jetzt ein Tritonus..., Crescendo etc...oder ein Pizziciato, das man eigentlich nicht überhören kann...

      Obwohl ich nicht glaube, dass unter 1% der Klassikliebhaber verstehen, dass damit gemeint ist bei einem Cello eine Saite mit dem Finger- meistens der rechten Hand zu zupfen. Und dann gibt es noch viele Besonderheiten, wie das „Bartók-Pizzicato“ und das kann ich zwar -meine ich-hören, aber habe bis heute nicht wirklich verstanden..., wie das technisch funktioniert? Da müsste ich schon einem Cellisten wirklich auf die Finger schauen können...

      Ich glaube, dass viele sich eingeschüchtert fühlen, wenn sie die technischen Begriffe nicht anwenden können...oder Trilliaden Bücher gelesen haben..,

      Ich bin auch einseitig: Ich beherrsche die Musiktheorie nicht so aus dem "ff" und mich interessiert mehr die Soziologie...Und jedes Jahrhundert ist anders...

      Und auch wenn man gar nicht akademisch ist, kann man doch einfach auch schreiben,was einen innerlich bewegt und man empfindet. Davor schrecken -glaube ich -viele zurück....Ich lese auch Rezensionen/Bewertungen von CD's gerne, die aus einer rein emotionalen Perspektive sind und kein Fremdwort haben... :D :D :D
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960)
    • Trotzig-Verzagt-Ding schrieb:

      Obwohl ich nicht glaube, dass unter 1% der Klassikliebhaber verstehen, dass damit gemeint ist bei einem Cello eine Saite mit dem Finger- meistens der rechten Hand zu zupfen. Und dann gibt es noch viele Besonderheiten, wie das „Bartók-Pizzicato“ und das kann ich zwar -meine ich-hören, aber habe bis heute nicht wirklich verstanden..., wie das technisch funktioniert? Da müsste ich schon einem Cellisten wirklich auf die Finger schauen können...

      Ein Pizzicato kommt bei der Vespro nirgends vor.
      Pizzicato bezieht sich nicht unbedingt auf Cello. Bedeutet ja nichts weiteres, dass das Instrument gezupft wird. Alle Streichinstrumente können das. (und eigentlich alle Instrumente, die Saiten haben, einschließlich das Klavier.)

      Das Bartok-Pizzicato heißt, dass man die Saiten so stark zupft, dass sie zurückprallen auf das Griffbrett darunter, und so wird ein krachender Klang erzeugt. Wurde als erstes von Heinrich Biber in seiner Battalia verwendet, müsste also eigentlich Biber-Pizzicato heißen.

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Tschabrendeki schrieb:

      Ein Pizzicato kommt bei der Vespro nirgends vor.
      Pizzicato bezieht sich nicht unbedingt auf Cello. Bedeutet ja nichts weiteres, dass das Instrument gezupft wird. Alle Streichinstrumente können das. (und eigentlich alle Instrumente, die Saiten haben, einschließlich das Klavier.)


      Das war doch nur ein Bsp... :D Ich höre eben gerade Bartok.... :D So ganz grob, habe ich ein paar Sachen schon mitbekommen, als ich mit einem Musiker zusammen war..(Violinist)

      Das Bartok-Pizzicato heißt, dass man die Saiten so stark zupft, dass sie zurückprallen auf das Griffbrett darunter, und so wird ein krachender Klang erzeugt. Wurde als erstes von Heinrich Biber in seiner Battalia verwendet, müsste also eigentlich Biber-Pizzicato heißen.


      Geht es bei Bartok nicht um eine spezifische Grifftechnik, die man evtl. auch anders ausführen könnte?
      Bei Biber weiß man doch nicht, wie die Musiker technisch gespielt haben oder liege ich hier falsch und sind Fingertechniken irgendwo aus dem Barock, der Renaissance belegt...Es gibt doch keine Video-Aufnahmen. Bei Bartok mussten sich doch aller Hip'ler mühsam erarebeiten, wie man die anspruchsvollen Violinenwerke angeht, da sie mit Stahlseiten nicht mal spielbar wären...




      Bartok pizzicato, or snap pizzicato, is produced in two ways. The first way is to place the forefinger of the right hand underneath the string an pulling upwards and releasing so that the string snaps against the fingerboard. The other way is to pinch the string pulling vertically upwards and releasing creating the snap against the fingerboard. The second technique creates a sharper attack sound.


      Ergänzung:Als ich frage mich gerade immer ob ich zwischen a und b differenzieren kann?
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960)