Zu Unrecht gelobt, gehypt, als Kult bezeichnet oder: Diese Filme sind für MICH überbewertet

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    • Tach

      Ecclitico schrieb:

      ...Das andere, geradezu revolutionäre daran war, dass die Indianer endlich als Menschen und nicht als Figuren dargestellt wurden. Endlich hat man sie respektiert. Schlimm, dass man dafür bis zum Jahr 1990 warten musste.


      Aber es gab doch schon die Winnetou-Filme ... :yes:

      Ich mach mal weiter:



      Noch so ein überflüssiger Hollywood-Blockbuster mit völlig überforderten "Stars" ...

      Angeblich soll der Film richtig gut werden, wenn der Pott endlich sinkt. Kann ich nicht beurteilen, soweit bin ich nie gekommen. Für mich ein typischer "Mädchenfilm" :hide:

      VG Bernd
    • Der mit dem Wolf tanzt

      B.Albert schrieb:

      Für mich ist das einer der schlechtesten Filme des vergangenen Jahrhunderts. Mir ist die Begeisterung darüber völlig unverständlich geblieben.

      Kater Murr schrieb:

      "Der mit dem Wolf tanzt" fand ich schon damals, als es herauskam, trotz Großleinwand etc. viel zu lahm und flau.

      Ecclitico schrieb:

      Da muss ich energisch Widerspruch einlegen. Ich sah den Film 1991, damals war ich Experte. In dem Jahr war ich 39 mal im Kino. In den Vorjahren noch öfter. "Der mit dem Wolf tanzt" war mein 537. Film. Die Einförmigkeit der amerikanischen Massenware nervte mich damals schon. "Der mit dem Wolf tanzt" ragte da klar heraus. Da war keine Minute Langeweile.

      Josquin Dufay schrieb:

      Der mit dem Wolf tanzt ist sicherlich nicht frei von dem einen oder anderen Klischee - allerdings fand ich ihn nie so langweilig wie andere hier.

      Gerade letzten Samstag habe ich ihn von DVD gesehen - also, das ist wohl kein sprichwörtliches "ganz großes Kino", aber langweilig fand ich ihn keinesfalls.

      Das Klischee vom guten Indianer ist vermutlich genauso eines wie das vom bösen Indianer, in dieser Beziehung hat er wirklich etwas von einer unfreiwilligen Karl-May-Nachfolge, aber ohne Belehrungszeigefinger. Meine ich.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Algabal schrieb:

      Die frenetischen Begeisterungswellen für "Pulp Fiction" hab ich auch nie begriffen. Weder kann ich dem merkwürdig überzeichneten Pomaden-Schick etwas abgewinnen noch finde ich das ununterbrochene Pizza-Gelaber i-wie geistreich oder auch nur originell. Klar, ein paar spritzige Szenen gibts (der lustige Tanz von Travolta und Thurman, die Herzinjektion ...). Aber neee, is nich mein Film.

      Überbewertet finde ich auch "Das Piano". Hab ich nie geschafft zu Ende zu schauen - das wirkt bei mir so, wie die Messias-Lektüre auf Grabbes Teufel. Holly Hunters Acting in dieser tränigen Geschichte ist unglaubwürdig prätentiös, das lullige Pastell von Dryburghs Kamera passt irgendwie nicht zur Tristesse und Nymans Musik gibt dem ganzen den Rest.

      ad "Pulp Fiction": Nee, nee, einer der größten Kino-Geniestreiche der 90er Jahre mit einigen der genialsten Dialoge der 90er Jahre ("They don't even know what a f...ing quarter pounder is!") und einem der besten Film-Soundtracks der 90er Jahre, und Du findest, das sei "Pizza-Gelaber"??? :shake: :shake: :shake:

      ad "Das Piano": Damit hast Du mich allerdings sofort versöhnt! Das ist Edelkitsch der allerübelsten Sorte, der durch das penetrante Gedudel von Michael Nyman und den nackten Harvey Keitel zu allem Überfluß noch massiv verschlimmert wird!

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Don Fatale schrieb:

      motiaan schrieb:

      mein Anti-Film wäre "Pulp Fiction"

      Absolute Zustimmung; erweitere ich um alles andere von Tarantino. Am schlimmsten fand ich allerdings die beiden "Kill Bills".


      Warum hast Du Dir dann das alles überhaupt noch angesehen? ("Kill Bill" habe ich erst gar nicht angeschaut, weil ich mir ziemlich sicher war, dass das nicht so mein Ding sein würde)
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Kill Bill 1 fand ich erstaunlich gut (obgleich ich sonst gar nicht so auf die alten Tarentinos anspringe - mit den Bastards und Django hat er aber aufgeholt).

      Bei Kill Bill 2 hat Rodriguez Regie geführt, oder?

      Adieu,
      Algabal
      Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.
    • Kater Murr schrieb:

      Warum hast Du Dir dann das alles überhaupt noch angesehen?

      Frag ich mich auch. "Pulp Fiction" war der erste Tarantino, den ich gesehen habe. "Kill Bill" fand meine Frau toll, warum auch immer, deshalb hab ich ihn mir auch angesehen. "Reservoir Dogs" musste ich aus Jobgründen sehen (sowas gibt's auch). "Django unchained" hat mich nach der Kinovorschau interessiert (und tatsächlich fand ich ihn dann auch etwas weniger uninteressant als die anderen). Den Rest habe ich in der Tat ausgelassen; das "alles andere" war also nicht völlig gedeckt.
    • Pulp Fiction finde auch ich wirklich genial - und mit mir praktisch jeder, den ich kenne, selbst Leute, die "Gewaltfilme" sonst verabscheuen. Einen besser konstruierten Film sieht man selten. Den Rest von Tarantinos Filmen mag ich nicht. Der überschätzteste Regisseur für mich ist aber eindeutig Michael Haneke. Seine Filme finde ich alle gerade mal so la la. Das G'riss (öst. für Begeisterung) um ihn kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Als jemand, der im Pflegebereich seinen Zivildienst gemacht hat, konnte ich über "Amour" nur müde lächeln.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Don Fatale schrieb:

      motiaan schrieb:

      mein Anti-Film wäre "Pulp Fiction"

      Absolute Zustimmung; erweitere ich um alles andere von Tarantino. Am schlimmsten fand ich allerdings die beiden "Kill Bills".

      Mal von persönlichem Geschmack abgesehen: wie Tarantino bei "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" Los Angeles sozusagen als weiteren Hauptdarsteller mit in Szene setzt und mit Versatzstücken der Popkultur spielt, das ist m. E. genial! Ebenso genial ist für mich, wie er bei "Kill Bill" B-Movies, Eastern und Comics co-verwurstet. Ob man ihn mag oder nicht: das zeugt schon von großer Könnerschaft!

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Trichomonas musicalis schrieb:

      Aber dieser blöde Nazi-Film?

      Du hast diesen Film wohl noch nicht gesehen:



      Inglorious Bastards
      Italien 1977
      Regie: Enzo G. Castellari


      Einer dieser herrlich trashigen italienischen Kriegsfilm-Rip-Offs, auf den sich Tarantino konkret bezieht.


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Charlotte von Lengefeld schrieb:

      "The tree of life" war in den letzten Jahren eine meiner unangenehmsten Kinoerfahrungen: unbedingt bedeutungsvoll sein wollend, sich im Verquasten verlierend. Also nee...
      Das ging mir genauso!

      LG Lotte
      Ich schließe ich mich an! Mit einem Thema darf man mir so verkitscht und eigentlich auch gar nicht kommen: Erlösung!! Ganz schlimm in diesem Zusammenhang fand ich auch Darren Aronofskys "The Fountain" (2006). Komisch: Sowohl Terence Malick als auch Darren Aronofsky haben großartige Filme gemacht. Doch ihre beiden Sinnsuche-Schmonzetten finde ich abstoßend.

      :wink:
      „Beim Minigolf lernte ich, wie man mit Anstand verliert.“ (Element of Crime)
    • Ich habe bislang zweimal in der Pause (vergeblich) mein Eintrittsgeld zurückverlangt: Bei "Titanic" und "Der Hobbit".
      Ich wisse bereits, wie es ausgeht, war genauso wenig ein Argument wie die Prophezeihung, das Ende des Buches könne in dem Film nicht mehr enthalten sein.

      Aber Schund beiseite: Letze Woche war ich im neuen Cohen-bros-Streifen (inside Desmond LLewellin oder so ähnlich) und habe mich, die Ehrungen und Preise bedenkend, im Kinosessel gequält gewunden. :wacko:
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Josquin Dufay schrieb:

      Trichomonas musicalis schrieb:

      Aber dieser blöde Nazi-Film?

      Du hast diesen Film wohl noch nicht gesehen:



      Inglorious Bastards
      Italien 1977
      Regie: Enzo G. Castellari


      Einer dieser herrlich trashigen italienischen Kriegsfilm-Rip-Offs, auf den sich Tarantino konkret bezieht.


      jd :wink:

      Nein, den kenne ich tatsächlich nicht! Die Story scheint aber mit Tarantinos Film nichts gemein zu haben. Jene bei Tarantino schrammt an blanker Verarsche ja gar nicht mehr vorbei. Allerdings wegen Waltz und dem anderen SS-ler (Namen vergessen) dennoch nicht völlig unsehenswert.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Obwohl ich Malick-Fan bin und auch dem hier gescholtenen "Tree of Life" auch viel Schönes abgewinnen kann, seinen "Thin Red Line" habe ich nie verstanden. Das war einfach nur uuuuuendlich langweiliges Kriegspanorama, das nichts Neues zu bieten hatte, das man nicht auch schon in besseren (Anti)Kriegsfilmen schon hundert Mal emotionaler und fesselnder gesehen hätte.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Kater Murr schrieb:

      Ich bin beim besten Willen kein Cineast und kenne viele moderne und klassische Blockbuster gar nicht oder nur vom TV/DVD. Meine Kandidaten sind die ersten beiden "Lord of the Rings"-Filme. (Ich weiß aber nicht, ob die jemand "Kult" findet). Den zweiten fand ich so schlecht, dass ich den dritten nie gesehen habe. Der erste ist besser, aber zu lahm, zu genau in den falschen Einzelheiten (d.h. Ausstattungsorgie, die oft die Stimmung doch verpasst) und eine Filmreihe, in der die beeindruckendsten schauspielerischen Leistungen von einer animierten Figur stammen, eh verdächtig.

      Die LOTR Verfilmungen fand ich auch nicht gut - viel zu sehr auf Action und oft unnötigerweise verfälschend. Im ersten Teil fehlt auch die Episode mit Tom Bombadil, eine meiner Lieblingsstellen in der Buchreihe, dafür dauern die Abschiedsszenen im 3.ten Teil insgesamt über eine Stunde. Grauslich.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.