Mein Lieblingsstück von...

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    • Eigentlich müsste ich noch einiges von Weinberg und insbesondere Rihm hören (den hatte mir immer für „später“ aufgespart), und jetzt kommt schon wieder ein Komponist, mit dem ich beim Erstkontakt nicht viel anfangen konnte, ein bisschen ähnlich, wie ich meine Begeisterung für Rautavaara verloren habe.
      Zwischenstand:
      – Concerto per violoncello ed orchestra (1993-1994)
      – »Balsis« (Stimmen), Sinfonie für 20 Streicher (1991)
      – »Klātbūtne« – Presence für Violoncello und Streichorchester (2012)
      Das älteste Werk gefällt mir auf den ersten Eindruck am besten, so dass ich diese Streichersinfonie zum zweiten Mal höre.
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • lieber Kermit...

      da Du oben nach eigenen Worten einen ''Zwischenstand'' wiedergegeben hast, werde ich hoffentlich an diesem hier vorbeipreschen dürfen ohne dass Du Dich gekränkt fühlst ;) ... in der Tat wollte ich diesen Beitrag schon vor einigen Tagen hier posten, ich kam dann nicht recht dazu....

      Ebenso wie beim von @ Christian Köhn bzgl. seiner Orchestermusik zu Recht, bzgl. seiner Chor- und Kammermusik m. E. allerdings sehr zu Unrecht abgewerteten Arvo Pärt weiß Peteris Vasks (der Vorname spricht sich übr. >mit Betonung auf der ersten Silbe< P ä i t e r i s aus, was kaum ein Radiomoderator hierzulande weiß, aber ich hatte mal eine lettische Nachbarin!) mit einem Orchester nichts wirklich beeindruckendes anzufangen....

      Sehr anders sieht's auch hier bzgl. seiner Solo- und Kammermusik aus (Chormusik von ihm kenne ich kaum bis gar nicht) - die hierzulande nach wie vor wohl ziemlich unentdecktes Land ist :huh: :huh: Glücklicherweise gab es im Duisburger Lehmbruck-Museum mal (dürfte so Anfang der 90er gewesen sein) ein kleines Festival mit neuer russischer Kammermusik, zu dem damals sogar Edison Denisov angereist war...

      Seitdem ist mir noch einiges von Peteris' Solo- und Kammermusik zu Ohren gekommen - nichts freilich hat mich je mehr erfreut wie sein (damals in Duisburg zusammen mit seinem Klavierstück Weiße Landschaft gehörtes) fulminantes 10min. Cellosolo Gramata Cellam ("The Book'') - von dem es auch eine Mini-CD mit Sol Gabetta gibt , die scheint's längst nicht mehr erhältlich ist :( :(

      amazon.de/Peteris-Vasks-Gramat…+Peter%2Caps%2C195&sr=8-2

      Vasks selbst hat den kurzen booklet-Text verfasst, in dem es (in der Übers. v. Jochen Rudelt) abschließend heißt Hab Dank, Sol, für Deine Gegenwart in jedem Ton, jedem Atemzug. Du bringst Licht in unsere ziemlich düstere Welt. Mit weniger Pathos äußert sich Vasks i. A. nicht - dazu sollte man wissen (der dt. Wikipedia-Artikel weiß es nicht!!), dass Vasks nicht weniger kriegstraumatisiert sein dürfte als z. B. der (hier von mir an anderer Stelle die Tage bereits mal erwähnte) ''Nagel - Künstler'' Günter Uecker ! Als Sohn eines baptistischen Pastors ist er wohl mehrfach Zeuge gewesen (!! meine ich irgendwo mal gelesen zu haben !!), wie Berufskollegen seines Vaters ins Straflager abgeholt worden sind. Später (dies noch als kleine Zusatzinfo) hat er, noch zu UdSSR - Zeiten, Wert darauf gelegt, kein Sowjetrusse, sondern Bürger eines von diesen widerrechtlich besetzten Lettland zu sein....

      ... ... nächster Kandidat ist ... L o u i s S p o h r :wink:
      Durchhängen iss nich !!
      (Udo Lindenberg)
    • In Sachen Spohr habe ich schon länger einen klaren Favoriten, es ist das

      Konzert für Streichquartett und Orchester, a-moll, op. 131

      Meine CD-Einspielung findet sich hier - ich habe aber auch schon andere Aufnahmen gehört:



      Werter Andreas: Poul Ruders hast Du "gelöst" - das sehe ich schon richtig, oder? Ich mag ihn gerne und kenne ein halbes Dutzend Werke, unter denen es schon einen Favoriten gäbe. Aber der steht nicht mehr zur Debatte, stimmt's?

      Nächster Komponistenname:

      Ture Rangström


      PS: @ Kermit - wenn Du einen anderen Titel zu Peteris Vasks nachschieben möchtest, dann scheint das den einstigen Spielregeln aus zwei Gründen nicht zu widersprechen:
      1) Es findet sich keine Vorschrift diesbezüglich seitens Ralph des Threaderstellers
      2) Mir ist auf die Schnelle zumindest ein Beispiel aufgefallen, wo Andreas in seiner Liste zwei "Lösungen" von zwei Usern zu einem Komponistennamen benennt.

      ;) :)


      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • andréjo schrieb:



      Werter Andreas: Poul Ruders hast Du "gelöst" - das sehe ich schon richtig, oder? Ich mag ihn gerne und kenne ein halbes Dutzend Werke, unter denen es schon einen Favoriten gäbe. Aber der steht nicht mehr zur Debatte, stimmt's?

      Nächster Komponistenname:

      Ture Rangström

      Hallo Wolfgang,

      den Ruders hat der Frosch "gelöst" (Beitrag 471), ich hab nur nachgekartet ;)
      Aber wie Du völlig richtig erkannt hast, kann ein Komponist - vielleicht nach einer gewissen Schamfrist - natürlich nochmal nominiert werden ( es sei denn, Don Ralph widerspricht).

      :wink: Andreas
    • Die Schwierigkeit in diesem Thread besteht darin, dass es sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten gibt.
      In Einzelfällen kann ich mir sehr schnell klar werden, welches mein Lieblingsstück eines Komponisten ist, bei Alfred Schnittke wäre es immer noch das gleiche Werk wie vor 20 Jahre (ich will Schnittke damit aber nicht unrecht tun), und bei Carlos Chávez und Aaron Copland wäre es auch so.
      Aber so braucht es bei Pēteris Vasks (hätte ich vermutlich mit zu hartem »T« ausgesprochen) schon richtig Zeit, weil ein kompletter Neu-Einstieg notwendig ist, der fast einem Erst-Einstieg gleichkommt.

      Für mich ist hier ein »Entdeckungs-Thread«. Da kann es keine perfekte Reihenfolge geben, eben wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

      Zu meinem (nachgemeldeten) Ergebnis:
      Grāmata čellam (Das Buch) für Violoncello solo (1978). Ich saß wie elektrisiert da.
      youtube.com/watch?v=8bN7p6UImxE
      youtube.com/watch?v=pPJbNYNwb2A

      Auf den Plätzen: Streichquartett Nr. 2 (1984), Streichquartett Nr. 3 (1995) und die Streichersinfonie Balsis (Stimmen) (1991)
      Leider nicht zu finden: das Concerto per timpani e strumenti di percussione (1979/1986). Das Werk hätte ich gerne mal gehört.
      Wie bei Pärt finde ich die älteren Werke interessanter als die neueren. Vielleicht ist es von Nachteil, wenn die individuelle Tonsprache gefunden wurde.
      Schon eigenartig: die Kammermusik berührt mich hier. Aber die beiden Cellokonzerte haben mich nach dem ersten Hören recht unbeteiligt zurückgelassen.
      Was bleibt auf jeden Fall: Futter für den Streichquartett-Thread.

      Besten Dank an wes.walldorff für den Begleittext zu seiner Auflösung!
      Von Edison Denisov (es gibt recht viele unterschiedliche Schreibweisen) kann man übrigens nicht genug hören.

      Beste Grüße vom Frosch :wink:
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Kermit schrieb:

      Die Schwierigkeit in diesem Thread besteht darin, dass es sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten gibt.
      Stimmt. Trotzdem etwas zu Ture Rangström: Ich höre grad seine 1914 entstandene 1. Symphonie cis-Moll. Sie steht noch deutlch in spätromantischer Tradition, allerdings, ich würde sagen, expressionistisch aufgeheizt, recht extrem und düster in seinen Stimmungen. Untertitel des Werks: "August Strindberg in memoriam". Das paßt!



      Michail Jurowski dirigfiert das Norrköping Symphony Orchestra. Bewegend und aufrüttelnd!

      Darf ich jetzt einen neuen Komponisten nennen oder soll ich besser noch abwarten, bis andere Gesprächsfäden noch weitergesponnen werden können?

      Ich warte erstmal.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Ich habe mir bisher sein Divertimento elegiaco für Streichorchester (1918) und die Sinfonische Dichtung Havets junger (1913) angehört.
      Ture Rangström in die Reihe mit Sibelius und Nielsen zu stellen, darüber darf man diskutieren, jedenfalls passt er in die Zeitströmung, wo die (spät-) romantischen Ausdrucksformen allmählich erweitert werden.
      Heute abend werde ich mir wohl noch ein Werk anhören.
      Besten Gruß vom Frosch, der das »Lento, non agitato« in diesem Thread sehr schätzt. :cincinsekt:
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Eigentlich war einst daran gedacht, den Parallelfaden für weitere Diskussion zu nutzen.

      Aber gut - es hat alles zwei Seiten. Hier ist der Zusammenhang klarer und man dürfte sich dennoch zurechtfinden.

      Im anderen Bereich mag Andreas gelegentlich die Übersicht erneuern - das allein ist sehr sinnvoll. :cincinsekt: (Wer anders könnte es natürlich auch tun, ich zum Beispiel ... :versteck1: )

      Es grüßt Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Ich höre gerade in seine 4. Sinfonie, für mich schon mal deshalb interessant, weil mit Orgel.

      Sinfonie Nr. 4 in d-moll »Invocatio« (1933–1936)
      1. Preludio: Largo pesante
      2. Alla toccata : Allegro arrabbiato
      3. Intermezzo »Sotto voce«: Allegretto malinconico
      4. Recitativo ed arioso: Andante lento ed adagio
      5. Finale. Grave -Presto- Largo maestoso

      The Stockholm Philharmonic Orchestra
      Erik Lundkvist, Orgel
      Leitung: Juri Michailowitsch Aronowitsch

      @ Andréjo/Wolfgang, die Diskussion hier drin zu haben und die Übersicht nebenan finde ich praxisgerechter, sofern es hier themengebunden bleibt.

      Dann bin ich mal gespannt, für welches Werk sich Gurnemanz entscheidet!
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Kermit schrieb:

      Dann bin ich mal gespannt, für welches Werk sich Gurnemanz entscheidet!
      Bei Rangström habe ich mich doch schon entschieden und zwar für seine 1. Symphonie (s. o.).

      Mit dem neuen Komponisten warte ich noch etwas, weil ich hier nichts ausbremsen möchte (zu Rangström haben wir m. W. noch keinen Thread). Ist ja Zeit...

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      Mit dem neuen Komponisten warte ich noch etwas, weil ich hier nichts ausbremsen möchte (zu Rangström haben wir m. W. noch keinen Thread). Ist ja Zeit...
      Sehr gute Idee, Du und Kermit haben völlig recht, man sollte was entwickeln lassen.
      Den Seitenthread mach ich gerne weiter, hab auch schon auf meinem Rechner aktualisiert, wie schnell soll ich einstellen (nicht daß jener thread dann ausufert)?
      Die Diskussionen zu den Stücken hier zu führen, finde ich ebenfalls gut. Die alten Listen guckt sich ja keiner mehr an und die schönen Beiträge von damals gehen dann doch sehr verloren.
      :wink: Andreas
    • Ist alles gut aus meiner Sicht! :thumbup:

      Man sollte nur nicht zu lange warten mit einem neuen Vorschlag und wiederum einem Vorschlag oder Vorschlägen dazu. Aus den bekannten Gründen.

      NB: Mein persönlicher Favorit bei Rangström ist eher die letzte Sinfonie - also die oben von Kermit genannte vierte, glaube ich. (Aber das soll jetzt nicht in die Andreas-Liste, denn sonst wird dort wieder jeder Rahmen gesprengt. Meine Meinung. :) )

      :cincinbier: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Heute gehört: Dityramb, simfonisk dikt (1909), nach einigen Zeilen von August Strindbergs Gedicht »Sångare« (Sänger). Orchestrierung revidiert von Kurt Atterberg (23. Dez.1948).
      Symphonisches Orchester Örebro; Leitung: Göran W. Nilson, aufgenommen am 14.Sept. 1987.

      Bin jetzt bei der 2. Sinfonie »Mitt land« (Mein Land) (1919):
      1. Sagan (Sagen): Allegretto grave e fantastico
      2. Skogen, vagen, sommarnatten (Wald, Landstraße, Sommernacht): Andante e scherzo all' improvisazione
      3. Drommen (Traum): Allegro energico e maestoso
      Symphonisches Orchester Norrköping; Leitung: Michail Jurowski
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Neu

      Na denn, ich reiche den Stab weiter:

      Gefragt ist: "Mein Lieblingsstück von..."

      ... Helmut Lachenmann.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Neu

      Gurnemanz schrieb:

      ... Helmut Lachenmann.
      Weiterhin sein Streichquartett Nr. 1 (Gran Torso), weil Superknaller aus mega-fetzigen Geräuschpissereien .. am liebsten mit Jack- und Asasello Saitenquälern (Live-Mitschnitt aus Ziegentown) ..

      Lachenmann kommt die Einspielung mit Jack auch fetzig rüber.. .
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Neu

      Fartein Valen ist wirklich interessant!
      So etwas Modernes, zugleich gut Hörbares hatte ich für Norwegen nicht erwartet, das vor dem 2. Weltkrieg und auch danch ein armes Land war. Von wem aus diesem Forum der Tipp war, weiß ich nicht mehr, aber hier kann ich sogar mal wieder CDs hören!

      Beste Grüße, Kermit :wink:
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Neu

      Kermit schrieb:

      Fartein Valen ist wirklich interessant!
      So etwas Modernes, zugleich gut Hörbares hatte ich für Norwegen nicht erwartet, das vor dem 2. Weltkrieg und auch danch ein armes Land war. Von wem aus diesem Forum der Tipp war, weiß ich nicht mehr, aber hier kann ich sogar mal wieder CDs hören!
      Das ist ja das Geile an diesem Thread, dass der auch zum Erstrendezvous mit Notenquälereien anregt, die sonst nicht so häufig im Zentrum von C. hausieren; wie Lachenmann, Fartein Valen, Evangelisti, Klebe, Cagerei, Klaus Huber, Ferneyhough u.a. ….
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann