Eben gewälzt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Eine kurze Stilkritik

      „Manchmal denke ich, daß ich nicht sie erklären muß, sondern mich, mein Interesse an ihr, das so spät, fast sechs Jahre nach ihrem Tod, wieder in mir erwacht ist. Doch vielleicht muß ich erst vom Vergessen sprechen, das gewaltsam als Abwendung und Trennung begann und dann allmählich in Beruhigung überging. Ich habe immer weniger, immer flüchtiger an sie gedacht und irgendwann dann nicht mehr.“

      So beginnt Dieter Wellershoffs Buch „Der Liebeswunsch“. „Großartiger Anfang. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht“, schrieb Wolfram wenige Beiträge zuvor über ein anderes Buch. Bei diesem erlebe ich das Gegenteil. Drei Sätze genügten und mein Lesespaß war dahin. Damit die kurze Lektüre zu etwas gut ist, dachte ich mir, hier eine kurze Stilkritik zu äußern:

      Satz 1: „Manchmal denke ich, daß ich nicht sie erklären muß, sondern mich, mein Interesse an ihr, das so spät, fast sechs Jahre nach ihrem Tod, wieder in mir erwacht ist.“

      Es ist immer schwer, eine andere Person bereits im ersten Satz einzuführen. Wenig empfehlenswert ist es, nur das Personalpronomen „sie“ zu benutzen. Störend ist die doppelte Ungenauigkeit mit jeweils nachfolgender Erklärung: „sondern mich“, heißt es. Das ist sehr offen formuliert, daher folgt die nachgeschobene Erklärung „mein Interesse an ihr“. Okay, kann man machen, wirkt unbeholfen, soll aber womöglich den Ich-Erzähler charakterisieren. Direkt im Anschluss wiederholt sich das Manöver allerdings: Das Interesse ist „so spät“ erwacht. Wieder ungenau, wieder die Erläuterung: „fast sechs Jahre nach ihrem Tod“. Hätten die Ungenauigkeiten nicht genügt? Soll ein Hang zur nachgeschobenen Detailverliebtheit respektive Übergenauigkeit eingeführt werden? Mag sein. Das Ende entspricht der Übergenauigkeit. Das Interesse ist nicht nur erwacht, sondern „in mir“ erwacht. Wo denn sonst?

      Ohne diese Übergenaugkeit könnte der Satz lauten: „Manchmal denke ich, daß ich nicht sie erklären muß, sondern mein Interesse an ihr, das fast sechs Jahre nach ihrem Tod wieder erwacht ist.“

      Ungelenk wirkt auch in dieser Form der letzte Teilsatz. Stilistisch schöner wäre er vorher eingebaut, weil die zeitliche Einordnung das Besondere an dem wieder erwachten Interesse ausmacht. Also:

      „Manchmal denke ich, daß ich nicht sie erklären muß, sondern mein fast sechs Jahre nach ihrem Tod wieder erwachtes Interesse an ihr.“

      Stilistisch unschön bleibt Zweierlei. Erstens wirken derartige daß-Sätze amateurhaft. Zweitens ist das Wort „Manchmal“ für meinen Geschmack zu umgangssprachlich für das Folgende, insbesondere in der gekünstelten Originalfassung. Ich würde es zumindest durch das Wort „Bisweilen“ ersetzen.

      Beides berücksichtigend und mit einer weiteren Umstellung könnte der Satz lauten:

      „Nicht sie muss ich erklären, sondern mein fast sechs Jahre nach ihrem Tod wieder erwachtes Interesse an ihr, denke ich bisweilen.“

      Nochmals in der Gegenüberstellung das Original:

      „Manchmal denke ich, daß ich nicht sie erklären muß, sondern mich, mein Interesse an ihr, das so spät, fast sechs Jahre nach ihrem Tod, wieder in mir erwacht ist.

      Satz 2: „Doch vielleicht muß ich erst vom Vergessen sprechen, das gewaltsam als Abwendung und Trennung begann und dann allmählich in Beruhigung überging.“

      An diesem Satz störten mich vor allem drei Punkte:

      Die Wiederholung des Wortes „muß“ wirkt auf mich unschön. Eine Wiederholung solch zentraler Wörter ist immer unglücklich, schon klanglich.

      Wiederholt wird überdies die Komma-dass-Konstruktion. Es handelt sich um ein anderes daß/das, geschenkt. Es klingt aber gleich. Bereits im ersten Satz hieß es Komma, daß. Im zweiten erneut? Bitte, das ist schon mehr als nur ungeschickt.

      Die Verwendung des Wortes „dann“ ist in doppelter Weise ungeschickt. Zum einen ist es unnötig, weil der Satz mit ihm keine Aussagekraft gewinnt. Zum anderen entsteht – offenbar ungewollt – ein Binnenreim mit dem vorangehenden „begann“, der den Lesefluss stört.

      Gewollt schein mir hingegen die Spannung des zweiten und dritten Wortes: Ein Müssen ist unbedingt, ein Vielleicht ist es nicht. Als rhetorische Figur mag das angehen. Schön finde ich auch das nicht.

      Satz 3: „Ich habe immer weniger, immer flüchtiger an sie gedacht und irgendwann dann nicht mehr.“

      Nach den doppelten Erläuterungen des ersten Satzes liest man das „immer flüchtiger“ unwillkürlich als Erläuterung des „immer weniger“. Das ist es jedoch nicht, wie schon die Kommasetzung zeigt. Immer weniger und immer flüchtiger ist daher gemeint. Diese Doppelung scheint mir nichtssagend zu sein. Am Satzende wird erneut das Wort „dann“ unnötig verwendet. Herrje!

      So viele stilistische Mängel können einem professionellen Autor nicht unbeabsichtigt unterlaufen, dachte ich. Es wird sich dabei also vermutlich doch um die Charakterisierung des Ich-Erzählers handeln. Nur erweist sich dieser auf den folgenden Seiten als auktorial und hält der spezielle Beschreibungsstil an, so dass ich annehmen muss, das ist ernst gemeint und wird womöglich sogar auf spezielle Weise für literarisch wertvoll gehalten.

      Ich werde es nicht erfahren. Das Buch habe ich zur Seite gelegt.
    • Die harmoniums meinte ich vermutlich.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Den "Liebeswunsch" von Wellershoff habe ich vor Jahren (als er rauskam) gelesen, ich weiß nicht mehr weshalb ich auf den gekommen bin, vermutlich weil er überall sehr gelobt wurde.

      Ohne große Stilkritik jetzt - schlecht fand ich ihn gerade nicht (habe ihn auch zuende gelesen), aber in der Rückschau ist er mir als staubtrocken (für einen tragischen (Anti-) Liebesroman der Tod) und ein auch bißchen überambitioniert in Erinnerung, vom Autor mehr zu lesen kam mir nie in den Fokus, und er steht hier auch nicht mehr. Aber die Erinnerung ist sehr blaß, das muß ich dazu sagen. Und das Ende war sehr schön, irgendwas in einem Hochhaus an der See, sehr grau und tragisch und intensiv dann doch. Aber sonst... hmmm :|

      Als Wellershoff vor einiger Zeit starb wurde auch dies Buch wieder lobend erwähnt. Aber ich glaube es ist im Wesentlichen eben Papier.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Ich habe übrigens die beiden Empfehlungen von Doc Stänker aufgegriffen und beide Henscheids (über Musik, über Literatur) geordert und freue mich da sehr drauf. Sonst kenne ich Henscheid nicht, nichtmal seine Trilogie des laufenden Schwachsinns (Bildungslücke? Naja ich bestehe aus Bildungslücken :D ) . Die Georderten reizen mich aber auch erstmal mehr...
      .
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Bildungslücke? Naja ich bestehe aus Bildungslücken :D
      Da unterschätzt Du dich aber mal wieder, lieber garcia :alter1:
      Es gibt hier im Forum meiner Meinung nach wenige mit so einem breit aufgestellten Geschmack und Anspruch, quer durch alle Genres und Gattungen. Und man kann eh nicht alles von etwas kennen, dann lieber etwas von allem ¯\_(ツ)_/¯
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Iwo, die Geschmäcker sind verschieden. Mir ging es nur darum, mein Missfallen einmal konkret zu begründen. Wir haben hier ja oft genug bloße Geschmacksbekundungen. Begründungen machen Geschmacksurteile in Grenzen diskutierbar. Mein Geschmack mag dadurch beeinflusst sein, dass in meinem Beruf Redundanzen als Fehler gelten.

      Ich würde im Gegensatz zu dir eher sagen, dass das Original, wenn man die Sprachgirlanden beiseite zieht, wie ich es versucht habe, zu wenig Substanz hat, um als Einleitungssatz zu bestehen und daher umso weniger den sprachlichen Aufwand verträgt.


    • Das ist Literatur!
      Ich habe knapp 50 Seiten hinter mir und bin beeindruckt. Jeder Satz ist durchdacht und hochrangig formuliert. Ein Genuss! Handlung gibt es bislang tatsächlich keine. Fehlt mir null komma null, das sprachliche Geschehen ist mehr als genügend.
    • Ich muß ihn wohl wieder hervorholen.

      Zumal das Unterfangen, an Handkes ältere Sachen ranzukommen, gerade aussichtslos ist - - nicht nur daß alle Buchhandlungen leergefegt sind, selbst bei Amazon guckt mich nur ein "zur Zeit nicht lieferbar" an.

      Und mich hat ja vieles regelrecht begeistert, auch wenn ich das ganze Unterfangen sehr lang fand.

      Ich werd einfach mal weitermachen wo ich seinerzeit aufgehört habe...

      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      nicht nur daß alle Buchhandlungen leergefegt sind, selbst bei Amazon guckt mich nur ein "zur Zeit nicht lieferbar" an.
      Ein gebrauchter Handke ist aber noch zu haben. Also frisch aus dem Urwaldfluss gefischt. So habe ich auch meine bekommen. Gut, jedenfalls den 'Torwart' auf das andere warte ich noch. Aber da scheint noch einiges machbar zu sein.

      :wink: Wolfram
    • Knulp schrieb:

      Das ist Literatur!
      Ich habe knapp 50 Seiten hinter mir und bin beeindruckt. Jeder Satz ist durchdacht und hochrangig formuliert. Ein Genuss! Handlung gibt es bislang tatsächlich keine. Fehlt mir null komma null, das sprachliche Geschehen ist mehr als genügend.
      Je mehr solche Kommentare, je mehr wässert mir der Mund. ^^ Ich muss dringend meinen Solstad (tolles Buch) beenden, damit ich sofort dann mit Handke beginnen kann.

      :wink: Wolfram
    • <= "Niemandsbucht"

      Über eben diesen Handke-Wälzer stritt sich das damalige Literarische Quartett anlässlich dessen Erstveröffentlichung fast eine halbe Stunde =>

      youtube.com/watch?v=pUkRi-EysoA
      >>c. ab Min. 17<<

      <= hat was... - vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf die einigermaßen wirre Gesprächsführung einzulassen :)
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki


    • Mir war natürlich schon im Vorfeld klar, dass dieser Roman nicht unbedingt als "Schostakowitsch"-Einstiegslektüre geeignet ist, aber in der Einführungsveranstaltung zu "Opus 65" (Ein Abend von TANZ Bielefeld mit den Bielefelder Philharmonikern zur 8. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch), die am vergangenen Sonntag stattfand, wurde auf diesen Roman verwiesen, was das Bühnenbild anbelangt. Da ging es u. a. um "Ratten in einem Labyrinth", da sich die Tänzer wohl in einem gitterähnlichen Konstrukt aufhalten werden. Im Buch bezog Barnes sich ja darauf, dass Schostakowitsch sich wie eine Ratte in einem Labyrinth fühlt, gefangen zwischen den Kapitalisten (USA) und den Kommunisten. Nun ja, jedenfalls wollte ich mich durch die Lektüre dieses Romans ein wenig auf die Veranstaltung vorbereiten, damit ich das Geschehen auf der Bühne vielleicht auch etwas besser verstehe.

      Tja, ansonsten kann ich mich dem "Hype" leider nicht ganz anschließen. Es gäbe so einige Kritikpunkte (demnächst vielleicht mehr ...). Einiges fand ich recht unterhaltsam und interessant, anderes wiederum eher geschmacklos.

      Als Nächstes (ab morgen) dann diese Biographie:



      Umgekehrt wäre natürlich sinnvoller gewesen. War jedoch aus Zeitgründen leider nicht umsetzbar. Ich bin schon sehr gespannt auf die Biographie ...
      "Wer Werte verteidigen will, hat sie schon aufgegeben. Man kann Werte nur leben, sodass sie manifest werden und Strahlkraft erlangen." (Hagen Rether)
    • Mich hat der Julian Barnes ebenfalls nicht beeindruckt. Sowohl Alex Ross in "The Rest is Noise" als auch Richard Powers in "Orfeo" beschreiben Schostas Drama um Macbeth spannender, und zwar auf wenigen Seiten. Der Rest war eher belangloses psychologisches Bla. Naja.
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • So, der erste georderte Handke ist nun bei mir eingetroffen:



      Der notorische 'Tormann'. Obwohl nur 106 Seiten quäle ich mich doch ein wenig. Mir fällt immer ein 'So fühlt man die Abicht und ist verstimmt'. ;) Will sagen, dass einem doch recht schnell aufgeht, was er alles mit diesem Text vorhat, es aber, jedenfalls die ersten 40 Seiten auf Dauer nicht so richtig trägt. Aber vielleicht kommt ja doch noch 'was. Bislang fühle ich meine Vorbehalte aus meiner Schulzeit jedenfalls bestätigt. Ich muss mich doch wohl noch mal späteren Texten zuwenden.

      :wink: Wolfram
    • Ich gestehe, ich habe den Handke erstmal aufgegeben und mich Sherwood Anderson zugewandt.



      Faulkner, Fitzgerald, Hemingway und gefühlt alle anderen amerikanischen Autoren dieser Epoche auch, nannten ihn quasi ihren künstlerischen 'Vater'. Hier handelt es sich um das Porträt einer Kleinstadt. Vorgeführt, nein, dargestellt werden in mehr oder weniger kurzen Episoden und dann doch mit einander zusammenhängend, Menschen, Typen, die dieses Städtchen bevölkern. Und das macht er großartig. Mit wenigen Strichen ergeben sich Figuren in all ihrer Tragik, ihrer Absonderlichkeit. Das ist anrührend, verstörend, kurios, das ist eine ganze Welt im Kleinen. Aber das ist v.a. auch ein Autor, der schon sehr früh (20iger Jahre!) 'problematische' Themen anspricht, Menschen dabei aber nicht verurteilt, sondern ihnen immer mit Zuneigung gegenübertritt. Nicht mit irgendeiner seltsamen Toleranz, sondern mit Liebe. Mit einer Liebe, die nichts verschweigt, die aber, weil sie tiefgehend ist, ein 'Ich vergebe dir' nicht braucht.

      :wink: Wolfram
    • Bei mir gibt's in der letzten Zeit viel Balzac. Ich habe die "Menschliche Komödie" in der zwölfbändigen Tasvhenbuchgesamtausgabe im btb Verlag, großartig übersetzt und reich kommentiert von Ernst Sander.



      In den letzten Tagen (zum Warmwerden) gab es eine Wiederbegegnung mit den Erzählungen "Das Haus 'Zum ballspielenden Kater'" und "Der Ball von Sceaux", und nun hat er mich wieder am Haken, der Balzac, und wird mich erfahrungsgemäß auch sobald nicht loslassen... Von diesem gewaltigen Kosmos der Menschlichen Komödie kenne ich ja nur einen Bruchteil und sollte mir unbekanntes lesen, Modeste Mignon etwa, aber mich reizt auch sehr eine weitere Wiederbegegnung mit dem Changrinleder. Mal schauen wohin es mich treibt...


      In meinen beiden nie zuende gelesenen Handkes hatte ich ein wenig herumgeblättert und dann entschieden, ihn zunächst auf die lange Bank zu schieben. Im Moment will ich mehr Welthaltigkeit und griff zum genauen Gegenteil, s.o.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Da der an den Armeniern verübte Völkermord gerade erneut Schlagzeilen macht , habe ich mal wieder ' Die 40 Tage des Musa Dagh ' von Franz Werfel gelesen . Und war wieder erschüttert . Neben 'Die Kinder der Finsternis' von Niebelschütz war dies das Buch , das mich in späten Jugendjahren am tiefsten beeindruckte . Dieser Roman gehört für mich zu meinen 'Unveräußerlichen' .
      Abb. zeigt nicht meine alte Ausgabe .

      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " - Don't all thank me at once (Scott Miller) - Jung sterben , aber so spät wie möglich ( F. Jourdain )