Eben gewälzt

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    • Bei Kafka rate ich immer gern zu den Erzählungen, die lange Form hat ihm meiner Meinung nach nicht so gelegen - oder die Romane liegen halt mir wenig...


      Hier mal wieder Sachbuch, was irgendwie immer seltener wird je älter ich werde.



      Aber angesichts der hervorragenden Kritiken und meiner eigenen arg lückenhaften Kenntnisse dieser Thematik ist das nun mal dran. Immer nur ratlos und kopfschüttelnd über den Großen Teich zu gucken reicht ja auf Dauer auch nicht hin...


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Wer eine überaus lesenswerte brilliante Analyse der zahlreichen gesellschaftlichen Probleme der Jetztzeit lesen mag, dem kann ich dieses Büchlein von Andreas Reckwitz wärmstens empfehlen. Auch wenn er DIE Lösung für all diese Probleme nicht parat hat, zeigt er doch auf, in welche Richtung es idealerweise gehen könnte.

    • Wieland schrieb:

      Ideal für eine zweistündige Zugfahrt.
      Absolute Zustimmung.
      Sehr schön das Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten und dann die Frage, ob er wegen der großen polititischen Übereinstimmung vielleicht auch mal 6 Beine gehabt hätte.

      So genieße man den 1. Satz der dt. Übersetzung: "Als Jim Sams, klug, doch beileibe nicht tiefgründig, an diesem Morgen aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in eine ungeheure Kreatur verwandelt"

      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Hier einer von mir vielgeliebten britischen Tradition - natürlich bei flackerndem Kerzenschein und Punsch - folgend:



      The Ghosts of Christmas Past, Present and Future waren natürlich am erfolgreichsten. Ihre Kolleginnen und Kollegen aber nicht minder schaurig. Und nicht nur Dickens verstand sein Handwerk, sondern auch Sir Walter Scott, Elizabeth Gaskell, Sir Arthur Conan Doyle, Francis Marion Crawford und viele andere. Very nice.

      :wink: Agravain
    • Ich hatte ja im Herbst den großartigen "Aus hartem Holz" von Annie Proulx gelesen und dann nochmal die "Schiffsmeldungen" und mir dann weil ich das toll fand ihre leider zu wenigen andren Sachen zugelegt.

      Nun bin ich in "Mitten in Amerika".



      Und ich kann vermelden: es wieder alles da, diese Mischung aus Kraftvoll und Subtil, das Gespür für (manchmal wirklich abgedrehte) Menschen in Außenseiterpositionen, die ungemein satte Sprache und die große Liebe für alles was das Leben so bereithält. Eine große Autorin. Meine Entdeckung 2019 (neben Richard Powers) auf jeden Fall. Dies ist Literatur die ich nicht nur schätzen oder mögen oder bewundern, was ja schon viel ist, sondern die ich lieben kann. Alle Daumen hoch für Annie Proulx :clap:



      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • <= ...gänzlich ironiefrei ... kannst Du das mal für Leute übersetzen, die ein bisserl weltfremd geartet sind ??

      mußte eben erst ergoogeln, was ein cashflow ist, aber so recht schlau bin ich nicht daraus geworden --------

      ;)
      Alexa: Was ist ein gerechter Lohn? - Das weiß ich leider nicht!
      Peter Kessen "Disruptor Amazon"

      Hollywood ist ein Witz - nicht hassenswert...
      Aki Kaurismäki
    • Nun ja, es war die überspitzte Bemerkung, dass die Motive zum Schreiben dieses Buches vielleicht nicht nur weltenrettender Art sind, sondern auch monetärer Art.

      (Cashflow, wörtlich Geldfluss, könnte man im einfachsten Fall mit einer Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben und der Ermittlung des (hoffentlich erwirtschafteten) Überschusses beschreiben.)

      Zumal Bücher wie dieses auch von Paketboten mit nicht CO2-neutralen Autos ausgeliefert werden.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Möglicherweise meint sie ja auch was sie schreibt und hat garnicht so an die Kohle gedacht? Wäre ja manchen Menschen zuzutrauen (wobei: ich kenne das Buch nicht). Aber sowas solls geben, tatsächlich :D

      Aber immer gleich "Cashflow" reflexhaft zu unterstellen finde ich billig. Und wenn es Cashflow wäre und es steht trotzdem was bedenkenswertes drin, was dann? In die Tonne treten? Oder doch mal wahrnehmen und durchdenken? Ihr die Kohle gönnen? Die Kohle ignorieren?

      Niemand war je geldgeiler und mehr am Honorarfeilschen als Thomas Mann. Soll ich jetzt den Faustus abschaffen deshalb?

      Immer dies miespetrige Gemoser... Und immer geflissentlich am Inhalt vorbei. Wozu? Sollte sie dummes Zeug schreiben: lesen und das kritisieren, das reicht doch.


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • garcia schrieb:

      Aber immer gleich "Cashflow" reflexhaft zu unterstellen finde ich billig.
      Jaja. Isja gut. Immer gleich reflexhaft gegen anzuschreiben, aber auch ... über das "immer" und das "gleich" können wir ja nochmal reden. :kuss1:

      Gruß
      MB

      :wink:
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    • "immer" und "gleich" muß sich ja nicht auf Dich beziehen, lieber MB :) das ist eher so eine allgemeine Krankheit...

      Aber ich unterstelle der Rakete durchaus, daß sie schreibt was sie meint, auch bedenkend, daß mir das eventuell zu radikal wär, aber auch daß viel Bedenkenswertes dabeisein könnte, und da dann gleich mit der monetären Keule zu kommen... Es wird dem Buch vermutlich nicht gerecht. Mit Büchern kann man Geld verdienen. Aber es gibt mühelosere Varianten zu diesem Ziel. Und ehrenrührig wärs ja nicht...

      Lassen wir es dabei bis wir es beide gelesen haben. Was ich vermutlich eh nicht tu. Also lassen wirs ganz :D


      LG :)
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      (Shunryu Suzuki)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Nun ja, es war die überspitzte Bemerkung, dass die Motive zum Schreiben dieses Buches vielleicht nicht nur weltenrettender Art sind, sondern auch monetärer Art.
      Das mag die Motivation des Droemer Verlages sein, Carola Rackete und ihre Co-Autorin leiten ihre Erlöse komplett an Umwelt- und Flüchtlingsprojekte weiter. Wer das Buch gelesen hat, wird auch davon mitnehmen, dass Frau Rackete kaum etwas weniger interessiert als Kohle. Dass sie Kapitänin auf der Sea-Watch war, war übrigens eher ein Zufall, sie ist für jemanden eingesprungen, der kurzfristig ausgefallen ist. Eigentlich ist sie Umweltaktivistin, die in abgelegenen Gegenden Umweltprojekte und Bestandsaufnahmen durchführt. Nicht gerade ein Metier, das man verfolgt, wenn man Geld verdienen will. Ich schreibe derzeit auch an einem Lehrbuch mit, dessen CashFlow-Generierung vernachlässigbar ist. Wenn ich den Stundenaufwand gegen die zu erwartenden Autoren- und Herausgeberhonorare setze, liege ich weit unter dem Mindestlohn. Wäre ich als Wissenschaftler vor 35 Jahren in die Industrie gegangen, hätte ich locker das Doppelte verdient als in Staatsdiensten. Aber dann hätte ich auch Dinge tun müssen, die mich möglicherweise nicht interessieren.

      Und da wir gerade beim Thema sind. Gibt es eine einzige im Forum besprochene CD, die aus anderen Gründen entstanden ist, als Cash Flow zu generieren?
    • Wieland schrieb:

      Wer das Buch gelesen hat, wird auch davon mitnehmen, dass Frau Rackete kaum etwas weniger interessiert als Kohle.
      Ist doch schön, dass dieses Thema dann trotzdem im Buch behandelt wird.

      Wieland schrieb:

      Ich schreibe derzeit auch an einem Lehrbuch mit, dessen CashFlow-Generierung vernachlässigbar ist. Wenn ich den Stundenaufwand gegen die zu erwartenden Autoren- und Herausgeberhonorare setze, liege ich weit unter dem Mindestlohn.
      So isses ... es gibt halt zu viele.

      Wieland schrieb:

      Wäre ich als Wissenschaftler vor 35 Jahren in die Industrie gegangen, hätte ich locker das Doppelte verdient als in Staatsdiensten. Aber dann hätte ich auch Dinge tun müssen, die mich möglicherweise nicht interessieren.
      Eben. Umsonst ist der Tod.

      Aber, unter uns Akademickern: Ich habe mir sagen lassen, dass man auch an der Uni Dinge tun müsse, die einen nicht so interessieren. Förderanträge schreiben. Prüfungsordnungen beschließen. Probevorlesungen besuchen. Gremienarbeit. Zwischenprüfungen von uninteressierten Nebenfächlern abnehmen. ...

      Also, so ganz einwandfrei kann die Story vom armen, aber moralisch reinen Wissenschaftler nicht immer sein. Muss ja auch nicht.

      Wieland schrieb:

      Und da wir gerade beim Thema sind. Gibt es eine einzige im Forum besprochene CD, die aus anderen Gründen entstanden ist, als Cash Flow zu generieren?
      Diese hier?



      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • garcia schrieb:

      Und ich kann vermelden: es wieder alles da, diese Mischung aus Kraftvoll und Subtil, das Gespür für (manchmal wirklich abgedrehte) Menschen in Außenseiterpositionen, die ungemein satte Sprache und die große Liebe für alles was das Leben so bereithält. Eine große Autorin. Meine Entdeckung 2019 (neben Richard Powers) auf jeden Fall. Dies ist Literatur die ich nicht nur schätzen oder mögen oder bewundern, was ja schon viel ist, sondern die ich lieben kann. Alle Daumen hoch für Annie Proulx
      Unterschreibe ich alles sofort. Proux ist ganz fantastisch. Vergiss bloß nicht 'Das grüne Akkordeon'. Leider habe ich sie in den letzten Jahren ein wenig aus den Augen verloren, aber das erinnert mich daran, dass sie mal wieder fällig ist. ^^

      :wink: Wolfram