Wieviel Klassik-CDs benötigt man wirklich?

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    • Deine Rotationsidee finde ich gut.
      Wo verkaufst Du denn die "Kisten"?



      Danke, ich auch.....Es gibt diverse I-Net-Anbieter. Ich habe mir zwei davon ausgesucht, bei denen ich auch idR einkaufe, damit bin ich gut gefahren. Allerdings ist klar, dass man damit kein Vermögen machen kann. Dort kann man auch Bücher verkaufen, was auch getan habe. Dadurch bin ich doch Vieles los geworden und habe mir dann im Gegenzug entsprechend wieder andere Sachen gekauft dafür.


      Abgerechnet wird aber genau nach Liste. Man weiß vorher schon weitgehend, was man für Geld zügig überwiesen bekommt.


      Bei zwei Anbietern kann ich dann auch schauen, wer mir mehr bietet, bzw. wer die Ware überhaupt ankauft, denn das ist auch nicht immer gewährleistet.


      VG,Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Welche CDs/Werke benötigt jeder Klassikliebehaber?

      Es wurde oben viel darüber geschrieben, mit wievel CDs ein klassikliebhaber auskommt, wenn man konkurrenzaufnahmen nicht benötigt...

      Na, dann stellt sich aber die Frage, welche Werke (eventuell sogar welche Einspielungen) sind es, die wirklich JEDER, der sich ernsthaft als "Klassikliebhaber" apostrophieren möchte, UNBEDINGT haben muss?

      Die Frage ist natürlich nur halbwegs ernst gemeint... ;+)

      Dennoch wäre es interessant zu erfahren, welche Werke/Einspielungen es in den TOP 1000 "Must-have" schaffen!

      Ich mache mal den Anfang:

      ob ernst an "Alte Musik" interessiert, oder nicht, JEDER Klassikliebhaber sollte mindestens eine Einspielung von folgenden Meisterwerken haben:

      Guillaume de Machaut: Messe de Nostre Dame
      Josquin Desprez: mindestens eine der folgenden Messen: Missa L'homme armé sexti toni / Missa l'homme armé super voces musicales / Missa Hercules Dux Ferrariae / Missa pange lingua
      Giovanni Pierluigi Sante da Palestrina: Missa Papae Marcelli
      Claudio Monteverdi: L'Orfeo
      Claudio Monteverdi: Vespro della Beata Vergine
      Claudio Monteverdi: L'Incoronazione di Poppea
      Heinrich Ignaz Franz Biber: Rosenkranz-Sonaten
      Arcangelo Corelli: 12 Concerti grossi, op.6

      von hier an gebe ich weiter... 8+)

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • andante schrieb:

      Ich glaube, ich besitze höchtens 100 CDs. Meinen unstillbaren Hunger nach Musik stille ich in der Regel über unsere ziemlich unerschöpfliche Musikbibliothek, wo ich mir nach Lust und Laune auch ausgefallene Stücke nach Hause hole.

      Oh ja, da sind wir hier auch verwöhnt!
      Und wenn mal was fehlt, kann man immer noch versuchen, die Anschaffung vorzuschlagen. Das hat bei mir jetzt schon einige Male funktioniert.
      Wer weiß - vielleicht sind wir uns da schon über den Weg gelaufen.

      Meine wöchentlichen Besuche im Gasteig haben mir schon mal eine Vorladung zum Speicheltest eingebracht... aber das ist eine andere Geschichte, und soll woanders erzählt werden.

      Eine Obergrenze für mich habe ich nicht.
      Ähnlich wie einige Vorredner ist der Platz beschränkt, und gelegentlich geht was weg.
      Dadurch, dass ich einige Sachen, die für mich vielleicht interessant aber das Booklet nicht immens wichtig ist, auch als Download erwerbe, fehlt mir im Moment jedes Gespür für die Menge, über die ich wirklich konkret verfüge.
      In meiner ITunes-Bibliothek habe ich ein sehr persönliches Tagging, das Albumstrukturen aufhebt und sich damit überhaupt nicht für eine Zählung eignet.
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Travinius schrieb:

      Und wenn mal was fehlt, kann man immer noch versuchen, die Anschaffung vorzuschlagen. Das hat bei mir jetzt schon einige Male funktioniert.
      Wer weiß - vielleicht sind wir uns da schon über den Weg gelaufen.

      Ja, das kann sein, dass wir uns da schon über den Weg gelaufen sind. Allerdings bin ich leider einer derjenigen, die meistens erst kurz vor Schluss durch die Regale hetzen (die Öffnungszeiten sind leider nur bedingt für Arbeitnehmer geeignet).
    • ob ernst an "Alte Musik" interessiert, oder nicht, JEDER Klassikliebhaber sollte mindestens eine Einspielung von folgenden Meisterwerken haben:



      Sehe ich nicht so. Ein "Muss" gibt es in der Musik nicht, nur ein "Es wäre schön,wenn...." . Wenn ich so meine CDs ausrichten würde, könnte ich mir vermutlich ein ganzes Haus anmieten. Es mag sein,dass DIR diese Aufnahmen wichtig sind, das ist auch aus DEINER Sicht gesehen absolut ok. Ich sehe es anders.


      Zunächst sollte man sich an dem orientieren, was einem selbst am Meisten liegt. Das kann man durch das Ausleihen in einer örtlichen Bibliothek sicher sehr preisgünstig machen. Hier sich durch diverse Stile und Komponisten zu hören wäre eine Möglichkeit.


      Hat man bereits einen Komponisten gefunden, der einem liegt, kann man nun beim gleichen Komponisten weiter machen, oder sich einem Zeitgenossen widmen. Z.B. Bei Brahms dann das Gegenstück dazu, Anton Bruckner mal anzuhören. Auch das ist nur ein Beispiel jetzt von mir aus gewesen.


      VG,Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Tschabrendeki schrieb:

      Na, dann stellt sich aber die Frage, welche Werke (eventuell sogar welche Einspielungen) sind es, die wirklich JEDER, der sich ernsthaft als "Klassikliebhaber" apostrophieren möchte, UNBEDINGT haben muss?

      Da würden wir einander nur bald die Köpfe einschlagen, denke ich. Schon Deine Auswahl im für mich vergleichsweise entlegenen Bereich "Alte Musik vor Bach" bringt mein Blut in Wallung: 3x Monteverdi, aber kein Byrd oder anderer Engländer? Corelli aber kein Schütz oder Purcell ?(
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Maurice schrieb:

      Sehe ich nicht so. Ein "Muss" gibt es in der Musik nicht, nur ein "Es wäre schön,wenn...." . Wenn ich so meine CDs ausrichten würde, könnte ich mir vermutlich ein ganzes Haus anmieten. Es mag sein,dass DIR diese Aufnahmen wichtig sind, das ist auch aus DEINER Sicht gesehen absolut ok. Ich sehe es anders.


      Lieber maurice,

      da bin ich eigentlich absolut dener meinung - ich hab' ja gesagt, das meine ich eben nur halbwegs ernst. Und doch: es gibt auch für dich bestimmt Werke, die du essentiell ansiehst, und meinst, die ist dann für alle klassikliebhaber ein "Muss"...

      was weiß ich: die 9 Symphonien von Beethoven, oder das matthäuspassion von Bach, oder was auch immer.

      Natürlich sagt eben MEINE obige Auswahl eher von MIR etwas, als davon was wir alle in unseren Plattenschränken haben... aber: na und? ;)

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Trichomonas musicalis schrieb:

      Tschabrendeki schrieb:

      Na, dann stellt sich aber die Frage, welche Werke (eventuell sogar welche Einspielungen) sind es, die wirklich JEDER, der sich ernsthaft als "Klassikliebhaber" apostrophieren möchte, UNBEDINGT haben muss?

      Da würden wir einander nur bald die Köpfe einschlagen, denke ich. Schon Deine Auswahl im für mich vergleichsweise entlegenen Bereich "Alte Musik vor Bach" bringt mein Blut in Wallung: 3x Monteverdi, aber kein Byrd oder anderer Engländer? Corelli aber kein Schütz oder Purcell ?(


      Neinnein, du hast da recht, ich habe überhaupt keine Vollständigkeit angestrebt, nur einiges genannt, was mir so gerade in den Sinn kam... aber mal schauen - und man kann ja ruhig über die Wahl debattieren! :)

      Byrd: die 3 lateinischen Messen (das Great Service auch?)
      Dowland: Lachrimae - oder etwas von Gibbons?
      Schütz: Weihnachsthistorie oder Auswahl von Motetten und/oder geitlichen Konzerten
      Purcell: Dido & Aeneas

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Tschabrendeki schrieb:

      Trichomonas musicalis schrieb:

      Tschabrendeki schrieb:

      Na, dann stellt sich aber die Frage, welche Werke (eventuell sogar welche Einspielungen) sind es, die wirklich JEDER, der sich ernsthaft als "Klassikliebhaber" apostrophieren möchte, UNBEDINGT haben muss?

      Da würden wir einander nur bald die Köpfe einschlagen, denke ich. Schon Deine Auswahl im für mich vergleichsweise entlegenen Bereich "Alte Musik vor Bach" bringt mein Blut in Wallung: 3x Monteverdi, aber kein Byrd oder anderer Engländer? Corelli aber kein Schütz oder Purcell ?(


      Neinnein, du hast da recht, ich habe überhaupt keine Vollständigkeit angestrebt, nur einiges genannt, was mir so gerade in den Sinn kam... aber mal schauen - und man kann ja ruhig über die Wahl debattieren! :)

      Byrd: die 3 lateinischen Messen (das Great Service auch?)
      Dowland: Lachrimae - oder etwas von Gibbons?
      Schütz: Weihnachsthistorie oder Auswahl von Motetten und/oder geitlichen Konzerten
      Purcell: Dido & Aeneas

      LG
      Tamás
      :wink:
      Das klingt schon viel besser! Bei Byrd hätte ich ja auch gerne was von der genialen Cembalomusik dabei, sehe aber ein, dass die Messen wohl bekannter sind (vielleicht passt Infelix Ego noch drauf :) ). Purcell - Zustimmung; Dowland - Zustimmung; Schütz - Musikalische Exequien? Da ich gerade Legrenzi mit grosser Freude kennenlerne, hätte ich den klarerweise auch gern dabei 8+)
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Trichomonas musicalis schrieb:

      Schütz - Musikalische Exequien? Da ich gerade Legrenzi mit grosser Freude kennenlerne, hätte ich den klarerweise auch gern dabei


      Ja, die Musikalische Exequien gehören wohl auch dazu.

      Legrenzi ist klasse, klar (seine Oratorien sind wunderschön, ich mag sie auch sehr) - doch sind sie vielleicht nicht diese "Muss man kennen"-Kategorie... etwas von Carissmi dann vielleicht eher... Jephte vielleicht?

      Und was "muss man haben" aus der Musik nach 1950?

      Und was aus Wiener Klassik?

      usw.?

      LG
      Tamás
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      Fugato
    • Philbert schrieb:

      Sollte nicht wenigstens ein Grand Motet von Lully dabei sein?


      Sicherlich... welche aber? Das Te Deum vielleicht? Und eine Oper von ihm?

      Und was ist mit der neueren Musik?

      Welche Werke von Mozart sind unentbehrlich? Welche von Beethoven?

      Muss man auch ein Schubert-Symphonien-GA haben? Und welche seiner Lieder muss man haben?

      uswusw.

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Fugato
    • Jetzt seid Ihr doch dabei, einen Klassik-Kanon zu erstellen.
      Ich habe das Gefühl, das könnte über das Ziel in der Eingangsfrage hinausgehen.

      Ich verstehe die Frage eher so, dass man sich selbst beschränkt auf CDs, die man wirklich braucht im Sinne von regelmäßig hört.
      Ihr habt sicher Recht mit Euren Einordnungen, aber ich würde mir trotzdem davon nichts kaufen und in den Schrank stellen. Die Sachen sind gut und wertvoll, treffen aber nicht meinen ganz persönlichen Geschmack.
      Ich stelle mir ja auch keinen Meter Goethe ins Regal, nur, weil man den halt hat.

      Vieles kann man sich auch anhören, z.B. im Radio, durch CD-Bibliotheken (zumindest mit einer Quelle wie der SB München um die Ecke... aber Düsseldorf war auch nicht ohne!), und manches interessiert mich auch schlicht nicht.

      Ehe wir uns jetzt in Detaildiskussionen um einzelne Werke oder CDs verzetteln, lasst uns doch nochmal zum Ausgang zurückkehren: wieviele CDs, die man regelmäßiger hört, braucht man denn wirklich?
      Lucius Travinius Potellus
      Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. (B.Franklin)
    • Ehe wir uns jetzt in Detaildiskussionen um einzelne Werke oder CDs verzetteln, lasst uns doch nochmal zum Ausgang zurückkehren: wieviele CDs, die man regelmäßiger hört, braucht man denn wirklich?



      Ich glaube nicht, dass es hier bei mir eine schnelle Antwort gebe, denn da sich doch recht oft neue Sachen bei mir "rein zufällig" wieder mal "getroffen" haben, würde ich sagen, tatsächlich im Sinne von "öfter" vielleicht 20-30 Werke, darunter bei mir Dvorak (Symphonische Dichtungen,Slawische Tänze,Sinfonien), Bruckner (Sinfonien), Mahler (5.Sinfonie), Vaughan-Williams (3.Sinfonie), Haydn (Sinfonien, Trompetenkonzert), Carl Nielsen (Sinfonien), Jean Sibelius( quer Beet). Das ist jetzt sehr sehr grob und ohne Garantie auf Vollständigkeit.


      Gerne Exoten wie Friedrich Gernsheim, gerne die Briten (Bax,Elgar,Arnold,Bantock,usw.), etc.


      Bei mir weniger Gesang, selten Barock, Mittelalter im Grunde überhaupt nicht (ich besitze allerdings ein wenig Schütz). Romantik bis frühe Moderne eben sehr oft. Weniger Klavierkonzerte, Cembalokonzerte,Orgelkonzerte. Allerdings gerne Trompeten oder Hornkonzerte, Klarinettenkonzerte. Cellokonzerte und Violinkonzerte je nach Lust und Laune. Kammermusik äußerst selten, Opern Null (interessiert mich nicht, ich mag auch nur selten Frauenstimmen als Solo-Geang). Chormusik sehr ausgesucht.


      Ob man das Alles "unbedingt haben" sollte, ist für mich weniger wichtig. Es muss ja zunächst einmal mir selbst gefallen. Dazu muss man sich halt in die Werke einhören.


      VG,Maurice
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Travinius schrieb:

      wieviele CDs, die man regelmäßiger hört, braucht man denn wirklich?
      Das Problem dabei ist, daß man diese Frage nicht beantworten kann, ohne eine Zeitkomponente einzufügen.
      Nehmen wir an, Geld spielt eine sehr eingeschränkte Rolle - und schwäbische Sparsamkeit keine.
      Ich könnte mir vorstellen, daß ich jedes halbe Jahr alle CDs aus meiner Sammlung entferne, die ich weniger als N mal im Laufe der letzten 6 Monate gehört habe, und dann bis zur nächsten Putzaktion durch Neuanschaffungen den Bestand wieder erweitere. Der Sockelbestand könnte wohl die Stückzahl 100 haben.
      Führe ich dieses Rotationsprinzip 30 Jahre durch (ungefähr die Zeitspanne, in welcher ich meine jetzige Sammlung aufgebaut habe), und zähle ich alle unterschiedlichen CDs, die wenigstens eine Putzaktion überlebt haben, werde ich vierstellig.

      Aus meiner Hörerfahrung der letzten 30 Jahren kann ich schließen, daß noch dazu einige CDs aussortiert und nach einer variablen Zeit wiederangeschafft worden wären. Was für den Schwaben ein Argument gegen dieses Verfahren ist.

      Ich gebe Dir in der Hinsicht Recht, daß ein Kanon hier kaum hilfreich ist, denn bekanntlich hört man auch gerne wiederholt Werke, die nicht kanonfähig sind.

      Eine interessante Frage wäre: "Welche Werke, von denen Ihr sicher seid, daß sie nicht zum Crème de la Crème gehören, hört Ihr öfter und warum ?"
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Philbert schrieb:

      Eine interessante Frage wäre: "Welche Werke, von denen Ihr sicher seid, daß sie nicht zum Crème de la Crème gehören, hört Ihr öfter und warum ?"

      Ich verstehe die Frage nicht. Was meinst du mit "Creme de la Creme"? Das, was "die" Allgemeinheit darunter (vermeintlich) versteht?

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    • maticus schrieb:

      Philbert schrieb:

      Eine interessante Frage wäre: "Welche Werke, von denen Ihr sicher seid, daß sie nicht zum Crème de la Crème gehören, hört Ihr öfter und warum ?"

      Ich verstehe die Frage nicht. Was meinst du mit "Creme de la Creme"? Das, was "die" Allgemeinheit darunter (vermeintlich) versteht?

      Was die Allgemeinheit darunter versteht, ist nun sicher nicht vermeintlich. Zwar ist es wandelbar, nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, womöglich im Einzelfall sogar ein klarer Irrtum. Aber so weit lässt sich der Skeptizismus des Geschmacks nun wirklich nicht treiben.

      Beispiel: Wenn man meint, Mozarts Sonata facile (oder warum nicht gleich der Flohwalzer?) gehöre sehr wohl zur Crème de la Crème der Klavierliteratur, dann vertritt man momentan nun mal eine Minderheitenposition.
      Oder man hat einen sehr weiten Begriff von "Crème de la Crème". So weit, dass er unspezifisch wird.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Die "repräsentative Sammlung", von der ich gesprochen hatte, ist ohnehin nur ein virtuelles Konstrukt - ein Gedankengebilde, um damit eine Größenordnung festzumachen, welche Werke musikhistorisch von Bedeutung sind. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus. Im Grunde hat Maurice bereits das Entscheidende gesagt: daß die Vorlieben der Sammler von ihren eigenen Affinitäten abhängig sind. Und die sind selten so breit gestreut, daß man alles Wichtige der Klassischen Musik zusammenbekommt.

      Ich bin das beste Beispiel: im Bereich Alte Musik bin ich sehr breit gestreut, Klassik und Romantik ganz solide, in der Moderne eher gering und gezielt, und in Musik ab 1945 praktisch gar nicht (nicht mal rudimentär könnte ich das nennen). Insofern habe auch ich keine "repräsentative Sammlung". Und logischerweise ist das auch eher kontraproduktiv. Meine Erfahrung zeigt: man hat nicht ein gleichmäßig großes Interesse an alle Epochen und Gattungen. Wenn man von alles ein bißchen hat, ist man breit gestreut; mehr ist einfach nicht möglich.

      Aber das soll natürlich nicht heißen, daß es keine Sammler gibt, die darauf großen Wert legen und solche Sammlungen anstreben.

      Ich sehe für mich auch keinen Grund, jede Oper von Rossini oder Verdi zu erwerben. Auch muß ich nicht Stockhausen in meiner Sammlung haben; das, was ich von ihm gehört habe, hat in mir keinerlei Interesse an seiner Musik geweckt. Ist halt so.

      Und dann die alternativen Einspielungen einzelner Werke: das ist ein Aspekt, den ich einer "repräsentativen Sammlung" nicht zuordnen würde. Sie erweitert die Möglichkeiten einer solchen sicherlich, aber da muß man Grenzen ziehen. Man kann nicht alle wichtigen Werke in mehreren Einspielungen haben - das wäre ein gewaltiger Umfang.

      -----

      Letztendlich wählt man doch aus, was einem gefällt und was nicht. Das macht glücklich. Aber es ist immer noch nicht an der Summe (z.B. 100 CDs) gekoppelt. Gott sei Dank! :yes:


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
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    • Tschabrendeki schrieb:

      Travinius schrieb:

      wieviele CDs, die man regelmäßiger hört, braucht man denn wirklich?


      Also, wenn man sie regelmäßig hört, dann braucht man sie auch. Oder verstehe ich das falsch?

      Ich brauche eine CD nicht, wenn ich sie nicht höre...:

      Ja, da war ich unpräzise: wieviele CD, weil man sie regelmäßig(er) hört, braucht man denn wirklich?

      Besser, Tamás?
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