B.A. Zimmermann: Die Soldaten - Bayerische Staatsoper München, 25.5.14 (Premiere)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • B.A. Zimmermann: Die Soldaten - Bayerische Staatsoper München, 25.5.14 (Premiere)

      Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
      Inszenierung: Andreas Kriegenburg
      Bühne: Harald B. Thor
      Kostüme: Andrea Schraad

      Marie: Barbara Hannigan
      Charlotte: Okka von der Damerau
      Stolzius: Michael Nagy
      Desportes: Daniel Brenna
      Wesener: Christoph Stephinger
      Weseners Mutter: Hanna Schwarz
      Pirzel: Kevin Conners
      Eisenhardt: Christian Rieger
      Haudy: Tim Kuypers
      Mary: Wolfgang Newerla
      Die Gräfin de la Roche: Nicola Beller Carbone
      Der junge Graf: Alexander Kaimbacher
      und viele, viele andere

      Bayerisches Staatsorchester
      Chor der Bayerischen Staatsoper


      Leider habe ich zu wenig Zeit, um über diese großartige Produktion angemessen ausführlich zu berichten (aber es waren ja noch einige andere Capricciosi vor Ort und können mich ergänzen... ;+))

      Nur soviel: Andreas Kriegenburg (nach dem schwachen Ring wieder in seinem Element) stellt sich im kongenialen Bühnenbild von Harald B. Thor den Anforderungen der Simultaneität des Stückes - manchmal entwickelt er noch über Zimmermanns Intention hinaus Parallelhandlungen. Und er hat mit den Figuren über weite Strecken eine Choreographie erarbeitet, die der exzessiven Musik eine entsprechende Körperlichkeit entgegenstellt. Barbara Hannigan setzt das besonders beeindruckend um - vom herumtollenden Irrwisch der ersten Szenen über das wilde Anrennen gegen das Schicksal (immer wieder versucht sie die Bühne zu verlassen, wird aber jedesmal zurückgeschleudert) bis zu ihren letzten Atemzügen noch nach dem "Schreiklang" des Endes. Vor der großen Simultanszene des vierten Akts kapituliert auch Kriegenburg teilweise - dafür überwältigt das Kaffeehaus des zweiten Akts um so mehr: eine entfesselte Massenchoreographie unter Mitwirkung von 21 Schlagzeugstudenten der Münchner und Salzburger Musikhochschulen, die die "konkreten" Schlag- und Klopfrhythmen mit nie gehörter Präzision und Wucht ausführen. Neben ein paar konventionelleren Momenten gelingt Kriegenburg auch in der Personenführung der intimeren Szenen Beeindruckendes - etwa der brutale Geschlechtsverkehr zwischen Desportes und Marie im Käfig von Maries "Schlafgemach".

      Der "Schreiklang", dem übrigens im Gegensatz zur Salzburger Aufführung partiturgetreu konkrete Geräusche (Marschtritte, Schreie, Befehle etc.) vorausgingen, wird gleichzeitig mit dem gewaltigen Unisono-D des Orchesters von allen Figuren gleichzeitig herausgebrüllt - ein zerschmetterndes Ende, wie ich es in der Oper noch nicht erlebt habe.

      Hannigan spielte nicht nur großartig, sondern sang auch ebenso: meist ganz unforciert, auch in extremer Höhe. Diesen gesanglichen Standard hielten nicht alle Beteiligten, aber insgesamt war es auch vokal eine Aufführung auf hohem Niveau. Daniel Brenna schlug sich wieder beachtlich und hat auch sein Deutsch gegenüber der Salzburger Aufführung verbessert. Okka von der Damerau brachte mit ihrer vollen, wunderbar von Hannigan abgegrenzten Stimme Schönklang ein. Sehr expressiv auch Michael Nagy als Stolzius. Einige mehr oder weniger verdiente Ensemblemitglieder erzielten dagegen eher Annäherungswerte an ihre Partien. Die Wortverständlichkeit war groß.

      Das Riesenorchester einschließlich der Tasteninstrumente und eines großen Teils des Schlagwerks fand im großen Graben des Nationaltheaters Platz. Live mit Lautsprechern zugespielt wurden, soweit ich das sehen und hören konnte, nur ein kleinerer Teil der Trommeln und des Metallschlagzeugs (minimal zu leise der Tamtam) und die Orgel. Das war mein erstes Live-Erlebnis mit diesem Werk: aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch besser geht. Ich habe das Stück in den letzten Wochen bestimmt 15mal von Tonträgern (Kontarsky, Metzmacher) gehört - doch in München gab es darüber hinaus eine solche Fülle von Klängen zu erleben, dass es mir den Atem verschlug. Das Orchester unter der souveränen Leitung Kirill Petrenkos wirkte unglaublich konzentriert, nichts misslang (was ich mit meinen Schweinsohren als Misslingen hätte hören können). Diese Konzentration übertrug sich auch auf das - traditionell nicht gerade avantgardefreundliche - Münchner Premierenpublikum, das am Ende allen Beteiligten, insbesondere aber Barbara Hannigan und Kirill Petrenko (sowie mit nur ganz wenigen Gegenstimmen auch dem Regieteam) Ovationen entgegenbrachte.


      Fotos der Inszenierung:
      "http://www.bayerische.staatsoper.de/886-Y3VycmVudGthdGVnb3JpZT00MTYmZG9tPWRvbTEmaWQ9MzExMSZsPWRlJnRlcm1pbj0xMzI2NQ-~spielplan~oper~veranstaltungen~fotogallerie.html

      Und zwei Videos - oben auch mit Interviews (Barbara Hannigan, Michael Nagy), unten als Trailer, der auch annäherungsweise den Schreiklang des Endes zeigt:
      "http://www.bayerische.staatsoper.de/888-ZG9tPWRvbTEmaWQ9MzExMSZsPWRlJnRlcm1pbj0xMzI2Mg-~spielplan~oper~veranstaltungen~videobeitrag.html"


      Außerdem noch der Hinweis darauf, dass am kommenden Samstag (31.5., 19 Uhr) die dritte Aufführung der Premierenserie live im Internet übertragen wird:
      "http://www.bayerische.staatsoper.de/tv/"


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Außerdem noch der Hinweis darauf, dass am kommenden Samstag (31.5., 19 Uhr) die dritte Aufführung der Premierenserie live im Internet übertragen wird:
      "http://www.bayerische.staatsoper.de/tv/"

      Für diese Live-Übertragung hat Jan Reichow in einem schönen Beitrag in seinem Blog geworben:

      "http://www.janreichow.de/wordpress/?p=20791



      lg vom eifelplatz, Chris.
    • eifelplatz schrieb:

      Für diese Live-Übertragung hat Jan Reichow in einem schönen Beitrag in seinem Blog geworben:

      "http://www.janreichow.de/wordpress/?p=20791


      Danke für den Hinweis, Chris! Jan Reichow irrt zwar, wenn er Bernhard Kontarsky als Uraufführungsdirigenten bezeichnet (es war Michael Gielen, Kontarsky hat korrepetiert), aber seine Kritik an der verschwafelten ZEIT-Rezension ist sehr berechtigt. Beinahe habe ich mich gefragt, ob man Frau Lemke-Matwey beim WDR nicht doch zu Recht hinauskomplimentiert hat...


      Ich verlinke noch einige von den Rezensionen, die im Netz zugänglich sind:

      Neue Zürcher Zeitung: "http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/buehne_konzert/leiden-und-mit-leiden-1.18310132"

      Welt: "http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article128442745/Die-Soldaten-ueberwaeltigen-immer-wieder.html"

      Wiener Zeitung: "http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/633343_Duester-strahlender-Musiktheater-Solitaer.html"

      Abendzeitung: "http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.premiere-in-der-bayerischen-staatsoper-bernd-alois-zimmermanns-die-soldaten-dirigiert-von-kirill-petrenko-ein-muss.f464beb7-e306-401f-8100-dd653fe9d269.html"

      Drehpunkt Kultur: "http://www.drehpunktkultur.at/index.php/rest-der-welt/ausland/7317-jetzt-ruecken-die-soldaten-ploetzlich-ueberall-aus"


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Heute ist die letzte - wiederum ausverkaufte - Vorstellung der Premierenserie. Erfreulicherweise wird die Produktion mit der gleichen Besetzung in der kommenden Spielzeit wiederaufgenommen (drei Vorstellungen Ende Oktober/Anfang November).


      Zwei nachzureichende Pressekritiken:

      FAZ: "http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/muenchner-opernereignis-warum-die-froehlich-sind-die-unrecht-tun-12963869.html"

      Standard: "http://derstandard.at/2000001730731/Totentanz-fuer-eine-geschundene-Seele"


      Und noch zwei Blogeinträge zur Produktion:

      "http://opera-cake.blogspot.de/2014/05/twelwe-tone-celebration-zimmermanns-die.html"

      "http://blogs.nmz.de/badblog/2014/05/31/wo-sind-zimmermanns-soldaten-des-21-jahrhunderts-trotz-musikalischer-ueberwaeltigung-auch-nicht-in-muenchen-2014/"


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Von der Übertragung der dritten Vorstellung im Netz ist bei Youtube immerhin das komplette Preludio zum ersten Akt eingestellt worden. Hier kann man sich einen kleinen Eindruck von der orchestralen Qualität sowie von der Faszinationskraft und Problematik der Inszenierung machen (beim Paar im Vordergrund handelt es sich, wie man sich denken kann, um Marie/Barbara Hannigan und Stolzius/Michael Nagy):

      "http://www.youtube.com/watch?v=YjBdVpVZfNg"


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Ich finde jetzt nicht, dass die "Massenszene" im Hintergrund eindringlicher wirkt als die 698. Repertoire-Vorstellung einer Zeffirelli-Massenszene. Wenn man genau hinschaut, ergibt sich hier die Gefahr unfreiwilliger Komik, wenn intendierter Ausdruck und sinnloses Herumbewegen nicht so recht zusammenkommen wollen.

      Ich habe ja schon überlegt, dafür nach München zu fahren, aber jetzt kann ich finanziell aufatmen.
      ;+)
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Grundsätzlich ist der Unterschied zwischen einer Zeffirelli-Massenszene mit Auspinselung möglichst vieler "realistischer" Details und einer eher choreographischen Bewegungsregie wie hier schon ziemlich groß.

      Über deren Qualität kann man unterschiedlicher Meinung sein. "Sinnlos" finde ich sie aber nicht: Vier Abschnitte. Zu Beginn das Exerzieren als ein Leitmotiv von Libretto/Oper. Zweitens: Voyeurismus und unkontrollierte Aggression, auch gegen sich selbst. Drittens: Vergewaltigung. Viertens: Hinrichtung in Anspielung an die Kreuzigung. Dieser Vorwegnahme der Handlung in nuce korrespondiert die intime Szene im Vordergrund: Maries Traum vom Aufstieg (in schlafwandlerischer Gestik ausgedrückt, die leitmotivisch die Inszenierung durchzieht), der vergebliche Versuch von Stolzius, sie an sich zu binden, das Wegtragen durch die Soldaten, Andeutung eines Erwachens aus einem Traum. Dabei sind die Abschnitte zumindest teilweise auf die musikalische Struktur des Preludio abgestimmt. Das alles habe ich bei der Premiere übrigens gar nicht so en detail mitgekriegt, da wurde ich eher fortgerissen vom Sog der Musik.

      Wenn ich hier etwas problematisch finde, dann - genau wie bei Bieito in Zürich/Berlin - den allzu schnellen und wohlfeilen Rückgriff auf die Passionsikonographie (schon im Bühnenbild) und die daraus resultierende Uniformität der Gewaltdarstellung.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Vielleicht hast Du in den Bewegungen, die auf mich sinnlos wirkten, eine Vergewaltigungsdarstellung erkennen können?
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Vielleicht hast Du in den Bewegungen, die auf mich sinnlos wirkten, eine Vergewaltigungsdarstellung erkennen können?


      Von ca. 2:45 bis 3:10 scheint mir das eine naheliegende Assoziation. Und die Vergewaltigung "aller", nicht nur Maries, ist ja eine Schlüsselaussage in Zimmermanns Vorbemerkung zur Simultanszene des vierten Akts.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Ja, das meinte ich. Bei 3:06 fällt es mir etwas schwer, die Assoziation aufrechtzuerhalten, resp. stelle ich mir die Frage, ob dieses Ballett irgendetwas darstellen soll. Mit gutem Willen kann man natürlich bei der Sache bleiben, aber gemessen am Thema wirkt das doch "betulich bebildert" oder so, was die Fans des Regietheaters am werktreuen Theater üblicherweise auszusetzen haben. Tatsächlich wirkt Zeffirelli wesentlich "realistischer". Was aber soll ein stilisiertes Vergewaltigungsballett, sozusagen eine Soft-Version? Hatte Zimmermann nicht die Idee mit dem Film, die mal wieder besser sein dürfte, als die "genialen" Umkrempelungen der (zu) Spätkommenden?
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Was aber soll ein stilisiertes Vergewaltigungsballett, sozusagen eine Soft-Version? Hatte Zimmermann nicht die Idee mit dem Film, die mal wieder besser sein dürfte, als die "genialen" Umkrempelungen der (zu) Spätkommenden?


      Stilisierung ist ein uraltes Stilmittel des Theaters und vor allem auch des Tanztheaters, dem sich die Ästhetik dieser Regie in hohem Maße verdankt. Die Massenchoreographie bebildert hier auch nicht irgendeine Handlung, sondern präfiguriert diese in einer Art Traumvision - für die Realismus ohnehin nicht die adäquate Stillage wäre.

      Das Medium Film soll nach Zimmermann erst im vierten Akt zum Einsatz kommen. Du solltest mal wieder das Libretto lesen, um "werktreuer" argumentieren zu können ;+).

      Ich muss jetzt leider zum Fernseher, um gleich seltsamen Choreographien auf dem grünen Rasen zuzuschauen...


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Das Medium Film soll nach Zimmermann erst im vierten Akt zum Einsatz kommen. Du solltest mal wieder das Libretto lesen, um "werktreuer" argumentieren zu können ;+).
      Wo ist denn da jetzt der Widerspruch zu meiner Kritik? Wo steht im Libretto, dass beim Vorspiel eine Vergewaltigungschoreographie kommen soll?
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Wo ist denn da jetzt der Widerspruch zu meiner Kritik? Wo steht im Libretto, dass beim Vorspiel eine Vergewaltigungschoreographie kommen soll?


      Ich hatte Deinen Beitrag so verstanden, dass Du bereits für die diskutierte Passage - und dabei handelt es sich nun mal um das Vorspiel - einen Einsatz des Mediums Film für angemessen hieltest. Dafür finden sich aber in Libretto und Partitur ebensowenig Anhaltspunkte wie für eine choreographische Regie. Wobei ich mir die Verwendung von Film/Video durchaus auch für das Preludio vorstellen könnte: wie Du weißt, bin ich aus grundsätzlichen Erwägungen heraus kein Anhänger einer buchstabengetreuen Befolgung von Regieanweisungen.

      Das Preludio, von Zimmermann ganz zuletzt komponiert, ist eine Art Summa des gesamten Werkes. Es bezieht sich - schon durch den fast identischen Anfang - klar auf die Simultanszene des vierten Akts, die die Vergewaltigung Maries und (nach Zimmermann) die Vergewaltigung "aller" beinhaltet. Insofern ist - wenn man das Vorspiel schon inszeniert - die Thematisierung dieses Aspekts hier für mich einleuchtend. Ebenso wie dem Summa-Charakter des Vorspiels die chorographische Vorwegnahme der Handlung in vier Schritten entspricht.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Ich hatte Deinen Beitrag so verstanden, dass Du bereits für die diskutierte Passage - und dabei handelt es sich nun mal um das Vorspiel - einen Einsatz des Mediums Film für angemessen hieltest.
      Nein, so war das natürlich nicht gemeint. Die Simultanszene mit Film soll ja die Vergewaltigung zum Thema haben. Das jetzt zum Vorspiel als Choreographie vorzuverlegen erschien mir nicht nur aus Prinzip (Werktreue) :D nicht so toll sondern auch in der Umsetzung gar nicht geglückt.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Das akzeptiere ich auch. Ich sehe es halt anders.

      Davon mal abgesehen: die choreographischen Elemente kommen zwar in der Inszenierung immer mal wieder vor (besonders dort, wo sie naheliegen: etwa in der Kaffeehausszene des zweiten Akts), aber über längere Passagen hat die Regie einen durchaus "realistischen" Charakter, der den Vorgaben des Librettos zumindest nicht fundamental widerspricht, ihnen öfters sogar ziemlich eng folgt. Insofern solltest Du es Dir nochmal überlegen, ob Du nicht doch im Herbst die Produktion besuchen willst. Falls ich zufällig in der gleichen Vorstellung bin, spendier ich Dir in der Pause einen Espresso oder ein Glas Wein. ;+)


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Das ist sehr nett von Dir.
      :)
      Allerdings habe ich für 01. November schon Karten an der Wiener Staatsoper und das Festival Wien Modern dürfte da auch schon laufen, die Termine liegen für mich also schlecht. Aber vielleicht ein andermal!
      :wink:
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Ich fand die Oper in ihrer Gesamtheit erschütternd und verstörend, auch wenn Petrenko das Ganze wunderbar im Griff hatte, entscheidend war für mich hier weniger die nicht immer einfache serielle Musik, eher dann schon die vielfältigen, gewaltigen Geräusche. Schlimmer war für mich aber die Brutalität der Handlung, die zeigte, wie der Krieg immer mehr zur Verrohung der Menschheit beiträgt, was hier gar nicht über die Waffengewalt der Soldaten, sondern über die mindestens so schlimmen Vergewaltigungsszenen, die hier im Vordergrund standen, demonstriert wurde. Nicht nur der Schluss war, wie ich schon sagte, verstörend gut bis erschütternd.

      "https://www.youtube.com/watch?v=WleBvPBuUiY"

      :wink: