MB, AB und andere Kompis

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    • Philbert schrieb:

      Sowie die richtige Namensform für Tschaikowsky Pjotr Iljitsch sein sollte.

      Meistens liest man es ja auch so. Ich hatte allerdings einige Jahre lang einen russisichen Musikschullehrer, der sich heftig darüber echauffiert hat, als er "Pjotr Iljitsch" auf einem Notenblatt gelesen hat. Er hat den Namen dann mit kyrillischen Buchstaben darüber geschrieben und gemeint, entweder schreibt man es so oder man deutscht es ein und schreibt "Peter", das ist schließlich die deutsche Form des Namens. Entweder ganz russisch oder ganz deutsch also, diese Mischung, den russischen Klang in lateinischen Buchstaben wiedergegeben, konnte/wollte er nicht mit angucken.

      eloisasti schrieb:

      F M-B ist ohnehin falsch, da der Name des Komponisten "Mendelssohn Bartholdy", ohne Bindestrich, lautete.

      Um das zu kapieren, habe ich auch lange gebraucht. Ganz lange, auch als ich mich schon viel mit klassischer Musik beschäftigt habe, habe ich den fehlenden Bindestrich hartnäckig für einen verbreiteten Fehler gehalten. :rolleyes:
      Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde
    • Peter Brixius schrieb:

      AB und KAH war mein Weg, gegen die Äbkürzeritis zu protestieren.

      :D

      Das bringt mich auf einen Spiel... welches Monogram haben die meisten Komponisten gemeinsam?

      AB ist schon ganz gut mit den vier erwähnten, vielleicht lassen sich noch einige finden... Gibt's ein noch häufigeres Monogram?

      LG
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Cherubino schrieb:

      Philbert schrieb:

      Sowie die richtige Namensform für Tschaikowsky Pjotr Iljitsch sein sollte.

      Meistens liest man es ja auch so. Ich hatte allerdings einige Jahre lang einen russisichen Musikschullehrer, der sich heftig darüber echauffiert hat, als er "Pjotr Iljitsch" auf einem Notenblatt gelesen hat. Er hat den Namen dann mit kyrillischen Buchstaben darüber geschrieben und gemeint, entweder schreibt man es so oder man deutscht es ein und schreibt "Peter", das ist schließlich die deutsche Form des Namens. Entweder ganz russisch oder ganz deutsch also, diese Mischung, den russischen Klang in lateinischen Buchstaben wiedergegeben, konnte/wollte er nicht mit angucken.


      Meine Rechtfertigung, die Namensform "Peter Tschaikowsky" zu benutzen, liegt darin, dass der Komponist selbst die deutsche Schreibweise gebraucht hat. Nun gut, in einer Zeit, in der man versucht, Daten international erfassbar zu machen, ist eine nationale Schreibweise möglicherweise nicht angebracht. Aber auf dem Markt wird man mit anglo-amerikanischen Schreibweisen konfrontiert, nicht mit der vereinbarten internationalen Umschrift. Und so lange das geschieht, bleibt die zu erwartende Schreibweise unsicher - und ich bei meinem Peter Tschaikowsky.

      Dazu "http://www.tschaikowsky-gesellschaft.de/schreibweise.htm"

      Liebe Grüße Peter
      .
      Auch fand er aufgeregte Menschen zwar immer sehr lehrreich, aber er hatte dann die Neigung, ein bloßer Zuschauer zu sein, und es kam ihm seltsam vor, selbst mitzuspielen.
      (Hermann Bahr)
    • Hallo,

      mir sind Abkürzungen abseits von allgemein zugänglichen Standards grundsätzlich (!) ein Grauen (ich weiß um der Abkürzung meines Namens; aus erklärten Gründen...und der Namensinhaber hat es selbst so gewollt...), ebenso die m. E. infantilen Groupie-mäßigen Abkürzungen bzw. der Gebrauch von Spitznamen - wenn nicht die persönliche Erlaubnis vorliegen sollte - bei individuellen "Idolen" wie: Lenny statt L. Bernstein usw. M. E. eine Lächerlichkeit, Respektlosigkeit und anmaßende Vertraulichkeit von Seiten des jeweiligen Schreibers, um seine Wenigkeit in den Vordergrund zu schieben. Dümmlichkeiten, die besonders in Foren ihre Ausprägung erhalten.

      Bis dann.
    • Keith M. C. schrieb:

      der Gebrauch von Spitznamen - wenn nicht die persönliche Erlaubnis vorliegen sollte - von individuellen "Idolen" wie: Lenny statt L. Bernstein usw.


      Genau... ich bin auch immer empört über den großen Komponisten immer nur als "Peterchen" (oder latinisiert: Perotinus) lesen zu können....

      :-H

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Fugato
    • Keith M. C. schrieb:

      mir sind Abkürzungen abseits von allgemein zugänglichen Standards ein Grauen, ebenso die m. E. infantilen Groupie-mäßigen Abkürzungen und der Gebrauch von Spitznamen - wenn nicht die persönliche Erlaubnis vorliegen sollte - von persönlichen "Idolen" wie Lenny usw.
      Mir auch. Aber dafür habe ich schon mal genug Prügel bekommen... (www.capriccio-kulturforum.de/dirigenten/2697-leonard-bernstein-einer-der-groeszten-des-20-jahrhunderts/#post172355)

      Zu den Abkürzungen ein Vorschlag zur Güte: In anderen Foren kenne ich eine Funktion, die bestimmte Abkürzungen beim "Parken" der Maus auflöst. Z.B. wird im "Grillsportverein" (noch vor Capriccio mein absolutes Lieblingsforum; allein schon dieser Name!) die Akürzung "GöGa" zu "Göttergattin" aufgelöst, oder "MmV" zu "Metzger meines Vertrauens" usw.. So eine Möglichkeit müsste doch die Foren-Software hier eigentlich auch bieten.

      Christian
      "Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung."
      "Mir nicht."
      (Theodor W. Adorno)
    • Lieber Tschabrendeki,

      hier geht es nicht um Ironie, Humor oder individuelle Empörung, sondern um Vorschieben einer doch dümmlichen Vertrautheit, als Zeugnis von Arroganz und scheinbar besonderen Kenntnis.

      Bis dann.

      Aber ggf. könnte Lustigkeit in Deinem Beitrag zu verorten sein. :D
    • Peter Brixius schrieb:


      Meine Rechtfertigung, die Namensform "Peter Tschaikowsky" zu benutzen, liegt darin, dass der Komponist selbst die deutsche Schreibweise gebraucht hat. Nun gut, in einer Zeit, in der man versucht, Daten international erfassbar zu machen, ist eine nationale Schreibweise möglicherweise nicht angebracht. Aber auf dem Markt wird man mit anglo-amerikanischen Schreibweisen konfrontiert, nicht mit der vereinbarten internationalen Umschrift. Und so lange das geschieht, bleibt die zu erwartende Schreibweise unsicher - und ich bei meinem Peter Tschaikowsky.

      Dazu "http://www.tschaikowsky-gesellschaft.de/schreibweise.htm"

      Liebe Grüße Peter


      Man könnte sich ja auf die entsprechenden DIN-Normen zur Transliterierung einigen. Oder auch RAK-WB Anlage 5...
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • Keith M. C. schrieb:

      Lieber Tschabrendeki,

      hier geht es nicht um Ironie, Humor oder individuelle Empörung, sondern um Vorschieben einer doch dümmlichen Vertrautheit, als Zeugnis von Arroganz und scheinbar besonderen Kenntnis.

      Bis dann.

      Aber ggf. könnte Lustigkeit in Deinem Beitrag zu verorten sein. :D


      Das war mir schon klar, und bin damit auch einverstanden... die Pointe ist mir nur so eingefallen. ;+)

      LG
      Tamás
      :wink:
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      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Armin Diedrich schrieb:

      Peter Brixius schrieb:


      Meine Rechtfertigung, die Namensform "Peter Tschaikowsky" zu benutzen, liegt darin, dass der Komponist selbst die deutsche Schreibweise gebraucht hat. Nun gut, in einer Zeit, in der man versucht, Daten international erfassbar zu machen, ist eine nationale Schreibweise möglicherweise nicht angebracht. Aber auf dem Markt wird man mit anglo-amerikanischen Schreibweisen konfrontiert, nicht mit der vereinbarten internationalen Umschrift. Und so lange das geschieht, bleibt die zu erwartende Schreibweise unsicher - und ich bei meinem Peter Tschaikowsky.

      Dazu "http://www.tschaikowsky-gesellschaft.de/schreibweise.htm"

      Liebe Grüße Peter


      Man könnte sich ja auf die entsprechenden DIN-Normen zur Transliterierung einigen. Oder auch RAK-WB Anlage 5...


      Lieber Armin Dietrich,

      man könnte auch einfach ein bestimmtes Transkriptionssystem (insb. für kyrillische Schrift in deutsche Schriftsprache anwenden: ob "ij", oder "y" oder "i", wäre relativ unwesentlich). Doch trotzdem wüsste jeder Bescheid und eine besondere DIN-Norm - wie Du es vorschlägst - wäre nicht notwendig,..

      ...nicht wahr? :D

      Bis dann..
    • Um es den anderen Buchstaben schwerer zu machen:

      Alban Berg

      Tschabrendeki schrieb:

      Antoine Busnois
      Antonio Bertali
      Anton Bruckner

      Adriano Banchieri
      Alice Barbi
      Abramo Basevi
      Arnold Bax
      Antonio Bazzini
      Amy Beach
      Anton Beer-Walbrunn
      Arthur Benjamin
      Antonio Bibalo
      Arthur Bliss
      Augustyn Bloch
      Alexandre-Pierre-Francois Boelly
      Antoine Boesset
      Arrigo Boito
      Alexander Borodin
      André Boucourechliev
      Arnold von Bruck
      Antoine Brumel
      Alfred Bruneau
      August Bungert
      Alan Bush
      Alessandro Bustini
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Armin Diedrich schrieb:

      Man könnte sich ja auf die entsprechenden DIN-Normen zur Transliterierung einigen. Oder auch RAK-WB Anlage 5...
      Bei Peter Tschaikowsky ist es keine Frage der "Schreibweise", denn es gibt eine deutsche Schreibeweise für Pjotr Iljitsch, nämlich Pjotr Iljitsch :)
      Wenn man nur aufgrund der unsicheren Schreibweise die Vornamen der russischen Komponisten eindeutschen sollte, hätte man auch Nikolaus Rimski-Korsakow, Anatol Ljadow und Michael Glinka.
      Die deutsche Übersetzung des Vornamens Tschaikowskys hat sich halt in Deutschland eingebürgert, auch weil sie phonetisch einfacher ist, wie in Frankreich Jean-Sébastien Bach und Frédéric Chopin (den Ultrapuristen Szopen schreiben wollen, obwohl er auf Polnisch Fryderyk Chopin geschieben wird).
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Vorschlag zur Güte: bei Themen wie Abkürzungen, Schreibweisen usw. von Schreiber- und Leserseite aus etwas guten Willen und Toleranz walten lassen - und die Sache sollte ohne größere Streitigkeiten zu bewältigen sein. Ich finde es völlig legitim, Mendelssohn statt Mendelssohn Bartholdy oder einfach Bach für Johann Sebastian Bach zu sagen, wenn der Kontext eindeutig ist. Mir ist es völlig egal, ob jemand Tschaikowsky, Tschaikowski oder Čajkovskij in welcher Kombination auch immer mit Peter, Piotr oder sonstwas gebraucht. Ich finde es nicht übermäßig tragisch, wenn jemand mal einen Akzent, eine Cédille oder ein anderes diakritisches Zeichen vergisst oder falsch setzt (bei slawischen Namen bin ich auch oft überfordert bzw. zu faul, nachzugucken). Und wenn in einem eindeutigen Kontext - z.B. wenn der ausgeschriebene Name direkt vorher schon gefallen ist - JSB oder HvK sagt, dann kann ich daran auch nichts Schlimmes finden. Mehr auf die Balken und weniger auf die Splitter achten.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Interessant wäre ja eine Autovervollständigen-Funktion: wenn man z.B. "Feli" tippt, dass dann als Vorschlag "Felix Mendelssohn-Bartholdy" und andere Komponisten auftauchen, deren Vornamen so beginnen. Das gleiche gilt auch für Nachnamen: wenn man "Bru" schreibt, bietet er z.B. Bruckner an.

      So gäbe es auch keine falschen Schreibweisen mehr, und die Threads werden auf Google noch leichter gefunden ;)