Muuuh, Bääh und Grunz - Paarhufer in der klassischen Musik

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    • Muuuh, Bääh und Grunz - Paarhufer in der klassischen Musik

      Wir alle lieben sie als Haustiere und als Nahrungsquelle: Kuh, Ziege, Schaf und Schwein. Diese Paarhufer bescheren uns zahllose Freuden, gelegentlich sogar in der klassischen Musik. Beispiele gibt es zuhauf, und hier soll der Platz sein, Musikstücke vorzustellen, in denen Paarhufer (egal ob Wiederkäuer oder nicht) eine wichtige Rolle spielen: Achtung!!: Unpaarhufer, d.h. Pferde, Nashörner und - natürlich - Tapire, müssen aussen vor bleiben. Ihnen gebührte ein eigener Thread.

      Vielleicht mein Lieblingswerk, in welchem Bovide eine grosse Rolle spielen: Die Cantata profana von Béla Bartók, auch bekannt als "Die neun Zauberhirsche". In diesem Vokalwerk Bartóks geht es um neun Söhne eines Jägers, dessen Söhne auf einem Jagdausflug in Zauberhirsche verwandelt werden. Alle Versuche des Alten, seine Söhne zur Rückkehr und Rückverwandlung zu überreden, scheitern an Ausflüchten der Verzauberten. Die Musik gefällt mir deutlich besser als die Handlung und stellt für mich eine Mischung aus Strawinsky und Bach da. Das Hauptthema des Eingangschores klingt für mich sehr stark nach der cis-Moll Fuge aus dem WTC. Die beste der drei mir bekannten Aufnahmen ist die von Pierre Boulez mit dem CSO:



      Das Werk ist auch in der 8 CD-Sammelbox von Boulez´ Bartókaufnahmen enthalten.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Allgemein gehört hier natürlich auch der Waffenschmied untd Tierarzt Stadinger hinein:
      "Nun muss ich fort, denn in der Näh'
      hab ich Patienten liegen;
      des Nachbars Sattelpferd ist krank
      und seine beiden Ziegen.
      Ich bin der einz'ge in der Stadt,
      zu dem das Vieh Vertrauen hat.
      Drum ruh und raste ich auch nicht
      in der Erfüllung meiner Pflicht.

      Tret ich vors Haus, ich will nur reden
      von dem, was täglich mir passiert,
      so treff ich einen Quadrupeden,
      den meine Wissenschaft kuriert.
      Ich flösse jedem, gross und klein,
      nebst Medizin auch Achtung ein -
      und alle, wo sie mich erblicken,
      sie möchten mich ans Herze drücken:
      Denn jegliche Physiognomie
      spricht: »Du gehörst fürs liebe Vieh!« "
      Ein Mann, der kleine Kinder und Hunde haßt, kann kein so schlechter Mensch sein. (W. C. Fields)
    • :mlol: :mlol: :mlol: :mlol: :mlol:

      (Ich glaub mein Schwein pfeift)
      Aber um die Arche zu füllen fehlt doch noch etliches :spock:


      Ein (ganz armes ;( ) Lämmlein fällt mir ganz spontan ein:
      Gustav Mahler-4. Symphonie
      (ein Ochse muss auch sein Leben lassen)




      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Wie andernorts bereits erwähnt:

      Carl Maria von Weber, Der Freischütz: In der Wolfsschluchtszene heißt es in den Regieanweisungen "Ein schwarzer Eber bricht durchs Gebüsch".

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck
      Johann Strauß und sein unverwüstlicher Zigeunerbaron (politisch korrekt vielleicht in Zukunft besser Sinti-und oder Romabaron :huh: ;+) )






      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • So darf Regers "Schafe- und-Affen-Sonate" für Violine und Klavier auch hier nicht fehlen:

      Mauerblümchen schrieb:

      Reger musste etliche Kritik an seinen Kompositionen einstecken. Um sich an seinen Kritikern zu rächen, komponierte er die Violinsonate C-Dur op. 72 unter Verwendung der Themen (Es = )S-C-H-A-F-E und A-F-F-E und, da er pianistisch bei der UA zugegen war, zeigte er beim ersten Erscheinen dieser Themen auf die Kritiker, welche ebenfalls anwesend waren.


      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Da wäre dann noch:
      Franz Liszt-Ranz de chévres (Die Ranz der Ziege)
      so wie
      Arthur Honegger-Danse de la chévre
      und ein Schwein hät ich auch noch im Angebot
      Percy Grainger-There was a pig went out to dig (Chor)

      :stern:

      Herzliche grunze:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Auch bei Bach gibt es Schafe:

      Bach, J. S.: Kantate Nr. 104 „Du Hirte Israel, höre“
      Darin der Eingangschor: "Du Hirte Israel, höre, der du Joseph hütest wie der Schafe, erscheine, der du sitzest über Cherubim."
      Aber auch andere Sätze erwähnen diese friedlichen Tiere.

      Bach, J. S.: Kantate Nr. 85 „Ich bin ein guter Hirt“
      Darin der Eingangschor: "Ich bin ein guter Hirt, ein guter Hirt lässt sein Leben für die Schafe."
      Auch hier kommen die wollegebenden Tiere noch anderweitig vor.

      Und natürlich
      Bach, J. S.: Kantate Nr. 175 „Er rufet seinen Schafen mit Namen“

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Désiré-Émile Inghelbrecht aus den Pastourelles : Berceuse du boeuf et de l´ane
      (den Esel kann man ja schon mal vormerken, wenn demnächst die Unpaarhufer gesucht werden!?!)



      Herzliches Gemecker und Gebrüll:
      KALEVALA :wink:
      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Trichomonas musicalis schrieb:

      Ich hatte schon befürchtet, dass mir Mauerblümchen diese Bach-Kantaten wegschnappen würde!

      Lieber Trichimonas,

      es gäbr noch die weltlichen Kantaten ...

      Gruß
      MB

      :wink:

      Guter Tipp!

      Dann als nächstes BWV201 "Geschwinde ihr wirbelnden Winde", aka "Der Wettstreit zwischen Phoebus und Pan". Pan ist sicherlich ein etwas untypischer Paarhufer, aber die Evolution ist ja bekanntermaßen unberechenbar. Im selben Werk wäre übrigens auch ein Esel anzutreffen - aber hier wollen wir streng bleiben :D .
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Wie sieht das eigentlich mit Bizet und Carmen aus?
      Der Stier---man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht
      und doch ist er vorhanden ?(


      Herzliche Grüße:
      KALEVALA :wink:



      Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)


      Es gibt nichts Überflüssigeres und Schädlicheres als wie Musik. Wenn ein Mensch eine gewisse Zeit lang Musik hört, wird sein Gehirn faul und unseriös. (Ayatollah Khomeini)