JANÁČEK, Leoš: Sinfonietta op. 60

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • JANÁČEK, Leoš: Sinfonietta op. 60

      Es gibt Konzerterinnerungen, die bleiben unvergesslich, weil Akustisches und Optisches markant das Geschehen bestimmten. Mir geht es so mit der Erinnerung an den 7.3.1987. An diesem Tag spielten die Wiener Symphoniker im Großen Musikvereinssaal ein Konzert unter der Leitung von Christoph von Dohnanyi. Auf dem Programm standen die Symphonie Nr. 7 von Jean Sibelius, Alban Bergs Drei Bruchstücke aus der Oper „Wozzeck“ (mit Anja Silja) und nach der Pause die 1926 in Prag uraufgeführte Sinfonietta op. 60 von Leoš Janáček (1854-1928). Ich habe das Werk mit dieser Aufführung kennengelernt. Die Bläser waren am Orgelbalkon vorne über der Bühne postiert, und als die Intrada des ersten Satzes losging und in der Folge das dank seiner kurzweilig griffigen, unmittelbar packenden Musik mit ihren markanten Motiven und vielfältigen instrumentatorischen Überraschungen sofort eingängige Werk durch den Musikverein schallte, war das ein besonders heftig beeindruckendes Gesamterlebnis.

      Aus dem elterlichen LP Bestand habe ich bald danach die Aufnahme mit George Szell und dem Cleveland Orchestra gehört.

      Das Werk hat fünf Sätze und dauert meist 23 bis 24 Minuten. Janáček selbst nannte es eine „Militärische Sinfonietta“, aber mir geht es hier wie beim „Radetzkymarsch“, ich blende allfällige militärische Assoziationen beim Hören aus und erfreue mich an der unmittelbar packenden Musik. Für die Uraufführung hat Janáček ja auch (bei der Drucklegung dann nicht mehr berücksichtigte) Überschriften zu den Sätzen angeboten, die alle mit der Stadt Brünn und nichts mit Militarismus zu tun haben.

      Der erste Satz, Allegretto (Janáček: Fanfaren), ist jene markante Intrada mit Trompeten, Tuben und Pauken. Sie entstand ursprünglich für ein Prager Turnfest.

      Der zweite Satz, Andante (Janáček: Burg) erzeugt Stimmung durch die abwechslungsreichen Kontraste in der Motivik und Instrumentation.

      Das tut auch der dritte Satz, Moderato (Janáček: Das Königinkloster), mit seiner „Sehnsuchtsmelodie“ am Anfang und einer spannenden Weiterführung auch mit den Posaunen.

      Im vierten Satz, Allegretto (Janáček: Straße), bestimmt ein zunächst von der Trompete insistierend sich bemerkbar machendes Motiv markant das Geschehen.

      Und im fünften Satz, Andante con moto (Janáček: Rathaus) werden Flöten und Klarinetten, anmutig im Zusammenklang, von den Streichern weitergetrieben, und das Geschehen steigert sich zur Reprise der Intrada, die einen konzertgemäß wirkungsvollen Schluss ermöglicht.

      Die wikipedia Werkeinführung: "http://de.wikipedia.org/wiki/Sinfonietta_%28Jan%C3%A1%C4%8Dek%29"

      Aufnahmen gibt es wohl schon sehr viele. Sir Charles Mackerras etwa hat sich mermals für das Werk auf Tonträgern eingesetzt.
      andréjo streicht bei Capriccio eine dieser Aufnahmen positiv heraus:
      capriccio-kulturforum.de/kompo…r-aus-maehren/#post209281

      Zwei persönliche Höreindrücke, die erste auch eine Mackerras Aufnahme:



      Ich bin verzaubert von den herrlichen Klangfarben der im weiträumigen Decca Klang aufblühenden Wiener Philharmoniker in der im März 1980 in den Wiener Sofiensälen entstandenen Aufnahme mit Sir Charles Mackerras (gehört allerdings von CD Decca 410 138-2, hier eine neuere, preisgünstige Auflage). Da kommen die instrumentatorisch so unmittelbar packenden Überraschungen besonders schön zur Geltung. Der Beipacktext verweist auf die Janáček-Handschriftenstudien des Dirigenten, wonach bei dieser Aufnahme im Gegensatz zu anderen im zweiten Satz alle Trompeten die Fanfare spielen, im dritten Satz statt der Bratsche die Viola d´amore eingesetzt wird, die Piccoloflöte in der Originalhöhe spielt und nicht eine Oktav tiefer und der Beckenschlag im Finale einen Takt früher, vor der Fanfare, gesetzt wird.



      Die Aufnahme mit Claudio Abbado und dem London Symphony Orchestra, entstanden in der Londoner Kingsway Hall im Februar 1968 (gehört aus der 7 CD Box Decca 478 5365), nimmt den Hörer unmittelbarer, plastischer, „actionreicher“ ins Geschehen mit, vor allem, weil der Klang weniger weiträumig als in der Wiener Aufnahme ist. Diese höre ich als herrliche Klangbilder evozierend, die Londoner Aufnahme als theatralischere, abenteuerlichere Assoziationen weckend.

      Der Thread freut sich sicher, ab sofort mit Hinweisen auf andere tolle Aufnahmen, Ergänzungen, allfälligen Korrekturen und mehr zur Sinfonietta bestückt zu werden.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      ich blende allfällige militärische Assoziationen beim Hören aus und erfreue mich an der unmittelbar packenden Musik


      Dazu ein paar Worte (die ich vor Jahren an anderer Stelle schon einmal in etwas anderer Form gepostet hatte): Ich finde es besonders bemerkenswert, dass die Sinfonietta schon durch den Anlass der Komposition als ein "öffentliches" Werk charakterisiert ist - in gewisser Weise ein profanes Gegenstück zur "Glagolitischen Messe". Sehr interessant die gesellschaftliche Perspektive des Werkes, das aus der "volksmusikalischen" Sphäre einer Blas- bzw. Militärkapelle entsteht, sich dann im normalen Orchester "kunstmusikalisch" weiterentwickelt und dann im Schlussatz beide Sphären triumphal vereint. Janacek will sowohl auf der Ebene der Komposition wie auf der Ebene der Aufführung gleichzeitig "populär" und "komplex" sein - Dieter Schnebel erkennt gerade in der Sinfonietta den Wunsch "nach einer ursprünglichen Einheit des Menschen mit der Natur, der Gesellschaft und der Kultur, aus der dann auch die Kraft erwächst in eine sei's auch noch so utopische Zukunft voranzuschreiten."

      Janacek war kein Komponist "absoluter Musik". Die Sinfonietta ist - wie fast alle anderen Instrumentalwerke Janaceks - Programmusik (im weitesten Sinne). Es geht, wie Alexander schon sagte, um eine Huldigung an die geliebte Stadt Brünn - und zwar im historischen Kontext der nationalen Unabhängigkeit der Tschechoslowakei 1918. Janacek kommentierte das Werk folgendermaßen: Und da gewahrte ich die Stadt in wunderbarer Verwandlung. In mir schwand die Abneigung gegen das düstere Rathaus, der Haß gegen den Berg, in dessen Eingeweiden soviel Schmerz gebrüllt hat, die Abneigung gegen die Straße, und was auf ihr wimmelte. Der Strahl der Freiheit wurde über die Stadt gezaubert, der Strahl der Wiedergeburt, am 28. Oktober 1918! Ich sah mich in ihr, ich gehörte ihr. Und das Geschmetter der siegreichen Trompeten, die heilige Ruhe des entlegenen Königinklosters, die nächtlichen Schatten und der Atem der grünen Berge, die Vision eines sicheren Aufschwungs und der Grösse der Stadt erwuchs aus dieser Erkenntnis in meiner Sinfonietta, aus meiner Stadt - Brünn! Die "Militär-Sinfonietta" sollte ursprünglich der "tschechoslowakischen Wehrmacht" gewidmet werden.

      Das programmatische Konzept ist im Gegensatz zum eher traditionell erzählenden "Taras Bulba" durchaus originell - die Überschriften der Sätze "haben etwas Archetypisches, sprechen eine Grundschicht des Lebens überhaupt an" (Dieter Schnebel). Dadurch entgeht Janacek einer eher illustrativen Variante der Programmusik (wie in "Taras Bulba", in Dvoraks symphonischen Dichtungen oder in Smetanas "Ma vlast"). Den Topos der Überwindung (analog zur Überwindung der österreichischen Fremdherrschaft) kann man zumindest im zweiten und fünften Satz feststellen - im "Burg"-Satz wird Unruhe und Hektik von der angedeuteten Trompetenfanfare abgelöst, im "Rathaus"-Satz gibt es eine dramatische Zuspitzung vor dem Wiedererscheinen der Fanfare. Der zyklische Gedanke (der Schluss des Werkes kehrt zum Anfang zurück) verbindet die Sinfonietta noch stärker mit der "Glagolitischen Messe", an deren Schluss die einleitende, der Sinfonietta-Fanfare nicht unähnliche Intrada ebenfalls wiederkehrt.

      Um Missverständnisse zu vermeiden: ich will die programmusikalische Dimension der Sinfonietta nicht überbetonen, halte sie aber trotzdem für wichtig. Man kann das Werk natürlich auch in der Geschichte der Sinfonie als Gattung verorten: wenn man die Einleitungsfanfare beiseite lässt, entsprechen die Sätze 2-5 ansatzweise einer "normalen" viersätzigen Sinfonie - allerdings in einer sehr kompakten und konzentrierten Ausprägung.

      Ich liebe die Sinfonietta - wie die meisten Werke Janaceks - schon seit langer Zeit. Die drei Male, die ich sie im Konzert gehört habe, waren jedesmal ein großes Erlebnis. Wenn ich aus der Einheit des Werks zwei Lieblingssätze hervorheben darf: Die sogartige Lyrik des dritten Satzes, unterbrochen von der für Janacek so typischen durchdrehenden, die Instrumentalisten bis zum Äußersten fordernden grotesken Episode. Und der Finalsatz mit dem Auseinanderspreizen des Orchesterklangs vor dem Wiederauftauchen der Fanfare, und mit der "Coda", die so wundervoll triumphal und doch nicht triumphalistisch wirkt.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • AlexanderK schrieb:

      Es gibt Konzerterinnerungen, die bleiben unvergesslich, weil Akustisches und Optisches markant das Geschehen bestimmten. Mir geht es so mit der Erinnerung an den 7.3.1987. An diesem Tag spielten die Wiener Symphoniker im Großen Musikvereinssaal ein Konzert unter der Leitung von Christoph von Dohnanyi. Auf dem Programm standen die Symphonie Nr. 7 von Jean Sibelius, Alban Bergs Drei Bruchstücke aus der Oper „Wozzeck“ (mit Anja Silja) und nach der Pause die 1926 in Prag uraufgeführte Sinfonietta op. 60 von Leoš Janáček (1854-1928). Ich habe das Werk mit dieser Aufführung kennengelernt. Die Bläser waren am Orgelbalkon vorne über der Bühne postiert, und als die Intrada des ersten Satzes losging und in der Folge das dank seiner kurzweilig griffigen, unmittelbar packenden Musik mit ihren markanten Motiven und vielfältigen instrumentatorischen Überraschungen sofort eingängige Werk durch den Musikverein schallte, war das ein besonders heftig beeindruckendes Gesamterlebnis.

      Mir ging es bei meiner ersten Begegnung mit der Sinfonietta op. 60 im Konzertsaal ebenso (Stichworte Gesamterlebnis aus Akustischem und Optischem). Ich kannte das Werk vorher nicht. Klaus Tennstedt dirigierte das Sinfonieorchester des NDR - es war während seiner dortigen Chefdirigentenzeit (1979-81). Ab der Reprise der Intrada im fünften Satz spielten alle Blechbläser im Stehen - ein fulminanter Effekt, auch optisch. Ich war hingerissen von diesem Werk und halte nach wie vor Tennstedts damalige Interpretation für eine der besten. Leider steht mir der Mitschnitt des Hamburger Konzerts, bei welchem ich anwesend war, nicht mehr zur Verfügung (der NDR sendete diese Aufnahme mehrfach; ich hatte sie seinerzeit auf Spulentonband). Man muss sich leider mit diesem BBC-Mitschnitt von Tennstedt mit dem London Philharmonic Orchestra begnügen, welcher aber nicht annähernd so gut ist wie das in Hamburg Gehörte:

      Ziemlich spannungsarm - und überdies von stellenweise jämmerlichem Orchesterspiel geprägt. Wenn doch bloß der NDR den Hamburger Mitschnitt einmal veröffentlichen würde!

      Die oben erwähnte Mackerras-Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern auf Decca ist in den Ecksätzen grandios: Blechbläser und Pauken höchst präsent. In den Binnensätzen hingegen befriedigt mich das Orchesterspiel nicht allzu sehr. Die Streicher sind alles andere als sauber.

      Richtig gut ist hingegen Rafael Kubelik mit der Tschechischen Philharmonie Prag aus dem Jahr 1946. Diese richtig schön abgründige Aufnahme ist sehr günstig in dieser 4 CD-Box zu erwerben:


      Klemperers Aufnahme aus Amsterdam

      angemessen zu würdigen, überlasse ich lieber unserem Klemp-Experten Doc Stänker. Biddeschööön!!!
      "Mir ist noch nie ein solches Talent begegnet. Sie ist einzigartig unter den Pianisten unserer Zeit."
      (Martha Argerich über Gabriela Montero)
    • music lover schrieb:


      ...

      Klemperers Aufnahme aus Amsterdam

      angemessen zu würdigen, überlasse ich lieber unserem Klemp-Experten Doc Stänker. Biddeschööön!!!



      Nun - ich will dem Experten nicht vorgreifen, doch ich halte die beiden Aufnahmen der Sinfonietta mit Klemperer eher historisch für interessant als interpretatorisch.

      Klemperer hatte das Werk schon kurz nach der tschechischen Uraufführung 1926 in Wiesbaden aufgeführt, etwas später dann auch in den USA.

      Dass er es 1951 mit dem Concertgebouworkest wieder ins Programm nahm, war mutig, denn damals war die Sinfonietta außerhalb ihres "Heimatlandes" wohl ein völlig unbekanntes Stück eines weithin unbekannten Komponisten. Vermutlich war es eine der ersten Aufführungen außerhalb der Tschechoslowakei nach dem Krieg. Man hört in der Aufnahme einige Qualitäten, die für Klemperer typisch sind: die Transparenz der Orchestergruppen, zumal der Holzbläser, die geradezu buchstabierte Artikulation jeder Phrase und an einigen Stellen die lakonisch präzisen Rhythmen. Aber man hört noch viel mehr, was ganz untypisch für Klemperer zu sein scheint: ein ungeheuer dick aufgetragenes Rubato. Während es zu Beginn des Allegretto (2. Satz) noch regelrecht rasant zur Sache geht, wird es dann bei jeder dynamischen Steigerung immer breiter. Ganz schlimm (für meine Begriffe) das völlig überdehnte Fanfarengelärme am Ende des ersten und letzten Satzes. Hätte man mir die Aufnahme zum Erraten des Dirigenten vorgespielt, hätte ich vermutlich gesagt: Furtwängler??? oder gar Mengelberg????. Aber vielleicht gibt es doch noch einen weiteren Rückbezug auf die 20-er Jahre in dieser Aufnahme: Hört man einige der frühen Klemperer-Aufnahmen aus dieser Zeit, z.B. 1.Brahms, ist man auch überrascht vom starken Rubato, in der Brahms-Sinfonie wirkt das aber viel schlüssiger als in der Sinfonietta.

      Die zweite Aufnahme der Sinfonietta mit Klemperer stammt von 1956 aus einem Konzertmitschnit mit dem Kölner Rundfunksinfonieorchester, erschienen in der Serie "Great Conductors of the 2oth Century", die bei EMI vor Jahren mal erschienen ist. Hier ist das Rubato etwas gemäßigter, aber immer noch zu fett. Die Tempi - erwartungsgemäß für Klemperer aus dieser Zeit - insgesamt breiter. Im Moderato (3. Satz) klingt Einiges sehr nach Bruckner, viel besser dann das folgende Allegretto, wo die Rhythmik überzeugt, aber der Schluss des Finales lärmt wieder nur.

      Ich habe den Eindruck, dass Klemperer das Werk in einer romantischen Tradition sieht, dabei aber seine Modernität und Sperrigkeit gerade gegenüber dem romantischen Idiom völlig verfehlt. Vielleicht war es auch ein Versuch der "Entmilitarisierung" - ich halte ihn aber nicht für gelungen. (Aber das sagt alles nichts aus über die CD mit Live-Aufnahmen von Klemperer mit dem Concertgebouworkest, die oben abgebildet ist. Denn da ist auch die Verklärte Nacht drauf, die umwerfend intensiv ist und die ich für die Orchesterfassung auch heute noch als maßstabsetzend ansehe - die muss man hören, das Fanfarengetöse der Sinfonietta ist dann schnell vergessen!)

      Nein - wenn es um die Sinfonietta geht, kommt man an Karel Ancerl nicht vorbei. Seine klassische Aufnahme mit der Tschechischen Philharmonie ist wohl als Nr.24 der sog "Ancerl Gold Edition" bei Supraphon noch zu bekommen. Sie stammt von 1961 und klingt nach wie vor erstaunlich gut. Das Orchester von damals ist fulminant und in den Holzbläsern wohl von keinem anderen erreicht, die Streicher zupackend, das Blech luftig und nie zu fett, was das größte Risiko bei diesem Werk ist. Doch was diese Aufnahme so einzigartig macht, ist die Leichtigkeit und gleichzeitig die Intensität, mit der Ancerl die abrupten Brüche und Gegensätzlichkeiten, die das ganze Werk prägen, deutlich macht. Da gibt es keine scheinbaren Übergänge, sondern die wild herausfahrenden Einsprüche, die irgend eine Gruppe im Orchester immer wieder gegen den gewohnten Verlauf vorträgt, werden schneidend herausgestellt. Dabei bleibt aber der Schwung, der sich ebenfalls durch das ganze Werk zieht, ungebrochen. Grandios die Vorbereitung zu den Schlussfanfaren im Finalsatz, in der Janacek Bartok sehr nahe steht. Der Fanfarenlärm dann, den ich immer als den problematischsten Teil der Sinfonietta höre, dämpft er nicht, was legitim wäre, sondern er lässt ihn atmen, vielleicht gibt es hier sogar eine ganz kleine Prise von Ironie, wonach man das doch bitte nicht zu ernst nehmen soll.

      Es soll noch eine Aufnahme von Bretislav Bakala geben, der ein Spezialist für Janacek war. Ich kenne sie nicht, vielleicht kommt sie der von Ancerl nahe. Ich habe noch einen Rundfunkmitschnitt aus einem Konzert, das Ancerl vermutlich irgendwann in den Sechzigern mit dem Kölner Rundfunksinfonieorchester gegeben hat. Auch wenn es sicher nicht an die Tschechische Philharmonie heranreicht, hält sich das Orchester sehr wacker, die Aufnahmetechnik ist gut, und die Interpreation hat dieselben Qualitäten wie Ancerls Schallplattenaufnahme. Zu hoffen ist, dass der Kölner Mitschnitt irgendwann mal auf Tonträger erscheint, vielleicht beim ICA-Label, das eine ganze Reihe von guten Aufführungen aus Köln (z.B. Mitropoulos und immer wieder Klemperer) herausgebracht hat.
    • Hallo zusammen,

      die Sinfonietta lernte ich 2007 angeregt durch einen Thread "an anderer Stelle", wie Bernd so treffend schrieb, kennen. Damals beschrieb ich mein Hörerlebnis ungefähr so:

      Mich hat der "Trometenhagel" zu Beginn des ersten Satzes nicht nur überrascht, sondern auch sofort in den Bann gezogen. Was für ein Beginn? Weghören geht überhaupt nicht. Die dann zum Teil abrupten Wechsel der Instrumente bringen eine vibrierende Spannung in das ganze Werk. Der kurze melodisch, tänzerische Teil des 3. Satzes lässt kaum Zeit für das Gefühl von Feinheit und Sinnlichkeit. Wie die meisten von Euch wissen, beschäftige ich mich erst seit sehr kurzer Zeit mit der klassischen Musik. Es ist mir nicht möglich, eine Sinfonie zu hören, gleichzeitig jede Note zu analysieren und obendrein auch noch auf die Interpretation zu achten. Ich höre die Musik einfach und entweder sie gefällt mir oder sie tut es nicht.
      Ich denke, dass ich durch Euch bereits gelernt habe, intensiver auf Details zu hören, auf bestimmte Einzelheiten zu achten, verschiedenes zu vergleichen usw. Nichtsdestotrotz erlebe ich sicher ein Werk das ich zum ersten Mal höre, anders als jemand der sich bereits über viele Jahre hinweg intensiv mit klassischer Musik beschäftigt. Die Sinfonietta hat mich wie schon geschrieben sofort in ihren Bann gezogen. Weil sie ungewöhnlich ist, weil sie laut und lärmend ist, oder aber auch weil sie einfach mitreißend ist.


      Bis zum heutigen Tag hat sich an meiner Faszination für dieses Werk nichts geändert. Es reißt mich immer noch mit und rüttelt mich wach. Mehr noch, es ist für mich eine Art Lebensenergie. "Das Geschmetter der siegreichen Trompeten..." Janácek verfasste 1927 einen Artikel aus dem der biographische Hintergrund der Sinfonietta hervorgeht. (siehe Posting von Zwielicht)


      Dank des rührigen GMD Stefan Malzew, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, hatte ich im November 2007 im Rahmen der 21. Neubrandenburger Konzertnacht das Vergnügen die Sinfonietta in der Neubrandenburger Konzertkirche "http://www.konzertkirche-nb.de/index.htm" zu erleben. Selbstverständlich benötigte das Orchester blechbläserische Unterstützung. Aus diesem Grund waren die "TEN OF THE BEST" "http://www.ten-of-the-best.com/" Gäste in der Konzertkirche. Die Konzertkirche ist so angelegt das hinter dem Orchester, in ansteigenden Reihen, entweder Zuhörer oder ein großer Chor Platz finden. An diesem Abend postierten sich dort die zehn Trompeter. Sie spielten stehend und erwirkten auf diese Art einen zusätzlichen akustischen Höhepunkt. Ich erlebte an diesem Abend ein unvergessliches Konzert. :juhu: :juhu: :juhu:


      Leider besitze ich bis heute nur die diese Einspielung, die ich mir auf Anraten der Forumsfreunde kaufte.





      Allerdings kam ich eben im Rahmen dieses Threads nicht umhin mir diese Aufnahme unter Karel Ancerl zu bestellen. :D




      LG

      Maggie



      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • Die Sinfonietta von Leoš Janáček gehört auch für mich zu den ganz bedeutendsten Orchesterwerken, die im 20. Jahrhundert komponiert wurden und von Anfang an machte das Werk einen sehr großen Eindruck auf mich, was bis heute immer noch so geblieben ist. Leider hatte ich im Gegensatz zu Maggie bis jetzt noch nicht das Glück, dieses Werk mal live im Konzert zu erleben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Fanfare zu Beginn und am Ende des Werks, eigentlich das ganze Werk, einen ganz besonders grandiosen Eindruck hinterlassen.

      Ich besitze auch einige Aufnahmen der Sinfonietta und darunter sind zwei Aufnahmen mit Sir Charles Mackerras: Einmal die von Alexander vorgestellte Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern und dann die Live-Aufnahme vom Oktober 2002 aus dem Dvor̆ák-Saal des Rudolfinum in Prag mit der Tschechischen Philharmonie:


      Wenn man nur mal die Spielzeiten der beiden Aufnahmen miteinander vergleicht, so gibt es gar nicht so deutliche Unterschiede. Allerdings toppt Mackerras in seiner Prager Aufnahme die an sich schon wirkliche gute Wiener Aufnahme noch mal um einige Prozentpünktchen, denn Mackerras gelingt es, mit der Tschechischen Philharmonie die Musik noch mehr bis zur Sidehitze zu steigern. Das klingt ungeheuer spannend und selbst in den ruhigeren Passagen des Moderato-Satzes hat man den Eindruck, dass es unter der Oberfläche mächtig gärt. Man merkt sicherlich auch, dass Janáčeks Musik für Sir Charles Mackerras immer sehr wichtig war und er sich auch immer mit dessen Musik auseinandersetzte und im Vergleich zur 1980 entstandenen Wiener Aufnahme ist seine Interpretation sicherlich noch einmal gereift.

      Was ich an dieser Aufnahme auch noch sehr reizvoll finde ist der im Vergleich zu den Wiener Philharmonikern etwas rauhere, grobere Klang der Tschechischen Philharmonie aber das ist für Janáček s Musik genau der richtige Sound. Vielleicht klingen die Wiener Philharmoniker da manchmal zu schön aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Die sehr gute Klangtechnik bildet das Orchester sehr präsent und direkt bei einer optimalen Tiefenstaffelung ab. Da wird man bei den Fortissimo-Passagen regelrecht in den Sessel gedrückt.

      Also diese Doppel-CD ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert, zumal sie noch weitere wichtige Werke von Janáček enthält, z. B. die von Sir Charles Mackerras selbst überarbeitete Suite aus der Oper "Das schlaue Füchslein", wo er die originale Orchestrierung wiederherstellte.

      Armin
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Heute scheint Janacek-Tag bei mir zu sein, so viel Neues war zu ihm hier lang nicht mehr zu lesen. Danke für den Thread, Alexander!

      Maggie schrieb:

      Mich hat der "Trometenhagel" zu Beginn des ersten Satzes nicht nur überrascht, sondern auch sofort in den Bann gezogen. Was für ein Beginn? Weghören geht überhaupt nicht. Die dann zum Teil abrupten Wechsel der Instrumente bringen eine vibrierende Spannung in das ganze Werk. Der kurze melodisch, tänzerische Teil des 3. Satzes lässt kaum Zeit für das Gefühl von Feinheit und Sinnlichkeit.

      Hätte meine Empfindungen schon beim ersten Hören nicht besser beschreiben können. Mich packt dieses Stück immer wieder, weil es gleichzeitig sowas Schillernd-Überwältigendes und dieses Leichte-Lebendige hat. Ich finde, man merkt den Enthusiasmus und Janaceks große Leidenschaft und sein Weltgefühl darin. Ich würde wirklich eine Menge dafür geben das mal live zu erleben.
      "Allwissende! Urweltweise!
      Erda! Erda! Ewiges Weib!"
    • Wenn wir schon bei Ančerl sind, dann muss ich dieses Scheibchen noch nahelegen, weil es die für mich fesselndste Aufnahme des wichtigen Orchesterwerks « Mysterium Času » / « Das Mysterium der Zeit / Mystery of Time » enthält.
      Wenn man das Werk auf YT anhört, kommt dann als »automatische Fortsetzung« gleich Janáčeks »Sinfonietta«. (womit der Zusammenhang wieder wiederhergestellt ist ;))


      <> <> (der erste Link ohne Bild führt »nur« zum MP-3-Album)

      Kabeláč: Mystery of Time • Hamlet Improvisation – Hanuš: Symphony concertante (Karel Ančerl Gold Edition Volume 11)
      Miloslav Kabeláč: « Mysterium Času » / « Das Mysterium der Zeit », Passacaglia pro velký orchestr / Passacaglia für GroßesOrchester, op. 31 (1953–1957) [23′09″]
      Miloslav Kabeláč: Hamletovská Improvizace / Hamlet-Improvisation, pro velký orchestr / für großes Orchester, op. 46 (1962/63) [14′38″]
      Jan Hanuš (1915–2004): Koncertantní Symfonie / Konzertante Sinfonie,
      pro varhany, harfú, tympánya smyčce / für Orgel, Harfe, Timpani und Streicher, op. 31 (1953/54) [22′10″]
      Jiří Reinberger, Orgel, Bedřich Dobrodinskí, Harfe, Robert Mach, Timpani
      Česká Filharmonie / Tschechisches Philharmonisches Orchester; Leitung: Karel Ančerl
      Aufgenommen am 22.–24. Juni (Mysterium der Zeit), am 25. April 1966 (Hamlet-Improvisation) und am 20./21. Januar 1958 (KonzertanteSinfonie) im Dvořák-Saal des Rudolfinums, Prag
      ℗ This Compilation 2002 Supraphon a. s. / © This Compilation 2002 Supraphon a. s. Supraphon — SU 3671-2 011
      ASIN: B00006I49K
      discogs.com/de/Karel-An%C4%8De…ation-Sym/release/1273958

      Beste Grüße, Kermit :wink:
      Es ist vielfach leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Heuhaufen in einer Stecknadel.
    • Ich möchte bei Janacek auch auf diese Einspielung hinweisen, die Vaclav Neumann 1982 mit der Tschechischen Philharmonie Prag machte. Leider geht dieses Cover nicht mehr richtig einzustellen, daher zunächst als Hinweis dazu das Bild ohne Link:

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/510Bd33ohHL.jpg]



      Hier mit anderem Cover und dazu noch Musik aus "Schluck und Jau", aber auch erheblich teuer diese CD. Die Aufnahmedaten sind mit meiner CD darüber identisch.

      Von Rafael Kubelik gibt es zwei weitere Einspielungen des Werkes, die noch nicht erwähnt wurden, beide mit seinem Orchester, dem SO des BR:



      Die Orfeo-Einspielung entstand 1981, jene der DG aus dem Jahre 1971, also 10 Jahre früher. Sie gibt es auch in der Verbindung mit Werken Smetanas.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich kenne noch diese Einspielung:

      Rattle (1983)

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61ZtVK7ZaUL._SX300_.jpg]

      (P) 1983 EMI "His Master's Voice" ASD 143 522-1* [23:01]
      rec. 17.-18. November 1982 (Kingsway Hall, London)

      Philharmonia Orchestra
      D: Simon Rattle

      Finde ich sehr gewinnend interpretiert, mit kräftigen Bläsern und feinen Streichern... :thumbup:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Finde ich sehr gewinnend interpretiert, mit kräftigen Bläsern und feinen Streichern...
      Danke. Die habe ich vergessen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Einige der bereits genannten Einspielungen sind mir bekannt und werden gerne gehört.

      Hinweisen möchte ich noch auf die folgende ältere Aufnahme mit dem Dirigenten Charles Mackerras, die (vermutlich) nur noch in dem Membran-10CD-Set zugänglich ist - wobei diese Billigzusammenstellungen einige weitere Preziosen enthält. Leider, aber bekanntermaßen gibt es kein Beiheft.



      Sie entstand mit dem Londoner Pro Arte Orchestra im Jahre 1959, eine analoge Stereo-Aufnahme von durchaus passabler Klangqualität. Wegen ihres ausgeprägt archaischen, herben, blechbläserscharfen Charakters weiß ich sie sehr wohl zu schätzen.

      :cincinbier: Wolfgang

      EDIT: Soeben stelle ich bei nochmaliger Betrachtung des Eingangsbeitrags von Alexander fest, dass er freundlicherweise auf eine früheren Beitrag von mir hingewiesen hat:

      Janáček – Der Meister aus Mähren

      Danke für die Erinnerung! Ich war also schon mal schlauer als vorhin. Aber - wie steht schon in der Bibel: Variatio delectat, sed repetitio est foro capricioso ...

      :versteck1: :P
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Die frühe Aufnahme der Sinfonietta mit Charles Mackerras gibt es noch in diesen Versionen:

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51jauV43fuL.jpg] bzw. [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51k0btMJbfL.jpg]
      (AD: 19. - 24. Juli 1959, Walthamstow Assembly Hall, London)
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Die darf doch nicht fehlen:


      Wobei ich mich schwertue damit, die CD zu empfehlen.

      Lernte das Werk kennen mit der LP, gekoppelt mit Prokofieffs "Lieutenant Kijé".
      Und mag merkwürdig klingen: die LP war klanglich eine der überzeugendsten, die ich je hörte. Nicht so streng wie Ancerl, nicht so süffisant wie viele DECCAs der Zeit, all das, was "ordinär" wirken könnte, war bei Szell auf LP ganz eingebettet in Struktur und Entwicklung, das erste "Erschrecken" ob des Schmetterns verging sehr schnell.

      Erstaunlich auch der Bass, der sehr präsent da war, aber gestalterisch eingesetzt klang, nicht um einen Effekt zu erzielen.
      Auf der CD höre ich davon nur noch wenig. Das Rollen der Bässe auf ein Ziel hin, findet nicht statt, es scheint unkoordiniert zu grummeln.
      Auch das seltsame Innehalten im rhythmischen Sinne, also Ansätze von Polyrhthmik,: nix davon von CD.

      Von der LP war ich völlig vereinannahmt, auch körperlich, da Klänge dazu in der Lage sind. Von CD blieb nur eine Ahnung von einer gelungenen Aufnahme- was ich nie wieder so deutlich unterschieden zu hören bekam wie hier.

      Natürlich hatte ich auch Ancerl auf LP- aber so vieles an Humor, Ironie, Spiel der Musik mit sich selbst und dem Hörer, war bei ihm angedeutet, bei Szell ausformuliert.
      Nie unschön oder krass, die Cleveland- Trompeten mögen eher schmettern, ganz kultiviert schmettern aber.
      Von Ancerls Lesart gar nicht so entfernt- und doch präziser und besonders rhythmisch geradezu verspielt genau.
      Vielleicht DIE Platte Szells überhaupt, in der sein Orchester und er alles zeigen, was sie haben und können.
      Nur halt von der CD nicht so zu hören- bei allen Ohrfeigen, die mir dieses posting einbringen wird.

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • RE: Szell mit der Sinfonietta

      Hempel schrieb:

      Nur halt von der CD nicht so zu hören- bei allen Ohrfeigen, die mir dieses posting einbringen wird.
      Lieber Mike,

      ich habe diese "ausgezeichnete" SONY-CD (auch wegen der TOP-Ormandy-Aufnahmen von den Kodaly-Werken). Die Janacek - Sinfonietta werde ich in Kürze dahingehend (klanglich) überprüfen. Aus dem Gedächtnis heraus ist die Szell - Aufnahme für mich absolute Spitze.
      Ich hatte früher auch die entsprechende CBS-LP, aber nie Klangvergleiche angestellt, weil zu < 90% die CD immer besser ist, als die "Kratzware".
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Hempel schrieb:

      bei allen Ohrfeigen, die mir dieses posting einbringen wird.
      Ist ja nicht überraschend - irgend etwas muß doch mit deinem CD-Player nicht stimmen; es kann doch nun nicht wirklich jede CD-Ausgabe einer Analogaufnahme scheiße sein... :boese1:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Lionel schrieb:

      Die frühe Aufnahme der Sinfonietta mit Charles Mackerras gibt es noch in diesen Versionen:

      [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51jauV43fuL.jpg] bzw. [IMG:https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51k0btMJbfL.jpg]
      (AD: 19. - 24. Juli 1959, Walthamstow Assembly Hall, London)
      Besten Dank auch für diese ergänzende Information, werter Lionel! Es ist doch immer wieder leicht verstörend ( ;) ) festzustellen, wie vorsichtig man mit Behauptungen zur Verfügbarkeit einer Aufnahme sein muss. Allzu zügiges Recherchieren funktioniert jedenfalls nicht. (Was bin ich froh, dass ich weiter oben in Klammern ein vermutlich gesetzt habe.)

      Der Testament-Preis rechts setzt allerdings ein solches in der nahen Verwandtschaft voraus. Kleiner Scherz, Güteklasse B.

      :P Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.