JANÁČEK, Leoš: Sinfonietta op. 60

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    • Taschengeld in B-Dur

      Eieieiei,

      sagte die Maus, über die Rasierklinge gebeugt, beim Anblick des fetten Käses

      und schnitt sich die Kehle durch.

      Wolfgang, der jetzt eine Flasche Frankenwein aufmachen muss.

      Okay, ich hätte auch noch eine Einspielung der Sinfonietta anzubieten:



      Das ist jetzt aber gewiss nicht die beste im Vergleich.
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Josquin Dufay schrieb:

      es kann doch nun nicht wirklich jede CD-Ausgabe einer Analogaufnahme scheiße sein...
      Ist es ja auch nicht! Erinnert sich noch jemand an meine lobenden Worte zur CD der "Slawischen Tänze" im Vergleich zu gleich zwei verschiedenen LP- Varianten?
      Und Digitalaufnahmen von vornherein: die klingen von CD besser, weil all das Knacksen und Knistern fehlt- zum Glück.
      Zumal ich von "scheiße" eh nicht schrieb, sondern differenziert versucht habe, Unterschiede deutlich zu machen.

      Wer aber Spaß an Dogmen hat, dieser Film hier mag Freude machen:

      Mein Sexleben hingegen geht wirklich niemanden hier etwas an.

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Josquin Dufay schrieb:

      Ist ja nicht überraschend - irgend etwas muß doch mit deinem CD-Player nicht stimmen; es kann doch nun nicht wirklich jede CD-Ausgabe einer Analogaufnahme scheiße sein...
      Nun, differenziert besehen: vielleicht ist mein Rega ja nicht über alle Zweifel erhaben.
      amazon.de/Rega-024834-Apollo-R…roduct-reviews/B0070W5MV8

      Mein Sex ist trotzdem gut- sagt meine Ex.

      Und nu soll's mal gut sein mit Äußerungen in derer Richtung, oder?

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Hempel schrieb:

      Und nu soll's mal gut sein mit Äußerungen in derer Richtung, oder?
      Schönes Gerät - wie traurig, daß manche CDs nicht so klingen wollen... :spock1:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Kennt zufällig jemand die noch recht junge Aufnahmen mit Gardner aus Bergen und mag ein paar Worte dazu verlieren?



      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Josquin Dufay schrieb:

      Schönes Gerät - wie traurig, daß manche CDs nicht so klingen wollen...
      Lieber JD,

      auch wenn das hier zu weit führen würde, kann ich doch nicht umhin zuzugeben, dass in den "analogen" Teil meiner Anlage mehr investiert wurde.
      Beim CD-Player ging es mir vor allem darum, dass er in der Lage ist, vergessen zu machen, von welcher Quelle ich gerade höre- und das gelingt dem Rega. Wesentlich teurere Geräte waren da noch "fußlahmer". Nur direkte Vergleiche darf ich eben nicht anstellen.

      Fast immer ist es auch nicht der Klang selbst, der Unterschiede hörbar macht, meist ist es diese seltsame Art von "Bewegung zu einem Ziel hin", bei der die CD auf der Stelle zu treten scheint, von LP hingegen eine logische Entwicklung nachvollziehbar scheint.

      Nun aber wirklich zu sehr in die Tiefe und noch dazu subjektive Wahrnehmung....falscher Ort hier.

      Herzliche Güße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • RE: Sinfonietta mit Szell (LP vs CD)

      Hempel schrieb:

      Vielleicht DIE Platte Szells überhaupt, in der sein Orchester und er alles zeigen, was sie haben und können.
      Nur halt von der CD nicht so zu hören- bei allen Ohrfeigen, die mir dieses posting einbringen wird.
      Hallo Mike,

      ich höre diese fantastische SONY-CD gerde über meinen Beyerdynamic - Kopfhörer und bin wiedereinmal mehr begeistert.
      Vorher habe ich in meinen LP-Schrank (mit den Restbeständen) geschaut und siehe da - die CBS-LP 61960 ist auch noch da - allerdings ist die Janacek-Sinfonietta dort bei mir gekoppelt mit Hindemiths Sinfonischen Metharmorphosen, die ich auf anderer SONY-CD inzwischen auch in klangbesserer Form als auf LP habe.

      Klangeindrücke der SONY-CD:
      Da ich auf der SONY-CD keine Klangeinbußen, Schwächen, oder sonstige Mängel im Frequenzbereich sowie der räumlichen Darstellung ausmachen könnte, erübrigt sich für mich der Test der LP auf meinen Plattenspieler im Hobbyraum.
      Erfahrungsgemäss ist schon das Auflegen und die das Einlaufen der Einlaufspur mit hörbaren Kratzern versehen ... und ob es gem Deiner Beschreibung dann in den Bässen um so viel sonorer rüber kommt, wage ich deutlich zu bezweifeln. Eher weit flauer ...

      *** Die SONY-CD ist klanglich eine für das Aufnahedatum 1965 überdurchschnittlich gute CD. Von mir keine Mängelmeldung !
      Auch über den Rest von Kodaly mit Ormandy, die ich auch auf CBS-LP hatte, war ich seinerzeit überglücklich auf dieser perfekten CD zu bekommen.
      (OT: Auch die Hary Janos-Suite mit Ormandy ist auf SONY-CD der Hammer; nicht nur klanglich ! Und die Hary Janos-Suite mit Szell - auf SONY-CD, ist ebenfalls beste CBS-Klangtechnik auf CD !)



      [IMG:http://images-eu.amazon.com/images/P/B000024XB4.01._SCL_SX300_.jpg]
      SONY, 1965, ADD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Sinfonietta mit Mackerras

      Mackerras Aufnahmen der Sinfonietta wurden ja schon mehrfach positiv genant und beurteilt.
      Wer nicht nur eine ausgezeichnete INT sucht, sondern auch klnaglich absolut überezugt werden will, der sollte zu Mackerras Aufnahme mit den Wiener PH greifen, die in diesen Thread auch erwähnt wurde, aber es fehlt die Abb der CD, die in zahlreichen Ddcca-Ausgaben vorliegt:

      - die Preiswertesten -
      ..
      Decca, 1981, 1986, DDD

      - oder die umfangreiche 5CD-Version, die ich habe -

      Decca, 1981 - 1986, DDD


      Ich habe auch die Mackerras-Aufnahme auf CD mit der Tschechischen PH (Supraphon) ,die von vielen wohl mit Recht als die böhmischere bzw.mährischere und echtere Variante gesehen wird. Irgendwie bin ich von der Decca - CD mit den WPO so geprägt, das sie mir die liebste Aufnahme der Sinfonietta und Taras Bulba bleibt.
      Trotzdem ist die Suprahon-Doppel-CD auch eine sehr interessante Option, weil diese weitere unbekannte Janacek-Werke enthält.

      ----------

      Hallo Frank,

      die Aufnahme mit dem Bergen PO/Gardner kenne ich nicht.
      Angesichts meiner TOP-Aufnahmen mit Mackerras (Beide), Kubelik und Szell ist meine Sehnsucht danach auch verdammt stark eingeschränkt ...
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Lieber Wolfgang,

      so sehr wir einander kennen und schätzen, hören wir doch Musik verschieden.

      Kein Grund zum Streit, nicht wahr? :cincinbier:
      Du hörst "Deinen" Szell eben einfach anders als ich- so what?!?

      Weiterhin viel Vergnügen Dir,
      herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Sinfonietta mit Kubelik

      Ein historische Aufnahme 1946 von Kubelik wurde auch schon positiv angesprochen.

      Von der Herkunft her ist Kubelik auch für Janacek ein Dirigent, der sich wie Mackerras in die böhmisch - mährischen Gedankenwelt des Komponisten bestens einfühlen kann.
      Ich hatte die DG-CD vor vielen Jahren mal wegen den Smetana - Stücken gekauft, die mir noch fehlten.

      *** War dann aber um so überraschter eine nicht minder referenzwürdige INT zu hören, die an Szell und Mackerras ohne mit der Wimper zu zucken anknüpft.
      Auch klanglich ist das eine Aufnahme, die zu den besten Analogaufnahmen auf DG gehört, die ich kenne (und ich bin da sehr anspruchsvoll !).

      Mit dem SO des Bayerischen Rundfunks München:
      - aus der DG Galleria-Serie -

      DG, 1971, ADD


      Hier ist die JAPAN_Ausgabe.
      Die Japaner loten ja alles aus, was Spitze ist und liefern es dann in einer JAPAN-CD-version.


      DG, 1971, ADD
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Heute habe ich mir im Radio die Aufnahme von Jos van Immerseel mit Anima Eterna angehört.



      o weh o weh.
      Hier kommt die Sinfonietta nicht recht in die Gänge. Grundtempo häufig um 1/3 langsamer als angegeben, das geht bei einer derartig repetitiven Musik nicht gut. Immer wieder fühle ich mich gezwungen, irgendwelche Achtel zu verfolgen, auf die es aber gar nicht ankommt, sondern auf die damit umsponnenen Melodien, die bei Janacek weißgott kurz genug sind.
      Vielleicht stört das Herrn Immerseel ja, und er schaltet daher auf epische Breite um.
      Mag sein, dass das manchen Hörern gefällt, auch wenn ich mir das nicht vorstellen kann. Es ist jedenfalls nicht der Janacek, den ich kenne und liebe.

      Zusätzlich zum lahmen Gesamteindruck noch ein paar mich störende Kleinigkeiten:

      - Zahlreiche accelerandi und ritardandi sind nicht oder kaum wahrzunehmen.
      - Beginn des 4. Satzes: Die Trompeten phrasieren nicht der tschechischen Sprache (und Janaceks Tonsprache) entsprechend ganztaktig, sondern am Ende auftaktig. Auf mich wirkt das falsch, beinahe stolpernd.
      Im letzten Satz häufen sich die Ungereimtheiten:
      - Ziffer 7 - Flöten sind unhörbar, obwohl sie hier die wichtigste Melodiestimme haben und laut Partitur zu dritt spielen. Auch die Es-Klarinette, die gleichzeitig ihre vorhergehende Linie weiterspinnen soll, ist plötzlich kaum zu hören (vermutlich böser Schnitt bei 7).
      - Ziffer 8 - der Beckenschlag kommt wie gewöhnlich zusammen mit den Trompeten. Nur Mackerras (?) bei der Wiener und Prager Aufnahme setzt ihn einen Takt früher, so wie es von Janacek ursprünglich vorgesehen war. Leider hat der Komponist dem dusseligen Änderungswunsch eines Dirigenten zugestimmt, wie für ihn typisch. Ohne den Beckenschlag im zweiten Takt nach 8 ist dieser Takt unlogisch leer, und der rhythmische Eindruck des Trompetensignals wird zu einem ganz anderen.
      - Zwei Takte vor Ziffer 11 - seltsame Lesart, die zwar in den online verfügbaren Partituren so steht, aber unlogisch ist und soweit mir im Ohr auch von niemand sonst so gehandhabt wird: Das markante viertönige Begleitmotiv wird hier nicht durch die Trompeten verstärkt. In meiner Philharmonia-Partitur ist die Trompete ergänzt, auch Mackerras lässt sie spielen (die ersten drei Takte des Allegro-Abschnitts werden exakt wiederholt, nur beim zweiten Mal ohne die Trompeten des begleitenden Orchesters - das macht keinen Sinn).
      - Ziffer 12 - erster Ton b'' in der Trompete verkiekst, rutscht zum as''. Naja, wer bis hierhin durchgehalten hat, kann darüber hinwegsehen.

      Um wenigstens mit einer positiven Anmerkung enden zu können:
      Klanglich ist die Aufnahme sehr gut, hervorzuheben wären die antiphonischen Violinen, wie zu erwarten interessante Klangfarben bei den Holzbläsern, sehr gute Intonation. Das Blech hätte für mein Empfinden mehr Strahlkraft vertragen, vielleicht ist das dem Konzept geschuldet, die Militär-Sinfonietta zu einer epischen Sinfonietta umzudeuten, jedenfalls Geschmackssache. Pauke super knackig und dynamisch.

      Gruß,
      Khampan
    • Danke Dir für diese Hinweise zur Interpretation durch Jos van Immerseel.
      Das relativiert den Kaufwunsch meinerseits nun doch deutlich. Taugt denn "D9" mehr, so dass hier eine Rechtfertigung für den Erwerb der CD vorliegen könnte?

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Hueb' schrieb:

      Danke Dir für diese Hinweise zur Interpretation durch Jos van Immerseel.
      Das relativiert den Kaufwunsch meinerseits nun doch deutlich. Taugt denn "D9" mehr, so dass hier eine Rechtfertigung für den Erwerb der CD vorliegen könnte?
      Immerseels D9 kenne ich nicht. Die Konkurrenz ist da natürlich noch größer, trotzdem eventuell mit den speziellen Holzbläserfarben und antiphonischen Violinen reizvoll (das Englischhorn hört sich allerdings nicht anders an als sonst, also nicht zu viele neue Erkenntnisse erwarten...).
      Ich würde es mal von den Hörschnipseln abhängig machen. Oder das Geld in eine Netopil-Aufnahme investieren, da wird echt tschechische Musik gemacht.

      :) Khampan