Sol Sayn - Jiddische Musik

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    • Hier ein weiteres jiddisches Schlaflied:

      "Shlof shoin moin jankele"
      "https://www.youtube.com/watch?v=tvOMzPCOiQI"

      Text v. Mordechai Gebirtig
      Hier gesungen von Yaacov Shapiro

      Mordechai Gebirtig stammte aus Krakau und war unglaublich produktiv als Liedermacher. Er war Tischler.
      "Tagsüber hobelte er an Möbeln und nachts am jiddischen Lied", sagten Zeitgenossen.
      Seine Lieder sind Klassiker, und viele haben den Holocaust überlebt. Er hat ihn nicht überlebt.
      Er wurde 1942 im Krakauer Ghetto auf offener Straße von einem deutschen Soldaten erschossen.
      "https://de.wikipedia.org/wiki/Mordechaj_Gebirtig"


      :wink:

      amamusica
      Ein Blümchen an einem wilden Wegrain, die Schale einer kleinen Muschel am Strand, die Feder eines Vogels -
      all das verkündet dir, daß der Schöpfer ein Künstler ist. (Tertullian)

      ...und immer wieder schaffen es die Menschen auch, Künstler zu sein.
      Nicht zuletzt mit so mancher Musik. Die muß gar nicht immer "große Kunst" sein, um das Herz zu berühren...



    • Vom Meisterkantor Jossele Rosenblatt
      - vgl. Thread Jüdische Sakralmusik , ab Beitrag #36 -

      gibt es auch ein sehr schönes jiddisches Schlaflied:
      Shlof Shoyn Mayne Kind - Schlaf schön, mein Kind
      "https://www.youtube.com/watch?v=V6m2dMUtC2U"


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    • Ich hatte es zwar bereits im Beitrag #59 weiter vorne gepostet, aber wer wühlt schon auf gut Glück im Thread herum, ob da weiter vorne irgendwo noch etwas zum Thema sein könnte?

      Damit (fast, alles sowie so nicht) alles schön beisammen ist zum Thema jiddische Schlaflieder, hier erneut das wunderschöne, von Espe gespielte jiddische Schlaflied "Shloflied":
      "https://www.youtube.com/watch?v=W56b2HamyZA&list=PLAWOvtU7-FRXzVrNe03c6LdoqOAezrz9Q&index=18"


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    • Ein Schlaflied möchte ich hier noch gerne einstellen, bevor ich diese kleine Zusammenstellung "jiddische Schlaflieder" (#80 - #84) fürs erste wieder einstelle:

      "Shlof mayn kind", sehr schön schlicht gesungen, mit ebenso schlichter, ruhiger Gitarrenbegleitung von Hannah (Chana) Roth:
      "https://www.youtube.com/watch?v=V8nQeO6IzpM"

      Diese Aufnahme stammt aus Hannah Roths Album "Yiddish Folk Songs" aus den 60er Jahren
      Erschien 2004 auch auf CD: "http://de.israel-music.com/hannah_roth/yiddish_folk_songs/"

      Hier der Text:
      Shlof mayn kinde, mayn treyst, mayn sheyner Shlof zhe, zunenyu Shlof mayn kinde, mayn kaddish eyner Shlof zhe, lyu lyu lyuBay dayn vigl zitst dayn mame, Zingt a lid un veynt. Vest a mol farshteyn mistame Vos zi hot gemeynt Vest a mol farshteyn mistame Vos zi hot gemeynt In Amerike iz der tate Dayner, zunenyu; Du bist nokh a kind lesate, Shlof zhe, lyu, lyu-lyu. In Amerike iz far yedn zogt men, gor a glik. Un far yidn a gan yedn, gor epes an antic. Un far yidn a gan yedn, gor epes an antic Dort est men in der vokhn khale zunenyu. Yaykhelekh vet ikh dir kohn, Shlof zhe, lyu, lyu-lyu Biz es kumt dos gute kvitl Shlof zhe, zunenyu. Shlofn iz a tayer mitl, Shlof zhe, lyu, lyu-lyu

      Zu Hannah Roth fand ich hier diesen Kommentar:

      "I knew Hannah when she lived in Milano Italy many years ago (40 ??). She was a great friend of my mother and often played at our house.She then moved to Israel where she worked as an actress in theater for many years. I think she stil lives in Israel but I have lost touch with her. I also would love to know more about her."
      "http://worldmusicweekly.blogspot.com/2011/09/hannahchana-roth.html"


      :wink:

      amamusica
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    • Die Melodie ist so schön ruhig, wenn man nicht auf den Text achtet, könnte das Lied auch als Schlaflied "durchgehen".
      Es ist die Erinnerung des jiddischen Dichters Binem Heller (1908-1998) an seine Schwester Khaye, die von den Nazis in Treblinka ermordet wurde.
      Das Gedicht wurde von Chava Albertstein vertont.

      Hier sehr schön schlicht gespielt und gesungen von den "Pratie Heads", eigentlich ein Duo, das irisch-schottische Stücke spielt:
      "https://www.youtube.com/watch?v=wPeuTao-0oA"

      Hier Chava Albertstein mit den Klezmatics:
      "https://www.youtube.com/watch?v=YRPbIFDBkVk&list=RDXviqnWqh8p8&index=9"

      Hier mehr über Binem Heller: "http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/2276731"
      hier auch das Gedicht Jiddisch-Deutsch gegenübergestellt


      :wink:

      amamusica
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    • Es gibt ein sehr schönes jiddisches Lied, ein echter "Klassiker":

      "Mein Shtetl Belz"

      Dieses alte jiddische Lied war im Vorkriegs-Polen sowohl als Lied, als auch als Tango sehr beliebt: "Miasteczko Bełz".

      Es wurde, so ein Kommentar, evtl 1926? in New York von Alexander Olshanetsky für den Film "Dem Khazns Zundl / The Cantor's Son" mit Moishe Oysher (?) geschrieben.
      Der Film ist von 1937.
      Geschrieben wohl für Isa Kemer, die aus Beltz in damals Bessarabien, heute Moldawien, stammte. Isa war in den 20ern recht berühmt.
      Oder, ein anderer Kommentar, wohl wahrscheinlicher?
      Das Lied wurde von Jacobs-Olshanetsky für die Operette "Dos lied fun geto / The song of ghetto" 1932 komponiert. Ursprünglich ein Duett, gesungen von Isa Kremer und Leon Gold (Goldvag). Die Operette war eigens für Isa geschrieben, aber Gold stammte ebenfalls aus der Stadt Beltz in Bessarabien.

      Hier der Ausschnitt aus dem Film:
      "http://www.sdjewishworld.com/2019/02/03/mein-shtetele-belz-the-cantors-son/"

      Besonders bekannt ist die Fassung gesungen von Adam Aston:
      "https://www.youtube.com/watch?v=t27JYpd8POQ"

      Diese Fassung ist auch sehr schön. Es wurde 1928 auf dem jüdischen Musikfestival in Galizien, Polen, aufgenommen.
      Der Sänger müsste sein: Seymour Rechtzeit (Rexsite)
      Diese Aufnahme ist von 1940 auf Victor Records, Album Belz [78 RPM]Released 1940Label Victor 25-5033
      "https://www.youtube.com/watch?v=mNKNypH1Juo"

      Ein Kommentar meinte, es könnte auch sein:
      Die Aufnahme wurde wohl 2008 in einer DVD veröffentlicht, samt dem Text.
      Der Sänger könnte der im Holocaust ermordete Yerachmiel Grun sein.

      Aber mir scheint Seymour Rechtzeit wahrscheinlicher.

      Hier eine sehr schöne Fassung von Talila mit dem Ensemble Kol Aviv, dort auch der Text.
      "https://www.youtube.com/watch?v=88pCBld3TVk"

      Bei dieser Fassung finde ich die Geigenbegleitung sehr gelungen:
      "https://www.youtube.com/watch?v=g3zGD_gcPKU"

      Bei der Fassung von Noëmi Waysfeld & Blik finde ich das Arrangement auch sehr gut, mit Kontrabass-, Gitarren- und Akkordeon-Begleitung:
      "https://www.youtube.com/watch?v=wtRKMHp7Ito"

      Auch mit diesem Lied entrinnt man dem Holocaust nicht:
      Ein junger Jude, Schmuel Gogol, musste auf seiner Mundharmonika dieses Lied den in Ausschwitz Ankommenden vorspielen, zur Beruhigung, bevor / während sie in die Gaskammern geführt wurden - wodurch er das Grauen überlebte.
      "https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/caritas-und-uni-wuerdigen-janusz-korczak-21179-art1580995.html"
      "https://de.wikipedia.org/wiki/Schmuel_Gogol"

      :wink:

      amamusica
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    • In den Posts #80 - #84 habe ich einige jiddische Schlaflieder gepostet.
      Eines habe ich noch neu für mich entdeckt, gesungen wie das Schlaflied von Beitrag #84 ebenfalls von Hannah (Chana) Roth.
      Ebenfalls wunderschön etwas á la Joan Baez gesungen, mit schlichter, schöner, ruhiger Gitarrenbegleitung..
      Es heißt einfach nur "Wiegenlied": Vig-Lied.
      "https://www.youtube.com/watch?v=qy-CTqtzvKM"
      (ab 7:07)

      Mehr zu Hannah (Chana) Roth unter Post #84.

      :wink:

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    • Ein "Klassiker" der jiddischen Lieder ist "Papirosn" von Hermann Jablokoff, die klagende Bitte eines Betteljungen, jemand möge von ihm Zigaretten oder Streichhölzer kaufen.
      Das Lied war in den Ghettos von Warschau und Minsk sehr verbreitet. Die Melodie ist eine volkstümliche Melodie aus Bulgarien.
      Der Autor des Lieds hatte in seiner Kindheit nach dem 1. Weltkrieg selber versucht, durch Zigarettenverkaufen etwas zu verdienen.
      Er emigrierte 1924 in die USA. Das Lied wurde 1932 in einer jiddischen Radiosendung ausgestrahlt und wurde schnell beliebt.
      Mehr Details über Hermann Jablokoff und das Lied hier:
      "https://en.wikipedia.org/wiki/Papirosn"
      "https://web.nli.org.il/sites/NLI/English/music/daily_song/Pages/papirosn.aspx"
      und "http://www.songsofmypeople.com/papirosn.html"

      Das Lied war auch ein Lied in einem gleichnamigen Musical von 1935.

      Hier in einer gelungenen Fassung von der "Klezmer Conservatory Band", mit angehängtem Instrumental-Tanzstück "Freylekhe Yidelekh":
      "https://www.youtube.com/watch?v=_ePg9XwAyXw"

      (Ich bekomme das CD-Bild einfach nicht rein)

      Die Klezmer Conservatory Band spielt musikalisch auf hohem Niveau, richtig gute Musiker!
      "https://www.klezmerconservatory.com/bio"

      Hier die Barry Sisters:
      "https://www.youtube.com/watch?v=QCTNFm783a4"

      Mit Gitarren- und Oud-Begleitung, gesungen von Patricia de Mayo:
      "https://www.youtube.com/watch?v=EFYKo4YeKiQ"

      Hier das "Quartet Klezmer Trio":
      "https://www.youtube.com/watch?v=RZou5D-KEgQ"

      ... um nur einige der vielen Beispiele zu nennen.

      :wink:

      amamusica
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    • In den 20ern / 30ern gab es mehrere jiddische Musicals.

      Aus einem anderen Musical stammt das Lied "Vu iz dus gesele" (Wo ist das Gässchen?)
      Welche Bedeutung der Liedtext durch den Holocaust bekommen würde, konnte der Liedautor nicht ahnen.
      "https://www.youtube.com/watch?v=bi91fhU54I4"

      :wink:

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    • "Jude, spiel etwas!"

      Ich bin auf YouTube über die jiddischen Lieder und die von YouTube dazu vorgeschlagenen weiteren Videos zu diesem Video gekommen. Der Inhalt hat mich sehr berührt, wollte es eigentlich am liebsten sofort einstellen.
      Dann aber innegehalten, mir schien ein anderer Tag besser, und habe diesen geplanten Beitrag für mich auf Termin gelegt. Heute ist der richtige Tag.
      "https://www.youtube.com/watch?v=7VEQe4FNALQ"

      Dass an diesem heutigen Tag dann noch furchtbare Ereignisse in Halle dazu kommen würden, nein, das hatte ich nicht gedacht!
      Zum Glück gibt es inzwischen Sicherheitsvorkehrungen, die Synagogen sind ja aus gutem Grund inzwischen relativ gut geschützt, sonst wäre es ganz sicher nicht bei zwei Toten geblieben!
      ;( ;( ;(

      Es ist furchtbar.
      Umso wichtiger dieses Video.
      Wer ein klein bisschen Zeit hat, bitte unbedingt ansehen, und dann die Musik anhören, mit der so schlimmen, beklemmenden Aktualität!

      So könnte es geklungen haben (die Begleitung muss man sich wegdenken):
      "https://www.youtube.com/watch?v=eYdXu2MH6YE"

      Diese Viola-Fassung gefällt mir sehr gut:
      "https://www.youtube.com/watch?v=YP8N25vuf88"

      ;( :wink: ;(

      amamusica
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    • Hier das Kol Nidrei in einer gesungenen Fassung mit Instrumentalbegleitung, und zwar
      Gesang: Cantor Yitzchak Meir Helfgot, Violine: Itzhak Perlman
      sowie weitere Instrumentalisten.
      Itzhak Perlmans Violinspiel ist :verbeugung1: .
      Sehr gut gefällt mir auch das Hackbrett.
      "https://www.youtube.com/watch?v=vOzmq887oKE&list=RDMMxDEz07XSONc&index=2"

      Von der selben CD der beiden Itzhaks gibt es in der Tube auch noch das traditionelle Lied "A Dudele"
      "https://www.youtube.com/watch?v=xDEz07XSONc&list=RDMMxDEz07XSONc&index=1"




      :wink:

      amamusica
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    • Die beiden Yitzhaks arbeiten musikalisch viel zusammen, und bringen bzw brachten zur Aufführung:

      Meisterwerke der jüdischen Kantoren-Musik, Jiddische Volkslieder und Theatermelodien, Hassidische Melodien und Klezmer-Instrumentalstücke.

      Begleitet werden sie bei ihren Konzerten vielfach von Dr. Hankus Netsky (Leiter der Abteilung für zeitgenössische Improvisation am New England Conservatory in Boston) und seiner Klezmer Conservatory Band, und dem
      Rejoice Kammerorchester unter der Leitung von Russell Ger.
      Daher ist oft nicht ganz leicht zu entscheiden, in welchen Thread man ein Stück nun einstellen sollte. Hatte ich vorübergehend mal gleichzeitig in beide Threads eingestellt, aber nun gehen sie auch wieder getrennte Wege.
      Ganz hundertprozentig genau trennbar ist das alles nicht immer.
      Und dann gibt es ja noch die "klassische" Instrumentalmusik mit jüdischen Musik-Motiven, z Zt hier im Bloch-Thread.

      Hier nun wieder die zwei Yitzhaks - Kantor Yitzchak Meir Helfgot und Itzhak Perlman, begleitet von Dr. Hankus Netsky und seinem Klezme-Orchester,s.oben.

      Dieses Stück heißt: Yism’Khu” (Rejoice - Frohlocket), und im Anschluss die Tanz-Melodie “Sheyibone Beys Hamikdosh” (May The Temple Be Rebuilt)
      "https://www.youtube.com/watch?v=FxyWkx6CfSI"

      "It embodies the theme of exultation, as it appears in the liturgy of the Sabbath, the day of rest. A traditional Hassidic-style setting based on a klezmer rendition by the great clarinetist Shloimke Beckerman, leads into a spirited dance tune. “Sheyibone Beys Hamikdosh” (May The Temple Be Rebuilt), based on a meditation that observant Jews express in the Amidah prayer three times each day, shows how a fairly simple folk melody can spawn an elaborate composition."


      Ein Hörgenuss für Freunde von Klezmer-Musik, und es ist eine Augenweide, diese Spielfreude auf höchstem Niveau sehen zu können!

      :verbeugung1: :rolleyes: :verbeugung1:


      :wink:

      amamusica

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    • Heute möchte ich das Lied posten
      "Vu iz dus gesele?" (Wo ist die kleine Gasse)

      Hier gesungen von dem amerikanischen jüdischen Tenor Jan Peerce, mit dem ursprünglichen Namen Jacob Pincus Perelmuth.
      Er war ein erfolgreicher Opernsänger.
      "https://www.youtube.com/watch?v=bi91fhU54I4"

      Hier mehr über Jan Peerce
      "https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Peerce"

      Hier das Lied gesungen von den Barry Sisters
      "https://www.youtube.com/watch?v=-eracUY-x-A"

      Hier Infos über das 1963 erschienene Lied:
      "https://perryjgreenbaum.blogspot.com/2018/08/jan-peerce-vu-iz-dus-gesele.html"
      "http://www.songsofmypeople.com/vi-is-dus-gesele.html"

      Heute Abend vor einundachtzig Jahren war die Reichsprogromnacht der Auftakt für die Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten.
      Danach war nicht nur das Gässchen verschwunden.

      :wink:

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    • Vielen Dank, Palestrina!

      Mit Opernsängern kenne ich mich in der Tat nicht gut aus, und Opern höre ich selten, und dann so gut wie immer auch immer nur dieselben Lieblingsstellen von meinen Lieblingsopern.
      Aber manchmal lernt man (für einen selber) "neue" Sänger über Umwege kennen :)

      Nach dem traurigen Lied von der verschwundenen kleinen Gasse, diesmal wieder etwas anderes,
      diesmal mit recht hohem Mandolinen-Anteil, beides aus folgender CD von Itzhak Perlman gemeinsam mit:
      u.a. dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Andy Statman Klezmer Orchestra und Klezmatics.

      "KLEZMER - In the Fiddler*s House"



      "Flatbush Waltz" ist relativ melancholisch:
      "https://www.youtube.com/watch?v=jUOkNfjsL78&list=RDFFifpg7PIoM&index=5"

      Bei "Tati un mama Tants" ("Tanz von Mamma und Pappa") geht hingegen wirklich fetzig die Post ab!
      "https://www.youtube.com/watch?v=W0IVVHaZSzc&list=RDFFifpg7PIoM&index=7"

      :wink:

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    • Noch ein Nachtrag zu Jan Peerce:

      Ein paar Interviews mit ihm findet man auf dem YouTube-Video mit dem treffenden Titel
      "Bel Canto(r)" - mit den Beispielen Robert Merrill, Jan Peerce und Richard Tucker:
      "https://www.youtube.com/watch?v=grYrGDZcua0"

      Es gab und gibt Kantoren, die nur in der Synagoge singen. Hingegen haben manche Kantoren früher immer wieder auch beides
      gesungen - als Kantor die religiösen Lieder und Gebete in der Synagoge,und als Opernsänger Opern auf der Bühne.

      Hier noch zwei von Jan Peerce gesungene jiddische (Kunst-)Lieder:

      "Ikh hob dikh tsu fil lib (Ich liebe dich zu sehr)":
      "https://www.youtube.com/watch?v=niGM-OaxeUQ&list=RDaGtfeETsA18&index=18"
      und
      "A Chazendel Oif Shabbos"
      "https://www.youtube.com/watch?v=aGtfeETsA18&list=RDaGtfeETsA18&start_radio=1&t=100"

      :wink:

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