Wem sagt das Wiener Neujahrskonzert noch etwas?

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    • Wem sagt das Wiener Neujahrskonzert noch etwas?

      Meine Lieben!

      Für mich, als Wiener, gibt es keinen Neujahrs-Vormittag ohne das Neujahrskonzert, einmal ist es schwächer, einmal ist es besser.

      Es ist jetzt im August zwar etwas verfrüht, aber die Melodien, Walzer - Schnellpolkas und Polkas vom Neujahrmorgen zu schreiben, aber sie sind auch im Sommer schön anzuhören - und anzusehen.

      Ein Beweis:



      Mein besonderen Favoriten sind aber, immer noch, außer Clemens Krauss und Willi Boskovsky diese beiden:



      und



      Liebe Grüße aus dem Tropen-Wien sendet Euch Euer Peter. :wink: :wink:
    • Lieber oper337,

      Passend zur Jahreszeit: Neujahrskonzerte schaue und höre ich nur ab und zu. Für mich kein besonderes Ereignis, da ich kein übermäßiger Walzer- bzw. Polka-Fan bin. Die von Dir vorgestellten Aufnahmen (auch Karajan ;+) ) bevorzuge ich ebenfalls.

      Darüber hinaus höre ich sehr gerne:

      Vienna
      Fritz Reiner
      Chicago Symphony Orchestra
      1957 und 1960.

      Bis dann.
    • RE: Wem sagt das Wiener Neujahrskonzert noch etwas?

      oper337 schrieb:

      Meine Lieben!

      Für mich, als Wiener, gibt es keinen Neujahrs-Vormittag ohne das Neujahrskonzert, einmal ist es schwächer, einmal ist es besser.


      Bei uns ist das auch Tradition. mein Vater hat das Neujahrskonzert immer im Radio verfolgt, als wir dann auch zu der burgenländischen Grenze gezogen sind, und ORF schon empfangen konnten, gesellte schon Bild dazu. Während meine Mutti kochte saßen wir vor der Glotze und belustigten uns an Walzern und Märschen. Neujahrstag ohne Strauss ist für einfach unvorstellbar!


      Liebe Grüße
      Tamás
      :wink:
      "Vor dem Essen, nach dem Essen,

      Biber hören nicht vergessen!"


      Fugato
    • Lieber Peter!

      Bei uns zu Hause ist auch immer die Übertragung des Neujahrskonzertes gehört (der erste Teil) und dann geschaut worden. Weißt Du eigentlich, seit wann die Übertragungen im Radio und im Fernsehen laufen? Ich kann mich erinnern, dass mich als Kind die Tanzeinlagen und die schönen Kostüme immer begeistert haben.

      In besonderer Erinnerung ist mir natürlich noch Willi Boskovsky. Auch an das Konzert mit Carlos Kleiber und später mit Maazel kann ich mich noch erinnern.

      In den letzten Jahren haben wir die Übertragung nur mehr selten mitverfolgt, da war dann meist zuviel Trubel daheim, um sich ruhig hinzusetzen, zuzuschauen und zu hören.

      Liebe Grüße
      :wink:
      Renate
      Unsre Freuden, unsre Leiden, alles eines Irrlichts Spiel... (Wilhelm Müller)
    • Ich bin ein großer Freund der Neujahrskonzerte und sammle auch die CDs.
      Es ist (wie ich finde) eine ganz besondere Leistung des Orchesters, "auf Knopfdruck die Leichtigkeit dieser Musik herzustellen".
      Meine Lieblingsaufnahmen sind auch die von Karajan (1987) und Kleiber (1989 und 1992).
      Am liebsten höre ich die Werke von Josef Strauß. Die symphonischen Einleitungen der "Sphärenklänge", "Dorfschwalben", "Delirien" - der Wiener Himmel auf Erden...
      Und dann die letzten Minuten von "Bei uns z´Haus" (jetzt wieder Johann), Carlos Kleiber 1989 - keine Worte dafür...
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Lieber Peter,
      liebe Capricciosis!

      Nachdem ich die Phase der exzessiven Silvesterfeiern ;) schon lange hinter mir habe, ist für mich das Neujahrskonzert auch ein fixer & sehr geschätzter Bestandteil des "jungen neuen Jahres" geworden.

      Übrigens habe ich auch das von Dir erwähnte "Kleibersche Neujahrskonzert von 1989" hier und es zählt ebenfalls zu meinen Favoriten. Auch dieses hier von Harnoncourt (2001) mag ich sehr gerne:



      Ein Problem hab ich mit den Neujahrskonzerten schon: die Musik ist mir zu "Zweck gebunden" - sprich ich kann mir die beiden CD's eigentlich immer nur zum Jahreswechsel anhören - daher besitze ich auch nur 2 Aufnahmen davon :stumm:

      Liebe Grüße

      Peter :wink:
    • Liebe Renate!

      Das erste Wiener Neujahrskonzert fand schon 1939 statt jedoch am 31. Dezember, unter Clemens Krauss, dann ab 1941, bis heute, am Ersten Tag des neuen Jahres.

      Dirigent war hier, fast jeden Neujahrstag, Clemens Kraus. [ Er dirigierte 1939, 1941 - 1945 und 1948 bis 1954 ],

      nach Beendigung des 2. Weltkrieges war Clemens Krauss in Süd-Amerika und so kam es, dass 1946 und 1947 Josef Krips das Neujahrskonzert drigierte.

      Nach dem Tod von Clemens Krauss, 1954, übernahm der Erste Konzertmeister Willi Boskovsky, bis 1969 die Leitung.

      Im Radio, der damaligen RAVAG, wurde es schon seit 1948 übertragen, auch schon mit Übertragungen in viele, durch das Radio, angeschlossene Länder.

      Ab 1959 kam es zuerst in S / W dann ab etwa 1967 in etwa in Farbe in die heimischen Wohnzimmer, durch die Übertragungen in aller Welt.

      Nach Willi Boskovsky Ausscheiden und seinem Tod, bestimmen die Wiener Philharmoniker, bis heute, den Dirigenten.

      Brian Large ist für die Übertragungen seit, ich weiß nicht wie vielen, Jahren verantwortlich.

      Am Tag davor, oder dem 30.12. findet eine Voraufführung, für das österr. Bundesheer, statt,

      dies seit 1956. 1965 war ich dabei, d.h. eigentlich am 30.12.1964.

      Der Blumenschmuck, im "Goldenen Saal" des Wiener Musikvereins, ist traditionellerweise aus St. Remo, der Blumenstadt an der Riviera, und kommt auch von den Wiener Erwerbsgärtnern. Zu Boskovkys zeiten kamen die Blumen auch aus den Niederlanden.

      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Lieber Peter,

      ich will ganz offen sein.

      Das Neujahrskonzert gehört für mich irgendwie zum Neujahrsmorgen. Mehr aber auch nicht. Nach einer Stunde hat es mich meistens ermüdet, und meine Aufmerksamkeit läßt nach. Ich finde, der Veranstaltung würde etwas mehr Abwechslung guttun - warum nicht mal eine Uraufführung o. ä. implementieren?

      Um Nachsicht bittend,

      LG :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • am 1.1. fröne ich immer meinem heimweh,nach meinem geliebten wien.


      das witzige dabei ist,dass ich erst fern der heimat,mir jedes jahr das neujahrskonzert "reinziehe".


      zu hause bei meiner mutter lief zwar immer der fernseher am 1. jan.,aber da in der regel ohne mich. :D


      heute,wenn ich zu silvester nachtdienst habe,was oft der fall ist,wird das konzert aufgezeichnet u. ich sehe es dann meist später.



      lg yago :wink:
    • Lieber Symbol!

      Da in den Archiven des Musikvereins genügend Musik der vier Sträuße liegt, Johann Strauß, Vater, Johann Strauß, Sohn, Joseph und Eduard Strauß, sowie Joseph Lanner, da wäre es nötig da mehr zu kramen.

      Außerdem gibt es den letzten K.&.K. Hofballmusikdirektor Carl Michael Ziehrer, Franz von Suppé...., und diese Melodien werden, vom Publikum, erwartet.

      Außerdem stellt der Dirigent, des jeweiligen Neujahrskonzertes, das Programm zusammen.

      Theoretisch wäre es ja möglich, Uraufführungen zu bringen, aber gerade der Wiener Musikverein www.musikverein.at hat, während des Jahres das Bestreben auch moderne Komponisten zu fördern.



      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus, dem enorm heißen, Wien. :prost: :prost: :wink: :wink:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von oper337 ()

    • Für mich als begeisterten Wiener gehört das Neujahrskonzert auch zu meinem "traditionellen" Jahreswechsel - 2005 hatte ich Glück und "durfte" 2 Karten für die Voraufführung (30.12.2005) unter Zubin Mehta käuflich erwerben - Sitze am Podium, aber ein ganz, ganz tolles Erlebnis.

      Und ich schäme mich nicht zu sagen dass bei den ersten Takten des Donauwalzers mir noch immer die Tränen in die Augen schießen - ich bin fast jedes zweite Wochenende nicht in Österreich und für mich bedeuten diese Strauß-Walzer, Märsche etc. einfach ein Stück Heimat...

      Ich versuche jedes Jahr über das Internet Karten für das Neujahrskonzert zu erhalten, war aber - bis auf das eine Mal - nicht vom Glück verfolgt..
      Nunc est bibendum !!!
    • oper337 schrieb:

      Lieber Symbol!

      Da in den Archiven des Musikvereins genügend Musik der vier Sträuße liegt, Johann Strauß, Vater, Johann Strauß, Sohn, Joseph und Eduard Strauß, sowie Joseph Lanner, da wäre es nötig damehr zu kramen.

      Außerdem gibt es den letzten K.&.K. Hofballmusikdirektor Carl Michael Ziehrer, Franz von Suppé...., und diese Melodien werden, vom Publikum, erwartet.

      Außerdem stellt der Dirigent, des jeweiligen Neujahrskonzertes, das Programm zusammen.

      Theoretisch wäre es ja möglich, Uraufführungen zu bringen, aber gerae der Wiener Musikverein www.musikverein.at hat, während des Jahres das Bestreben auch moderne Komponisten zu fördern.



      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus, dem enorm heißen, Wien. :prost: :prost: :wink: :wink:

      Lieber Peter,

      bitte verstehe mich nicht falsch: ich möchte nicht die Sträuße etc. komplett durch Wolfgang Rihm ersetzen. Daß der Walzer-Polka-lastige Teil der Wiener Musikgeschichte im Neujahrskonzert gepflegt wird, ist ja sehr schön. Mir persönlich fehlt nur angesichts der Länge des Programms ein wenig die Abwechslung. Außerdem: auch an Neujahr könnte man ja durchaus ein wenig in sich gehen (es muß ja keine Uraufführung sein). Warum wagt es nicht mal ein Dirigent, ein Lied von Mahler ins Programm zu nehmen?

      Trotzdem muß ich sagen: Wien ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte, und ich finde es sehr schön, wie Ihr dort Eure Kulturschätze und Traditionen pflegt!

      Liebe Grüße aus dem ebenfalls sehr heißen Niedersachsen! :wink:
      "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler
    • Lieber Berkshire!

      ich habe drei Jahre in Thailand gelebt und habe keine Operette, kein Wienerlied und auch kein Neujahrskonzert hören oder ansehen können,

      da hat mich das Heimweh so gepackt, dass mir auch bei "An der schönen blauen Donau" oder bei der "Fledermaus -Quadrille, ebenfalls die Tränen kamen, kann Dich also voll verstehen.

      Liebe Grüße sendet Dir Peter. :wink: :wink: :wink:
    • Lieber Berkshire, lieber Peter,
      ich bin die Dritte im Bunde der Donauwalzer-Heulsusen (bzw. Suseriche ;) ) Ich wohnte zwar keine drei Jahre, sondern nur einen Monat bei einer Bekannten in Tel Aviv, wo es einen ambulanten Eisverkäufer gab, der durch die Straßen fuhr und sein Kommen mit den ersten Takten des Donauwalzers ankündigte. Und obwohl ich Israel wunderbar fand und kein bisschen Heimweh verspürte (wäre auch lächerlich bei vier Wochen Urlaub), kamen mir jedes Mal die Tränen, wenn ich diese heimatlichen Klänge vernahm.
      Ähnliche Rührung überkam mich, als ich in einem kleinen Laden in Kirkwall (Orkneyinseln) plötzlich "Komm' mit nach Varasdin.." hörte, auf Deutsch!!
      lg Severina :wink:
      "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)
    • Lieber Peter, liebe Neujahrskonzertfans,

      am 01.01.2009 hörte ich das zweite Neujahrskonzert in meinem Leben. Ich kannte bis vor zwei Jahren diese Tradition gar nicht. Besonders gut gefallen hat mir das Konzert vom 01.01.2008.



      LG

      Maggie
      Wenn Einer kümmt un tau mi seggt, Ick mak dat allen Minschen recht, Dann segg ick: Leiwe Fründ, mit Gunst, O, liehr'n S' mi de swere Kunst. - Fritz Reuter
    • Meine Lieben,

      Seit -zig Jahren höre und sehe ich die Neujahrskonzerte regelmäßig (und zittere immer, ob nichts dazwischenkommt). In besonders guter Erinnerung aus jüngerer und jüngster Vergangenheit habe ich Georges Pretre und das vorletzte Konzert von Zubin Metha; Boskovsky bleibt mir unvergessen. Weniger angetan war ich von Karajan und Harnoncourt, obwohl beide teilweise auch sehr gut waren. Neujahrskonzert-Cds sammeln ist allerdings nicht mein Fall; ich habe nur eines von Maazel, das ich ganz gern auflege, aber wenn ich Wiener Walzer par excellence hören will, hole ich meine alten Robert-Stolz-LPs hervor.

      LG
      Waldi
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Lieber Waldi!

      Harnoncourt habe ich nicht erwähnt, weil mir seine Darbietung des Neujahrskonzerts überhaupt nicht gefallen hat.

      Mit Schrecken denke ich an seine "Fledermaus -Einspielung" mit dem "Friedhofs - Frosch" André Heller und der wirklich miesen Edita Gruberová als Rosalinde.

      Da konnte ich mir vorstellen, was mir blüht. Wahrscheinlich bin ich zu verwöhnt in Bezug auf Neujahrskonzert, schon von Clemens Krauss über Boskovsky und Carlos Kleiber.

      Liebe Grüße sendet Dir Peter. :wink: :wink:
    • Lieber Peter aus Bad Ischl!

      Recht hast Du, das ist das Feine, dass man hier in diesem Forum, nicht gleich niedergemacht wird, :klatsch: :klatsch:

      das war beim anderen nämlich der Fall. :o: :o:

      Bitte esse für mich etwas Zaunerstollen, ich kann zur Zeit nicht, da ich mein Gewicht sonst wieder oben hab, denn ich kann dann nicht aufhören.

      Liebe Grüße aus dem Tropen-Wien sendet Dir Dein Vornamenskollege Peter. :wink: