Maria Scharwieß

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    • 2) JO 11 - Philippus und Nathanael (Joh 1,43,45-51)

      Das anfängliche Zweifeln an Jesus` Bestimmung wird durch eine zögerliche fast schon skeptisch daherkommende Musik sehr schön dargestellt. Doch werden diese Zweifel rasch ausgeräumt, was in der Musik erst kaum merklich, dann immer deutlicher hörbar ist. Gegen Ende dieses musikdramatischen Satzes erklingen nacheinander zwei zurückhaltend feierliche Fugen, welche die Bedeutung von Jesus als Messias einmal mehr hervorheben.

      Schon seitdem ich Scharwieß`Jesus Oratorium schätzen gelernt habe hat mich diese Art von wortnaher Komposition sehr überzeugt. Im vorliegenden Stück wirkt diese Umsetzung auf mich noch gediegener als jemals zuvor!

      Die Idee eine besonders wichtige Aussage mit zwei nacheinander erklingenden Fugen zu bekräftigen habe ich so noch niemals zuvor gehört !
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • 3) JO 11 - Heilung und Auferweckung (Markus 5, 21-43)

      Diese Musik entführt den Hörer auf Anhieb in eine archaische Szenerie, in der Jesus zwei Wunder vollbringt:

      Die Heilung einer Frau von einer langen Krankheit, sowie die Wiederbelebung eines für tot befundenen Mädchens.

      Geheimnisvoll und mystisch wird das alles musikalisch dargestellt.

      So kann man richtig nachfühlen, wie die Frau sich heimlich Jesus nähert, um durch Berührung von ihrem Leiden erlöst zu werden.

      Der Szenenwechsel zum zweiten Wunder wird mit einer Variation der zweiten Hauptmelodie der Kantate zurückhaltend untermalt. Das letzte, was die umherstehende Menge davon wirklich mitbekommt ist die Aussage Jesus, dass das Mädchen nur schliefe, woraufhin er schallend ausgelacht wird - das wird in der Musik durch einen überaus passenden Sprechkanon sehr plastisch dargestellt. Dann erfährt die Musik eine der Handlung angepasste Wandlung: Ehrfuchtsvoll aber ohne Aufsehen zu erregen wird das Wunder der Auferstehung des Mädchens dargestellt, wie es Jesus ausdrücklich anmahnte. So klingt der Satz mit einem ganz einfachen ja zarten Chor ("... man solle dem Mädchen etwas zu essen geben") aus.

      Das ist richtiges Musiktheater - und das im Rahmen eines Oratoriums - KLASSE!!! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • 4) JO 11 - Der Sämann (Markus 4,3-9, 14 - 20)

      Das Gleichnis zwischen dem Samenkorn und dem Wort, lässt es zu eine auf Anhieb durchaus symphonisch wirkende Musik schreiben zu können, ohne dabei die Wortnähe zu verlieren.

      Nach einem kurzen Intro beginnt der Satz mit einem kurzen Chor und geht dann mit den Solisten rezitativ weiter, wobei die erste Hauptmelodie das Grundgerüst darstellt. Die Musik wird sehr feierlich, wenn es um die Beschreibung geht, was passiert, wenn das Samenkorn auf fruchtbaren Boden fällt. Hier darf die erste Hauptmelodie sich prächtig entfalten.

      Weiter geht es mit der zweiten Hauptmelodie, wenn es schliesslich um das Wort geht: Die Melodie an sich fungiert hier zunächst als ostinater Hintergrund auf dem zuerst der Sopran, dann der Tenor seine jeweils eigenen Melodien setzt. Während dieser Hintergrund für den Sopran zart instrumental ist, wird er beim Tenor mit zusätzlicher Vokalisenchorbegleitung zunächst von den Frauenstimmen, dann von den Männerstimmen kräftiger interpretiert. Darauf folgt ein rezitativer Dialog zwischen Solisten und Chor.

      Als es um darum geht, was passiert, wenn das Wort auf fruchtbaren Boden fällt ertönt ein parallelmelodisches Duett zwischen Sopran und Tenor, welches dann recht bald vom Chor abgelöst wird. Dieser singt dann die zweite Hauptmelodie diesmal im Vordergrund, welche sich dabei selbst in zwei gleichzeitig erklingende Fraktionen, eine für die Frauen, die andere für die Männer aufteilt. Das ergibt einen einzigartig irisierenden Effekt, der als Überleitung zum Schlusschor des Satzes dient. Dabei wird die erste Hauptmelodie feierlich ausgesungen und somit die Nachhaltigkeit des auf fruchtbaren Boden gefallenen Wortes bekräftigt.

      Dieses Stück empfehle ich als ersten "Anspieltipp", einfach deshalb, weil es mich auf Anhieb sofort "gepackt" hat...
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • 5) JO 11 - Die Bekehrung des Saulus (Apostelgeschichte 9, 1-22)

      Nach einem aufgewühlten kurzen Intro folgt ein agressives Rezitativ, welches den Auftrag Saulus den "neuen Weg" zu stoppen beschreibt.

      Als Jesus die Verfolgung durch Saulus bemerkte schickte er ihm ein götlliches Licht, welches Saulus erst einmal blendete. In diesem Moment erfährt die Musik eine plötzliche ruhige und friedliche Wandlung. Als wenn das Licht direkt aus dem Paradies auf die Erde trifft, so klingt es, wenn die Musik von Orgel und Gemshorn regelrecht schillernd zu strahlen beginnt. ( ich bin einfach nur entzückt :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: ).

      Die so beginnende Bekehrung des Saulus wird von mystischer Choralmusik begleitet, die dann von einer kurzen

      etherischen Sopranarie abgelöst wird. Diese beschreibt den von Jesus beauftragten Weg des kurzfristig geblendeten Saulus nach Damaskus.

      Währenddessen wird in Damaskus über eine Vision eines Jüngers die Rückgabe des Augenlichtes nebst Abschluss der Bekehrung vorbereitet. Dies wird von Wechselchören dargestellt.

      Als Saulus eintrifft bekommt er sein Augenlicht zurück und wird getauft. Dabei erklingt erneut das wunderschöne Lichtmotiv in Orgel und Gemshorn. Der nun bekehrte Saulus erhält von Jesus den Auftrag den Beweis zu erbringen, dass Jesus der Messias ist.

      Diese beweisende Verkündung wird mit der zweiten Hauptmelodie dargestellt, welche zunächst instrumental, dann als kurzes parallelmelodisches Duett zwischen Sopran und Tenor, und letztendlich vom Chor verhalten, aber durchaus feierlich erklingt und den Satz so würdig abschliesst.

      Allerfeinste Musikdramatik im durchwegs symphonischen Gewand!
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • 6) JO 11 - Der Fischfang (Lukas 5, 1-11)

      Die Musik dieses Satzes ist von einer derart hohen Dichte, dass ich nicht weiss, ob meine laienhaften Beschreibungen ihr auch nur ansatzweise gerecht werden kann. Aber ich kann ja der Intention der Komponisten, eine Musik für die Herzen der Menschen zu schreiben, voll vertrauen ...

      Mich hat diese Musik auf Anhieb voll gepackt!!!

      Der scherzohaft wirkende Satz fängt betont rhythmisch an: "Keine Fische, nichts gefangen, keine Fische" singt ein Teil des Chores. Kurz danach ertönt dazu eine choralartige Parallelmelodie vorgetragen von einem anderen Teil des Chores. Nach einem darauf folgenden kurzen rezitativen Choral wiederholt sich das parallelmelodische rhythmische Geflecht des Anfanges, allerdings noch komplexer, weil noch eine zusätzliche parallele Intrumentalmelodie dazukommt. Dieses rhythmische Geschehen beschreibt nur zu gut die sich ständig wiederholende schlechte Ausbeute der Fischer. Danach kommt es zu einem kurzen rezitativen Wechselgesang zwischen Sopran und Tenor (fangverbessernde Hinweise Jesus` beinhaltend), ehe sich zum dritten Mal lautstark der Chor mit seinen beiden Parallelstimmen meldet (Verzweiflung der Fischer). Daraufhin verhilft Jesus den Fischern zu einem sehr guten Fang, was durch eine darauf folgende kurze irgendwie mächtig wirkende intstrumentale sehr rhythmische Passage, zu der sich noch der Sopran und dann der Chor hinzugesellt, zum Ausdruck gebracht wird. Die darauf folgende Musik wird schliesslich immer ruhiger und drückt die Ehrfurcht der Fischer zum Ausdruck.und mündet schliesslich in ein Duett zwischen Sopran und Tenor. Dem schliesst sich ein feierlicher Schlusschor an, der die Güte des Messias zum Ausdruck bringt.

      Was sich beim Sämann bereits zeigt wird hier konsequent weitergeführt:. ANSPIELTIPP 2 !!! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • 7) JO 11 - Der Schmerz der Trennung und die Freude des Wiedersehens (Joh 16, 16-24)

      a) VORSPIEL: (durchwegs meditativ mit leichter Steigerung und sanftem Puls, vom irdischen Geschehen losgelöst)

      RONDO:

      b) Gospel - Thema - Rezitativ Tenor - Rezitativ Sopran (Jesus geht zum Vater) - Chor (Variation)

      c) Jesus - oratoriumsübergreifendes Hauptthema (Retroperspektive)

      d) Rezitativ Sopran (Die Menschen wundern sich und haben Angst)

      e) Gospel - Thema - Tenor (Jesus erklärt seine Handlungsweise und verspricht wiederzukommen)

      f) Arie - Tenor (Jesus verspricht, dass nach dem Leid die grosse Freude kommen wird).

      g) Zwischenspiel (mystisch und verklärt)

      h) Arie - Sopran (Analogie Schmerz der Geburt und die Freude, wenn das Kind da ist) - sehr lieblich

      i) Choral - Bekräftigung der kommenden grossen Freude.

      k) Gospel - Thema - Chor, Tenor (Jesus: "Was ihr vom Vater ebitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben")

      l) Rezitativ - Sopran

      m) Gospel-Thema - Vokalisenchor - Duett - Chor "In der Welt habt ihr Angst ... (siehe unten)"

      n) Jazz - Variationen des Gospel - Themas (Streicher, Kontrabass, Orgel, Streicher, Flöte, Saxophon)

      o) Gospel-Thema - Schlussgospel "In der Welt habt ihr Angst, in der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden"

      p) Schlussgospel da capo zusammen mit dem Auditorium gesungen.



      Ein herrliches Stück stilechte Musik. Ich bin zutiefst beeindruckt und entzückt !!!

      :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
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    • Ingo Richter schrieb:

      a) VORSPIEL: (durchwegs meditativ mit leichter Steigerung und sanftem Puls, vom irdischen Geschehen losgelöst)

      RONDO:

      b) Gospel - Thema - Rezitativ Tenor - Rezitativ Sopran (Jesus geht zum Vater) - Chor (Variation)

      c) Jesus - oratoriumsübergreifendes Hauptthema (Retroperspektive)

      d) Rezitativ Sopran (Die Menschen wundern sich und haben Angst)

      e) Gospel - Thema - Tenor (Jesus erklärt seine Handlungsweise und verspricht wiederzukommen)

      f) Arie - Tenor (Jesus verspricht, dass nach dem Leid die grosse Freude kommen wird).

      g) Zwischenspiel (mystisch und verklärt)

      h) Arie - Sopran (Analogie Schmerz der Geburt und die Freude, wenn das Kind da ist) - sehr lieblich

      i) Choral - Bekräftigung der kommenden grossen Freude.

      k) Gospel - Thema - Chor, Tenor (Jesus: "Was ihr vom Vater ebitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben")

      l) Rezitativ - Sopran

      m) Gospel-Thema - Vokalisenchor - Duett - Chor "In der Welt habt ihr Angst ... (siehe unten)"

      n) Jazz - Variationen des Gospel - Themas (Streicher, Kontrabass, Orgel, Streicher, Flöte, Saxophon)

      o) Gospel-Thema - Schlussgospel "In der Welt habt ihr Angst, in der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden"

      p) Schlussgospel da capo zusammen mit dem Auditorium gesungen.



      Ein herrliches Stück stilechte Musik. Ich bin zutiefst beeindruckt und entzückt !!!

      :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Dieses aus meiner Sicht durchaus auch als alleinstehende Motette wirkende Stück würde ich sehr gern mal in einer grossen Kirche hören. Man stelle sich vor eine grössere Zuhörerschaft singt dann am Ende mit...
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    • Jesus Oratorium 12

      Aus der Vorabinfo direkt von der Komponistin erhalten:


      In der Nathanaelkirche Berlin Schöneberg, Grazer Platz (Bus 187, 246 und S 1: Friedenau)


      Vorschau: Uraufführung!!!

      Am 18.November, 19 Uhr gibt es hier
      das Jesus Oratorium, 12.Teil von
      Maria Scharwieß.
      (Jesus Christus spricht:)
      „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“
      Mitwirkende:
      Juliane Philine Rothmaler – Sopran; Christian Mücke – Tenor;
      Chor und Kammerorchester. Leitung: Maria Scharwieß
      Da gehe ich natürlich hin :clap:
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    • 100 % Scharwieß !

      ... was sich bereits im letzten Satz zu JO 11 angedeutet hat: Sie hat ihren komplett eigenen Stil gefunden.

      Was für eine Ouverture: Eine Fuge im archaischen Rhythmus der Musik Israels zur Zeit Jesu...

      Später mehr :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
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    • Der 12 jährige Jesus im Tempel

      Was in der Ouverture bereits anklang wird hier noch deutlicher: Wir befinden uns in Israel vor 2000 Jahren. Es ist Paschafest und überall ertönt archaisch anmutende Musik. Jesus versetzt seine Eltern in Angst weil er sich längere Zeit unauffindbar in einen Tempel eingefunden hatte, um näher bei Gott zu sein. Als seine Eltern ihn letztendlich fanden verstanden sie ihn nicht, warum er das so tat. Fortan gehorchte er aber seinen Eltern. So wuchs er heran.


      youtu.be/nD_YpT7fT-E
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    • nochmal zur Ouverture:

      Nach mehrmaligen Hördurchgängen offenbart dieses durchaus auch für sich alleinstehend schon bemerkenswerte Kammerorchesterstück mir so langsam immer mehr Finessen: Was sich beim ersten Höreindruck als mit archaischen Rhythmen unterlegte Fuge darstellt entpuppt sich immer mehr als eine Kombination von einschlägiger kontrapunktischer Kompositionstechnik mit einer nicht minder komplex auf ihre Art auch kontrapunktischen Parallelmelodik, die einschlägigen Blackmusic-Grössen, allen voran Prince Rogers Nelson so eigen ist - diese Dame hat es wirklich drauf. Klar, sie hat ja auch lange in einer Jazzband gespielt ... Ich denke mal da werde ich nochmehr entdecken. Dennoch: Das frappierendste an diesem tollen Stück Musik ist aber die Tatsache, wie es einen regelrecht in das Israel zur Zeit Jesu hineinkatapultiert und somit dem danach folgenden musikdramatischen Geschehen eine perfekte Bühne öffnet. Diese Ouverture finde ich noch raffinierter als die ebenfalls unglaublich schönen Intros zu JO 10 und JO 11.
      ... alle Menschen werden Brüder.
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    • ... meine Erwartungen wurden Mal wieder übertroffen!

      Diesmal begann sie selbst am Flügel mit dem richtig jazzig daherkommenden Vorspiel.

      Dann die Sätze: Diesmal mit vorgesprochen Texten vor jedem Satz.

      Ihr Stil vollkommen gefestigt wird jetzt die ganze Musik vollkommen dem Wort und der jeweiligen Szene untergeordnet. Dabei greift sie ganz gerne zu elegant eingebetteten fugenhaften Passagen, insbesondere an den Satzenden. Später hier mehr Details.

      Eine große Überraschung gab es im Finalsatz: Einen wie das Intro sehr jazzig angelegtes langen instrumentalen Dialog zwischen Kontrabass und Violine. Im Schlusssatz wurde sehr passend auf die trostspendende herzensgute Schlussmelodie des Finales von JO 11 zurückgegriffen.

      Die Gesangssolisten setzten primär musikdramatische Akzente ohne klare Rollenvergaben - auch ein Novum!

      Und dann die unglaubliche Authentizität. Herzlich, einfach erbauliche Musik mit riesigem spontanen Hörgefallen!

      Ich bin Mal wieder vollauf begeistert.

      Wer will, kann das bestimmt bald bei YT erleben, es wurde aufgezeichnet...

      Später mehr zu meinen Eindrücken dichter am Werk beschrieben. :clap: :clap: :clap:
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    • Zum Satz "Mahnung zur Bescheidenheit":

      Selbstzitat aus You Tube:

      "Normalerweise "seziere" ich Musik nicht, aber dennoch möchte ich hier noch auf eine ganz besondere Empfindung meinerseits eingehen, wenn ich mir die Struktur der Fuge dieses Satzes genauer anhöre:

      Da wird ja das Gleichnis

      "Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt und wer sich selbst erniedrigt der wird erhöht werden."

      vertont.

      Die einfach nur wunderschöne Fugenmelodie selbst wirkt ob ihrer Tonfolge passend zu diesen unbezahlbar weisen Worten auf mich bereits musikdramatisch:

      Das erste "erhöht" wird von absteigenden Tönen begleitet.
      Das erste "erniedrigt" auch, noch ein bisschen stärker.
      Das zweite "erniedrigt" steigt gewissermaßen in den Tonkeller hinab und hält da ein wenig inne.
      Das zweite "erhöht" schliesslich steigt strahlend auf, was durch dieselben Töne silbenparallel beim Wort "werden" noch ungemein verstärkt wird.

      Wenn dann der Sopran - engelsgleich? die Worte nochmal mit Nachdruck verkündet, das jagt mir jedesmal einen Schauer über den Rücken, den ich aber ob eigener bereits vorher gemachter Erfahrungen durchaus als wohlig bezeichnen möchte.

      Unglaublich, oder doch nicht - naja - ich wusste wohl einfach intuitiv, warum ich vor ein paar Tagen auch unter Anderem was von … von Europäischer Kunstmusik inspiriert … geschrieben habe ...

      Und dann der Schluss dieses Satzes: Keine Coda, sondern ein offener Akkord, der zum weitermachen einlädt - ja auffordert.

      Das IST grossartige Musik, ich spüre es, ich glaube es zu wissen !!!"
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