Peter Mattei - der schwedische Spitzenbariton.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Newbie69 schrieb:

      Da ich die Befürchtung hatte, dass es doch schwierig wird, den Strauß auf die Bühne zu werfen, obwohl ich in der 1. Reihe saß, sprach ich das dortige Personal an. Allesamt sehr nette Damen, mit denen ich mich darüber unterhielt: sie waren sehr hilfsbereit und freuten sich quasi mit mir. Sie meinten, dass es von der Empore aus sehr viel einfacher sei, den Strauß auf die Bühne zu werfen. Dann meinte eine der Damen, sie würde mit mir mitgehen und die dort sitzenden Besucher schon mal vorwarnen, dass ich beim Schlussapplaus von dort aus einen Strauß auf die Bühne werfen möchte.
      In meinen Groupie-Zeiten hatte ich eine andere Strategie: einfach das Personal darum bitten, den Strauß in die Garderobe zu bringen (mit etwas Anlauf), So hat das Idol Zeit, sich über den Strauß zu freuen und das beigelegte Zettelchen zu lesen. Irgendwo (ich glaube, es war in Bad Kissingen) war das Personal anscheinend nicht daran gewöhnt und sagte mir, ich könne den Strauß selberhin bringen. Dadurch, daß ich den erwähnten Anlauf eingeplant hatte, konnte ich sogar die letzte Probe mitbekommen ...

      Ein Groupie-Erlebnis der umgekehrten Art hatte ich, als ich das Idol nach der Vorstellung backstage besuchte und es mir den Strauß gab, den es von offizieller Seite am Ende der Vorstellung bekommen hatte. Ich muß sagen, daß das Management des Grazer Stefaniensaals Sträuße erster Güte bestellt, die sehr lange halten :)
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Philbert schrieb:

      In meinen Groupie-Zeiten hatte ich eine andere Strategie: einfach das Personal darum bitten, den Strauß in die Garderobe zu bringen (mit etwas Anlauf), So hat das Idol Zeit, sich über den Strauß zu freuen und das beigelegte Zettelchen zu lesen. Irgendwo (ich glaube, es war in Bad Kissingen) war das Personal anscheinend nicht daran gewöhnt und sagte mir, ich könne den Strauß selberhin bringen. Dadurch, daß ich den erwähnten Anlauf eingeplant hatte, konnte ich sogar die letzte Probe mitbekommen ...
      Nicht schlecht! :thumbup: Ich denke aber, dass ich "meinen" Künstler vor der Vorstellung eher nicht aufsuchen/ stören möchte. Es ist mir zudem wichtig, ihn öffentlich zu huldigen, sozusagen. Daher möchte ich ihm - auch dieses Mal - den Blumenstrauß auf die Bühne werfen, da er sich (zu mindestens im Dezember) sehr darüber gefreut hat. Würde den Strauß gern posten, aber Fotos kann man hier ja leider nicht hochladen. Es war zwar nicht der größte, dafür der teuerste Blumenstrauß, den ich je gekauft habe (gut, Zürich halt ... ;) und es war ein hochwertiger Strauß ). Aber es hat sich ja gelohnt. :sofa2:

      Philbert schrieb:

      Ein Groupie-Erlebnis der umgekehrten Art hatte ich, als ich das Idol nach der Vorstellung backstage besuchte und es mir den Strauß gab, den es von offizieller Seite am Ende der Vorstellung bekommen hatte. Ich muß sagen, daß das Management des Grazer Stefaniensaals Sträuße erster Güte bestellt, die sehr lange halten
      Großartig! Das war ja nun wirklich eine tolle Geste vom Künstler. :thumbup: :love:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Newbie69 schrieb:

      Er plant für 2018 Liederabende!!! Die "Winterreise"!!! Das wäre ja ein Traum ....
      Hallo Newbie69,

      na hoffentlich gibt es da dann irgendwann eine CD, da würde ich mich sehr freuen. Mir gefällt ja seine Mahler-CD so gut, obwohl ich weiß Gott kein Kunstlied-Fan bin.

      :wink: :wink: :wink: Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Danke, Amaryllis und Newbie69 für Feedback !

      ... nach Trüffeln lohnt sich Schnüffeln....
      Paris-Onegin-String z.Zt. mit Tschaikowsky-Stammplatz auf Player, trotz sparsamer 128 Kbps-Rate. .... mir gestern bereits 1. Akt eingeschmissen und find bisher, dass auch Orchestre de l’Opéra national de Paris unter Gardner mir gar nicht unfetzig rüber kommt, was leider bei Oneginwiedergaben eher selten der Fall zu sein scheint ...
      ..Onegin, eine der wichtigsten Partien für Peter Mattei ?
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Amfortas09 schrieb:

      Onegin, eine der wichtigsten Partien für Peter Mattei ?
      Ja, sicher eine seiner signature roles und die wohl Partie, die er in den letzten fünf Jahren in den meisten verschiedenen Produktionen gesungen hat. Wenn man operabase glaubt. Momentan ist sein Repertoire an Opernrollen vergleichsweise überschaubar. Ich denke, er feilt lieber tiefgründig an seinen Rollenporträts. Bin trotzdem gespannt, ob er demnächst mal mit etwas Neuem überrascht ... Simon Boccanegra könnte ich mir gut vorstellen.
    • Musikkristin schrieb:

      Hallo Newbie69,

      na hoffentlich gibt es da dann irgendwann eine CD, da würde ich mich sehr freuen. Mir gefällt ja seine Mahler-CD so gut, obwohl ich weiß Gott kein Kunstlied-Fan bin.
      Hallo, liebe Musikkristin! :wink:
      Ja, die Mahler-CD gefällt mir auch sehr gut! :verbeugung1: In einem Radio-Link, den ich hier vor einigen Wochen mal gepostet hatte, sprach er ja davon, bald evtl. mal die "Winterreise" zu singen. Ob nur ein Liederabend oder eine CD, weiß ich jedoch nicht. Ich werde ihn ja im Oktober in Zürich (mit Onegin) erleben und freue mich schon riesig darauf!! :clap: Dort werde ich ihn mal, insofern ich erneut die Gelegenheit dazu haben werde, ein paar Worte mit ihm zu wechseln, danach fragen, insofern es sich ergibt.

      Amaryllis schrieb:

      Ja, sicher eine seiner signature roles und die wohl Partie, die er in den letzten fünf Jahren in den meisten verschiedenen Produktionen gesungen hat. Wenn man operabase glaubt. Momentan ist sein Repertoire an Opernrollen vergleichsweise überschaubar. Ich denke, er feilt lieber tiefgründig an seinen Rollenporträts. Bin trotzdem gespannt, ob er demnächst mal mit etwas Neuem überrascht ... Simon Boccanegra könnte ich mir gut vorstellen.
      Genau, liebe Amaryllis! Er geht lieber in die Tiefe. Könnte mir jedoch vorstellen, dass es auch etwas mit Bequemlichkeit zu tun haben könnte. Neulich hatte ich ja mal ein Video gepostet und dort sprach er ja über die Rolle des Onegin und meinte, er kommt sich manchmal so vor, als lebte er auf dem "Onegin-planet". :D Er hat' s zwar humorvoll überspielt, aber ich gehe mal davon aus, dass er dieser Rolle bald überdrüssig wird. Stattdessen schwärmt er ja bei jeder Gelegenheit von Mozart ... Ich könnte mir vorstellen, dass er Mozart auch weiterhin treu bleibt. Aber das sind nun natürlich nur Spekulationen. Und Simon Boccanegra ... ja, könnte ich mir auch sehr gut vorstellen! :thumbup:

      Musikkristin schrieb:

      Nach Mattei-Trüffeln allemal.
      :jaja1: :jaja1: :jaja1: :jaja1:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Hallo,

      also Boccanegra? Ich weiß nicht so recht. Da habe ich etliche große italienische und einen amerikanischen Bariton (Tibbett) im Ohr. Peter (oper337) und ich haben schon manchmal geplänkelt, er solle doch mal einen Mandryka machen. Wird er bestimmt nicht. Sein Met-Amfortas 2013 hat mich umgehauen. Vielleicht noch ein Wagner? Er teilt es sich ein denke ich, er hat ja auch ne Familie. Vor ein paar Jahren hat er mal in den USA eine neue Rolle zurückgegeben, weil seine Frau krank war, fand ich toll.Schön, daß er weiter an Mozart hängt, das tut seiner Stimme gut.
      Da fällt mir ein ebenfalls von mir sehr verehrter Bariton ein, Sir Thomas Allen, der leider nicht mehr sehr aktiv ist. Der hat mal dem Herrn von Karajan einen großen Verdi-Part für Salzburg abgelehnt, weil er keine "lederlungige Stimme" kriegen wollte.

      :wink: :wink: :wink: Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Musikkristin schrieb:

      Sein Met-Amfortas 2013 hat mich umgehauen. Vielleicht noch ein Wagner?
      Das wäre großartig!! :)

      Musikkristin schrieb:

      Er teilt es sich ein denke ich, er hat ja auch ne Familie. Vor ein paar Jahren hat er mal in den USA eine neue Rolle zurückgegeben, weil seine Frau krank war, fand ich toll.
      Ja, das passt zu ihm. Er ist einfach ein toller Mann ... :verbeugung1: :love:

      Musikkristin schrieb:

      Da fällt mir ein ebenfalls von mir sehr verehrter Bariton ein, Sir Thomas Allen, der leider nicht mehr sehr aktiv ist. Der hat mal dem Herrn von Karajan einen großen Verdi-Part für Salzburg abgelehnt, weil er keine "lederlungige Stimme" kriegen wollte.
      Oh, ich habe die "Meistersinger" auf DVD und dort spielt er den Beckmesser sooo großartig!!! :verbeugung1: :thumbsup: Kann mir keinen besseren Beckmesser vorstellen ... Da passt einfach alles, wie ich finde.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Hallo Newbie,

      Ja Sir Thomas hat mir damals die Meistersinger geöffnet, zumindest den Beckmesser. Wie er den Geprügelten im 2. Akt gespielt, das habe ich ewig vor Augen. Bei jedem Ton ein Scherzlaut, genial. Er hatte auch am Ende Tränen in den Augen vor dem Vorhang, er bekam den Riesenapplaus für eine wirklich große Leitung. Die Rolle des Hans Sachs kenne ich mittlerweile besser, aber Karita Mattila und Ben Heppner waren auch großartig.
      Der Beckmesser, das wäre ein Ding für Mattei! Er kann ja so gut spielen.


      :wink: :wink: Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Mattei und Beckmesser ... *überleg* ... ja, vielleicht in 15 - 20 Jahren? Wobei es schon ein komischer Gedanke ist, sich vorzustellen, dass er (bewusst) schief singt. :D :D Aber stimmt schon, er könnte die Rolle sicherlich auch sehr gut spielen.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Musikkristin schrieb:

      In 20 Jahren wäre er über 70, man kann's nicht glauben. Es würde natürlich Mut dazugehören, aber den hat er bestimmt.

      :wink: :wink: Kristin
      Ja, Mut ganz sicher, da bin ich ganz bei dir. Aber er ist ja eh ein recht uneitler Typ und ich denke, dass er mit dieser Rolle kein Problem hätte.
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)
    • Richtig, das macht ihn übrigens am Bühneneingang so sympathisch. Er ist so natürlich, wie unsereins. Keine Arroganz. Ich finde das bemerkenswert. Es gehört zu meinen unvergessenen Augenblicken, ihn kennengelernt zu haben.

      :wink: :wink: Kristin
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Ja liebe Kristin!

      Wir haben ja auch mit den Ellbogen gearbeitet und es ist sogar ein Türmagnet gefallen und es war ein Erlebnis mit ihm zu sprechen wo er so zugänglich ist. :thumbsup: :thumbsup:

      Er ist einer von den Drei mir am Liebsten Baritönern - Ruggero Raimondi - Sir Thomas Allen - und eben Er. Mit allen Dreien ganz lieben persönlichen Sprech-Kontakt gehabt, damals in Wien. :clap: :clap: :clap:

      Liebe Grüße von Peter. :wink: :wink:
    • Lieber Peter,

      "damals in Wien", das liest sich ja fast so wie "wia mei Ahndl 20 war". So lange ist es ja noch gar nicht her. Und die Ellenbogen zum Vordrängeln hattest Du, ich zurückhaltende Person hätte mich das nicht getraut. Hätte ich Dir nicht zugetraut, war aber toll.

      Ja er war so natürlich, ein großartiger Künstler. Kam kleidungsmäßig am unscheinbarsten daher und war doch der Größte auf der Bühne, und ich meine das nicht körperlich.

      Gerne der Zeiten gedenk ich, ich danke Dir nochmals für's Drängeln.

      :wink: :wink: :wink: Kristin


      P.S. Übrigens, der Raimondi ist ja eigentlich ein Baßbariton. Dein Gehör halt!
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • Musikkristin schrieb:

      Richtig, das macht ihn übrigens am Bühneneingang so sympathisch. Er ist so natürlich, wie unsereins. Keine Arroganz. Ich finde das bemerkenswert. Es gehört zu meinen unvergessenen Augenblicken, ihn kennengelernt zu haben.

      :wink: :wink: Kristin
      Ja, er soll einfach so bleiben, wie er ist. :thumbup:

      oper337 schrieb:

      Ja liebe Kristin!

      Wir haben ja auch mit den Ellbogen gearbeitet und es ist sogar ein Türmagnet gefallen und es war ein Erlebnis mit ihm zu sprechen wo er so zugänglich ist. :thumbsup: :thumbsup:

      Er ist einer von den Drei mir am Liebsten Baritönern - Ruggero Raimondi - Sir Thomas Allen - und eben Er. Mit allen Dreien ganz lieben persönlichen Sprech-Kontakt gehabt, damals in Wien. :clap: :clap: :clap:

      Liebe Grüße von Peter. :wink: :wink:
      Ja, das sind sicherlich unvergessliche Momente. Kann ich sehr gut nachvollziehen. :sofa2:
      "Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen." (Albert Schweitzer)