Was singt ihr gerade?

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    • Was singt ihr gerade?

      Ich hoffe, so einen Thread gibt es noch nicht! Ich habe jedenfalls keinen gefunden, fand das entsprechende Thema in anderen Foren aber immer recht interessant.
      Hier kann also jeder unserer Sänger berichten, was er gerade übt, aufführt oder überlegt einzustudieren.

      Nachdem wir in den letzten Monaten im Unterricht an "Que fais-tu, blanche tourterelle?" aus Gounods Roméo et Juliette und an der "Habanera" aus Bizets Carmen gearbeitet haben, hat mir meine Lehrerin nun ihr Brahms-Album mitgegeben. Ich soll mir etwas daraus aussuchen und kann mich nicht entscheiden :D In der engeren Auswahl sind "Meine Liebe ist grün", "Wir wandelten", "Ständchen" und "Wie Melodien zieht es mir". Zum Ständchen findet man ja beispielsweise auf Youtube Hörbeispiele en masse, bei den "Melodien" ist das Suchergebnis jedoch alles andere als umfangreich, dabei finde ich das Lied wirklich wunderschön. Naja, ich werde mich schon noch entscheiden ;)
      Jedenfalls bin ich momentan im Freudentaumel, weil meine GL diesen Sommer in Wien bleibt und nicht wie sonst bei den Salzburger Festspielen im Chor singt. Keine Sommerpause, juhu! :klatsch:

      Wie siehts bei euch aus? Was singt ihr gerade?
      Canto, ergo sum.
    • Liebe Fliu, viel Freude mit den Brahms Liedern! Schau Dir auch mal "Feldeinsamkeit" oder "Immer leiser wird mein Schlummer an" Himmlisch! :angel:

      Ich habe gerade zwei verschiedene Programme laufen und probe für einen musiklaisch/literarischen Viardot-Salon mit Rosenkavalier und daneben zwei Konzerte im August in der Auvergne.

      Für Letzteres:

      Clara Schumann: Warum willst du Andre fragen

      Ihr Bildnis

      G.F. Händel: Let the bright seraphim (Samson)

      Bellini: Dopo l'oscuro nembo (Adelson et Salvini)

      Duett: O ciel che tento! (La sonnambula)

      Lecoq: Duett Jours fortunées de notre enfance (La fille de Mme Angot)



      Für das Viardot-Programm:

      Pauline Viardot: Havanaise (Duett)

      Hai luli

      Bonjour mon coeur



      Rossini: Assisa a pié d'un salice (Otello)

      Gluck: Soumis au silence (Orphée)

      Viens ! Suis un epoux qui t'adore (Orphée)

      Bellini: O quante Volte (Capuleti e Montecchi)

      Duett: Ah crudel! (Capuleti)

      Duett: Mira o Norma (Norma)



      ich arbeite an manchen dieser Sachen schon serh lange, das ist also keinessfalls alles neu, aber all das liegt derzeit auf dem Klavier und morgen gibt's eine gemeinsame Probe, auf die ich mich schon riesig freue.

      Liebe sangesfreudige Grüsse :wink:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Ha, hier kann ich auch mal was zu sagen :hide:

      Um all das zu üben, was ich gern üben möchte, müsste ich arbeitslos werden, aber das möchte man ja auch nicht und außerdem müsste ich dann im Lotto gewinnen, was bisher leider nicht der Fall war. Aber .. die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt :whistling:

      Konkret übe ich für kommende Konzerte in diesem Jahr

      Wagner: Dich teure Halle (Tannhäuser)

      Tschaikovsky: Duett Lisa/Paulina (Pique Dame)

      Mendelssohn: Jerusalem, die du tötest die Propheten (Paulus)


      Mendelssohn: 2. Sopran in Denn er hat seinen Engeln (Elias)

      Kalman: Höre ich Zigeunergeigen (Gräfin Mariza)

      Lehar: Vilja-Lied (Lustige Witwe)

      Lehar: Liebe du Himmel auf Erden und Niemand liebt dich so wie ich (Duett) (Paganini)

      Stolz: Du sollst der Kaiser meiner Seele sein (Der Favorit)

      Irgendwie hab ich's gerad mit Operette...

      Zwischendurch wird dann immer Herr Mozart hervorgeholt, um die Stimme geschmeidig zu halten. Hier schaue ich mir gerade die beiden Konzertarien

      Vado, ma dove und Chi sa, chi sa, qual sia (auch um mal wieder ein paar Koloraturen zu üben) an, sowie die Arien der Elettra (hier in erster Linie "Idol mio, se ritroso", die beiden anderen Arien liegen mir letztendlich vom Stimmtyp zwar etwas besser, aber da muss sich die Atemkondition noch kräftigen, sonst gerät man schnell in Gefahr, zu schreien. Und Idol mio fordert einen auch schon genügend :thumbsup: )

      Daneben schaue ich immer mal wieder in diverse Lieder von u. a. Schumann, Brahms (liebe Fliu, Immer leiser wird mein Schlummer ist wirklich wunderschön) und Strauss (u. a. Morgen und Allerseelen, Cäcilie und Befreit sind auf der Agenda) an.

      Für die Zukunft ist dann geplant, die Elsa und die Agathe mal konzertreif zu bekommen, und mal ein paar französisch(sprachig)e Arien ernsthaft zu arbeiten, u. a. Gluck: "Divinités du Styx" (Alceste), Massenet: "Pleurez mes yeux (Le Cid) und ebenfalls Massenet: Il est doux, il est bon (Herodiade). Und ... und ... und ...


      Ach ja und mein kirchliches Repertoire wollte ich auch mal erweitern...aber man kommt ja zu nichts. :whistling:


      Liebe Grüße

      Vitellia
      "Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste" (T. Fontane)



      But that's the beauty of grand opera. You can do anything as long as you sing it (Anna Russell)
    • Hi:-)



      ich habe gerade einen "Testlauf" mit O don fatale hinter mir, der mich gelehrt hat, das höhere Mezzofach künftig zu meiden. Geht trotz Technik einfach auf das Organ, ist zu lange zu hoch.... :stern: :S :o: das habe ich mir einfacher vorgestellt, ehrlich gesagt. Ein wenig ein Schlag ins Kontor. Gut, ich habe mich gerade mal noch nicht bamiert, war aber kurz davor. Wenn man Notenwerte wegen der zu höhen Dauertessitur nicht aushalten kann, wird es einfach eng. Ein bisschen wurmt mich das, aber stimmliche Gesundheit ist wichtiger.

      Ansonsten folgendes:

      Höre mit Sinn, Wagner, Götterdämmerung, Waltraute

      Rheingold - Erda, Siegfried Erda



      Die Winterreise - Lieder Schritt für Schritt

      Azucena, Ulrica werden für die nächsten Konzerte herausgeholt und als Duette Baccarole und aus Martha "Ja, was nun" Nancy/Plumkett

      Ich werde mich auch künftig der russischen Opernliteratur zuwenden. Zunächst habe ich eine weitere spannende Beschwörung entdeckt aus der Chowanschtschina (Marfa, eine tolle tiefe Rolle :klatsch: ) Rossoinis Calbo werde ich trotz dieses Hohen - Debakels. Da geht es eher gelegentlich darum, auf die Schnelle hohe Töne hinauszupfeffern und sofort wieder in die Tiefe zu gehen. Das müsste eigentlich eher klappen.

      Tja, gelegentlich bekommen wir uns ja gegenseitig mit:-)

      LG

      :wink:

      Ulrica
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)
    • Tja, seit meinem runden Geburtstag ziehe ich mich auf die Trainerbank zurück und lasse singen - tolles Gefühl !

      Es freut mich, dass hier bereits einiges genannt worden ist, was bei den zwei Konzerten im Oktober erklingen wird.

      Wenn Brahms :juhu: , liebe Fliu, dann bitte unbedingt Die Mainacht und Dein blaues Auge - traumhaft schön !



      Ciao. Gioachino :wink:
      miniminiDIFIDI
    • Ach ja,

      habe festgestellt, dass ,wenn man durchgehend ordentlich stützt (ich bin ja ein typischer "fauler Sopran"), man auch bei Mozart durchaus (körperlich) ins Schwitzen gerät. Oder wie meinte mein Herzallerliebster (wir gehen meistens zu zweit zum Unterricht) gestern: "Wenn man nach dem Unterricht bei M. nicht das große Bedürfnis verspürt, einen großen Eisbecher verputzen zu müssen, hat man nicht ordentlich gestützt. :D

      Liebe Grüße

      Vitellia (die sich heute Abend wieder aufs Fahrrad schwingen wird, damit die körperliche Fitness mit der angestrebten Literatur mithalten kann)
      "Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste" (T. Fontane)



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    • Mit meinem Gesangslehrer übe ich gerade, da es mich wieder einmal ins Französische zieht, zwei Lieder von Francis Poulenc:
      • Fleurs (Louise de Vilmorin)
      • La Grenouillère (Guillaume Apollinaire)
      Beide mélodies sind scheinbar heiter, offenbaren aber schnell die elegante Melancholie, die ich bei Poulenc so schätze. Und wecken meine Lust, die Sprache endlich einmal zu lernen, wenigstens ein bißchen.
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Liebe Ulrica, sei nicht traurig- die Eboli ist selbst für einen Mezzo eklig hoch, Du als Alt musst dir sowas echt nicht zumuten! Und kein wurmiges Gefühl dabei aufkommen lassen: ich sing ja auch keine Carmen......



      Was ist denn mit der Dalila "Amour, viens aider ma faiblesse" Das ist mezzomässig eher tief und sehr schön!

      Oder mit der Cornelia aus Händels Giulio Cesare: tolle Musik und ohne Koloraturen! ;+)



      Ich habe gerade eben mit Rosenkavalier herzzereissende Szenen geprobt: erst Orphée von Gluck: Eurydice fleht Orphée an sich umzudrehen und mit ihr zu sprechen und er bleibt vorerst standhaft. :cry:

      Und dann Bellinis Romeo und Giulietta: Romeo ist so schön gestorben, dass ich vor Begeisterung bzw Rührung fast die Einsâtze verpasst habe. :angel: :cry: und der Hammer an diesem Finale ist, dass ich teilweise UNTER meinem Romeo singen muss- das ist sowas von ungewohnt fûr uns, dass wir daran richtgi lange üben musste. Einige Takte ich als Mezzo und Siliva als Sopran- ganz neue Töne!

      Selber singen ist einfach am Schönsten- da kommt auch die beste Cd nicht ran und davon kann ich jetzt wieder ganz lange zehren.



      lieber Gurnemanz, wie singst du denn Poulenc bisher ohne Französisch???? :D

      Kennst du auch "Les anges musiciens". Ganz kurz , nciht schwierig und nur schön!



      F.Q. aus dem 7. Sängerhimmel :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • mélodies françaises

      FairyQueen schrieb:

      lieber Gurnemanz, wie singst du denn Poulenc bisher ohne Französisch???? :D
      Liebe FairyQueen, nein, ich singe Poulenc natürlich mit Französisch: Die Aussprache geht mit Übung mehr oder weniger, habe auch schon im Chor Französisches gesungen. Problem: Ich verstehe trotz Übersetzung nicht immer, was ich da singe, das muß ich mir mühsam erarbeiten. Da ich meinen Solo-Gesang allerdings niemals der Öffentlichkeit zumuten würde, kann ich keinen Schaden damit anrichten. ;+)
      Kennst du auch "Les anges musiciens". Ganz kurz , nciht schwierig und nur schön!
      Kenne ich noch nicht, aber danke für den Tip!

      Ich habe übrigens zwei Bände mit mélodies, die auch für Dilettanten (=begeisterte Liebhaber) gut geeignet sind; sie enthalten deutsche Übersetzungen der Texte mit ausführlichen Hinweisen zur Aussprache, sehr zu empfehlen: The Art of French Song, Vol. 1 und 2, hrsg. von Roger Nichols, Edition Peters, EP 7519a/b, EP 7520a/b (edition-peters.de/cms/deutsch/…html?product_id=EP7519A&=).
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • FairyQueen schrieb:

      Liebe Fliu, viel Freude mit den Brahms Liedern! Schau Dir auch mal "Feldeinsamkeit" oder "Immer leiser wird mein Schlummer an" Himmlisch! :angel:

      Vitellia schrieb:

      Daneben schaue ich immer mal wieder in diverse Lieder von u. a. Schumann, Brahms (liebe Fliu, Immer leiser wird mein Schlummer ist wirklich wunderschön) [...]
      Ich hab mir das zu Herzen genommen und mir gestern auch "Feldeinsamkeit" und "Immer leiser wird mein Schlummer" angeschaut... und jetzt kann ich mich noch weniger entscheiden, aaah! :D Heute habe ich beide durchgesungen, genauso wie "Wir wandelten", "Ständchen", "Wie Melodien zieht es mir" und "Meine Liebe ist grün". Irgendwie liegt mir das alles gut in der Stimme, ich hab keine Ahnung, welches ich zuerst angehen soll. Allerdings habe ich schon seit drei Tagen ständig einen Ohrwurm von "Wie Melodien zieht es mir" - das ist vielleicht ein Zeichen? ;)

      gioachino schrieb:

      Wenn Brahms :juhu: , liebe Fliu, dann bitte unbedingt Die Mainacht und Dein blaues Auge - traumhaft schön !
      Oh nein, noch mehr? Ich seh schon, so werde ich nie auf einen grünen Zweig kommen. Widerstehen kann ich natürlich nicht und werde mir auch deine beiden Tipps noch ansehen ;)
      (edit: Ich sehe gerade, im Album meiner GL sind diese beiden Stücke leider nicht enthalten!)

      Vitellia schrieb:

      Ach ja,
      habe festgestellt, dass ,wenn man durchgehend ordentlich stützt (ich bin ja ein typischer "fauler Sopran"), man auch bei Mozart durchaus (körperlich) ins Schwitzen gerät. Oder wie meinte mein Herzallerliebster (wir gehen meistens zu zweit zum Unterricht) gestern: "Wenn man nach dem Unterricht bei M. nicht das große Bedürfnis verspürt, einen großen Eisbecher verputzen zu müssen, hat man nicht ordentlich gestützt. :D
      Hihi, ich hab beim letzten GU auch ziemlich geschwitzt... aber es hatte auch 28°C:D
      Canto, ergo sum.
    • Liebe Fairy,

      das passt jetzt schon. Eigentlich war abzusehen, dass das nicht wirklich geht.

      Irgendwann, wenn mich wieder mal der Drall wie Gurnemanz ins Französische zieht - das kommt durchaus vor - hat Dalilah sicher Priorität. Aber im Moment ist es das Russische...

      Liebe Fliu,

      Feldeinsamkeit ist traumhaft schön. In diesem Stück kann man sich, wenn man nicht aufpasst, völlig verlieren. Aber vielleicht wäre das gar nicht sp verkehrt. manchmal, ganz selten gibt es beim Singen Momente, in denen du mit der Musik verschmilzt. Das ist mir mit diesem Stück einmal passiert.

      Kennt ihr sowas auch? (aber vielleicht wäre das ein anderer Thread?)

      LG
      :wink:

      Ulrica
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren (Bert Brecht)
    • Liebe Ulrica,

      ja, das kenne ich nur zu gut und da ich mir oft erlauben kann, mir meine Stücke selbst auszusuchen sind es dann meistens die, die ich gerade singe.

      Mir ging das z.B. ganz extrem so mit "A Chloris" von Reynaldo Hahn. Manchmal bin ich nachts wachgeworden und musste aufstehen und dieses Lied singen- weiss der Himmel, wieso.

      Ein ästhetischer Hunger, der gestillt werden muss- wie wenn man wach wird und unbedingt ein Stück Schokolade braucht um wieder einschlafen zu kônnen.

      Im Moment singe ich dauernd Clara Schumanns "Warum willst du Andre fragen" und komme nicht davon los.

      Vielleicht ist das Gefühl das Verschmelzens auch ein Gefûhl im Innersten erkannt zu werden und etwas wiederzufinden, das man nciht in Worte fassen könnte.

      Mit Bellinis "Melodie lunghe" geht es mir immer so. Als wâre das meine sängerische Heimat und als lerne ich nur deshalb singen um diese Heimat wiederzufinden.

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Ulrica,

      wäre die Gräfin aus Pique Dame nicht mal was für Dich?

      Ach ja, das russische Repertoire. Damit liebäugele ich ja auch schon länger. Und würde irgendwann gern mal die Briefszene der Tatjana singen, wenn sie nur nicht so lang wäre und damit für die meisten Konzertabende nicht geeignet. Aber vielleicht gibt es in dem Repertoire ja auch Kürzeres.

      Wäre ich ein Mezzo würde ich von Tschaikovsky aus "Jeanne D'Arc" ja unbedingt "Adieu forets" machen. Das ist sooo schön. Ich konnt es ja nicht lassen und habe letztens mein Mezzo/Alt-Arienalbum wieder hervor gekramt und mir diese Arie angeschaut - um dann leider. leider festzustellen, dass sie doch ein wenig zu tief liegt. Nun ja, man kann nicht alles haben ...

      Liebe Grüße

      Vitellia
      "Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste" (T. Fontane)



      But that's the beauty of grand opera. You can do anything as long as you sing it (Anna Russell)
    • Romeo lebt noch :wink:

      Dank Fairy werde ich immer wieder "gezwungen", mich mit neuen Stücken auseinander zu setzen.
      Und so sterbe ich derzeit mit Begeisterung als Romeo (übrigens auf g'' :wacko: ) und versuche als Orpheus meinen Schmerz zu bändigen.
      Als Gounods Sapho bin ich bei "o ma lyre immortelle" kurz vorm Sprung von der Klippe.
      Dafür darf ich als Adalgisa im Gegensatz zu der mit mir "Mira o Norma" duettierenden Norma das Ende der Oper überleben :jub: .
      Hinzu kommt noch ein zauberhaftes Lied von Pauline Viardot: Die Meise.

      Und dann werde ich mich wohl mal wieder verschärft den Drei Damen zuwenden müssen.

      Liebe Ulrica,
      nicht grämen, die Eboli ist einfach sauschwer und schweine hoch!!!!

      Grüße
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Ich bin unvermutet wieder unter die Chorsänger geraten (wenn auch nur aushilfsweise) und singe am Samstag bei einem Mendelssohn-Konzert mit, für das ich mir mal ganz fix den 42. Psalm, die Hymne "Hör mein Bitten", "Verleih uns Frieden" und "Denn er hat seinen Engeln" (das ich zum Glück eh schon lerne) draufschaffen muss.

      Und dann wildere ich gerade im Altrepertoire und habe nach langer Zeit das "Bereite dich Zion" und das "Erbarme Dich" wieder hervor geholt. So langsam bin ich nämlich der Meinung, dass ich (insbesondere bei Bach) bei der Kirchenmusik als schwererer Sopran auch gut im Mezzo/Alt-Bereich aufgehoben bin, so lange es nicht zu tief liegt. Bei Mendelssohn ist dann z. B. wieder der Sopran gefälliger.

      Schöne Grüße von

      Vitellia
      "Die Verpflegungslage ist für den Kulturmenschen eigentlich das Wichtigste" (T. Fontane)



      But that's the beauty of grand opera. You can do anything as long as you sing it (Anna Russell)
    • Vitellia schrieb:

      Ich bin unvermutet wieder unter die Chorsänger geraten (wenn auch nur aushilfsweise) und singe am Samstag bei einem Mendelssohn-Konzert mit, für das ich mir mal ganz fix den 42. Psalm, die Hymne "Hör mein Bitten", "Verleih uns Frieden" und "Denn er hat seinen Engeln" (das ich zum Glück eh schon lerne) draufschaffen muss.

      Und dann wildere ich gerade im Altrepertoire und habe nach langer Zeit das "Bereite dich Zion" und das "Erbarme Dich" wieder hervor geholt. So langsam bin ich nämlich der Meinung, dass ich (insbesondere bei Bach) bei der Kirchenmusik als schwererer Sopran auch gut im Mezzo/Alt-Bereich aufgehoben bin, so lange es nicht zu tief liegt. Bei Mendelssohn ist dann z. B. wieder der Sopran gefälliger.

      Schöne Grüße von

      Vitellia


      Zum Glück ist Mendelssohn ja leicht zu lernen...... ;+)

      Die Schlussfolgerung betreffend Altpartien bei Bach halte ich für gewagt. Man darf hierbei die Gesamtanlage der Stücke nicht unterschätzen. Und man muss IMMER über dem Orchester hörbar sein. Die von Dir genannten Stücke sind zu Übungszwecken sicher mal ganz brauchbar, aber ich würde im Konzert die Finger als Sopran davon lassen.

      LG
      Rosenkavalier
      Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man auch seine Stimme auf diesen Ton aufbaut, man muss zu ihm zurückkehren können, sonst ist es aus. (Agnes Baltsa)
    • Rosenkavalier schrieb:



      Die Schlussfolgerung betreffend Altpartien bei Bach halte ich für gewagt. Man darf hierbei die Gesamtanlage der Stücke nicht unterschätzen. Und man muss IMMER über dem Orchester hörbar sein. Die von Dir genannten Stücke sind zu Übungszwecken sicher mal ganz brauchbar, aber ich würde im Konzert die Finger als Sopran davon lassen.

      LG
      Rosenkavalier
      Hallo Rosenkavalier,

      da gebe ich Dir recht, daher meine Einschränkung "sofern sie nicht zu tief liegen". Denn ich merke schon, dass ich in der tieferen Lage eben auf Dauer nicht die Durchschlagskraft habe wie ein echter Mezzo oder gar Alt. Die beiden genannten Stücke liegen aber noch ganz angenehm, ob ich die Lage über ein Orchester ohne Anstrengung halten könnte, bliebe auszuprobieren. Bisher habe ich auch nur vor, "Bereite dich Zion" bei der Adventsfeier der Senioren in unserer Gemeinde zu singen, da muss ich nur gegen ein Klavier an. ;+)

      Das ist eben die Krux für mittelhohe Stimmen (zu denen ich mich als tieferer Sopran einfach mal zähle) bei Bach - der Alt liegt oft doch ein Stück zu tief, versuche ich mich da am Sopran, tendiere ich dazu, die Stimme arg zu verbiegen und künstlich klein zu machen.

      Naja, es gibt ja auch noch andere Komponisten - Mendelssohn zum Beispiel. :D

      Liebe Grüße

      Vitellia (die auch eingesehen hat, dass der Schöpfungs-Gabriel für sie einfach nicht gemacht ist)
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    • ciao



      also, im Moment singe ich folgendes:



      Schumann: Lied I-V und IX-XII aus der Dichterliebe, für ein Konzert in Dresden...

      Mozart: Figaros Cavatine

      Donizetti: Bella siccome un angelo... (gr...) aus Don Pasquale...

      Hie und da schauen wir (GL und ich) auch den Leporello und das Weihnachtsoratorium an.



      Hoffe dass ich die Dichterliebe bis im Mai endlich kann...

      Lg
    • Lieber Leporello, welche Fassung der Dichterliebe singst du denn? Das Original oder transponiert?
      Für einen Bariton ist das Aufgang beim ersten Lied im Original ja wahrlich nicht ohne und bei "Ich grolle nicht, gehts auch ganz schön zur Sache! Die leichten lyrischen Baritone haben's da noch am besten, aber in Deinem zarten Alter bist Du ja vielleicht ein Solcher?
      Viel Erfolg!

      Ich übe gerade das Programm für eine Gesangs-Prüfung am 6. März.
      Mozart: Alleluja aus Exsultate
      Debussy Quatre chansons de jeunesse
      Donizetti: "Ah tardai tropp... o luce di quest'anima" aus Linda di Chamonix

      Ausserdem Lieder von Strauss und Mahler.
      Und daneben ein geistliches Programm bei dem ich im Moment ganz besonders verliebt bin in zwei Händel-Arien und die am liebsten andauernd singen möchte: "Angels ever bright" aus Theodora und "Where'er you walk" aus Semele. Händel singen macht mich glücklich, das ist wie zehn Tafeln Schokolade auf einmal Volle Serotonin-Ladung. :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)