Wiener Streif(en)-Lichter – der etwas andere Opernführer

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    • Jetzt nimm ich wieder an Richardl!

      Richard Wagner - Das Rheingold - oder was in schmutzigen Flüssen so alles liegt.

      1. Bild. Zu Beginn schwimmen die drei Rheintöchter, mit furchtbaren Namen Floßhilde, nach der man später, und auch früher schon, eine Art Boot genannt hat, Wellgunde, die Erfinderin der Dauerwelle und Woglinde, wahrscheinlich die Wampertste, der Name sagt alles über die Gestalt aus, und die sind eigentlich tauchend im Rhein pfui Teufel, der ist ja fast so dreckig wie die Donau, und singen tuns auch noch und sie bewachen seit Ewigkeit, a schon a Zeitansage, ihr Lieblingsspielzeug, nicht wie in der Loreley an Fischerbuam, sondern das Rheingold, das in der Tiefe des Rheins glänzt, echtes punziertes Talmi. Wer der Liebe entsagt, bei Wagner heißt es Minne, nicht Wilhelmine, das ist was anderes, die spielt und singt nicht mit, und der Besitzer soll einen Ring daraus schmieden, das kann doch nicht jeder machen - oder? derjenige muass besonders viel Schmiedkunst können, oder kennen, aber der bekommt endlose Macht, was is schon endlos heutzutage? Da kommt ein flotter Zwerg, Pygmäen gab es damals schon am Rhein, Alberich heißt er, der keinesfalls albern sein muss, aber er kann es schon sein, und ist vom Geschlecht, außer a Mann, auch vom Volk der Nibelungen, fesche Leute sozusagen, wie man so sagt sozusagen, und der will gleich alle drei Rheintöchter lieben, hoffentlich übernimmt er sich nicht, jetzt kriegt er, weil es die Rheintöchter net wollen und ihn noch dazu auslachen, an Grant und ist wütend und raubt das Gold, jetzt hammas.



      2. Bild. Die Baugesellschaft Fasolt und Fafner, Namen sind das, die können ja sonst bei keiner Ausschreibung an Stich machen, sie sind aber Riesen brauchen also keine Kräne und Bulldozzer und sonstiges technisches Geschmonze, haben für Wotan, das ist kein Kettenhund, und für Fricka, so hat ein Abführmittel einmal geheißen, da sinds aber Götter und so hat die o.g. Baugesellschaft die Götterburg Walhall gebaut "Vollendet das Werk", frisch, fromm, fröhlich, frei von Ikea - superelegante Steinmöbel, und als Lohn verlangen sie Freia, damals gab es noch nicht den Euro und was Menschlich-Göttliches ist denen halt lieber, nebenbei hat die ein Geheimnis der ewigen Jugend, was Ester Lauder bis heute nicht gelungen ist, und das hütet sie, vielleicht hat sie nichts anderes zu hüten. Donner [und Doria, der nicht mitspielt] und Froh, endlich ein heiterer Name können Freia nicht schützen, sie heißt ja auch Freia und will sich frei-a bewegen, und die Baugesellschaft will auf einmal doch Penunze, sprich das Rheingold haben, so ein Vertragsbruch, wo doch Menschenhandel abgemacht war, so ein Gesindel, das muss einmal gesagt, d.h.gesungen werden. Alberich, der Alberne dachte Weltherrschaft, da hat er sich gschnitten. Wotan steht auf Vertragstreue, das soll ihm heute einer nachmachen, da gehn ma liaba in Konkurs, mit den Vertrag ordnet er die Welt, so schaut sie ja auch heute noch aus, a völlige Unordnung, nur Freia kann Apferln der Jugend pflücken [ da hat sich der Richardl was aus dem Buch Bereschit ausgeborgt, meinte Genesis, das andere ist Hebräisch ] und die Riesen, diese Gfraster, nehmen die arme Freia gefangen, das geht doch nicht, net wahr?, und jetzt sie ihre Unsterblichkeit aufs Spiel, man kann nicht alles haben. Einen Vertragsbruch kann sich Wotan nicht leisten, wenn er sich nur Walhall leisten kann, hat schließlich die Möbel auf sechzig Monats-Raten gekauft, und so dringen Wotan und Loge, das hat nichts mit einer Theater-Loge zu tun, das ist ein Name, kaum zu glauben, und sie dringen im Nibelheim ein, wo dringen die ein?, ist in keinem Atlas zu finden, habe da das ganze Gebiet abgesucht, nix gefunden, so a Name kummt net vor.

      3. Bild. Jetzt hab ichs entdeckt, das ist ja in der Tiefe der Erde. Die, nein der Loge, der Wotan Hilfe verspricht durchstreift die Welt um einen Ersatz für Freia zu finden, also einen Ersatz für die Liebe, da wird er net so leicht was finden. Nur von Alberich hört er, der schon auf Grund seines Großwuchses der Liebe entsagt hat, dieser ist der Baugesellschaft ein Dorn im Auge, der hat ja Macht, a scho was, bei der nächsten Wahl verliert er die absolute Mehrheit, und die wollen Freia gegen das Rheingold tauschen. Na, sollns des Madel laufen lassen, aber Alberich hat das Gold nicht ins Versatzamt getragen sondern angehäuft, was den Riesen sehr zwider ist und die behalten Freia weiterhin als Pfand, also gab es Geiselnahme auch schon damals, und der feine Chef Alberich treibt die Nibelungen zur Arbeit, so ein Hundling alles ohne Überstundenbezahlung und Urlaubsgenehmigung und Pensionsberechtigung. Loge reizt den den prahlerischen Alberich, der kann leicht prahlen, ohne zu arbeiten, nur am Chefsessel sitzen und weil der so am Sessel klebt, wie ein Politiker heutzutage, kann ihm Loge verwandeln, also eine Art David Copperfield von damals, Alberich hat sich eine Tarnkappe machen hat lassen, und Loge veranlasst ihn sich in eine Riesenschlange, a garstige Bindschleiche, extra groß, zu verwandeln und dann, o pfui, in eine Kröte, die ja wirklich ka schönes Viech is und da kann Loge ihn leicht ergreifen und fesseln, bei der Klitschigkeit des Viechs a Kunst, a Tierquälerei, wenn das Greepeace hört kommt der nächste Protest. Hätt' er sich in eine Giraffe verwandelt, aber Afrika war, und ist, weit entfernt.


      4. Bild. Als Lösegeld verlangen die Kidnapper, Wotan und Loge, den Nibelungenschatz, gemeiner Raub also, und was machen die Arbeitnehmer, die Nibelungen, sie schleppen ihn herbei. Wotan entreisst Alberich noch den Ring. Alberich verflucht ihn, es bleibt ihn ja nichts anderes übrig. Gefesselt wie er ist, also schnell einen Fluch auf den Lippen "Wer ihn besitzt, der sehre [was bitte] die Sorge, und wer nicht hat, der nage der Neid!" So was Geschwollenes, kann der das nicht einfacher singen, beim Richardl kann man nur einfach sagen - Nein. Die Baugesellschaft Fafner und Fasolt horten noch immer Freia. Nur eine Lücke bleibt offen, schlampig wurde schon damals gebaut, die soll mit dem Ring geschlossen werden, muss aber eine kleine Lücke sein, den der zögernde Wotan, aber den Ring behalten möchte, Gold hat immer Saison. Urwala, das klingt ja wie ein Hottentotten-Tanz, Erda, die alles Wissende, dann soll sie einen normalen Wetterbericht voraussagen, und die rät zum Verzicht. Der Fluch des Goldes zeigt sich augenblicklich: Fafner erschägt seinen Bruder Fasolt, die Baufirma geht pleite, das ist ja wie weiland bei Kain und Abel. Aber das tangiert die Anderen nur peripher, Donner entfacht ein Gewitter, na bei dem Namen, ka Wunder, aber es kommt eine Regenbogenbrücke und die leichtsinnigen Götter schreiten über diese, die traun sich was, bei der Bauweise, in die Burg Walhall, hoffenlich ist keiner abgestürzt, eine Brücke ohne Geländer, nur für Schwindelfreie. Jetzt san auf am mal die Rheintöchter wieder da, und was machen die, die klagen in der Tiefe des Rheins, "Immer nur klagen und immer, mehr oder weniger, vergnügt", jedoch ist das ein Stück aus einem späteren tragischen Stück, hoffentlich bei etwas weniger tiefen Wasserstand sonst schluckens zu viel Wasser. Gluck und gluck, a Schluck dreckiges und frisches Wasser der is guat, aber die Rheintöchter sind von der Krankenkassa aus geimpft. Ende des Ersten Teils, dann wird schaurig, und das Ganze dauert da eh "nur" 2 1/2 Stunden, a bisserl lang - aber später wirds no länger, o je. Dieses war der erste Teil ein Vorspiel, doch der nächste kommt im Anschluss und der dauert länger, das heißt dann bei Richardl, Oper in voller Länge. :stern: :stern:
    • Anmerkungen zum „Rheingold“

      Fischerbua der Loreley ihr Lieblingsspielzeug? Na, dann war die verzogen wie viele Kindlein heutzutage, alles zum Kaputtmachen. :boese: :boese:

      Allerdings, wenn die Loreley wirklich so ausgesehen hat, wie der Valentin, :pfeif: :pfeif: dann wird’s net vui Spielzeug kriegt ham des arme Madl.
      Oiso, i woaß ja scho, warum ich's net mit dem Wagner hab, bei der Länge, :sleeping: :sleeping: wo Du das bei der Kürze Deiner Aufzeichnungen auf ein paar Tage verteilen muaßt. Der Monaco Franze damals hat scho recht g'habt, daß er net mit seinem Spatzl in den "Ring" gehen wollte, hat ja dann miaßn, der arme Deifi.

      Grüaß aus München
      Kristin :wink: :wink:
      Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon der in München wohnt (Eugen Roth)
    • :wink: Liebe Kristin!

      Wart nur bis ich zur Walküre komm, da zähl ich Dir alle Walküren auf, die der Monaco, von seinem Spatzl aus, auswenig lernen musste. Enorm alle von anderen Frauen, so ein Casanova war der Wotan, und seine Ehegesponsin duldete das. :klatsch: :klatsch:

      Aber bitte warten, das dauert eine Weile, ich muss schließlich auch noch lernen. ;+) ;+)

      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :wink:
    • Anmerkung zum Lohengrün, meinte Lohengrin, das muss sein.

      Es ist natürlich nicht erlaubt, dass der Ritter, das Lied von der "Fischerin vom Bodensee" anstimmt, wenn auch am Bodensee das Boot von Schwänen begleitet wird. :klatsch: :klatsch: :klatsch:

      Auch die Mannen und Frauen an der Escaut, sprich Schelde, sollen es nicht anstimmen, das wäre nicht richtig. :stern: :stern:

      Liebe Grüße, es ist mir erst jetzt eingefallen, das wäre nämlich ein ganz anderes Stück, sprich anderer Film.



      Euer Peter, der Gestreifte aus Wien. :wink:
    • Jetzt kommt wieder mein geliebter Richardl dran!

      Richard Wagner - Die Walküre - bei besonderen Opernfreunden auch Die Qualtüre genannt!

      Eine relativ kurze Oper, dauert nur an die vier Stunden, Schnarcher und ähnliches sind bei wirklichen Wagnerianern, und die gibts?!?, unerwünscht. Essen und Trinken an der Abendkasse oder im Buffett, WCs werden doppelt besetzt, nicht so wie ihr meint, bei den Klo-Frauen, meine ich.

      Zu allererst zum Auswendig lernen, die Walküren:

      Nicht nur der Monaco Franze musste es wissen!

      Das sind also einmal die Brünnhilde, die kommst später noch längersingend dran - [Braucht also a gnua Holz vor der Hütt'n, und darf nicht aus der Flachau kommen], - ist ja Wotans liebstes Töchterlein, die Helmwige [tragt die an Helm, auch beim Schlafen?], die Gerhilde [auch a Name, zum Fürchten], die Ortlinde [klingt verdächtig nach Lohengrün], die Waltraude [endlich ein netter Name], die Siegrune [das schaut aus, wie bei Asterix und Obelix], jetzt kommt eine vom Viehmarkt, namens Roßweisse, dann die Grimgerde [wo hat der Richardl die Namen her, klingt ja furchterregend] und noch so a Name die Schwertleite [die hat neben an Schwert no a Loater, wahrscheinlich die kleinste der Walküren], Aufnahmebedingenungen in den Club der Walküren: Entweder sehr groß und dick oder sehr klein und dick - unter 90 Kilo wird keine genommen, darüber, darüber lässt sich mitn Richardl verhandeln.

      Dabei muss bemerkt werden, dass der mannhafte Recke Wotan die alle von verschiedenen Frauen hatte, so ein Bazi. War damals Viagra schon im Handel?, und der anzige Bua, aber davon morgen. Alle anderen Weiba, neben seiner Ehegesposin, waren für ihn a g'mahte Wiesen, wie man so sagt, sozusagen.

    • Von meinem Richardl - Fortsetzung:

      Richard Wagner - Die Walküre. [3. Akte - und so lang!]



      1. Akt: Wotan zeugte das Wälsungen - Geschlecht, was bitte?, unter ihnen das Zwillingspaar, die sich auf der Bühne nie ähneln, Siegmund und Sieglinde [so hat einmal ein Erdapfel, in Wien Kartoffel, geheißen, es hat auch eine Juliperle gegeben, aber seit der EU, bleibt Erdäpfel, Erdäpfel, hat mit Richardl wenig zu tun, die schießen ja nicht damit, die verwenden es eher auf Griechisch / Puerree-us], sie werden in harten Kämpfen von einander getrennt, hat sich was, die eifersüchtige Fricka hat den einen Balg in die Babyklappe gelegt, nahe von Walhall, in der Geburtsklinik, schnell vergehen die Jahre und Sieglinde wird Hundlings, meinte Hundings, Weib "Ein Weib, das ungefragt Schächer schenkten zur Frau" - so was Geschwollenes. Der neugierige Hunding, immer will ich Hundling schreiben, na so was, fragt Siegmund welchen Geschlechts er sei. I woaß net, der Richardl fragt das in jeder Oper, da kann ich nur wieder bemerken, Dr. Siegmund Freud, Berggasse 19, der hätt' sich sicherlich g'freut. Und was erfährt der Hunding, der Siegmund ist sein Feind, Sippenhaftung, aber eine Nacht muss er ihn Unterkunft gewähren, ist wie in der Kirche, Seinerzeit, Asylring - aber murgon, meinte morgen, heißt es "Auf in den Kampf" - Hoppla andre Oper. Sieglinde ist aber genauso eine Giftmischerin wie die Brangäne, der Richardl muass an Komplex gehabt haben, immer mit den Gesöffen, "Ich würz ihm den betäubenden Trank" und dann schleicht sie sich zu Siegmund und erzählt ihm von einem Schwert, das ihm sein Vater einst zur Stunde der höchsten Not verhieß [schon wider so geschwollen], ein "Greis in einem grauen Gewand", [schau wieda drei G so knapp hintereinander, typisch Richardl] meinte Sieglinde hat es in eine Esche gestossen, so ein Baumfrevel, jetzt gehts net aussi, aber Siegmund schaffts "Er ist es ders geschafft hat" - Hoppla anderes Stück, gibts noch gar nicht. Er kann es rausziehen und es ist sein Eigentum und er nennt es Nothung, a schönerer Name is eam net eing'fallen, jetzt kann er den Speck endlich schneiden, und no was die Zwillinge finden sich in Liebe "Wintermonde wichen den Wonnemond" [drei W so knapp hintereinander, typisch Richardl, wie bei den Gs], und sie fliehen hinaus in die dunkle stockfinstre Nacht, mit einer Taschenlampe, waren doch Pfadfinder, die zwoa.

      2. Akt: Jetzt wirds wild, im wilden Felsengebirge [Grüner Hügel, Kahlenberg, Leopoldberg, Bisamberg....] befiehlt Wotan seiner Lieblingswalküre Brünnhilde, die mit dem ausladenden Gestell, Siegmund im Kampf gegen Hund(l)ing beizustehen. Als Hüterin der Ehe verlangt Fricka, wieder so ein Name, Wotans Gemahlin, die ist wahrscheinlich frigide, da Wotan ja die Kinder mit anderen Weibern hatte, und die hat's nötig, die Bestrafung der Geschwister, weil es der Sitte widerspricht [das habe ich schon im "Zigeunerbaron" gehört!], und natürlich auch dem Gesetz auch, da kann man sich nur wundern, wo die Geschwisterehe bis ins 19. Jahrhundert, in den Herrscherhäusern modern war, dass Tepperln draus entstanden sind, war nicht so wichtig. Während Sieglinde ermattet schläft, was hat Siegmund die so hergenommen, ich bin ja nicht prüde, aber das gehört sich doch auf der Opernbühne nicht, verkündet Brünnhilde Siegmund den Tod. Als sie seine Treue und Not[-durft] bemerkt, trotzt sie Wotans Befehl, denn Siegmund muss dringend aussi. Den Kampf entscheidet Wotan zu Hund(l)ings Gunsten, der aber auch fällt, aber auch Siegmund ist hin - wieder zwei weniger, auf der Bühne. Wotan will Brünnhilde für ihren Ungehorsam bestrafen.

      3. Akt: Brünnhilde bringt Sieglinde zu den Walküren, endlich ist sie bei den Stiefschwestern, die Torte ist schon gebacken, der Kaffee, gibts den scho?, steht bereit. Sie, Sieglinde, wird den "hehrsten Helden der Welt" gebären. Der Bua von ihrem Bruada, a feine Mischung, Asterix oder Obelix, das ist die Frage? Brünnhilde übergibt ihr die Stücke des zerschlagenen Schwertes. Vor Wotans Zorn weichen die Walküren zurück, [das erinnert mich an die Szene, als Wotan, der nicht weiterwissenden Brünnhilde zumurmelte: "Welche Eier willst du?" und sie sagte "Weiche Wotan, weiche"] Brünnhilde stellt sich ihm. Tat sie anders als seinen Willen zu erfüllen? Wotans Zorn mildert sich. Er versenkt Brünnhilde in einen tiefen Schlaf [wie weiland Dornröschen], umgibt sie mit einem Flammenmeer "Feuerzauber" und nimmt Abschied von seinem liebsten Kind, die das nicht merkt, denn sie schnarcht wie ein Holzfäller, d. h. Holzfällerin. Nur wer das Fürchten nicht kennt [doch Asterix? oder Obelix?], kann das Flammenmeer durchschreiten, um Brünnhilde zu erwecken.

      Ende des 1. Tages, d.h. eigentlich Abends. Vier Stunden hat's gedauert, lang gnua! :o: :o:
    • :mlol: :mlol: :mlol:
      Da muss ich hin! Die 90 kilo Eintrittskarte futtere ich mir bei Bedarf noch an.
      Wenn der Audi das naechste Mal vor dem Kartenbuero in Bayreuth zeltet,bitte gleich zwei Karten besorgen-oder bracuht man da auh zwei Zelte?
      Lieber Streifenpeter- du bist unbezahlbar un erheiterst mich sogar in der Ferne. :klatsch:
      hier brennt leider die Sonne so heiss, das mir die Stimmbaender schmelzen.
      Gut, dass ich keine Walkuere bin.
      so macht das "Richardl" echt Spass
      salut :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Meine liebe Fairy! :fee: :fee: :fee:

      Zwei Schlafzelte wären angebracht, denn das ganze dauert ja doch recht lange. Und die Walküren - da kannst Du Dir ja eine aussuchen, vier haben einen Sopran, drei einen Mezzo und zwei sind, nein ich meine haben einen Alt, machmal Ur-Alt. :klatsch: :klatsch: :klatsch: Neune sans, wie beim Kegeln. :pfeif: :pfeif:

      Verbringe noch schöne Tage, in Wien ist es auch so heiß, ist kein Trost, aber wenigstens geht es Dir nicht allein so. :troest: :troest:

      Liebe Grüße, die Handküsse werden wieder gegeben, wenn es kühler ist, Dein Streifen Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Lieber Robert!

      Da ich für eine Prüfung lernen muss, die ich im September an der UNI habe, :stern: :stern:

      kommt der "Siegfried" und die "Götterdämmerung" etwas später, aber er kommt, das ist keine Warnung es ist nur eine Feststellung. Dann fehlt nur noch der "Parsifal", dann hamma den ganzen Wagner außer den Frühwerken, ist schon gnua. :prost: :prost: :klatsch: :klatsch: :klatsch:

      Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :wink: :wink: :wink:
    • Richardl, kränk' di net - I bin scho wieda da - bist schon wieder dran!

      Richard Wagner - Siegfried.




      1. Akt: Im tiefen Wald, dort wo die Rehlein und Hirschlein und Fasane grasen und die Nachtigallen die Leut' derschlagen, steht nicht nur ein Försterhaus [wie es im alten Schlagergut der 1950er Jahre heißt - oder im "Freischütz"] da hat ein Schmied seine Werkstätte, als OHG laut Grundbuch, der nicht nur Schmied ist und Mime heißt, da soll einer ernst bleiben bei den Namen, keine Mime, meinte keine Miene, verziehen, und der zog, als Adoptivota, Siegfried auf. Dass Mime auch der Bruder von Alberich ist, von dem ich schon seit dem "Rheingold" nichts mehr gehört habe, hofft, dass Siegfried groß und stark wird, wo sich der nur aus dem klaren Waldquell und Kräutern ernähren konnte, sowie Cola light, und das Rheingoldringerl erbeutet, etwas viel verlangt, und Fafner [ja, was ist denn das wieder für ein Name, reines Gefafel, was das auch immer sei], der sich zum Glück, wenn er als Mensch schiach is, in einen noch schiacheren Lindwurm verwandelt hat. Allerdings hält kein Schwert Siegfrieds Kraft stand, der hat sich, wahrscheinlich, heimlich still und leise, leise beim Richardl a Kunst, beim Krafttraining, beim Arnold Schwarzeneggers Fernkurs eingeschreiben lassen, und jetzt ist er muskulös und blond, das war Richardl wichtig, ein blonder Recke, wie man so sagt, sozusagen. Da Mime alles Klumpert aufhebt, wie leere Cola Dosen, die alten Bild-Zeitungen und Glasflasschen, wegen Leergut, abzugeben im nächsten Supermarkt am Waldesrand, und unter anderem auch noch die Trümmer von Nothung, [falls wer den ersten Abend nicht gesehen und gehört hat, was ja zu verstehen ist, dauert er ja vier Stunden, das ist ein Schwert gewesen], weiß aber nicht wie daraus wieder ein Schwert zu schmieden ist, a guater Moaster. In Siegfried Abwesenheit, der ist beim Bodybuildinger, kommt Wotan, mit falschen Ausweispapieren, und gibt sich als Wanderer aus, muss aber Günther Jauch sein, denn er stellt Mime ein Ratespiel, und Mime weiß die Millionenfrage nicht und kann das, aufgezwungene, Ratespiel nicht lösen. Hatte der nicht die Fernbedienung bei der Hand, um das Programm zu wechseln, aber noa, aber der Wanderer gibt ihm die Lösung bekannt "Nur wer das Fürchten nie erfuhr, schmiedet Nothung neu", so was Geschwollenes, doch als Trostpreis muss Mime erfahren, dass er es ist, der an den "Furchtlosen" seinen Kopf verlieren wird. Siegfried kommt eben heim und, bevor er was isst - Maggi Packersuppe "Frühligstraum", gibts die überhaupt?, zerfeilt er nun die Trümmer, gibts da keine Säge ["Eine Säge, eine Säge, ein Köngreich für eine Säge" fast Shakespeare], schmilzt sie ein und schmiedet sich selbst daraus das Schwert neu. Da hat der Lehrbua den Meister übertroffen! Mime ersinnt inzwischen den Plan, Siegfried, nachdem er Fafner besiegt hat, mit einem Betäubungstrankes [ganz was Neues beim Richardl!!!] einzuschläfern, das tut man mit kranken oder sehr alten Haustieren, und wenn auch Siegfried einen Hundenamen hat, um ihn dann zu töten, das ist nicht drin, aber da gäbe es doch den Trank von der Schwester Brangäne, hätt' nur anrufen brauchen, aber es war bei der alten Tratschen immer besetzt, um seinen Kopf zu retten und den Ring an sich zu reißen, na viel reißen hätte er bei an toten Siegfried a net brauchen. Schmeck's Gropferter aber das gelingt nicht..



      2. Akt: Alberich hält vor Fafners Höhle Wacht, also er ist wach und es besteht die Gefahr, dass er wieder singt. Die Höhle heißt "Neidhöhle", na so ein Name, kommt nicht vom Weltspartag, eher von an unseriösen Kreditverleiher oder von sonstigen Neidligen, und der bezichtigt Wotan, den Wanderer am Jakobsweg, den Ring rauben zu wollen, dieser Wanderer erklärt seinen Verzicht an Siegfried. Mime zieht sich aus Furcht vor Fafner zurück, während das Naturkind Siegfried die Stimmung des Waldes und das Gezwitscher der Vögel genießt. Der wird bestimmt einmal Orinthologe, falls ihn Richardl nicht darennt. Dabei weckt er, rein zufällig, Fafner, der mit seiner Bass-Stimme zu singen anfängt, da muss man ja mit ihm kämpfen, dass er sein Mundwerk hält, und Siegfried ersticht ihn. Fafners Blut gerät auf Siegfrieds Zunge, pfui Teifi, und plötzlich versteht er den Gesang der Vögel. Der Waldvogel, früher von einem Knabensopran gesungen [ich weiß, von was ich schreibe], rät ihm, ihm den Ring und den Tarnhelm aus dem Schatz zu nehmen. Siegfried befolgt zu Mimes und Alberichs Entsetzen, die inzwischen Schnapsen sowie dem Kartenspiel als auch Flaschenspiel frönen, "Einer hat immer des Bummerl", diesen Rat. Er erfährt von Mime, dass dieser ihn nur benutzen und dann umbringen wollte. Angeekelt von seiner Falschheit erschlägt er ihn und Alberich kann sich einen neuen Schnapsspieler und - trinker suchen. Vom Waldvogel geleitet, macht er sich auf die Suche nach Brünnhilde, was die schlaft no immer, ist ja seit gestern Abend gewesen, und das sind schon an die zwanzig Jahre her, ts ts, ts ["Als mei Ahn'l zwanzig Jahr", scho wieder was anders?].

      3. Akt: Wotan weckt die Erdgöttin Erda, a richtiger Name, dreckig und doch erdig, also hat des Schlaucherl do a Gattin g'habt, erfährt ma hiatzta, und die gemeinsame Tochter war, und ist Brünnhilde. Von ihr [Erda] erhofft er sich Rat, kein Fahrrad, als Wanderer, bitte!, "wie zu hemmen ein rollendes Rad" scho wieder so gschwollen - er weiß nicht mehr wie es weitergehen soll, wie es heute in der Kirche auch so ist. Auch Erda kann ihm nicht raten. Der Untergang, die "Götterdämmerung" scheint unausweichlich, net alles veraten, gibt es erst in 8 Stunden, nächsten Abend, guat Nacht. Wotan trifft auf den Brünnhildenfelsen auf Siegfried, seinen Enkel. Er erhofft sich eine letzte Chance ["Die große Chance", das war doch auch a TV Sendung - aber die ist noch nicht erfunden, so ein Pech] von ihm den Ring zurück zu erhalten, und will die Furchtlosigkeit des Helden prüfen? Siegfried erweist sich als furcht- und respektlos und zerschlägt Wotans Speer. Resigniert zieht sich der Gott nach Wallhall "I will hoam nach Wallhall-Felsenfeld", was die steht no, zurück und wartet auf sein Buam, der zu ihm singt "Großvata magst net oba kumma auf a Schale-rl Kaffee", aber das sang erst STS?, aber viel später, so bleibt er Resignant, nicht bei der Resi - Tant. Siegfried, der Feuerfeste, durschreitet den Feuergürtel um den Felsen, entdeckt Brünnhilde schlafend, dabei hat die 120 Kilo und, wie man in Bayern und Tirol sagt "a Menge Holz vor der Hütt'n" bei anderen geläufigen Dialekten, a Menge Busento, und erweckt sie mit einem Kuss, genauso wie in "Dornröschen", hab' ichs g'sagt? Brünnhilde begrüßt feierlich den Tag, da denkt sich Siegfried hätt' ichs nur netta küsst, jetzt halts net das Maul. Nach anfänglicher Zurückhaltung und Zurückschreckung, etwa eine Stunde in dieser Oper, dass sie länger dauern kann, vor Siegfrieds Liebesglut [zur Stief-Tante] und Klage über die Schmach, dass sie nicht mehr Walküre ist, macht nichts, dauert eh nur mehr an Abend, Walkürensein ade, juhe. Und nun bekennt sie ihre Liebe zu Siegfried. Hilfe Blutschande Nr. 2 - die Erste war schon in der "Walküre" !! Er der auszog das Fürchten zu lernen, hat nun vor ihrer Liebe Angst, na der wird sie freuen, in der Verlobungszeit ist alles easy, e facile,wie man auf Italienisch sagt, JUHU ein italienisches Wort in einer deutschen Oper, aber dann, ui je. Doch Beide überwinden ihre Furcht, a Ruckerl, und es geht scho, wer wird denn so prüde sein, beim Richardl? Jubelnd feiern sie, mit einer großen Party mit Pappendeckelbechern, ihre Liebe, Cervisia fließt in Strömen, Troubadix darf einmal singen, und mögen dabei die Götter und Welt, und sie selbst zugrunde gehen. Das nennt man Familiensinn!

      Nach gut vier Stunden ist der der 2. Tag vorbei, guate Nacht, wer ein Zelt, oder einen Wohnwagen mitgebracht hat, der hat's guat, guate Nacht! Vorsicht - ein Tag, d.h. Abend kummt no! Habidere. :klatsch: :klatsch:
    • Vorsicht - jetzt wirds beim Richardl gefährlich!

      Richard Wagner - Die Götterdämmerung - nur dauert die etwa 5 Stunden lang!

      Es ist erlaubt vor sich hinzudämmern!



      oder ein Sexy Bild:



      Die Geschichte dieser Oper am Sonntag nach, heute Ohrenarztbesuch, nach Siegfriedscher Ohrengangverkrümmung.
    • Lieber Richardl!

      Net bös sein, aber ich habe Wohnungsputz und da komme ich nicht zum Ende des "Gesamtkunstwerkes", morgen gehts vielleicht. :hide: :hide: :hide:

      Der Freund :klatsch: :klatsch: des "Grünen Hügeles" Peter, der Gestreifte. :wink: :wink:
    • Von meinem Richardl.

      Richard Wagner - Die Götterdämmerung.

      Diese Oper hat ein Vorspiel und deshalb ist sie noch länger als die vorigen Abende, deshalb auch die Vorrede. :sparkle: :sparkle: :stern: :stern: :sparkle:

      Also bequeme Sitze aussuchen, man muss sich ja auch ausruhen können. :prost: :prost:



      Vorspiel: Zu Beginn der Handlung weben die Nornen, was die auch immer sind, am Walkürenfelsen (da sie nicht mehr an der Weltesche weben können, warum weiß keiner, warum war sie blitzgeschädigt?, ich meine die Esche) das Schicksalseil, und was gschieht, das Seil reißt, dafür brauchen die ein ganzes Vorspiel, ein Riß und es wäre schneller hin gewesen, aber beim Richardl muss alles länger dauern, da sie ja vom Beginn der Geschehnisse der Welt berichten, zum Schluss reißt, nicht nur den Zuhörern die Geduld, sondern auch das Seil, weil sich die Geschichte der Gegenwart nähert. Die Nornen, die keinen Namen haben, fliehen aber zu ihrem Muatterl, die zwar ka Weanerin war, aber Erda heißt, die unter der Erde wohnt, a fesche Substandardwohnung also, hinabi, und das Schicksal der Welt ist offen, kummt ma bekannt vor. Brünnhulde, hab' mich verschrieben die heißt ja noch immer Brünnhilde [Siegfrieds Tanterl, nicht zu verwechseln mit Tarantel] falls einer die vorigen, langen, Akte nicht gesehen hatte, noch einmal zur Erläuterung, lässt ihren Neffen und Helden "zu neuen Taten" ziehen und gibt ihm ihr Pferd Grane, was ist denn das wieder für ein Name, da muss ja der Tierschutzverein grantig sein, a Pferd Grane nennen, das ähnelt ja sehr an Kran [die stehen dafür heute am Rhein], mit, Siegfried der Getreue überlässt ihr den Ring des Nibelungen als Treuepfand - jetzt ist erst das Vorspiel aus, lang hats dauert, fast, nichts ist g'schehen.

      1. Akt: Am Hofe von Gibichungen, wo ist denn dieses Nest schon wieder?, hat unterdessen Hagen, von den es heißt: dort naht der grimme Hagen, warum ist er so grimm, will er mich gar derschlagen, das wär' nicht schön von ihm, von ihm, von ihm [Perpeteuum mobile]?, der Sohn von Alberich, von dem ich schon was gehört hatte, in der Zwischenzeit eine Frau genommen Grimhild, jetzt weiß ich warum der so grimm ist, sie ist wahrscheinlich eine Vogelscheuche, das königliche Geschwisterpaar Gunther, der Name geht ja, und Gutrune, da hätte der Pfarrer bei der Namensgebung streiken sollen, scho wieder Geschwister, reine Geschwisterei, das Ganze, darauf hingewiesen dass sie ihren Ruhm mehren könnten, [scho wieder so Geschwollen] wenn sie angemessene Ehen schlössen, na anders wärs ja nicht gegangen, beim Richardl, schließen gibt's no net. Gunther soll nach Hagens Plan um Brünnhilde freien, Gutrune sich mit Siegfried vermählen. Solch ein Gfrastsackel, der will Ehen auseinderbringen, wenn auch eine Tante- und Neffenehe. Natürlich spielt wieder ein Trankl eine Rolle, ein Vergessen- und Liebesstrunk diesmal, hamma den net scho wo g'habt?, wo die ihre Gesöffe herhaben, heute wächst am Rhein wenigstens Wein, als solche fiesen Giftkräuter, wird aber wieder kommen, und dann schwören sich Hagen und Gunther Blutbrüderschaft mit Siegfried, wenn er wirklich Gutrune als Frau gewinnt, Siegfried der wirklich das Gesöff getrunken hat, schwört das, so ein Ehebrecher! Nichtwissen schützt vor Strafe nicht, laut § 13 des Nibelungener Ehegesetz, aus dem Jahr 2.892 1/2 nach dem Rheingold, oder no länger her, nie nivelliert worden. Waltraude, die mit dem hübschen Namen, meldet der Schwester Brünnhilde Wotans Wunsch, den Ring den Rheintöchtern zurückzugeben. Aber Brünnhilde, die no nix weiß, das Libretto oder die Partitur [ein Klavierauszug hätt's auch getan] hat sie nie gelesen, wenn sie das gemacht hätte, hätte sie die Partie nie übernommen, aber "Pecunia non olet" denkt sie sich bei der Gage, sie ist ja ein gegildetes Frauerl, also singt sie weiter und hält das an Siegfried gegebene Wort, aus der wird nie ein deutsche Bundeskanzlerin, die wird keine Andrea Merkel. Siegfried kommt als Gunther, was so ein Tarnhelm alles macht, schau, schau, und entreißt ihr den Ring, na bitten hätt' er scho könna und dann noch was, er entführt Brünnhilde, merkt der denn nicht an ihrem Muttermal oben am Hals, beim Dekolleté, dass das seine Brünnhilde ist, der dumme Siegfried, aber so a Trankl, gemischt mit Valium, tuat das seine.

      2. Akt: Scho wieder a dunkle Nacht, klar es gab ja noch keine Straßenbeleuchtung, bedrängt Alberich seinen Sohn Hagen, Siegfried zu verderben. Siegfried erkennt Brünnhilde nicht mehr, jetzt muass aber scho wirklich sehr gealtert sein, und tritt an Gutrunes Seite, an die Seite wäre ich nie getreten, da hätt's doch Bäume im Wald gegeben wenn er auf die Seite treten musste, aber bei den Namen. Die enttäuschte Brünnhilde verbindet sich mit Hansaplast, und Hagen und Gunther: Siegfried soll fallen. So wankelmütig sind die Richardl - Weiber, manchmal.

      3. Akt: Siegfried hat sich auf der Jagd verirrt, hat der ka Landkarte mit, aber im dunklen Wald, und beim Richardl ist's ja fast immer dunkel, die brauchen koan Vergessens- und Nichtwiedererkennenstrunk, sondern a Straßenbeleuchtung, und singt vor sich hin "Weißt du wieviel Sternlein stehen" und trifft die Rheintöchter, da muss er Wasser waten, oder sind die zur Abwechslung mal in die Nichtschwimmeranlage geschwommen, auch sie raten ihn den Ring zurückzugeben, nur weiß Siegfried nicht an wem, das nächste Versatzamt ist weit weg und so g'halt er ihn sich a wengerl no. Hagen, der Giftpantscher, reicht, wieder so Geschwollen, Siegfried einen Trunk, Almdudler oder Ähnliches, der die Erinnerung zurückgibt, na also endlich. Als Siegfried von Brünnhilde in höchster Entzückung spricht, trifft in Hagens Speer, immer glei mit die Waffen in der Hand, so ein Frevel, jetzt sterbt Siegfried, aner weniger, noch dazu ein blonder Tenor, so a Pech. Bitte das Rote Kreuz verständigen, aber im Publikum schläft fast alles schon. Der Trauermarsch, der in fast jeder Wunschkonzertsendung vorkommt, schildert den Zug, welchen Zug - ich habe keinen gebucht?, in die Halle, ich versteh nur Bahnhof, der schon vorher, als unbekannt erwähnten Halle, der Gibichungen. Gutrune beklagt Siegfrieds Tod, alle schlagen ein Kreuz, halt geht no net, die san ja no net verkehrt, meine bekehrt, und was macht Hagen, in dieser heiligen Stunde, so lang dauert der Marsch bestimmt, er erschlägt seinen Halbbruder Gunther im Streit, auf a Mal ist des sei Halbruada, na beim Bauernschnapsen oder Zensern wird er ihn erschlagen?, es geht ja um den Ring [eh nur Talmi]. Als Hagen nach den Ring greifen will, erhebt sich Siegfrieds Arm, der ist ja tot, so was Grausliches, Gaustrisches - zum Fürchten, auf zur Flucht aus dem Theater, Spirtistereien will i net hab'n. Brünnhilde entzündet nach langer, aber einer sehr schönen, aber sehr sehr langen, Arie "Starke Scheite schichtet mir dort" den Scheiterhaufen, [Schon wieder drei S so knapp hintereinander] und sie springt bei über 100 Kilo Lebendgewicht, a olymische Disziplin und Leistung, mit ihrem Pferd Grane, Tierquälerei, in die lodernden Flammen. Wie bei Norma, nur diesmal als Einzelperson und ein Pferd, darfs auch ein Esel sein? Der Rhein tritt über die Ufer, was hätt' er denn sonst machen sollen, der kann ja nicht singen. So gewinnen die Rheintöchter, na endlich, den Ring zurück. Das dauert fünf Stunden! Sie ziehen Hagen mit in die Tiefe. Feuer vernichtet alles Leben auf der Erde, na endlich, hoffentlich nicht im Opernhaus, die Leut' woll'n ja hoam. Die Welt ist vom Fluch des Goldes befreit, denkste, das ist heute mit dem Euro a no so, man braucht nur in der EU fragen, da ist für Manche das Gold ein Segen.

      Aber nach 15,5 Stunden :!: :!: ist das ganze Drama endlich zu Ende, die letzten Reste vom Pschoart - Packerl sind aufgegessen, die Schlafenden :sleeping: :sleeping: werden, sanft, aufgeweckt, Aus Is' es. Juhu!!! :pfeif: :pfeif: :pfeif: