Wiener Streif(en)-Lichter – der etwas andere Opernführer

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    • Silvester naht mit Riesenschritt - also wieder eine Operette, diemal eine von mir besonders geliebte.

      Carl Michael Ziehrer - Die drei Wünsche.



      Hier gibt es ein Lied, welches immer in einer anderen Ziehrer Operette verwendet wird "Dünn war die Leopoldin' ".

      Diese Operette hat etwas Besonderes, nämlich ein

      Vorspiel: Eine Thetergruppe gibt in einem Dorf am Rhein um Direktor Hummel ein Ritterdrama [Grillparzers "Faust im Nacken" oder die "Lustigen Weiber von Gelsenkirchen"], die Nichte des Wirtes, eine gewisse Lotti, ist von der Darbietung begeistert [die ist allerweil begeistert, der gefallen sogar die alljährlichen Wiederholungen des Ritterdrames "Ben Hur" im Fernsehen, da sitzt's in der Gaststube drin und lasst sich vom Wagenrennen mitziehen, als Anhängsel], sie soll das Haus Wegeners verlassen, da dieser eine Verbindung mit seinem Sohn fürchtet [nach dem Motto "Fürchtet euch bei Stum und Wind, und Lottis die auf Söhne aus sind"]. Lotti [nicht der Helmut, das ist ein in ganz anderer, der macht so a fades Gesicht und ist anders gebaut] hat aber ganz ander Vorstellungen und Nachstellungen von einem Mann. Direktor Hummel eröffnet seiner Truppe große Neuigkeiten, er werde zum Direktor eines kleinen Stadttheaters ernannt [bei dem Kauderwelsch was der spielt a Wunder] und erwartet entscheidende materielle Verbesserungen [weil er Tantiemen kriegt, net viel so ca. 10% von dem was halt über bleibt]. Hummel und Lotti einigen sich darauf, dass Lotti mit der Theatergruppe in die Stadt zieht, die Frage nach ihrem Talent beantwortet Lotti mit einem Lied [das hätte nicht kommen müssen] "Schön Gretelein" [die wird doch net, den oben genannten Faust spielen wollen, des Madel hat Ansichten, war schon arg, als die Brigitte Neumeister in Wien den Mephisto spielte]. Hummel verspricht Lotti, einen Star aus ihr zu machen [grünen und grauen Star, das ist die Frage]. Eine Zigeunerin weissagt Lotti aus Dankbarkeit für eine große Gabe [fünf alte Markstückeln, die net einmal zwei Euro wert sind, a großherziges Madel ist die], dass ihr drei Wünsche in Erfüllung gehen [der eine ist eine Füllfeder, denn immer mit den Gänsekielen zu schreiben ist ein Krampf, und wo kriegt man in der Stadt a Gans her, wenn man net selber eine ist], wenn sie einem vom Himmel fallenden Stern [einer aus der Himmelstraße wird schon runterfallen, hat ja eh nix anderes zu tun, als sich zu drehen] anvertraut: Glück, Reichtum, Liebe [die ist eh net unbescheiden]. Die Theatergesellschaft bricht [na net auf der Bühne, na eh net] mit Lotti in Richtung Stadt auf [Großmuggelstetten bei Kleinmuggelstetten, wo das auch immer sei].

      1. Akt: Seit dem Vorspiel ist ein Jahr vergangen und man ist im Haus des reichen Fabrikanten Fogosch [der hat an Namen wie a Fisch, Weihnachten ist vorbei, der wird nicht gebraten oder zur Suppe verkocht]. Das Personal des Fogosch [lauter Fischlein] haben das Haus für ein großes Fest vorbereitet, nur die Gäste fehlen noch [macht nix fressen wir alles selber auf, was brauchen wir das Gesindel]. Fogosch möchte seine Tochter Käthe mit Fedor, der Tochter der Baronin Besebeck [einer alten Schreckschraube] verheiraten. Käthe zeigt jedoch mehr Interesse an ihrem Cousin Fritz [das geht net, die sind schließlich verwanzt, oder sagt man verwandt?]. Im Auftrittsduett von Baronin Federbeck und Fedor, erfährt man, dss er das Herz an etwas anderes verloren hat, "Ich hab' mein Herz [und andere Innereien] in Heidelberg verloren, " was zwar net einipasst und auch nicht stimmt, aber schön ist] sondern an eine Künstlerin [net Küsterin, die ist aus der "Jenufa" und die war schon dran - bitte vorblättern] und von der Heirat mit Käthe am liebsten [und auch unliebsten] zurücktreten möchte [und sei es drei Meter auf der Bühne]. Fogosch muss sich eingestehen, dass sein Haus ohne Gäste ist [und es keine Wirtschaft geben wird, wann die alle, die net gekommen sind wieder heimgehen]. Leutnant Fritz von den Soldaten von Käthe herbeigerufne kommt mit seinen Kadetten und besingt [kann der net die Pappen halten] die Unwiderstehlichkeit von Soldaten [der ist a net wenig eingebildet, aber ein wenig Bildung schadet ja, bekanntlich, net]. Käthe weiht Fritz [als verkappte Norma - ich will mich nicht wiederholen] in die Pläne ihres Vaters ein und will ihn erneut für sich gewinnen [wie bei einem Brieflos, lauter Nieten]. Käthe erklärt, dass man bei ihrem Vater fast alles erreichen kann, wenn man eigentlich das Gegenteil verlangt [so wie das Gegenteil von Fenster ist kein Fenster]. Die Theatergesellschaft kommt ins Schloß und unterstreicht ihre Vielseitigkeit [die spielen die Zauberflöte gemischt mit der Fledermaus, alles auf einmal zusammen, passt eh ganz zguat zusammen, in Salzburg ist alles möglich]. Hummel bietet den verzweifelten Fogosch an, die Gäste durch Schauspieler zu ersetzen [was entsetzlich ist, denn Schauspieler können sich nicht immer benehmen, Operntenöre schon gar net, die singen Baritonpartien]. Das Fest scheint gerettet und die Rollen der Gäste werden verteilt. Lotti unterstreicht in einem mehrsprachigen [Esperanto, Balidialekt, Ostfriesisch, Schyzerdütsch] Tanzlied ihre Vielseitigkeit [nur tanzen hätt's net müassen, bei die Sprudler = verdrehte Beine, was die hat]. Fogosch und die Baronin lassen Käthe und Fedor allein. Fedor sagt Käthe auf den Kopf zu [na wohin denn sonst?], dass sie Fritz liebe. Er sei ganz froh darüber denn er liebe eine andere auch [nicht einen anderen, das ist zwar erlaubt, aber, von der Kirche, kaum gestattet]. Man beschließt sich noch "vor der Verlobigung wegen Abneigung scheiden zu lassen". Käthe und Fedor malen sich aus [da sollen sie sich noch Dispersionsfarbe holen, denn die ist ausgegangen, wohin weiß ich nicht], wie schrecklich ihr Zusammenleben wäre. Fogosch präsentiert der Baronin einen der Gäste, Graf Sender in Gestalt des Theaterdirektors Hummel, niemnd rechnet aber damit, dass die Baronin den echten Graf Senders kennt [na mei, kleine Verwechslungen können vorkommen]. Große Komplikationi treten im folgend Dialog auf [die ich hier nicht wiederhole, denn sie müssen nicht immer Zimmerrein sein]. Lotti erkennt in Fedor den Mann, der ihr ewige Liebe geschworen hat [die soll sich net beschwerne, alles kann man net halten, auch als Schwörer nicht] und des- und deretwegen sie das Theater verlassen wollte. Lotti liest den letzten Liebesbrief [mit großer Anstrengung, denn sie hat die 1. Klasse Volksschule achtmal gemacht, denn sie hat sich, jugendlich wie sie ist, in den Lehrer verliebt], den sie von Fedor bekommen hat und resümiert [was tut die?]"so lügen die Männer auf rosa Papier"! [bitte wo gibt es denn heute noch rosa Toilettepapier, Küchenrollen schon eher]. Das Fest erreicht seinen Höhepunkt [die Gläser und Teller segeln durch die Lüfte], Fogosch will die Verlobung von Fedor und Käthe bekanntgeben. Lotti erkennt, dass Fedor ihr ewige Liebe geschworen hat und deckt, aus Eifersucht, den ganzen Schwindel auf ["Die Eifersucht ist eine Plage" - nein das singt keiner da]. Die Baronin fühlt sich nun gänzlich hinters Licht [Fackellicht, Gaslicht - unter "Gaslight" ein Flim mit Ingrid Bergman] geführt und verlässt mit Fedor das Fest mit eiligen Schritten [und mit ihrem Fahrrad]. Die Verlobigung zwischen Fedor und Käthe ist gescheitert und Käthe wendet sich mit Vergnügen ihrem Cousin Fritz zu [der Vorhang fällt, und was die da hinten treiben geht ja keinem was an, Hauptsache sie bleiben angezogen].

      2. Akt: Am nächsten Morgen sind wir am Bahnhof [wie die alle Gleise auf die Bühne bringen ist mir ein Rätsel, denn trotz Umbau des Hauptbahnhofs in Wien, sind doch 14 Bahnsteige unbenützbar, zusammengerollt am End']. Die Baronin und Fedor haben den Zug verpasst [sollen sie die Straßenbahn nehmen, Linie 62 1/2, die fährt auch in die Richtung - welche Richtung denn? - wohin]. Die Soldaten bereiten sich auch auf die Abreise vor [nach Gibraltar]. Hummel singt nun, das oben genannte Couplet "Dünn war die Leopodine" seine Frau [wobei nie klar wird, ob es sich um seine Frau handelt, das ganze Stück nicht]. Fritz schwärmt von der letzten Nacht mit Käthe [aber bitte in einer ordentlich, Kindergenehmen Sprache. Dann gelingt es beiden, mit einigen Tricks, Fogosch umzustimmen, dass er in eine Heirat einwilligt. Hummerl verspricht auch Lotti wieder, sie mit Fedor zusammenzubringen und zu ihrem Glück zu verhelfen, was er schließlich auch tut [und seit der Zeit sind die verfeindet mit ihm]. Die vier Liebenden finden endgültig zusammen und [was jetzt kommt, musste nicht sein] besingen ihr Glück und ihre Liebe und die Zukunft [und alles was noch zu besingen ist, was bis jetzt nicht, in den letzten 30.000 Aufrufen, besungen wurde, kann aber net viel über geblieben worden sein, keine Angst es ist noch net aus, weder mit der Operette, noch mit den Zugriffen, weil weiter "Werke" folgen werden]. Jetzt gilt es aber nur noch die Zustimmung von der Baronin zur Verlobigung von Lotti und Fedor zu erlangen [Erlangen liegt das nicht in Österreichs liebsten Nachbarland - Deutschland?]. Hummel entdeckt der Baronin, dass er ihr ehemaliger Liebhaber war und droht allen bekannt zu machen, dass auch sie früher Künstlerin war [Balletteuse 4. Quadrille letzte Reihe hinten und der 9. Zwerg in Schneewittchen]. Derart unter Druck willigt die Baronin in die Heirat ein. Die Weisagung der Zigeunerin geht in Erfüllung und die "Drei Wünsche" sind wahr geworden. Alle sind glücklich die beiden K, die Kadetten und die Komödianten brechen auf und für Letztere "ist die Zeit ihrer Sorgen passé" [der Vorhang fällt schnell, dennn der Zug fährt gerade ein und viele im Publikum wollen auf dei Wagen aufspringen, um nur recht bald daheim zu sein].

      Ende einer melodienseligen Operette, die auch das Pech hat, kaum gespielt zu werden.
    • Endlich wieder einmal eine Operette.

      Paul Abraham – Ball im Savoy.




      Vorspiel: Vor wenigen Stunden [halber Viere war’s] hat der reiche Adlige Aristide de Faublas die charmante Madeleine geheiratet. Sofort nach der Trauung haben sich die beiden auf Hochzeitsreise nach Venedig begeben [immer dasselbe können die net nach Floridsdorf fahren oder nach Fischamend am End].

      1. Akt: Nun zieht das Paar in Aristides Villa in Nizza ein [vornehm geht die Welt zugrunde]. Um dieses Ereignis würdig zu feiern, hat es zahlreiche Freunde eingeladen [mich nicht ich war nicht vornehm genug, dabei wären meine Streifen so recht zur Geltung gekommen], darunter den türkischen Botschaftsattaché Mustapha Bey [auf den haben die gewartet, wie die berühmte Stecknadel, die eine gewisse Barbarina im Heuhaufen sucht]. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht [und alle schon mit allen herumwerfen was ihnen in die Hände kommt, Frauen und Männer gleichsam], überbringt Aristides Kammerdiener Archibald seinem Herrn ein Telegramm. Es stammt von dessen früherer Geliebten Tangolita, einer Tänzerin, die wegen ihres Lebenswandels etwas in Verruf geraten ist [nur weil die an schlechten Ruf hat braucht man sie net so behundeln, meine behandeln, wie schon gesagt ein schlechter Ruf ist besser als gar keiner, der Dieter Bohlen hat ja auch einen solchen und wurde eingeladen]. Als ihr Aristide den Laufpass gab, weil er sich in Madeleine verliebt hatte, wollte er ihr die Trennung mit einem großzügig bemessenen Scheck versüßen [den hätte er mir senden sollen, ich hätte die Dame mit schlechtem Ruf zu mir genommen]. Die flotte Tänzerin wies jedoch den Scheck zurück und rang ihm stattdessen das Versprechen ab, dass er sie einmal zum Galadiner ausführe [weil sie immer so hungrig ist], wann immer ihr dies in den Sinn komme. Und ausgerechnet heute steht ihr der Sinn danach [einmal muass es ja sein, besser heute als gar nicht]. Aristide weiht seinen Freund Mustapha Bey in das Geheimnis des Telegramms ein [so eine Tratschen]. Beide überlegen, wie man die unguate Situation wohl am besten bewerkstelligen könnte, und bald hat der Türke eine Idee [man lässt die Frau Tänzerin allein essen gehen] ...Kammerdiener Archibald kommt mit einem zweiten Telegramm [ein reger Telegrammverkehr, heute macht das eine SMS oder eine Mail, hier eine PN]. Angeblich hat es ein Komponist namens "Pasodoble" verfasst [so ein blöder Name für einen Komponisten, da ist mir ja Wagner lieber]. Dieser bittet den Hausherrn, ihn des Abends im Hotel „Savoy“ in Paris aufzusuchen, wo er im Ballsaal sein neuestes Werk dirigieren werde [was so weit weg, und der hat ein neues Werk geschrieben, vielleicht "With Christmas" ist auch nicht das Neueste, ist erst in einem Jahr wieder modern]. Was Aristide und Mustapha Bey nicht ahnen, ist, dass sich hinter dem Pseudonym „Pasodoble“ die Jazzkomponistin Daisy Darlington verbirgt und diese mit Madeleine befreundet ist [na wer käme denn auf so einen Gedanken, Paul Potts hätte ich eher gedacht]. Zwar hat sie auf Wunsch des Türken, der seit kurzem in sie verliebt ist [so an die drei Tage herum], das fingierte Telegramm aufgegeben, aber auch gleichzeitig Madeleine eine Nachricht über dieses seltsame Spiel zukommen lassen [ein falsches Luader]. Madeleine fällt aus allen Wolken [dabei ist sie noch gar nicht aufgestiegen, sie ist ja noch kein Drachen, wird sie aber schon werden], als sie erfährt, was ihr Gatte vorhat. Erst kurz verheiratet, und schon betrügt er sie [einmal muass man anfangen, da kann man doch nicht a lange Wartezeit einhalten]. Das muss sie mit eigenen Augen sehen. Auf ins "Savoy" [was die auch die hat doch keiner eingeladen, die soll lieber Strümpfe stopfen lassen].

      2. Akt: Bei dem Ball im "Savoy" sticht Madeleine der junge Rechtsreferendar Célestin ins Auge [mit einer Heugabel, weil das ist sein Fahrzeug, wie bei die Hexen am Blocksberg]. Weil er so schüchtern ist, ergreift Madeleine die Initiative. Sie lockt ihn in ein Separée, nicht ahnend, dass ihr Gatte in dem angrenzenden Separée mit Tangolita tafelt [na san ma jetzt beim Opernball, der war doch schon dran]. Als Aristide ein Telefongespräch mit seiner zu Hause wähnenden Frau führen möchte, leitet es der Ober Pomerol ins Nebenseparée um. Erst scheint es, als ließe sich Madeleine auf das Spiel ein, aber bald platzt ihr der Kragen [vom Abendkleid, ganz moderne Mode]. Sie bezichtigt ihren Mann in aller Öffentlichkeit der Untreue [na was denn, a so a Untreue würzt erst das Eheleben]. Aristide sieht sich gedemütigt und verlässt wütend den Ball [so ein Ang’rührter, der soll halt zurückschimpfen].

      3. Akt: Während Madeleines Verhalten von den meisten gebilligt wird, ist Aristide fest entschlossen, sich scheiden zu lassen [was wird denn da der Papst dazu sagen, der hat sich noch nie scheiden lassen]. Telefonisch fordert er eine Anwaltskanzlei auf, ihm einen Juristen zu schicken, der sich auf Scheidungen spezialisiert habe [den Dr. Stern, der nach dem Motto lebt "Bleibst du gern den Häfen fern, engagier’ den Dr. Stern"]. Kurz darauf spricht der Anwalt vor. Zu Aristides Überraschung ist es jener junge Mann, der beim Ball im "Savoy" seine Frau wie ein Schulbua angehimmelt hatte [früh übt sich was ein Meister werden will]. Er versichert seinem Auftraggeber, dass zwischen ihm und Madeleine rein gar nichts stattgefunden habe, was auf eheliche Untreue schließen lasse [na eh net, die paar Busserln werden nicht gezählt]. Daisy Darlington wiederum kann ihre Freundin Madeleine überzeugen, dass auch Aristide keinen Seitensprung begangen hat [warum der gerade nicht, ist ja direkt fad]. Nach und nach versöhnt und vertöchtert sich das zerstrittene Paar. Mustapha Bey lässt nicht locker, die von ihm so begehrte Daisy Darlington zu erobern. Er war schon sechsmal verheiratet [was nur so wenig oft]. Um seinem Werben Nachdruck zu verleihen, lässt er all seine Ex-Gattinnen aufmarschieren: Mizzi aus Wien, Blanca aus Prag, Lucia aus Rom, Mercedes aus Madrid, Trude aus Berlin und Ilonka aus Budapest. Und siehe da! Alle stellen Mustapha ein hervorragendes Zeugnis aus [weil sie nicht mit ihm wohnen müssen]. Letztlich ist auch Daisy nicht abgeneigt, die siebte Frau des Türken zu werden [aber nur wenn er sie nicht in die Türkei mitnimmt, sondern in Paris lässt und sie mit dem Jazz komponieren aufhört und was "Seriöses ?????" komponiert].

      Ende dieser Operette, in der es auch es heißt "Es ist so schön am Abend bummeln zu gehn".
    • Nun noch einmal eine Operette.

      Franz Lehár - Die Blaue Mazur.



      1. Akt: 1. Bild. "Das Medaillon". Schloß Olinski in der Nähe von Wien [nie gehört, dass es das gibt, muss in der Zwischenzeit abgerissen worden sein, lag wahrscheinlich zwischen Kahlenberg und Hainburg]. Der polnische Graf Olonski hat eben geheiratet [immer diese Schrecklichkeiten gleich am Anfang einer Operette]. Dass dies nicht in Polen sondern in Wien stattfand hat er seiner [auf-]reizenden Braut Blanca von Lossin zu danken [bei der ihm alles aufreizt, sogar ihr Singen] die weiß, was seinem Leben nun Sinn gibt [des hätte er auch ohne sie gewusst]. Schließlich ist sie Vollwaise [sie hat ihren Vater und ihre Mutter erschlagen und hat bei Gericht um mildernde Umstände ersucht, da sie ja jetzt Vollwaise ist, versteht's es eh] aber sie hat von ihrer verstorbene Mutter einen Talisman [von Johann Nepomuk Nestroy ist der nicht] ehelichen Glücks ein"kleines Medaillon" geerbt [welches die Frau Mama in der Apotheke zu den "Drei Kreuzerln" gekauft hat, das zu öffnen, aber stengsten verboten ist [zua was behaltet die das Klumpert dann?, vielleicht steht drin wo der G-Punkt ist], mit einer Ausnahme, wenn in der Ehe großes Leid geschieht. Als sie das, einem gewissen Juljan erzählt [ja das ist ja ihr Angetrauter, die traut sich was], fühlt er sich gleich wie in einem Roman ["Buddenbrooks" oder "Ben Hur" ist auch als Roman recht lang, oder der gesamte Karli May von vorne bis hinten, net der Karli, die Romane meine ich] und singt mit ihr ein Duett [weit hammas bracht, jetzt singen die schon wieder] ihm "ins Land der Liebe zu folgen". Damit wäre die Operette eigentlich schon zu Ende [auch guat gemma heim, da hat wenigstens noch a Wirtschaft offen], käme nicht die Aigner Gretel unangemeldet hereinplatzt [na hoffentlich platzt = heult die net, die damische Rolladmiralin]. Sie ist des Grafen letztes Verhältnis vom Hofballett und außer [und inner] sich über die heimliche Hochzeit ihres Liebhabers. Nur mit Mühe kann sie von dessen alten Zechkumpanen Adolar von Sprintz abgehalten werden die Hochzeit zu verpatzen [dabei hat die Gretel schon an Kübel Abwaschwasser mitgehabt welches sie über die Brautleute, statt Reis, ausschütten wollte, jetzt kann sie es wegschütten, na sie soll es ins Orchester schütten, die freuen sich über jede Kleinigkeit da unten], gibt es doch eine Entschuldigung für Juljans schnödes Verhalten, dass jeder Mann ein Scheusal ist [also diese Gender Operette hat es in sich, allerweil Vor- Und Nachurteile dem starken Geschlecht gegenüber, das habe ich schon gerne]. Mit besagten Adolar aber hat es seine Bewandtnis, zwei Seelen wohnen ach in seiner Brust [der wird doch net den ganzen "Faust" vom Geheimrat aufsagen, wäre ja fast wie der gesamte "Ring des Nibelungen", nur singen kann er net alle Partien]. In den sittenstrengen Räumen seines Onkels [was der hat innerlich Räume, vemietet die doch net am End'] gibt er den verklemmten, fleißigen Studenten, aber "um halbzehne wird er zur Hyäne und stürzt sich ins ewig Weibliche hinein". Kein Wunder, dass Blanca ihrem Mann den Umgang mit diesem "Spieler und Trinker" und "Weiberjäger" verboten hat, nicht ahnend, dass es ihr Gatte einstens noch schlimmer trieb [alles muas die net wissen, ein Mann braucht seinen Freiraum auch in der Ehe, ein Frau übrigens auch]. Sie, die Blanca, besteht darauf Adolar sofort wegzuschicken und Juljan wird mit einem Schlag der Verlust seiner Freiheit bewusst [das hätte ihn der Herr Pfarrer bei der Trauung schon sagen können, aber der hat sie zwar getraut es sich aber nicht getraut], denn von nun an darf er nur eine lieben. Und es kommt zu einem folgenschweren Gespräch mit Adolar, dass ungefähr s lautet "Was ist sie mir, sie ist nicht die erste und auch nicht die letzte, die ich geküsst, ein Weib und weiter nichts" [das schlägt dem Fass den Boden aus, was hat denn der für Ansichten, da wird sich die Donna Elverl aber freuen, dass sie net die Einzige ist, die der Gioverl g'habt hat]. Das ist aber folgenschwer, denn Bianca hat das alles am Balkon erlauscht [der zu diesem Zweck gerade angebracht wurde] es wird aber noch folgenschwerer [eine neue Gewichtseinheit?] als Gretel auftaucht um einen neuen Skandal zu machen [die hat ja net einmal den ersten guat ausgelebt, jetzt ein zweiter, das Madel hat Temperament], was ihr auch gelingt, Blanka greift zum Medaillon, öffnet es und findet darin einen Zettel [und ein Brieflos, welches sie zuerst öffnet, darauf steht - "Leider kein Treffer" - solche hatte ich auch schon] mit der Botschaft ["Botschaft" ein Lied aus "Die Wiener in Berlin" von Stephan Koltay, das kennt keiner "Kommt eine Vogerl geflogen...."] ihrer Mutter sie solle beim Freiherrn von Reiger Zuflucht suchen. Sie bittet den Chauffeur auf sie zu warten und erklärt ihrem Ehemann die Ehe für nichtig "Du Kasperl, galubst ich bin a Dirn' vom Land, du Ferkel, du ausg'schamter Lackel". Da machen die Bauern nach polnischer Sitte und in Nationaltracht, die festlich sein soll, dem Hochzeitspaar ihre Aufwartung, die Effektbeleuchtung leuchtet auf [zwei alte Christbaumbeleuchtungen, wo nur jede zweite Kerze, manchmal, brennt] und Blanka spielt die Rolle der glücklichen Braut, erst mit Mühe, dann mit exaltiertem Tanz [wie eine gewisse Salome, die schon dran war], ehe sie unbemerkt flüchtet [wie macht die das, wenn sie sich so ungeniert benimmt?]. Während Juljan sie verzweifelt sucht, bringen die Hochzeitsgäste dem vermeintlich zur Hochzeitsnacht [im Paradies, eine andere Operette, die bestimmt auch noch nach kommt] verschwunden Paar ein Ständchen "Da ich nun verlassen soll, meine geliebtes Heimatland" [ist aus Gounods "Margarete", wenn es in Deutsch gesungen wird, was aber entbehrlich sein kann]. Wie zum Hohn übergibt ihm Freund von Freyhoff auch noch Blankas Medaillon und nun weiß er,"Ich liebe nur meine Frau". Ein polnisches Klagelied [mit polnischen Grauwölfen im Quintett, heulend] bekräftigt es [na wenn schon, die Blanka ist net mehr da, juwiralala]. 2. Bild: Beim Freiherrn Reiger in Wien. Wir sind in einem Herrenzimmer und die beiden Herren ein gewisser Klamdatsch und ein ebenso gewisser Planting, die sich im benannten Zimmer befinden, beklagen und gedenken wehmütig der Jugend Zeiten [die sollen net so ang'rührt sein, auch das Alter hat seine Reize, man will, aber man kann net immer], denn "das ist das Glück der alten Knaben, dass sie Erinnerung haben" [falls sie nicht in Demenz verfallen]. Aus diesen Gedanken werde sie jäh von Blanka gerissen, die gerade [und auch schief, hängt vom Bühnenbildner ab] von ihrer Hochzeit kommt und doch holen sie den verdutzen Reiger unvermittelt rein, liebte er doch [vor dreihundert Jahren bei der 2. Türkenbelagerung 1683/09/12] Blankas Mutter. Und so erzählt sie umgehend ihre Geschichte, singend natürlich, und stellt ihr umgehend [eine umgehende Operette ist das jetzt] seinen guten Enkel Engelbert, genannt Engerl, vor einem Mann mit dicken Büchern unter den Armen vor [Hauptbuch in zweifacher Ausführung, eines fürs Finanzamt eines fürs Konto in Lichtenstein], der ihr freilich unangenehm bekannt vorkommt, zweifellos eine Verwechslung mit seinem missratenen Zwillingsbruder Adolar will er ihr weismachen [kann auch grün oder gelbmachen sein, was weiß denn ich wo die die Farben aufheben]. Mit einem Madrigal über das recht neue Thema "Ein Weib im Haus" lässt das Herrenquartett Blanka allein [wie eine gewisse Lucia, nur wird die net wahnsinnig, hoffentlich net]. Schon entlocken Celesta und Hochzeitswalzer entlocken ihr feurige Glut und sie löst ihr Haar [die soll sich in einem fremden Herrenzimmer benehmen, dieses Frauenzimmer] und sie lockert ihr Kleid und gibt sich hin [net wie ihr glaubt, den Reminiszenzen gibt sie sich hin, wenn ich auch nicht weiß wer die sind, die sind am Programzettel nicht angegeben, wahrscheinlich sind es Statisten], schließlich schläft sie ein und die alten Knaben betrachten sie ergriffen, Reger deckt sie zu und die Stimme Juljans wird visionär hörbar [jetzt sollen die den Dr. Freud aus der Berggasse holen, jetzt wird's unguat, weil sie schnarcht wie eine Holzfällerin].

      2. Akt: 3. Bild: Die blaue Mazur. [Na endlich, endlich weiß man warum die Operette so heißt], jetzt sind wir im Landschloß des Freiherrn von Reiger in der Nähe der Residenz. Alles tanzt [dass das Ballett auch was tuat und net immer nur bis zum Neujahrskonzert wartet, bis was tuat] nur Blanka blickt sinnend ins Weite hinaus, als sie einen herrlichen Strauß roter Rosen erhält [welche vom "Gasparone" übergeblieben sind] erhält. Ein beigefügtes Billet kündigt das Kommen des Gatten an und ehe der Freiherr die Tore [und die Fenster und die Hundehütte] schließen kann, steht er auch schon im festlichen Raum. Zu Blankas Überraschung gibt er sie frei "Der Traum ist ausgeträumt", aber miteinander tanzen das geht besser als gedacht. Kaum haben sich die alten Knaben damit abgefunden, werden sie schon getröstet Gretel Aigner platzt, wie immer unangemeldet [na soll die eine Posaune mitnehmen, wenn sie kommen will und damit einen Triller trillern] herein, und gibt ein Tanzlied zum Besten. Aber wegen dem Lied ist sie nicht gekommen [na wegen was denn, steht ja in der Partitur, dass sie das singen soll], sie will wieder gut machen "Die zwei Menschen sollen wieder glücklich werden". Die zwei Menschen haben aber schon Schwierigkeiten genug um eine Mazurka zu tanzen [mit zwei Linken kann man eben net tanzen], die Olinski zu Ehren angestimmt wird, und das hat einen besonderen Grund, denn es handlet sich um die "Blaue Mazur"der "letzten Tour" eines polnischen Festes [na endlich weiß ich warum diese Operette so heißt, und da wartet man fast drei Akte, oder Bilder, lang, ts, ts], die man beim Morgengrauen tanzt "Nur mit einer tanzt ein Pole diese Mazurka, mit der er leben und sterben will" [so was Geschwollenes]. Inzwischen erleichtert Gretel ihr Gewissen [a geht die beichten?, zum Herrn Fürsterbischof von Krakau] und sie will "von der Oberfläche" verschwinden und dabei soll ihr Adolar, der sich soeben Engelberts entledigt hat [der will doch den Buchhalter net umbracht haben]. Aber da hilft Adolar kein Engelbert mehr und Juljan nur mehr ein Scheidungsdokument. Er überreicht es Blanka mit den Worten, gesanglich, mit den Landsleuten die "Blaue Mazur" tanzen zu wollen, aber das tut man doch nur mit der Einen, fragt sich Blanka [und mit ihr alle Damen im Publico] :?: :?: :?: . Dann erzählt Juljan die Geschichte vom Onkel Olinski der seine Frau freigab um zu sehen ob sie ihn noch liebe. Blanka versteht die Geschichte nur zu gut [das Publikum weniger, ich schon gar nicht], sie zerreißt das Dokument der Herzensprüfung [also so habe ich noch nie eine Scheidungsurkunde genannt gehört]. Fanfaren erklingen, die Sonne geht auf, die Mazurka in Blau wird noch gespielt und das liebende Paar tanzt noch immer [und endlich fällt der Vorhang und Blanka und Juljan fallen sich an die Gurgel, weil sie sich, im Normallleben net leiden können].

      Ende dieser Operette, von der man erst relativ spät das Blaue versteht, es ist schließlich nicht die Rhapsodie in Blue.
    • Zu Silvester - eine Operette.

      Johann Strauss – Simplicius.



      1. Akt: Der Einsiedler, Wendelin von Grubben, sucht Ruhe durch das Gebet. Der Klang der Kriegstrompeten ist in der Ferne zu hören [darum kauft er sich in der nächsten Drogerie Ohrenstöpsel]. Wendelin Meditation ist durch das Auftreten von Melchior, ein Astrologe, und seiner schwedische Frau Ebba unterbrochen. Melchior erklärt, dass die Astrologie immer Überraschungen bereite und dass Wendelin angeblich ein Nachkomme der Familie Grubben und folglich berechtigt sei, eine gewisse Hildegard von Vliessen zu heiraten, um damit die Rettung des Grubben’schen Vermögen zu sichern [na da soll er doch zugreifen, bei den heute unguaten Zeiten, damals]. Er kann es aber nicht beweisen, dass es keine verbliebenen männlichen Nachkommen der Familie Grubben gebe [dann soll er das Maul halten] , aber er behauptet jedoch, dass astrologisch gesehen gibt es keine Beweise für eine lebende Nachfahren [san ma irrtümlich in die Tessiershow reingekommen] Um in Ruhe gelassen werden schreibt Wendelin dem Abschiedsbrief, dass es zunächst der Plan war Simplicius zu töten [was aber unterblieb, denn sonst wäre die Operette jetzt aus]. Ihre Besprechung wird durch den unruhigen Simplicius, der eisernen Männer gesehen hat, unterbrochen [Roboter?] Mehrere Soldaten, die ihres Weg kommen sind der Annahme der wild und ungekämmt Simplicius auf ein Entführungsopfer sei und trennen sie ihn von seinem Vater und um mit ihn den Wald zu verlassen. Wendelin zurückbleibt, verwirrt und gebrochen ["Allein, wieder allein…", altes böhmisches Volkslied].

      2. Akt: Währenddessen geben Schnapslotte [ein Beruf wie jeder andere auch, auch ein Geruch aus dem Mund, wie bei jedem anderen auch] und ihre Tochter Tilly doppelte Rationen [Kartoffelpüree auf griechisch Pürreus, nach dem alten Hafen von Athen] um die Truppen vor der Schlacht zu stärken, doch Schnapslotte ist an einen unbekannten Soldaten geraten. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sie in jedem Fremden wie Melchior, ihr längst verlorenen Ehemann verdächtigt [alle Männer wieder, wie ein Weihnachtslied, da heißt es nur Jahre]. Wieder einmal liegt sie falsch [die wird sich doch net hinlegen auf der Bühne, ein bisschen a Ordnung muass sein]. Inzwischen wurde Simplicius von General von Vliessen Gefolge aufgenommen. Scheinbar ist er unfähig die feine Kunst des Krieges zu begreifen wird er ständig von der Wachtmeister zurechtgewiesen [was braucht er da als feine Kunst, ars auch genannt, denn begreifen, jeder Krieg ist ein Unsinn]. Tilly nimmt ihn unter ihre Fittiche [und sie hat ganz schöne solcherne], entschlossen, einen richtigen Soldat aus ihm zu machen [die braucht sich net anstrengen, der Dreißigjährige Krieg ist morgen aus, hat eh nur Fünfzehn Jahre gedauert, denn in der Nacht wurde nicht gekämpft, an Sonn- und Feiertagen auch nicht und am Samstag nur bis 13 Uhr]. Da die erwartetete Ankunft eines Freiherrn von Grubben nun bevorsteht, hat General seine Tochter Hildegard Vliessen aus dem Kloster in Prag, wo sie die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hat, per Einschreibebrief, gerufen. Hildegard fleht ihren Vater erfolglos an nicht voreingenommen zu sein, wenn sie einen Fremden heiraten würde [na an Bekannten, da nimmt sie ja keiner, die alte Betschwester]. Arnim, jetzt Student in Prag und die große Liebe Hildegard, hat sie zum Lager durchgeschlagen, wo Simplicius ihn als Feind verfolgt [der soll net so eifrig sein, der ist ja auch nur ein Mensch]. Um Hildegard zu gewinnen nimmt Arnim freiwillig den Dienst im Heer an [Lumpensammler, Strohhaufenzerleger]. Hildegard beschreibt einen Traum, in dem zwei Männer wetteifern um ihr Herz und ihr Vater barsch zurechtgewiesen und findet Trost bei Schnapslotte [bei einem 80% igen Stroh-Rum]. Hildegard sagt Arnim, dass sie zu einem anderen versprochen worden ist, doch hat sie ihr Herz an ihn verloren [und nicht mehr gefundne worden ist es, Herzstation bitte melden]. Der General ist empört, als seine Tochter auftaucht am den Arm eines Fremden, der die Kühnheit hat um ihre Hand anzuhalten. Arnim weist stolz auf seine Familie und sein Erbe und nennt sich selbst den Baron von Grubben [der Erste der damit anfangt] Erfreut über diese unerwartete Wendung der Ereignisse, kündigt General von Vliessen ihre Verlobigung. Während der Festlichkeiten, gelangt Simplicius mit einem gebundenen Gefangenen, Melchior, den er im Lager entdeckt hatte und den er als Feind verhaftet hat. Aber auch Melchior kann, bevor er aufgehängt werden soll, verkünden, dass auch er ein Baron von Grubben sei, und als Beweis präsentiert er Wendelins Brief [so ein Hundling so ein Gemeiner]. Die Verwirrung verstärkt sich, denn ein kaiserlicher Brief kommt aus Wien behauptet, dass verdächtige Papiere und Dokumente in der Wohnung eines Freiherrn von Grubben entdeckt worden sind [WC Papiere, Küchenrollen etc.]. Diese Papiere aus Schweden [mit einem Packerl Knäckebrot] gekommen, und es wird angeordnet den Baron bis auf weiteres zu verhaften. Melchior, der in der Tat mit der Schwedin Ebba daran beteiligt sind, bestreitet die Vorwürfe. Beide Arnim und Melchior werden unter Arrest gestellt und Simplicius zum Fähnrich gemacht [das nennt man Karriere machen]. Die Truppen setzen sich in Bewegung um gegen die Schweden zu kämpfen [immer diese Kämpferei, dabei heißt es in dem altdreißjährigen Kriegslied, von einer gewissen Nicole gesungen "Ein bisschen Friede"]


      3. Akt: Wendelin ist so verzweifelt, ob er jemals wieder seinen Sohn zu sehen wird [und singt ein Lied, das wir bei Josef Schmidt als "Wenn nicht die Hoffnung wär" kennen]. Denn eine Gruppe von wütenden Bauern jagt Simplicius [durch Wald und Au]. Simplicius begibt sich vor der Ergreifung unter dem Befehl des Wachtmeister [Johannes von Kepler]. Arnim und Melchior, die noch gefangen sind können zu einer Verständigung kommen. Melchior stimmt zu, seine Behauptung zu unter der Bedingung, dass das Vermögen der Familie ihm übergeben wird, während er zustimmt, dass Hildegard Arnim heiraten könne [so eine Bagage, immer diese Häfenplaudereien]. Bevor aber man Hildegard die gute Nachricht mitteilen kann, erhält General von Vliessen eine neue Order von Wien [da kommt bestimmt nix G’scheites her, ich komme ja auch aus Wien, schließlich] ein wilder junger Mann namens Simplicius gefunden werden muss. Wer ihn finden sollte, dann ist er bei seiner Ehre verpflichtet, ihn mit Respekt behandelt, weil er nichts anderes als der Sohn des Barons von Grubben ist. Der General und seine Leute befördern Simplicius in den Rang eines Leutnants und befiehlt ihm Hildegard heiraten. Arnim ist bei Treffen mit seinem lange verschollenen Bruder wieder überglücklich. Simplicius stimmt ein verheiratet werden, doch ist verwirrt, zumal Tilly fordert jetzt seine Gefühle für sie zu kennen. Schnapslotte bietet Tilly Beratung als Simplicius und Tilly sprechen von Liebe [na endlich, war schon Zeit, mir sind ja schon die Füße eingeschlafen]. Für Melchior findet sich ein Opfer seiner eigenen Schlauheit: Er hatte heimlich gegeben Tillys Mutter einen Liebestrank zu Hildegard gesandt aber Schnapslotte trank ihn selber. Tillys Mutter betritt Melchior Zelle und wieder versucht, ihn zu verführen und behauptete, ihn zu ihrem längst verlorenen Ehemann. Melchior gibt nach, ein Mal am Hals hat ihn verraten, und räumt ein, dass seine eigenes Horoskop tatsächlich etwas in dieser Richtung zu erwarten hätte Der General kehrt triumphierend aus der Schlacht gegen die Schweden und bringt Ebba mit ihm als seine Gefangene [wenn das die Kronprinzessin Victoria hört, sprich die mit mir kein Wort mehr, so auch nicht]. Sie ist als der Ursprung des verdächtigen Schreibens in der schwedischen Mitteilung, welche in der Residenz des Barons gefunden wurden und identifiziert worden sind, und es wird ihr sowohl Arnim und Melchior vorgestellt [den einen wird’s ja noch kennen, vom Anfang her]. Sie identifiziert Melchior als den Adressaten der Briefe, und dass Arnim befreit wird. Simplicius bringt den anderen schwedischen Gefangenen, denn auf Befehl des Generals, sind ins Lager Moral durch das Singen zu fördern [ganz was Neues, seit wann hebt denn Singen in der Oper die Moral, und außerdem wird die Musik stark "Nacht in Venedig"-erisch]. Aber des Gefangenen Schicksal erinnert alle ihre eigenen Opfer und Verluste während dieses Krieges. Simplicius rennt in den Wald. Andere folgen ihm [Schwammerl = Pilze suchen]. Sie treffen sich mit einem Bauern –Wendelin, der bis jetzt hatte die Hoffnung, jemals mit seinem Sohn wieder vereint zu sein [ein treues Herz ein treuer Sinn, klingt nach Richardl Nr.1, ist aber auch nicht von mir] fast aufgegeben [muass er net, der kummt schon wieder]. Die Tatsache, dass Wendelin noch lebt hebt den Willen, der so viele Jahre zuvor von seiner Frau, der Gräfin von Vliessen gemacht wurde, auf [na eben, immer diese Uraltsachen aufheben]. Schließlich finden Tilly und Simplicius sowie Hildegard und Arnim ihr Glück in einander [und wenn sie nicht ….].

      Ende dieser romantischen Operette - am Abend des 32. Dezember geschrieben - und die CD Gesamtaufnahme gehört, wirklich eine packende Operette.


    • Auch in diesem Jahr geht es weiter, immer heiter.

      Johann Nestroy – Musik – Carl Binder [nach Richard Wagner] – Tannhäuser in 80 Minuten.

      Auch hier gibt es das was man eine Ouvertüre nennt, nur spielen es hier die Schrammeln, man ist ja in Wien.

      1. Akt: Dann erhebt sich der Vorhang [falls vorhanden] und man sieht einen Nymphentanz und auch Frau Venus erscheint beim Ritter Tannhäuser, eigentlich mit ihm zusammen, manchmal [wenn es Robert Meyer an der Volksoper macht, dann zusammen] "zu Herzen, zu schmatzen" ein zu Herzen gehendes Duett, wobei sich die Nymphen einmischen und das gleich in einem Chor [was nicht immer gut sein muss] „Holde Venus lass dir sagen“, und Tannhäuser kann das nicht länger anschauen, wie sich die benehmen und so verabschiedet er sich aus den Hallen des Venusberges, um gleich eine Hirten zu sehen und zu hören "Frau Holda kam auf den Berg herauf", und der Schafhirte entdeckt den schlafenden Tannhäuser, aber nicht nur er allein, es kommt gleich ein ganzer Männergesangsverein herein "Frisch alle miteinand’ mit lautem Sing und Sang" und es kommt noch der Landgraf Purzel dazu der Tannhäuser fragt [wenn die anderen still sind, und das dauert hier nicht lang] "Sag wo bist denn du gewesen..?", nachdem er von seinem Pferd [eine Leihgabe der Spanischen Hofreitschule] abgestiegen ist [falls das Vieh einmal ruhig ist, die Musik macht es nervös, es ist Walzerklänge gewöhnt und keine Richardl]

      2. Akt: Während der Vorhang sich erhebt [und das Publikum auch] erhebt sich auch Elisabeth [auch hier ist sie die Nichte des Landgrafen Purzel] und auch hier besingt sie eine "Teure Halle" nur nicht so lange, denn die Halle war nicht ganz so teuer [bei den heutigen Inszenierungen ist sie zwar teuer aber schaut billig aus], da erscheint Wolfram und Tannhäuser und "Überglücklich rennt sie durch den Saal", womit aber der Landgraf auch nicht ganz einverstanden ist und meint "Mein teures Nichtchen" [also etwas ist doch teuer, wenn’s auch nur die Nichte ist]. Da kommen schon die ersten Gäste, und es kommen noch mehrere, deshalb ziehen sie ja auch ein. "Der Landgraf erhebt sich" [das muss er singen, denn sonst würde das ja bei dem Durcheinander keiner sehen] und der Sängerkrieg beginnt "Wolfram von Dreschenbach, beginne!", die Preisrichter, Festgäste und auch ein gewisser Fridolin hört angespannt zu, nur was der Dreschenbach singt das missfällt unserem Tannhäuser und er singt dazwischen was von einer Frau Venus [die in diesen Heiligen Hallen keiner kennt, zumindest sagen es alle] “Wie hör ich recht?“ fragen die alle durcheinander, Wolfram, das Lieserl, der gesamte Männergesangsverein und auch Tannhäuser [bei der einsetzenden Musik, sind alle entsetzt] und es endet der 2. Akt [nicht mit der Flucht nach Rom, zumindest net gleich, aber später schon].

      3. Akt: Wieder ist Elisaberh allein auf der Bühne zu sehen [wahrscheinlich Spargründe, denn jedes Lieserl hat ihren Preis], da sieht man plötzlich Wolfram von Eschenbach, weil er wieder singen will und er tut es auch und singt das bekannte Lied an den Abendstern "Guter Mond, du gehst so stille….", dem Landgraf Purzel kommen darüber die Tränen und er weint und er fällt, jetzt erst, den Urteilsspruch, da, was da, da halt kommen die Nymphen [die ja auch was tun wollen] und sie singen "Wir winden dir den Kranz", damit meinen sie das Haupt Tannhäusers, und es kommen einige Katafalker hinzu, denn das Lieserl ist nach dem Lied an den Mond verschieden und es kommen die Trauergäste hinzu, die da singen "Bedenke, Mensch, du bist von Staub", alle schluchzen und schneutzen vor sich hin. Da plötzlich wird es finster und Frau Venus erscheint [jetzt wollen sie alle sehen, die keiner sonst gesehen hat, haben’s g’sagt und g’sungen] doch Tannhäuser will nicht mehr die Kalamitäten mit der Person haben und legt sich neben Elisabeth in den Katafalk [deshalb waren ja auch vorher die Katafalker da]. Doch ganz so ernst geht bei Nestroy auch nicht aus [denn die beiden steigen aus dem Katafalk heraus und singen ihr Abschiedliedel [die sollen drin bleiben, man will ja nach 80 Minuten heimgehen und eine anständige Musik hören].

      Ende des Dramas in drei Akten, wobei an der Volksoper die Partien vom Herrn Direktor – alle – gespielt und gesungen werden.


    • Meine Lieben!

      Es beginnt für mich, ab heute, der Ernst des Lebens, ich habe am 12.1.2011 zwischen 10 und 11 Uhr Prüfung, mein "Lieblingsfach" - Philosophie der Geschichte, :stern: :stern: :stern:

      und möchte mich hier, von diesem Thread, bis zum 13.1. verabschieden, jetzt heißt es Lernen. :yes: :yes: :yes:

      Liebe Grüße und bitte Daumen halten, Danke, sagt Euch Euer Peter dafür. :wink: :wink: :wink:
    • Zur Abwechslung, und um auf was anderes zu denken.

      Johann Strauss - Der lustige Krieg.



      Wegen eines nichtigen Anlasses, eines Streits über eine gefeierte Ballett-Tänzerin [die Kirnbauer wird es nicht gewesen sein, oder die Fanny Elßler] ist ein Krieg zwischen Massa [a Massa - gewichtseinheit in Süddeutschlan, auch Masse geannt] und Genua augebrochen [wegen was manche Leute an Kriag anfangen ist net zu glauben]. Von seinem Gefangenen [der nicht allein einen Gefangenenchor anstimmt], des geschwätzigen Marchese Sebastiani, erfährt der genuesische Oberst Umberto Spinola [der Name kummt ma irgendwie bekannt vor], dass seín Gegner den Oberbefehl über die Truppen von Massa seiner resoluten Gattin Artemisia [na bei dem Namen kein Wunder] übertragen hat, die sich zur Zeit auf dem neutralen Schloß Malaspina aufhält [lasst's sie dorten, da kann sie keine Unfug anstellen]. Außerdem hat deren Nichte Violetta [die wird doch net aus der Traviata entsprungen sein - die war übrigens schon dran] eingewilligt, den ihr unbekannten Herzog von Limburg [der hat ja an Namen wia a Käse, hoffentlich miafelt = stinkt er net so] zu heiraten [ein Käse in einer Familie erspart einen Sterz = steirisches National-Frühstücksgericht, welches den ganze Tag anhält, ma kriagt keine Hunger mehr, der füllt den Magen und ist, und ißt, schwer zu ertragen - Jöh ein Reim!], der nach der Heirat Hilfstruppen und Gelder schicken würde [der soll auch mir was senden, Hilfstruppen weniger - aber pecunia wär net schlecht]. Als sich Violetta, verkleidert als Bürgersfrau [Naschmarktweiberl, Frau Sopherl mit Kochsalat umgeben], durch die feindlichen Linien [Linienwall, in Wien durch einen gewissen Prinz Eugen errichtet, net von eahm selber, der hat doch mit dem Belvedere zu viel zu tun gehabt, mit Kelle, Meisel und Beton] schleichen will [wie eine Blindschleiche, weil blind war's sowieso und taub auch noch dazua, aber g'sungen hats, zweistimmig laut und falsch, dass sich mit eine Blindschleichen schon im Paradies was ereignet hat, die Geschichte mit dem Apfel, die hat esmit dme Grünzeug - und wie es ausgegangen ist hat ein gewisser Augustinus uns erklären wollen, Erbsünde - so ein Schmarrn], wird sie abgefangen [eh klar die hat janach Kolrabi g'stunken, dass einer Sau graust]. Umberto verliebt sich in Violetta [der hat immer einen eigenen Geschmack gehabt]. Es gelingt ihm, sich als Stellvertreter ["Der Stellvertreter" ein Stück von einem gewissen Huthoch - oder so ähnlich, aber den gibt es noch nicht] des Herzogs von Limburg auszugeben [weil er sich mit dem Limburger und einem Olmützer Quargel einrieb, war es glaubhaft] und Violetta per procurationem [was das auch immer sein soll, was Unanständige bestimmt, weil er sich vom Dr. Eisenbart ein Rezept ausstellen ließ, denn ohne Rezept gibt es das in der Apotheke "Zum Golden Weinbrand" nicht]. Violetta und der Marcese Sebastiani kehren, von Umberto freigelassen, nach Malspina zurück [wo alle eine helle Freude haben, weil sie dazu singen, was unterbleiben hätte können]. Von Sehnsucht nach Violetta getrieben [nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was er leidet], besetzt Umberto Schloß Malspina und präsentiert den tölpelhaften Tupenzüchter Balthasar [der morgen Namenstag hat und eigentlich, wegen seiner Eigenschaften, von Lucio Gallo blendend gespielt werden hat können, oder ist der noch Tölpelhafter?], der von Umbertos Soldaten und -innen ebenfalls gefangen genommen wurde, als Herzog von Limburg [den von Urbino hat er net präsentieren können, der ist in einer anderen Operette, ebenfalls von Schani Strauss dahoam]. Violetta, die sich bereits in Umberto verliebt hat ["Die Liebe geht seltsame Wege", sang schon Kristins Lieblingssängerin Zarah Zylinder], ist entsetzt über ihren vermeintlichen Gatten [den hat sie sich ganz anders vorgestellt, aber Falschvorstellung hilft vor Heirat nicht]. Unterdessen ist ist es Violettas Truppen gelungen, das Schloss Malaspina [mei haben die an schönen Namen für a Ruine] und Umberto gefangen zu nehmen. Nach einigen Verwirrungen und auch Verwechslu- [auch wieder mit -ungen] klärt Umbero den wahren Sachverhaltt auf und bekennt [bei allen 23 Nothelfern], dass Violetta wirklich mit ihm verheiratet ist [was keinen von den beiden zwar freut, aber mitgefangen und gehangen, uch mit mit-]. Ein Depesche [mei wie Gschwollen, eine Mail oder eine PN meinen die, die hätt's doch auch getan], die von der Flucht der Ballett-Tänzerin berichtet [die ist nach Montevideo geflohen, wo es ein Haus gibt - alter aber immer guter Film mit Ruth Leuwerik und Heinz Rühmann], beendet den "Lustigen Krieg". [und dazu haben die drei Akte gebraucht, sowas von sowas ist wirklich so etwas Unguates].

      Ende dieser Operette, die im fernen Italien spielt, wo es jetzt auch net grad warm ist.
    • Eine Oper aus dem griechischen Italien, war einmal, die Griechen werden sich giften.

      Joseph Haydn – La fedeltà premiata.



      1. Akt: Wegen eines Tempelfrevels im Diana-Heiligtum in Cumae [für Italienreisende ist es nordwestlich von Neapel gelegen, und heißt in griechisch kyme, in italienisch hat sie auch einen Namen Cuma, ist aber eigentlich für die Oper unwichtig, nur für Autokarten in den per- und diversen Sprachen wichtig] hat die Göttin bestimmt [die Diana, das ist die mit dem Melissengeist], dass jedes Jahr zwei der treuesten Liebespaare so lange einem Ungeheuer geopfert werden [Finanzamt, Mietbeihilfe - wo man nichts kriegt, ich zumindet nicht], bis sich ein Held freiwillig dem Tod weiht [bevor er eine Steuernachzahlung bekommt, dann ist das doch auch eine Möglichkeit]. Melibeo [der Vorgänger der Zigarettenmarke Marlboro] erklärt Amaranta, die er liebt, dass dieser Fluch für ihn keine Gültigkeit hat [weil er immer brav gearbeitetet und sein Moneten nach Lichtenstein gebracht hat]. Amaranta aber liebt nicht den Priester [klar, da würde ja schon der Benedicterl dagegen sein], sondern Perrucchetto, der darüber sehr glücklich ist [nach dem Motto "Glücklich ist, wer vergisst"]. Nerina hat sich bei Amaranta über deren Bruder Lindoro beklagt "Schnatter die schnatter, flüster di flüster" [und das alles in Italienisch und musikalisch gesungen], da er ihr seit Celias Ankunft keine Beachtung mehr geschenkt hat [alle Tage ist net X-mas, soll auf den Osterhasen warten]. Dies kränkt Amaranta [und sie schluchzt so laut, dass der Dirigent abwacheln muass], und sie bittet Melibeo, Lindoro mit Celia zu vereinigen [nur net unfein werden, die Kinder können net allerweil rausgeschickt werden]. Nerina ist darüber unglücklich und klagt ihr Leid Fileno [was der kummt jetzt erst, der war in der Wirtschaft "Zum Goldenen Vlies"]. Dieser trauert Fillide nach, die von einer giftigen Schlange gebissen worden ist [hat der kein Serum dabei gehabt, soll halt beim Orpheus fragen, der der hat auch sein Dicerl wieder aufholen können, net einmal in der Operette]. Beide wissen nicht, dass sie von demselben Mädchen sprechen [wie oft soll ich schreiben, die sprechen nicht – die singen nur], und bieten sich gegenseitig Hilfe an [Erste oder Zweite Hilfe?]. In einer anderen Gegend [am Laaerberg, Kahlenberg, Vesuv] trauert Fillide, die den Namen Celia angenommen hat [immer die Falschnehmernamerei], um Fileno, den sie für tot hält [weil er seit zehn Minuten net g’sungen hat, muass er net tot sein]. Nerina, Lindoro und Fileno tauchen auf [aus einer Versenkung, die praktischerweise auf der Bühne angebracht wurde]. Celia ist glücklich, ihren Geliebten wiederzusehen "O namenlose Freude", ist zwar aus einer anderen Oper, aber ist doch so fidel zu singen] Lindoro wird fortgejagt [das hat er davon, immer diese Entlassereien, fristlos noch dazu]. Celia entdeckt, dass Lindoro und Melibeo sie und Fileno beobachten [lauter Spanner sind da bei Neapel unterwegs, nur weil sie einen Bikini tragt]. Aus Angst, zum treuesten Liebespaar gewählt zu werden, stößt sie Fileno von sich, der dadurch fast rasend wird [warum fast, der kann es ruhig ganz werden und gleich versuchen ob er das kann "Il dolce suono, ah quella voce….", ist zwar aus einer späteren Oper, aber sie kann ja net singen "Drah die net um der Kommissar geht um". Trotz Celias Geistesgegenwart erkennt Melibeo die Wahrheit und stellt sie vor die Wahl, geopfert zu werden oder Lindoro zu heiraten [da wird ihr die Wahl schwer fallen, da ist je keines das Gelbe vom Ei]. Eine Gruppe Satyrn stürzt herbei und nimmt statt Nerina irrtümlich Celia mit [na endlich, da ist der 1. Akt vorbei, und die werden die absichtlich Unabsichtliche weggenommene wieder zurückbringen, die singt ja nur immer "Als ich noch Prinzessin war von Arkadien…", das dürfte aber auch gar net von da sein].

      2. Akt: Fileno befreit Celia, kokettiert aber, um sich zu rächen, mit Nerina [ist das die Tochter vom Kaiser Nero, die Schwarze, Josephine Baker vielleicht, den Bananegürtel kann sie anlassen]. Inzwischen haben sich zum Ärger des Priesters Amaranta und Perrucchetto gefunden [warum ärgert der sich denn, der hat ja schon lange auf a Aufgebot gewartet]. Celia macht Nerina Vorwürfe [du abgewirtschaftete Griechin, bis ja schon seit dem Bau des Tempels über blieben] diese rät, auf Fileno zu verzichten [gute Ratschläge zur Nachtstunde,denn das Publikum ist schon im Halbschlaf]. Es beginnt eine große Jagd, auf der Fileno eine Liebeserklärung an Fillide in einen Baum ritzt [mei wie die Elsa, damals in der Serie hier, auf Nr. 2. a E halt nur einigschnitzt] Melibeo [allerweil will ich Marlboro schreiben] gelingt es, Celia und Perrucchetto in eine Höhle zu locken. Dort werden sie von den anderen gefunden und sollen als treuestes Liebespaar geopfert werden [das ist auch nicht die feine englische Art, auch Campinggäste müssen sich benehmen, bitte - Cola Dosen in die Altpapierkörbe das es schön kracht, wenn sieausgeleert werden]. Amaranta ist außer sich, Nerina weiß nicht, was sie tun soll, und Fileno sucht immer noch nach seiner Fillide [da wissen viele, Vieles nicht]. Melibeo führt die Opfer an den Meeresstrand, wo sie das Ungeheuer erwarten sollen [vielleicht die TV Serie "Traumschiff" ist auch ein Ungeheuer anderer Art] alle brechen in laute Klagerufe aus [weil sie nicht abdrehen können die Fernbedienung ist im und am Wasser draußen, bitte den Stecker aus dem TV Geraät rausnehmen, geht ja net es ist alle "in natura"].

      3. Akt: Zu dem Opfer hat sich die ganze Bevölkerung der Umgebung eingefunden [ebenso viele grad frei sind und net in der Kantine sitzen, für etwaige Statisten werden Leute aus dem Publikum gebeten, wenn sie Straßenkleidung anhaben das macht nichts, ist heute modern, ein Scarpia der net im Business Look erscheint, ist kein richtiger Scarpia mehr – ich schwief, wie gewohnt, ab]. Als für Celia und Perrucchetto alles verloren zu sein scheint, bietet sich Fileno freiwillig an [weil er eh schiach ist und kein Muskeln hat wie der Vor Gouverneur Arnie hat]. Da erscheint Diana mit ihrem Gefolge [drei Leute san für das Gefolge überblieben]. Sie ist durch Filenos Heldenmut besänftigt und schenkt allen außer Melibeo, der von Pfeilen [und Filterzigaretten] durchbohrt wird, den ersehnten Frieden [eine Art Staatsvertrag]. Amaranta erhält ihren Perrucchetto, Fileno Fillide, Nerina kann auf Lindoro hoffen [hoffen kann a jeder, aber der will endlich heimgehen, Lindoro ist endlich abgeduftet].


      Ende dieser Urlaubsreisezieloper aus dem fast immer sonnigen Italien, bei Neapel rechts rein, bis zur Straßenkreuzung nach Palermo.
    • Endlich wieder eine Operette.

      Leo Fall – Der fidele Bauer.





      Vorspiel: Dorfplatz. Matthäus Scheichelreuther ist ein nicht gerade reich [aber wer ist das schon, bei den lausigen Zeiten], aber trotzdem meist froh gelaunter Landwirt und seit vielen Jahren Witwer [deshalb ist er ja so heiter im Wesen] Auf dem Sterbelager hatte seine Frau noch den Wunsch gehabt, Stefan, den einzigen Sohn, einmal Pfarrer werden zu lassen [ausgerechnet bei der Pfarrerschwemme, Papst kann doch eh nur einer werden] Jetzt, nach dem erfolgreich bestandenen Abitur [in Österreich auch Matura genannt], ist der Tag des Abschieds gekommen "Sag zum Abschied leise Servus". Stefan sagt seinem Vater und seiner Schwester Annamirl Aufwiederluaga, um im fernen Wien [welches an die zwei Gehstunden von daheim entfernt ist] das Studium der Theologie aufzunehmen [na hoffentlich hat der einsichtigere Philosophie-Professoren als ich habe].

      1. Akt: Dörflicher Rummelplatz. Elf Jahre sind es nun schon her, seit Stefan seine Heimat nicht mehr gesehen hat [wie die Zeit vergeht, ja Theologie ist das längste Studienfach, schon seit dem Mittelalter]. Der alte Scheichelreuther ist freudig bewegt, seit er erfahren hat, dass er heute Besuch von seinem Sohn erhält [grad heut, zu Dreikönig, wo er net einmal das Feld aufgewaschen hat]. Auch Annamirl ist mächtig stolz auf ihren Akademikerbruder [da braucht sie net stolz sein, Akademiker sein ist ein Beruf wie jeder andere, kaum Zukunftschancen]. Das geht sogar so weit, dass sie sich selbst als etwas Besseres vorkommt und ihrem Freund Vincenz, den sie seit Kindestagen kennt, nur noch die kalte Schulter zeigt [welche, die rechte oder linke Schulter, oder beide gleichzeitig]. Im Dorf wird gerade Kirchweih [in Österreich heißt das Kirtag, mit Standeln mit Devtionalien, wo man jeden Schund bekommt, wie in Maria Lourdes] gefeiert. Vincenz soll morgen seinen Wehrdienst antreten [was morgen schon, ja in Österreich ist die Wehrpflicht noch nicht abgeschafft] und würde gerne zum Abschied mit Annamirl tanzen, aber sie gibt ihm einen Korb [Äpfel und [Glüh-] Birnen, für die lange Winterszeit, wo er den Sterz vergessen kann, den er dauernd essen muass, beim Militär bekommt er auch nichts besseres]. Lisi, Kuhmagd bei Scheichelreuther, die ihrer Haarfarbe wegen vom ganzen Dorf nur die "rote Lisi" genannt wird [und die immer den Schlager hört "Ich hab’ rote Haar, feuerrote Haar sogar" aus dem Schlagergut der 1950er Jahre], bummelt und hatscht mit ihrem unehelichen Sohn Heinerle über den Kirtagsplatz. Immer, wenn der Bub einen Wunsch äußert, beteuert ihm seine Mutter, dass sie kein Geld habe [so wie es der Paul Hörbiger im Film machte "Heinerle ich hab’ kein Geld". Stefan kommt, um seine Familie zu besuchen. Wie sich herausstellt, hatte er das Studium der Theologie bald an den Nagel gehängt [recht hat er g’habt, allerweil die Philosophie ist ihm beim Hals rausg’hängt, mir auch] und stattdessen Medizin studiert [und hat schon drei Leute vor dem sicheren Leben gerettet]. Gegenüber der ländlichen Bevölkerung gibt er sich anmaßend [ja weil die keine Krankenkassa haben, und er ordiniert – das ist nichts Ordinäres – nur Privat]. Auch sein Vater muss schmerzvoll und -haft feststellen, dass sich sein Sohn gänzlich verändert hat [der kann zeigen, dass sich manche Akademiker im 34. Semester noch immer als was Besseres vorkommen]. Ja, er schämt sich geradezu seiner bäuerlichen Herkunft [das braucht er nicht, denn jeder Halm wird heute nach Brüssel abgeliefert und man ist ausgeliefert und das Wort Brüssel muass man erst scheiben können] Er hat sich zu einem arroganten Teppen entwickelt. Der alte Scheichelreuther muss dann erfahren, dass sich sein Sohn mit der Tochter eines Geheimrats aus Berlin verlobt hat [grad aus Berlin, wo er das Deutsch dort gar net versteht] und im Begriffe ist, noch heute nach dorthin weiterzureisen ["Reisende soll man nicht aufhalten" – altpersisches Sprichwort aus der Zeit von Darius II.], weil er seine Braut in wenigen Tagen heiraten werde. Als Stefan dann auch noch sagt, dass Vater und Schwester nicht zum Fest geladen sind [die sollen sich nichts drausmachen, bei der Scheidung sind sie herzlichst eingeladen], überkommt den alten Scheichelreuther nicht nur eine tiefgehende Traurigkeit, sondern auch Zorn. Um seinem Sohn eins auszuwischen, beschließt er, den Sohn seiner Kuhmagd zu adoptieren [meint der net tapezieren, oder ist das adopt- was anderes, was weiß denn ich].

      2. Akt: Eleganter Salon in einer Wiener Villa. Stefan ist seit einem Jahr mit Friederike von Grunow verheiratet [a Grunow habe ich auch gekannt, nur hat die Edith geheißen, die ist mir dauernd nachgerannt, soweit es ihre Körperfülle zugelassen hat, aber derwischt hat sie mich nie, so ein Glück]. Er betreibt nicht nur eine gut gehende Arztpraxis in Wien [im Allgemeinen Krankenhaus mit angeschlossener Prosektur], sondern hat es bis zum Universitätsprofessor gebracht [auch was, nur weil er etwas über den Blinddarm geschrieben hat "Wie blind ist eigentlich der Blinddarm, und braucht er Augengläser" - Doktorarbeit nennt er den Schmarrn]. Nicht einmal seiner eigenen Frau hat er seine bäuerliche Herkunft verraten [der soll sich genieren, heute verdient die Landwirtschaft manchmal mehr al so a windiger Arzt-Professor]. Heute erhält das Paar Besuch aus Berlin [schon wieder heute, wo sie die Tapeten noch net aufgeklebt hatten, da sie einen Wasserrohrbruch hatten und die Handwerker net kamen, und der Herr Professor ist doch so untalentiert als Heimwerker, dabei haben es beim OBI- Markt alles Klumpert gekauft un unausgepackt daheim, aber alles ganz wie neu]. Geheimrat von Grunow mit Ehefrau Viktoria und Sohn Horst, ein stolzer Husarenleutnant, wollen sehen, wie es den beiden geht [die sollen net so neugierig sein, a Kind ist noch net unterwegs, dafür war keine Zeit vorhanden, und Alex, wie sich auch die Gattin nennt, ist derart unglücklich darüber, dass sie die Pille nicht verträgt, aber gar net nehmen will, weil es die Kirche net erlaubt, außer in Ausnahemfällen, für was erzeugt denn der Vatikan dieses Präparat]. Zu allem Überfluss haben sich Matthäus Scheichelreuther, seine Tochter Annamirl, Stefans Patenonkel Lindoberer und dessen Sohn Vincenz auch dazu entschlossen, das junge Paar ohne Vorwarnung auch am selben Tage zu besuchen. Wie vom Dorf her gewohnt, hat der al alte Scheichelreuther seine Zipfelmütze auf [wie das Darmol-Manderl mit Nachthemd und Kerze] und die Ziehharmonika dabei [na soll er die Musikbox vom Wirten mitbringen, wo eh nur eine Schallplatte drin ist, mit den Rolling Stones „Satisfaction“]. Die vornehme Berliner Verwandtschaft gibt sich entsetzt, als sie feststellen muss, aus welchen tristen Verhältnissen Stefan kommt [so eine aufgeblasen Gesellschaft]. Sie geht sogar so weit, dass sie Friederike empfiehlt, ihren Gatten zu verlassen [und als Abfindung 500 Kilo Kartoffeln und Gries zur Sterzbereitung zu verlangen, Schmalz muss auch dabei sein]. Aber da gerät sie bei Friederike an die Falsche [was so ein anständige Mädel ist die, hätt’ ich nie von ihr gedacht]. Sie zahlt es ihrer Verwandtschaft heim [weil sie ihren Bausparvertrag aufgelöst hat, waren eh nur 33 Pfennig droben], indem sie sich besonders freundlich zu den Dorfbewohnern verhält [wahrer Edelmut zeigt sich schon bei Kleinigkeiten]. Es dauert nicht lange, bis ihre nette Art auch auf ihren Gatten und kurz darauf sogar auf die Berliner Verwandtschaft rüber geht [die san ja gar net so a- oder berrogant, wie man sich doch täuschen kann]. Bauer Scheichelreuther kann jetzt endlich wieder stolz auf seinen Sohn sein [und spielt auf seiner Ziehharmonika das altbekannte Lied "Erst wenn’s aus wird sein" und am Ende werden auch Annamirl und Vincenz ein glückliches Paar [so endet diese Operette auch mit einer Tragödie].


      Ende dieser zuherzen gehenden Operette, mit Ziehharmonika [auch Akkordeon-]-begleitung.
    • Jede anständige Operette hat ein Vorspiel, also auch diese hier.

      Emmerich Kálmán – Die Herzogin von Chikago.



      Vorspiel: Sandor Boris, der Erbprinz von Sylvanien, kommt inkognito [in was kummt der, hat der nix anderes zum anziehen] mit seinem Gefolge [zwei Mann hoch] in eine Budapester Bar [Zum windigen Heurigen]. Er ist äußerst empört, dass dort nur moderne, amerikanische Musik und Jazz zu hören sind [die haben halt nix anderes in der Musikbox]. Darum gibt er viel Geld aus, um diese für ihn ungewohnte Musik durch Czárdás und Walzer zu ersetzen [wenn er es net versetzt, geht es ja]. Einige Weile sieht Miss Mary Lloyd [so hat einmal eine Automarke geheißen] , die gerade mit ihrem Vater, dessen Privatsekretär und einigen Freundinnen von New York angekommen ist, dem zu, doch dann gibt sie der Kapelle noch mehr Geld [Geld regiert die Welt, so das alte transylvanische Sprichwort], die von nun an nur noch amerikanische Tänze, vor allem aber Charleston spielt [Hauptsache sie spielen nicht verbotene Spiele, wie Blinde Kuh oder Fangerln]. So Etwas würde, sagt sie Sandor, der sich für den Adjutanten des Fürsten ausgibt und mit dem sie sich trotz aller Meinungsunterschiede prächtig versteht, sicher auch dem Prinzen und selbst dem König gefallen [die hat eine Ahnung, der Erbprinz, der Inkognerich ist gar net fröhlich [Peter Fröhlich Schauspieler mit wenig Stimme]. Der Prinz, immer noch den Adjutanten spielend, lädt Mary und ihre Begleitung nach Sylvanien ein [na wenn’s weiter nichts ist, aber die Gleise der Bahn sind an der Grenze verknotet]. Ausnahmsweise kommt vor dem 2. Akt der 1. Akt, auch hier.

      1. Akt: Dort hat sich Sandor, der heute Geburtstag hat [ich gratuliere, der wievielte ist es denn?, der hundertachtundsechzigste?], endlich zu erkennen gegeben [na endlich er kann ja net immer das gleiche G’wandel anhaben], er und Mary verlieben sich in einander "Ein kleiner Slowfox mit Mary, bei Cocktail und Jerry". Die junge Dame und Milliardärin kauft für viele Millionen Sandors Schloss [na so viel ist die Ruine auch nicht mehr wert], das sie gänzlich nach amerikanischem Geschmack einrichten lassen will [mit wenig guten Geschmack, aber recht teuer]. Dagegen erhebt sich nirgendwo Einspruch [eher Zuspruch], auch der König und Erbprinz Sandor sind einverstanden, weil man das viele Geld allzu gut für das verarmte Land gebrauchen kann [um die Suppenküche mit Kartoffeln zu beliefern, allerweil das Rindfleisch kommt auf die Dauer ja doch teuer]. Nun soll denn auch das Verhältnis der beiden jungen Leute[was höre ich junge Leute, die haben die Hundert schon überschritten, zusammen gerechnet] legalisiert werden. Man ernennt Mary zur Herzogin von Chicago [ich hab’ gar net gedacht wie krampf-adelig es in den USA zugeht], damit sind die Standesunterschiede behoben [na so halbwegs wenigsten] und die Hochzeit kann mit aller Sorgfalt vorbereitet werden [Hochzeitskleid aus Krepppapier und Plastikschlangen, die echte Schlange ist die Herzogin selber].

      2. Akt: Die Beziehung geht wieder auseinander, als Sandor zu Ohren kommt, dass Mary nur danach Europa gekommen sei, um sich dort einen Prinzen zu kaufen [im Abverkauf, im Versatzamt, weil dort gibt es Prinzen in allen Größen und Preislagen]. Er verlobt sich mit der Prinzessin von Morenien, den Land ebenfalls zahlungsunfähig ist [gleich und gleich versteht sich gern]. Mit dieser Verlobung wird es aber nichts, da sich Rosemarie, die morenische Erbin, bereits mit dem amerikanischen Sekretär Lloyds, Bondy, auch ein Multimillionär [der ein Multimillionär, der hat höchsten Aktien zum tapezieren], angefreundet hat und ist auch entschloss ist, ihn zu heiraten [am muss sehen wo man sich hinlegt, auch unwerte Aktien sind etas wert, zum Zudecken].


      3. Akt: Niemanden von Sylvanien gelingt es, die Millionen-Mary und den Erbprinzen miteinander zu versöhnen [weil auch im Publikum keiner bereit ist, und der Dirigent steht, stocksteif auf seinem Kastel, via a vis vom Souffleur], zumal das junge Mädchen sich seit neuestem von einem geheimnisvollen Fremden begleiten und beschützen lässt [Prinz Dracula, alias Josef Metternich als Mandryka – tut mir leid war schon dran]. Sandor wird furchtbar eifersüchtig und stellt den Fremden zur Rede [nicht nur wörtlich auch gesanglich, was diesem aber schon gar nett gefallt]. Er ist ein Filmproduzent, dem eine riesige Summe geboten worden ist, wenn er in der Lage sein sollte, über den Prinzen und die Milliardärin einen Film zu drehen ["Sissi die, nicht mehr ganz, junge Kaiserin"]. Jetzt bemerkt Sandor, dass er sich geirrt hat und lenkt zur Freude Marys ein [na gegen die Romy Taylor kann die Mary net konkurrieren]. Sie umarmen sich [und fahren sich an die Gurgel, weil keiner den anderen a Gesangstückel mehr gönnt] und sind froh, dass ihre Verstimmung ein Irrtum war [na ganz so froh sind sie auch nicht, sie sind nur froh, weil das Ende naht]. Auch König Pankraz ist glücklich und will eine prächtige Hochzeit feiern lassen [bei dem Geld was der nicht hat, kann er sich drei Hula Girls engagieren, die aber schon überwutzelt sind].

      Ende dieser Operette, wo die Richtigen, auch nicht immer, zusammenkommen.Und es gibt sogar eine DVD aus der Wiener Volksoper, nicht ganz so wie ich es mir vorstelle, aber nicht ganz so schlecht.


    • Liebe Eva Maria!

      Es lohnt sich aber mit der ganzen Operette sich zu befassen, es ist ein wahres Meisterwerk. Das Lied "Nur für Natur" hat sich Alexander Girardi von Johann Strauss erbeten und es wurde ein "Schlager" würde man heute sagen.

      LiebeGrüße und Handküsse capriccio-kulturforum.de/index…77f22f9cff40a05e34563ebc8capriccio-kulturforum.de/index…77f22f9cff40a05e34563ebc8 sendet Dir Peter aus Wien. :wink: :wink:
    • Ein Ballett war schon lange nicht dran, und zwar eines an dem junge Leute [auch Kinder genannt] und Senioren Freude haben.

      Josef Bayer – Die Puppenfee. [nur sollte man dabei nicht Franz Haßreiter und Josef Gaul nicht vergessen].



      Bild: Puppenladen mit Werkstatt in Wien. Nach dem Öffnen des Vorhangs sieht man [ausnahmsweise etwas, was ja heute nicht immer sein muss] den Spielwarenhändler und Puppenmacher bei der Arbeit [eigentlich macht der alte Herr gar nix, er lässt arbeiten]. Er ist gerade dabei, ein weiteres Exemplar für seine große Sammlung der verschiedensten Puppenarten zu schaffen [na hoffentlich ist der kein Meister Frankenstein]. Währenddessen befreit das Faktotum des Künstlers andere Puppen vom Staub [der schon hoch liegt, in Wien nicht, da haben wir noch die Originalentwürfe aus der Monarchie – ganz ohne Staub], auf das sie dem Auge wieder einen erfreulicheren Anblick bieten. Plötzlich betritt der Briefträger den Raum und rempelt eine Puppe an [weil er schon etwas schwer getragen und getrunken hat, Enzian aus heimischer Produktion]. Diese beginnt sofort zu tanzen ["Keine Ruh bei Tag und Nacht", könnte man singen, aber hier wird nicht gesungen, hier wird getanzt und das gehört hier wirklich nicht her, sondern, das war schon dran]. Nachdem der Postbote wieder gegangen ist, kommt ein trauriges Mädchen mit einer arg lädierten Puppe in den Laden [es laufen ihr die Tränen an den Ohren herunter, denn sie hat ihre Augen verschlossen]. Der Puppenmacher sorgt dafür, dass das Spielzeug wieder in seinem alten Glanz erstrahlt [was natürlich Jahre dauern kann] und das [inzwischen gealterte] Mädchen wieder lächeln kann [aber sie singt nicht wie weiland Giuseppe di Stefano "Immer nur röcheln, meinte lächeln", wie man sich doch so irren kann]. Die nächsten Besucher sind ein grober Bauer mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter [net immer auf den Bauernstand losgehen, der hat das AMA Gütesiegel]. Die drei verhalten sich ziemlich ungeschickt und sorgen dafür, dass eine große Puppe umfällt [die hätte ohnedies weggeräumt gehört]. So geht dem Meister nie die Arbeit aus [da kann ich nur sagen "Nebbich"]. Der Puppenhändler genießt einen außerordentlichen, relativ guten Ruf weit über seine Heimat hinaus [Kunststück bis nach Linz, dann weiter bis nach Amstetten, wo die Wiener Oper ihre Primadonnen hernehmen sollte]. Dies zeigt sich auch daran, dass sogar der englische Lord Plumpstershire nebst Gattin und den drei [bis vier] Kindern den Weg zu ihm gefunden haben [weil er im Fernsehen immer Reklame macht, ist das keine Kunst, trotz der vielen Einbahnstraßen und Rundumwegen]. Ihr Wunsch ist es, eine Puppe zu besitzen, die tanzen kann [na was denn, bei einem Ballett, soll sie an Schnadahüpfler = alpenländisches G’stanzl = Lied] singen?]. Voller Stolz will der Meister den Engländern eine Puppe vorführen, von der er glaubt, sie sei ihm besonders gut gelungen [an Chinesen, aber einen aus Bejing und der versagt seit China von den Ausländern anerkannt wurde gänzlich, denn er stammt aus Taiwan - schon aus Protest]. Der Laden hat ja noch genügend andere Puppen zu bieten, die jetzt nacheinander vorgeführt werden: Puppen in Kleidung ganz unterschiedlicher Völkerschichten [Gastarbeitern], die Tänze aus ihren „Heimatländern“ Ober-Österreich, Spanien, China und Japan vortragen. Den Abschluss bildet die Puppenfee, die einen Walzer tanzt [besonders schön ist der, meine Nichte meinte als sie sechs Jahre alt war, "Jöh ist die schön" und damit hatte sie völlig recht]. Das Ehepaar aus England ist begeistert und gibt eine Bestellung auf [30 Kilo Schokolade und Hustenzuckerln, Kaisers Brustkaramellen]. Inzwischen ist es Abend geworden [wie die Zeit vergeht]. Der Puppenmacher schließt seinen Laden und geht nach Hause [net weit, denn er hat es nicht mehr so mit dem Gehen]. Nun beginnt in dem Puppenladen das eigentliche Divertissement: Alle Puppen werden lebendig [a reines Gruselkabinett, weil auch Kinder der Ballettschule mitmachen müssen, wird dieses Divertissement immer am Nachmittag gespielt, wegen der Gewerkschaft]. Sie vollführen a ganz a Menge Tänze, scherzen [indem sie sich aussziehen, das ist zwar heute modern, denn nackert singt sich's leichter], spielen und machen Musik [die manchmal schrecklich klingt, hätten sie sich doch an den Komponisten gehalten]. Im Mittelpunkt des Geschehens aber steht die Puppenfee, die von allen Puppen als ihre Königin angesehen und der gehuldigt wird [weil sie eben die Schönste, im ganzen Land, wie weiland es Schneewittchen hinter den sieben Zwergen und den sieben Bergen gewesen ist]. Zum Schluss kommt der Puppenmacher und sieht was für unanständiges Zeug seine Puppen machen [und versinkt, vor Scham, in dem Erdboden, der praktischerweise am Versenktisch angebracht ist].


      Ende dieses wirklich bezaubernden Balletts.
    • Diese Oper hat etwas Besonderes.

      Gioacchino Rossini – Le Comte Ory.



      Die Ouverture beginnt mit Musik die wir von Rossini schon kennen, nämlich aus „Il Vaggio a Reims“ und auch späterhin kommt Musik daraus vor.

      1. Akt: Raimbaud, ein Ritter und [Weg-]-Gefährte des Grafen Ory, der in der Verkleidung eines Eremiten auf amouröse Abenteuer hofft [so ein Hundling], empfängt am Eingang zur Einsiedelei eine Schar junger Mädchen [aus dem Opernstudio], die den weisen Eremiten um Reichtum, Wissen und auch einen Mann zur Ehe bitten [die werdn schön schauen, was die für a G’sindel bekommen, speziell bei die Mander]. Ungeduldig fordert Raimbaud sie auf, ihre Naturalien unter einem Baum zu verstecken und vor allem auf die Flaschen mit Wein nicht zu vergessen [Gumpoldskirchner aus der Lombardei, ein edles Glykolwasserl]. Ragonde, die Gesellschafterin der Gräfin Adele kritisiert die Mäderln wegen ihres munteren Betragens [na sollen die Trappistinnen werden, die nur einmal im Jahr was reden dürfen?], denn wenn ihre Herrin sich vor Kummer fast umbringt [warum nur fast, sie soll Nägel mit Köpfen machen, also ganz], sei es für die Untertanen doch höchst unangebracht, eine derart gute Laune zu haben [so eine blöde Ziege, kann ich nur sagen, vielleicht meckert die sogar]. Die Gräfin werde noch heute den Eremiten aufsuchen und um Rat und Hilfe bitten [auf die hat er ja lang g’wartet]. Eifrig und eilig bestätigen sie die Mädchen in diesem Entschluss, denn der weise Mann habe schon so mancher unglücklichen Witwe zu neuem Glück verholfen [der alte Lüstling, der hat doch nix anderes im Kopf]. Der falsche Eremit tritt auf und fordert die Versammelten salbungsvoll auf [mit Nivea Salbe – Kostenlose Werbung], ihm ihre Anliegen vorzutragen, er werde gleich Abhilfe schaffen. Nach einem kurzen Chaos [wo die ganze Einrichtung der Bühne wackelt, und die singen sogar noch, schön auch noch dazu, wir sind aber nicht in "Il Vaggio a Reims"], in dem alle auf ihn eintoben, kann Raimbaud für Ruhe sorgen und die Bittsteller sagen nun der Reihe nach ihre Wünsche auf [was gar net nötig wäre]. Alle verlangen was, was sich nicht gehört. Recht Unpassendes für einen Mann der Askese träumt indes der Eremit, nämlich dass all diese schönen Mädchen des Abends in seine Klause kämen [nach dem Motto "Lebe wohl du stilles Kläusel, denn die Ahnfrau geht auf’s Häusel" – WC auch genannt]. Ragonde nimmt ihn zur Seite [rechts oder links, auf welche Seite] und bereitet ihn auf den Besuch der Gräfin Adele vor, der ein "rätselhaftes Leiden" jede Lebensfreude raube und die nun von ihm, dem frommen Mann, Hilfe erhoffe [der ist ja direkt ein Kurpfuscher]. Der Graf Ory hört das nur zu gerne, folgt aber vorerst den Mädchen in die Einsiedelei, um etwas Jüngeres zu sehen. Der Erzieher des Grafen Ory und dessen Page Isolier [hat bei einem gewissen Herrn band gelernt, und sollte Isolierband heißen] rasten erschöpft in der Nähe der Klause [was kein Wunder ist denn das bandle klebt wie verrückt]. Ersterer hat wieder einmal die undankbare Aufgabe, seinen vor acht bis neun Tagen aus dem väterlichen Schloss ausgerissenen Zögling aufzuspüren. Er beklagt er das traurige Los eines Erziehers, der immer nur den Kopf hinhalten, ständig um das Leben seiner Hoheit und sein eigenes zittern müsse, sei es auf dem realen Schlachtfeld oder dem der Liebe [mei ist das Geschwollen]. Die Mädchen kehren zurück und preisen in den höchsten Tönen die segensreiche Tätigkeit des Eremiten [bis zum hohen Z haben die gesungen]. So viele jungen Mäderln, der Erzieher ahnt es, da kann sein Herr nicht weit sein! Als er sich argwöhnisch nach dem frommen Mann erkundigt und erfährt, dass dieser vor dreißig Tagen in dieser Gegend aufgetaucht sei, steht für ihn fest, dass der Graf Ory wieder einmal eines seiner lustigen und liebschafterischen unsittlichen Spiele spielt [a zweiter Don Gioverl, schaut so aus]. Als er hört, der Eremit werden jeden Moment daherkommen um mit der Gräfin zu sprechen, beschließt er diese Szene zu beobachten, um seinen Verdacht zu bestätigen oder nicht. Auch Isolier erwartet ungeduldig die Ankunft der Gräfin [der ist unter die Elektriker gegangen, denn er hat den Erzieher nicht zufällig in die Nähe des Schlosses geortet. Er ist in die schöne Adele, seine Cousine, verliebt und hofft, vielleicht mit Hilfe dieses Eremiten, die älter Dame zu erringen, aber ist er nicht de Page des Grafen Ory? Er hat er in dessen Diensten mehr gelernt, als ein Page üblicherweise wissen muss [man kann nie früh genug etwas wissen, was man in älteren Jahren gar nicht mehr brauchen kann]. Isolier begrüßt den Eremiten "Grüß die Ererl“, der beim Anblick seines Pagen nicht wenig erschrocken ist, dies aber geschickt verbirgt. Er lüftet sein Inkognito nicht, um herauszufinden, was da los ist. Als er Isolier mit dem Namen anspricht, ist dieser von den übernatürlichen Fähigkeiten des Eremiten überzeugt und beschließt nun doch, ihn ins Vertrauen zu ziehen [na wenn er ihn in nichts anderes zeiht geht es ja, ins Wasser net, er kann net schwimmen]. Er sei in heftiger Liebe zur schönen Gräfin entbrannt und der Eremit zeigt Verständnis, doch bis zur Rückkehr ihres Bruders vom Kreuzzug dürfe kein Liebhaber, kein sterblicher Mann das Schloss betreten [na nhema an Unsterblichen, Siegfried geht net, aber vielleicht ist der Lohengrün einer, Elsa ist ja entseelt zusammengebrochen – war bittaschön schon dran]. Zwar hätte er schon einen gewagten Plan dort einzudringen. Natürlich ist der falsche Eremit neugierig ihn zu erfahren. Isolier verrät nun, dass er sich in der Verkleidung einer Schutz suchenden Pilgerin Zutritt verschaffen wollen [mit lauter Elektrokabel umwunden „Wir winden dir den Kabelbrand…“]. Ein guater Plan, meint der Graf und beschließt sofort ihn in die Tat umzusetzen. Aber Isolier ist noch nicht fertig, wenn nun die Gräfin kommt und den Eremiten um Rat bittet, solle er ihr einreden, nur die Liebe könne sie von ihrer Melancholie kurieren, ganz direkt die Liebe zum Pagen des Grafen Ory. Nun, genau das verspricht der Eremit zu tun, nur wird er das Wörtchen "Page" weglassen. Die Gräfin staunt, ihren Cousin Isolier in der Einsiedelei vorzufinden, gibt sich aber mit seiner Erklärung zufrieden, ebenfalls hilfreichen Rat gesucht zu haben. In ihrer Arie "En proie a la tristesse" beklagt sie ihr Schicksal, trotz der Blüte ihrer Jugend [hat sich was Jugend, die ist in ihrem Alter schon so alt, dass sie nur mehr im Chor singt, ansonsten] nur Schmerz und Leid zu empfinden und den Tod herbeizusehnen und fleht schließlich "lasst mich wieder glücklich sein" [die soll net zuviel verlangen, die Oper dauert noch einen Akt]. Da weiß der falsche Eremit natürlich Rat, die Krankheit sitze in ihrer Seele und könne nur durch eine neue Liebe geheilt werden [mit wem, denn?, vielleicht mit einem gewissen Herr von Eisenstein, der war aber nur einmal in der Staatsoper, zu Neujahr und einmal zu Silvester]. Die Gräfin verweist auf ihren Eid der ewigen Witwenschaft, aber das ist für den frommen Mann nur eine Lappalie [ein was bitte, eine Waschlappenie?]. Der Himmel entbinde sie davon, ja, er befiehlt sogar "dass eures Lebens Flamme sich erneut entzünde an der Fackel der Liebe". Das hört die Gräfin nur zu gerne, und Isolier ist auch schon zur Stelle, den sie ewige Liebe verspricht [versprechen kann die bald was] und den sie ewig zu lieben verspricht. Das ist wieder nicht ganz im Sinne des Grafen Ory, weshalb er die entflammte Gräfin um ein Gespräch unter vier [bis sechs Hühner-] Augen bittet. Sie solle sich vor Isolier hüten, er sei schließlich der treue Page des geruchlosen Grafen Ory, von dessen galanten Abenteuern sie doch sicher schon gehört habe [natürlich der ist ja alle Tage in der Bild-Zeitung erwähnt]. Aber hier wolle er nicht ins Allgemeine gehen, aber drinnen, im Schloss, wolle er ihr rückhaltlos alles singen. Schon will ihn Gräfin Adele ins Schloss führen, als der Erzieher und die Ritter seiner Begleitung auftauchen. Der Erzieher erkennt den als Bauer verkleideten Raimbaud und kurz darauf seinen Schützling, der als Graf Ory enttarnt wird. Während die Gräfin und ihr Gefolge entsetzt sind und ihm verabscheuen und der Graf mit seinem Schicksal keppelt, das ihn so knapp vor dem Ziel scheitern ließ, und der Erzieher frohlockt, dass er seinen Auftrag erfüllt hat, bringt Ragonde ein Schreiben des gräflichen Bruders und Schlossherrn, in dem er seine glückliche Heimkehr binnen zweier Tage ankündigt [was jetzt kummt der schon zaruck, den habe ich später erwartet]. Gatte und Bruder, so hoffen Ragonde und die Gräfin, werden ihren betrogenen Herzen wieder Ruhe bringen. Aber Graf Ory gibt sich nicht so leicht geschlagen, noch bleibt ihm eine Nacht, um den Sieg zu erringen und die erlittene Schande zu tilgen. Während sich die Damen ins Schloss zurückziehen, um der Helden Ruhm zu besingen [was singen wollen die auch noch, ist das net a bisserl viel verlangt], wollen der Graf und seine Ritter einen Racheplan ausarbeiten, denn Ruhm gewinnt man auch durch galante Heldentaten [Rum auch, in Tee mit Milch nicht zu empfehlen, reinzutun]. Isolier beschließt bei sich, seinen Herrn im Auge zu behalten [wenn er es nicht lassen kann, dann soll man ihn halt lassen, sonst fallt ja nie der Vorhang].

      Ende des 1. Teiles.
    • 2. Teil und -

      2. Akt: Die Gräfin, Ragonde und die Damen ihres Gefolges stehen immer noch unter [Elektro- oder Rudolf] Schock [weil sie kein Isolierband verwendet haben] wegen der Kühnheit des verbrecherischen Grafen Ory, dem es beinahe gelungen wäre, ihre "Tugend und Unschuld" in Gefahr zu bringen [wenn es nur beinahe war ist eh net viel geschehen]. Während draußen ein Gewitter tobt, fühlen sie sich im Schloss sicher und geborgen [das Publikum im Opernhaus auch, nur der Dirigent wird patschnass]. Da klopft es und die Gräfin beauftragt Ragonde, etwaigen Hilfesuchenden Schutz vor dem Unwetter zu gewähren [kann die net selber aufmachen, hat die zwei Linke]. Ragonde kehrt zurück und berichtet entsetzt von der neuesten edlen Schandtat des Grafen Ory, er hätte einer Gruppe von Pilgerinnen nachgestellt, die nun vor Angst und Kälte zitternd um Zuflucht bitten. Vierzehn sind es, und eine davon wolle der Gräfin sofort ihre Dankbarkeit abstatten [warum nur eine, die andere bedanken sich beim Grafen Ory, höchstpersönlich]. Und schon nähert sich der Graf Ory als Pilgerin verkleidet demutsvoll den Damen und damit dem Ziel seiner unheiligen Wünsche. Überschwänglich bedankt sich die vermeintliche Pilgerin für die Güte der Gräfin, die ihrerseits stolz ist, "eine so kostbare Tugend vor dem Wüten des Schamlosen bewahrt zu haben". Man behaupte aber, der Graf Ory liebe sie etwas, wenn er hier vor ihr erschiene und sie um Verzeihung bitten tätate. Schande und Verachtung wären sein Lohn, beteuert die Gräfin, niemals würde er siegreich sein und ihr Herz erobern [a so a g’schwollenes Reden und Singen]. Der Graf sieht dies natürlich anders, er ist überzeugt, dass er den Widerstand der spröden Schönen brechen wird. Das Gefolge des Grafen, ebenfalls als fromme Pilgerinnen getarnt, tritt nun herein und wird mit "Milch und Früchten" verköstigt [in einem Schloss ein derart frugales Mahl ist a Schand]. Kaum alleine, können die Männer ihr Vergnügen über diesen Streich nicht mehr verbergen. Auch der sonst so gestrenge Erzieher findet Gefallen an diesem Abenteuer [ein Lustmolch ist der, dergehört von der Bühne entfernt, da soll nur die Gewerkschaft kommen], fürchtet aber um seinen Job, wenn es dem herzoglichen Papa zu Ohren käme. Dann solle er eben Nachtwache machen, erwidert der Graf, dafür sei ein Erzieher schließlich da. Lachend verrät er, dass diese Maskerade eigentlich Isoliers Idee gewesen ist. Milch und Früchte sind so gar nicht nach dem Geschmack der Ritter [hab ich’s g’sagt], umso erfreulicher wird Raimbaud empfangen, der nach einem heimlichen Streifzug durch das Schloss den gräflichen Weinkeller erkundet und geplündert hat. Ein fröhliches Zechen beginnt, während Raimbaud seine "Heldentaten" inklusive der Beinahe-Entdeckung schildert und die Bewunderung und Dankbarkeit seiner Kumpane genießt. Da ertönen die Schritte Ragondes, rasch verschwinden die Flaschen unter den weiten Kutten und die Gesellschafterin findet eine Gruppe andächtig ins Gebet vertiefter Pilgerinnen vor, die sie gerührt betrachtet, bevor sie sich wieder diskret zurückzieht [ein wahre Nonnenklosterei]. Das Gelage wird fortgesetzt, aber schon naht die nächste Störung, diesmal in Person der Gräfin. Auch Gräfin Adele bewundert die fromme Andacht, fordert die Pilgerinnen aber auf, sich nun zur Ruhe zu begeben. Graf Ory verleiht seiner Hoffnung Sprache, ihrer Gastgeberin bald beweisen zu können, wie sein "dankbares Herz für sie empfindet.“ Isolier begehrt Einlass und verkündet im Auftrag des Herzogs, seines Herrn, dass die Kreuzfahrer noch diese Nacht im Schloss eintreffen würden [was die san no immer net kumma, jetzt haben ma dreihundert Jahre gewartet, und die kommen erst jetzt]. Es sollte eigentlich eine Überraschung sein, doch sei der Herzog der Meinung, Ehefrauen müssten vorgewarnt werden [selbstverständlich und freilich, man muass ja die Liebhaber heimschicken]. Die Gräfin und Ragonde sind entzückt, Bruder und Gatten schon so bald in die Arme schließen zu dürfen und wollen ihre Gäste informieren, ja ja vierzehn oder fünfzehneinhalb Pilgerinnen hätten auf der Flucht vor dem geruchlosen Grafen Ory um Asyl gebeten. Isolier durchschaut die Absicht seines Herrn und klärt die Damen über die wahre Identität der armen Verfolgten auf. Das Ent- und Versetzen ist groß, denn wie sollte Ragonde ihrem Gatten die Anwesenheit von 14 1/2 Rittern ein- bis zweifach erklären. Isolier verspricht Hilfe, und koste es sein Leben [da kostet es nicht viel, da Bandel bekommt man im Bau-Haus um 2,-- Euro, im Sonderangebot] Als der Graf Ory naht, fliehen die Damen bis auf Gräfin Adele, die auf Geheiß Isoliers, der sich in ihren Schleier hüllt, das Licht löscht und sich neben ihn setzt. Graf Ory dringt im Schutze der Finsternis ins Schlafgemach der Gräfin ein und gibt sich als Schwester Colette aus [Colette, da kenn ich einen Roman, von einer gewissen, ja jetzt fallt mir die net ein]. Sie fürchte sich alleine in ihrem Zimmer, zu zweit hätte man viel weniger Angst [stimmt, allein zu zweien, da ist die Angst net so groß]. In der Dunkelheit hält er Isolier für die Angebetete und drückt zärtlich seine Hand, Isolier wiederum ergreift die Hand Adeles [bitte nicht die aus der Fledermaus nehmen, das ist sie nicht], die aber glaubt, dass sich der Graf ihr zudringlich nähert und es nur deshalb gewährt, weil das Teil des Plans sei, wie ihr der Page zuflüstert. Als es die vermeintliche Gräfin sogar zulässt, dass er ihr die Hand aufs Herz presst, legt Graf Ory seine Zurückhaltung ab, gibt sich zu erkennen und gesteht ihr seine Liebe [na bitte ein anständiger Graf ist der Ory schon, wenn es sein muass]. Gerade als er sie leidenschaftlich küsst und sich am Ziele wähnt, verkünden Trompetensignale die Ankunft des Herzogs und des gräflichen Schlossherrn [grad jetzt kummt der Luagenschippel = Lügner]. Isolier lüftet nun den Schleier, er sei es, "den Schwester Colette mit so viel Inbrunst küsste", aber anstatt sich rächen zu wollen, solle sich der Graf lieber vor dem Zorn seines Vaters hüten, der eben in den Schlosshof einreitet. Ory gesteht seine Niederlage ein und bittet die Gräfin um Gnade für sich und seine Ritter [was für die ganze Rasselbande]. Die wird ihm gestattet, denn Adele will nur eines, dass die Männer verschwinden, bevor sie entdeckt werden und sie net weiß was sie singen soll [was in der Partitur steht und net den "Tannhäuser" - Pilgerchor, alleine]. Isolier wird sie durch einen Geheimgang hinausgeleiten und die Türe hinter ihnen verschließen [mit Isolierband rundumherum]. Mit dem Eingeständnis, dass die eheliche Liebe gesiegt habe, fliehen Ory und die Seinen, während die Gräfin, Ragonde und ihre Damen den Herzog, den Bruder und die Ehemänner willkommen heißen [und deshalb hat das Genze so lange gedauert].

      Ende einer wirklich schönen Oper vom Maestro Rossini.
    • Endlich wieder einmal eine italienische Oper.

      Gaetano Donizetti – Il campanello di notte - auch das – Die Glöckchen in der Nacht – genannt.



      Diese Oper hat einen Nachteil, sie ist recht kurz, aber wunderschön.

      Wir sind in Foria, einem Vorort der italienischen Stadt Neapel, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts [also eh noch net so lange her]. Der ältere Apotheker Don Annibale Pistacchio [klingt wie eine Eissorte] hat dem Galanterich Enrico die junge und besonders hübsche Serafina [auch Seraferl genant] ausgespannt und geheiratet [ich gratuliere vom ganzen Herzen]. Die Gäste der Hochzeit sind gut gelaunt [und schmeißen mit der ganzen Garderobe herum, bis sie fast so entblößt sind wie das Ballett der Wiener Staatsoper, aber nur die weiblichen, oberhalb]. Besonders Seraferls Mutter Rosa[blau], die glücklich darüber ist, dass ihre Tochter eine so gute Partie gemacht hat [an Apotheker der Barbiturate hat, der ist eine gute Partei, meinte Partie, die kann den alten Mann bad umibringen]. Enrico hat nur eines im Sinn, Rache [wie eine gewisse Königin in einer Oper, die Waldi schon benannt hat]. Er möchte dem frisch vermählten Paar die Hochzeitsnacht vermiesen [bei dem alten Mann wird die Hochzeitsnacht eh net so sein, wie es sich das junge Seraferl wünscht]. Also nützt er es aus, dass Apotheker die ganze Nacht bereit sein müssen [net immer, in Wien net, da ist jede Woche gerade die Apotheke offen, die am weitesten von einem entfernt liegt]. Nach der Hochzeitsfeier, als sich die Gäste verabschiedet haben, erscheint Enrico in immer wechselnden Verkleidungen [als Kakadu, als Papagei, als Pinguin oder als Giraffe] und läutet die Nachtglocke [kling, Glöckchen klingelingeling]. Er hält den Apotheker mit endlosem Geschwätz und schwer herzustellenden Arzneien [Blindschleichengift, Gegengift gegen Königskobras, Aspirin, Darmol etc.] vom Schlafzimmer fern [da soll er das Schlafzimmer in die Apotheke verlegen, beim Darmol eher in die Nähe eineer anderen Lokalität]. Am nächsten Morgen [gleich nach 27 Uhr] muss Don Annibale Pistacchio wegen einer Erbschaft dringend nach Rom [wann was überbleibt, soll er es mir mitbringen, ich bin leider ganz blank]. Vor seiner Abreise ermahnt er seine junge Frau, niemandem die Türe zu öffnen [und nimmt den Schlüssel mit den er in Capri in die Grotte wirft], und macht sich schließlich, zur Freude Enricos, nach Rom auf [na und das war alles, geht er zum Scarpia um ihn vor der Tosca noch zu erstechen oder heilt er die Stichwunde, weil die Floria ímmer daneben sticht].

      Ende dieser Kurzoper aus Italien.
    • Endlich wieder ein Musical.

      Alan Jay Lerner – Camelot.





      1. Akt: König Arthur ist net besonders guat bei dem Gedanken, dass bald seine Braut eintreffen soll und er sich vom Junggesellensein verabschieden muss. Er flüchtet sich deshalb auf einen Baum [richtig ein Baum, ist guat gewählt, nur darf es kein Baum sein der seine Blätter verliert, am besten eine Lerche oder eine Nachtigall soll es sein, kann auch eine Lärche sein, ist doch egal, Fichte ist net guat, weil der wird geschlägert und ein Christbaum daraus gemacht und zu Weihnachten als Nordmanntanne verkauft] und hält sich dort versteckt [als Christbaumkugel]. Sein Erzieher, der Zauberer Merlin, tadelt ihn dafür, weil sein Verhalten eines Königs unwürdig sei [der hat leicht tadeln, soll lieber Mispeln schneiden und sie Miraculix bringen]. Bald darauf trifft Prinzessin Guenevere ein, die ihrem Gefolge vorausgeeilt ist [auf einem Moped]. Als sie sich unbeobachtet fühlt, betet sie zur heiligen Genoveva [dem kleinen Käfer]. Dabei wird sie von König Arthur belauscht [weil der hat seine Wascheln = Ohren am Boden liegen lassen]. Nachdem er sich ihr zu erkennen gegeben hat "Hallo ich bin der Arthur und net der Nepomuk", fühlen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind [wegen so an bleden Ausspruch gleich bestimmt zu sein, ist bestimmt Bestimmung]. Darüber freut sich auch die gesamte Hofgesellschaft, weil sie jetzt ein hin- und herrauschendes Hochzeitfest erwarten darf [mit recht viel Cervisia]. Während alle in Feierlaune schwelgen, lockt der Geist Nimue Merlin in einen Hinterhalt und stiehlt ihm seine Zauberkraft [so eine Gemeinheit, der hat jetzt schon net viel g’habt, und des bisserl nimmt er ihm auch noch weg, Frechheit]. Fünf Jahre später [da war ja net einmal a Pause dazwischen, man hat ja net einmal einen Tschick = Zigarette rauchen können, ist im altgallisch- britischen Sittenverzeichnis drin] stellt König Arthur einen Ehrenkodex auf, der regelt, wie sich ein edler Ritter zu verhalten hat [der Bamkraxler hat es notwendig, der will den Leuten nur zeigen wie ma an Baum net fällt]. Die Kunde darüber verbreitet sich rasch in alle Welt [also ich hab’ davon noch nix gehört]. Auf besonders fruchtbaren Boden fällt die Nachricht beim französischen Ritter Lancelot [was bei dem gerade, der war doch auch noch nie ein Sittenboy]. Dieser sucht den Verfasser des Regelwerks in Camelot auf. Beide sind sich auf Anhieb sympathisch [weil’s beide recht viel vertragen]. Allerdings teilt die Königin nicht die Ansicht ihres Mannes [nach fünf Jahren hat’s den Schlankel = Unhold schon kennengelernt]. Sie hält den fremden Ritter für arrogant und sähe ihn am liebsten gleich Abschied nehmen [eine gastfreundliche Person ist die]. Um ihrem Wunsch Nach- und Ausdruck zu verleihen, fordert sie die drei tapfersten Ritter der Tafelrunde auf, Lancelot in dem anstehenden Turnier zu besiegen [was gleich die drei Tapferen Buam sollen dran glauben]. Dinadan, Sagramore und Lionel geben sich alle Mühe, ihrer Herrin zu gefallen, doch es kommt ganz anders. Lancelot schlägt nicht nur alle drei, Lionel verletzt er sogar tödlich [so ein Pech der soll sich als Toter rasch zu einer gewissen Isolde begeben, die hat a Freundin die Brangäne heißt, die kocht a Trankel was Tote wieder erweckt]. Als es dann aber Lancelot auf wundersame Weise gelingt, Lionel ins Leben zurückzuführen [na hab’ ich’s net g’sagt, die haben an Vertrag mit der Frau Brangäne g’macht], schlägt Gueneveres Abneigung gegen den fremden Ritter ins Gegenteil um, und auch Lancelot fühlt sich von der Königin angezogen [so lange sie ihn nicht auszieht geht es, denn Nackerte sieht man jetzt in fast einer jeden Operninszenierung, auch wenn es kaum passt].

      2. Akt: Der vom König aufgestellte Ehrenkodex verbietet den beiden Liebenden, sich ihre Zuneigung zu zeigen [zeigen müssen sie es ja nicht, tun sollen sie es]. Aber schließlich siegen dann doch die Gefühle über den Verstand [da kann ja nicht viel was verlieren]. Dabei werden sie von Mordred, dem außerehelichen Sohn des Königs, belauscht [der soll sich net groß was antun außerdem ist er ja außer-ehelich]. Er ist erst vor kurzem nach Camelot gekommen, um seinem Vater den Thron abspenstig zu machen [man kann machen was man will, die außerehlichen waren immer sehr eifrig bei der Sache]. Er intrigiert nach Herzenslust, hetzt die Ritter gegeneinander auf und verbreitet Gerüchte über das schändliche Verhalten der Königin [der wird doch nix in der Bangkok Post gelesen haben, die schreiben auch immer solche Sachen rein, da kann ich nur sagen ich weiß was die schreiben, lauter Sachen die es gar nicht gibt, dass der Dalai Lama nächster Papst wird, ich glaub’ es net, da nutzen alle Kirchenaustritte in Österreich nix, das will der Benedicterl net]. Als Arthur mal außerhalb Camelots weilt, sucht Lancelot die Königin in der Burg auf, wo sich beide erneut ihre Liebe gestehen [in einem schönen Gesang, natürlich, sonst tät es der andere net hören, beim Flüstern kann man ja kaum was verstehen]. Wohl wissend, dass sie sich körperlich nicht nähern dürfen, erklärt Lancelot seiner Geliebten, er werde bald nach Frankreich zurückkehren [so ein Schmarrn, wenn so weit auseinander sind, geht es ja no weniger]. Plötzlich werden sie von Mordred überrascht [der benimmt sich ja wie der Mordigall mit seiner Gertrud im Lohengelb – war schon dran]. Dieser erklärt die beiden Liebenden für verhaftet. Lancelot gelingt die Flucht. Ein eilends zusammengestelltes Gericht verurteilt die Königin zum Tode [das ist ja das Wenigste, was da sein muss, da kann sie dann die Norma singen, später]. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte kann Lancelot seine Geliebte befreien und sie in seine Heimat mitnehmen [ins Wachauerlandel zum Mariandl, Kristin hat da Conny Froboess sehr gern dabei, die wird schon kommen, auf einem Schiff der DDSG]. Trotz des Geschehenen zeigt Arthur Verständnis für Lancelot und würde ihm am liebsten verzeihen. Die Ehre aber verlangt, dass er ihm den Krieg erklärt [mit Marillen, auch Aprikosen genannt, die Kerne lassen wir über, so hat auch Österreich ein Kernkraftwerk]. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit seinen Rittern nach Frankreich zu ziehen [ach so nach Frankreich, dachte nach der schönen Wachau]. Bevor es zur Schlacht kommt, schleicht sich ein fremder Knappe ins englische Lager [der Prinz Charles ist 's gewesen es mit seiner Camilla, diejenige eine geborene Rottweiler]. Arthur betrachtet diesen Umstand als Wink des Schicksals. Er schlägt den Jungen [was Jung höre ich, der ist ja fast so alt wie ich] zum Ritter und weist ihn an, nach Camelot zu ziehen und seinen Ehrenkodex weiter zu verbreiten [üb' immer treu und Redlichkeit und warte bis die Frau Mama, das Lieserl sich so benimmt, dass du endlich König wirst und sei es im Rummy Spiel, oder beim Schafkopfen].


      Ende des wirklich melodienschönen Musicals.
    • Na endlich wieder ein Operette, darf es diese sein.


      Oscar Straus – Eine Frau die weiß was sie will.


      Eine Gesamtaufnahme kann ich nicht finden dafür aber diese Künstlerin, die diese Operette gespielt und gesungen hat, [außer noch, die von Kristin "geliebte" Zarah, mit ihrem Augenaufschlag].





      Der etwas ältere Alt- bzw. Junggeselle Raoul hat sich in die Operettendiva Manon Falconetti [Koriandoli]verliebt und bewundert sie allabendlich in ihrer Vorstellung[kann der net einmal im Burgtheater vorbeischauen, zumindest vorbeifahren, weil alle fragen warum es auf der Ringstraße steht, dass der Fahrer der Straßenbahn zwischen U3 Volkstheater und U2 Schottentor weiß, dass er stehen bleiben muss]. Auch die junge Lucy wird von ihrem sittenstrengen Papa ins Theater geführt. Sie hat sich in den [etwas zu groß geratenen] Kopf gesetzt, Raoul zu heiraten [ohne ihn zu fragen, ob er überhaupt will, das soll in den besten Familien vorkommen] und verlangt von ihrem Vater, dass er ein Gespräch mit der Falconetti arrangiert, damit sie die Sängerin bitten [und betteln] kann, Raoul freizugeben [dabei hat die ja noch gar net Ja gesagt, auch nicht –wohl]. Dem alten Herrn bereitet dies einige Schwierigkeiten. Lucy weiß nicht, dass Manon ihre Mutter ist [die Frau Mama also, und die hat sie bei der Geburt in die Babyklappe gelegt, und der Herr Papa hat sie von dort entwendet] und ihr Vater den Kontakt zu ihrem gemeinsamen Kind notariell verboten hat [beim Notar Blind aus der "Fledermaus", der hat sonst nix zu tun]. Er überredet Manon, Lucy zu empfangen, ohne dass diese von den Hintergründen erfährt [alles muss das Kind net wissen]. Lucy fordert ihre vermeintliche Konkurrentin auf, Raoul freizugeben, da er nur sie liebe [die hat eine Ahnung, die hat der Herr Papa als Kind zu heiß gebadet, in Nivea Schaumbad – kostenlose Reklame]. Lächelnd gewährt Manon ihrer Tochter die Bitte [sie möchte nur in diesem Bund die Dritte sein, nach der alten Ballade "Burgschaft" oder so ähnlich, von einem Herrn Schiller]. Während eines intimen Diners, zu dem sie einige Freunde geladen hat, erklärt sie Raoul die Aussichtlosigkeit seiner Liebe zu ihr und führt ihn Lucy zu. Ein Jahr später [das in der Opertte immer die Zeit so schnell vergeht], Raoul und Lucy sind verheiratet. In Gegenwart ihres Hausfreundes Fernand erfährt Lucy von einem heimlichen Rendezvous Raouls mit der Falconetti. Nach Hause zurückgekehrt, wird Raoul verhört [mit Reißnägeln in der Suppe, aus dem Haus Imagnetknorr]. Ebenso verlegen wie offen gibt er das Treffen zu. Mehr noch, er hat die Falconetti für den heutigen Abend zum Essen eingeladen [Fliegenpilze hat die Lucy schon gesammelt und macht eine Schwammerlsauce]. Lucy ist empört und glaubt sich betrogen [die ist doch selber net so naiv, die hat es Faust I und II.- dick hinter den Ohren]. Nun will sie Gleiches mit Gleichem vergelten und Raoul endlich mit Fernand betrügen. Die briefliche Ankündigung des Ehebruchs mit Uhrzeit [leider im Dezember noch mit Sommerzeit, a verrücktes Madel ist halt des Madel], erhält Raoul postwendend nach Lucys rauschendem Abgang [wie eine WC Spülung rauscht die runter]. Allein die bühnen- und lebenserfahrene Falconetti weiß einen Ausweg. Sie befragt Raoul nach seinem besten Freund, von dem er nie annehmen würde, es ist: Fernand. Als sie auch noch eine Visitenkarte Fernands findet, die dieser zufällig im Hause Raouls verloren hat, kombiniert sie und tippt auf ihn als Mitmacher des Ehebruchs. Sie ruft ihn umgehend an und bittet ihn, mit verstellter Stimme Lucy nachahmend, in ein Séparée "Komm mit mir ins Chambre Séparée" ist net von dem Komponisten, aber passen tut es sowieso]. Der überraschte Fernand findet Gefallen an der Frau, in der er bald die berühmte Sängerin [Renata Obscuri de berühmte Butterfly, die so groß war] erkennt. Als auch noch Lucy auf der Suche nach dem "ungetreuen" Fernand hinzukommt, gibt sich ihr die Falconetti als ihre Mutter zu erkennen "Herst Madel ich bin dei Präsident, nein dein Muatterl" [altes Wiener Polzeipräsidentensatzerl, welches in die Geschichte einging] und beseitigt damit endgültig alle Verdachtsmomente. Aufatmend kehrt Lucy in die Arme Raouls zurück [welcher schon darauf wartet und die Arme schon eineinhalb Stunde geöffnet hat, nur der Vorhang bleibt nicht geöffnet und fallt schnell zua, denn dem Raoul tuan ja schon die Pratzen = Hände weh].


      Ende einer wenig gespielten Operette.
    • Hier nochmals Operette.

      Johann Strauss - Tausendundeine Nacht.



      Diese Operette hat es 1869 schon einmal gegeben, nur unter dem Titel "Indigo und die vierzig Räuber", nur war das Libretto etwas mager, 1906 mit enem neuen Libretto, aber es war die erste Operette von unserem Jean.

      1. Akt: Gerade [oder schief, je nach dem Essen, und vor allem dem Trinken, in der Kantine] erscheint der Fürst Suleiman, er ist von einer Reise nach Europa [Lichtenstein, Andorra?, wo er von K. H. Grasser Konten abkaufte] in seine Hauptstadt zurückgekehrt und wird von den Frauen seines Harems freudig begrüßt "Herst Sulerel, gemmas wieder an, oder bist in der Zwischenzeit umgepolt worden". Doch die Damen ahnen nicht, dass der Fürst sich in die schöne Leyla verliebt hat und aus diesem Grund die Vielweiberei abschaffen will [immer dasselbe kummt so einer zurück, will er die Vergnügungen abschaffen]. Auch in vielen Bereichen des Staatsgeschäfte will Sulerl Neuerungen einführen [die Mehrwertsteuer, beim Kauf von einer Frau erhöhen, oder abschaffen, je nach der Schönheit der Frauensperson]. Aber die Frauen und auch der Groß-[oder Klein-]wesir sind strikt dagegen und drohen mit einer Revolte. Da erscheint die schöne Leyla und bitte für ihren Onkel Ormuz [auch eine Name, den kann man sich doch net den ganzen Abend merken, nenen wir ihn Oma, das r verschlucken wir einfach], der mit anderen Magiern [die Hl. Drei Könige sind nicht gemeint] um Gnade. Sulerl erfüllt ihre Bitte und fodert das Mädchen auf für immer bei ihm zu bleiben [dabei hat die net einmal a Gastarbeiter-Visum]. Doch Leyla [das schon benannte schöne Mädchen, wenn man etwas noch so oft sagt, wird sie auch nicht schöner], da sie bereits mit den Fischer Mossu verheiratet sei [das hat sie vorher nicht gwusst, mei sie hat halt den Hochzeitstag vergessen, kommt in den besten Familien vor], der aber dem Fürsten sehr ähnlich sehe [weil sie ihre Augengläser in einem Versandhaus bestellt hat, hat sie die Krankenkassafassung bekommen, ohne Gläser drin, da kann schon so etwas passieren]. Da nimmt die Revolution im Palast größere Formen an und der Großwesir rät dem Herrscher, den Fischer [mei wir haben ja auch an Bundespräsidenten selbigen Namens] Mossu [nur hat der einen anderen Vornamen, den Namen würde seine Frau net dulden, die Studentenverbindungen schon gar net] für eine Woche als Herrscher einzusetzen, dann könne er seiner geliebten Leyla näherkommen [dabei ist er ihr schon bis auf die Kittelfalte nahegekommen]. Der Fürst stimmt diesen Plan zu, Mossu wird in den Palast geholt und muss das Land regieren [wobei es ja net auf den Berufsstand ankommt, das Parteibuch ist wichtig].

      2. Akt: Fürst Sulerl kommt, als Fischer Mossu verkleidet [mit dreizehn Dosen Sardellenringerln, die er letzhin gefangen hat, a schwere Arbeit zuerst den Sardellen, mit schwarzem Anzug, die Augen zudrücken und dann einringerln] in die ärmliche Hütte Leylas und wird von ihr freudig begrüßt und schließt sie in die Arme [nicht Amme, das ist was anderes]. Doch sie meint einige wesentliche Veränderungen an Mossu feststellen zu können [ja wo schaut den das abgfeimte Luader hin?], wobei diese Veränderungen ihr sehr zusagen [da auch noch, die ist ja net besser als der Sulerl]. Aber sowohl der Großwesir und auch Mossu haben aufgrund der sich anhaltenden Schwierigkeiten im Palast [die Damen wollen eine U-Bahn zu den Gemächern bauen lassen und haben die Firma "Auf los gehts los" beauftragt das zu tun] genug vom Regieren und kommen ins Dorf zurück. Dadurch wird aber gleich ersichtlich, dass der Fürst eben der Fürst ist und und nicht Mossu. Doch gerade als sich alle Schwierigkeiten zu einem Drama auswachsen, erwacht der Fürst. Denn er hat nur geschlafen und Leyla hat ihm nur aus einem Buch vorgelesen [Kochbuch, wo man würzige Insektenspeisen machen kann - heute im Frühstücksfernsehen gewesen - mir hat's gleich den Magen umgedreht]. Sulerl verspricht Leily zu heiraten, denn sie war ja nur im Traum mit Mossu verheiratet [und da soll das Buch besser gewesen sein als beim "Indigo und die vierzig Räuber" da waren es wenigsten Orientalen, die in einem wirklich hübschen, für Norddeutsche, kaum verständlichen Lerchenfelderisch [teilweise 7. und 8. Bezirk in Wien - ein gewisser Rofrano kommt von dort her, der es mit "Silbernen Rosen" hat, aber auch mit "Persischem Rosenöl", aber der [das heißt eher - die, beim Rofrano [Oktavian] war aber schon dran], denn die Gegend hieß einmal "Rofranogrund" [aber das ist jetzt kein Grund itzo den "Rosenkavalier anzustimmen] sangen und sprachen, und das Walzerlied "Ja so singt man, ja so tanzt man in der der Stadt wo ich geboren" wurde trotzdem ein Schlager, aber das war eben 1869 - und ist es geblieben].

      Ende einer Operette, die auch kaum gespielt wird.