Der Pianist Emil Gilels (1916-1985)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Von wann ist denn die Aufnahme? Manches wirkt heute vielleicht exotischer als es das damals war.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Die Khatchaturian-Sonate wurde am 15.2.1963 live im Großen Saal der Leningrader Philharmonie mitgeschnitten. Im Übrigen handelt es sich um 50er Jahre-Aufnahmen aus Moskau.

      Das Booklet der Doremi-CD schweigt sich leider dazu aus, ob es sich vielleicht um die Uraufführung der Khatchaturian-Sonate handelt. Denkbar ist dies, da sie 1961 komponiert wurde.
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • music lover schrieb:

      Das Booklet der Doremi-CD schweigt sich leider dazu aus, ob es sich vielleicht um die Uraufführung der Khatchaturian-Sonate handelt. Denkbar ist dies, da sie 1961 komponiert wurde.

      Um die Uraufführung wird es sich bei dieser Aufnahme vom 15.2.1963 wohl nicht handeln.
      Laut Archiv der Emil-Gilels-Foundation hatte Gilels die Khatchaturian-Sonate davor schon zwei mal öffentlich aufgeführt -
      am 29.01.1963 in Kalinin und am 09.02.1963 in Kaluga.
      => "http://archiv.emilgilelsfoundation.net/konzerte/?category=composer&id=591"

      Zur Uraufführung konnte ich leider nichts finden, nur dass Khatchaturian seine Klaviersonate dem Komponisten N.I.Mjaskowski widmete.

      Auf YT steht ein Radio-Mitschnitt von Gilels' Leningrader live Aufführung zur Verfügung:

      "https://www.youtube.com/watch?v=keUKw3mrqzs"
      "https://www.youtube.com/watch?v=4np2qWvISTg"
      "https://www.youtube.com/watch?v=TL7Yc5wJdUw"
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Jedenfalls war das damals ein relativ neues Werk eines lebenden populären Komponisten-Stars, somit nichts "Mutiges".
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • putto schrieb:

      Jedenfalls war das damals ein relativ neues Werk eines lebenden populären Komponisten-Stars, somit nichts "Mutiges".
      Die Zusammenstellung macht es aus. Und wer spielt denn heute Vladigerov oder Smetana?
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Bevor wir hier ins Erbsenzählen verfallen:

      Es ist keineswegs selbstverständlich das noch lebende Komponisten aufgeführt werden. Die meisten Klavierprogramme die ich studiert habe enthalten zum größten Teil Mainstream, also Musik von Komponisten die im Bewusstsein der Hörer "arriviert" sind. Und wer sich mit zeitgenössischer Musik beschäftigt weis, dass das mit wenigen Ausnahmen ein Nischenrepertoire ist. Insofern kann man Gilels Eintreten für Zeitgenossen und auch die Auswahl weniger häufig gespielter Werke durchaus als mutig bezeichnen.

      Eusebius
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Berenice schrieb:

      Um die Uraufführung wird es sich bei dieser Aufnahme vom 15.2.1963 wohl nicht handeln.
      Laut Archiv der Emil-Gilels-Foundation hatte Gilels die Khatchaturian-Sonate davor schon zwei mal öffentlich aufgeführt -
      am 29.01.1963 in Kalinin und am 09.02.1963 in Kaluga.
      => "http://archiv.emilgilelsfoundation.net/konzerte/?category=composer&id=591"

      Zur Uraufführung konnte ich leider nichts finden, nur dass Khatchaturian seine Klaviersonate dem Komponisten N.I.Mjaskowski widmete.
      Vielen Dank für Deine Recherchearbeit, liebe Berenice!
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • Eusebius schrieb:

      Bevor wir hier ins Erbsenzählen verfallen:

      Es ist keineswegs selbstverständlich das noch lebende Komponisten aufgeführt werden. Die meisten Klavierprogramme die ich studiert habe enthalten zum größten Teil Mainstream, also Musik von Komponisten die im Bewusstsein der Hörer "arriviert" sind. Und wer sich mit zeitgenössischer Musik beschäftigt weis, dass das mit wenigen Ausnahmen ein Nischenrepertoire ist. Insofern kann man Gilels Eintreten für Zeitgenossen und auch die Auswahl weniger häufig gespielter Werke durchaus als mutig bezeichnen.
      Selbstverständlich ist es selbstverständlich, dass auch lebende Komponisten aufgeführt werden ... also aus diesem einen Programm kann man nichts schließen, Katschaturjian und Vladigerov sind Komponisten mit sehr massentauglichem Stil, das absolute Gegenteil von Dallapiccola und Cage (um grob in der Generation zu bleiben). Die Frage wäre jetzt, welchen Anteil die Gegenwart in Gilels Programmen gehabt hat.
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • ChKöhn schrieb:

      Wie kompliziert und widersprüchlich Allbreve-Vorschriften im 18. und 19. Jhdt. waren, darüber gibt es genügend seriöse wissenschaftliche Untersuchungen, z.B. von Clive Brown.


      Hier habe ich ein Referätchen zum Thema "Alla breve 1750 - 1900 nach Clive Brown" eingestellt.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Emil Gilels live in Seattle (1964)

      Am kommenden Freitag erscheint eine interessante neue Deutsche Grammophon-CD mit dem Gilels-Recital vom 2. Dezember 1964 im Seattle Opera House:



      Auf dem Programm standen folgende Werke:

      Beethoven: Klaviersonate Nr. 21 "Waldstein"
      Chopin: Variationen über "La ci darem la mano" (für Klavier solo)
      Debussy: Images Heft 1
      Prokofiew: Sonate für Klavier Nr. 3
      Prokofiew: Visions fugitives op. 22 Nr. 1, 3, 5, 10, 11 und 17
      Ravel: Alborada del gracioso
      Strawinsky: Danse russe aus "Petruschka"
      Bach/Siloti: Präludium h-moll BWV 855
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)
    • Unvergessen wird mir bleiben, wie ich, dank eines kleinen Versteckspiels, bei einer Aufnahme von Brahms' 2. Klavierkonzert mit Gilels, Karajan und den Berlinern in der Berliner Jesus-Christus-Kirche, hinter der Empore bei den Musikern hockend, zuhören durfte. (Karajan wollte bekanntlich keine Zuhörer.) Aufgenommen wurde der 2. Satz: ein für mich überwältigendes, wirklich einmaliges, großes Erlebnis und wohl auch der echte Einstieg zu Brahms. Auch akustisch war das für mich der Hammer damals.
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."