Wetterfühligkeit

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    • Wetterfühligkeit

      Hallo,

      nachdem ich eben, angeregt durch die Goldbergvariationen, nun auch auf meinem Cello mal wieder ein bischen Bach üben wollte ( Suite Nr1) musste ich feststellen, dass meine Dickmadam ganz schön zickig auf das Wetter reagierte. Sie sprach schlecht an und die Töne waren nicht wirklich voll zu nennen. Abgesehen davon, dass sie sowieso erstmal ziemlich verstimmt war...

      Kennen andere Streicher das Problem auch? Gibt es etwas, was man da tun kann? Ist es eventuell besser bei diesem schwülen Wetter, das gute Stück im Cellokoffer aufzubewahren (ich habe sie zur Zeit auf einem Ständer im Wohnzimmer stehen) ?

      Gibt es diese Wetterfühligkeit auch beim Klavier??

      Fragen über Fragen....

      LG Mia

    • Guten Abend, liebe Mia Walace,

      beim Klavier gibt es eher die Trockenheit durch das Heizen im Winter, die die Töne verstimmt! - Die hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer ist eher positiv zu bewerten!
      Ich denke, es kommt aber auch auf die Lagerung des Instrumentes an, unabhängig davon, um welches Instrument es sich dreht. -
      Selbst die menschliche Stimme ist im Winter weniger gut "drauf", als im Sommer. Das werden die Sangesprofis mit Sicherheit bestätigen! - Ich erreiche im Sommer jedenfalls leichter die Höhen, als im Winter!

      Liebe Grüße,

      Hemiole :wink:
      "Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

      (Unbekannt)
    • Holz reagiert empfindlich auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Am besten wäre es, bei diesem Wetter das Instrument im Koffer zu lassen, aber dann kann man halt nicht üben.

      Historische Holzblasinstrumente wie Blockflöten, Oboen oder Traversflöten reißen mitunter, wenn sie im Winter nach dem Spielen durch die Zentralheizungsluft zu schnell trocknen. Anders herum quellen sie bei feuchter Luft gerne auf, dann stimmt die Intonation nicht mehr und die Töne sprechen schlecht an. Da hilft nur: einen Tag pausieren und im Sommer statt Üben in den Biergarten gehen :D

      :wink: Fugato

    • Am besten wäre es, bei diesem Wetter das Instrument im Koffer zu lassen, aber dann kann man halt nicht üben
      .

      Mhhh, genau das ist der Grund, warum ich sie draussen stehen hatte, ich wollte mich durch ihren Anblick verführen lassen :love:

      Aber ich will natürlich, dass es ihr gut geht, von daher werde ich sie wahrscheinlich doch jetzt in den Kasten packen :cry:


      Da hilft nur: einen Tag pausieren und im Sommer statt Üben in den Biergarten gehen


      :D Ok, wird gemacht :D

      LG Mia

    • Liebe Flamme - sicherlich,

      Dein Cello reagiert vielleicht wie die Leute auf das seltsame Wetter in diesem Jahr? - Mein Klavier hat sich auch erstaunlich schnell verstimmt gezeigt - als ich es Ende April bekam, war die Stimmung annähernd perfekt, aber jetzt :S .
      -
      Vielleicht brauchst Du ein zweites Cello, daß Dich verführt, während Du Dein erstes im Koffer bewahrst - dumme Idee, das erste würde dann ja womöglich eifersüchtig reagieren . . . . . . . ..
      -
      Ich wünsche Dir auf jeden Fall, daß Dein schöner Liebling Dich bald wieder verwöhnt und die Macken lässt.

      Die Nacht soll ihre Lieder singen

      Bernhard


      "Alles Syphilis, dachte Des Esseintes, und sein Auge war gebannt, festgehaftet an den entsetzlichen Tigerflecken des Caladiums. Und plötzlich hatte er die Vision einer unablässig vom Gift der vergangenen Zeiten zerfressenen Menschheit."
      Joris-Karl Huysmans
    • Vielleicht brauchst Du ein zweites Cello, daß Dich verführt, während Du Dein erstes im Koffer bewahrst - dumme Idee, das erste würde dann ja womöglich eifersüchtig reagieren . . . . . . . ..


      Ach, ich wüsste da schon eines, einen süssen Ungarn, bezaubernd im Klang, leicht ansprechend, mit einer diskret verkürzten Mensur für meine kleine Hand. Und diese Maserung, der warme Schokoladenton......Es war liebe auf den ersten Streich und Blick :love:

      Doch leider wurde die Liebe von meinem Geldbeutel nicht erwidert :cry:

      Du kannst ihn in meinem Avatar bewundern, ich musste doch gleich ein Bild von meinem Geliebten machen........und ja: meine Dickmadam war sehr eifersüchtig und verkratzt, als ich ihn zum Probespiel da hatte...

      LG Mia

    • Nee, laß das Cello mal draußen und stimm halt mal nach.

      Die hohe Luftfeuchtigkeit macht nichts aus, Trockenheit ist viel gefährlicher.

      Und natürlich, bei hoher Luftfeuchtigkeit reagiert die Winsel anders, die Saitenlage wird höher, da die Decke nach oben geht.
      Alles völlig normal, kein Grund, in den Biergarten zu gehen.........

      :evil:

      Michael
    • Alles völlig normal, kein Grund, in den Biergarten zu gehen.........


      Habe ich ja auch nicht getan, sondern mich tapfer durch das Prelude gekämpft, bei der Sarabande war sie dann schon etwas milder gestimmt....

      Nun gut, dann lasse ich sie draussen, ist mir auch lieber so. Ich war nur etwas ängstlich, da vor 2 Monaten erst ein Spalt zwischen Boden und Zarge neu verleimt wurde, Gott sei Dank nicht in Höhe der Stimme.

      Wobei Biergarten natürlich auch immer eine gute Idee ist :prost:

      LG Mia

    • Man kann z.B. Sommer und Winterstege verwenden, aber das mache ich nicht.
      Das Cello hat zu funktionieren und je nach Wetterlage funktioniert es mal so und mal so.

      Normalerweise gehen nur die Zargen auf, das ist normal und kein Problem.

      Ich lasse zumindest im Sommer mein Cello draußen und nicht im Kasten, es soll sich an der angenehmen Temperatur erfreuen und sich drauf einrichten.

      Wirklich problematisch wird es nur bei Klimaanlagen:

      Letztes Jahr in Japan war es im Oktober noch sehr warm mit hoher Luftfeuchtigkeit und ich komme in den Saal mit Klimaanlage.......
      Natürlich macht es dann knirsch und die Winsel hat irgendwo kapituliert, da dies wirklich zu hart ist.

      Klimaanlagen sind immer mein Feind, wenn es um mein Instrument geht, aber man kann sich davor nicht großartig schützen..........

      :prost:

      Michael
    • Hemiole schrieb:

      Selbst die menschliche Stimme ist im Winter weniger gut "drauf", als im Sommer. Das werden die Sangesprofis mit Sicherheit bestätigen! - Ich erreiche im Sommer jedenfalls leichter die Höhen, als im Winter!

      Was mich betrifft, kann ich diese Beobachtung nicht bestätigen. Das ist wohl eine individuelle Sache, genauso, wie meine Stimme nachmittags oder abends besser drauf ist und eine kürzere Einsingzeit braucht als morgens, während meine Lehrerin eine absolute "Morgensängerin" ist. Das kann man wohl nicht verallgemeinern :)
      Canto, ergo sum.
    • Gut zu wissen, Fliu! - Danke für deinen Beitrag! - Ich dachte, das sei allgemein so! ;+)
      Auch den Unterschied "Morgensängerin" versus "Nachmittags- und Abendsängerin" kannte ich nicht! - Danke! ;+)
      "Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

      (Unbekannt)
    • Kleiner Nachtrag: Wenn ich im Winter in einem Raum singen muss, wo die Luft durch die Heizung extrem trocken ist, habe ich natürlich auch Probleme damit, die sich beim Singen bemerkbar machen. Aber da das rein an der Trockenheit liegt und beispielsweise durch Lüften ausgeglichen werden kann, kann ich bei mir nicht von allgemeinen Problemen mit der Jahreszeit sprechen.
      Canto, ergo sum.
    • Ich denke jedes Zupf- und Streichinstrument kennt dieses Problem.
      Mir ist es sowohl bei meinert Gitarre wie auch Violine schon oft vorgekommen.
      Doch wie bereits erwähnt wurde, finde ich das Problem im Winter stärker als im Sommer.

      Daher die Instrument immer in den Koffer packen, so sind sie vor Wind und Wetter bestens geschützt - auch wenns auf dem Ständer schöner aussieht ;)
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Die hohe Luftfeuchtigkeit macht nichts aus, Trockenheit ist viel gefährlicher.
      Da hatte ich schon mal einen schlimmen Riss in der Decke, als die Sonne draufschien im April 2004..
      Seitdem weiß ich, daß Trockenheit (vor allem direkte Sonne) der Feind ist und weniger die Feuchtigkeit im Winter...
      Vor vielen Jahren an nem Lagerfeuer im März hatte ich auch schon mal Reif auf der Gitarre, aber das war ne satt lackierte (klar natürlich...), daher kannte ich das Problem auch lange nicht. und es hatte mich auch niemand gewarnt, daß unlackierte Decken empfindlich reagieren... Jetzt hab ich die oben erwähnten Risse in der Decke und freue mich an hellerem und lauterem Klang; es ließ sich nämlich garnicht so ohne weiteres reparieren...

      Gruss
      Herr Maria
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      und weniger die Feuchtigkeit im Winter...
      Feuchtigkeit? Ist im Winter nicht eher die trockene Heizungsluft das Problem? Ich musste zum Glück im vergangenen Winter (dem ersten im Leben meiner Viola) nicht allzu viel heizen, aber wenn ich mal geheizt habe, musste ich zum Teil die Seiten neu aufspannen, weil sich die Wirbel komplett lockergedreht haben. Mit der feuchten Hitze im Moment kommt sie bisher sehr gut zurecht (ich leider weniger). Und direkt in die Sonne lege ich sie eher nicht :rolleyes:
      ?
    • Also ich muss sagen: diesbezüglich bin ich sehr begeistert von meinem Ungarn, er hält die Stimmung während des Sommers und während des Winters sehr gut!! Wobei ich im Winter mit dem Lüften aufpasse, damit die Temperaturschwankungen nicht zu stark sind. Direkte Sonneneinstrahlung meide ich auch.

      Ich hatte aber das Erlebnis mit meiner Dickmadam, dass ich während eines Konzertes im Winter gezwungenermassen an einer Terassentür saß, die ständig auf und zu gemacht wurde. Ergebnis: ein fetter Riß zwischen Decke und Zarge :cry: . Das ließ sich aber zum Glück wieder problemlos neu verkleben.



      LG Lotte

    • Das was für die Instrumente so gefährlich ist, ist nicht die Kälte oder die Wärme, der Durchzug...sondern die fehlende Luftfeuchtigkeit. Kälte entzieht der Luft die Feuchtigkeit. Das kann jeder im Winter leicht beobachten: an einem kalten Tag schlägt sich Feuchtigkeit auf den Fenstern nieder - die kommt aus der Luft und fehlt dann der Luft auch.

      Misst man das, dann hat man im Sommer ungefähr 60 bis 70 % Luftfeuchtigkeit, bei Regen sogar mehr.
      Im Winter geht die Luftfeuchtigkeit schnell unter 40 % und das ist es, was für die Instrumente sehr ungesund ist: das Holz reißt, die Geigenbauer bzw. Bassbauer kriegen richtig Arbeit! Das äußert sich anfangs in Unpässlichkeiten der dicken Madamsen, sie verstimmen sich, sie sprechen nur schwer an und sind vergräzt. Schlimmer wird es dann, wenn das Holz der Belastung nicht mehr Stand halten kann und reißt. Ein Riß im Bassbalken ist kein Spaß mehr.

      Abhilfe: für Kontrabässe, diese hoch empfindlichen Riesen (ich spiele Kontrabass), gibt es eine Art Gummischlauch, den man zur Befeuchtung ins Innere hängen lässt. Viele Kontrabassisten haben außerdem hochwertige Luftbefeuchter rund um die Uhr in ihrem Musikzimmer laufen. Das lohnt sich, denn Risse können sehr sehr teuer werden.
      Die Anschaffung eines Hygrometers ist eine lohnende Investition, die vorher gesagtes schnell bestätigt.
    • RE: Feuchtigkeit

      Basswassonst schrieb:


      Abhilfe: für Kontrabässe, diese hoch empfindlichen Riesen (ich spiele Kontrabass), gibt es eine Art Gummischlauch, den man zur Befeuchtung ins Innere hängen lässt.

      Das gibt es auch für Geige und Bratsche. Ich bewahre meine Instrumente immer in ihren Kästen auf, diese sind zwar mit Befeuchtern ausgestattet, aber das genügt in manchen Wintern nicht. Nachdem sich meine Zweitgeige nach einer längeren Spielpause fast nicht mehr stimmen ließ, bin ich beim Thema Feuchtigkeit ziemlich gewissenhaft. Von Rissen bin ich bisher glücklicherweise verschont worden.

      Viele Grüße,
      Vendee
    • Diese Dampits gibt es natürlich auch für Cello.

      Ich mache mittlerweile gar nichts mehr....Früher habe ich Dampits auch benutzt, aber zum spielen immer rausgenommen.

      Meine Erfahrung ist, daß es für mein Instrument nicht gut ist, ständig "arbeiten" zu müssen.
      Ich spiele ja ständig, und falls es zuhause oder im Kasten dank Dampit und Luftbefeuchter ok ist, dann ist der Effekt spätestens dann verschwunden, wenn ich in einem klimatisierten Saal sitze und das Holz anfängt zu arbeiten.Dann geht der Schuß ganz schnell nach hinten los.

      In Japan habe ich es mal erlebt, daß ich in einen klimatisierten Saal reinkam, draußen etwa 80% Luftfeuchtigkeit, drinnen???????
      Und es machte gleich "knister" und ich hatte den Salat.Zarge aufgegangen........

      Und es ist ganz normal, daß sich ein Instrument nach längerer Spielpause nicht mehr direkt gut stimmen läßt.
      Das hat aber mehr mit dem nichtspielen darauf und den daraus resultierenden Spannungsverhältnissen zu tun als mit der Luftfeuchtigkeit.
      Ein Instrument, welches für einige Wochen oder Monate nicht gespielt wird, sollte man immer einen Halbton runterstimmen zum Entspannen.

      Mein Cello verstimmt sich so gut wie nie, aber wenn ich mal einen Viertelton runterstimmen muß bei z.B. barocker Musik oder einer Kirchenmugge mit Orgel auf 438Hz, dann dauert es auch bei mir etwa zwei Tage, bis sich das Instrument wieder gefangen hat.
      Aber das hat mit der Luftfeuchtigkeit nichts zu tun.

      Mein Cello ist ein braver Soldat, dem ich mittlerweile seit vielen Jahren zumute, sich an härtere Umgebungen zu gewöhnen.

      Im Theater ist es das ganze Jahr über trocken wegen der Klimaanlage und ich lasse mein Instrument auch oft im Theater über Nacht.
      Ich habe irgendwann gedacht, daß es nicht sinvoll sei, dem Holz und dem Instrument immer einen Klimaschock zu verpassen, indem ich den Kasten und das Instrument zwischendurch befeuchte.
      Ein Effekt, der ganz schnell verloren geht, sobald ich das Instrument aus dem Kasten nehme und spiele.....wie schon gesagt dann ohne Dampit.

      Dampits benutze ich seit 20 Jahren nicht mehr, für mich haben sie nichts gebracht. Das ist für mich so ähnlich wie bei "Voltaren" für Menschen. Es bringt eigentlich nichts, aber es fühlt sich gut an.

      Daß mal die Zargen aufgehen ist ganz normal und leicht zu leimen, schlimme Risse habe ich noch nie erlebt.

      Gefährlich wird es erst bei starkem Frost.............Dann schmeisse ich die Luftbefeuchter auch an.

      Anfang 2009, am Vorabend meiner CD-Aufnahme, bin ich dann aus Angst doch schwach geworden und habe einen Dampit in mein Cello reingehängt........zwei Tage später war die Kiste offen.........ne, ich lasse diese Gimmicks lieber.
      Mein Cellokasten ist auch nicht befeuchtet........sowas ist für mich Pillepapp.

      Wissenschaftlich kann ich das alles nicht erklären, es sind nur meine Erfahrungswerte der letzten 30 Jahre, und die sagen mir, daß ich von Dampits die Finger lassen sollte.

      Luftbefeuchter in der Wohnung sind natürlich wichtig, aber erst bei starkem Frost.

      Übrigens zeigen die meisten Hygrometer, auch die elektronischen, nicht die richtige Luftfeuchtigkeit an.

      Letzten Winter, der ja bekanntlich sehr kalt war, habe ich die Luftbefeuchter bei mir zuhause volle Pulle laufen lassen:

      Mein digitaler Hygrometer zeigte dann gute 50% an, was mich sehr beruhigte.......nur roch es irgendwie moodrig.

      Zu der Zeit hatte ich dann leider Probleme mit meiner Heizung, und der Heizungsinstallateur hat dann mit seinem teuren Profigerät netterweise mal die korrekte Luftfeuchtigkeit gemessen: über 80% !!

      Gegenüber angezeigten 50% auf meinem digitalen Billiggerät.......

      Die Dinger taugen also nichts und ich habe die Luftbefeuchter gleich ausgeschaltet.

      Früher hatte ich auch einen Sommer und einen Wintersteg und habe diese eingewechselt je nach Jahreszeit.

      Heute ist das für mich auch Pillepapp, seit gut 13 Jahren habe ich denselben Steg drauf.
      Im Winter klingt es dann halt mal etwas härter und im Sommer weicher,da sich durch die Deckenwölbung bei trockener Luft der Abstand der Saiten zum Griffbrett verringert.

      Ein sehr guter Geigenbauer(davon gibt es leider nicht viele) stellt die Kiste Stegmäßig so ein, daß es einen Kompromiß gibt.Im Winter nicht zu niedrig und im Sommer nicht zu hoch.
      Dazu muß er das Instrumetn natürlich genau kennen und wissen, wie es sich verhält.

      Das geht alles......und trotzdem halte ich natürlich bei -10 Grad und geringer Luftfeuchtigkeit schon die Luft an, das ist alles andere als gut.

      Nicht umsonst wird in Ländern, wo solche Temperaturen normal sind, von den Geigenbauern ein wesentlich wiederstandsfähiger Leim verwendet als in Westeuropa.

      Aber: meistens reißt es erstmal an den Leimstellen, und das ist überhaupt nicht schlimm.

      Das schlimmste ist natürlich ein Baßbalkenriß, aber auch der muß nichts mit der Luftfeuchtigkeit zu tun haben.

      Für mich gilt: Alles, was unter ECHTEN 35% Luftfeuchtigkeit ist, ist tendenziell gefährlich.....aber das kommt zum Glück nicht so oft vor...auf meinem Hygrometer zwar schon, aber die Dinger stimmen meistens überhaupt nicht.

      Wenn euch also euer Hygrometer eine solche Luftfeuchtigkeit anzeigt, dann würde ich Ihm mittlerweile dies nicht mehr glauben.
      Also Ruhe bewahren.

      LG,
      Michael
    • Michael Schlechtriem schrieb:



      Für mich gilt: Alles, was unter ECHTEN 35% Luftfeuchtigkeit ist, ist tendenziell gefährlich.....aber das kommt zum Glück nicht so oft vor...auf meinem Hygrometer zwar schon, aber die Dinger stimmen meistens überhaupt nicht.



      Ein Hygrometer muss mindestens einmal im Jahr "regeneriert" werden, damit es exakt funktioniert.
      Das Teil einfach in ein feuchtes Tuch packen, oder über eine Wasserdampfquelle legen, bis es auf 100% steht.
      Anschliessend wieder im Raum deponieren und das Ding zeigt wieder korrekte Werte an.

      Genussreiche Festtage wünscht
      Berenice
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.