Radu Aldulescu oder Was ein guter Lehrer sei

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    • Aus dem "Eben gehört" - Thread hierher ausgelagert.


      audi




      Sehr schön, den Namen Radu Aldulescu hier lesen zu können.
      Noch schöner, daß dies in einem sehr positivem Zusammenhang geschieht.

      Aldulescu (1922-2006) war einer der bedeutendsten Cellisten und ein großer Konkurrent von Rostropowitsch in seinen besten Zeiten.
      Nicht, daß er jemals schlechter wurde, aber in späteren Jahren wurde er vor allem als erfolgreicher Lehrer bekannt.

      Ich habe von 1985 bis 1989 fünf Sommer bei Ihm jeweils mehrere Wochen studieren dürfen.
      Und zwar umsonst, finanziert durch ein Stipendium, welches er in die Wege leitete.
      Sein technischer sowie musikalischer Ansatz war und ist für mich von allergrößter Bedeutung.
      Er hatte ein ganz eigenes Fingersatzprinzip, welches Gebrauch von vermeidbaren Lagenwechseln ausschloss und welches ich bis heute beibehalten habe.
      Es ist natürlich nur für Cellisten mit einer großen Hand und einer gewissen Dehnungsfähigkeit geeignet, entsprechend seiner eigenen Hand.
      Vielleicht, aber nur vielleicht, wurde mir das schlussendlich zum Verhängnis, als ich vom letztem Jahr Oktober an ein halbes Jahr nicht mehr spielen konnte, da die ständige Überdehnung der Hand einfach nicht mehr funktionierte.
      Es ging gar nichts mehr.
      Aber das kann auch andere Ursachen haben, jedenfalls gibt es keine Diagnose, welche irgendwie meinem Problem nahekommt und ich mache da jetzt keinen Vorwurf draus, denn nun funktioniert fast alles wieder.
      Leider passierte mir dieses Malheur, als es für mich noch mal um alles ging, und nun kann ich es nicht mehr ändern, daß dies schief ging.

      Sein Brahms, sein Debussy, das waren Offenbahrungen, sein Haydn und Beethoven ebenfalls mit der kleinen Einschränkung, daß Ihm das heutige sorgfältig redigierte Notenmaterial nicht vorlag und er seinen alten Notentexten mit all Ihren kleinen Fehlern verbunden blieb.
      Das konnte schon mal zu Irritationen führen- aber egal.

      Sein persönlicher Cellogott war Casals, und sein Unterricht folgte mehr dessen Prinzipien als den damals üblichen der russischen Schule.
      Er war ein Menuhin und Casals Nachfolger, in humanitären wie auch künstlerischen Gesichtspunkten.
      Mit bloßer Power kam man bei Ihm nicht weiter, auch war Ihm ein aufgesetztes Verhalten und bloße Zurschaustellung von Virtuosität auf der Bühne ein Graus.

      Natürlich war Virtuosität bei Ihm Voraussetzung, das bekam ich auch am eigenem Leibe zu spüren.
      Manchesmal bin ich heulend aus dem Unterricht gegangen, aber nur im ersten Jahr, denn da war er knüppelhart.
      Springbogen hat er mir damals "beigebracht", indem er mich-nach umfassender Erklärung- immer wieder mit den Worten "SPRINGEN" anschrie.
      Er sprang um mich herum und schrie "Springen"

      Und dann sprang der Mistbogen irgendwann...... ;+)

      In den folgenden Jahren war ich dann ausgenommen und befreit von dem öffentlichem Vorspiel von Skalen- dieser subtilen Hinrichtungsmethode für Studenten , keine Ahnung, warum, denn ich war kein Meister darin.
      Eher bis heute ein Niete.
      Vielleicht hat er das bemerkt und anderes bei mir wichtiger gefunden, wer weiß?
      Denn seine sonstigen Lieblingsschüler spielten mit einer Virtuosität, von der ich nur träumen konnte.
      Aus irgendeinem Grund hat er bei mir eine Ausnahme gemacht und mich trotz fehlerhafter Virtuosität bevorzugt unterrichtet.

      Das tolle jedenfalls daran war, daß er sich die Zeit genommen hat, mit mir sorgfältig die Delius- Sonate(die er auch selber mit Albert Guttmann aufgenommen hat) oder die zweite Brahms- Sonate sowie die Beethoven- Sonaten durchzugehen.
      Das war nicht selbstverständlich, andere haben wochenlang nur Skalen üben dürfen.
      Ich durfte dann auch immer in den Abschlußkonzerten spielen.

      Der Höhepunkt kam, als er mir einen begehrten Platz an der Menuhin School bei sich anbot.
      Und dieses Angebot habe ich dann- leider- abgelehnt.
      Ich war schlichtweg zu feige, mich auf das sehr strenge Regiment an dieser Schule einzulassen.
      Und ich hatte gerade meine spätere Verlobte kennengelernt...na ja, daraus wurde dann auch nichts.

      Trotzdem war ich auch danach noch öfters Gast in seinem Feriendomizil an der Costa Brava und hatte noch lange Briefkontakt mit Ihm.
      Auf meine Frage, warum seine Karriere in Deutschland irgendwann einfach aufhörte, gestand er mir, daß sein Manager gestorben sei und es danach für Ihn schwierig bis unmöglich geworden sei, in Deutschland weiter aufzutreten.

      Sein Hobby war übrigens das Schreiben von Drehbüchern für Spielfilme.
      Er war ein wirklicher Gentleman, ein sehr großer Künstler.
      Unerbittlich hart zu sich und seinen Schülern, aber auch 100% loyal zu denjenigen, die er mochte.
      Ich werde nie den Moment vergessen, als er, begleitet von seiner großen Dogge, auf mich einstürmte, mich in den Arm nahm und sagte:
      "Oh, wie schön, daß Du wieder da bist" .
      Und zwar auf Deutsch, denn ein Gentleman wie er sprach natürlich zig Sprachen fließend.
      Und wenn ich sage fließend, dann meine ich genau das.

      Ich hätte rückwirkend sein Angebot annehmen sollen, denn ich mochte Ihn sehr.
      Und wie sich das gehört bei einem tollen Lehrer, hatte ich auch extrem Angst vor Ihm.
      So muß das sein.

      Und obwohl ich meinen Unterricht bei Ihm abgebrochen und sein Angebot ausgeschlagen habe, schrob er mir einen langen Brief 1992 und beglückwünschte mich zu meinem bestandenem Examen.
      Daß er sehr stolz und zufrieden sei.
      Unterschrieben mit "Dein Prof.Radu"

      Er war wirklich ein Gentleman, und ich bin heute sehr traurig, sein Angebot ausgeschlagen zu haben aus Feigheit.

      Sorry, ich mußte das loswerden, denn die Erinnerungen sind sehr präsent und beschäftigen mich bis heute.

      Michael

    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Aldulescu (1922-2006) war einer der bedeutendsten Cellisten und ein großer Konkurrent von Rostropowitsch in seinen besten Zeiten.
      Nicht, daß er jemals schlechter wurde, aber in späteren Jahren wurde er vor allem als erfolgreicher Lehrer bekannt.


      Danke, Michael . Deine Ausführungen und Erinnerungen an ihn bringen ihn mir viel näher.
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • b-major schrieb:

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Aldulescu (1922-2006) war einer der bedeutendsten Cellisten und ein großer Konkurrent von Rostropowitsch in seinen besten Zeiten.
      Nicht, daß er jemals schlechter wurde, aber in späteren Jahren wurde er vor allem als erfolgreicher Lehrer bekannt.


      Danke, Michael . Deine Ausführungen und Erinnerungen an ihn bringen ihn mir viel näher.
      Das ist schön, und so war es auch gedacht.
      Vielen Dank für die Rückmeldung!
      Er hat es verdient, daß man sich posthum mit Ihm nochmal auseinandersetzt.

      Mehr jedenfalls als manch moderner Cellist, denn er war auf seine Art und Weise ein moderner Cellist.
      Dieser Mensch war ein sog. "Meister" , und das ist nicht zwingend notwendig nur auf ein tolles Cellospiel zurückzuführen.

      Danke für das Feedback!
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Und wie sich das gehört bei einem tollen Lehrer, hatte ich auch extrem Angst vor Ihm.
      So muß das sein.


      Nein, so muss das nicht sein! Never!

      Ein guter Lehrer ist für mich einer, von dem ich völlig ohne Angst sehr viel lerne.

      Und ganz davon abgesehen ist Musik für mich auch nach dem Studium (in welchem vieles dafür getan wurde, um mich vom Primat der Angst zu überzeugen) primär eine Quelle der Freude und nicht der Angst.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • arundo donax schrieb:

      Michael Schlechtriem schrieb:

      Und wie sich das gehört bei einem tollen Lehrer, hatte ich auch extrem Angst vor Ihm.
      So muß das sein.


      Nein, so muss das nicht sein! Never!

      Ein guter Lehrer ist für mich einer, von dem ich völlig ohne Angst sehr viel lerne.

      Und ganz davon abgesehen ist Musik für mich auch nach dem Studium (in welchem vieles dafür getan wurde, um mich vom Primat der Angst zu überzeugen) primär eine Quelle der Freude und nicht der Angst.

      Herzliche Grüße

      Bernd
      Ok, wenn das bei Dir so ist, dann ist gut.

      Bei einem wirklich gutem Lehrer gehört für mich die Angst unbedingt mit dazu.
      Ich bin da vielleicht old school, aber das ist nicht Dein Problem.

      Falls für Dich Musik primär eine Quelle der Freude ist, dann bitte schön.
      Aber Du weißt selber, daß dies Quatsch ist.

      Ich habe alles so gut es geht erläutert, denn es ist ein geben und nehmen.
      Und jeder Lehrer reagiert auf seine Weise.

      Falls Du alles auf Dich anwendest, dann kann ich auch nicht helfen.
      Es gibt halt Menschen, welche grundsätzlich alles auf sich beziehen.
      Das tut mir leid, denn ich habe schon unterschieden und sehr genau beschrieben, was abgelaufen ist.
      Und Du sprichst ja auch von einem "gutem" Lehrer, was total nett ist.

      Ich spreche von einem "tollem" Lehrer, der überhaupt nicht nett ist, aber wo es zur Sache geht.
      Und ich spreche auch von Unterschieden, gerade, was mich, als Technik-Idiot- angeht.

      Du mußt das nicht auf Dich beziehen, und Du mußt das schon gar nicht bewerten!
      Obwohl es mich wundern würde, wenn die Cello-Welt netter wäre als die Oboen-Welt.

      Also lasse es bitte.
      Oder bringt das irgendwie weiter?
      Auf einem professionellem Niveau?
      Bringt das daraufhin weiter?


      Falls nochmal so etwas in dieser Richtung kommt, dann werde ich meinen Kommentar ganz einfach löschen.
      Denn es geht mir gegen den Strich, eine solche Antwort zu bekommen.
      Das war eine Antwort auf b-major betreffend Aldulescu.

      Nichts weiter.
    • Sorry, ich mußte das loswerden, denn die Erinnerungen sind sehr präsent und beschäftigen mich bis heute.
      Ich danke Dir für Dein tolles Homage an Deinen ehemaligen Lehrer. Im Gegensatz zu dem User Arundo Dorax weiß ich diese Worte richtig einzuordnen. Ob man nun Angst oder einfach "nur" Respekt gegenüber einem (SEINEM) Lehrer hat, ist sicher Ansichtssache, aber ich verstehe, was und wie Du es meinst. Es ist im Grunde das Gleiche, was ich über meinen Lehrer am Dr.Hoch's Konservatorium damals denke, dem ich so viel Gutes zu verdanken habe. Er hat es damals verstanden, diesen nicht einfachen Teenager (also mich selbst) nicht nur das Trompetenspiel zu verbessern, sondern auch die Augen und Ohren für die Dinge drumherum zu öffnen.

      Ich habe diesen Lehrer (Herbert Breunig, der rund 20 Jahre Solo-Trompeter der Frankfurter Oper war) später noch einmal rein zufällig an dem Tage besucht (ich war gerade in der Nähe und wusste noch genau wo er wohnte), als er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Noch recht scheach auf den Beinen hat er es sich nicht nehmen lassen, runde zwei Stunden (Nein, ich durfte nicht einfach wieder gehen) mit mir über sich selbst und meine Zeit nach ihm zu reden. Er musste leider nach einem Herzinfarkt das Musizieren und Lehren aufgeben. Auch er gehörte zu dieser Art von Gentleman, die Du Michael so schön beschrieben hast. Ich kann diesem Mann nicht genug danken, und werde ihn auch immer in allerbester Erinnerung behalten. Ohne ihn würde ich heute nicht so spielen können, wie ich es noch kann. Danke!!

      Bitte entschuldigt an dieser Stelle meine Huldigung an die so wichtigen Musiklehrer oder Dozenten, die für einen aktiven Musiker so wichtig sein können. Ohne diese Menschen würde es viele tolle Orchester und Solisten nicht geben, aber auch ebenso wenig Hobbymusiker, die sich die Mühe machen, täglich zu üben, um für ihren Bereich den Ansprüchen teilweise gerecht zu werden. Ohne alle diese Kollegen könnten wir uns nicht dieser tollen Aufnahmen erfreuen, oder auch tolle Live-Konzerte erleben.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Ich spreche von einem "tollem" Lehrer, der überhaupt nicht nett ist, aber wo es zur Sache geht.
      Und ich spreche auch von Unterschieden, gerade, was mich, als Technik-Idiot- angeht.


      Völlig wertfrei, lieber Michael, würde mich einmal persönlich interessieren, wie man als Künstler mit Angst trotz allen Respekts vor der künstlerischen Potenz in einem Lehrer/Schüler-Verhältnis umgeht. Ich kann nur aus meiner eigenen Perspektive als Schüler/Student berichten, als mir solche Situationen zeitweise, jedenfalls im Ansatz, nicht fremd waren und ich mit Blockaden, Schweigsamkeit, Anpassungsbereitschaft reagiert habe (eigentlich recht unerquicklich und vor allem unproduktiv).

      Nur am Rande - Aldulescu wirkt zumindest hier sehr sympathisch und zugänglich.

      https://www.youtube.com/watch?v=EfPTOa_PNis
    • Yukon schrieb:

      Völlig wertfrei, lieber Michael, würde mich einmal persönlich interessieren, wie man als Künstler mit Angst trotz allen Respekts vor der künstlerischen Potenz in einem Lehrer/Schüler-Verhältnis umgeht.
      Diese "Angst" ist eine enorme Motivation zum noch mehr üben und zum besser werden.
      Mit Ängsten muß man in diesem Job leben lernen, eine "gesunde" Angst vor einem strengen Lehrer ( der trotzdem natürlich sehr nett sein kann) halte ich nicht für hinderlich, sondern für förderlich.

      Nur am Rande - Aldulescu wirkt zumindest hier sehr sympathisch und zugänglich.
      Aber natürlich! Er war halt ein strenger Lehrer, als Mensch war er sehr, sehr nett!
    • .... und sehe nicht recht, warum man suggerieren muß, Freude an der Musik sei letztendlich unprofessionell oder gar "Quatsch".


      Wir (Michael und ich) haben halt ganz unterschiedliche Blickwinkel. Und es mag durchaus an meiner Perspektive liegen, dass ich es nicht zu einer Anstellung im Profiorchester gebracht habe. Und natürlich habe ich deswegen gewisse Komplexe. Trotz dieser Komplexe glaube ich aber nach wie vor, dass meine Einstellung die für mich ganz subjektiv gesündere ist. Ein möglichst hoher Grad an "Professionalität" ist mir im Zusammenhang mit der direkten Ausübung von Musik am Ende nicht so wichtig - und deshalb wäre ein Lehrer, vor dessen Zimmertür ich mir vor Angst (fast) in die Hose gemacht hätte, für mich ganz subjektiv kein guter Lehrer gewesen.

      Das bedeutet nicht, dass ich meine eigenen Künste mit völliger Lässigkeit betrachte. Meine Schwächen auf dem Instrument sind mir nicht wurschtegal - dazu ist mir die Sache selbst am Ende doch wieder zu wichtig. Aber ich benötige nicht noch zusätzlichen Druck von außen. Der Druck, den ich mir selber mache, ist eigentlich schon zu hoch....und nicht anders verhielt es sich auch schon zu Studienzeiten.

      Wie auch immer: Mir ging und geht es in keinster Weise darum, Michael an den Karren zu fahren! Ich würde mich freuen, wenn wir uns darauf einigen könnten, dass es zum Thema des Threads (und noch etwas über dieses Thema hinaus) verschiedene Positionen geben kann.

      Herzliche Grüße

      Bernd
    • Könnte Michaels Angst nicht eher daher rühren, dass er Angst hatte vor jemanden, den er als Großmeister ansieht, zu versagen? Das ist schon etwas anderes als ein lästiger Lehrer in der Schule, vor dem man Angst hat, weil er Terror ausübt. Wenn ich mich mit einem Nobelpreisträger unterhielte, wäre ich auch etwas beklommen.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • arundo donax schrieb:

      Ein möglichst hoher Grad an "Professionalität" ist mir im Zusammenhang mit der direkten Ausübung von Musik am Ende nicht so wichtig - und deshalb wäre ein Lehrer, vor dessen Zimmertür ich mir vor Angst (fast) in die Hose gemacht hätte, für mich ganz subjektiv kein guter Lehrer gewesen.
      Naja, ein Lehrer in der Berufsausbildung hat aber wohl doch die Pflicht, bei seinen Studenten einen "möglichst hohen Grad an Professionalität" anzustreben, um ihnen das Erreichen des Studienziels "Profimusiker" wenigstens zu ermöglichen, auch wenn es denen natürlich anschließend frei steht, statt dessen Taxifahrer oder Psychologe zu werden. Insofern würde ich bei einem Studenten, der diese Professionalität nicht anstrebt, eher ihn als seinen Lehrer für ungeeignet halten. Außerdem: Die Angst, von der hier die Rede ist, entspringt ja vor allem dem großen Respekt gegenüber dem Lehrer und seinem Können. So habe ich Michael jedenfalls verstanden.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Es gibt wohl sicher so etwas wie eine "Passung" zwischen Lehrern und Schülern. Auch Lehrer, die als ausgezeichnete Lehrer gelten, passen nicht zu jedem Schüler.

      Ein zweiter Gedanke: In der Komfortzone gibt es keine Entwicklung. Eine der Aufgaben des Lehrers besteht durchaus darin, den Schüler (bei Bedarf) aus der Komfortzone herauszuholen. Ist aber nicht bei jedem Schüler nötig, wie Bernd Donax schrieb.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Ich danke dem lieben Michael sehr für die bewegend geschilderte HomMage an seinen gestrengen Lehrer Radu Aldulescu. Ich kann allerdings der Charakterisierung leider nichts beifügen, weil ich ihn nur dem Namen nach kenne (und immer verwechsle mit dem genialen Organisten Radulescu).

      Ich fühle aber das Bedürfnis, zur Lehrerstrenge ein paar persönliche Gedanken beizufügen:

      Ich verdanke meiner gestrengen Klavierprofessorin den Umstand, dass ich Pfarrer geworden bin ... und nicht ein permanent frustrierter Klavierlehrer, was unter meinen gesundheitlich eingeschränkten Voraussetzungen wohl der Fall gewesen wäre. (Dass der Pfarrerberuf auch nicht unfrustrierend war, steht auf einem anderen Blatt, hihi)

      Jedenfalls darf ich die Musik nun zur Recreation meines Gemüthes erklingen lassen, ohne die permanente Angst, meinen eigenen Ansprüchen (und denen des Musikbusiness`) nicht gerecht werden zu können.

      Hier also eine kleine Hommage an meine sehr verehrten Klavierlehrerin am Konservatoium Bern in den Jahren 1973-1976. Es handelte sich um Rosemarie Balmer-Stucki. Sie war die Ehefrau des Busoni-Schülers und vormaligen Dirigenten des Berner Sinfonieorchesters, Luc Balmer.

      Ich würde sie als Paedagogin alter Schule bezeichnen: Eine Erscheinung wie Teresa Carreno, sehr stattlich, sehr gebildet, hoch musikalisch ... und sehr sehr gestreng. Tränen waren auch bei mir keine Seltenheit. Vor allem die weiblichen Kommilitoninnen begegneten mir oft mit verweinten Augen.

      Aber niemand von uns Studenten hätte je zu einer anderen Lehrkraft wechseln wollen. Ihre fachliche (und nur diese) Strenge war Ausdruck des Wissens um die Anforderungen des musikalisch-künstlerischen Alltags und gehörte somit zu ihrer Fachkompetenz. Diese war weit über das Land hinaus bekannt.

      Ihr grundsätzlich zutiefst mütterliches Interesse an jedem Menschen konnte fix umschlagen in eine bedrohliche Ungehaltenheit. Dies geschah aber immer nur bei studentischer Schlamperei. Sie erwartete - ja sie forderte - das musikalische und technische Resultat, das vom Studierenden angesichts seiner/ihrer Begabungsanlage zu erwarten war. Dafür hatte sie ein untrügliches Sensorium: von niemandem wurde mehr erwartet, als er/sie in der Lage war, auszudrücken. Aber DAS wollte sie hören und erleben, und zwar unerbittlich und gnadenlos, denn sie erwartete nie zuviel.

      Diesen Ansatz schätzen wir Studenten sehr, nahm er doch jede von uns in seiner Eigenart ernst.
      So war dann jeder Wutanfall erstens wohlbegründet und letztlich auch angemessen. Dass dennoch Tränen geflossen sind, ist dem emotionalen Setting des Musizierens geschuldet. War der Rauch einmal verflogen, wurde auch grosszügig getröstet.

      In meinem Fall zeigten sich während des Studiums erhebliche gesundheitliche Probleme, welche sie eines Tages als inkompatibel mit dem professionellen Ausüben des Klavierspiels betrachtete, was sie mir unmissverständlich zu spüren gab. Das geschah insbesondere nach einem öffentlichen Vorspiel von Beethovens Waldsteinsonate, die ich - wie ich damals meinte - ganz ordentlich in die Tasten drücken konnte. Ich hatte aber im letzten Satz an einer notorischen Stelle einen Gedächtnisaussetzer, welcher mir bereits zweimal im Unterricht geschehen ist. Sie hatte mir deshalb sehr ans Herz gelegt, diese Stelle (und nicht nur diese) Note für Note mir ins Langzeitgedächtniss einzuprägen (durch notengetreues Abschreiben) und nichts dem Bewegungsgedächtnis zu überlassen.

      Mir waren aber solche Trockenstudien immer ein Gräuel. Ich habe also die Chose dem Moment überlassen und bin doch tatsächlich wieder reingerasselt. Als ich auf ihre Frage nach dem Einstudieren zugeben musste, meine Aufgaben nicht gemacht (- also in ihren Augen und Ohren geschlampt -) zu haben, nahm sie mich tüchtig ins Gebet: "So geht das nicht, mein lieber Walter, ich hatte fast einen Herzinfarkt!"

      Nein, so ging es nicht (auch wenn ich mir zugutehalten kann, durch Krankheit geschwächt gewesen zu sein.) Ein gestrenges Wort zu meiner Karriereplanung war angebracht. Ich war froh, denn ich hätte wohl noch lange weitergewurstelt.
      Ein paar Monate später, kurz vor dem Abschluss, war ich weg vom Konservatorium. Das war schon bitter. Das stürzte mich in eine grosse existenzielle Krise, welche mir nur durch ein Studium der Theologie lösbar schien, was dann aber auch nicht so recht funktionierte.

      Immerhin war ich dann als Gemeindepfarrer durchaus ein gerne gesehener Conferencier an Altersnachmittagen ... oh der Herr Pfarrer kommt uns wieder was Schönes vorspielen (... nein, ich mache mich nicht lustig.)
      Da ich mit Vorlesen von biblischen oder anderen Geschichten nichts am Hut hatte, hat mir das Klavierspiel das Überleben im Pfarramt gesichert (Na ja, fast). Jedenfalls war es immer ein sehr stimmiges Geschehen, wenn ich - statt zu predigen - in die Tasten griff, völlig stressfrei und so geschlampt, wie ich es mir selbst erlaubte... (und ich erlaubte es mir kaum)

      Meiner gestrengen Lehrerin sei es gedankt, die auch ihre Freude daran gehabt hätte, denke ich mal.

      So weit ein paar biographische Gedanken zur Lehrerstrenge, die mir zu einem Segen wurde, weil sie meiner Person und meinen Kapazitäten jederzeit gerecht wurde. Ich bin dieser grossartigen Frau, meiner verehrten Rosemarie Balmer-Stucki unendlich dankbar für eine intensive Zeit, und möchte ihr mit diesem Beitrag ein kleines Kränzchen winden, angeregt durch die berührenden Worte von Michael Schlechtriem zu seinem Lehrer Radu Aldulescu.

      Sie lebt weiter in meinem Herzen und in meinen Fingern. Ihre Strenge hat mir einen stimmigen Lebenslauf ermöglicht, wenn auch anders als geplant.

      (PS: Die Waldsteinsonate habe ich allerdings bis heute niemals mehr gespielt.
      Ich kann sie auch nicht mehr hören. Ich meide dieses robuste Trauma-Gehämmer...)

      Gruss von Walter
    • Ich spiel ja kein Instrument und sollte vielleicht still sein.

      Find aber:

      Wenn ein Lehrer Angst macht, sein angsthattender Schüler dann aber viele viele Jahre danach mit soviel Dankbarkeit, Respekt, vielleicht Liebe über diesen Lehrer sich hier äußert, wie Michael das getan hat, dann brauch ich nichts mehr zu fragen, möchte mich aber beim Threadstarter bedanken für seine Worte, weil die mir in die Praxis eines ausübenden Musikers Einblicke verschafft haben, die ich aus Büchern und Liner Notes so nie hätt haben können.

      LG (zum allgemeinen Problem Angst/Kunst gibt's ja nun einen eigenen Faden, dazu kann ich nix beitragen)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Ich möchte gerne- und hoffentlich ist das jetzt kein Fehler- aus meiner Erinnerung meine entscheidende Begegnung mit dem von mir wirklich
      hochverehrtem Radu Aldulescu erzählen.
      Vielleicht kann ich damit auch etwas zur Diskussion über die "Angst" beisteuern.


      Man muß sich dazu erst einmal klar machen, daß Radu Aldulescu nicht nur Professor in Nizza, Rom und Maastricht war, sondern vor allem Leiter der Celloklasse an der Menuhin School in Gstaad.
      Er war ein Mensch von sehr großer Grandezza und Ausstrahlung.
      Davon abgesehen war er einer der größten Cellisten, ich kann nur jedem empfehlen, sich bei youtube z.B. mal einige seiner Aufnahmen anzuhören.

      Einem solchem Lehrer gegenüber nähert man sich immer mit gebührendem Respekt.

      Ich persönlich bin aber manchmal auch mutig, und manchmal fordere ich gewisse Situationen auch heraus.
      Jedenfalls war das der Fall bei meinem zweiten Zusammentreffen mit Ihm.

      Ich war damals Topvorbereitet mit Beethovens A-Dur Sonate angereist, aber er hatte anderes im Sinn:
      Er wollte, daß ich Skalen lerne.

      Nun sind Skalen sehr, sehr wichtig...Tonleiter, Terzen, Oktaven etc., aber ich muß zugeben, daß ich eine Niete darin bin.
      Bei meinem früheren Prof. , Boris Pergamenschikow, waren diese niemals Inhalt des Unterrichts.
      Bei Ihm wurden -jedenfalls zu meiner Zeit- immer Werke ausgesucht, welche einen bestimmten Nutzen für den Schüler hatten, und an diesen wurde dann gelernt.
      Aber es ging nie um Skalen, im Gegenteil ermunterte Pergamenschikow zu unüblichen Fingersätzen, welche aber musikalisch sinnvoll sein mußten.

      Es gibt im Prinzip z.B. eine "Baukasten"- Methode, mit der man das Griffbrett anhand von Skalen und einstudierten Bewegungsabläufen beherrschen lernt, aber es gibt auch eine mehr intuitive Methode, bei welcher man z.B. rein aus der klanglichen Perspektive entscheidet, welcher Fingersatz zu bevorzugen ist.

      Bei Pergamenschikow lernte ich diese rein klangliche Methode, bei welcher man auf dem Griffbrett durchaus wie auf einer Klaviatur spielt.
      Ganze Passagen auf einer Saite statt ständiger Saitenwechsel z.B. .

      Das war klasse, aber ich habe die Baukasten- Methode, welche ich übrigens für absolut notwendig erhalte als Ergänzung oder Voraussetzung, leider nie gelernt.

      Und das hat Aldulescu gemerkt, und deshalb wollte er, daß ich anstatt Beethoven halt Skalen übe.

      Er sagte mir vor versammelter Mannschaft, daß ich vor Beethovens A-Dur Sonate erst mal eine A-Dur Tonleiter spielen müßte.
      Das klappte noch so irgendwie.

      Dann wollte er, daß ich A-Dur Terzen, Sexten und Oktaven spiele.
      Oh je, das ging schon sehr viel mehr in die Hose.
      Er spielte mir das dann sauber und fehlerfrei vor, und ich bekam echt Angst!

      Dann sagte er mir, daß ich erst Beethoven bei Ihm studieren dürfe, wenn auch ich dies zu seiner Zufriedenheit beherrschen würde.

      Und dann wurde ich halt frech, sagte ihm, daß ich nicht den langen Weg gekommen sei, nur um Skalen zu üben.
      Und ich bat Ihn um eine Chance, die Sonate vorspielen zu dürfen.

      Diese Chance gab er mir.
      Er setzte sich genau einen Meter mit seinem Cello vor mich, fixierte mich, und ich begann zu spielen, vor versammelter Mannschaft.

      Bei jeder vertrackten Stelle dieser Sonate unterbrach er mich und sagte:
      "Noch mal" , und zwar bis zu 10 mal.

      Konnte ich diese Passage so um die 10 mal fehlerfrei wiederholen, sagte er nur:
      "Weiter"
      Nicht "gut" oder "ok" , nur "Weiter".

      Und so ging das bestimmt eine Stunde lang bis zum Ende der Sonate.

      Danach war Totenstille, und ich war nochmal frech und fragte als erstes, ob alles in Ordnung gewesen sei.

      Und er sagte nur "Ja" .
      Und dieses sein "Ja" hat das Eis gebrochen.

      In diesem Moment ist er über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat sein Konzept über den Haufen geschmissen.
      Ich habe dann einige Wochen Beethovens A-Dur Sonate bei Ihm studieren dürfen und zum Schluß hatten wir noch sehr viel Spaß mit der Sonate von Delius.

      Die Jahre darauf kamen dann noch die 2.Brahms-Sonate, das Korngold-Konzert und natürlich das unvermeidliche Haydn-D-Dur dazu.
      Und sehr viel Kammermusik.

      Und genauso wichtig gemeinsame Besuche von Konzerten mit anschließender Diskussion.
      In dieser Zeit war er wirklich wie ein Vater für mich.
      Kein Vater, der etwas besonderes aus einem machen möchte, sondern einer, der sich an einem gutem Miteinander erfreut.
      Natürlich mußte die Leistung stimmen, aber niemals hat er mich z.B. auf gefürchtete Virtuosenwerke hingetrieben, welche ich u.U. nicht beherrscht hätte.

      Im Grunde bin ich überzeugt, daß er in mir einen trotz allem sehr soliden Kammermusiker gesehen hat.

      Skalen waren auch kein Thema mehr, was vielleicht letztendlich doch schade war.
      Er hat mir statt dessen enorm viele Tipps zu noch besseren Fingersätzen, noch besseren Pizzikato-Möglichkeiten und überhaupt den Klangmöglichkeiten mittels des Bogens und auch dem Vibrato- welche durchaus in Verbindung zueinander stehen- gegeben.

      Wer weiß, was passiert wäre, hätte ich sein Angebot für die Menuhin-School angenommen.
      Keine Ahnung, Schnee von gestern.

      Aber diese damalige Prüfung mit der Beethoven- Sonate, welche wirklich brutal war, die war richtig und in Ordnung.
      Wenigstens in DIESER Situation habe ich nicht versagt, aber da war ich auch noch jünger.

      Letztendlich macht es einen sehr guten Lehrer aus, so denke ich, wenn er im entscheidenden Augenblick sich und seine Methode auch zurücknehmen kann.
      Dem darf gerne eine empfindliche Prüfung des Schülers vorangehen, sowas muß schon sein.
      Und das muß der Schüler auch abkönnen und hinnehmen.

      Von seinem Unterricht habe ich jedenfalls enorm profitiert.

      Und ich vermisse Ihn sehr, ich würde gerne nochmal die Zeit zurückdrehen.
      Vielleicht würde ich dann anders entscheiden und vor allem reagieren.
      Heute würde ich mich in das strenge Korsett eingliedern, dieses strenge Technik-Korsett, das er von allen seinen Schülern gefordert hat.

      Mir fehlen ein paar Mosaiksteinchen heute, und dieses gehört dazu.
      Auf der anderen Seite fehlen immer irgendwelche Mosaiksteinchen in der Ausbildung, vielleicht habe ich einige Mosaiksteinchen, welche jemand anderem gerade fehlen?
      Wer weiß......und für was es gut ist oder nicht.
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Vielleicht würde ich dann anders entscheiden und vor allem reagieren.
      Heute würde ich mich in das strenge Korsett eingliedern, dieses strenge Technik-Korsett, das er von allen seinen Schülern gefordert hat.

      Mir fehlen ein paar Mosaiksteinchen heute, und dieses gehört dazu.
      Auf der anderen Seite fehlen immer irgendwelche Mosaiksteinchen in der Ausbildung, vielleicht habe ich einige Mosaiksteinchen, welche jemand anderem gerade fehlen?
      Wer weiß......und für was es gut ist oder nicht.
      Das denke ich im Prinzip auch von mir (auch wenn wir da bei uns Beiden von ganz anderen Stadien sprechen...).

      Du hast auch geschrieben, dass an einem bestimmten Punkt das Eis gebrochen war. Hat sich damit nicht auch die Situation für dich verändert? Die Eindrücke des Vorspiels waren (sind) bestimmt noch in lebhafter Erinnerung, aber die spätere Zeit hört sich ja nach einer sehr fruchtbaren und lehrreichen Zusammenarbeit an, die möglicherweise noch ihre Spuren von diesem Vorspiel trug, aber ansonsten einen anderen Charakter gehabt haben mag.

      Danke auf jeden Fall für das Teilen deiner Erinnerungen...
    • Für mich strahlt ein guter Lehrer keine menschliche Erhöhung aus, die Angst hervorruft. Sondern, im Gegenteil, ein guter Lehrer begibt sich in gewisser Weise auf Augenhöhe. Was bleibt, das ist der Respekt, das ist die Erkenntnis der musikalischen Größe des Lehrers – und das ist gut so. Ein wirklich guter Lehrer – und der muss gar nicht im Rampenlicht stehen – nimmt sich zurück und fördert seine Schüler in ihrer ganz eigenständigen Persönlichkeit. Angst aber macht genau das Gegenteil: es macht aus den Schülern kleine Nachahmer des Lehrers (was man öfter auch hören kann).

      Wenn ich an meine eigenen Lehrer (Klavier und klassische Gitarre) denke, so haben beide, jeder für sich, genau das getan: die Persönlichkeit ihrer Schüler gefördert. Was immer man dann daraus macht: das ist seine eigene Biographie. Die Vermittlung des Ausdrucks der eigenen Persönlichkeit aber, die bleibt bestehen, was immer weiter geschieht – ob der einstige Schüler dann eine professionelle musikalische Laufbahn einschlägt, oder ob er Amateurmusiker bleibt, oder ob er ganz aufhört mit der Musik und vielleicht irgendwann, und sei es erst in späteren Lebensjahren, wieder anfängt ...

      ... ein guter Lehrer ist viel, viel mehr als ein reiner Wissensvermittler.
      Ich bin dankbar dafür, solche Lehrer gehabt zu haben.

      BG - elo
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."