Capriccio-Presseschau

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    • Ein Interview mit dem Cellisten Johannes Moser, das mich berührt:

      spiegel.de/kultur/musik/cellis…ht-elitaer-a-1267630.html

      Moser tritt auch an ungewöhnlichen Orten auf, vor einem Publikum, das mit Klassik normalerweise weniger im Sinn hat, so z. B. in Gefängnissen.

      Ein Zitat:

      Johannes Moser schrieb:

      Nicht die klassische Musik ist elitär, die spricht so gut wie jeden an. Elitär ist das Konzert, weil es sich nicht jeder leisten kann.
      Und:

      Johannes Moser schrieb:

      An einer deutschen Schule habe ich einmal eine halbe Stunde mit der Klasse über Stille gesprochen, wie es ist, einmal zwei Minuten nur still zu sein und der These von John Cage nachzuspüren, wonach es keine komplette Stille gibt. Denn mindestens hört man sich selbst.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Es ist steht zwar nicht in der Presse, aber eine Freundin hat mir nach dem heutigen Philharmoniker-Konzert im Wiener Musikverein über Mariss Jansons geschrieben: es ist ihm schon während des Konzerts schlecht gegangen und hat sich beim letzten Satz kaum auf den Beinen halten können und am Ende haben ihn Orchestermitglieder beim Rausgehen kräftig gestützt
      Vorgestern war dasselbe Konzert im Konzerthaus, da war ich dabei und habe nichts Derartiges gemerkt.
      Hoffen wir also, dass es ihm bald wieder besser geht!
    • Sadko schrieb:

      Es ist steht zwar nicht in der Presse, aber eine Freundin hat mir nach dem heutigen Philharmoniker-Konzert im Wiener Musikverein über Mariss Jansons geschrieben: es ist ihm schon während des Konzerts schlecht gegangen und hat sich beim letzten Satz kaum auf den Beinen halten können und am Ende haben ihn Orchestermitglieder beim Rausgehen kräftig gestützt
      Vorgestern war dasselbe Konzert im Konzerthaus, da war ich dabei und habe nichts Derartiges gemerkt.
      Hoffen wir also, dass es ihm bald wieder besser geht!
      Ich habe die - angeblich life - Übertragung in Ö1 gehört und da war darüber kein Wort des Moderators zu hören. Wenn es so gewesen sein sollte, werden wir in den nächsten Tagen wohl mehr hören.
      Den prophylaktischen wie präventiven Wünschen für eine Gesundheit schließe ich mich an.
    • Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich im Radio erwähnt bzw. in den nächsten Tagen medial ausgeschlachtet würde, man will ja schließlich nicht unnötig Panik verbreiten. Ich habe allerdings keinen Zweifel, dass es so war, wie mir berichtet wurde.
    • brunello schrieb:

      Ich habe die - angeblich life - Übertragung in Ö1 gehört und da war darüber kein Wort des Moderators zu hören. Wenn es so gewesen sein sollte, werden wir in den nächsten Tagen wohl mehr hören.
      Heute habe ich mit einer Bekannten gesprochen, die ein sehr großer Fan von ihm ist und jetzt in allen 4 Wiener Konzerten war und gestern den Livestream aus Hamburg mitverfolgt hat. Die Information vom 2. Juni hat sie bestätigt und weiter ausgeführt (er hat sich im 5. Satz kaum auf den Beinen halten können, musste sich mit einer Hand abstützen und wurde am Ende von Orchestermitgliedern gestürzt), aber wie sie im Livestream gesehen hat, geht es ihm jetzt wieder deutlich besser.
      Also kein Grund zur unmittelbaren Besorgnis, aber auf kurz oder lang müssen wir uns auf sein Karriereende einstellen.
    • Betr. : Radu Lupu beendet seine Karriere

      Das ist sehr sehr schade, denn ich mochte sein Spiel sehr. Mich hatte er in der Alten Oper Frankfurt mit zwei Klavierkonzerten von Beethoven total gefesselt, weil so fein ausgespielt , dabei völlig auf die Wucht der Werke zu verzichten, fand ich grandios. Da saß ich wirklich vorne an der Stuhlkante, das war und ist bis heute für mich eines der schönsten Konzerte gewesen, die ich überhaupt gehört habe in meinem Leben.

      Vielen Dank an ihn für seine tollen Interpretationen !!! Alles Gute für ihn !!

      :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Schade ist, dass er es wohl aus gesundheitlichen Gründen tut. Er hatte aus diesem Grund alle seine Auftritte für dieses Jahr bereits storniert.
      Ich wünsche ihm vom Herzen alles Gute und hoffe, dass er seine Gesundheit in Ordnung bringt und sich einen gemütlichen Lebensabend gönnt.

      Seine Auftritte waren immer etwas ganz besonderes.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Sadko schrieb:

      Nordbayerischer Kurier (26. März 2019) schrieb:

      Zum voraussichtlichen Abschluss seiner Dirigentenkarriere wird Peter Schneider die Partitur der Richard-Strauss-Oper „Ariadne auf Naxos“ aufschlagen. Im September sind an der Wiener Staatsoper drei Aufführungen geplant.
      Ein ausgezeichneter Dirigent, der sich nie in den Vordergrund gedrägt hat oder von den Medien hofiert wurde oder gar zum Mythos gemacht wurde (wie Gruberová), der aber meistens hervorragende Leistungen gebracht hat (vor allem bei Strauss und Wagner). In den letzten paar Jahren hat er hörbar abgebaut, da ist ihm oft der Drive völlig abhanden gekommen, und im Orchester ist alles zerfallen - aber 2017 habe ich von ihm nach einem zähen Rheingold eine tolle Götterdämmerung gehört!
      Auch wenn ich die Ariadne im Herbst bestimmt miterleben werde - er wird mir danach sehr sehr sehr fehlen!
      Der von mir sehr geschätzte Peter Schneider wollte an der Wiener Staatsoper mit der Ariadne im Oktober seinen Dirigier-Abschied geben, hat aber jetzt schon abgesagt. Das ist natürlich sehr schade.

      Der Ersatz heißt Michael Boder, was meiner Meinung nach zwar das Beste ist, das passieren konnte, dennoch bereitet mir die so frühe Schneider-Absage Sorgen, und der Schluss liegt nahe, dass er mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Ich wünsche ihm baldige Genesung, und sollte jemand wissen, was mit Peter Schneider los ist, würde ich mich um eine Information freuen.
    • Maurice schrieb:

      Betr. : Radu Lupu beendet seine Karriere

      Das ist sehr sehr schade, denn ich mochte sein Spiel sehr. Mich hatte er in der Alten Oper Frankfurt mit zwei Klavierkonzerten von Beethoven total gefesselt, weil so fein ausgespielt , dabei völlig auf die Wucht der Werke zu verzichten, fand ich grandios. Da saß ich wirklich vorne an der Stuhlkante, das war und ist bis heute für mich eines der schönsten Konzerte gewesen, die ich überhaupt gehört habe in meinem Leben.

      Vielen Dank an ihn für seine tollen Interpretationen !!! Alles Gute für ihn !!

      :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:
      Ca. 1977 sprang Radu Lupu im Darmstädter Staatstheater für den erkrankten Alfred Brendel ein. Ich war noch Schüler und hörte Lupu u. a. mit der Kreisleriana - ein musikalisches Erweckungserlebnis. Für sein diesjährig angesetzes Konzert in Berlin - wieder mit der Kreisleriana - hatte ich mir beizeiten eine Karte besorgt. Leider sagte er ab. Nun also endgültig. Schade darum, aber auch ich: voller Dank!
    • Hallo zusammen,

      Weil wir keinen eigenen Faden für Ton Koopman oder Klaus Mertens haben, kommt dieser kleine Blick in die Werkstatt zweier begeisternder JS Bach-Jünger hierher:

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Hallo zusammen,

      Ein kurzer Artikel zur Freundschaft von Britten und Schostakowitsch:

      theguardian.com/music/2019/sep…chestra-jan-latham-koenig

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Jordi Savall will seine Beethoven-Symphonien-Sicht auf CD vervollständigen:

      faz.net/aktuell/feuilleton/bue…r-beethoven-16395000.html

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Hallo zusammen,

      da wir weder einen Faden zum Künstler noch zu seiner Disziplin haben (mon Dieu!), hier also schnöde in der Presseschau: Helmut Deutsch hat ein Buch über seine Erfahrungen als Liedbegleiter heruasgebracht:

      nzz.ch/feuilleton/helmut-deuts…fuer-die-musik-ld.1510938

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)