Capriccio-Presseschau

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    • Palisander schrieb:

      Ja, dann mal herzlichen Glückwunsch an Herrn Rattle. Er kriegt ein tolles Orchester !
      .. und so'n beachtlichen Fischzug von Lederhosen & Co aus Brexit-Town muss man erstemal hinkriegen.... außerdem gibts zahlreichere Mitschnitte mit den Lederhosen unter Rattle zum Reinziehn als mit Berlinern unter nämlichen Orchesterquäler... wär geil, falls dabei im Verhältinis dollere Gewichtung klassischer und zeitgenössischer Moderne rüberkäme.... vielleicht macht er mit Kollegen und eventuell Münchner Philharmonikern auch mal in Weißwursttown Stockis Gruppen.. 2008 stemmte er sie mit Harding & Co in Tempelhof (Hertha-Stadt) inklusive Umsetzen vom Auditorium .. oder auch fetzige Cagerei ....
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Neu

      maticus schrieb:

      Und was sind die "guten Gründe" ganz konkret?
      Wird im Fall Rattle oben angedeutet: "Es sei nie einfach gewesen, in der britischen Kulturbranche zu sein. Aber jetzt sei es härter als sonst. Schwierig sei etwa die Tatsache, dass Künstler wegen des Brexits nun Visa für Europa bräuchten. Das mache das Leben für Musiker extrem schwierig."

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
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      Ah, okay. Dass mit den Visa hatte ich überlesen. Wobei ich aber mal schätzen würde, dass das auch nicht allzu schwierig sein dürfte für eine Person wie ihn. Gibt es weitere "gute Gründe"?


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
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      Sadko schrieb:

      Kann er überhaupt halbwegs Deutsch?
      Es ist manchmal schwierig zu begreifen, wie schnell jemand, der ein paar PS im Kopf hat, so etwas Abgrenzbares wie eine mitteleuropäische Sprache lernen kann.

      Im Deutschen braucht man ungefähr 1.300 Wörter, um zwischen 85 % und 90 % eines Textes (keine Fachartikel o. ä.) zu verstehen. Sogenannter Grundwortschatz.

      10 Wörter am Tag, 130 Tage für den ersten Durchgang, nochmal die Hälfte zum mehrfachen Wiederholen (mehr als 10 am Tag), macht 195 Tage oder gut ein halbes Jahr. So what? Grammatik "nimmt man mit" in der Zwischenzeit.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
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      maticus schrieb:

      Gibt es weitere "gute Gründe"?
      Ich hab auch beide Staatsangehörigkeiten. Es macht sehr viele Dinge im Leben einfacher. Immer wenn man mit öffentlichen Ämtern zu tun hat, Steuern, Banken.....ich nehme an, seine Kinder haben deutsche Staatsangehörigkeit? Da hat man dann als Elternteil auch gerne dieselbe.
      Brexit ist ja auch in der Beziehung noch nicht ganz geklärt, oder es können sich Dinge noch ändern.

      Und ich muss sagen, Rattle ist sehr klug, diesen Job anzunehmen, wenn er wegen seiner Familie mehr auf Deutschland ausgerichtert ist. Bald werden die Grenzen dicht gemacht und niemand kann mehr reisen, auch Dirigenten nicht. Er sollte nicht seine Haupteinkünfte oder seinen Beruf in London haben und seine Familie in Deutschland, wenn es so kommt. Die Familie ist ja wohl nie mit nach London umgezogen, sondern blieb in Berlin - so habe ich das verstanden. Ich glaube zwar nicht, dass er unbedingt aus finanziellen Gründen noch arbeiten muss, aber er scheint es eben noch zu wollen.
    • Neu

      Sadko schrieb:

      Kann er überhaupt halbwegs Deutsch?
      berliner-philharmoniker.de/en/…f%20course%20got%20better.

      "Becoming a Berliner was a gradual process for Rattle. He learned the language in an ad hoc manner, grasping for meaning long before he mastered any sense of grammar or structure. “You shouldn’t think for one moment that what you’re speaking is actually German.” In the meantime Rattles German has of course got better. "
    • Neu

      maticus schrieb:

      Gibt es weitere "gute Gründe"?
      telegraph.co.uk/culture/music/…orchestra-is-stroppy.html

      "Now in his late fifties, he’s the father of two young children with his third wife, mezzo-soprano Magdalena Kožená, and when I meet him he is somewhat bleary-eyed, as they had him up at 6.30am. “Of course they’re growing up as Germans,” he says wonderingly, “and my son’s great hero is Özil [the Turkish footballer who plays for Germany].”"
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      Sadko schrieb:

      Kann er überhaupt halbwegs Deutsch?
      wieso wäre das bei Rattle wichtig ?( ich kenn Firmenmitarbeiterin, inzwischen mit BRD-Pass, obwohl sie Landessprache überhaupt nicht beherrscht, weil taub und stumm...

      music lover schrieb:

      Warst Du auch dabei? War für mich damals ein geniales Konzerterlebnis - zweimal hintereinander die "Gruppen" im Hangar des Flughafens Tempelhof.
      Leider nein. Aber RBB-Kultur-Mitschnitt davon ergattert = fetziger Dauerbrenner.
      Stockis Gruppen zogen wir uns mal richtig live rein beim Now-Festival (Bochum oder Essen, hab es nicht mehr auf Schirm), auch mit Umsetzen... kam mega-geil rüber ....
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Neu

      maticus schrieb:

      Und was sind die "guten Gründe" ganz konkret?


      maticus
      Schon seit den römischen Verträgen wird den Staatangehörigen von EU-Ländern die Arbeitnehmer-Freizügigkeit garantiert. Die kommt den UK-Pass-Besitzern abhanden. Es war nach dem Brexit-Votum auch nicht klar, wie sich die Lage zur Arbeitserlaubnissen regeln wird. Im Moment des Votums hätte das für hunderttausende Briten, die in der EU gearbeitet haben, bedeutet, dass sie ohne diese Erlaubnis das Land verlassen müssen. In Fällen von Freunden nach Jahrzehnten des Lebens in Deutschland, Belgien oder Frankreich. Die Brexiteers möchten mit der Begründung ja so gerne 800.000 Polen rauswerfen. Das war eines der Hauptargumente der UKIP.
    • Neu

      Corona lässt grüßen:

      Opern-Star Camilla Nylund : Wenn Opernsänger im Supermarkt jobben müssen
      Von Jan Brachmann
      FAZ, 11.01.2021-17:11

      faz.net/aktuell/feuilleton/bue…gerlaufbahn-17139072.html

      Ein Bezahlartikel (ich selbst kann ihn leider nicht lesen).


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
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      Rosamunde schrieb:

      Und ich muss sagen, Rattle ist sehr klug, diesen Job anzunehmen, wenn er wegen seiner Familie mehr auf Deutschland ausgerichtert ist. Bald werden die Grenzen dicht gemacht und niemand kann mehr reisen, auch Dirigenten nicht. Er sollte nicht seine Haupteinkünfte oder seinen Beruf in London haben und seine Familie in Deutschland, wenn es so kommt. Die Familie ist ja wohl nie mit nach London umgezogen, sondern blieb in Berlin - so habe ich das verstanden. Ich glaube zwar nicht, dass er unbedingt aus finanziellen Gründen noch arbeiten muss, aber er scheint es eben noch zu wollen.
      Wer weiss auch, wie lange man mit Musik in Brexit-und-Corona-UK überhaupt noch Geld mit Musik machen kann? Selbst mit so einem TOP-Orchester wie das LSO.

      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
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      maticus schrieb:

      Rosamunde schrieb:

      Und ich muss sagen, Rattle ist sehr klug, diesen Job anzunehmen, wenn er wegen seiner Familie mehr auf Deutschland ausgerichtert ist. Bald werden die Grenzen dicht gemacht und niemand kann mehr reisen, auch Dirigenten nicht. Er sollte nicht seine Haupteinkünfte oder seinen Beruf in London haben und seine Familie in Deutschland, wenn es so kommt. Die Familie ist ja wohl nie mit nach London umgezogen, sondern blieb in Berlin - so habe ich das verstanden. Ich glaube zwar nicht, dass er unbedingt aus finanziellen Gründen noch arbeiten muss, aber er scheint es eben noch zu wollen.
      Wer weiss auch, wie lange man mit Musik in Brexit-und-Corona-UK überhaupt noch Geld mit Musik machen kann? Selbst mit so einem TOP-Orchester wie das LSO.

      maticus
      ja sieht übel aus - allerdings wird der Brexit wirklich überbewertet von Euch da drüben. Die Voraussage für GDP bis 2050 war doch schon vor Corona für ganz Europa absteigend. Asien gross im Kommen. Und wie sich Corona nun auswirken wird, weiss keiner. Eins ist klar: Deutschland ist in Digital-Sachen auch nicht gerade führend. Diese sind aber nun auf einmal noch wichtiger als man dachte.

      reuters.com/investigates/special-report/germany-digital-gap/
      "Spahn has since said Germany is up to 20 years behind U.S. competitors, with many managers stuck in the “fax age.”"