Die schönsten Flötenkonzerte des Barock

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    • Die schönsten Flötenkonzerte des Barock

      Wie bin ich als ausgewiesener Liebhaber schwerer hoch- und spätromantischer Sinfonik eigentlich zur Barockmusik gekommen? Klar, die "Hits" die jeder kennt, die kannte ich auch vorher: Bachs Brandenburgischen Konzerte, Händels Feuer- und Wassermusik, Vivaldis Vier Jahreszeiten, ein paar Einzelstücke aus Barockopern und die üblichen Verdächtigen zu Weihnachten.

      Aber die eigentliche Initialzündung kam Mitte der 90er von dieser CD:



      Ich lernte damals selber gerade Querflöte spielen - im übrigen nachdem ich in einem Konzert eines der Mozartschen Flötenkonzerte gehört hatte. Das hat mich so begeistert, das ich mich flugs in der Woche darauf in der Musikschule anmeldete um Querflöte zu lernen. Und dann fiel mir diese CD in die Hände und ich kaufte die aus reiner Neugierde und war sofort hin und weg! Barocke Flötenkonzerte - der Knaller!

      Meine beiden Lieblingskonzerte sind bis heute das Konzert in G-Dur von Quantz und das Konzert in C-Dur von Friedrich dem Großen auf dieser CD.

      Welche sind denn Eure Flötenkonzert-Favoriten? Mal so gefragt...

      Im übrigen, das war meine erste Themeneröffnung in diesem Forum.
      Was heißt hier modern? Betonen Sie das Wort mal anders! Richard Strauss
    • Telemann: Konzert e-moll f. Querflöte und Blockflöte (ist auf vielen gemischten Anthologien enthalten, eine der besten ist immer noch Musica Antiqua Köln)
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • C.Ph.E.Bach: Flötenkonzert d-Moll Wq 22

      vor allem das rasante Finale...

      ist natürlich kein Barock, aber des threadstarters:

      Gneisenau schrieb:

      Konzert in C-Dur von Friedrich dem Großen
      ja auch nicht, also scheint es hier nicht so streng barock zuzugehen...

      Und natürlich die 6 Flötenkonzerte op.10 von Vivaldi, da sind ganz besondere Stücke bei.
      Früher mochte ich besonders die liebliche Nr.5...
      Aber auch die programmatischen Nr.1 "la Tempesta di mare" (Der Meeressturm),
      Nr.2 "la Notte" (die Nacht) mit fast schon impressionistischem Traum
      und Nr.3 "Il Gardellino" (der Distelfink) waren für mich schon mit 13 Jahren prägende Erlebnisse.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      ist natürlich kein Barock, aber des threadstarters:

      Zitat von »Gneisenau« Konzert in C-Dur von Friedrich dem Großen

      ja auch nicht, also scheint es hier nicht so streng barock zuzugehen...

      Und natürlich die 6 Flötenkonzerte op.10 von Vivaldi, da sind ganz besondere Stücke bei.

      Mhmm, Friedrich klingt aber noch sehr "barockig" ;+) und weniger nach Vorklassik. Also ich habe das zumindest immer so empfunden. Auch die Flötenkonzerte von Quantz und Stamitz sind ja streng genommen kein Barock mehr, klingen aber für meine Ohren so. Im Gegensatz zu den Sinfonien dieser Zeit, die sich ja nun wirklich schon eher wie Vorklassik anhören. Zum Beispiel die Werke von CPE Bach, denen ich nicht ganz so viel abgewinnen kann. Da ist die Stilveränderung schon sehr viel deutlich hörbarer. Nicht mehr Barock mit dem typischen unverwechselbaren Klang, von dem ich so begeistert bin, aber auch noch keine Klassik - so ein Zwischending. Da fehlt schon der Reiz des einen und der Reiz des anderen ist noch nicht da. Mit dieser Musikphase konnte ich noch nie viel anfangen...

      Ja, die Flötenkonzerte von Vivaldi sind auch recht schön, wobei sie ja eigentlich nur uminstrumentierte Violinenkonzerte sind. Die gibt es ja quasi doppelt, einmal als ursprüngliches Violinenkonzert und dann als Flötenkonzert. Da kann man schön vergleichen, welche Variante einem besser gefällt...
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    • Barock - Romantik - themafremd oder doch nicht

      Zunächst mein barockes Flötenkonzert, bei dem auch schon wieder was nicht stimmt ...



      Ouverture, Nr. 2, h-Moll, BWV 1067

      NB: Bei (billigen, bisweilen aber auch hochwertigen) Samplern gibt es ohnehin keine Wiener Klassik, wie mir scheint. Denn die gemischten Harfenkonzerte von Händel bis Rodrigo sind dann gerne alle romantisch, und die Trompetenkonzerte des Barock reichen offenbar prinzipiell bis Haydn und Hummel.

      Ich besitze eine längst vergriffene CD mit barocken Trompetenkonzerten, auf der welcher der berühmte Adolf Scherbaum neben Telemann oder Händel am Ende sogar das BAZimmermann-Konzert spielt. Er hatte es 1954 uraufgeführt; die Einspielung ist nicht wesentlich jünger und grandios; ich kenne keine bessere, obwohl Friedrich, Hardenberger, Harjanne oder Alison Balsom nun wirklich nicht zu verachten sind. Schon seltsam, dass das in jeder Hinsicht wichtigere moderne Konzert auf dieser CD offensichtlich als Verlegenheitsfüller verstanden wird ... ?(

      :wink: Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Hallo Gneisenau,

      also, wenn Du es mit dem Gattungsbegriff nicht so genau nimmst, suche einfach nach Aufnahmen dieser vier bis fünf Musiker, die das gesamt Repertoire rauf und runter gespielt haben, eigentlich durch die Bank weg sehr überzeugende Aufnahmen geliefert haben:

      Michala Petri, Blockflöte, die seit den 1980'er Jahren viele (in meinen Ohren eher harmlosere) Aufnahmen gemacht hat;
      Michael Schneider
      Karl Kaiser
      Dorothee Oberlinger, Blockflöte
      Maurice Steger, Blockflöte

      Gerade die letzten beiden haben in den vergangenen zehn Jahren eine hübsche Übersicht an gängigen und ausgefallenen Stücken aufgenommen.

      Daneben noch einige konkrete Empfehlungen, weil ich diese Aufnahmen sehr mag:



      Wenn es nicht ausschließlich Flöte auch sein darf, dann ist diese Box einfach hinreissend und wunderbar abwechslungsreich:



      CPE Bachs Flötenkonzerte sind eigentlich alle Bearbeitungen anderer Werke, diese (recht vollständige) Aufnahme ist sehr schön gespielt:

      oder in 'richtig' HIP:

      LG Benno
    • Witzig! Ausser Vivaldi kamen wurden bisher nur Deutsche genannt, die Flötenkonzerte komponiert haben. Scheint eher eine deutsche Domäne zu sein. Franzosen und sonstige Italiener außer Vivaldi wurden gar nicht genannt. Ich dachte, da erwähnt mal einer Naudot und Loeillet, was jetzt allerdings auch die einzigen Franzosen wären, die mir in dem Bereich ein Begriff sind...
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    • Gneisenau schrieb:

      Die Ouverture Nr. 2 von Bach als Flötenkonzert??? Stehe grade auf'm Schlauch... Aufklärung wäre nett!

      Lieber Gneisenau, das mag kein Konzert im strengen Sinne sein, aber eine ganze Suite für Flöte, Streicher und B.c.
      Spätestens nach dem ersten Satz schon sehr konzertant, wenn Du mich fragst.
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    • Gneisenau schrieb:

      Witzig! Ausser Vivaldi kamen wurden bisher nur Deutsche genannt, die Flötenkonzerte komponiert haben. Scheint eher eine deutsche Domäne zu sein. Franzosen und sonstige Italiener außer Vivaldi wurden gar nicht genannt.

      Wenn's Franzosen sein sollen, bitte sehr:



      ... sind allerdings nicht alles Konzerte, um streng zu sein: nur das erste Stück auf der Scheibe ist als "Concert" bezeichnet.
    • Amaryllis schrieb:

      Gneisenau schrieb:

      Witzig! Ausser Vivaldi kamen wurden bisher nur Deutsche genannt, die Flötenkonzerte komponiert haben. Scheint eher eine deutsche Domäne zu sein. Franzosen und sonstige Italiener außer Vivaldi wurden gar nicht genannt.

      Wenn's Franzosen sein sollen, bitte sehr:



      ... sind allerdings nicht alles Konzerte, um streng zu sein: nur das erste Stück auf der Scheibe ist als "Concert" bezeichnet.
      Eine Sammel-CD mit verschiedenen Komponisten? Finde ich immer gut, um neue Komponisten anzutesten...
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    • Da fällt mir doch das grandioseste Stück für Flöte überhaupt ein - von einem Franzosen!

      Marin Marais mit seine Les folies d'Espagne



      Habe ich vor Jahren mal als Billig-CD bei MM mitgenommen. Aber von wegen billig. Die Auswahl ist großartig und da bin ich auf Marin gestoßen. Ich habe inzwischen auch andere Aufnahmen gehört - aber die finde ich immer noch am besten! Ein einziger Parforce-Ritt!
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