MOZART: Così fan tutte - Salzburg, Haus für Mozart, 30.7.2009

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    • MOZART: Così fan tutte - Salzburg, Haus für Mozart, 30.7.2009

      Ich eröffne hier einmal einen eigenen Thread für die Cosi-Aufführung, die heute am Abend bei uns im Fernsehen gezeigt wird. Zu mitternächtlicher Stunde habe ich gestern auf ARD eine kurze Vorschau gesehen und bin sicher, dass die Interpretation von Guth ziemlich kontrovers aufgefasst werden wird. Auch gespannt bin ich auf die sängerischen Darbietungen, in meinem Fall speziell auf Patricia Petibon (die meiner Meinung in ihrem "Kostüm" unmöglich aussieht und Bo Skovhus.
      Nunc est bibendum !!!
    • Habe auch nur ergoogelt, dass sie in der letzten Saison in München den Cherubino gesungen hat - ansonsten nur Wikipedia-Info. Singt erst seit 2 Jahren in Opernproduktionen, dürfte aber ein ziemlich heißes Eisen am Markt sein, nicht umsonst hat sie als Agenten IMG Artists, die sehr wohl wissen, wie sie ihre Schäfchen pushen können.

      Und ja, sie schaut gar sehr ordentlich aus - was soll ich sagen, ein weiterer lieblicher Mezzosopran! Aber meinen Lieblingen Elina und Elisabeth bleibe ich auch weiterhin treu :love:

      Na schaun mer Mal, was sie kann - aber mit 27 Jahren steht sie wirklich erst am Beginn einer Karriere!


      Isabel Leonard (born New York City, 1982[1]) is an American mezzo-soprano. For five years, she sang with the Manhattan School of Music Children’s Chorus. She also attended the Joffrey Ballet School. She is a graduate of the Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts. She earned her Bachelor and Master of Music degrees at the Juilliard School, where she was a pupil of Edith Bers. She has also studied with Marilyn Horne, Brian Zeger, Warren Jones,[disambiguation needed] and Margo Garrett.

      Leonard is a 2005 winner of a Marilyn Horne Foundation award. She is a recipient of a 2006 Licia Albanese-Puccini Foundation Award. She was also chosen as a recipient of a "Movado Future Legends" award in 2006.

      In New York, Leonard has performed with the Chamber Music Society of Lincoln Center[2] and with the Juilliard Opera Center.[3] Her first appearance with the New York Philharmonic was in a concert version of Leonard Bernstein's Candide, and she later sang the part of the Squirrel in L'enfant et les sortilèges in concert with the orchestra and Lorin Maazel.[4]

      In February 2007, Leonard made her professional operatic stage debut as Stéphano in Roméo et Juliette.[5] In September 2007, she made her Metropolitan Opera debut in the same role.[6] Leonard made her debut with Santa Fe Opera as Cherubino in 2008.[7]
      Nunc est bibendum !!!
    • Danke für die Informationen! :wink:
      Du hast ganz recht damit, dass man nicht auf jeden anrollenden Hype anspringen sollte (so übersetze ich mal deine Bekundung höflicher Distanz). Aber bei ihr war ich halt schon sehr charmiert. Noch ist die etwaig bevorstehende PR-Maschinerie ja auch nicht angelaufen. Und 27 - mein Gott, da haben sie und ihre Stimme ja noch viel Zeit vor sich, wenn alles gut läuft. (Und um die Garanca muss man sich keine Sorgen machen, denke ich, Leonard hin oder her, die mag ich auch). Schreib in jedem Fall, ob dir die Inszenierung von Claus Guth gefallen hat und natürlich wie dein Eindruck von den Sängern war! Ich bin kein Experte, aber Petibon als Despina, das stell ich mir schon sehr gut vor, die Frau ist ja der Hammer
    • Ich bitte unbedingt um einen ausgiebigen Bericht zur Inszenierung und zu Patricia Petibon. :yes:

      Mir hat entgegen vieler anderer Meinungen Claus Guths Figaro nämlich gefallen.

      Und Petibon ist eine meiner absoluten Lieblinge. :klatsch:

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Liebe Fairy,
      wird gemacht! Ich weiß aber nicht, ob ich mich dazu entschließen kann, jetzt, wo es auf der Loggia endlich angenehm kühl wird, mich ins stickige Wohnzimmer vor die Flimmerkiste zu setzen. Ich werde wohl die Vorstellung aufnehmen und mir morgen Vormittag in aller Ruhe anschauen.
      lg Severina :wink:

      PS: Ich fand den Figaro auch nicht so schlecht, ohne dass ich jetzt hin und weg gewesen wäre. Die Personenführung war wirklich spannend, nur der allgegenwärtige Engel begann mich irgendwann zu nerven.
      "Das Theater ist ein Narrenhaus, aber die Oper ist die Abteilung für Unheilbare!" (Franz Schalk)
    • Local Hero schrieb:

      Interessanter Thread, zweifellos, auch ich bin gespannt auf Eindrücke von der Inszenierung, aber gehört das Ganze nicht eher in das Unterforum "Berichte von Opernaufführungen"?


      Wo immer er auch von einem Moderator hinverschoben werden soll - no problem!!

      Zwischenbericht nach "Un aura amorosa" - mir gefällt die Inszenierung bis dato ausgezeichnet, Petibon ist ein bisserl schrill, aber ihr sehe ich fast alles nach, Skovhus ein alles beherrschender Alfonso, Persson sehr gut, Isabel leonard reicht leider bei weitem nicht an die letzte Dorabella, die ich gesehen habe (Garanca) heran. Boesch ist ganz okay und Lehtipuu hat einige Höhenschwierigkeiten.

      Aber trotzdem bin ich bis jetzt sehr angetan - handelt in der Gegenwart und macht absolut Sinn!
      Nunc est bibendum !!!
    • Einen Kurzbericht gab es gestern in 3sat, ebenfalls mit kurzen Gesprächen mit Guth, Petibon und Skovhus. Wenn die Ausschnitte der Aufführung eine ungefähre Ahnung wiedergeben, dann verkleiden sich nicht die Männer, sondern den Frauen werden die Augen verbunden und dann `nehmen sie jeden`.

      3sat überträgt bringt vom 14. - 16.8. den kompletten Da Ponte Zyklus.
    • Lieber Robert und liebe Alle, danke für die eingestellten Hinweise/Links. Leider schreibt dort niemand etwas über meine Despina Patricia Petibon.

      War die nichtmal eine Kritik wert??????

      Eine der schönsten Rollen Mozart so unter den Tisch zu kehren, ist eines Opernkritkers nciht würdig! Erst recht nciht, wenn sie so luxuriös besetzt ist. Aber der arme don Alfonso kommt ja genauso erwähnungslos weg- I'm not amused!!!! :wut2:

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • Lieber Robert, eise Stellungnahme ruft gerazdezu nach ienem inhaltlichen Cosi-Thread. Leider bin ich jetzt erstmal drei Wochen weg und kann den nciht starten oder füttern.

      Die Musik ist wunderbar und muss auch so gesungen werden, da geb ich Dir recht. Aber diese Geschichte irgendwie glaubwürdig rüberzubringen, ist eine echte Herausforderung.

      Ich habe neulich eine serh nette und logisch wirkende Inszenierung in Koblenz gesehn, die das Ganze in die 50iger Jahre setzte und eine Art Spass-Gesellschaft zeigte. wenn der Tenor nicht so undsmiserabel gesungen hätte, wäre das an einem so kleinen Theater ein echtes Highlight geworden.

      Deine Kritik, das die Sänger ihre Rollen nciht gut genug internalisiert hatten um Freiheit zu haben, erstaunt mich etwas. ?(



      Leider bin ich am 22.august noch in der Auvergne und stehe sogar just an diesem Abend selbst auf einem Konzertpodium.

      Aber es findet sich sicher irgendwann eine DVD Aufzeichnung zum Reinsehen.

      Lieben Gruss

      F.Q.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • FairyQueen schrieb:

      Lieber Robert, eise Stellungnahme ruft gerazdezu nach einem inhaltlichen Cosi-Thread. Leider bin ich jetzt erstmal drei Wochen weg und kann den nicht starten oder füttern.

      Leider bin ich am 22.august noch in der Auvergne und stehe sogar just an diesem Abend selbst auf einem Konzertpodium.

      Aber es findet sich sicher irgendwann eine DVD Aufzeichnung zum Reinsehen.

      Lieben Gruss

      F.Q.
      Liebe Fairy,

      eigentlich liegt Dein Urlaub doch gar niht so schlecht, denn wenn wir, hoffentlich zahlreich, zwischen dem 16. und 18. August die da Ponte-Opern auf 3-SAT haben sehen und sicher auch für Dich mitschneiden können, sind doch beste Voraussetzungen für eigene Threads auf einer gemeinsamen Basis gegeben, die sicher auch noch länger laufen werden.

      Genieße also Deinen Urlaub bei hoffentlich schönem Wetter, denn dann wirst Du sicher noch öfter in Bayern urlauben wollen.

      :wink: Rideamus
      Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung
    • Lieber Robert, die jüngste dürfte Isabel Leonard (Dorabella) gewesen sein und die ist 27. Das ist jung, aber gewöhnlich haben sich Sängerinnen diesen Alters und diesen Fachs mit den großen Mozart -Partien nicht weniger intensiv auseinandergesetzt als Fans. Die anderen sind zum Teil deutlich älter und jemandem wie Claus Guth, Bo Skovhus, Patricia Petibon (!) oder auch Miah Persson mangelnde Mozartkenntnisse resp. - erfahrung zu unterstellen, halte ich für abwegig. Bei dem Dirigenten Adam Fischer, der im Übirgen jenseits der siebzig sein dürfte, schon gar. Wohlgemerkt, dass heisst nicht, dass jede/r für sich oder alle zusammen nicht auch großen Murks produzieren können. Aber das ist dann nicht mit mangelndem Alter oder Erfahrung zu entschuldigen. Ich muss sagen, dass ich beide Formen von Alterszentriertheit problematisch finde: Nur noch junge, schöne Interpreten zu nehmen, aber auch die umgekehrte nach dem Motto: Die sind so jung, die können ja gar nichts können ...
      Ich habe auf Deutschlandfunk noch eine Kritik gehört ("Arte Kultur" im TV und "Kultur heute" im Radio sind meine beiden Leibspeisen während der Woche, deswegen beziehe ich mich da als Informationsquellen häufiger drauf), in der Petibon zumindest erwähnt wird, der Journalist wirft ihr allerdings Albernheiten vor: podcast-mp3.dradio.de/podcast/…0090731_1736_c1ddc325.mp3 Ich halte Petibon trotzdem für eine Idealbesetzung bei der Despina, nur dass die Rolle so klein ist und Petibon damit verschenkt wird, würde ich als Gegenargument akzeptieren ..
      Ein Kritiker, den ich schätze, hat die Inszenierung mit Fragezeichen versehen, aber der Abend und vor allem die Sänger haben ihm offenbar sehr gefallen, er kann auch biestig sein:
      fr-online.de/in_und_ausland/ku…-Mein-Amor-dein-Amor.html

      Die letzten drei Absätze, weil ich sie sehr klar finde: "Guth hält sich... bedeckt, er weiß, wie heikel eine
      Verkleidungskomödie heuer ist. Deswegen schiebt er die Täuschung und
      die daraus resultierende Ent-Täuschung auf, so lange das Libretto es
      ihm erlaubt. Und deswegen kümmert er sich mehr um die Lebensentwürfe
      seiner Protagonisten, darum, wie instabil Individualität im Zeitalter
      der Austauschbarkeit von Biographien geworden ist. Und wie das
      Gesellschaftliche mehr und mehr ins Private hineinwächst.


      Das hinterlässt ein gewisses Unbehagen, weil es so ungemein ausgedacht
      wirkt. Aber es verweist auf die Problematik, die im Stück selbst liegt,
      dieses Schwanken zwischen Ernst und Heiterkeit, zwischen Alltag und
      Traum. Im angehobenen Graben kann man das in beinahe jedem Takt hören.
      Die Partitur ist phänomenal präzise ausgeleuchtet, da sitzt jeder
      Akzent, da umschlingt, so nötig, eine jede Phrase die nächste, und da
      federt es.



      Für die Sänger ist es ein großes Glück, welches sie wiederum
      phantastisch zu nutzen wissen. Fangen wir mit den Frauen an: Miah
      Persson muss man allein für ihre minutiös ausziselierte große Arie im
      zweiten Akt lieben, Isabel Leonard für die nuancierte Strahlkraft ihres
      Mezzos und Patricia Petibon für ihre vokal wie darstellerisch agile
      Despina. Nicht minder erlesen die Männer: ein Genuss Bo Skovhus als
      erhaben-sonorer Alfonso und Topi Lehtipuu als leidenschaftlicher
      Ferrando; mit kräftigem und variablem Timbre Floran Boesch als
      Gugliemo. Alles wunderbar. Allein, die Fragen bleiben
      ."

      Ob ich mich eher Robert oder eher Jürgen Otten anschließe, kann ich erst nach der Übertragung entscheiden - und vielleicht auch dann nicht, bei meiner alten Fernsehgurke. Aber ich freu mich darauf ! Habe vor kurzem neue Opernliebe in mir entdeckt, eigentlich sogar mit den Festspielen, ich habe mir nämlich Händels Theodora (ich weiß, keine Oper, ein Oratorium) angehört und dann die Peter Sellars - Inszenierung aus Glyndebourne auf DVD angesehen, dann die vor Monaten geschenkte und ungehörte :whistling: Idomeneo - Aufnahme von René Jacobs rausgekramt , und jetzt könnte ich den ganzen Tag Oper hören, aber das ist ein anderes Thema :angel: