Notenlernen im Baßschlüssel

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    • Notenlernen im Baßschlüssel

      Guten Abend.

      Ich spiele seit vielen Jahren Tenor-Blockflöte, hatte auch 4 Jahre lang Einzel-Unterricht an einer Musikschule (Erwachsenen-Unterricht), und möchte mir nun das Baß-Blockflötenspiel selbst beibringen.

      Mein Problem ist der Baß-Notenschlüssel. Ich tu mich unheimlich schwer, den zu lesen.

      Solche Eselsbrücken wie "Sieht im Notenbild aus wie das "d" im Violinschlüssel, ist aber ein "f"..." sind mir natürlich bekannt, aber ein Spielen eines Instrumentes ist so nicht möglich, ich muss ja bei jeder Note "rechnen"... ;)

      Daher glaube ich, dass ich da mal systematischer rangehen muss. Und da ich ein Buch-Mensch und Theoretiker bin: Kennt jemand von Euch ein gutes Buch oder eine Webseite, auf der man das Notenlesen im Bass lernen und gut und sicher einüben kann?

      Für Tipps, Hinweise, Empfehlungen bin ich dankbar.

      Schönen Gruss und schönen Abend

      Peter
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      „Ich glaube, wir brauchen Musik,
      um die Welt aushalten zu können, so wie sie ist.“

      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Lieber Peter,

      ich hätte vermutet, dass sich das mit der Zeit von selbst einpendelt. Häufiges Training scheint mir da sinnvoller zu sein als Systematik. Vielleicht hilft es dir aber, Noten (Tonleitern, Dreiklänge und -zerlegungen, etc.) im Bassschlüssel selbst zu schreiben.

      Liebe Grüße,
      Areios
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • Hallo, Areios,

      danke erst einmal. Ja, das wäre einen Versuch wert. Mein Problem ist, dass ich nicht mehr so leicht lerne wie ein junger Mensch. Mit 63 ist man gehirnmässig doch etwas langsamer... ;)

      LG

      Peter
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      um die Welt aushalten zu können, so wie sie ist.“

      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Gehe auf Youtube und gebe "Bass-Schlüssel lesen langsam" ein, dann hast Du bestimmt was gefunden, was Dir weiterhelfen wird. Alternativ "Bass-Schlüssel" eingeben in Google, auch dort gibt es genug Möglichkeiten.

      Ich denke, Du musst es BEWUSST erlernen, und das ohne diese dämlichen "Eselsbrücken". Auch der Vorschlag, das Ganze praktisch zu tun, wäre eine sinnvolle Ergänzung dazu.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Hallo Peter,

      ich hätte auch noch eine Idee, allerdings auch eher eine praktische.
      Als ich Posaune gelernt habe ist irgendwann zum Baßschlüssel noch der Tenorschlüssel dazu gekommen. Mein Lehrer hat mir Noten vorgelegt die relativ einfach waren und vor allem keine (großen) Sprünge drin hatten. Dann hat er mir gesagt was der erste Ton ist und ich musste spielen. Vielleicht könnteste Du das mal so ausprobieren. Mit Lehrer hatte ich natürlich den Vorteil, dass sobald ich ins Stocken geraten bin er mir gesagt hat was für ein Ton jetzt dran ist. Aber wenn Du Dir eine Grifftabelle oder so in Reichweite legst oder vielleicht mit Stücken anfängst wo Du die Melodie kennst?
      Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg
    • Danke, Maurice und Binchen. Ich hatte naiverweise gedacht, es gäbe vielleicht irgendein Buch zu dem Thema. Aber ich denke mittlerweile auch, dass da nur Üben, Üben, Üben hilft.

      LG

      P.
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      „Ich glaube, wir brauchen Musik,
      um die Welt aushalten zu können, so wie sie ist.“

      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Lieber Peter,
      Der Bass- Schlüssel ist ein f-Schlüssel, d.h.
      die Notenlinie, die zwischen den 2 Punkten liegt, markiert das kleine f.
      Das vielleicht als kleinen Anhaltspunkt zum "Ausrechnen".
      Am leichtesten lernt man es aber wirklich beim Spielen.
      Gruß
      K-B

      "Was ein richtiger Musiker sein will, der muss auch eine Speisekarte komponieren können" (Richard Strauss)
    • Hallo, Kontra-B,

      danke... Aus Deinem Namen schliesse ich, dass Du Kontrabass spielst? Ein Trauminstrument für mich. Seitdem ich Konzerte von André Nendza live gesehen habe, ist der Bass DAS Jazzinstrument für mich. Wenn ich jemals wiedergeboren werde ;-), möchte ich Kontrabass lernen.

      LG

      Peter
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      „Ich glaube, wir brauchen Musik,
      um die Welt aushalten zu können, so wie sie ist.“

      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Wenn ich jemals wiedergeboren werde ;-), möchte ich Kontrabass lernen.
      Dann fange mal weil an zu sparen und denke daran, dass Du Dein Auto dann nach der Instrumentengröße aussuchen und kaufen musst...... :-H :-I
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Man kauft sich stets das Auto, das zum Instrument passt, gell? ;)
      Bei manchen Instrumenten macht das Sinn....
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      Wenn ich jemals wiedergeboren werde ;-), möchte ich Kontrabass lernen.
      Dann fange mal weil an zu sparen und denke daran, dass Du Dein Auto dann nach der Instrumentengröße aussuchen und kaufen musst...... :-H :-I

      und daß man das Teil auch noch vom Auto zum jeweiligen Spielort schleppen muss...

      Ansonsten: Lesen (oder Radfahren oder Schwimmen) lernt man nur durch Lesen (Radfahren, Schwimmen), da führt kein Weg daran vorbei. Das gilt nicht nur für Buchstaben, sondern auch für Noten in verschiedenen Schlüsseln.
      Also: Üben.
      Führt kein Weg daran vorbei. Radfahren lernt man ja auch nicht aus dem Buch.

      Wenn Du bisher nur C-Flöte gespielt hast, wirst Du ohnehin Deine Probleme haben, wenn Du auf F-Bass wechselst. Ich schör Dir: Du wirst Dir vorkommen, wie der erste Mensch, der eine Blockflöte in der Hand hat.
      Aber das gibt sich.
      Auch da lautet das Zauberwort: üben....
      (Und vielleicht ab und zu jemand zuhören lassen, der Dir sagt, wenn Du gerade wieder transponierend mit C-Griffen auf dem F-Instrument spielst...)
      :D
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Ich würde auch sagen, dass man am Üben - also an der Praxis - nicht vorbei kommt.
      Eine gute Hilfe wäre ein Clavier - also ein Instrument mit Klaviertasten ;+) -, dazu ein Heft mit einfachster (!) Klavierliteratur, und dann loslegen. Natürlich geht es nicht um die rechte Hand, die Noten im Violinschlüssel kann man sich ja vorstellen, sondern um die linke, bzw. ums System für die linke Hand. Mit Hilfe der Tasten kommt man schnell drauf, wo c1 in den Noten auf dem Klavier zu finden ist (c1 ist das "Zentrum" für beide Hände), und von da aus kann man sich allmählich weiter vorTasten. Der visuelle Eindruck ist eine große Hilfe, finde ich.

      BG - elo :)
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Danke Euch zweien. Ja, bisher habe ich nur C-Griff gespielt und das seit über 50 Jahren, das hat sich ins Gehirn eingebrannt. Ob ich da überhaupt auf F-Griff "rüberkomme", ist noch die grosse Frage...

      LG

      P
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      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Peter schrieb:

      Hallo, Kontra-B,

      danke... Aus Deinem Namen schliesse ich, dass Du Kontrabass spielst?
      Hallo Peter,

      nein leider kann ich keinen Kontrabaß bedienen. ich habe jahrelang Fagott gespielt. Das Kontra-B ist der tiefste Ton, den ich ohne Hilfsmittel spielen kann.
      Im nächsten Leben würde ich wieder Fagott lernen oder aber Zink :love:

      Gruß
      K-B

      "Was ein richtiger Musiker sein will, der muss auch eine Speisekarte komponieren können" (Richard Strauss)
    • Man kauft sich stets das Auto, das zum Instrument passt, gell? ;)
      Ich muss gestehen, dass ich zum Autokauf jedesmal mein Cello (im Kasten) mitgeschleppt habe, um zu testen, ob es reingeht. Was will ich mit einem Auto, mit dem ich mein Instrument nicht befördern kann?
      Das hat jedoch immer zu sehr erstaunten Blicken seitens der Autoverkäufer geführt und zu den Kommentaren: "Na, da seien se mal froh, dass sie keinen Kontrabass spielen" ;+) oder "Jetzt wäre ne Flöte wohl besser, hehhehe" :wut2:


      Liebe Grüße

      Lotte

    • Versuche es nicht zu trennen

      Lieber Peter,

      meine größte Hilfe war es, die beiden Schlüssel nicht zu trennen, sondern als Einheit zu betrachten. Der Bassschlüssel ist die Fortsetzung des Violinschlüssels und nicht irgendetwas "neues". Im Grunde ist der Bass sogar mehr als das, generalbassmässig gedacht. Wäre das C auf einer Linie anstatt im freien Raum, dann würde es auch visuell nahtlos im Bassschlüssel weitergehen. Problematisch wird es wirklich erst, wenn du innerlich zwei verschiedene Systeme aufbaust. Aber wie bei allem ist es die Zeit in den Noten, die mir geholfen hat, den Bass als nicht so ungewohnt zu empfinden. Du wirst dich mit der Zeit dran gewöhnen.

      Ganz sicher: In einem Jahr wirst du dir hier selbst die Antwort hinschreiben. :)

      Lieben Gruß,

      Engelbert
    • Lieber Engelbert,

      danke für den wertvollen Tipp. Er erinnerte mich an die Abschiedsworte meiner Musiklehrerin, als ich 1997 meinen Tenorblockflöten-Unterricht beenden musste. Sie sagte, dass ich bei meiner Vorliebe für tiefere Blockflöten-Klänge ja vielleicht man den Bass lernen möchte. Ich dürfe da keinesfalls den Fehler begehen, und eine zeitlang nur noch Bass und nicht mehr Tenor zu spielen, das würde nur im Chaos enden. Man solle stets BEIDES spielen. Ich denke, dass das in etwa dem ähnelt, was Du mir sagen möchtest.

      Ich habe in den letzten Tagen auch viel darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre, zunächst einmal (wegen des F-Griffs) die Altblockflöte zu lernen. Ich habe ja mein Leben lang nur Sopran (als Kind) und Tenor (Erwachsenenalter) gespielt, beides Instrumente mit "C-Griff". Da ich eine Altblockflöte besitze, wäre es vermutlich sinnvoll, mir auf dieser die F-Griffweise einzuüben, bevor ich zur Bass wechsele. Beim Bass-Blockflöte-Lernen müsste ich nämlich gleich zwei Schritte machen: die andere Griffweise und den anderen (bzw. erweiterten) Schlüssel lernen. Das hat ja auch schon bustopher angedeutet...

      Auf jedenfall danke ich Dir, Engelbert, und Euch allen für Eure Hinweise und Ideen.

      Lieben Gruss

      Peter

      Bist Du Countertenor, Engelbert? Wegen des Nicknames... Als ich vor ca. 25 oder sogar 30 Jahren zum ersten Mal etwas von Jochen Kowalski hörte, war ich hingerissen!!!
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      Martin Schleske, Geigenbauer

    • Lieber Peter.

      Ja, ich bin ein Countertenor. Da ich aber im wohl romantischsten Chor Deutschlands singe, wird häufig einfach erster Tenor daraus, womit ich gut leben kann, denn der Tenor ist häufig interessant angelegt. Aber in den kleinen Besetzungen, da werde ich bei Schützen und Bächen im Alt besetzt und darf sein was ich bin. Unser Dirigent ist zum Glück ebenfalls Altus bzw. Sopranist und fördert das. Die Kowalskis und Dellers jedenfalls waren wahnsinnig wichtig, weil sie eine Entwicklung - und damit auch eine konkrete Schule - in Gang gesetzt haben. Dennoch denken immer noch viele Menschen (und Dirigenten) "Mann-Haare auf Rücken-Tief. Frau-Brüste-Hoch". Mal schauen, ob wir dereinst in den Genuss schubladenfreien Singens kommen oder ob es weiter klemmt.

      Lieben Gruß,

      Engelbert
    • Lieber Engelbert,

      da ich die Tonlage "Mezzosopran/Alt" sehr liebe, habe ich damals nur gedacht: Wow...! Gibt es von DIR etwas auf CD oder im Internet?

      Lieben Gruss

      Peter
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      um die Welt aushalten zu können, so wie sie ist.“

      Martin Schleske, Geigenbauer