Probleme mit der Orgel als Instrument

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    • Probleme mit der Orgel als Instrument

      Auf Anregung und Wunsch Josquin Dufays, figure humaine und Yukons
      (die Beiträge # 1.921 und 1.922 wurden aus dem Thread Eben verarmt hierherkopiert, 17 Beiträge hierher verschoben)



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      Ich hoffe, das ist in Ordnung. Wenn Bedenken bestehen, bitte den Beitrag löschen.
    • Ich frage mich echt, wie ihr das Orgelspiel so lange ertragen könnt. Das ist nicht böse gemeint, aber mir geht das fast völlig ab bei diesem Instrument. Ja, es gibt schöne Werke dafür, auch grandiose Konzerte, aber alleine der Gedanke, eine CD lang dabei zuhören zu müssen (ich schreibe bewusst nicht können), ist für mich schon der Horror. ?(
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Eine Frage der Gewöhnung. Anfangs tat ich mich auch damit schwer, inzwischen bin ich gut dabei.


      jd :jaja1:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Eine Frage der Gewöhnung.

      Manche Leute mögen offenbar keine Orgelmusik, weil sie diese nicht hören. Ich will in diesem Zusammenhang gar nicht auf die Vorurteile eingehen, denen dieses Instrument ausgesetzt ist.

      Maurice schrieb:

      Ich frage mich echt, wie ihr das Orgelspiel so lange ertragen könnt.
      Im Ernst, lieber Maurice, mich würde zunächst sehr interessieren, welches denn wohl die Gründe Deines Nichtzuhörenwollens sind. Am Rande vielleicht ein etwas launischer Artikel zum Thema von Gabriel Dessauer, der als Kantor in Wiesbaden wirkt, daneben Orgelmusik lehrt und international konzertiert.

      "http://www.gabrieldessauer.de/Teksten/1.Warum_ich_gerne_Orgel_spiele.pdf"

      Frohe Grüße
    • Yukon schrieb:

      m Ernst, lieber Maurice, mich würde zunächst sehr interessieren, welches denn wohl die Gründe Deines Nichtzuhörenwollens sind. Am Rande vielleicht ein etwas launischer Artikel zum Thema von Gabriel Dessauer, der als Kantor in Wiesbaden wirkt, daneben Orgelmusik lehrt und international konzertiert.
      Zunächst einmal ist Dein Link eine Fahrt ins Leere.

      Ich kann weder mit dem monströsen Klang, noch den Registern was anfangen. Es entspricht nicht meinem Klangbild, was ich mir wünschen würde. Hin und wieder habe ich damit keine Probleme, doch eine komplette CD mir anzuhören käme mir nie in den Sinn. Ich würde das Gleiche auch bei Kammermusik schreiben. Warum das so ist, vermag ich nicht mal zu sagen, sonst würde ich es tun.

      Mit reiner Klaviermusik ist es auch so. In kleinen Teilen kann ich es genießen, aber bestimmt nicht eine Sonate, die 15 oder 20 Minuten geht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Toller Artikel, vielen Dank lieber Yukon!

      Dessauer schreibt auch etwas über die Gründe, warum manche keine Orgelmusik mögen. Seiner Meinung nach ist einer davon die Komplexität, die manchem Orgelwerk eigen ist, insbes. bei polyphonen Passagen. Mag sein.

      Gruß
      MB

      :wink1:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Die "Komplexität" mag ja vielleicht erklären, warum HR3- Die größten Hits der 80er, 90er etc. -Hörer keine Bachfugen auf der Orgel mögen.
      Aber nicht, warum selbst unter Klassikhörern, die im Grunde dieselben Stücke (etwa Bach-Liszt, Bach-Busoni etc. oder eben Klavierwerke Liszts und Mendelssohns nicht aber deren Orgelstücke) oder jedenfalls solche vergleichbarer Komplexität hören, Orgelmusik oft nicht zu den Favoriten zählt.

      Mein Verdacht geht eher dahin, dass der besondere Klang (Überwältigung, aber eben oft auch massive, undurchdringliche "Klangwand"), zumal "abgetrennt vom Raum" auf Konserve vielen nicht zusagt. Oder eben auch grade (HIFI-Freaks, die Orgelmusik mehr interessiert als klassische Orchester- oder Kammermusik). So ging/geht es jedenfalls mir. Das hat sich durch Gewöhnung, durch "Ausprobieren" unterschiedlicher Stücke, Orgeln und Interpreten, die auch mal transparenteren, artikulierten Klang bieten können, sowie bewussteres Hören gebessert.
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Maurice schrieb:

      Ich frage mich echt, wie ihr das Orgelspiel so lange ertragen könnt. Das ist nicht böse gemeint, aber mir geht das fast völlig ab bei diesem Instrument. Ja, es gibt schöne Werke dafür, auch grandiose Konzerte, aber alleine der Gedanke, eine CD lang dabei zuhören zu müssen (ich schreibe bewusst nicht können), ist für mich schon der Horror.
      Dabei gibt's doch so viele verschiedene 'Trompeten'-register in Orgeln.... ;).

      Kommt ja unter anderem auch auf die Epoche auf... Orgelmusik aus dem Barock und aus der Romantik lässt sich mindestens ebenso schlecht in einen Topf werfen wie es für andere Musikgattungen der Fall ist.

      Aber wäre es nicht an der Zeit, dafür einen neuen Thread an dieser Stelle aufzumachen? ;)

      Viele Grüße
    • Kater Murr schrieb:

      Das hat sich durch Gewöhnung, durch "Ausprobieren" unterschiedlicher Stücke, Orgeln und Interpreten, die auch mal transparenteren, artikulierten Klang bieten können, sowie bewussteres Hören gebessert.
      So ging das bei mir auch. Zuerst hatte ich mit Bach angefangen und erweiterte dann mein Hörrepertoire. Und ich bin immer noch nicht an den Punkt angekommen, wo ich die Polyphonie mühelos entschlüsseln und zuordnen kann. Aber ich gehe tapfer weiter meinen Weg... :jaja1:


      jd :wink1:
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      Hudebux
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      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      Und ich bin immer noch nicht an den Punkt angekommen, wo ich die Polyphonie mühelos entschlüsseln und zuordnen kann. Aber ich gehe tapfer weiter meinen Weg...
      Na, mit Deiner Liebe zur Renaissance-Musik sind doch nichttriviale polyphone Strukturen doch nicht völlig jenseits Deiner Hörerfahrung ... ;)

      Und wer es nicht barock mag, kann ja Mendelssohn hören (6. Sonate "Vater unser"), Liszt (B-A-C-H) oder Franck (z. B. die drei Choräle). Sozusagen als Appetizer.

      Gruß
      MB

      :wink:
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    • figure humaine schrieb:

      Dabei gibt's doch so viele verschiedene 'Trompeten'-register in Orgeln.... ;).

      Kommt ja unter anderem auch auf die Epoche auf... Orgelmusik aus dem Barock und aus der Romantik lässt sich mindestens ebenso schlecht in einen Topf werfen wie es für andere Musikgattungen der Fall ist.
      Das hat damit nichts zu tun. Es gibt durchaus Werke, da komme ich mit klar, z.B. Das Konzert für Orgel und Orchester von Dupré. Ich habe auch die Duo-Einspielung für Trompete und Orgel mit Ausschnitten aus der Matthäus-Passion. Vielleicht ist mir die Dominanz der Orgel zu stark, ich kann es nicht sagen.

      Einen eigenen Thread brauche ich nicht dafür. Ich wollte daraus auch keine große Sache machen. Mir liegt es nicht, und damit ist für mich das Thema agehakt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Na, mit Deiner Liebe zur Renaissance-Musik sind doch nichttriviale polyphone Strukturen doch nicht völlig jenseits Deiner Hörerfahrung ...
      Richtig... :jaja1:

      Maurice schrieb:

      Einen eigenen Thread brauche ich nicht dafür. Ich wollte daraus auch keine große Sache machen. Mir liegt es nicht, und damit ist für mich das Thema agehakt.
      :heul1:


      Aber die Sache ist doch interessant. Du bist doch nicht der Einzige, der Probleme mit der Orgel als Instrument hat. Das ist einen schönen neuen Thread, und das zu Weihnachten. Ach bittetbittebitte - ist doch Weihnachten... :*


      jd ;)
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      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • bin selber Organist und höre nicht viel Orgelmusik von CD (trotzdem heute den digitalen mca und preston-zyklus bestellt), frage mich aber auch, wie man es im landkreis offenbach aushalten kann. :D
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Yukon schrieb:

      Ach so, ich musste doch tatsächlich geschlagene rd. 30 Sekunden über den Sinn dieser Formulierung nachdenken.
      Ich nicht mal eine Sekunde....

      ThomasBernhard schrieb:

      bin selber Organist und höre nicht viel Orgelmusik von CD (trotzdem heute den digitalen mca und preston-zyklus bestellt), frage mich aber auch, wie man es im landkreis offenbach aushalten kann.
      Die Frage kann ich dir nicht beantworten, da ich dort nicht wohne und nie gewohnt habe. Was das mit Orgelmusik zu tun hat, erschließt sich mir nicht so recht. Hat man Dein Orgelspiel dort nicht zu schätzen gewusst? :D Könnte es an Deinem Spiel gelegen haben? :ironie1:
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Oh, ein OO-Thema, wie schön! "Orgeln in Offenbach": Das müssen wir jetzt aber gründlich ausdiskutieren!

      :tee1:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Hallo zusammen,
      es ist mir tatsächlich gelungen, mich nach dem "Umbau" des Forums via Maggie- Audiamus hier wieder anzumelden, und jetzt melde ich mich hier zu Wort, denn ich mag Orgelmusik und habe mit Aufnahmen ebenfalls Probleme. Ich habe für mich ausgebastelt, dass sich dieses Instrument für Konserven eher nicht eignet, es braucht den unmittelbaren Klang des Raumes.
      Egal wie gut Lautsprecher oder Kopfhörer sind, den Raumklang einer z.B. gotischen Kathedrale geben sie doch nie ganz getreu wieder.
      So viel von mir, Grüsse
      Der Eisbär