STEFFANI: Amor vien dal destino - Staatsoper im Schillertheater Berlin, 30.4.2016

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    • STEFFANI: Amor vien dal destino - Staatsoper im Schillertheater Berlin, 30.4.2016

      Hallo, mein erster Opernbericht hier - normalerweise bin ich nur bei den "Oboenfrischlingen".

      Diese Oper ist eine Wiederentdeckung, wurde seit der Uraufführung vor über 300 Jahren nicht mehr gespielt. 3 Stunden 40 Minuten Barockoper klangen nach einem etwas strapaziösen Abend, aber das Gegenteil war der Fall: ein ausgesprochen unterhaltsamer und musikalisch gehaltvoller Abend. Die Oper erzählt Irrungen und Wirrungen der Liebe von Enea, der die Küste Italiens betritt, einiges geht schief, bis er zu Lavinia findet. Das Ganze ist eine Opera Seria, mit vier oder fünf wundervollen Lamentos, einem grandiosen Buffo-Paar und einer tollen (eigentlich) Kastraten-Rolle, die angemessen stählern-schmetternd von Olivia Vermeulen dargeboten wurde. Ganz großartig und urkomisch gespielt war auch die Amme (mit einem Mann besetzt). Die Musik ist ganz erstaunlich, teilweise für mich wirklich ergreifend, allemal sehr gut komponiert und abwechslungsreich instrumentiert. Ein Ohrenschmaus, auch für Menschen wie mich, die nicht unbedingt die barocken Instrumente bevorzugen. Aber so dargeboten... von der Akademie für Alte Musik Berlin - das war einfach toll. Näheres zu den Bläsern habe ich bei den Oboenfrischlingen gepostet.

      In dieser Spielzeit gibt es das Stück nur noch am 4. und 7. Mai.

      Herzlich Sanipiano

      Die Inszenierung stammt von Ingo Kerkhof.
      "http://staatsoper-berlin.de/de_DE/calendar-2015-2016/amor-vien-dal-destino.13160602"
      AlexanderK, Moderation