Die Reise nach Westen

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    • Kater Murr schrieb:

      EinTon schrieb:

      Siegfried, einer der Haupthelden des "Rings" und eindeutig als Positivfigur gemeint, haut ziemlich bedenkenlos alles nieder, was ihm hinderlich ist, auch wenn kein direkter Grund zur Notwehr besteht. Insofern könnte man durchaus auch den Ring als z. T. gewaltverherrlichend charakterisieren...
      Wen haut Siegfried bedenkenlos nieder?
      Den Drachen (der ihn fressen will)

      Er erwägt die Tötung zumindest schon vorher, im Gespräch mit Mime, während Fafner noch schläft:

      "Notung stoß' ich dem Stolzen ins Herz!
      Soll das etwa Fürchten heißen?"

      Kater Murr schrieb:

      Mime (der ihn vergiften will)

      Um das zu verhindern, wäre die Tötung Mimes nicht notwendig gewesen (er hätte den Trank schlicht nicht trinken müssen, hätte fliehen können, etc...). Nach heutigem deutschem Strafrecht wäre das Handeln Siegfrieds wohl auch durch Notwehr nicht gerechtfertigt, zumindest würde ein sog. Notwehrexzess vorliegen.
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • EinTon schrieb:

      Um das zu verhindern, wäre die Tötung Mimes nicht notwendig gewesen (er hätte den Trank schlicht nicht trinken müssen, hätte fliehen können, etc...).
      na ja, in einer Welt ohne ausreichenden Rechtsschutz jemandem, der einem erwiesenemaßen nach dem Leben trachtet, einfach unbehelligt zu lassen, wäre ganz schön riskant.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • zabki schrieb:

      EinTon schrieb:

      Um das zu verhindern, wäre die Tötung Mimes nicht notwendig gewesen (er hätte den Trank schlicht nicht trinken müssen, hätte fliehen können, etc...).
      na ja, in einer Welt ohne ausreichenden Rechtsschutz jemandem, der einem erwiesenemaßen nach dem Leben trachtet, einfach unbehelligt zu lassen, wäre ganz schön riskant.
      Und irgendwie wärs dann auch langweilig...

      Passend dazu:
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)