Die Reise nach Westen

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    • Die Reise nach Westen

      "Die Reise nach Westen", ein legendäres Buch von Wu Cheng'en aus dem 16. Jahrhundert.

      Bis heute zählt dieses Buch zu den meist verkauften und wichtigsten Büchern in und um China.

      Das Werk wurde mehrfach in Form von Serien verfilmt. Die sicherlich aufwendigste Produktion stelle ich hier abschließend vor.

      Da ich ja gestern hier gefragt wurde, was denn die "europäische Hochkultur" sein soll, und ich das nicht vom Strang-Thema abweichend erläutern kann, würde ich gerne auf ein Beispiel für asiatische Hochkultur verweisen. Es würde tatsächlich genügen, sich nur einmal einen Vorspann anzusehen, einfach mal rein schauen, diese 2 Minuten sollte jeder aufbringen können.

      Noch heute kommt es mir bei dieser Buch-Adaption vor, als stamme diese Geschichte aus einer anderen Welt. Und sie hat so gar nichts von der Brutalität und Obszönität, die man aus Hollywood-Produktionen gewohnt ist.

      Ich für meinen Teil finde das wundervoll und bedauere es sehr, wenn kulturell heutzutage alles in einen Topf geworfen und gleichgemacht wird. Globalisierung hin oder her.

      "Die Reise nach Westen" handelt hauptsächlich von dem unsterblichen Affenkönig Sun Wukong, der die Götter herausfordert und später auf eine lange Reise geschickt wird. Mehr möchte ich vorab nicht verraten.

      Leider gibt es diese Serie nur in Originalsprache, mit englischen Untertiteln. Mich hat das nicht weiter gestört.

      Allgemeine Informationen über den Roman findet man hier: "https://de.m.wikipedia.org/wiki/Die_Reise_nach_Westen#"

      Alle 66 Folgen der Serie findet man unter der folgenden Liste: "https://m.youtube.com/watch?list=PLZcx8v1F6HKULerPLiY2ZcsA0lOo9uAsg&v=pcW-sWlV3h8"

      Dürfte nicht jedermanns Geschmack sein, es ist nur eine freundliche Empfehlung. Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • tOm~! schrieb:

      Ich [...] bedauere es sehr, wenn kulturell heutzutage alles in einen Topf geworfen und gleichgemacht wird.
      Wird es das?

      tOm~! schrieb:

      Und sie hat so gar nichts von der Brutalität und Obszönität, die man aus Hollywood-Produktionen gewohnt ist.
      Ist man das?

      tOm~! schrieb:

      Da ich ja gestern hier gefragt wurde, was denn die "europäische Hochkultur" sein soll, und ich das nicht vom Strang-Thema abweichend erläutern kann, würde ich gerne auf ein Beispiel für asiatische Hochkultur verweisen. Es würde tatsächlich genügen, sich nur einmal einen Vorspann anzusehen, einfach mal rein schauen, diese 2 Minuten sollte jeder aufbringen können.
      Den Vorspann habe ich mir angesehen. Leider ging daraus aber für mich nicht hervor, was Du unter "europäischer Hochkultur" verstehst.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • 66 Folgen à 40 min? Das ist episch. Ich glaube, ich werde erstmal das Buch lesen. Danke für den Hinweis!

      Zu amerikanischer Hochlultur empfehle ich dir die Musik von Morton Feldman oder Steve Roach. Naja, letztere wird dir wohl nicht gefallen, sie wurde fast ausschließlich mit Synthesizern hergestellt.
      Schöne Grüße, Helli


      ...ich mag alle Farben. Nur schwarz müssen sie sein.
    • motiaan schrieb:

      Zu amerikanischer Hochlultur empfehle ich dir die Musik von Morton Feldman oder Steve Roach.
      Oder die Musik Charles Ives'. Oder die philosophischen Werke John Deweys. Mit letzteren beschäftige ich mich gerade mit einigem Gewinn. Mit Sicherheit nichts "Niedrigkulturelles".

      Was "Hollywood-Produktionen" angeht, da muß man wohl differenzieren, pauschale Abwertungen führen da vermutlich in die Irre.

      Und danke für den Hinweis auf Wu Cheng'en! Den kenne ich noch überhaupt nicht.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • tOm~! schrieb:

      Noch heute kommt es mir bei dieser Buch-Adaption vor, als stamme diese Geschichte aus einer anderen Welt. Und sie hat so gar nichts von der Brutalität und Obszönität, die man aus Hollywood-Produktionen gewohnt ist.
      "Hollywood" im engeren Sinne ist doch meist weit weniger obszön als der Kram(pf), der fürs deutsche Fernsehen von meinen Zwangsgebühren hergestellt wird. (Strahlende Gegenbeispiele wie der "Tatortreiniger" von dem pauschalen Vorwurf ausgenommen)

      p.s.: kannst Du vielleicht zufällig ermitteln, wer die Kostümentwürfe dieser chinesischen Serie gemacht hat, ich kenne sie vielleicht persönlich.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • ChKöhn schrieb:

      Wird es das?
      Ja.

      ChKöhn schrieb:

      Ist man das?
      Ich kann schon seit Jahren kaum noch amerikanische Filme finden, die mich nicht abschrecken würden. Neulich habe ich mit einem bekannten bei Amazon Prime eine halbe Stunde gesucht, bevor wir etwas für uns fanden. Dort ging es laut Beschreibung, um einen älteren Herren im Süden der USA, der aus seinem Leben erzählt. Tatsächlich gab er nach einem durchaus ruhigen Einstieg, bald darauf einen Schwank aus seinem Leben zum Besten, wo er Zeuge wurde, wie ein Zocker beim Pokern seinem Mitspieler die Zähne ausschlug. Die Szene war derart brutal unrealistisch überzeichnet, daß mir schlecht wurde. Wir haben den Film dann ausgemacht, und stattdessen die Serie "Die fünfte Jahreszeit" mit Hans Clarin angesehen.

      ChKöhn schrieb:

      Den Vorspann habe ich mir angesehen. Leider ging daraus aber für mich nicht hervor, was Du unter "europäischer Hochkultur" verstehst.

      Das sollte es ja auch nicht. Die Reise nach Westen ist für mich wie gesagt ein Musterbeispiel für asiatische Hochkultur.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • ThomasBernhard schrieb:

      "Hollywood" im engeren Sinne ist doch meist weit weniger obszön als der Kram(pf), der fürs deutsche Fernsehen von meinen Zwangsgebühren hergestellt wird.
      Naja, es gibt vielleicht noch Produktionen für Kinder, die man von meinem Pauschalurteil ausschließen könnte. Und natürlich gibt es hier und da mal ein Drama oder eine Literaturverfilmung, die man sich ansehen kann.

      In den allermeisten Fällen jedoch geht es heute in US-amerikanischen Produktionen nur noch um Sex&Crimes. Um Mord, Totschlag, Explosionen, es wird ungeniert geflucht und alles wirkt verroht.

      Bis vor einigen Jahren, war ich ein Videotheken-Stammgast, und kann es daher einigermaßen beurteilen. Natürlich muss man sich diese Sachen wie "Tribute von Panem", "Hangover" usw. nicht ansehen und man wird bei entsprechender Suche Filme zum ausweichen finden. Die Stoßrichtung steht aus meiner Sicht jedoch fest, die Menschen sollen abgestumpft werden. Ein Phänomen, daß sich natürlich auch auf "deutsche" Produktionen erweitern lässt, aber wovon diese maßgeblich inspiriert sind, dürfte wohl auch bekannt sein.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • ThomasBernhard schrieb:

      p.s.: kannst Du vielleicht zufällig ermitteln, wer die Kostümentwürfe dieser chinesischen Serie gemacht hat, ich kenne sie vielleicht persönlich.
      Leider nicht. Dazu müsste ich chinesisch können.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • motiaan schrieb:

      Ich glaube, ich werde erstmal das Buch lesen. Danke für den Hinweis!
      Das Buch ist auch episch. Hab' heute morgen noch nachgesehen, es gibt bei Amazon eine laut Rezenssion werktreue Übersetzung mit 4 Bänden.

      Ansonsten gern geschehen.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • Gurnemanz schrieb:

      Inwiefern?
      Das führt hier zu weit vom Thema weg und ich denke dieses Forum, daß ich sehr schätze, ist auch nicht der richtige Ort, um so etwas zu besprechen. Bei die "Reise nach Westen" hat man es jedenfalls mit einem Werk zu tun, daß sich kulturell ganz eindeutig und nur auf Asien bezieht. Man wird darin nichts europäisches, amerikanisches oder afrikanisches finden.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • Gurnemanz schrieb:

      tOm~! schrieb:

      ChKöhn schrieb:

      tOm~! schrieb:

      Ich [...] bedauere es sehr, wenn kulturell heutzutage alles in einen Topf geworfen und gleichgemacht wird.
      Wird es das?
      Ja.
      Inwiefern?
      :wink:

      Vielleicht so?:

      tOm~! schrieb:

      In den allermeisten Fällen jedoch geht es heute in US-amerikanischen Produktionen nur noch um Sex&Crimes. Um Mord, Totschlag, Explosionen, es wird ungeniert geflucht und alles wirkt verroht.

      :pop: :wink:
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • EinTon schrieb:

      Vielleicht so?:
      Es würde reichen sich die aktuelle Werbetafel von Amazon Prime anzuschauen, da sollte es einem sofort ins Auge springen, wofür die Hollywood-"Traumfabrik" steht:

      "https://www.amazon.de/Prime-Video/b?ie=UTF8&node=3279204031&ref=atv_surl_piv"

      Auf jedem zweiten Cover tragen die Darsteller Waffen. Ist das etwa nicht eine allgemeine Verrohung? Und man vergleiche dies bitte wie gesagt einmal mit der Serie Reise nach Westen. Sun Wukong löst seine Streitigkeiten nie mit Gewalt.
      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • tOm~! schrieb:

      In den allermeisten Fällen jedoch geht es heute in US-amerikanischen Produktionen nur noch um Sex&Crimes. Um Mord, Totschlag, Explosionen, es wird ungeniert geflucht und alles wirkt verroht.
      Zugegeben, einen "Förster vom Silberwald" gibt es da eher selten. Das waren noch Zeiten! Aber immerhin war als "bester Film" auch eine Einwanderer-Liebesgeschichte für den Oscar 2016 nominiert. Außerdem ein Film über die Banken- und Finanzkrise, ebenfalls ganz ohne Explosionen. Sex and Crime gab es allerdings beim Gewinner der Kategorie "bester Film": Er beschäftigt sich mit dem Missbrauch-Skandal in der römisch-katholischen Kirche. Auch irgendwie eine Art europäische Kultur...

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • EinTon schrieb:

      Und in Opern - Produkten der "europäischen Hochkultur" - (sagen wir dem "Ring des Nibelungen") werden Konflikte immer ganz friedlich ausgetragen?
      Es ist wohl ein gewaltiger Unterschied, ob man Gewalt in einer großartigen Geschichte verarbeitet, wie dem Ring der Nibelungen, oder man diese verherrlicht, wie zum Beispiel hier:

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      Jean Paul: "In Schillers gesammelten Werken ist überall »Religionempfindung, Wahrheitgefühl, Landschaftmalerei, Einbildungkraft« zu finden."
    • ChKöhn schrieb:

      Zugegeben, einen "Förster vom Silberwald" gibt es da eher selten. Das waren noch Zeiten! Aber immerhin war als "bester Film" auch eine Einwanderer-Liebesgeschichte für den Oscar 2016 nominiert. Außerdem ein Film über die Banken- und Finanzkrise, ebenfalls ganz ohne Explosionen. Sex and Crime gab es allerdings beim Gewinner der Kategorie "bester Film": Er beschäftigt sich mit dem Missbrauch-Skandal in der römisch-katholischen Kirche. Auch irgendwie eine Art europäische Kultur...
      Das ist immer wieder lustig! Da werden aus der Masse an Filmen drei Beispiele rausgezogen um von der Masse der gewalttätigen Filme abzulenken! Und gleichzeitig wird versucht die Gegenargumentation mit einem uralten abstrusen Beispiel lächerlich zu machen. Diese Methodik ist nur zu bekannt und es ist schade, das es jemand nötig hat, sich derart zu produzieren. Das ist nicht gerade eine faire und sportliche Auseinandersetzung, die es mir ermöglich ganz unvoreingenommen die Argumentation beider Seiten zu verfolgen und zu bewerten.
      Was heißt hier modern? Betonen Sie das Wort mal anders! Richard Strauss