Empirisch-kapriziöse Intonationsstudie - Diskussionsthread

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    • ralphb schrieb:

      Beim Dominantseptakkord in Moll geht das nicht. Ich hatte (nach dem Tonnetz oben) zunächst das d statt des ,d genommen. Es hat das einfachere Zahlenverhältnis (9/5) und gibt eine reine Mollterz h-d. Aber es klingt unstimmig, wie ihr teilweise auch angemerkt habt. Vielleicht, weil es zwar 9/5 ist (gegenüber 16/9), aber eben zur Terz (/5) steht.
      Den letzten (von mir gefetteteten) Satz habe ich jetzt nicht verstanden...

      Könnte es nicht auch damit zusammenhängen, dass 16/9 (aufgelöst = 1,77777/1) vom Abstand der beiden Töne her näher an der Naturseptime 7/4 (1,75/1) liegt als 9/5 (1,8/1)? Letztere klingt ja "relativ" konsonant.
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • ralphb schrieb:

      EinTon schrieb:

      Konkret wollte ich eigentlich wissen, welche "reine Stimmung" Du Dir für Deine Tristan-Beispiele ausgewählt hattest.
      Eigentlich dieselbe wie du, also sodass alle Terzen und Quinten in den Akkorden rein sind


      Die von mir vorgestellte "reine Stimmung" ist aber ja daraufhin optimiert, v. a. die Dreiklänge der kleinen Kadenz, und - soweit möglich - noch einige andere verwandte Dreiklänge (Mollparallelen -varianten, und Medianten) rein klingen zu lassen. Für den relativ "exotischen" Beginn des Tristan-Vorspiels ist eine solche Stimmung aber eigentlich doch das falsche Instrument. Geht es nur um die 3 Beispielstakte, müsste man die Stimmung hier doch eher auf einen möglichst "rein" klingenden Tristanakkord und einen "reinklingenden" D7 optimieren...

      EDIT: nach nochmaligem Anhören Deiner Beispiele habe ich jetzt festgestellt, dass Du Deine Stimmung auch in diesem Sinne optimiert hast, sie also eben nicht der oben vorgestellten "reinen" Stimmung meines Softsynths entspricht! In der klingt der Tristanakkord (bezogen hier natürlich auf die Grundtonart C-Dur: As - D - Fis - H) nämlich ziemlich grauslig... ;)
      zwischen nichtton und weißem rauschen