Die gute alte Deutsche Grammophon

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    • Die gute alte Deutsche Grammophon

      .. die mit dem Tulip und der rot markierten Stereo Schrift ! Bei Sammlern aus dem fernöstlichen Bereich hoch begehrt, und das nicht zu unrecht. Es erwartet einen bei der Reformationssymphonie von Mendelssohn ein warmer, satter Klang. Die Berliner Philharmoniker unter Lorin Maazel spielen überzeugend aus einem Guß !. Interessant ist immer wieder zu hören: Huch, das war doch der Parsifalo von Wagnner ? Ja , das war er zwar nicht, aber das Thema hat auch er verwendet:Das Dresner Amen !
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    • Vielleicht magst Du etwas spezifizieren, um was es hier gehen soll. Grammophon Vinyl?
      In jedem Fall habe ich den Thread nach "Labels und Editionen" verschoben.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Ich alter Diskographie-Clown verweise auf verschiedene Seiten für die Aufnahmen:

      Deutsche Grammophon Katalog auf der Webseite des Labels
      Discogs Allgemeine Diskographie
      ClassicalVinylRepublic Fast komplette LP-Diskographie
      Youngrok Lee Alte LP-Ausgaben


      jd :wink:
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Als ich diese Meldung las...

      slippedisc.com/2018/04/dg-sign…ng-cellist-in-six-months/

      ...habe ich bemerkt, was mir bisher nur latent bewusst war: Die DG hat zahlreiche Instrumentalsolisten unter Vertrag, exklusiv oder partiell, haufenweise Pianisten, viele Geiger und Cellisten, auch Bläser. Außerdem natürlich einige Dirigenten. Aber gibt es eine Kammermusikaufnahme aus den letzten Jahren, die von einem gestandenen Ensemble und nicht nach dem Muster "Star + x" (z.B. das Forellenquintett mit Mutter, Trifonov und den Kleingedruckten) eingespielt worden ist? Streichquartette gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr - Emerson und Hagen sind lange abgewandert (oder abgewandert worden). Schon traurig, wenn man allein an die Streichquartettensembles denkt, die früher bei der DG waren (Köckert, Drolc, Amadeus, Melos, LaSalle, Emerson, Hagen usw.).

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Schon traurig, wenn man allein an die Streichquartettensembles denkt, die früher bei der DG waren (Köckert, Drolc, Amadeus, Melos, LaSalle, Emerson, Hagen usw.).
      Tja. :( Auf der Seite der DG (deutschegrammophon.com/de/artist/) finden sich auf der Liste der Künstler gerade noch drei Streichquartettformationen. Neben den Hagens und Emersons (beide nicht mehr dabei) noch das Simón Bolívar String Quartet. Und im Bereich Kammermusik noch das Fauré Quartett. Sonst nüscht...

      :wink:

      PS: Gerade gefunden: "In der Kommunikation nach außen beschwört die DG nach wie vor die eigene Tradition. Vielleicht geht es ihr damit ähnlich wie den Spielern des HSV, wo das Image des Dinos und die tickende Uhr (»So lange schon in der ersten Liga!«) als lähmend empfunden werden." Quelle: van.atavist.com/deutsche-grammophon
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Gurnemanz schrieb:

      noch das Simón Bolívar String Quartet. Und im Bereich Kammermusik noch das Fauré Quartett.
      Wobei die letzte bei der DG produzierte CD des Fauré-Quartetts auch schon sechs Jahre zurückliegt (Mendelssohn; die Mozart-Klavierquartette wurden bereits 2005/06 eingespielt). Und die Venezolaner haben eh nur eine CD gemacht (2013), als Ableger des gleichnamigen Orchesters, das mit Dudamel ja mal eine Weile gut bei der DG vertreten war.

      :wink:
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    • Wie vieles Andere auch, so ist die DG lediglich noch eine Markenhülle, deren Markenwert allein von der Vergangenheit zehrt.

      Viele Grüße
      Frank
      :cincinbier:
      "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
      but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
      - H. W. M.
    • Die anscheinend letzte bei der DG veröffentlichte Aufnahme des Fauré-Quartetts entstand 2012 mit dem Namen "Pocket Symphonies" von Sven Helbig zusammen mit dem MDR-Sinfonieorchester und Kristjan Järvi. Danach entstand 2014 eine CD (Mahler und Strauss) zusammen mit der Sopranistin Simone Kermes, die bei Sony erschien. Im Herbst 2018 erscheint eine Neuaufnahme beim Label Berlin Classics mit Werken von Mussorgsky (Bilder einer Ausstellung für Streichquartett) und Rachmaninow (Etudes Tableaux für Streichquartett bearbeitet). Die DG scheint demnach für das Fauré-Quartett keine Rolle mehr zu spielen.

      Bezüglich SACD:
      Es gibt Thielemanns Aufnahme der Alpensinfonie als reine SACD; ist also keine Hybrid-SACD:
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Die DG produziert schon seit langem überwiegend Langeweile. Beim Mutterkonzern Universal geht es in erster Linie um Verkaufszahlen, daher auch die vielen "Stars". Und Kammermusik verkauft sich nun mal nicht so gut, ebenso Lieder für Singstimme und Klavier. Bezüglich Repertoire sind die kleineren Label deutlich innovativer. Ich habe schon seit Jahren keine Neuerscheinung von der DG mehr gekauft.
      Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts waren EMI und DG noch deutlich unternehmungsfreudiger. Jetzt weiden sie den riesigen Backkatalog aus. Den Einsteiger freut es, denn der bekommt gute Musik für wenig Geld.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • AlexanderK schrieb:

      Kammermusik wird auch gern als CD Füller eingesetzt
      Ja, mit Kammermusik gibt's eben nur noch Star-Nebenprodukte oder Crossover-Konzeptalben (um's mal freundlich zu benennen).

      Ich wollte aber gar nicht in erster Linie das Lied vom Niedergang des Gelbetiketts anstimmen oder über das Mainstream-Repertoire lamentieren, sondern auf eine bestimmte Strategie des Labels hinweisen. Im Bereich Klaviermusik hat die DG zur Zeit ziemlich viele Pferde im Stall und produziert mit diesen auch einiges: Sokolov, Perahia, Pollini, Pressler, Zimerman, Barenboim, Lisiecki, Blechacz, Kissin, Trifonov, Yuja Wang, Argerich als Duopartnerin etc. Egal was man von denen oder vom eingespielten Repertoire im einzelnen hält: hier ist die DG nach wie vor eine wichtige Marke.

      Und es ist wohl doch eine bewusste Entscheidung, im Bereich Klaviermusik zu expandieren, Kammermusik aber nur noch als Abfallprodukt herauszubringen. Was natürlich mit der unterschiedlichen Popularität des Repertoires zu tun hat, aber auch mit dem Fakt, dass der Interpret noch mehr im Vordergrund steht als früher - und individuelle Stars sich besser vermarkten lassen als Kollektive.

      :wink:
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    • Zwielicht schrieb:

      Als ich diese Meldung las...

      slippedisc.com/2018/04/dg-sign…ng-cellist-in-six-months/
      Harriet Krijgh ist eine aussergewöhnliche Cellistin. Ich hoffe nur das sie dort nicht verheizt wird wie die anderen Jungstars. Auf jeden Fall gehen jetzt die Eintrittspreise für ihre Konzerte in die Höhe, wie weiland bei Sol Gabetta.

      Peter
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    • Mauerblümchen schrieb:

      Hat die DG eigentlich jemals SACDs produziert?
      Yo (z.Z. 81 Titel - davon 18 reine SACDs und 15 BD-Audio)

      Zwielicht schrieb:

      Und es ist wohl doch eine bewusste Entscheidung, im Bereich Klaviermusik zu expandieren, Kammermusik aber nur noch als Abfallprodukt zu produzieren.
      Mir scheint, daß außer Klavier solo und Solisten-Konzerte mit Orchester wenig anderes entsteht in diesem Bereich. Ein Wunder, daß sie noch Choraufnahmen mit Alter Musik veröffentlichen (unter Archiv Produktion).
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      Hudebux
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      Jean Paul
    • Zwielicht schrieb:

      Als ich diese Meldung las...

      slippedisc.com/2018/04/dg-sign…ng-cellist-in-six-months/

      ...habe ich bemerkt, was mir bisher nur latent bewusst war: Die DG hat zahlreiche Instrumentalsolisten unter Vertrag, exklusiv oder partiell, haufenweise Pianisten, viele Geiger und Cellisten, auch Bläser. Außerdem natürlich einige Dirigenten. Aber gibt es eine Kammermusikaufnahme aus den letzten Jahren, die von einem gestandenen Ensemble und nicht nach dem Muster "Star + x" (z.B. das Forellenquintett mit Mutter, Trifonov und den Kleingedruckten) eingespielt worden ist? Streichquartette gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr - Emerson und Hagen sind lange abgewandert (oder abgewandert worden). Schon traurig, wenn man allein an die Streichquartettensembles denkt, die früher bei der DG waren (Köckert, Drolc, Amadeus, Melos, LaSalle, Emerson, Hagen usw.).
      Der noch stärkere Focus auf junge Solisten mag recht neu sein, aber die allgemeine Entwicklung nicht. Das letzte Ensemble, das wirklich von der DG "entwickelt" wurde, was das Emerson Qt. und anfangs noch das Hagen Qt., bei dem es aber schon bröckelte. Beim Fauré-Quartett setzte man dann auf die Kombination von Jugend und ungewöhnlicher Formation, wobei klar war, dass das Repertoire für Klavierquartett sehr schnell zu exotisch für die DG würde. Wobei es einfach auch sein kann, dass das übliche Repertoire ausgereizt ist. Denn solche "Konzeptalben" wie das Vienna is calling oben oder ein Popmusikalbum des Fauré (ebenso ein ähnliches des èbéne Qt. bei einem anderen Label) sind ja eher en vogue.
      Es reicht halt nicht, vier streng dreinblickende ältere Herren und die solide Leinenbox mit Rokokoschloss vorne drauf durch ein jüngeres Ensemble und modernes Cover zu ersetzen, um Streichquartette sexy zu machen. (Außerdem waren da andere eh schneller, die gleich ein gecastetes Ensemble junger Damen Arrangements von Filmmusik o.ä. spielen ließen.)
      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)