Bruckner, Locus iste: Warum so bekannt?

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    • Bruckner, Locus iste: Warum so bekannt?

      Heute Mittag Bruckners Locus iste gehört:

      youtube.com/watch?v=oS_1ITt3x6E
      youtube.com/watch?v=HmmUJkanMEE

      Warum kommt mir das so bekannt vor, obwohl ich mit a cappella Vokalmusik fast nichts am Hut habe? Und warum ist es so gut?

      Kommt das Thema noch in anderen Stücken vor? Oder ist Bruckners Locus iste einfach an sich dermaßen bekannt? Oder verwechsle ich das gar mit einem bekannteren Stück???


      Thomas

      PS: Meine Aufnahme:
    • Ecclitico schrieb:

      Oder ist Bruckners Locus iste einfach an sich dermaßen bekannt?
      Ja. Das ist diejenige Bruckner-Motette, die jeder Kirchenchor singt. Auch, wenn er sie gar nicht kann und die anderen Bruckner-Motetten noch weniger.

      So ungefähr, wie jeder Klavierschüler den ersten Satz der Mondschein-Sonate spielt, auch, wenn Beethoven-Sonaten noch ziemlich weit weg sind.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Locus iste ist das Ave verum Bruckners.
      "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
      Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.
    • und "wohl mir daß ich Jé-hé-súm habe" das Ave verum Bruckners Bachs

      Das ist diejenige Bruckner-Motette, die jeder Kirchenchor singt. Auch, wenn er sie gar nicht kann
      Schwierig, sie nicht zu können. Die technischen Anforderungen halten sich in Grenzen. Da aber auch Kirchenchöre der Pareto-Regel unterliegen...
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      Schwierig, sie nicht zu können.
      Spätestens das d" im Sopran beim zweiten "Locus iste"-Einsatz ist für manche Chöre eine unüberwindliche Klippe. Jedenfalls bei gehobenen Reinheitsansprüchen.

      Von den Modulationen bei "inestimabile sacramentum" und erst recht bei "irreprehensibilis est" ganz zu schweigen.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Un homme d'esprit est perdu s'il ne joint pas à l'esprit l'énergie de caractère. Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. (Nicolas-Sébastien de Chamfort)
    • Mauerblümchen schrieb:

      bustopher schrieb:

      Schwierig, sie nicht zu können.
      Spätestens das d" im Sopran beim zweiten "Locus iste"-Einsatz ist für manche Chöre eine unüberwindliche Klippe. Jedenfalls bei gehobenen Reinheitsansprüchen.

      Von den Modulationen bei "inestimabile sacramentum" und erst recht bei "irreprehensibilis est" ganz zu schweigen.

      Gruß
      MB

      :wink:
      hab' ich nie wahrgenommen, daß es da je Probleme gegeben hätte...
      eher bei den "inestimabile"-Einwürfen im Bass, aber nicht wegen der Töne, sondern wegen des anzustrebenden Volumens in der Tiefe.
      aber OK: Chöre sind unterschiedlich
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • Ecce /Vale homo qui est faba!

      Herr Bernhard, meine Verehrung!

      Die Parallele kann sich aufdrängen, sie muss nicht.

      Aber jetzt kenne ich endlich den Text. (Warum bin ich eigentlich nicht längst darauf gekommen, danach zu suchen!)

      Es grüßt hochachtend:

      Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.