Silvesterkonzert 2016 Berliner Phil. (ARD)

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    • Silvesterkonzert 2016 Berliner Phil. (ARD)

      Wie hat euch das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker gefallen?

      Ich muss sagen, um es kurz zu machen, dass ich selten sowas langweiliges gesehen/gehört habe. Es mag ja, wie man mir sagen könnte, an meiner Übermüdung gelegen haben (habe das Konert erst im neuen Jahr gehört, aus der Mediathek, und per Kopfhörer). Also, einzig relevantes, wäre ja überhaupt Rach-3 gewesen. Den Rest, naja, Dvoraks Slawische Tänze sind ja, wie Brahms Ungarische, schöne CD Füller. Aber ehrlich, wer hier würde dafür ins Konzert gehen und Geld bezahlen? Nun Rach-3, mit *dem* jungen Klavierstar (neben Yuja Wang) Daniil Trifonow. Ich mag Rach-3 sehr, und habe hohe Achtung vor der Kunst Trifonows....... aber ich habe selten ein so langweiliges Konzert gehört. Das einzig positive wäre noch zu sagen, dass das extreme Talent von Trifonow quasi demonstriert hat, wie simpel Rach-3 eigentlich ist. Aber auf mich hat es in keinster Weise gewirkt. Alles wirkte extrem unaufgeregt, das Spiel Trifonows, das Spiel der Berliner, die Kameraführung (alles recht dunkel), die tonale Abmischung (am Anfang hörte man nur Klavier), und völlig paradox wirkten dann die Standing-ovations des Publikums. Naja, haben sicherlich viel Geld gezahlt. Und habe ich vergessen zu sagen, dass der Rest ohnehin langweilig war?

      Nun, ich bin gespannt, ob hier jemand dieses Konzert "verteidigt".


      maticus
      Bartolo hatte Recht. --- Andreas März
      This is Bartolo, King of the King of Wines. --- Alan Tardi
    • maticus schrieb:

      Nun, ich bin gespannt, ob hier jemand dieses Konzert "verteidigt".
      Nein, Du hast leider in allen Bereichen zu hundert Prozent recht. Ich würde es fast als eine Art "Schwanengesang" der Zeit Rattles in Berlin ansehen. Viel Wirbel um Nichts....Mein Vater, der von Musik durchaus Ahnung hat (er spielt selbst seit über 50 Jahren ein Instrument), hatte gemeint, sowas an Silvester zu bringen wäre fast schon eine Frechheit. Da würden die Leute nur einschlafen dabei.

      Ich war von der Virtuosität Trifonovs durchaus beeindruckt, er kann ohne Frage Klavier spielen, aber "fühlen" kann er nix, sorry. Das war auf Spitzen-Niveau glanzvoll voll auf die Bretter gehauen, sonst nix. Und für die "Beigabe"-Stücke würde man wohl nicht mal in der Provinz ins Konzert des örtlichen Blasorchesters gehen. Mir kam es fast so vor, als wolle man es einfach nur hinter sich bringen. Damit hat man der Klassik keinen Gefallen getan. Es tut mir leid.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Auch ich habe das Konzert gesehen und fand es ebenfalls recht uninteressant und langweilig.
      Dieses Klavierkonzert kannte ich auch noch nicht und anfangs dachte ich noch: welch kraftvolle Muisk.
      Aber beruehrt hat mich keine einzige Sekunde des Klavierspieles, es kam mir sehr emotionslos gespielt vor. Noch dazu mit dem absolut unbewegten Gesichts- und Körperausdruck des Solisten. Die standing ovations im Anschluss waren mir auch unbegreiflich.
      Auch im restlichen Konzert hat mich nichts beruehrt oder mitgerissen.
      Viele Grüße - Allegro

      Musik ist, die in den Noten versteckten Töne frei werden zu lassen (nach Philmus)
    • Allegro schrieb:

      Aber beruehrt hat mich keine einzige Sekunde des Klavierspieles, es kam mir sehr emotionslos gespielt vor. Noch dazu mit dem absolut unbewegten Gesichts- und Körperausdruck des Solisten.
      Na,ja. Das wäre wohl für alle das geringste Übel gewesen, wenn die Interpretation ja ansprechend gewesen wäre. Doch wenn man sich langweilt, fällt einem sowas doppelt auf und setzt es gleich mit als Kriterium dazu.

      Doch wie Du schon geschrieben hast:


      Allegro schrieb:

      Auch ich habe das Konzert gesehen und fand es ebenfalls recht uninteressant und langweilig.
      Man könnte es bei IKEA in der Bettenabteilung als Dauerberieselung abspielen, vielleicht ist es dort ja noch zu was gut. Ich fand es absolut enttäuschend.


      Allegro schrieb:

      Die standing ovations im Anschluss waren mir auch unbegreiflich.
      Da siehst Du wieder mal, was man einem ahnungslosen, aber zahlungskräftigem Publikum inzwischen alles in Berlin vorlegen kannst. Es kann nur aufwärts gehen nach der "Ära Rattle". Und was hatte ich mich damals gefreut, dass ER nach Berlin kam. Dachte, da würde jemand jetzt ein spannendes Programm vorlegen und auch spieltechnisch umsetzen. Insgesamt war das aber in seiner Zeit viel zu wenig, was an wirklich guten Aufnahmen raus kam dabei.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich habe das Konzert am Donnerstag in Berlin live gehört und gestern Abend noch einmal im Fernsehen. Hingefahren bin ich natürlich wegen Trifonov, den ich bei Aufnahmen und Konzertmitschnitten bisher durchaus unterschiedlich wahrgenommen hatte: Den Mitschnitt aus der Carnegie Hall mit den Chopin-Preludes und der Liszt-Sonate fand ich sehr bemerkenswert, das Konzert mit der Liszt-Bach-Transkription, Beethovens op. 111 und den Liszt-Etüden teilweise problematisch (nachzulesen im Trifonov-Thread). Entsprechend gespannt war ich auf den Live-Eindruck: Trifonov spielte mit beeindruckender Perfektion, quasi ohne falsche Töne, mit sehr schönem und dynamisch breit gefächertem Klavierklang. Er verzichtete zum Glück auf alle Kaspereien à la Lang Lang, saß statt dessen einfach nur hochkonzentriert am Instrument und spielte dieses extrem schwere Konzert mit meisterlicher Souveränität. Sein interpretatorischer Ansatz ist dabei eher lyrisch, er findet viele Gelegenheiten zum Gesanglichen und Verträumten, die er mit großer Ruhe und Hingabe sowie berückend schönem Klang spielt. Dass er daneben durchaus in der Lage ist, die "Pranke" auszupacken, zeigte sich z.B. in der Durchführung und der Kadenz des ersten und am Ende des dritten Satzes. Das alles sind große Qualitäten, denen man doch bitte den Respekt nicht versagen sollte. Bemerkungen wie "könnte man bei IKEA in der Bettenabteilung als Dauerberieselung abspielen" finde ich daher - vorsichtig gesagt - völlig unangemessen und respektlos. Allerdings: Auch mich hat die Darstellung trotz aller ihrer Qualitäten nicht wirklich überzeugt. Trifonov neigt dazu, in seinem lyrischen "Verweilen" und seiner Hingabe an den "schönen Moment" die Entwicklung aus dem Auge zu verlieren. So war er z.B. bei vielen Stellen viel zu früh im untersten dynamischen Bereich, was zwar im Moment einen gewissen Effekt machte, aber dazu führte, dass er anschließend bis zum Ende der Phrase keine weiteren dynamischen oder klanglichen Gestaltungsmöglichkeiten mehr hatte. Ihm fehlte an solchen Stellen sozusagen der Überblick über die zurückzulegende "Strecke", die er deshalb nur bis zu einem gewissen Punkt gestaltete, dann aber einfach in dem erreichten Klang verblieb. Umgekehrt begann er Steigerungen zwar sehr weit unten (z.B. in der Kadenz des ersten Satzes), baute auch einige Zeit gut auf, ging dann aber am Ende nicht bis zur letzten Konsequenz, die z.B. auch mal eine gewisse "Raserei" hätten bedeuten können. Ich hatte da öfter den Eindruck, nach toller Vorbereitung um das Ziel betrogen worden zu sein. Hinzu kam, dass die Konzentration auf das eigene Spiel immer wieder dazu führte, dass Rattle und die Philharmoniker ihm nur mit größter Aufmerksamkeit und teilweise unter Verleugnung der eigenen Phrasen folgen konnten (was sowohl Orchester als auch Dirigent allerdings absolut meisterlich machten). So nahm er z.B. gleich zu Beginn (und dann auch bei den Parallelstellen) das Unisono-Thema spürbar langsamer, als das Orchester es vorgegeben hatte (was ich musikalisch einfach falsch finde) und zwang später vor allem die Bläser zu so mancher unnatürlicher agogischer Verrenkung. Die lyrischen Passagen waren viel zu oft richtungs- und ziellos, dabei klanglich trotz aller Schönheit doch zu ähnlich (meist mit dem Standardmittel von sehr starker Hervorhebung des Diskants und schwachen Bässen), und bei den dramatischen Stellen vermisste ich gelegentlich die letzte Konsequenz bzw. eine gewisse Risikobereitschaft. Und auch die paar leicht bewegten, scherzando-ähmlichen Stellen (z.B. im Mittelteil des zweiten Satzes) fand ich zu brav, nicht prägnant genug artikuliert und ohne Spielwitz.
      Bei der Fernsehübertragung gestern fand ich alle diese Eindrücke bestätigt und verstärkt: Stellenweise wirkte Trifonov auf mich wie unter Valium. Er ist ohne Zweifel ein großer Könner, und Orchester und Dirigent haben ihn meines Erachtens absolut meisterlich begleitet, aber wenn ich diese Darstellung zum Beispiel mit der extrem aufregenden (und ebenso perfekten) von Lukas Vondracek beim Brüssler Wettbewerb vergleiche, ist für mich klar, wer hier die Nase vorn hat. Die Verbreiterungen am Ende des letzten Satzes fand ich gestern vollkommen übertrieben, ja ehrlich gesagt geschmacklos und abstoßend (am Donnerstag war das etwas "normaler").

      Den Rest des Programms fand ich unterhaltsam (wie ich es von einem Silvesterprogramm auch erwarte) und durchaus überraschend. Mir war jedenfalls sowohl die Ouvertüre von Kabalewsky als auch die Suite von Walton neu, und beides war großartig präzise, schwungvoll und witzig gespielt. Die Slawischen Tänze (die ich bisher immer in der Originalfassung für Klavier zu vier Händen besser fand, weil sie da virtuoser und rhythmisch prägnanter möglich sind) waren ebenso wie die Zugaben voller Spielfreude, mit tollem Klang und wunderbarer orchestraler Virtuosität. Ich verstehe nicht, was man daran rummeckern kann.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      Entsprechend gespannt war ich auf den Live-Eindruck: Trifonov spielte mit beeindruckender Perfektion, quasi ohne falsche Töne, mit sehr schönem und dynamisch breit gefächertem Klavierklang
      Ähm, kann ich das nicht erwarten von so einem in den Himmel gelobten Musiker?


      ChKöhn schrieb:

      Bemerkungen wie "könnte man bei IKEA in der Bettenabteilung als Dauerberieselung abspielen" finde ich daher - vorsichtig gesagt - völlig unangemessen und respektlos. Allerdings: Auch mich hat die Darstellung trotz aller ihrer Qualitäten nicht wirklich überzeugt.
      Nein, das ist es nicht. Es ist das, was ICH wahrgenommen habe, und genau das habe ich weitergeben. Das hat absolut nichts mit Respektlosigkeit zu tun, sondern einfach nur mit der in mir aufkommenden Langeweile dieser Sichtweise. Offenbar liegen wir da am Ende aber nicht weit auseinander, denn auch Du wurdest offenbar zwei Mal mit der gleichen Interpretationsansicht am Ende nicht überzeugt davon.


      ChKöhn schrieb:

      Er verzichtete zum Glück auf alle Kaspereien à la Lang Lang, saß statt dessen einfach nur hochkonzentriert am Instrument und spielte dieses extrem schwere Konzert mit meisterlicher Souveränität
      Das ist absolut richtig, und ich habe das nicht in Frage gestellt, was seine Konzentration angeht.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Maurice schrieb:

      ChKöhn schrieb:

      Entsprechend gespannt war ich auf den Live-Eindruck: Trifonov spielte mit beeindruckender Perfektion, quasi ohne falsche Töne, mit sehr schönem und dynamisch breit gefächertem Klavierklang
      Ähm, kann ich das nicht erwarten von so einem in den Himmel gelobten Musiker?

      Das ist offenbar die heutige Zeit. Von Richter gibt es phantastische Aufnahmen, die keine Fehler ausblenden. Heute ist es das Mindeste, völlig perfekt zu spielen, sonst dürfte das nicht ins Fernsehen, außer um sich darüber zu belustigen.
      Ich bewundere das unendlich, dass jemand vor einem Millionenpublikum eine perfekte künstlerische Leistung abrufen kann auf diesem Niveau und mit dieser Souveränität, sich so in die Musik vertiefen zu können und dabei eine Ruhe auszustrahlen, die meinetwegen als Langeweile rüberkommt, aber was ist das Äußerliche gegen die Musik die zu hören ist. Über Details kann man streiten. Ich bin wohl weiter einer der wenigen, dem Martha Argerichs Aufnahme mit Chailly besonders gut gefällt, wegen ihrer spontanen Spannung. Aber gestern mit diesem klangsatt aufspielenden Orchester und einem sich total vertiefenden Pianisten wieder einmal zu hören, was für eine subtile Partitur das ist bei diesem Konzert war schon auch sehr spannend (finde ich). Und was die restlichen Werke betrifft stimmt ich Christian vollinhaltlich zu.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Das ist offenbar die heutige Zeit. Von Richter gibt es phantastische Aufnahmen, die keine Fehler ausblenden. Heute ist es das Mindeste, völlig perfekt zu spielen, sonst dürfte das nicht ins Fernsehen, außer um sich darüber zu belustigen.
      Nein, das siehst Du aus meiner Sicht falsch. Ich weiß sehr wohl, was es bedeutet, live zu spielen. Dabei ist es am Ende völlig egal, ob da 10 oder mehr Leute sitzen und zuhören. Doch je höher die Liga und die Lobes-Huldigungen, um so höher ist der Anspruch, und das zu Recht. Es spielt ja nicht der Klavierlehrer der örtlichen Musikschule von Hintertupfing, sondern einer der weltbesten Pianisten überhaupt, begleitet (oder musikalisch unterstützt) von einem der besten Orchester der Welt mit einem der angesehensten Dirigenten der Welt.

      Da denke ich schon, dass man gewisse Dinge als "selbstverständlich" voraussetzen kann. Wem dem Druck nicht gewachsen ist, kann ich leider nicht helfen. Das war vor 100 Jahren nicht anders, nur gabs da noch kein TV, was weltweit übertragen konnte. Auch gab es keine Tonträger, durch die man gut vergleichen konnte. So sieht es aus, und nicht anders.

      Ich bewundere Tifonov dafür, und sollte das nicht angekommen sein, dann sei es hier ausdrücklich betont und von mir auch so geschrieben. Deshalb muss ich aber seiner sicher mehr lyrischen Interpretation aber nicht unbedingt etwas abgewinnen können. Wem das nicht gefällt, was und wie ich schreibe, kann es sich gerne ersparen zu lesen.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Welche Freude, Christian Köhn hier wieder zu lesen!
      Welcome back, lieber Christian, danke für Deinen detaillierten Beitrag!
      Ja, Vondracek im Finale des Concours Reine Elisabeth - eine Sternstunde ...


      Maurice schrieb:

      aber "fühlen" kann er (Trifonov) nix, sorry. Das war auf Spitzen-Niveau glanzvoll voll auf die Bretter gehauen, sonst nix.

      Sorry, lieber Maurice,
      das nun sehe ich persönlich vollkommen anders.
      Darf ich doch ... ;)
      Ich hörte viel Lyrisches und mich hat diese (eine unter vielen) Interpretation(en) durchaus angesprochen.

      ChKöhn schrieb:

      Die Verbreiterungen am Ende des letzten Satzes fand ich gestern vollkommen übertrieben, ja ehrlich gesagt geschmacklos und abstoßend

      Das empfand ich persönlich deutlich anders -
      nach dem grimmigen Aufbäumen (ab 54:30) als einen schmerzlichen Gefühlsausbruch (ab 55:30) "in modo russo" mit einer Art finalen Sehnsucht nach einer "besseren Welt" ...
      (=> ardmediathek.de/tv/Shows-im-Er…73654&documentId=39743210)
      Meine ganz persönliche Empfindung - nach dem, was in Berlin am 19. Dezember passiert war ...

      Rach3 im Zentrum dieses (!) Sylvesterkonzerts 2016 zu sehen, war für mich genau richtig ...

      AlexanderK schrieb:

      Aber gestern mit diesem klangsatt aufspielenden Orchester und einem sich total vertiefenden Pianisten wieder einmal zu hören, was für eine subtile Partitur das ist bei diesem Konzert war schon auch sehr spannend (finde ich).

      Dito.
      Trifonovs absolute Konzentration und Hingabe bar jeder Mätzchen ist für mich Ästhetik und Eleganz auf höchstem Niveau -
      Ergonomie, die pianistische Höchstleistungen erst möglich macht!
      Berezovsky z.B. - auch er Tchaikovsky-Prize-Winner - ist ebenfalls so einer, wie überhaupt etliche in der Klasse "high end" diesen "Style" pflegen ...

      But some like to listen with their eyes ... no problem, auch dieses Bedürfnis wird bedient, es gibt dafür genügend PianistINNen ...
      Liebe Grüße,
      Berenice

      Colors are like music using a short cut to our senses to awake our emotions.
    • Lieber Maurice, ich respektiere Deine Meinungen immer, und wenn man mal anderer Meinung ist geht die Welt nicht unter, dann ist es doch schön, wenn zwei Meinungen da stehen. :)
      Ich kenne es auch (wenn auch aus anderen musikalischen Bereichen) auf Bühnen zu stehen und das Beste zu geben. Egal vor wie vielen Leuten.
      Und ich erlaube mir dabei zu bleiben: Sich einen Rang erarbeitet zu haben der auf künstlerisch extrem hohem Anspruch beruht und diesem gerecht zu werden zumal "auf Knopfdruck vor einem Millionenpublikum" halte ich keineswegs für selbstverständlich, viele sind daran auch zerbrochen, dem auf Dauer nicht gerecht werden zu können oder auch zu wollen. Unser Medienzeitalter (und bei uns Musikfreunden die Sammlungen und unsere Lieblingsaufnahmen) macht alles sofort überprüfbar und immer mit dem Allerbesten messbar, das wir als solches erkannt zu haben glauben oder wissen.
      Ich konnte ohne damit Deine Meinung in irgendeiner Weise desavouieren zu wollen diese Interpretation als musikalisch, dem Werk in seinen Vernetzungen zwischen Pianist und Orchester in dieser lyrischer angelegten Interpretation mit großem inneren Gewinn folgen und habe dies musikalisch als sehr bereichernd empfunden.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ich konnte nur kurz in das Konzert hineinhören (nicht bei Trifonov) und habe mich bald wieder ausgeklinkt. Ich fand es auf hohem technischen Niveau, keine Frage, aber ich spürte keinen richtigen Funken. Das ist natürlich ein Stummel-Eindruck und nur als solcher zu bewerten. Auf Grund der obigen Äußerungen scheine ich aber nicht wirklich etwas Besonderes versäumt zu haben.
      ______________________

      Homo sum, ergo inscius.
    • Ich sah/hörte das Konzert gestern auch und hatte es gleichzeitig aufgenommen aber die Aufnahme nach ca. der Hälfte des Konzerts abgebrochen. Gespannt war ich auf Trifonov, von dem ich zwar schon einiges gelesen aber noch keine Aufnahme von ihm habe, wie er das "Konzert für Elefanten" bewältigt. In pianistischer Hinsicht war das, soweit ich das überhaupt beurteilen kann, sicherlich auf höchstem Niveau aber mich haben speziell die für mich die zu wenig differenzierte Orchesterbegleitung und die recht zähen Tempi gestört. Bei Rattle hatte ich immer den Eindruck, dass er auf die Bremse tritt und im philharmonischen Wohlklang badet. Gefühlt war diese Rach3-Interpretation für mich eine der langsamsten, die ich kenne, wobei langsame Tempi grundsätzlich nicht schlecht sind, wenn die Spannung dabei gehalten wird aber das war gestern Abend für mich nicht der Fall.

      Für mich eine Interpretation von Rach3, die auf Hochglanz gestylt war aber mich nicht erreichte.

      Das restliche Konzert-Programm war ganz okay wobei ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn anstatt der Auswahl aus den slawischen Tänze von Dvorak (gegen die ich nichts habe), die komplette Komödianten-Suite von Kabalewsky gespielt worden wäre.
      "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)
    • Silvesterkonzert der Berliner PH 31.12.2016

      Lionel schrieb:

      Ich sah/hörte das Konzert gestern auch und hatte es gleichzeitig aufgenommen aber die Aufnahme nach ca. der Hälfte des Konzerts abgebrochen.
      Dito -
      ich schaute zuerst mal in meinen CD-Schrank und stellte fest, dass ich die Kabalesky-Colas Breugnon Ouvertüre auf CD habe und dass ich dass Rach3-Konzert mir dann doch nicht in dieser lyrischen und orchestral sehr geglätteten Interpretation mehr anhören würde ... also wozu dann FP-Speicherplatz opfern ?

      Trotzdem möchte ich nicht verkennen, mit welcher beeindruckenden Perfektion Trifonov das Konzert gestaltete ... nur für mich persönlich eben zu schön.
      Nach dem Abschluss des Konzertes mit tosendem langen Applaus wurde dem Zuseher/Hörer der Eindruck offenbart (auch durch die Sprecherin), als wenn es eine Jahrhundertaufführung gewesen wäre und selten so perfekt dargeboten werden kann. Auch Rattle war äusserst zufrieden über die Aufführung.

      Für die, die das Klavierkonzert Nr.3 nicht kennen, mag es sehr eindrucksvoll rüber gekommen sein - auch die dargebotene romantische Sichtweise dürfte einige Anhänger finden:
      So berichtete meine Mutter heute, dass sie äusserts begeistert von dem Konzert war und selten so einen fabelhaften Pianisten gehört hatte --- schön das freut mich und so hat Trifonov sein Ziel erreicht und millionen Zuhörer erreicht.
      *** Nur uns Capriccio-Banausen, die wie ich bei den Rachmaninoff - Konzerten auf Earl Wild stehen, erreicht uns so eine Int dann doch nicht ...

      Als ich hörte Walton-Facade, wollte ich schon abschalten, weil ich dachte, es sein die Version mit Sprecher. Zum Glück die Facade-Suite, die man ja in der rein orchestralen Form gut ertragen konnte.
      Danach die zwei Dvorak-Slawischen Tänze ... war gut und fetzig gespielt,
      aber mehr Einfallsreichtum für das Erstellen des Programmes eines Silvesterkonzertes hätte ich mir schon gewünscht.
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Maurice schrieb:

      Es ist das, was ICH wahrgenommen habe, und genau das habe ich weitergeben. Das hat absolut nichts mit Respektlosigkeit zu tun, sondern einfach nur mit der in mir aufkommenden Langeweile dieser Sichtweise.
      Naja, Du hattest das überwiegend begeisterte Publikum für "ahnungslos" erklärt. Das würde ich so nicht bestätigen, denn es gab wie gesagt durchaus Gründe zur Begeisterung. Es ist ein mittlerweile schon altes Problem: Je mehr Instrumentalisten die beinahe absolute Perfektion erreichen, desto geringer wird die dazu gehörende Fähigkeit geschätzt. Das ist zwar verständlich aber doch ungerecht, denn der einzelne muss nach wie vor ein unfassbares Maß an Arbeit, Disziplin, Ehrgeiz und Konsequenz aufbringen, um diese instrumentale Perfektion zu erreichen. Nur leider: Darin liegt auch eine künstlerische Gefahr, nämlich die einer Über-Kontrolle, einer artifiziellen, künstlichen statt kunstvollen Darstellung. Ohne das Erlebnis des Scheiterns ist meines Erachtens die letzte künstlerische Wahrheit aber nicht zu bekommen, und wann, wenn nicht im Alter von 25 Jahren sollte ein Pianist mal seine Grenzen austesten? Dazu gehörte aber auch, sie mal zu überschreiten. Die Risiko-Vermeidung als höchste künstlerische Tugend führt - nicht nur bei Trifonov - zu einer freiwilligen Begrenzung der künstlerischen Aussage.

      Maurice schrieb:

      Offenbar liegen wir da am Ende aber nicht weit auseinander, denn auch Du wurdest offenbar zwei Mal mit der gleichen Interpretationsansicht am Ende nicht überzeugt davon.
      Letzten Endes nicht, das stimmt. Einen eher lyrischen Zugang zu diesem Stück finde ich dabei erst einmal durchaus plausibel, eine meine Lieblingsaufnahmen ist nach wie vor die mit Jorge Bolet und Ivan Fischer. Allerdings verliert Bolet trotz aller lyrischen Freiheit niemals den Überblick über die Entwicklung sondern hat das große Ganze immer im Blick. Dieses Konzert ist meines Erachtens am besten, wenn es in einem Gleichgewicht zwischen emotionaler Ekstase und kühler Kontrolle gespielt wird. Darin - und nicht allein in den enormen technischen Anforderungen - liegt auch seine besondere Schwierigkeit.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      Es ist ein mittlerweile schon altes Problem: Je mehr Instrumentalisten die beinahe absolute Perfektion erreichen, desto geringer wird die dazu gehörende Fähigkeit geschätzt. Das ist zwar verständlich aber doch ungerecht, denn der einzelne muss nach wie vor ein unfassbares Maß an Arbeit, Disziplin, Ehrgeiz und Konsequenz aufbringen, um diese instrumentale Perfektion zu erreichen
      Stimmt. Da hast Du absolut recht. Ich wollte ja auch nichts in Abrede stellen, was diese Dinge angeht, um Himmels Willen.


      ChKöhn schrieb:

      Nur leider: Darin liegt auch eine künstlerische Gefahr, nämlich die einer Über-Kontrolle, einer artifiziellen, künstlichen statt kunstvollen Darstellung. Ohne das Erlebnis des Scheiterns ist meines Erachtens die letzte künstlerische Wahrheit aber nicht zu bekommen, und wann, wenn nicht im Alter von 25 Jahren sollte ein Pianist mal seine Grenzen austesten? Dazu gehörte aber auch, sie mal zu überschreiten
      Wenn man es so sieht, liegst Du sicher nicht falsch. Es ist auch nicht einfach, in einer von Medien überschwappenden Zeit noch eine Nische zu finden, die eine Mehrheit findet, ohne nicht gleich wieder uninteressant zu werden.

      Ich habe so Radu Lupu in Frankfurt mit zwei Beethoven-Klavierkonzerten gehört. Das war so viel feinnerviger als das, was man sonst so oft geboten bekommt, ich fand es klasse. Und ich hatte ihn zuvor nie live gesehen oder seine CDs gehört. Der Name war mit natürlich ein Begriff, mehr aber auch nicht.


      ChKöhn schrieb:

      Dieses Konzert ist meines Erachtens am besten, wenn es in einem Gleichgewicht zwischen emotionaler Ekstase und kühler Kontrolle gespielt wird. Darin - und nicht allein in den enormen technischen Anforderungen - liegt auch seine besondere Schwierigkeit.
      Das kannst Du um Längen besser als ich beurteilen, daher dürftest Du damit durchaus richtig liegen. Ich fand es halt langweilig, daher auch das mit IKEA und der Hintergrundmusik. Ich wollte damit keinesfalls die rein spielerisch-technische Leistung schmälern, einfach nur mitteilen, dass es mich nicht vom Stuhl gehauen hat. Das soll jetzt aber auch nicht so klingen, als ob es runtergehauen werden soll mit aller Gewalt. Es bewegte sich im Herzen einfach nichts bei mir, wenn ich das mal so "triefend" schreiben darf.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Ich war überrascht über das langsame Tempo, das Rattle angeschlagen hatte, fand es aber nicht zäh, wenn man sich darauf einlässt. So konnten viele schöne Details herausgearbeitet werden, über die Argerich und Co sonst hinwegrasen. Der gemächliche Klangluxus hat mir durchaus Freude bereitet.
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • Maurice schrieb:

      Ich fand es halt langweilig, daher auch das mit IKEA und der Hintergrundmusik. Ich wollte damit keinesfalls die rein spielerisch-technische Leistung schmälern, einfach nur mitteilen, dass es mich nicht vom Stuhl gehauen hat. Das soll jetzt aber auch nicht so klingen, als ob es runtergehauen werden soll mit aller Gewalt. Es bewegte sich im Herzen einfach nichts bei mir, wenn ich das mal so "triefend" schreiben darf.
      Wie gesagt: Letzten Endes stimmen wir ja in der Bewertung durchaus überein. :cincinbier:

      ThomasBernhard schrieb:

      Ich war überrascht über das langsame Tempo, das Rattle angeschlagen hatte, fand es aber nicht zäh, wenn man sich darauf einlässt.
      Hör doch noch mal rein: Rattle bzw. das Orchester haben ein etwas zügigeres Tempo angeschlagen, wurden aber von Trifonov sofort mit dem ersten Einsatz leicht ausgebremst. Aber auch wenn ich das musikalisch falsch finde, hat mich das Tempo an sich nicht gestört sondern die Richtungslosigkeit vieler Stellen und die vor allem bei lyrischen Passagen zu einheitliche Klanggebung.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Ich verstehe irgendwie nicht, warum es zwischen Strauß und der totalen Ernsthaftigkeit so gar nichts gibt zu Silvester. Ein übliches Konzert am letzten Abend des Jahres, das habe ich schon bei HvK nicht verstanden.
      Kabalewskij ist mein Ding nicht, Rachmaninow auch nicht, jedenfalls nicht in diesem jahreszeitlichen Kontext.
      So habe ich dann abgeschaltet. Bin aber ohnehin derzeit nicht auf dem höchsten Level, was die Gesundheit angeht (Konzentration) ...
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Interessante Meinungen hier...dann gehöre ich wohl doch zum allgemein "ahnungslosen" Publikum, denn ich fand es ebenfalls einfach nur fantastisch :whistling:
      Von der filmischen Breite der Philharmoniker (welche zu Rach. nunmal passt, warum sollte man ihn artifiziell schlank spielen??) bis natürlich zum Spiel von Trifonov. Letzterer hat eindeutig das Tempo der Interpretation bestimmt, Rattle hat den Blickkontakt ja quasi nie abgebrochen.
      Ich fand es sogar besser als die legendäre Horowitz/Metha Aufführung, von welcher ich noch einen Video-Mitschnitt hab. Dieses Umschalten von unheimlicher Kraft zu magisch perlenden Läufen im pianissimo ist doch wirklich fantastisch.

      Man sollte sich hier auch noch mal Rachmaninoffs eigene Interpretationen anhören: Ohne Kitsch, sehr klar, große Kraft und Dynamik...Tifonov hat sich eindeutig daran orientiert.

      Gutes Neues Jahr :schnaps1:
      „Jeder Mensch hat einen Instinkt dafür, ob etwas echt ist oder vorgetäuscht. Aber ich glaube, Musiker sind durch ihr Training besonders empfindlich in dieser Hinsicht. Das macht sie nicht zu besseren Menschen, aber sie registrieren mehr.“ - Herbert Blomstedt
    • Tichy1988 schrieb:

      Interessante Meinungen hier...dann gehöre ich wohl doch zum allgemein "ahnungslosen" Publikum, denn ich fand es ebenfalls einfach nur fantastisch :whistling:
      Ich auch. Zwar war ich, wie andere hier, ebenfalls nicht besonders glücklich über ausgerechnet Rach 3 als Hauptwerk dieses Silvesterkonzerts: Wieviel interessanter wäre es gewesen, hätte man Daniil Trifonov eingeladen, um sein eigenes Klavierkonzert vor einem Millionenpublikum weltweit im TV vorzustellen! Statt dessen mal wieder das Ewiggleiche...

      Trifonovs Spiel entschädigte aber voll und ganz. In der Bandbreite des Interpretationsspektrums von Rach 3 zwischen zupackend-virtuos (z.B. Gilels) und dem lyrisch-zurückhaltenden, fast schon versponnenem Ansatz eines Van Cliburn war Trifonov ganz klar auf der Cliburn-Seite. So zart, so poetisch bei extrem gedehnten Tempi hat man den Klavierpart selten gehört. Dabei hätte Trifonov alle pianistischen Möglichkeiten dieser Welt, mit seiner schier grenzenlosen Virtuosität gnadenlos vor einem Millionenpublikum abzuräumen, indem er bei hohem Tempo dieses sauschwierige Werk zum Staunen aller herunterdonnert. Genau das interessiert ihn, obwohl erst 25 Jahre alt, aber nicht. Was ihn mir noch sympathischer als ohnehin schon macht.

      Das Fehlen jeglichen Grimassierens à la Lang Lang bzw. das Fehlen irgendeines Herumgehampels mit Armen und Oberkörper à la Glenn Gould, welches von Allegro offenbar vermisst wurde,

      Allegro schrieb:

      Noch dazu mit dem absolut unbewegten Gesichts- und Körperausdruck des Solisten.
      war mir ebenfalls überaus sympathisch. Das war bei Trifonov nicht immer so (bei seinem TV-Mitschnitt der 12 Études d'exécution transcendantes von Liszt aus dem Maurice Ravel-Auditorium in Lyon aus dem Jahr 2014 saß er keineswegs so stoisch da).
      Information ist nicht Wissen, Wissen ist nicht Weisheit, Weisheit ist nicht Wahrheit, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste.
      (Frank Zappa)