Physiotherapie für ausübende Musiker

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    • Physiotherapie für ausübende Musiker

      Liebe musizierende Capricci,

      es scheint mir, als gäbe es noch keinen thread zu diesem Thema, daher eröffne ich mal einen. (Falls doch: bitte zusammenführen.)

      Aus gesundheitlichen Gründen bin ich derzeit in physiotherapeutischer Behandlung. (Wegen einer Gehirnblutung hatte ich einen gestörten Gleichgewichtssinn und muss nun Bewegungen in ihrem Ablauf wieder lernen. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie viele Bewegungsabläufe wir unbewusst machen und falsch machen: Aufstehen/Hinlegen etwa, oder sich bücken ...
      Bei einer Nervenmobilisation hat die Therapeutin festgelstellt (und ich gespürt), dass mein linker Arm-Schulter-Bereich ziemlich blockiert ist. Nur links. Woher das kommt, sagte sie mir auch: wenn man über eine längere Zeit etwas festhält, ohne dabei einen Halt zu haben. Ganz klar für mich: das Gitarrespiel (habe Gitarre studiert und auch lange eine 10-saitige gespielt).

      Ich glaube inzwischen, dass jeder ausübende Musiker, und dabei ist es egal, ob Amateur oder Berufsmusiker, eine physiotherapeutische Untersuchung machen sollte, um rechtzeitig Verspannungen gegenzusteuern, die auch weitere Folgen (bei mir eben: Gehirnblutung durch gymnastische Übung, jedenfalls glaube ich das - die Medizin weiß es leider nicht :D ) nach sich ziehen kann.

      Wie seht ihr das? eine Diskussion darüber wäre sicher anregend.

      beste Grüße,
      elo
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Also haben die Instrumentalisten hier kein Interesse daran, ihren Körper in bezug auf Verspannungen und deren Auflösung bzw. Vermeidung sowie Bewegungsabläufe zu überprüfen? das finde ich schon erstaunlich ....
      Verspannungen über einen langen Zeitraum können übrigens auch andere Erkrankungen auslösen. Das Gehör ist da so ein Beispiel.
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • eloisasti schrieb:

      Also haben die Instrumentalisten hier kein Interesse daran, ihren Körper in bezug auf Verspannungen und deren Auflösung bzw. Vermeidung sowie Bewegungsabläufe zu überprüfen?
      Woraus schließt Du das? aus mangelnder Reaktion im unkörperlichsten aller Medien, und das nach 24 Stunden?
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • eloisasti schrieb:

      Ich glaube inzwischen, dass jeder ausübende Musiker, und dabei ist es egal, ob Amateur oder Berufsmusiker, eine physiotherapeutische Untersuchung machen sollte, um rechtzeitig Verspannungen gegenzusteuern

      Hallo, ich mache mal nen Anfang. (Nee, doch nicht :D ) Für mich kommt die Beantwortung deiner Frage darauf an, was du unter "ausübender Musiker" verstehst. Berufsmusiker tun sicher gut daran, auf ihre Gesundheit zu achten; nicht umsonst gibt es Musikermedizin.
      Aber Amateure im Sinne von Laien, die in ihrer Freizeit Musik machen, haben das m.E. nicht unbedingt nötig. Da reicht ein guter Lehrer (den braucht's dann eben auch), der auf die Haltung achtet und auch eine gewisse Sensibilität beibringt. Es hängt von der Zeit ab, die man mit seinem Instrument verbringt. Ich gehe mal davon aus, dass du in deinem Studium mehr Gitarre gespielt hast, als die meisten Laiengitarristen in mehreren Jahrzehnten. Ich habe jetzt z.B. keine Angst vor Verspannungen, eher halte ich meinen Schreibtischarbeitsplatz für haltungsschädigend als die ein bis zwei Stunden, die ich täglich musiziere.
    • Was speziell die Gitarre angeht, ist eine bequeme Haltung extrem wichtig - gerade Anfänger wollen ja erstmal überhaupt nicht einsehen, was der ganze Zinnober mit dem erhöhten linken Bein auf der Fußbank soll.
      Meiner langjährigen Erfahrung mit viele Stunden währender Straßen- oder Marktmusik nach geht das schon auf entspannte Weise, wobei ich als Abwechslung auch eine der indischen Sitarhaltung ähnliche Haltung gefunden habe, die vor Allem funktioniert, wenn man am Boden sitzt - Elemente daraus lassen sich aber auch auf einem Stuhl mit Lehne und Fußbank nutzen. Von körperlicher Unentspanntheit habe ich nicht viel gemerkt, und würde dann auch versuchen, an der Haltung etwas zu ändern.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • ich war neulich in einem hochschulkonzert und fast alle studenten einer cembaloprofessorin saßen fast schon buckelig, jedenfalls alles andere als mit gerader wirbelsäule, an ihrem instrument. hat mich sehr gewundert, dass die professorin dieses buckelige sitzen denen nicht ausgetrieben hat. oder ist das gerade in?
      Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad, hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen.
    • eloisasti schrieb:

      Also haben die Instrumentalisten hier kein Interesse daran, ihren Körper in bezug auf Verspannungen und deren Auflösung bzw. Vermeidung sowie Bewegungsabläufe zu überprüfen? das finde ich schon erstaunlich ....
      Verspannungen über einen langen Zeitraum können übrigens auch andere Erkrankungen auslösen. Das Gehör ist da so ein Beispiel.
      Doch, ich habe ein Interesse daran.Ich befinde mich seit Monaten in verschiedenen Behandlungen und über das Gehör könnte ich auch schreiben.
      Und zwar ein ganzes Buch.
      Außerdem habe ich über die Jahre immer wieder über diese Themen geschrieben und bin jetzt einfach zu faul.
    • Ich wollte einfach vermeiden, dass der thread im Nirvana der Nach-24-Stunden verschwindet.

      @ Paula: Meiner Ansicht nach betrifft das Thema Verspannungen und Gegensteuern sehr wohl auch Hobby-Instrumentalisten, denn viele von ihnen spielen sicher aus Begeisterung länger als nur eine Viertelstunde pro Tag. Und wenn jemand dann Autodidakt ist und sich eine Haltung selbst beibringt (so war meine Gitarren-Haltung vor dem Studienbeginn - ich musste dann voll umlernen), hat er sich schnell, ohne dass ihm das vielleicht bewusst wird, einige Verspannungen eingehandelt. Und 2 Stunden pro Tag spielen, wie du: das ist schon eine ganze Menge, finde ich.

      @ philmus: Das mit der entspannten Haltung beim Gitarrespiel stimmt schon. Aber: Ich hatte einen wirklich guten Lehrer, der sehr darauf geachtet hat - und trotzdem kann auch er die Physik nicht umkehren: der linke Arm bewegt sich ohne Stütze, die Muskeln fangen das ab. Das habe ich bei der Physiotherapeutin neulich genau gespürt, das Ziehen im Oberarm, und das führt nach oben in die Schulter, in den Nacken. Da finde ich, ist wenigstens eine physiotherapeutische Untersuchung durchaus sinnvoll. Vielleicht gibt es Maßnahmen zum Gegensteuern, wenigstens aber solche zum richtigen Bewegen, um die Verspannungen nicht noch anzufeuern. Damals habe ich das nicht bemerkt, dass ich verspannt bin!
      Auch Cembalo muss man nicht mit Buckel spielen ...

      @ Michael,
      verständlich, dass du keine Lust mehr hast, zu schreiben. Deine Beiträge dazu habe ich leider nicht gelesen. Ich kann dir nur wünschen, dass du irgendwie aus deinem Dilemma rauskommst!

      Grüße, eloisasti
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Im Grunde befinde ich mich fast ohne Unterbrechung seit meinem 15.Lebensjahr in den verschiedensten Behandlungen.
      Krankengymnastik, manuelle Therapie, alles mögliche.
      Denn ich hatte immer mit Schmerzen zu kämpfen.
      Daher habe ich auch so ziemlich alle Haltungen am Instrument ausprobiert und meine Technik immer wieder geändert.

      Im Moment habe ich eine Blockade zwischen dem 5.und 6. Nackenwirbel, der nächste Termin , dann endlich beim Neurochirurg, ist aber erst im Februar.
      Das zieht sich alles extrem in die Länge, wobei das Hauptproblem darin besteht, nicht nur einen kompetenten Arzt zu finden, sondern eben auch Termine zu bekommen.

      Von der Schulmedizin abgesehen schwöre ich seit 8 Jahren auf die "Body Stress Release" - Methode, dafür muß ich allerdings nach Holland fahren, was für mich nicht so weit ist.
      Hier eine Beschreibung dieser Methode, welche wirklich Spannungen und Blockaden lindern und lösen kann:
      bsr-voneicken.com/de/die-body-stress-release-technik/

      youtube.com/watch?v=7ywrrQSBEtU
    • Ich werfe nur kurz ein, dass m.E. die beste Art und Weise, Fehlhaltungen und damit verbundene Schmerzen zu vermeiden eine vernünftige, sprich rechtzeitige und regelmässige Vorbeugung ist. Es gibt etliche sehr gute Methoden, die speziell auch für Musiker ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Ich nenne mal nur stellvertretend Feldenkrais oder Alexander-Technik. Auch diverse Formen von Yoga oder Qi Gong bzw Tai Chi haben hier gewiss ihre Meriten. Physiotherapie wird meist erst gemacht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt. Aber das ist ja leider ein typisches Merkmal des medizinischen Systems. In dieser Hinsicht können wir viel von der Grund-Haltung östlicher Medizinen lernen . Sowohl das indische Ayurveda als auch die Traditionelle Chinesische Medizin setzen sehr stark auf Vorbeugung und dazu gehört ganz entscheidend Bewegung und richtige Haltung.
      Ich wünsche allen Geplagten hier gute Besserung und für Jeden die richtige Methode. Für mich persönlich ist Bewegung mit Musik und regelmässige Massage die angenehmste Weise, gegen Fehlhaltungen und Rückenprobleme vorzubeugen. :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • FairyQueen schrieb:

      Ich werfe nur kurz ein, dass m.E. die beste Art und Weise, Fehlhaltungen und damit verbundene Schmerzen zu vermeiden eine vernünftige, sprich rechtzeitige und regelmässige Vorbeugung ist. Es gibt etliche sehr gute Methoden, die speziell auch für Musiker ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Ich nenne mal nur stellvertretend Feldenkrais oder Alexander-Technik.
      Ja, das stimmt.
      Eingeschränkt.
      Beide Methoden habe ich ausgiebig bereits in den 80er Jahren ausgeübt über Jahre.

      Es gab damals z.B. an der MHS Köln eine wirklich unglaublich tolle Lehrerin namens Renate Peter prof-renate-peter.de/wir-prof-peter.html ,
      bei der ich Jahrelang in Behandlung war.

      Ich fürchte, daß Prof. Peter mittlerweile verstorben ist, denn die Webseite listet für 2016 keine Kurse mehr auf und erst wieder ab 2017 neue.
      Sie muß sehr alt geworden sein , denn schon in den 80ern war sie kurz vor der Rente.
      Eine bemerkenswerte Frau, ich erinnere mich an Ihre Erzählungen, daß sie damals in die KZs hineinging und Opfern herausgeholfen hat.
      Sie hatte eine seltene Krankheit, denn Sie sah die Welt "Kopf" , also unten war oben und vice versa.

      Das hat Sie durch Training und Willenskraft in den Griff bekommen.

      Ich war jahrelang bei Ihr in Behandlung, habe gelernt, wie man richtig sitzt, wie man den Arm richtig hebt etc. pp.
      Da ging sehr vieles auch über Atemübungen, z.B. auf dem Schiffstau, von dem ich schon sprach.
      Und irgendwann mußte ich es vergessen, da ich nicht ständig über diese normalen Bewegungen nachdenken konnte im täglichem Zusammenspiel mit meinem Instrument.

      Und es hat ja auch lange geklappt, 30 Jahre lang, 2/3 meines Berufslebens.
      Aber nun holt mich die ganze Sache wieder ein und es geht mir schlechter als damals.

      Daher wäre ich grundsätzlich vorsichtig, zu behaupten, daß eine rechtzeitige und regelmässige Vorbeugung das A und O ist.
      Ich habe auch lange Yoga und andere Sachen gemacht, auch Gymnastik, aber das ist alles Pillepapp, denn man wird älter.

      Irgendwann erwischt es einen dann doch, oder die Vergangenheit holt einen wieder ein.

      FairyQueen schrieb:

      Für mich persönlich ist Bewegung mit Musik und regelmässige Massage die angenehmste Weise, gegen Fehlhaltungen und Rückenprobleme vorzubeugen
      Das ist ja schön, aber das hilft nicht, wenn es denn doch medizinisch erkennbare -durch ein MRT z.B. - Blockaden gibt.
      Ich bin ja für alles offen,aber ich denke, daß es im allerletzten Schritt auf eine OP hinauslaufen kann.

      Vorbeugen..........So gut wie alle Musiker versuchen vorzubeugen.
      Der/die eine mit Krafttraining, der/die andere mit Schwimmen, der/die andere mit Yoga, aber wir werden alle älter und Fehlhaltungen am Instrument sind so gut wie nicht zu vermeiden.
      Schon gar nicht im täglichen Dienst.
      Bandscheibenvorfälle, Hörstürze, Hämorrhoiden sind vorprogrammiert und laßen sich nur schwer verhindern.
      Wer anderes behauptet, hat entweder Glück gehabt oder wenig Ahnung.

      Meine Geheimwaffe jedenfalls ist und bleibt "Body Stress Release" , und sobald die Schulmedizin meinen Bandscheibenvorfall in der HWS ENDLICH mal- nach einem halben Jahr und zig Untersuchungen- in den Griff bekommt.............dann wird BSR auch wieder voll zupacken können.

      Es ist darüberhinaus ein absolutes Ärgerniss mit der Schulmedizin
      Seit August bin ich krankgeschrieben, aber man hätte zeitnah das offene MRT beantragen können schon im September, ich hätte mir ein unverschämtes Arschloch von Orthopäden ersparen können,der mich nur beschimpft hat und anschließend in Urlaub gefahren ist.
      Denn dieses Arschloch hat mir sogar einen weiteren Termin nach dem mißglücktem erstem geschlossenem MRT verwert.

      Danach hätte man bereits mindestens im Dezember eine Überweisung zum Neurochirurg machen können nach dem dann gelungenem offenen MRT.
      Aber nein, ein Blutbild mußte auch noch her her, und dieser Orthopäde-ein anderer- ist dann auch erst mal in Urlaub gefahren.

      Diese ganzen Ärzte spielen mit meiner Zeit und kümmern sich einen Dreck darum.
      Manchmal denke ich, daß die gar nichts oder nur das notwendigste machen und nur die Knete von der Krankenkasse abgreifen.
      Und oft denke ich, daß die keine Ahnung haben.

      Nächster Termin, mein erster beim Neurochirurg, ist im Februar.
      Ich hoffe das beste nach wie vor.
      Trotzdem:

      Ich fühle mich hilflos, da hilft mir auch mein recht großes Wissen um Haltungsschäden nicht weiter, denn eine Blockade-ein Bandscheibenvorfall- muß erst mal irgendwie
      gelöst werden, bevor all die anderen Methoden wieder greifen können.

      Das weiß meine Therapeutin vom BSR auch, aber Sie macht trotzdem unglaublich tolle Sachen und lindert meine Schmerzen.
      Wenn man mal in einer solchen Spirale gefangen ist, dann ist es leider ein langer und dornenreicher Weg heraus.
      Aber ich kenne das nur zu gut, denn es ist nicht das erste mal.

      Irgendwann wird es wieder gehen, hoffe ich.
    • FairyQueen schrieb:

      Für mich persönlich ist Bewegung mit Musik und regelmässige Massage die angenehmste Weise, gegen Fehlhaltungen und Rückenprobleme vorzubeugen.
      Das ist schön, das hört sich angenehm an und das sei Dir gegönnt.
      Aber bei schwerwiegenden Problemen nützt das leider genauso wenig wie über seinen Namen zu tanzen.
      Sorry.


      Mich macht es jedenfalls absolut kirre, wochenlang auf Termine bei diesen Halbgöttern in Weiß warten zu müssen, um dann in etwa 5 Minuten abgespeist zu werden.
      Meine Existenz hängt daran, aber diese Burschen machen nur Ihren nötigsten Job.
      Und zwar so, daß man sich danach noch bedankt, überflüssigerweise.
      Man könnte es sich sparen, denn man braucht nur den einen Doc, der wirklich kompetent ist.
      Aber DEN erst mal finden, bis dahin ist man im Krankengeld und LANGE krankgeschrieben.
      Nur durch Warterei.
    • Ich bin kein Musiker

      sondern Schreibtischarbeiter und prompt erwischten mich vor ca. 4 Jahren unendliche Rückenprobleme, die ich auch mit Krafttraining nicht mehr fort bekam.
      Ursachen: Übergewicht, schlechte Haltung beim Sitzen, etc, die üblichen Ursachen.
      Nur der Kram ging nicht weg, trotz Fitnessübungen, trotz zusätzlicher Krankengymnastik, Fango und Massage, trotz Kinesotapes und was weiß ich nicht ....,sondern wurde immer schlimmer. Seit MItte 2013 bis Ende 2014 habe ich pro Tag 1 Diclo geschluckt zusammen mit nem Magenschoner.

      Irgendwann konnte ich nicht mehr richtig laufen, irgendwann konnte ich nicht mehr auf das Fahrrad steigen, irgendwann zog ich mich am Treppengeländer nach oben, irgendwann machte ein Freund in der Kieler Uniklinik einen Termin,- er konnte aufgrund seiner Beziehungen die Sache erheblich beschleunigen-. Die Diagnose war klar. Zyste im Rückenmarkskanal plus ein paar Bandscheibenschäden und schon fortschreitende Lähmungen in den Zehen und Füßen.
      Alles wurde von Prof. Mehdorn (der Cousin! nicht der Ex-Bahnchef) behoben und ich kann seit dem wieder fast beschwerdefrei leben. Allerdings sind Teile der Füße immer noch gelähmt, daher ist es mit dem Laufen längerer Strecken ein Problem.
      Doch habe ich keine einzige Schmerztablette mehr benötigt.
      Allerdings gibt es die Angst vor dem Rückfall, denn ich habe immer noch Übergewicht, wenn auch muskulär gut abgefedert (Eisenbiegen!!) ich sitze immer noch zu viel am Schreibtisch und jedes kleinste Rückenzwicken löst bei mir sofort einen Alarm aus.

      Aber, und nun Ende der Vorrede: Ich habe den Galileo Vibrationstrainer für mich entdeckt. 1-mal pro Woche 10 Minuten zum üblichen Training als Ergänzung und manche beginnende Zwickerei ist wie weg geblasen.
      Ich habe im Fitnesstudio einige, die das Gerät benutzen, vorher nach Ihren Gründen gefragt. Skeptisch zu sein, ist meine zweite Wesensart.
      Alle sagten unisono aus, dass es nicht besseres gäbe, Muskelpartien wieder beweglich zu machen und Schmerzen zu beseitigen. Ob mit Liegestützen auf dem vibrierenden Gerät die Schulter lockern oder ich mit Kniebeugen, die Beine und den Rücken. Es hilft wirklich. Man sollte aber schon ein paar Muskeln haben, denn sonst klappert man wie ein Gerippe.
      Die Frau meines Chefs hatte vor Jahren einen sehr schweren Schlaganfall mit Ausfall des Sprachzentrums und Teilen der Beweglichkeit.
      Das Galileo Gerät half ihr in der ersten Rekonvaleszenz die Muskeln zu erhalten, so dass sie heute sich wieder fast normal bewegt. Die Sprache fehlt leider noch.

      Dieses vielleicht als Anregung.
      Gruß aus Kiel
      Ich vergesse niemals ein Gesicht. Doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme! (Groucho Marx)
    • Mein Beitrag bezog sich selbstverständlich nicht auf Diejenigen, die schon richtig krank sind. Da greifen sanfte Methoden nur noch sehr bedingt oder gar nicht, bevor das Akutschlimmste nicht behoben ist. Das Ideale ist m.E. eine Synthese aus östlicher und westlicher Medizinerfahrung und Weisheit. Solange es geht, vorbeugen mit ordentlicher Lebenshygiene deren Hauptpfeiler in allen Medizinen vernünftige Ernährung und Bewegung sowie Psychohygiene ( in erster Linie der richtige Umgang mit Stress und Emotionen) sind. Ideal wäre es, dann auch noch ein Ziel und einen Sinn im Leben zu haben, also eine umfassende Salutogenese. Wobei Ernährung und Stressreduktion im Normalfall schon eine entscheidende Rolle spielen, und natürlich kein Drogenmissbrauch wie Alkohol, Medikamente etc.Die westliche Medizin hat dagegen sehr gute Ergebnisse und ganz erstaunlich rasante Fortschritte in der Pathologie und Heilung von akuten Krankheiten zu verzeichnen, und wenn diese beiden Kulturen sich vielleicht in Zukunft als komplementär verstehen und zusammenarbeiten, wie das mancherorts ja schon geschieht, wird sich Entscheidendes im Gesundheitssystem ändern. Ich setze darauf grosse Hoffnungen.
      Natürlich mache ich mit einem Bandscheibenvorfall nur sehr begrenzt oder gar keine Yogaübungen mit oder ohne Musik, aber ehe ich den Bandscheibenvorfall bekomme, tue ich meine Möglichstes, dass es nicht dazu kommt. Wobei es natürlich vom Schicksal Priviligierte und Nicht-Priviligierte gibt, in jeder Hinsicht, darüber bin ich mir ganz klar. Und jeden Tag dankbar. wenn ich aufwache und es mir gut geht. Das sollte nur eine Ergänzung in diesem Thread sein, mehr nicht. Wie schwierig es ist, den richtigen Arzt für sein Leiden zu finden, weiss ich auch und drücke euch alle Daumen und Michael besonders. Die Abhängigkeit vom System und die eigene Ohnmacht ist bitter und schwer zu ertragen, vor allen Dingen, wenn die berufliche Existenz daran hängt :fee:
      Frau Peter ist in hohem Alter verstorben. Mein 1. Gesanglehrerin war Schülerin bei ihr und hat uns allerlei weitergegeben, z.B. das Liegen auf einem dicken Strick, das ich anfangs als sinnlose Tortur empfand aber dann als sehr spannungslösend. Das muss eine sehr starke Persönlichkeit gewesen sein, die vielen Menschen etwas für ihr Leben mitgeben konnte.
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • @FairyQueen,
      kann dir eigentlich nur zustimmen. Ich praktiziere nicht Yoga, sondern Qigong - wohl auch ein Grund, warum mir von Anfang an, trotz Einschränkungen (Gleichgewicht) durch die Gehirnblutung ein gutes Körpergefühl attestiert worden ist.Was mir auch bei der Wiedererlangung der Gehfähigkeiten hilft.
      Seit einiger Zeit verwende ich auch eine Magnetfeldmatte - gut für die Gelenke und Durchblutung. Verspannungen lösen kann sie allerdings auch nicht ....

      Mehr später - ich bin dzt nicht so gut drauf (Verdauung) und habe einfach keinen Nipf zum Computerlesen (eh nur am Laptop, der große ist zu anstrengend ... )

      BG elo
      Klemperer: "Wo ist die vierte Oboe?" 2. Oboist: "Er ist leider krank geworden." Klemperer: "Der Arme."
    • Als Trompeter gibt es genug "Problemzonen", das fängt mit dem im Jazzbereich oft langem Stehen an (in Bigbands wird das immer wieder gerne gemacht, die Trompeter stehend spielen zu lassen), oder auch die falsche Haltung schon des Instrumentes an sich. Hält man es falsch, im Sinne von den Trichter deutlich zum Boden gesenkt (Miles Davis hat das in extremster Form getan immer wieder), erschwert das doch die Atemtechnik enorm.

      Dazu kommen die üblichen Rückenleiden, wobei ich kaum ein Instrument kenne, dass diese nicht hervorruft.

      Von "Bei-Krankheiten" wie Tinnitus (also Ohrgeräusche in allen möglichen Varianten) ganz zu schweigen.

      Ich selbst sitze deshalb nun seit rund 4 Jahren auf einer Art Bügelstuhl oder, wenn vorhanden, auf einem Barhocker. Da Barhocker aber recht plump sind für den Transport, ist so ein klappbarer Stuhl/Bügelstuhl für mich das Beste. Es ist eine Bedingung für mich, dass man das in den Bands in denen ich spiele so akzeptiert, das betrifft auch die Bigband. Wobei ich an sich früher gerne im Stehen gespielt habe, da fühle ich mich wohler und entspannter bei.

      Da man heute keine Massagen mehr verschrieben bekommt (also ich nicht, denn die Kasse zahlt es doch nicht), ich auch wegen einer Hautkrankheit nicht Schwimmen gehen kann, habe ich nur wenig Möglichkeiten da was zu tun. Früher musste ich oft zum Schmerzmittel greifen, aber Dank des Stuhles entfällt das fast vollständig inzwischen.

      Ebenfalls bei mir wichtig ist das regelmäßige Einnehmen von Magnesium, denn ich neige leider zu Krämpfen im Unterschenkel. Das ist inzwischen durch das Magnesium aber auch nur noch selten der Fall, dass es mich da erwischt.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)