Synthesizer - was für ein fantastisches "Instrument"

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    • Ingo Richter schrieb:

      Hat diese Orgel nun neben ihren ganzen Pfeifen (und Zungen?) auch Oszillatoren als primäre Klangerzeuger?

      Oder "klangergebnisorientiert" gefragt: Kann diese Orgel auch Synthi-Klänge (insbesondere Tremolo, Glissando, Obertoneffekte und diesen schier unbeschreiblichen "elektronischen" Grundklang usw.) darbieten?

      Hmmm ... dazu sagt der verlinkte Text leider nichts. Es heißt dort:

      Zusätzliche Stimmen in elektroakustischen Systemen, die speziell in die Orgel integriert und für den Raum intoniert wurden. Sie verschmelzen als Optionen mit Orgelregistern, beeinflussen durch verschiedene Artikulationen die Einschwingvorgänge, ermöglichen allein durch Anschlagstechniken an den Manualtasten Akzente, Crescendo- und Decrescendoeffekte an den Orgelregistern sowie Änderungen im Tonverlauf (Vibratostärke, Tonhöhe o.a. durch Tastendruck).

      Hier die "Zusatzklänge":

      III. Manual
      Variable 1 bis 10
      (Vibraphon,
      Celesta,
      Marimba,
      Englisch Horn,
      Klarinette,
      Horn,
      Panflöte u.a.)

      Pedal
      Zartbaß 16’
      Pizzbaß 16’
      Trompete dolce 16’
      Harmonika 32’

      Dem Baujahr nach würde ich ganz grob vermuten, dass es gesampelte Klänge sind und dass die Orgel die Klänge nicht additiv und ausgehend von VCOs synthetisiert. Aber das ist eine schwache Vermutung. Sie wird schwach unterfüttert, dass die "Register" als "Variable" bezeichnet sind; vielleicht ist es im Wesentlichen Speicherplatz, der ebenso gut mit anderen Samples überschrieben werden kann.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Ingo Richter schrieb:

      Hat diese Orgel nun neben ihren ganzen Pfeifen (und Zungen?) auch Oszillatoren als primäre Klangerzeuger?

      Oder "klangergebnisorientiert" gefragt: Kann diese Orgel auch Synthi-Klänge (insbesondere Tremolo, Glissando, Obertoneffekte und diesen schier unbeschreiblichen "elektronischen" Grundklang usw.) darbieten?
      Hmmm ... dazu sagt der verlinkte Text leider nichts. Es heißt dort:

      Zusätzliche Stimmen in elektroakustischen Systemen, die speziell in die Orgel integriert und für den Raum intoniert wurden. Sie verschmelzen als Optionen mit Orgelregistern, beeinflussen durch verschiedene Artikulationen die Einschwingvorgänge, ermöglichen allein durch Anschlagstechniken an den Manualtasten Akzente, Crescendo- und Decrescendoeffekte an den Orgelregistern sowie Änderungen im Tonverlauf (Vibratostärke, Tonhöhe o.a. durch Tastendruck).
      Hier die "Zusatzklänge":

      III. Manual
      Variable 1 bis 10
      (Vibraphon,
      Celesta,
      Marimba,
      Englisch Horn,
      Klarinette,
      Horn,
      Panflöte u.a.)

      Pedal
      Zartbaß 16’
      Pizzbaß 16’
      Trompete dolce 16’
      Harmonika 32’

      Dem Baujahr nach würde ich ganz grob vermuten, dass es gesampelte Klänge sind und dass die Orgel die Klänge nicht additiv und ausgehend von VCOs synthetisiert. Aber das ist eine schwache Vermutung. Sie wird schwach unterfüttert, dass die "Register" als "Variable" bezeichnet sind; vielleicht ist es im Wesentlichen Speicherplatz, der ebenso gut mit anderen Samples überschrieben werden kann.

      Gruß
      MB

      :wink:
      OK, was soll es: Die CD wird mir den Klang des Instruments schon rüberbringen. Heute abend kauf ich mir die - freue mich schon sehr darauf :clap:
      ... alle Menschen werden Brüder.
      ... We need 2 come 2gether, come 2gether as one.
    • Ingo Richter schrieb:

      Heute abend kauf ich mir die - freue mich schon sehr darauf
      Ich hoffe, Deine Erwartungen werden erfüllt ... die "klassischen" Orgelklänge dominieren bei weitem.

      Meine Lieblingsstücke sind "Lookin' up" und "Toccata über Christ ist erstanden". Ist schon eher was für Orgelfreunde als für Synthi-Freaks. Meine ich.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • Die uneditierte "Urfassung" steht in der an mich versendeten Capriccio-Benachrichtigungsmail: "Neue Benachrichtigung: Sie wurden zitiert", 25.01.2017, 02:43.

      Mir ist sehr wohl bewußt, dass Du den Beitrag später editiert hast, aber da war die Mail natürlich schon draußen, und schön las sich das so oder so nicht...

      MFG,

      Normann
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • EinTon schrieb:

      Und zwar einmal mehr lediglich auf der Basis persönlicher Befindlichkeiten (Familiengeschichte)
      Tja, ich habe halt meine Erinnerungen geteilt.
      Warum eigentlich "einmal mehr"?
      Ich bin nicht ein verbockter Mensch, der sich nur wohlfühlt in seinem eigenem Bereich.

      Und ich dachte, daß diese persönlichen Befindlichkeiten unterhaltsam sein könnten.
      Das Thema hat mich halt angesprochen.

      Und ich antworte hier fast zu 100% nur auf Basis einer persönlichen Erfahrung oder Befindlichkeit.
      Wie so gut wie alle anderen auch.

      Du siehst das anders, das ist mir klar.
      Aber mit Deiner Sichtweise komme ich einfach nicht klar.
      Tut mir leid.
    • EinTon schrieb:

      Mir ist sehr wohl bewußt, dass Du den Beitrag später editiert hast, aber da war die Mail natürlich schon draußen, und schön las sich das so oder so nicht...
      Das wird ein Problem, denn ich habe das sehr zeitnah korrigiert, da es tatsächlich aus einem Moment heraus geschrieben wurde.
      Einem Moment, zu dem ich auch stehe.
      Aber tatsächlich wurde das von mir korrigiert, und ich bedanke mich, daß Du darauf aufmerksam gemacht hast.
      Damit ist die Unterhaltung mit Dir von meiner Seite aus wirklich beendet.
    • Hmmm,

      ich weiß grad nicht wo dieser Faden hingehen soll. Festhalten können wir, dass, wenn ein Instrument SHICE gespielt wird, es auch SHICE klingt, egal, ob es Triangel, eine Orgel, ein Cello oder ein Synth ist.
      Der wesentliche Unterschied zwischen Cello, Triangel und Orgel auf der einen und den Synthi auf der anderen Seite ist die erstmal größere Klangpalette des Synthis.

      Der Vergleich mit einer Orgel ist nicht zielführend. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

      Das - als Beispiel - Cello hat auf jeden Fall seine speziellen Techniken, die spezielle Klänge erzeugen, keine Frage. Um das zu abstrahieren, ein akustisches Instrument ist "Tonerzeuger" und "Controller" zusammen, während - prinzipiell - die Tonerzeugung bei einem Synthi erstmal unabhängig von dem Controller ist. Der Controller kann eine Klaviatur sein, eine Trommel, ein Blasinstrument, ein Theremin-Feld, auch eine Computer-Tastatur.

      Wohin soll es gehen? In die technische Richtung "Welches System kann was?" - darunter fällt auch die Frage "klingt analog besser als digital?" oder explorativ "Wo werden Synthis in der E-Musik eingesetzt?"

      Als Ausgangspunkt für E-Musik nenne ich mal "Light over Water" von John Williams, oder auch Werke von Ingram Marshall.

      Also - wo soll es hingehen?
      Schöne Grüße, Helli


      Immer cool bleiben.
    • Michael Schlechtriem schrieb:

      Fragen zu stellen, auf welche es keine 100% Antworten gibt, sind für mich nutzlos.
      Oh. Das ist aber schade. :D Es soll Musiker geben - also, ich weiß das nur vom Hörensagen -, die sich jeden Tag aufs Neue fragen, wie Takt X im Stück Y zu spielen sei, Tempogestaltung, Zeitgestaltung, Dynamik, Klanggestaltung, Dramaturgie, die immer wieder temporär überzeugende Zwischenlösungen finden und dennoch genau wissen, das sie morgen damit nicht zufrieden sein werden aber auf keinen, wirklich gar keinen Fall aufhören, zu fragen ... :ironie1:

      Und die Frage, wohin dieser Thread gehen soll, hängt sicher weitaus weniger hoch, aber eine auch nur ungefähr abgrenzende Antwort, was denn nicht hineingehört, habe ich auch noch nicht ... das liegt vielleicht schon am Titel. Als ob "Synthesizer" eben nur "ein" (Zahlwort) Instrument wäre ...

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Ich will keine leidenschaftslose Gehirnarbeit, sondern ein durchlebtes Kunstwerk mit einer Aussage." - Karl Amadeus Hartmann, aus seinem Artikel "Von meiner Arbeit" (1962)
    • motiaan schrieb:

      Der Vergleich mit einer Orgel ist nicht zielführend. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
      Immerhin ist beides "Obst" bzw "über Tasten zu bediendes, klangfarbenreiches Instrument" ..
      Von der Ähnlichkeit der Bedienung her wäre die Verwandtschaft aber eher bei einer Batterie Synthesizer mit fertig programmierten Sounds gegeben als bei dem hier so prominent besprochenen Modularsystem - mit dem ist ja eine Aufführung von Orgelwerken durch eine einzelne Person live garnicht möglich, es wäre also eine nur im Studio mit Overdubs mögliche Realisierung.
      Dafür fallen dann alle Starrheiten der quasi vorprogrammierten Register weg, wie sie die Orgel auszeichnen.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Mauerblümchen schrieb:

      Dem Baujahr nach würde ich ganz grob vermuten, dass es gesampelte Klänge sind und dass die Orgel die Klänge nicht additiv und ausgehend von VCOs synthetisiert. Aber das ist eine schwache Vermutung. Sie wird schwach unterfüttert, dass die "Register" als "Variable" bezeichnet sind; vielleicht ist es im Wesentlichen Speicherplatz, der ebenso gut mit anderen Samples überschrieben werden kann.
      Das "Variable" könnte sich natürlich auch auf verschiedene Einstellungen eines tatsächlich vorhandenen Synthesizers mit VCOs, LFOs, Hüllkurven etc beziehen, die abgespeichert werden können.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • philmus schrieb:

      Von der Ähnlichkeit der Bedienung her wäre die Verwandtschaft aber eher bei einer Batterie Synthesizer mit fertig programmierten Sounds gegeben
      Oder bei einem Synthesizer mit Layersounds (=mehrere gleichzeitig und unisono abspielbare Sounds), was ja insbesondere ein Charakeristikum von Keyboard-Workstations darstellt (zB des ja früher schon erwähnten Motif von Yamaha).
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • philmus schrieb:

      Das "Variable" könnte sich natürlich auch auf verschiedene Einstellungen eines tatsächlich vorhandenen Synthesizers mit VCOs, LFOs, Hüllkurven etc beziehen, die abgespeichert werden können.

      ...womit wir endgültig bei den hier von verschiedener Seite in Frage gestellten Fachbegriffen wären...

      MFG,

      Normann
      zwischen nichtton und weißem rauschen
    • EinTon schrieb:

      ...womit wir endgültig bei den hier von verschiedener Seite in Frage gestellten Fachbegriffen wären...
      na gut, um es einfacher auszudrücken: die Sounds müssen nicht als Samples gespeichert sein (dann wäre es ja auch kein Synthesizer, sondern ein Sampler), sondern als Einstellungen verschiedener Parameter eines Synthies.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • EinTon schrieb:

      Oder bei einem Synthesizer mit Layersounds (=mehrere gleichzeitig und unisono abspielbare Sounds), was ja insbesondere ein Charakeristikum von Keyboard-Workstations darstellt (zB des ja früher schon erwähnten Motif von Yamaha).
      Das entspricht dann dem Zuschalten verschiedener Register auf dasselbe Manual.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Mal ein Hörbeispiel aus youtube

      Milton Babbitt - Ensembles for Synthesizer (1964)
      so muss elektronische Musik.

      (Klingt nicht nach Orgel)
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    • Was ist ein Synthesizer?

      Da ich mich frage, ab wann elektronisches Equipment so genannt wurde, bin ich im grove music online auf diesen Satz gestoßen:
      "Some earlier electronic instruments that were called ‘synthesizer’, such as the RCA Electronic Music Synthesizer (1951–2) and the Siemens Synthesizer (1957–9) are better classified as composition machines, as their sounds are not produced in real time."

      Das ist ja nun insofern witzig, als gerade von Samples die Rede war, die werden ja auch nicht real time produziert.
      Und die Musik von Babbitt wird natürlich auch nicht real time gespielt (womöglich an einer Tastatur).
      This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)