Die Elbphilharmonie und ihre Konzerte

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    • Die Elbphilharmonie und ihre Konzerte

      Liebe Capriccio-Kolleg(inn)en,

      das Elbphilharmonie-Eröffnungsfestival, über das es einen gesonderten Faden in diesem Forum gibt, ist vorbei. Jetzt beginnt das "Tagesgeschäft"! Zeit also dafür, einen neuen Faden zu eröffnen, in welchem Ihr über Eure Höreindrücke zu den "normalen" Elphi-Konzerten berichten könnt. Und ich wünsche mir ausdrücklich, dass dieser Thread Leuten vorbehalten bleibt, die diesem neuen Konzerthaus grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Gemeckere, Gezetere, Knurren und Murren mag in den bereits vorhandenen Threads zur Elphi abgelassen werden. Das heißt natürlich nicht, dass in diesem Thread nicht auch mal ein Elphi-Konzert verrissen werden darf, weil es (nach Meinung des Autors) künstlerisch daneben oder grenzwertig war. Nur sollten hier grundsätzliche "Elphi - alles scheiße und viel zu teuer und wo bleiben die Hamburger"-Kommentare außen vor bleiben. Dafür findet sich in den bereits existierenden Threads ausreichend Platz.

      Morgen und übermorgen werde ich zwei Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen in der Elbphilharmonie erleben. Gern mache ich - nach diesen Konzerten - den Anfang in diesem Faden mit meiner Rezension dieser beiden Konzerte. Und vielleicht auch noch mit meiner nachgelieferten (äußerst positiven) Rezension der beiden Konzertabende der Wiener Philharmoniker am 22. und 23. Januar während des Eröffnungsfestivals.

      Jeder von Euch kann natürlich sehr gern meiner Eröffnungs-Rezension in diesem Thread zuvorkommen. Das würde ich mir sogar wünschen. Welche Konzerte in der Elphi habt Ihr bisher gesehen, und wie fandet Ihr sie?
      "We will play neue Stücke and alte Stücke - lots and lots of Stücke tonight"
      (Phil Collins in seiner Ansage der kommenden drei Stunden seines Berliner Waldbühnen-Konzerts)

      "Man redet ja in der Musik immer noch über Stücke. Das ist etwas, was mir ganz merkwürdig vorkommt, in Stücken, überhaupt in Teilen zu denken."
      (Karlheinz Stockhausen)
    • music lover schrieb:

      Und ich wünsche mir ausdrücklich, dass dieser Thread Leuten vorbehalten bleibt, die diesem neuen Konzerthaus grundsätzlich positiv gegenüber stehen.
      Seit wann bestimmen Threadstarter, wer mitdiskutieren darf und wer nicht? Das ist ja wohl hoffentlich nicht Dein Ernst.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • music lover schrieb:

      Und ich wünsche mir ausdrücklich
      ...steht da neben...

      ChKöhn schrieb:

      Seit wann bestimmen Threadstarter
      ...die doch ganz sicher Wünsche äußern dürfen, in welche Richtung sie "ihren Thread" gelenkt wissen wollen.

      Für meinen sicher völlig unmaßgeblichen Teil würde ich mich freuen, "Konzerterlabnisse" beschrieben zu lesen, in denen über die Musik und die Interpretation mehr Worte verloren werden als über dauernde Statemants zur Elphi, die nun eben da ist und so ist wie sie ist.
      Insofern freue ich mich auf Antworten auf music lovers Ansatz.

      Ihm herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Hempel schrieb:

      ...die doch ganz sicher Wünsche äußern dürfen, in welche Richtung sie "ihren Thread" gelenkt wissen wollen.
      Ja, und zwei Sätze weiter steht, was man hier "darf". Aber Du hast Recht: Wünschen kann man sich natürlich alles.

      Hempel schrieb:

      Für meinen sicher völlig unmaßgeblichen Teil würde ich mich freuen, "Konzerterlabnisse" beschrieben zu lesen, in denen über die Musik und die Interpretation mehr Worte verloren werden als über dauernde Statemants zur Elphi, die nun eben da ist und so ist wie sie ist.
      Komischerweise steht hier aber schon im Threadtitel beides: das Haus und die Konzerte. Also soll doch wohl auch über beides geschrieben werden, oder nicht? Ginge es nur um "Konzerterlebnisse", gäbe es ja schon das Unterforum "Berichte von Opernaufführungen und Konzerten". Wir können natürlich in Zukunft alle kontroversen Themen zweiteilen, in jeweils einen Thread für Befürworter und einen für Kritiker :D , Bei Tamino gab es doch mal so einen Streichelzoo für Liebhaber angeblich "werktreuer" Opernaufführungen, und im Prospero-Forum hat man sich kritische Stimmen zur hysterischen Aufführungspraxis (oder wie das heißt) gleich per Forenregel verbeten. Neu ist die Idee also nicht.

      Hempel schrieb:

      Insofern freue ich mich auf Antworten auf music lovers Ansatz.
      Ich auch. Wenn ich mal da war, werde ich aber ganz sicher sowohl zum Haus als auch zu den Konzerten das schreiben, was ich will, und nicht das, was sich irgendjemand "wünscht".

      Christian
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      Oscar Wilde
    • Ach ja, wie so oft: Semantik und Rhetorik, die eigene Sicht auf Deibel komm raus.....zu kurz kommt das, worum es geht: Musik und deren Interpretation.
      Bist wieder ganz "der Alte". Hier ging es weder um

      ChKöhn schrieb:

      Prospero-Forum hat man sich kritische Stimmen zur hysterischen Aufführungspraxis (oder wie das heißt) gleich per Forenregel verbeten
      noch um

      ChKöhn schrieb:

      Tamino gab es doch mal so einen Streichelzoo für Liebhaber angeblich "werktreuer" Opernaufführungen
      hier ging es ganz simpel um einen Wunsch music lovers, dem man Rechnung tragen kann.

      Hier geht es um Konzerterlebnisse in der Elphi und den Wunsch, doch auch endlich mal Konstruktives dazu zu lesen.
      Ein Wunsch, den ich für nachvollziehbar halte, ihm nicht folgen kann, da ich in Hamburg keine Konzerte höre.
      Aber auf Antworten neugierig sein kann. Und alle Eitelkeiten um Formulierungen, wie gesagt: um Semantik und Rhetotik für sehr verzichtbar halte, weil sie einfach nur destruktiv sind statt dem zu dienen, worum es hier geht.

      Dabei sind Prospero und Tamino völlig irrelevant innerhalb der Unterhaltung hier.
      Wenn es Dich gelüstet: streite dort, hier ist Capriccio. Geht es darum, music lovers Ansatz zu dienen, dann tu das und ich lese von Deinen Hörerfahrungen gern.

      ChKöhn schrieb:

      Wenn ich mal da war, werde ich aber ganz sicher sowohl zum Haus als auch zu den Konzerten das schreiben, was ich will, und nicht das, was sich irgendjemand "wünscht".
      Tu das also bitte- aber dann. Zunächst folgen wir alle dem Wunsch des Thread- Erstellers und sind neugierig und gespannt.
      Auf Musik, auf Interpretation- Brahms mit Hengelbrock ist eigentlich ein spannendes Thema, da er von der "Alten Musik" kommt, aber davon nur wenig umsetzt mit seinem Orchester.
      Um die Sache diskutieren wäre wirklich wünschenswert.







      .
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • Hempel schrieb:

      Hier geht es um Konzerterlebnisse in der Elphi und den Wunsch, doch auch endlich mal Konstruktives dazu zu lesen.
      Nein, hier geht es um "Die Elbphilharmonie und ihre Konzerte", steht doch schon so im Thread-Titel. Und ich wüsste nicht, warum man höchstens über Konzerte etwas Negatives schreiben "darf" (und wer eigentlich das Recht hat, so etwas zu erlauben resp. zu verbieten), über das Haus hingegen nur Positives. Und übrigens: "Endlich mal Konstruktives" finde ich reichlich ignorant gegenüber den Konzertberichten, die es z.B. hier gab.

      Hempel schrieb:

      Zunächst folgen wir alle dem Wunsch des Thread- Erstellers und sind neugierig und gespannt.
      "Wir alle"? Du kannst das ja gern so machen, aber ich lasse mich nicht zum Jubelperser verpflichten. Ich teile übrigens die allgemeine Euphorie über die Architektur des Hauses nicht, sondern finde sie mindestens problematisch. Vor allem kann ich keine innere Verbindung zwischen dem alten Speicher (der zum bloßen "Sockel" degradiert wurde) und dem im wahrsten Sinne das Wortes aufgesetzten Neubau erkennen. Und die etwas billige Idee der Schiffsform liegt für mich ganz nah beim architektonischen Kitsch. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob diesseits oder jenseits der Grenze, insofern weiß ich nicht, ob ich das hier oder nebenan im kritischen Thread schreiben "darf" :D .

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Ich denke gerade wieder an die ehrenvollsten Absichten, das Forum mit neuen Wegen nach vorne zu bringen und überlege, ob das hier auch so ein neuer Weg sein soll.

      Aber die Lust an der Metadiskussion ist wohl ungebrochen.

      Gruß
      MB

      :wink:
      "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" (Paul Watzlawick)
    • ...lieber MB, auch wenn zumindest ein Ärmel der Jacke mir passt: den Rest der Jacke soll sich anziehen, dem sie passt.
      Danke für Deinen Einwurf, der so klug formuliert ist.
      Klüger jedenfalls als alles, was hier sonst formuliert wurde, meine Zeilen inbegriffen.
      Danke!
      Und gelingt es nun, mal wieder zum Ausgangsthema zurückzukehren?

      Nochmals: zum Brahms mit Hengelbrock las ich sehr divergierende Meinungen, hier aber wenig. Hier nur überflüssiges Geschwurbel um Egozentrik, von MBs Meinung abgesehen.
      Der alternative Eingang zu Brahms' Vierter ist ja mehr als nur ein alternativer Fakt, niemand hat den je beachtet. Szell Ende der 60er und hat im Interview Für und Wider abgewogen.
      Erbsenzählerei um ein paar Takte? Natürlich! Die selbe wie um einen Konzertsaal.
      MB hat recht!

      Herzliche Grüße,
      Mike
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • ChKöhn schrieb:

      Nein, hier geht es um
      die Deutungshoheit überlasse ich gern dem Thread- Ersteller. Darf auch mal mit einem "Ja" formuliert sein statt der ständigen Demontiererei.
      Gebietet mir der Respekt dem Thread- Ersteller gegenüber.
      Wer mag, manövriere sich gern ins Abseits.

      MB hat recht.
      "Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." Voltaire
    • music lover schrieb:

      Und ich wünsche mir ausdrücklich, dass dieser Thread Leuten vorbehalten bleibt, die diesem neuen Konzerthaus grundsätzlich positiv gegenüber stehen.
      Dann bin ich schon mal aussen vor und darf hier nicht mitdiskutieren und meine Konzerterlebnisse schildern. Ob es hingegen hier viele gibt, die dem Konzerthaus grundsätzlich positiv gegenüberstehen bleibt abzuwarten. Der Kreis bleibt ja im Wesentlichen bis auf Weiteres auf User aus Hamburg beschränkt, oder solchen die schon eine Karte haben, denn alle anderen müssen sich bis zur nächsten Saison gedulden. Auch wenn immer mal wieder einzelne Karten angeboten werden, so muß man doch flexiblel und aus Hamburg oder Umgebung sein, um solche Angebote wahrnehmen zu können. Aber ich bin jetzt sicher schon wieder viel zu destruktiv ..

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Mauerblümchen schrieb:

      Aber die Lust an der Metadiskussion ist wohl ungebrochen.
      Die Lust an der Diskussion über Metadiskussionen auch :) ,

      Hempel schrieb:

      Wer mag, manövriere sich gern ins Abseits.
      Da hast Du was falsch verstanden: Abseits wäre ich, wenn ich music lovers Wunsch folgte, dass hier nur Leute etwas zur Elbphilharmonie schreiben sollen, die dem Gebäude "grundsätzlich positiv gegenüber stehen", denn das tue ich wie gesagt so eindeutig nicht. Ich sehe aber nicht ein, warum ich mich deshalb raushalten sollte. Und da ich nicht die gute Fee bin, hat bei mir auch keiner Wünsche frei, nicht einmal music lover.

      Ich habe übrigens inzwischen von Musikern, die in der Elbphilharmonie gespielt haben, ein paar Meinungen zur Akustik gehört: Sie stimmen überein, dass es ein gut klingender Saal ist, dessen Stärke vor allem in der Hörbarkeit und Transparenz noch der leisesten Klänge und der guten Eigenhörbarkeit beim Spielen liegt. Die Kehrseite dieser Qualitäten sei es, dass man, um den Eindruck eines Pianissimo zu erzielen, bis zur Hörbarkeitsgrenze zurückgehen müsse, so dass sich eine Diskrepanz zwischen dem musikalisch empfundenen und dem tatsächlich produzierten, im Saal hörbaren Klang ergibt. Das mag aber eine Frage der Erfahrung sein. Die angeblich "beste Akustik der Welt" hat indes allen nur ein müdes Lächeln entlockt.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Hempel schrieb:

      Zumindest ich mache jetzt gern Platz für die, die über Musik schreiben wollen.
      Das Thread-Thema ist wie gesagt das Haus und die Musik. Hast Du auch nur ein Wort zu einem der beiden Themen geschrieben? Ich habe keine Ahnung, was Dich treibt, hier statt dessen ständig gegen mich als Person anzuschreiben ("wieder ganz der Alte", "lieber im Mittelpunkt stehen" usw.), und es interessiert mich auch herzlich wenig. Aber Du solltest wenigstens auf die Scheinheiligkeit verzichten, anderen vorzuwerfen, was Du selbst bis zum Überdruss treibst. Du jammerst rum, dass hier nicht über das Thread-Thema diskutiert würde, trägst aber selbst keine Silbe dazu bei und gehst auch auf konkrete Beiträge zum Thema nicht ein. Im Gegensatz zu Dir habe ich nämlich z.B. meine Meinung zur Architektur der Elbphilharmonie formuliert (was abgesehen von der Jubel-Pflicht zum Thread-Thema absolut passt) und wäre natürlich an begründeten Gegenmeinungen interessiert. Ebenso an weiteren Berichten zur Akustik, die zusammen mit den Erfahrungen meiner Musikerfreunde ein interessantes Bild abgeben könnten. Meinetwegen kann man auch über den Auftakt zu Hengelbrocks vierter Brahms-Symphonie streiten, was Du doch immerhin als ein "interessantes Thema" bezeichnet hast, über das zu diskutieren "wünschenswert" wäre. Ja, wenn es "wünschenswert" ist, warum machst Du es dann nicht?

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:


      Im Gegensatz zu Dir habe ich nämlich z.B. meine Meinung zur Architektur der Elbphilharmonie formuliert (was abgesehen von der Jubel-Pflicht zum Thread-Thema absolut passt) und wäre natürlich an begründeten Gegenmeinungen interessiert. Ebenso an weiteren Berichten zur Akustik, die zusammen mit den Erfahrungen meiner Musikerfreunde ein interessantes Bild abgeben könnten.
      Ich kann noch hinzufügen, dass auch ich von Orchestermusikern gehört habe, dass man sich auf der Bühne wohl selbst und auch gegenseitig sehr gut hört. Zudem entstand der Eindruck, der Saal würde womöglich ohne Publikum besser klingen als mit... :D
      Das mit der Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung auf der Bühne und dem, was im Saal ankommt, allerdings widerspricht dem geradezu, was ich gehört habe. Mir gegenüber wurde geäußert, dass es eine sehr direkte und "unverfälschte" Weitergabe dessen zu geben scheint, was auf der Bühne klanglich entsteht. Ich kann's selbst natürlich überhaupt nicht beurteilen.
      ...schreibt Christoph :wink:
    • Keine 24 Stunden, nachdem ich diesen Thread eröffnet habe, nimmt er schon eine destruktive Entwicklung. Und zwar ausgerechnet durch jemanden, der an sich gar nicht mehr hier ist:

      ChKöhn schrieb:

      da ich mich entschlossen haben, Capriccio zu verlassen
      (Zitat aus dem allgemeinen Forum vom August 2016)

      Also gut. Es scheint sich nicht realisieren zu lassen, dass die der Elbphilharmonie grundsätzlich wohlgesonnenen Forianer hier in diesem neuen Thread eine Austauschmöglichkeit untereinander finden, während die übrigen Forianer bitte Kommentare wie

      ChKöhn schrieb:

      Ich teile übrigens die allgemeine Euphorie über die Architektur des Hauses nicht, sondern finde sie mindestens problematisch. Vor allem kann ich keine innere Verbindung zwischen dem alten Speicher (der zum bloßen "Sockel" degradiert wurde) und dem im wahrsten Sinne das Wortes aufgesetzten Neubau erkennen. Und die etwas billige Idee der Schiffsform liegt für mich ganz nah beim architektonischen Kitsch.
      in den anderen drei (!) vorhandenen Elphi-Threads posten und nicht hier. Dann aber hat dieser Thread für mich seinen Sinn verloren. Ich habe keine Lust, in den anderen Threads meine ziemlich euphorischen Eindrücke über die Elbphilharmonie vor dem dortigen Mecker-Publikum auszubreiten, und da es in diesem neuen Thread ersichtlich auch nicht anders zugehen wird, lasse ich es eben ganz.

      Der Thread kann von mir aus gern geschlossen werden.
      "We will play neue Stücke and alte Stücke - lots and lots of Stücke tonight"
      (Phil Collins in seiner Ansage der kommenden drei Stunden seines Berliner Waldbühnen-Konzerts)

      "Man redet ja in der Musik immer noch über Stücke. Das ist etwas, was mir ganz merkwürdig vorkommt, in Stücken, überhaupt in Teilen zu denken."
      (Karlheinz Stockhausen)
    • music lover schrieb:

      Keine 24 Stunden, nachdem ich diesen Thread eröffnet habe, nimmt er schon eine destruktive Entwicklung. Und zwar ausgerechnet durch jemanden, der an sich gar nicht mehr hier ist:
      Warum wiederholter Angriff gegen einen Forianer, der zumal mit dem Threadthema, also der Sache auch überhaupt nichts zu tun hat ? Differenzen kannste doch per PN austragen. Für Capriccio ist das nicht fruchtbar. => wäre für Capriccio besser diesen Angriff einschließlich meines Postinganteils daran zu löschen.

      Ich teile zwar nicht Christians "billige Idee der Schiffform.. nah am Kitsch", aber Austausch unterschiedlicher Eindrücke zum Elbphilharmonie-Layout kommen viel interessanter rüber, als gleichförmige Anpreisung.


      music lover schrieb:

      Der Thread kann von mir aus gern geschlossen werden.
      Der Threadersteller bestimmt m.E. nicht über die Zukunft des Threads

      Um den Threadersteller entgegenzukommen einige freundliche Anmerkungen zur Elbphilharmonie:
      Ich finde der jüngste Mitschnitt von Schönbergs M&A aus Elbphiharmonie unter Metzmacher kommt geil rüber; vor allem den 2. Akt (selbst wenn ich den UA-Aron Krebs vorziehe).

      Es wäre begrüßenswert, wenn NDR-Kultur auch das Gesprächskonzert zur Schönberg-Mucke mit Metzmacher senden würde (kleiner Saal der Elbphilharmonie). Zumal da 2 Schönberg-Leckerlis gespielt wurden, die keinesfalls geringeren Fetzigkeitsgrad aufweisen wie M&A, nämlich (ohne h) seine Fantasie für Violine mit Klavierbeleitung und das überaus hammergeile Streichtrio...

      Ebenfalls wünschenswert, dass die weiterhin anhaltende Hype um die Elbphilharmonie dazu genutzt werden würde - im Verbund mit NDR-Kultur- , dem Publikum verstärkt zeitgenössischer Mucke näherzubringen. warum z.B. denn nicht endlich mal einen Cage-Zyklus (unbedingt sollten Altlas Eclipticalis und Klavierkonzert dabei sein) unter Metzmacher, wie weiland die Staatskapelle unter Barenboim mit Elliott Carter-Mucke am 13.09.08 in der Hertha-Stadt und später auch mit fetziger Schönberg-Mucke es zustandebrachte (sogar in NYC und Wien als Special Guests)..

      Das momentane Prestige der Elbphilharmonie solllte intensiv genutzt werden, um auch lebende zeitgenössiche Notenquäler wie z.B. Kalitzke, Saunders, Mark Andre, Lachenmann, Ferneyhough, Posadas, Czernowin stärker zu berücksichtigten...

      .. wäre m.E. künstlerisch sinnvoller als bloß ständig wiedergekäuter Alpensinfonie, Bruckner 4, Sacre ...
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Benutzername schrieb:

      Das mit der Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung auf der Bühne und dem, was im Saal ankommt, allerdings widerspricht dem geradezu, was ich gehört habe. Mir gegenüber wurde geäußert, dass es eine sehr direkte und "unverfälschte" Weitergabe dessen zu geben scheint, was auf der Bühne klanglich entsteht. Ich kann's selbst natürlich überhaupt nicht beurteilen.
      Ich kann das auch nicht beurteilen sondern habe wie gesagt nur das wiedergegeben, was mir von Musikerkollegen gesagt wurde. Und dabei ging es ausdrücklich um die Klänge im unteren dynamischen Spektrum. Die enorme Hörbarkeit auch der allerleisesten Töne würde dazu führen, dass ein "normales" Pianissimo im Saal nicht leise genug klingt, was insbesondere die Streicher dazu zwinge, quasi mit einzelnen Bogenhaaren und wenigen Zentimetern Bogenlänge zu hauchen. Klar, dass die das vielleicht nicht so mögen...

      maticus schrieb:

      Wir sollten einfach alle Threads hier zerfleddern, dann wird es ganz, ganz übersichtlich.
      "Übersichtlich" mag es ja sein, kontroverse Themen in einen Pro- und einen Kontra-Thread (vielleicht auch noch einen "Weiß-nicht-Thread") aufzuspalten, aber mir scheint das nicht der Sinn eines Diskussionsforums zu sein. Der würde meines Erachtens eher erfüllt, wenn z.B. mal jemand etwas auf meine Einwände gegen die Architektur erwidern würde, statt nur zu beklagen, dass ich sie an angeblich falscher Stelle vorgebracht habe. Aber letzteres ist natürlich einfacher. Übrigens kann hier auch nach wie vor jeder über das neue Haus oder ein besuchtes Konzert jubeln. Ohne Zwang wäre das auch glaubwürdiger.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Natürlich ist es nicht der Sinn eines Diskussionsforum, wenn nur gelobt werden darf und noch dazu Threadersteller so explizit bestimmen, was in ihrem Thread erwünscht bzw unerwünscht ist. Wie jeder pädogogisch ein bisschen erfahrene Mensch weiss, ruft gerade das sofort vehementen Widerspruch hervor. Und was die Bemerkung "jemand der an sich gar nicht mehr hier ist" betrifft, ist sie in einer von Dir selbst rein positiv gewünschten Diskussion an Destruktivität kaum zu überbieten. Sagst Du, lieber Musiclover das auch zu anderen Usern, die sich schon zigmal hier abgemeldet haben? Ich glaubte, an anderer Stelle eher das Gegenteil gelesen zu haben! Wenn man jedes Statement, das hier in all den nicht eben konfliktarmen Jahren gemacht wurde, immer wieder aufs Brot geschmiert bekommt, dürfte bald niemand mehr schreiben. Wir sollten uns im Gegenteil riesig freuen, wenn Musikfreunde und zumal solche, die etwas Substantielles zu sagen haben und das auch tun, trotzdem wiederkommen und dieses Forum bereichern. :sofa1:
      Ob sie nun unserer Meinung sind oder nicht.
      Ich bin ganz und gar nicht Christians Meinung, was die Architektur der Elphi angeht :neenee1: Ich finde es grossartig, Altes, Traditionelles, Robustes, Bodenständiges, mit Neuem, Modernen, Leichtem und Transparentem zu verbinden. Backstein und Glas,kompakt und schwebend, opaque und durchsichtig- die Harmonie der Gegensätze und das versöhnt, was unversöhnlich scheint aber hier miteinander eine gelungene Ehe eingeht. Und von Kitsch kann da m.E. überhaupt keine Rede sein. Die Konnotation des Schiffes ist zwar relativ deutlich ,und kann, wenn man very sophisticated denkt, als banal betrachtet werden, aber gerade das ist m.E. ein falscher Standpunkt.. Mitten im Wasser, in einer Hanse- und Hafenstadt, was soll denn da bitte ein besseres Symbol sein????? Eines das Allen einleuchtet, auch dem Hafenarbeiter aus Übersee und nicht nur dem deutschen Intellektuellen. Die Verbindung von Kaufmannstum und Hochkultur ist ja das Typische für Hamburg und diese Architektur spiegelt es im wahrsten Sinne des Wortes wider. Mir ist es Wurscht, ob das Hamburger Abendblatt sich in Lobeshymnen ergeht, was gut ist, ist eben gut und da muss ich nicht aus reinem Advokatur diaboli Zwang widersprechen. Wenn man ein allgemeinverständliches sprich demokratisches und tragfähiges Symbol für diese Stadt, ihre Tradition und Geschichte bauen wollte, ist das hier m.E. sehr gelungen. Ich habe das Ganze ja noch nicht live gesehen sondern nur gefilmt aber mir gefällt es auch ästhetisch ausserordentlich gut. Ich habe einen direkten Vergleich mit einem anderen modernen Bau der an ein Schiff erinnern soll: die Stiftung Louis Vuitton von Frank Gehry, Ausstellungshalle in Paris. Das ist m.E. viel weniger gelungen als die Elphi und durch die Überlastung an Farben auch viel näher am Kitsch. Aber letztlich kann man ja über Geschmack kaum streiten , doch man kann immerhin seine Meinung etwas ausführlicher erläutern, was ich hiermit (und das sogar im Sinne des Threaderstellers.... :D .) getan habe. :fee:
      Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem und die Heilung eine musikalische Auflösung (Novalis)
    • FairyQueen schrieb:

      Altes, Traditionelles, Robustes, Bodenständiges, mit Neuem, Modernen, Leichtem und Transparentem zu verbinden. Backstein und Glas,kompakt und schwebend, opaque und durchsichtig- die Harmonie der Gegensätze und das versöhnt, was unversöhnlich scheint aber hier miteinander eine gelungene Ehe eingeht.
      Eine "Ehe" höchstens in dem Sinne, dass die beiden Partner nichts miteinander gemein haben, was ja angeblich in seltenen Ausnahmefällen vorkommen soll. Spaß beiseite: Wo siehst Du denn die "Verbindung" zwischen dem Speicher und dem Neubau außer der Tatsache, dass letzterer auf ersteren draufgepackt wurde? Weder wird der ursprüngliche Verwendungszweck des Speichers irgendwo sicht- oder erlebbar, noch gibt es verbindende Elemente.

      FairyQueen schrieb:

      Und von Kitsch kann da m.E. überhaupt keine Rede sein. Die Konnotation des Schiffes ist zwar relativ deutlich ,und kann, wenn man very sophisticated denkt, als banal betrachtet werden, aber gerade das ist m.E. ein falscher Standpunkt.. Mitten im Wasser, in einer Hanse- und Hafenstadt, was soll denn da bitte ein besseres Symbol sein?
      Ein Symbol wofür? Für die Musik jedenfalls nicht. Ich bin mir bezüglich des Kitsches wie gesagt nicht ganz sicher, aber ein Merkmal desselben ist nach Gillo Dofles, wenn eine Sache in der Form einer ganz anderen auftritt. Ein Konzerthaus, welches wie ein Schiff aussieht, könnte daher als kitschig empfunden werden, zumal ein Schiff mit der Musik, die doch hier angeblich im Mittelpunkt stehen soll, nichts zu tun hat.

      FairyQueen schrieb:

      Die Verbindung von Kaufmannstum und Hochkultur ist ja das Typische für Hamburg und diese Architektur spiegelt es im wahrsten Sinne des Wortes wider.
      Tut sie das? Wenn sich hinter den Fenstern des Neubaus ein mondänes Kaufhaus verbergen würde, wäre das auch nicht überraschend. Es wäre sogar stimmiger, weil dann der Speicher unten drunter wenigstens noch einen inneren Bezug zum Neubau hätte. Aber so?

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde