Musikalische Limericks

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    • Herbstliches

      Trotz gewisser gezierter Gespreiztheit
      herrscht sie derzeit: die große Gereiztheit.
      Mancher schätzt's, mancher krittelt
      und ein Dritter vermittelt.
      doch an Galle wird selten gegeizt, Leit'!

      So, Kumpan, wer schreibt gut, wer schreibt richtig?
      Wessen Threads sind trotz Titelei nichtig?
      Tja, so viele Reflexe
      auf noch ält're Komplexe.
      Doch zum Glück ist des ois: nicht so wichtig!

      Ja, ich liebe den munteren Reigen
      welker Blätter, wenn Jahre sich neigen.
      Deren Irrlichtelieren,
      das Sich-sinnlos-verlieren,
      und doch Rascheln: so vielem zu eigen.
      "Scheiter', Haufen!"
    • [ˈpæʃ.ən]

      Im größten Kapellmeistersuff
      sprach Herbert: Und wenn ihr nicht uff-
      hört hier zu maulen,
      das Bach tät sich graulen,
      setzt´s noch 4 Kontrabässe druff!

      "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
      "
      , David Hurwitz
    • Entfacht ward zur See - nicht zum Bach -
      solch Instrumentier-Ungemach
      an Bord einer Yacht
      in Ohnmachts-Umnacht.
      Und niemand im Boot bot dort Schach.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Meisterswinger

      Was duftet so hold doch der Flieder
      Schrieb Wagner und meint´ Evchens Mieder.
      Jetzt liegt er im Grab!
      Oder schaut gar herab ?
      Auf die Bühnen, und denkt sich: wie bieder!

      "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
      "
      , David Hurwitz
    • Orchesterchefs seien befrackt!
      Regiechefs geschniegelt gelackt!
      Und sei'n sie auch Tonnen,
      die Chefprimadonnen
      sei'n so, wie Regie sie schuf: nackt!
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Troubulös

      Verbrannt wurde eigentlich doch Einer ?
      Wars´ dein Bruder, oder doch Meiner ??
      Wes Kind Azucena ???
      Ferrando ???? Noch Eener!!!
      Ach Verdi: DEN Scheiß versteht Keiner!!!!!

      "You realize that it’s not necessary to own 50 Beethoven cycles, 46 of which you never play, when you can be just as happy with 20 of them, 16 of which you never play.
      "
      , David Hurwitz
    • Der Sinfoniker

      Falls beim Limerick auch die unregelmäßige 9-9-6-6-9-Form erlaubt ist, bleib ich beim Mahler-Geständnis:


      Der Sinfoniker

      Herr Gustav Mahler, der Musikus,
      saß still und denkend im Reisebus.
      Im Kopf ´ne Melodei,
      und auch Rhythmus dabei:
      „Mit den Planereien ist jetzt Schluss“.

      Der Bus hielt an, es war so um vier,
      Da wusste Herr Mahler: „Jetzt und hier
      werd´ ich mich beladen
      in dem Musikladen
      mit Tinte und mit Notenpapier.“

      Nur sieben Tage gingen herein
      Da war ihm klar: „Jetzt muss es wohl sein:
      Erst trink ich mir ein Bier,
      dann geht es ans Klavier.
      Dort schreib ich Musiken, das wird fein.“

      So fing Herr Mahler, gesagt – getan –
      mit dem Musikkomponieren an.
      An vier Geigen dachte
      der Meister und machte
      sich an die Kammermusiken ran.

      Über viele Takte lief es gut,
      doch schlich sich allmählich etwas Wut
      ein, denn es war nicht leicht:
      alles wirkte so seicht.
      So allmählich verließ ihn der Mut.

      Resignierend verließ er sein Haus
      Und begab sich dann zu Richard Strauß
      mit der Frage: „Was nun?
      Was könnte ich noch tun?“
      …..
      „Hör´ Gustav, wenn dir die Ideelen
      beim Komponieren manchmal fehlen,
      so weiche aus auf ein Orchester,
      dann stört das niemanden, mein Bester.

      So wurd´ eine Sinfonie daraus.



      Uwe
      Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen.

      (Franz von Assisi)
    • Die Zehnte, die wollte nix werden,
      trotz aller Verzweiflungs-Gebärden.
      So ward prophylaktisch
      ernannt - das schien praktisch -
      zur Zehnten das Lied von der Erden.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Doch Almschi hatt' dickes Mohair-Fell,
      rippt' Gropius, Kokoschka und Werfel.
      Hätt' ihn sie gekannt,
      die Alma, gewandt,
      hätt' klar gemacht auch noch Bryn Terfel.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Das Gleiche schon tat Thomas Mann.
      Den Kreis schließt Visconti sodann:
      Der Tod in Venedig
      kommt relativ gnädig
      zu Klängen, die Gustav ersann.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • Da hilft wohl nur Eines: Die Spreu
      vom Weizen zu trennen. E poi:
      Mit Gustavscher Dritter
      und Emo-Emitter
      verfilmst Du das Ding einfach neu.
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms