Billig, teuer oder "Preis wert": Was kosten Konzert- und Opernkarten, und was sind sie wert?

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    • Sadko schrieb:

      Ich weiß, aber das Hauptproblem ist ja nicht der Unterricht an sich (das kommt auf den Lehrer an, inwiefern er Autorität ausstrahlt, und welche Klasse man erwischt), sondern die Pausen. Da ist der Lärmpegel sehr hoch.
      Wirklich? Bei uns gab es pro Stockwerk eine Lehrkraft als Gangaufsicht, der Rest der Lehrer hat während der Pausen Kaffe getrunken und/oder Zigaretten geraucht. Ich glaube, die (Gymnasial)LehrerInnen sind in dieser Hinsicht sehr deutlich näher bei den erwähnten "Bürokräften" als bei den Bauarbeitern oder KindergärtnerInnen.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Quasimodo schrieb:

      Dennnoch: Sprechen wir hier nicht von außerordentlich seltenen Fällen?
      Das denke ich auch. Bis auf das Gehuste (und bei Opern Gezische), habe ich selten etwas wirklich störendes erlebt. Eine Ausnahme waren während einer Aufführung von Mendelssohns Schottischer zwei dauerquatschende Besucher hinter mir. Als ich mich schließlich mit finsterem Blick umdrehte, musste ich die Präsidentin der Salzburger Festspiele mit ihrem (in Österreich sehr bekannten) Vater entdecken. Da muss man dann wirklich auf Arroganz schließen...
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Felix Meritis schrieb:

      Wirklich? Bei uns gab es pro Stockwerk eine Lehrkraft als Gangaufsicht, der Rest der Lehrer hat während der Pausen Kaffe getrunken und/oder Zigaretten geraucht. Ich glaube, die (Gymnasial)LehrerInnen sind in dieser Hinsicht sehr deutlich näher bei den erwähnten "Bürokräften" als bei den Bauarbeitern oder KindergärtnerInnen.
      Eine Gangaufsicht pro Stockwerk gibt es noch immer, aber die kann ja auch nicht alle Kinder bändigen.. Ich habe dafür auch keine Lösung parat. Wären schulfremde Personen problemlos willkommen, würde ich Dich einladen, mit mir morgen und übermorgen um 8 in der Früh mitzukommen (wobei ich derzeit an einer katholischen Privatschule ohnehin sehr privilegiert bin, aber laut ist es da auch). Was derzeit an Wiener Hauptschulen / Neuen Mittelschulen abgeht, ist tatsächlich unglaublich (Bedrohung von Lehrern und Mitschülern etc). Lehrer (auch Mittelschullehrer) zählen nicht grundlos zu den burnoutgefährdetsten Berufen.

      Um wieder zurück zur Kultur zu kommen: Die Begebenheit mit der Präsidentin der Salzburger Festspiele glaube ich sofort. Das überrascht mich gar nicht.
      Ja, wir sprechen hier glücklicherweise von sehr seltenen Fällen. Es geht halt immer darum, wie man den größten Nutzen hat. Manchmal ist es tatsächlich besser nichts zu tun. Das muss man immer in der jeweiligen Situation abwägen.
    • diskursprodukt schrieb:

      Wer z.B. als A15-Beamter 4.500 Euro brutto bezogen hat, ist mit 3.200 Euro netto Ruhestandsgehalt nicht bedürftig.
      Das ist natürlich der Normalfall. ;( Ich sprach von Rentnern mit Grundsicherung. Die soll es auch geben und auch die, jedenfalls die, die ich kenne, würden auch gerne teilhaben. Nur zählt da dann wirklich jeder Euro.

      :wink: Wolfram
    • Sandra schrieb:

      Altersarmut ist zweifellos ein weit verbreitetes Problem, welches in Zukunft eher noch größer werden wird. Ich finde aber nicht, dass man dem mit ein paar Almosen in Form von ermäßigten Eintrittskarten angemessen begegnet.
      Es wäre aber immerhin ein erster Schritt, auch ein Zeichen, dass diese Menschen nicht ausgeklammert werden! Das man es dabei nicht bewenden lassen darf. ist klar.

      :wink: Wolfram
    • zabki schrieb:

      Aber:
      in den beschriebenen Fällen finde ich es doch sehr sehr hart, eine Toleranz von mir oder anderen zu erwarten. Denn diese Störungen tolerieren zu sollen bedeuteten es, tendenziell die Zerstörung dessen, was da stattfinden soll, zulassen zu sollen.

      Eine Analogie:

      würde man es bei einem Bundesliga-Fußballspiel von Spielern und Publikum erwarten können zu tolerieren, daß sich Kinder oder andere Personen auf dem Spielfeld nach eigenem Bedünken aufhalten und bewegen? So wie dies in "das Spiel selbst" eingreifen würde, so greifen akustische Störungen "in das Spiel selbst" ein, werden nämlich untrennbarer Bestandteil der gesamten akustischen Informationen.
      In einem Gottesdienst kürzlich liefen nicht nur die Kinder ständig herum, was man heutzutage ja schon gewohnt ist, zu ertragen, nein auch die Erwachsenen standen ständig auf ('Darf ich mal durch.') und holten sich aus dem im Kirchenschiff vorhandenen Automaten ihren Kaffee und kamen dann wieder zurück ('Tschuldigung, darf ich noch mal?'). Da ist bei mir die Toleranzschwelle dann auch überschritten. Natürlich lässt man sie dann durch, zischt auch nicht, wundert sich nur halt.

      In Konzerten, in der Oper oder im Theater finde ich Reden, in der Tasche kramen, ungeniertes Husten ('Wie war's? - Naja, der zweite Rang hatte wieder Husten.') etc. auch ziemlich störend und v.a. auch den Künstlern gegenüber als sehr missachtend und fordert mich, wenn ich denn direkt daneben sitze, auch zu bestimmten Reaktionen (Zischen) heraus.

      Anders ist es gegenüber Behinderten. Ich weiß, wenn von dieser Seite aus Geräusche oder Ähnliches kommt, dass das die Vorstellung für mich mehr oder weniger extrem einschränken wird, dass ich das aber auch ertragen muss. Das ist dann halt mal so. Ärgerlich, aber auch diese Menschen haben ein Recht auf Kultur. Und anders als die Nichtbehinderten haben sie ihre 'Äußerungen' eben nicht unter Kontrolle. Als wir damals stunden-, tagelang für Opernkarten in Hamburg anstanden, hatte nach jedem 5. Anstehenden ein Behinderter einen Platz. Fanden wir natürlich auch nicht schön, weil eben längeres Warten und geringere Hoffnung auf einen erschwingbaren Platz. Aber niemand hat das in Frage gestellt. An solchen Punkten (hier vor oder im Haus) ist eben die Solidargemeinschaft gefragt.

      Anders sehe ich das bei Blinden, wobei ich mich, zum Glück, nicht direkt in ihre Lage versetzen kann. Aber ich stelle mir vor, dass ich als Blinder in eine Opernaufführung gehen würde. Da würde ich v.a. logischerweise die Musik hören wollen und von daher bräuchte ich nicht die ständige Erläuterung, was genau auf der Bühne passiert. Für mich wäre eine Opernaufführung dann gleichbedeutend mit einer konzertanten Oper. Eine mehr oder weniger genaue Erläuterung einer Begleitperson muss dann wirklich nicht sein.

      Dabei denke ich, dass die Toleranz und Anpassungsfähigkeit, die man von der Mehrheit des Publikums erwartet, hier auch vom Blinden geleistet werden sollte.

      :wink: Wolfram
    • andréjo schrieb:

      Danke und Du hast natürlich Recht! Mit dem "Geschwätz" meine ich freilich die lautstarken Unterhaltungen einschlägiger Kollegen im Lehrerzimmer. Dann muss man halt notfalls ausweichen in den Silentium-Raum, den es natürlich auch gibt.
      Silentium-Raum? Welch ein Luxus! Wir mussten das immer ertragen. :D

      andréjo schrieb:

      Umgekehrt versteht meine Frau nicht, dass ich immer so laut Musik hören will - wobei ich sie nicht störe, unser Haus ist groß genug. Doch wenn schon Lärm in der Schule, dann muss ich die Musik auch nicht leise hören.
      Richtig. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Wie war das mit dem 'groben Klotz'? Wobei ich nicht geschrieben hätte 'dann muss ich die Musik...', ich hätte eher gesagt: 'dann kann ich die Musik auch nicht leise hören'. ^^

      :wink: Wolfram
    • Felix Meritis schrieb:

      Schon witzig, wie sich der schulische Alltag in den letzten 20 Jahren gewandelt hat! Zu meiner Zeit war es unter Androhung von ernsthaften Konsequenzen verboten, den Unterricht durch Lärmen zu stören.
      Als ich selber Schüler war, bedeutete das Eintragen ins Klassenbuch mit das Schlimmste. Als ich dann selber Lehrer war, war das eher eine Form der Dokumentation. Die Schüler interessierte das überhaupt nicht.

      Aber das nur OT. ^^

      :wink: Wolfram
    • Sadko schrieb:

      Manche Leute sind einfach sehr egoistisch und respektieren die allgemeinen Regeln nicht (nämlich dass man ruhig ist, wo man ruhig zu sein hat)

      wobei ich den Verdacht habe, daß auch Leute in Aufführungen auftauchen (eventuell auch Begleitpersonen) die dann weniger egoistisch sind, als daß sie die "Regel" überhaupt nicht kennen. In einer Debatte in einem (Allgemein-)Forum wurde vertreten, mit den Kauf der Eintrittskarte habe man das Recht auf Anwesenheit erworben und dürfe im Rahmen der Gesetze im übrigen tun und lassen, was man wolle. Da wird die Musik in einer Opernaufführung vielleicht als sowas angesehen wie der Lärm beim Autorennen, wo ja auch keiner auf die Idee käme, ein tobendes Kind zu Ruhe zu ermahnen mit den Hinweis, es störe den Autolärm.
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Wolfram schrieb:

      Sandra schrieb:

      Altersarmut ist zweifellos ein weit verbreitetes Problem, welches in Zukunft eher noch größer werden wird. Ich finde aber nicht, dass man dem mit ein paar Almosen in Form von ermäßigten Eintrittskarten angemessen begegnet.
      Es wäre aber immerhin ein erster Schritt, auch ein Zeichen, dass diese Menschen nicht ausgeklammert werden! Das man es dabei nicht bewenden lassen darf. ist klar.
      Einerseits wäre es ein erster Schritt, aber andererseits einer, der Altersarmut indirekt als Normalfall festschreibt. Das ist ein bisschen so wie bei den "Tafeln", die einerseits eine segensreiche Angelegenheit sind, andererseits aber die staatlichen Stellen zum Teil aus der Verantwortung entlassen, selbst etwas gegen Obdachlosigkeit und Armut zu tun. Und die sind wenigstens privat organisiert: Ermäßigte Tickets für öffentlich geförderte Veranstaltungen könnte der Staat sich selbst als Leistung gegen Altersarmut auf die Fahnen schreiben und zu niedrige Renten damit rechtfertigen ("Dafür bekommen sie ja Ermäßigungen"). "Ausgeklammert" würden die Menschen also vielleicht doch: indem sie Sonderrechte bekommen, die gar nicht nötig wären, wenn man ihnen ihre normalen Rechte (nämlich das Recht, von einem Vollzeit-Job und der anschließenden Rente angemessen leben zu können) nicht verweigern würde.
    • Wolfram schrieb:

      diskursprodukt schrieb:

      Wer z.B. als A15-Beamter 4.500 Euro brutto bezogen hat, ist mit 3.200 Euro netto Ruhestandsgehalt nicht bedürftig.
      Das ist natürlich der Normalfall. ;( Ich sprach von Rentnern mit Grundsicherung. Die soll es auch geben und auch die, jedenfalls die, die ich kenne, würden auch gerne teilhaben.
      Das ist, soweit ich das überblicken kann, bei den von mir besuchten Veranstaltungen in der Tat der Normalfall. Und weil ich zu den Leuten gehöre, die (wenn ich alleine unterwegs bin) auch gerne andere anquatschen, kann ich durchaus sagen, dass es bei Kulturveranstaltungen im Bereich Oper/Konzert nur so von (eher) begüterten Senioren wimmelt. Dass es auch weniger Begüterte gibt, habe ich nicht abgestritten. Ich habe lediglich in Abrede gestellt, dass es sinnvoll wäre, für alle Senioren einen Rabatt zu gewähren.

      Und im Übrigen: warum sollte es einen Rabatt für Rentner mit Grundsicherung geben, der nicht auch für 45-jährige mit Grundsicherung greift? Versteh mich nicht falsch, ich bin gerne solidarisch mit armen SeniorInnen. Aber die soziale Wirklichkeit deutscher Konzertsäle führt mich nicht zu der Überzeugung, dass Altersarmut ein generelles Problem in Deutschland ist und dass Senioren finanziell vom Besuch von Kulturveranstaltungen abgeschreckt werden.
      ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...
    • Quasimodo schrieb:

      Gut, Sadko geht offenbar noch öfter in die Oper als Calisto,
      Offensichtlich! Ich bin auch ziemlich neidisch auf Eure Erlebnisse: Blinde, taube Nüsse, Lahme, Absaugvorrichtungen, raschelnde und schlurfende Rentnerinnen. Das ist doch ziemlich spannend.

      Ich bin eine reiche Möhn und sitze in der DOB im 2. Rang, 4. Reihe und erlebe nichts :boese1: . Stimmt gar nicht. Bei Lachenmanns Oper Das Mädchen mit den Schwefelhölzern beschäftigte sich eine Reihe vor mir ein (räusper) junges Paar mit dem Zeigen von Urlaubsfotos auf dem Handy. Ich hätte sie gerne getötet, aber das ist ja leider aus der Mode gekommen. So habe ich sie einfach nur eingeschüchtert. Das ging auch.

      calisto
    • diskursprodukt schrieb:

      Ich habe lediglich in Abrede gestellt, dass es sinnvoll wäre, für alle Senioren einen Rabatt zu gewähren.
      Soweit ok, das ist Dein gutes Recht. Aber wieso stellst Du dann nicht auch die Sinnhaftigkeit von Schüler- und Studentenrabatt (oder allgemein einen für Menschen unter 2# Jahren) in Abrede? Da gibt's z.T sogar Freikarten. Für Behinderte? Für Familien? Die nagen ja auch nicht alle am Hungertuch. Wieso bekommt ein leitender Angestellter, Unternehmer o.ä. mit 6-stelligem Brutto-Jahresgehalt oder knapp darunter Familienrabatt (in dieser Gegend wäre ein Studienratsehepaar mir 2 Kindern)? Oder seine Kinder Schüler-/Studenten-Rabatt? Und daß jemand behindert ist, sagt auch absolut nichts über seinen Finanzstatus aus...
      Egal, welches Rabattsystem ich mir an deutschen Opernhäusern ansehe, alle kommen auch Menschen mit höherem (oder auch mittlerem) Einkommen zugute, die das alles eigentlich nicht bräuchten. Wieso dann gerade für Rentner nicht? Kann es sein, daß du da ein Feindbild hast, das hier noch nicht zur Sprache kam und sich aus ganz anderen Quellen nährt, als der vordergründigen "Die brauchen das nicht"-Argumentation, wobei ich bei letzterer ausser Gemeinplätzen bislang eigentlich noch keine nachvollziehbare Begründung gesehen habe?
      Die Konsequenz wäre doch, alle Rabattsysteme abschaffen, oder?
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • calisto schrieb:

      So habe ich sie einfach nur eingeschüchtert. Das ging auch.
      Schön für Dich! Gegenbeispiel: München, Nationaltheater, Balkon 3 Reihe Mitte. Nebenan Mutter mit etwa 10 jähriger Tochter. Die Tochter hat sich absolut vorbildlich verhalten...
      nur: Die Mutter! Hat dem Mädel vom ersten bis zum letzten Takt inkl. Applaus und Aus- und Angehen des Lichtes das komplette Geschehen im Haus und auf der Bühne und im Graben synchron kommentiert. Trotz mehrfacher Intervention aller Umsitzenden. Statt dessen: empörte Reaktion. Da war irgendwann der Punkt, an dem ich mir die Zulässigkeit der Konfliktlösestrategien der italienischen Renaissance gewünscht habe....
      Dagegen sind schlurfende Absauggeräte (hatte ich ehrlich gesagt noch nie) vermutlich harmlos.

      Nachtrag: ich überleg' mir grad, ob ich den Spruch in meiner Signatur nicht in "Tuez cette femme!!" ändere....
      viele Grüße

      Bustopher


      Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen und es klingt hohl, ist denn das allemal im Buche?
      Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher, Heft D (399)
    • bustopher schrieb:

      Kann es sein, daß du da ein Feindbild hast, das hier noch nicht zur Sprache kam und sich aus ganz anderen Quellen nährt, als der vordergründigen "Die brauchen das nicht"-Argumentation, wobei ich bei letzterer ausser Gemeinplätzen bislang eigentlich noch keine nachvollziehbare Begründung gesehen habe?
      In meinem Selbstbild komme ich ohne Feindbilder aus, Und wenn ich tatsächlich Senioren als Feindbild hätte, hätte ich mir mit Klassik das falsche Hobby gesucht... ;)

      bustopher schrieb:

      Soweit ok, das ist Dein gutes Recht. Aber wieso stellst Du dann nicht auch die Sinnhaftigkeit von Schüler- und Studentenrabatt (oder allgemein einen für Menschen unter 2# Jahren) in Abrede? Da gibt's z.T sogar Freikarten. Für Behinderte? Für Familien? Die nagen ja auch nicht alle am Hungertuch.
      Sicher kann man auch diskutieren alle Rabattsysteme abzuschaffen. Aber ich kenne niemanden, der das fordert. Wir können auch alles gleichzeitig diskutieren: z.B. ob es nicht schrecklich ungerecht ist, dass bestimmte Leute Steuerkarten beziehen können, z.B. ob es Vermögensprüfung für Menschen unter 27 geben sollte, bevor sie eine Juniorrabattkarte kaufen können. Aber das sind alles Blendgranaten bei der Diskussion um einen generellen Seniorenrabatt.
      Immerhin gestehst du mir zu, dass es mein „gutes Recht“ ist diese Position zu vertreten. Es wäre dann noch nett, wenn du mir zugestehen könntest, dass ich zu dieser Überzeugung auf der Grundlage rationaler Überlegungen und plausibler Haltungen habe gelangen können und nicht nur infolge eines „Feindbildes“... Das ist nämlich auch wieder ab personam und nicht ad argumentum. 8)
      ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...