Jeden Tag ein Streichquartett

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • garcia schrieb:

      Nach all dem Mahler der letzten Zeit ist es Zeit für diskretere Reize.

      Hmmm ... :D ... ich meine ja, man könne das eine tun ohne das andere zu lassen ... darum vor dem heutigen Mahler dieses:

      Vagn Holmboe: Sværm op. 190b (1992)

      Kontra Quartet



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Heut Abend gibts hier Radio, daher kein Bildchen (Deutschlandradio, 21:05):

      Rheingau Musik Festival 2017
      Wolfgang Amadeus Mozart
      Streichquartett Nr. 23 F-Dur, KV 590. 'Preußisches Quartett

      SimonLaks
      Streichquartett Nr. 3

      Robert Schumann
      Streichquartett F-Dur, op. 41,2

      Dover Quartett; Mitschnitt vom 7.7.2017 im Fürst-von-Metternich-Saal, Schloss Johannisberg



      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Nun das definitiv letzte Werk. Per Nørgård hat nach den Skizzen die ersten beiden Sätze herausgegeben. Nach seinen Worten lag die Partitur "in nur teilweise ausgearbeiteter Form vor, die jedoch bis auf wenige Zweifelsfälle ins Reine geschrieben werden konnte".

      Vagn Holmboe: Quartetto sereno op. posth. 197 (1992)[/b]

      Kontra Quartet



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Weiter Haydn.


      Streichquartette op.1 No.4,5,6
      Buchberger Quartett.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Gestern noch:



      Karlheinz Stockhausen:
      Helikopter-Streichquartett (1992/93)
      Arditti String Quartet

      Persönlicher Höreindruck:

      Komponiert 1992/93, wurde das Helikopter-Streichquartett für Streichquartett, 4 Helikopter, 4 Kameras und die dazugehörige Technik von Karlheinz Stockhausen (1928-2007) am 26.6.1995 in Amsterdam dreimal (also mit drei Flügen) vom Arditti String Quartet uraufgeführt. Die genau vorgegebene und mittels Kopfhörern von den anderen mitvollziehbare Musik hat das Arditti String Quartet dann am 7. und 8.12.1996 im Schulzentrum Kürten auf vier verschiedene Schulräume verteilt für Tonträger aufgenommen, und Stockhausen hat 1999 dazu den Helikopterflug gemischt, der bei der 31:51 Minuten langen CD-Aufnahme (CD naïve MO 782097) mit dem Start beginnt und mit der Landung endet. Die Aufnahme hat etwas logisch Motorisches des realistisch erscheinenden Helikopterflugs mit dazu spielenden Streichinstrumenten, aber auch etwas Sphärisches – ein sphärischer Flug in eine klangmalerische, flirrende Streichquartett-Traumwelt. Zwischendurch wird immer wieder mit überbetonenden Stimmen, manchmal eine, manchmal mehrere, von 1 aufwärts gezählt, unterschiedlich hoch. Man kann sich in diesen Flug quasi fallen lassen, mitfliegen, hinwegträumen oder versuchen, den musikalischen Verlauf ganz bewusst mitzuverfolgen. Die vier Streicher schrubben akribisch und eigentlich recht klangschön ihre miteinander verwoben scheinenden Parts durch, bewundernswert. Die Erkenntnis für mich nach dem Durchhören der CD: Das Helikopter-Quartett von Karlheinz Stockhausen ist kein Event um seiner selbst willen, es ist gute, originelle, sogar spannende Musik und sie hat bei allem Bombast der Grundkonzeption etwas seltsam Sphärisches, nicht unangenehm weltfremd Abgehobenes.

      Und dann doch die lausbübische Idee: Vier Concordes reaktivieren und dann das Concorde-Triangelquartett über den Atlantik fliegend aufführen. :wink:
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Karlheinz Stockhausen:
      Helikopter-Streichquartett (1992/93)

      Ja, super Idee ... kommt gleich auf die Liste.

      Hier nochmals Posthumes.

      Vagn Holmboe: Quartetto sereno op. posth. 197 (1992)[/b]
      (Zwei von Per Nørgård fertiggestellte Sätze)

      Kontra Quartet



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Gestern auch noch:



      Rued Langgaard:
      Streichquartett Nr. 1 (1914/15, rev. 1936)
      Nightingale String Quartet

      Den 3. Satz (im Gesamtwerk) zu hören hat mir wieder mal Musils Anmerkung vor Ohren geführt was von der Kunst bleiben kann, wir als Veränderte nämlich.

      Ein erstaunliches, verblüffendes Werk!
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ich beende den Tag mit Haydn.


      Quartette op.9 No. 1&3
      Buchberger Quartett.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Hier ziemlich früher Mozart im Doppelpack.

      W. A. Mozart: Streichquartett G-Dur KV 80 ("Lodi-Quartett")

      Quartetto Italiano

      Cuarteto Casals



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • ...und ich starte den Tag wie der gestrige endete...


      Haydn, Quartette op.9, Nos. 2&4
      Buchberger Quartett.

      Meine Begeisterung sowohl für die Werke als auch die Buchbergers steigt stetig... mit die lohnendste Anschaffung die ich je tätigte, scheint mir.


      LG :)
      "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
      (Shunryu Suzuki)
    • Heute Mailänder Quartette

      W. A. Mozart

      Streichquartett D-Dur KV 155
      Streichquartett G-Dur KV 156


      Quartetto Italiano

      Cuarteto Casals



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Die Streichquartette Janaceks - zwei der genialsten Eingebungen des Genres - waren bei böhmischen/tschechischen Quartetten immer in guten Händen. Janacek Quartett, Smetana Quartett, Pavel Haas Quartett.... Das ist beim Prazak Quartett nicht anders. Ihre Interpretation der Kreutzer-Sonate ist allerallerallererste Sahne, besser geht es wohl nicht, spieltechnisch, emotional, aufnahmetechnisch...zum Niederknien. :verbeugung1:

    • Heute wieder Mailänder Quartette - Nr. 3 und 4 (also Nr. 4 und 5 in der Zählung aller Quartette).

      W. A. Mozart

      Streichquartett C-Dur KV 157
      Streichquartett F-Dur KV 158

      Quartetto Italiano

      Cuarteto Casals



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Zuletzt gehört:



      Rued Langgaard:
      Streichquartett Nr. 1 BVN 68
      Nightingale String Quartet

      Der dänische Komponist Rued Langgaard (1893-.1952) komponierte das erste seiner insgesamt 7 nummerierten Streichquartette (BVN 68) 1914/15, also mit 21 Jahren. 1936 hat er es revidiert. Beim jungen aus Kopenhagen kommenden Nightingale String Quartet, das ambitioniert alle Langgard Streichquartette aufgenommen hat (dieses auf Vol. 3, CD Dacapo 6.220577, Konzerthalle der Royal Danish Academy of Music, 19. bis 24.8.2013), dauert das viersätzige Werk, es steht in E-Dur, 37:34 Minuten.

      Meine Eindrücke:

      1.Satz Andante ma non troppo usw.
      Wunderschöne harmonische Musik, mehr an Mozart und Mendelssohn, vor allem auch an Schubert erinnernd als an Beethoven und Wagner.

      2.Satz Allegretto scherzando usw.
      Ein gehetzter Ritt mit teilweise irisierend schönen Stockungen.

      3.Satz Grave usw.
      Eine faszinierend geheimnisvolle gleichförmige Bewegung setzt sich fest, ganz eigen beseelt, spirituell, irgendwie sehr unheimlich und geheimnisvoll, dann verdichtet es sich, aber nach ca. 4 ½ Minuten bricht plötzlich ein kurzer Sturm los, aber nur ganz kurz, und plötzlich ist die Ruhe, ist der Friede angegriffen, bedroht, nur mehr ein Scheinfriede, auch wenn er als sei nichts passiert neu ansetzt. Die Sicherheit ist weg, fortgespült. Es bricht dann noch einmal etwas auf, und dann auch noch einmal dieser plötzliche Sturm, das Geschehen wiederholt sich also, und noch einmal diese sofort anschließende neu ansetzende unheimlich penetrante gleichförmige Bewegung, wie ein unbeirrbares Kontinuum, und dann doch hinein (wohin?) mit einem friedlichen Sonnenstrahl. Man hofft: Bitte jetzt kein neuer Sturm. Nein – Ende. Was für ein Satz! Musils Diktum gilt hier, wir bleiben als Veränderte.

      4.Satz Sostenuto usw.
      Wie im Lohengrin-Vorspiel in eine Traumwelt hineingleiten, auf Wolken schweben, dann zieht das Geschehen die Zügel etwas an, kriegt es mehr Bodenhaftung, dann ein neuer Abschnitt, ein kurzer Himmelsritt, und wieder in eine Traumwelt, unbeschreiblich schön, eine „ganze“ Welt, die sich verdichtet und wieder entspannt (dieses plötzliche Verdichten ist auch immer wieder faszinierend), wieder Bodenhaftung, jetzt Ritt am Boden, in die Welt hinaus, in die Freiheit. Ade! Und – seltsam – eine konventionelle Stretta. Aber: Frei!

      Der Begleittext im Booklet verrät, dass Langgaard den Beginn des 4. Satzes zu Beginn des Finalsatzes des 4. Quartetts (dort der 3. Satz) wiederholen wird.

      Eine klanglich grandios offene und interpretatorisch famos eindringliche Aufnahme des jungen dänischen Damenquartetts!

      "Zugabe" aus dieser CD:

      Rued Langgaard:
      Streichquartettsatz "Italian Scherzo" BVN 408
      Nightingale String Quartet

      Die letzte Komposition von Rued Langgaard für Streichquartett ist der kurze Streichquartettsatz „Italian Scherzo“ BVN 408, entstanden am 21.10.1950. Das sehr kurze Stück erscheint wie eine Mischung aus Bartók und Verdi – und dauert beim Nightingale String Quartet (CD-Daten wie 1. Streichquartett) 1:59 Minuten.



      Rued Langgaard:
      Streichquartett Nr. 2 BVN 145
      Nightingale String Quartet

      Das Streichquartett Nr. 2 BVN 145 d-Moll (1918, rev. 1931) von Rued Langgaard hat vier Sätze und dauert beim Nightingale String Quartet (CD Dacapo 6.220575) 25:10 Minuten. Langgaard hat den Sätzen dieses Werks Titel gegeben, die Erwartungshaltungen schüren.

      1.Satz: Bortdragende Stormskyer (Gewitterwolke, die sich zurückzieht)
      Wirklich naturhaft anmutende Streichquartettmusik! „Dänischer Sturm“ wechselt sich ab mit zwielichtig-mystischen Ruhepausen, das Ende ist monoton geheimnisvoll.

      2.Satz: Bortkørende Tog (Der vorbeifahrende Zug)
      Eine Dampflok im Hochbetrieb, fünf Jahre vor Honeggers Pacific 231…

      3.Satz: Skumrende Landskab (Landschaft in der Dämmerung)
      Idyllischer Friede, in der Mitte spielt ein Zigeunergeiger auf.

      4.Satz: Vandring (Wandern)
      Beginnt schicksalsschwer wehmütig, dann erklingt mehrmals ein trotziger Marsch, und zwischendurch geht es in geheimnisvolle Zauberwelten und in eine Scherzowelt. Nach dem 3. Mal Marsch endet das Werk mit sehr entschiedenen Akkorden.

      Wieder überrascht Langgaard mit harmonischer und gleichwohl ganz eigener Musik, von seltsamer Aura.

      Das Nightingale String Quartet liefert auch hier so wie ich es höre eine akustisch wie musikalisch exzellente, mitreißende Aufnahme (enthalten in Vol. 1, aufgenommen 10. bis 12.12.2010 in der Konzerthalle der Royal Danish Academy of Music).

      Bin schon sehr gespannt auf die weiteren Werke auf diesen drei CDs.
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • Ja, die sind schon etwas Besonderes, die Quartette von Rued Langgaard. Ich habe gerade mal nachgeschaut, mein Beitrag bei der Konkurrenz zum Vol. 1 liegt schon 5 Jahre zurück. Wahnsinnig, wie schnell die Zeit vergeht. Muss ich also unbedingt wieder hervorholen, die 3 CDs.
      :wink:
    • Angeregt durch den gestern gehörten Interpretationsvergleich zu op. 10 im Radio.

      Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 1 d-Moll op. 7

      LaSalle Quartet



      Das Werk ist und bleibt ein Riesenbrett. In puncto Kontrapunktik "Die Kunst der Fuge" im Quadrat oder so. (Na ja, zumindest im Vergleich zum prototypartigen, lehrstückhaften Contrapunctus I.)

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • ... und noch das Zweite hinterher:

      Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10

      Margaret Price, Sopran
      LaSalle Quartet

      Dieses Werk erscheint mir wesentlich zugänglicher als op. 7.

      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Ich hörte heute auch mal Holmboe , aber ganz von Anfang an . Nach 10 'nicht giltigen' Versuchen veröffentlichte er sein erstes Streichquartett 1949 , aus der Wiege gehoben von den Wdmungsträgern und von diesen auch als Ersteinspielung am 9.April 1951 auf Tonträger festgehalten .

      Vagn Holmboe
      Streichquartett No.1 op.46
      Erling Bloch Quartet


      youtube.com/watch?v=UX491l-Jhpc
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "