Jeden Tag ein Streichquartett

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    • Tomas Breton hat auch 3 Streichquartette komponiert . Eines davon , das Dritte , kann man auf youtube hören . Leider gibt es keine Angabe , wer spielt .

      youtube.com/watch?v=6Bvn4UP5Q9A

      Ein weiteres in D-Dur wurde vom New Budapest String Quartet für Marco Polo eingespielt . Aber da gibt es Schwierigkeiten , die Aufnahme zu finden . Oft erscheinen statt dessen Orgelwerke von Stanford ? !
      Nur als Arkiv-Produktion eindeutig zu finden . Kennt jemand das Werk ? arkivmusic.com/classical/album.jsp?album_id=16654
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Zu den "Preußischen" wollte ich nochmal ... wie sagt man heute? ... eine Zweitmeinung hören. Und das "Hoffmeister"-Quartet kam im Schlepptau mit.

      W. A. Mozart:

      Streichquartett Nr. 20 D-Dur KV 499 ("Hoffmeister")
      Streichquartett Nr. 21 D-Dur KV 575 ("Preußisches Quartett Nr. 1")
      Streichquartett Nr. 22 B-Dur KV 589 ("Preußisches Quartett Nr. 2")
      Streichquartett Nr. 23 F-Dur KV 590 ("Preußisches Quartett Nr. 3")


      Quatuor Mosaïques



      Gruß
      MB

      :wink:
      Die Fähigkeit, geistige Transferleistungen in kurzer Zeit zu vollbringen, führt nicht immer zu tragfähigen Resultaten. So ist "ich kuk" bspw. keine korrekt gebildete Vergangenheitsform.
    • Ich habe gerade das Streichquartett Op. 83 von Elgar aufliegen. Es spielt sauber und möglicherweise auch philologisch korrekt das mir nicht näher bekannte "Aura Ensemble". Ein Bildchen finde ich nicht.
      Eigentlich mag ich Elgars Musik, aber hier scheint er nicht zu Hause zu sein. Ich kann mir streckenweise vorstellen, wie er das Stück orchestriert hätte (in der Durchführung des Kopfsatzes sind so Stellen, die es auch in den beiden Sinfonien gibt), und dann wäre das Ganze schon weniger dürftig.
      Die Aufnahme bietet noch das unmittelbar danach entstandene Klavierquintett an, das ich bis auf einige "schöne Stellen" im Mittelsatz noch weniger aufregend finde.
      Kurzum: Wenn ich die Streichqurtette von echten "Klang-Magiern" wie Strauss, Korngold und auch Humperdinck mit dem von Elgar vergleiche, muss ich sagen: Elgar fällt der Verzicht auf die große Palette am schwersten.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Ich empfinde das schon etwas anders! Das Streichquartett von Elgar finde ich auch nicht soooo doll, aber sein Klavierquintett ist wirklich der Hammer. Für mich eine grandiose Komposition. Sehr brahmsisch, aber voller Einfälle. Das Streichquartett von Strauss ist hingegen meiner Erinnerung nach ein Jugendwerk, das zudem noch sehr konservativ für seine Zeit ist und wenig vom späteren Klangmagier hat.
      Im Zweifelsfall immer Haydn.
    • Felix Meritis schrieb:

      Ich empfinde das schon etwas anders! Das Streichquartett von Elgar finde ich auch nicht soooo doll, aber sein Klavierquintett ist wirklich der Hammer. Für mich eine grandiose Komposition. Sehr brahmsisch, aber voller Einfälle. Das Streichquartett von Strauss ist hingegen meiner Erinnerung nach ein Jugendwerk, das zudem noch sehr konservativ für seine Zeit ist und wenig vom späteren Klangmagier hat.
      Was das Elgar-Quintett betrifft, will ich mich gerne nochmal ins Hörerlebnis stürzen; vielleicht war ich ja schon etwas gereizt ob der Quartettpleite - aber was Strauss betrifft muss ich mal energisch geraderücken, dass ich die Genannten (Humperdinck, Korngold und wasweisich, vielleicht noch Schmidt etc) nicht als grandiose Beispiele spätromantischer Quartettliteratur anführen wollte, sondern "nur" als spannender als das Elgar-Quintett empfinde. Strauss hat schon als Schüler unfassbare Sachen komponiert - das Violinkonzert etwa.

      Ach ja - und brahmsisch ABER voller Einfälle nehme ich auch übel. :P
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    • Nach meinem gestrigen Plädoyer für die verkannten Spätromantiker versuche ich es mal wieder mit Sibelius` Op. 56.
      Mir sagt das wieder nix, obwohl ich sonst Sibelius sehr mag.
      Meine CD mit dem Juliard-Quartett legt das Quartett von Verdi obendrauf - das ist eine echt geile Mucke.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Atrium String Quartet

      Das in Berlin ansässige in St. Petersburg ausgebildete Atrium Quartett ist eines der besten Russischen Formationen. Vor drei Jahren habe ich miterlebt wie sie in Hamburg an einem Tag alle15 Quartette von Schostakowitsch gespielt haben, ein Event, den ich sicher nie vergessen werde.
      Gerade läuft im SWR Mittagskonzert ein Konzertmitschnitt vom Bodenseefestival 2018 wo die Atriumer jeweils das 2. Quartett von Anton Arenskynund Serge Rachmaninoff geben. Bestätigt wieder die Klasse dieser Musiker. Wäre wünschenswert, dass diese kaum aufgeführten Werke auf CD erscheinen.

    • Ich muss sagen, auch das weniger bekannte erste Strq ist ein wunderbares, ganz charakteristisches Werk.
      Das Joachim-Quartett hat eine eher lyrische Herangehensweise - ich finde das ganz ok, bin aber dankbar für Tipps, wo ich die beiden Werke etwas "wilder" hören kann - mächtiges Häuflein und so...das gehört doch etwas rücksichtsloser gespielt, scheint mir.
      Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.
    • Hier ging es mal wieder mit Mozart in den Tag.

      Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett B-Dur KV 589 ("2. Preußisches Quartett")

      Klenke Quartett



      Gruß
      MB

      :wink:
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    • Heute das andere Quartett von obiger CD:

      Wolfgang Amadé Mozart: Streichquartett F-Dur KV 590 ("3. Preußisches Quartett")

      Klenke-Quartett

      Bin sehr angetan vom Spiel der Klenke-Damen - habe es vor dem Hintergrund ihrer herrlichen Aufnahmen der Haydn-Quartette Mozarts auch nicht anders erwartet. Vielleicht wird die CD mit dem Hoffmeister- und dem 1. Preußischen Quartett ja auch nochmal günstig zu haben sein.

      Gruß
      MB

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    • Alberich schrieb:


      Ich muss sagen, auch das weniger bekannte erste Strq ist ein wunderbares, ganz charakteristisches Werk.
      Das Joachim-Quartett hat eine eher lyrische Herangehensweise - ich finde das ganz ok, bin aber dankbar für Tipps, wo ich die beiden Werke etwas "wilder" hören kann - mächtiges Häuflein und so...das gehört doch etwas rücksichtsloser gespielt, scheint mir.
      Nicht unbedingt wild, aber auf Chandos gibt es eine Aufnahme des "alten" Borodin-Quartetts, die ich hervorragend finde. (Ich habe noch eine andere mit dem "Lark Quartet", die auch nicht schlecht ist, aber Borodin ist jedenfalls "russischer". Ich finde das erste Quartett auch ganz zu Unrecht kaum bekannt. Es ist vielleicht nicht ganz so "stimmungsvoll" wie das 2.

      ...a man who refuses to have his own philosophy will not even have the advantages of a brute beast, and be left to his own instincts. He will only have the used-up scraps of somebody else’s philosophy; which the beasts do not have to inherit; hence their happiness. Men have always one of two things: either a complete and conscious philosophy or the unconscious acceptance of the broken bits of some incomplete and shattered and often discredited philosophy. (G. K. Chesterton)
    • Beim zweiten Quartett von Borodin empfehle ich gerne noch die Aufnahme mit dem Quartetto Italiano


      (ASIN B00000E3ML)

      Gruß
      MB

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    • Nicholas Maw String Quartet 3

      Nicholas Maw ist ein englischer Komponist für den sich u.a. Simon Rattle (Odyssee, Sophie’s Choice) wiederholt eingesetzt hat. Sein drittes von vier Streichquartetten entstand als Auftragswerk zum 21. Jubiläum des Coull Quartetts, die es hier natürlich auch spielen. Auch wenn im booklet erwähnt wird, dass sich Maw intensiv mit der seriellen Musik beschäftigt hat, dies hier ist keine. Am ehesten klingt es nach Bartok und passt somit auch gut zum anderen Werk auf der CD, dem 3. Quartett von Britten. Derzeit in einer Sonderaktion zu haben. Darunter noch Quartette von Alwyn, Joubert und Stanford.

    • Schostakowitschs 6. Streichquartett entstand 1956 also in einer Zeit, in der der politische Druck sich drei jahre nach Stalins Tod etwas entspannt hatte, was man dem Werk auch anhört, das etwas leichter daher kommt, mal abgesehen von der bittersüßen passacaglia, einer der großen melodischen einfälle des Meisters. Gehört vom Borodin Quartett von einer Melodiya/Seraphim LP aus den 1960er Jahren.