Teodor Currentzis

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    • auf Tamino findet zur Zeit eine recht detaillierte und kontroverse Diskussion der neuen CD mit Beethoven V unter Currentzis statt, ab hier:

      tamino-klassikforum.at/index.p…&postID=704867#post704867
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      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • Ich bin, soweit er mir musikalisch bekannt ist, schlicht wankelmütig bezüglich Currentzis. Er ist ein Pop-Star, das muss man anerkennen und schlucken, man muss es sich nicht voller Wohlwollen zueigen machen. Seine Mätzchen machen mich skeptisch, aber andere Musiker sind auch nicht frei davon. Paramusikalische Effekte können sinnvoll sein, müssen aber nicht, und Regietheater beispielsweise hat denn auch viele Seiten. Seinen Sacre finde ich durchaus mitreißend. Manch vorromantische Musik wirkt auf mich gehetzt. An der Mahler-Rezeption der Neunten bin ich bislang unbeteiligt, brauche aber keine ungefähr fünfte Einspielung des Werks, da ich es wirklich nicht wöchentlich höre, nicht wöchentlich hören kann angesichts dessen, was ich monatlich oder jährlich so hören möchte.

      Tendenziell geht es mir mit ihm ähnlich wie mit Patricia Kopatschinskaja, von der ich allerdings bereits eine gute Handvoll Aufnahmen kenne. Und sie ist mir schlicht viel sympathischer. Das könnte natürlich allein mein Problem sein ...

      Vielleicht sollten wir uns wieder in zehn Jahren unterhalten; dann hat so etwas wie Rezeption stattgefunden auch im engeren Sinne. Oder war es im weiteren ?

      Wolfgang
      He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.
    • Teodor Currentzis wird in der Saison 2020/21 vier Konzerte in Hamburg dirigieren, drei davon in der Elbphilharmonie und eins in der Laeiszhalle. Die Programme sind durchweg der Hammer :verbeugung1:
      elbphilharmonie.de/de/festivals/teodor-currentzis/671

      1.)
      Béla Bartók
      Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112 (mit Patricia Kopatchinskaja)
      Sergej Prokofiew
      Suiten aus »Romeo und Julia« op. 64 / Bearbeitung und Zusammenstellung von Teodor Currentzis

      2.)
      Hildegard von Bingen
      Werke
      Wolfgang Amadeus Mozart
      Große Messe c-moll KV 427

      3.)
      Gustav Mahler
      Das Lied von der Erde

      4.)
      Alfred Schnittke
      Konzert für Chor

      Die Kartenschlacht wird gigantisch sein - ich habe schon mehrere Mails von eigentlich überhaupt nicht Currentzis-affinen Freunden und Bekannten bekommen, die ihn nun unbedingt auch endlich mal sehen wollen und mich fragen, ob ich für sie Karten besorgen könnte. Hinzu kommen all die zahlreichen Currentzis-affinen Menschen, die ohnehin jedes dieser Konzerte erleben möchten. Addiert wird für jedes der vier Konzerte eine Kartennachfrage von 10.000 bis 12.000 Karten (sehr vorsichtig geschätzt) zusammen kommen. Bei gerade einmal 2400 Plätzen. Ich hoffe mal, dass wenigstens ich selbst zum Zuge komme. Sicher ist das allerdings nicht.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
    • Wir reden hier hinsichtlich eines Konzerts über September 2020, ansonsten aber über Februar und April 2021.

      Ja, hoffentlich wird das stattfinden. Alles andere wäre ja nun wirklich eine Katastrophe.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
    • Currentzis hat es - unmaßgeblicherweise - auch inzwischen bei mir in die obersten Ränge meines persönlichen Dirigentenrankings geschafft. Ich kenne und habe von ihm Dido & Aeneas, den Rameau, Tschaikowskis VI und Beethovens V - bei aller Irritation (Beethoven) sind das für mich ganz herausragende Interpretationen. Das kann ich ganz ohne metaphysischen Quatsch ("Erlösertum") sagen (wer behauptet solchen Unsinn, er selbst wohl kaum).

      Vielleicht schaffe ich es in den nächsten 5 Jahren mal in ein Konzert. Besonders die beiden von music lover genannten Konzert mit Straußens "Tod und Verklärung"/Mahlers I. sowie dem Requiem von Faure wären ein absoluter Traum für mich gewesen.

      Leider hat mich meine Unfähigkeit, mich über mehr als einen Zeitraum von 6 Monaten festzulegen, dazu gebracht, als Hamburger noch nicht einmal in der Elphi gewesen zu sein - wahrlich eine Schande :schaem1:
    • Bei der 9. Ausgabe des Sendeformats "Currentzis-LAB" waren passenderweise kurz vor den gemeinsamen Konzerten in Stuttgart, Freiburg, Luxemburg und Hamburg Patricia Kopatchinskaja und Helmut Lachenmann zu Gast bei Teodor Currentzis. Hier ist die Sendung vom heutigen Tag abzurufen:
      swr.de/swrclassic/symphonieorc…currentzis-lab-9-100.html

      Und hier das Programm, das in den nächsten Tagen in den genannten Städten aufgeführt wird:

      Patricia Kopatchinskaja, Violine
      Helmut Lachenmann, Sprecher
      SWR Symphonieorchester
      Teodor Currentzis

      Heinrich Ignaz Franz Biber
      Battalia (1. Teil)
      Giacinto Scelsi
      Anahit / Lyrisches Poem über den Namen der Venus
      Helmut Lachenmann
      ... zwei Gefühle ... / Musik mit Leonardo
      Dmitri Kourliandski
      possible places / Konzert für Violine und Orchester (Uraufführung)
      Heinrich Ignaz Franz Biber
      Battalia (2. Teil)

      Dieses Programm ersetzt pandemiebedingt das ursprünglich für diese Tour vorgesehene Programm

      music lover schrieb:

      Béla Bartók
      Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112 (mit Patricia Kopatchinskaja)
      Sergej Prokofiew
      Suiten aus »Romeo und Julia« op. 64 / Bearbeitung und Zusammenstellung von Teodor Currentzis
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
    • Neu

      Rosamunde schrieb:

      Vielen Dank !
      Gern geschehen! Und hier der Link zur zweistündigen Radiosendung "Currentzis Midnight Lounge" mit Teodor Currentzis und Patricia Kopatchinskaja, die von SWR 2 live in der Nacht von Freitag auf Samstag nach dem gemeinsamen Konzert mit dem SWR Symphonieorchester gesendet wurde:
      swr.de/swr2/musik-klassik/curr…-live-2020-09-20-130.html

      Neben den Gesprächen zwischen Teodor Currentzis und Patricia Kopatchinskaja erklingen in dieser Sendung eine Reihe von Tondokumenten, von welchen mich der Kurt Weill-Song "Lonely House" in einer Aufnahme mit der Jazzsängerin Betty Carter am meisten beeindruckt. Faszinierend interpretiert.

      Interessant ist, dass Currentzis in dieser Sendung Patricia Kopatchinskaja vorschlägt, dass die beiden als nächstes Projekt das Kammerkonzert für Klavier und Geige mit 13 Bläsern von Alban Berg aufnehmen.
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      (Heinz Erhardt)
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      Hier die Rezension des Stuttgarter Konzerts der letzten Woche in der Süddeutschen Zeitung. Der Rezensent Reinhard J. Brembeck gibt seiner Kritik den Titel "Der aufregendste Dirigent der Welt" mit dem Untertitel "Berauschende Möglichkeiten: Teodor Currentzis mit dem SWR Sinfonieorchester".

      sueddeutsche.de/kultur/klassik…P9KMIQOmkDDwYUy1AnblbzSTU

      Wie man es von Currentzis kennt, baut er auch in dieses Konzert ein Werk ein, das nicht auf dem ausgedruckten Programm steht, nämlich "Weep you no more, sad fountains" von John Dowland, gespielt von Axel Wolf auf der Theorbe und gesungen von Dirigent und Solistin.
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      (Heinz Erhardt)
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      Inzwischen hat der SWR die Passage, in der Teodor Currentzis und Patricia Kopatchinskaja das John Dowland-Lied singen, spärlich begleitet von der Theorbe und dem Orchester, auf Facebook veröffentlicht:
      facebook.com/SWRClassic/videos/910203912836708/

      Zum Weinen schönen, so ist der Titel des SWR. Ich bin gespannt, ob ich das morgen in der Elphi auch so empfinden werde.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
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      Gurnemanz schrieb:

      Kannst ja mal etwas berichten - würde mich freuen!

      Wieland schrieb:

      Viel Freude beim Konzert in Hamburg.

      Das Hamburger Konzert war leider enttäuschend. Das Kourliandski-Violinkonzert wurde einfach weggelassen. Dies habe "organisatorische Gründe", so hieß es vorab von Elphi-Chef Lieben-Seutter. Eine Frechheit sondergleichen. Das Programm wurde ohnehin schon extrem abgespeckt, obwohl man den vollen Preis für das ursprünglich angekündigte abendfüllende Programm bezahlte (Bartóks Violinkonzert Nr. 2 und Prokofiews "Romeo und Julia"-Suiten), und dann wird einfach noch einmal etwas gestrichen, obwohl es im Programmheft steht und anderenorts zu hören war. Den John Dowland gab es als Zugabe, statt dass er, wie in Stuttgart, sinnfällig in das Programm integriert wurde. Ich habe nicht das geringste Verständnis dafür, dass man in Hamburg nicht das zu hören bekam, was dem Publikum in Stuttgart, Freiburg und Luxemburg geboten wurde.

      Die zweite Aufführung um 21.00 Uhr habe ich mir nicht mehr angehört, so stocksauer war ich.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
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      Gurnemanz schrieb:

      War wenigstens das, was Du zu hören bekamst, in Deinem Sinn?
      Der Biber war gut, die Dowland-Zugabe auch. Aber 78 Euro für 15 Minuten gute Musik? Der Rest dieses 60-minütigen Konzerts war eine 10-minütige "Umbaupause" und zwei relativ kurze zeitgenössische Werke. Wirklich eine Frechheit, dass das interessanteste Werk, nämlich das extra für diese Konzerte komponierte Violinkonzert für Patricia Kopatchinskaja, einfach ohne Angabe von Gründen gestrichen wurde.
      Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.
      (Heinz Erhardt)
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      Demnach waren die Stücke von Scelsi und Lachenmann dabei. ... zwei Gefühle ... hätte mich gereizt, aber ich gebe zu, daß das Programm schon arg zusammengestrichen war.

      :wink:
      Es grüßt Gurnemanz
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      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann