Teodor Currentzis

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    • Die hat mich nicht besonders überzeugt.
      Und ich habe prinzipiell nichts gegen Currentzis.
      Als Erstkontakt lieber Mackerras oder Christie
      ... Sonst gibt's auch Harnoncourt, Jacobs, Pinnock ... und wer's nicht HIP haben will kann sich an Leppard wenden.
      Alles, wie immer, IMHO.
    • Die Aufnahme von Mackerras hat einen großen Vorteil: Tatiana Troyanos.

      Einfach mal auf DuTube oder bei einem Streaming-Dienst in die verschiedenen Aufnahmen hineinhören, so verfügbar. Und für den Anfang aus dem 3. Akt "When I am laid in earth" vergleichend hören.
      "You speak treason" - "Fluently"
      "You've come to Nottingham once too often!" - "When this is over my friend, there'll be no need for me to come again!"
    • Symbol schrieb:

      Das Gesülze des Maestro
      Leider hört man vom Maestro in vielen Filmdokus nur ähnliches Gesülze. Aber wahrscheinlich muss das bei einem Erlöser so sein. Die Jünger liegen ihm dabei zu Füßen. :D


      maticus
      Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
      Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten
    • music lover schrieb:

      Diesmal also Beethovens Siebte
      Heute war im DLF ("Die neue Platte XL") die gesamte Symphonie zu hören. Leider hatte ich erst kurz vorm vierten Satz das Radio laufen.
      Anschließend habe ich im Onlineshop Hörschnipsel verglichen. Unter anderem vom BRSO unter Jansons, der ebenfalls kein Spitzentempo wählt. Bei dieser Aufnahme und vielen anderen kommen mir die Nebenstimmen gleichmäßiger gewichtet vor. Bei Currentzis wirken manche Instrumente eher gedeckelt (Bässe, hier kaum wühlend), manche überdeutlich. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind in den Takten 63 und 67 die Flöten fast nicht zu hören, ebenso in den Takten 64, 68, 70 und 72 die Fagotte. Dafür stechen letztere in Takt 63 und 67 hervor wie auch in Takt 69 und 71, obwohl die ersten beiden im piano stehen. Beispielsweise von der Goltz scheint das Freiburger Barockorchester hier genauer zu leiten.

      Es sagt zwar nichts über die Qualität der Interpretation, aber insgesamt überfordert mich dieser vierte Satz bei Currentzis weniger als bei anderen Aufnahmen.

      Viele Grüße

      "Unter den bekannten Malern in Deutschland bin ich der ärmste, der schlecht bezahlteste."
      Markus Lüpertz (www.focus.de, 17.4.2015)
    • Hier eine Rezension des neuen Beethoven-Albums von TC in der Tageszeitung "DIE WELT":
      welt.de/kultur/klassik/article…infonie-runderneuert.html

      Zum Thema der von Euch bemängelten Dynamik schreibt der Rezensent:

      Elmar Krekeler schrieb:

      Man braucht allerdings – der dynamische Raum, den Currentzis nutzt, ist kathedralengroß und feinst verästelt – einen einsamen Abend mit guten Kopfhörern, um, was wichtig ist, jede Feinheit zu hören. Oder sehr geduldige Nachbarn.
      Meine Kopfhörer sind sehr gut, vielleicht kann ich deshalb - wie bereits geschrieben - Eure Kritik nicht nachvollziehen.
    • music lover schrieb:

      Hier eine Rezension des neuen Beethoven-Albums von TC in der Tageszeitung "DIE WELT":
      welt.de/kultur/klassik/article…infonie-runderneuert.html

      Zum Thema der von Euch bemängelten Dynamik schreibt der Rezensent:

      Elmar Krekeler schrieb:

      Man braucht allerdings – der dynamische Raum, den Currentzis nutzt, ist kathedralengroß und feinst verästelt – einen einsamen Abend mit guten Kopfhörern, um, was wichtig ist, jede Feinheit zu hören. Oder sehr geduldige Nachbarn.
      Meine Kopfhörer sind sehr gut, vielleicht kann ich deshalb - wie bereits geschrieben - Eure Kritik nicht nachvollziehen.
      Ich finde eine überdrehte Dynamik einer Aufnahme (wahrscheinlich bei der Abmischung so hochgeschraiubt) eine Zumutung, denn ich will nicht gezwungen werden, Kopförer zu benützen, die ich für gesundheitsschädlich halte bei hohem Pegel. Und auch mit den Boxen einer Ablage will ich nicht eine 130 dB-Wiedergabe, um die ppppp-Stelle noch zu hören. Das klingt mit der besten Anlage nicht, denn man kann nicht mit Gewalt den Konzertsaal ins Wohnzimmer holen. Und dauernd rauf und runter regeln will ich auch nicht.
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • leverkuehn schrieb:

      Und auch mit den Boxen einer Ablage will ich nicht eine 130 dB-Wiedergabe, um die ppppp-Stelle noch zu hören.
      Bitte in den Relationen bleiben - bei den üblichen Konsumer-Anlagen sind 110 dB schon außergewöhnlich hoch.

      Gibt es eigentlich schon eine Messung dieser CD mit DR Meter oder ähnliches? Mit würde mal interessieren, wie groß der Unterschied konkret ist?
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Josquin Dufay schrieb:

      leverkuehn schrieb:

      Und auch mit den Boxen einer Ablage will ich nicht eine 130 dB-Wiedergabe, um die ppppp-Stelle noch zu hören.
      Bitte in den Relationen bleiben - bei den üblichen Konsumer-Anlagen sind 110 dB schon außergewöhnlich hoch.

      Gibt es eigentlich schon eine Messung dieser CD mit DR Meter oder ähnliches? Mit würde mal interessieren, wie groß der Unterschied konkret ist?
      Das war doch nicht völlig wörtlich gemeint... ich war übrigens beruflich in der Akustik-Branche beschäftigt und weiß da schon Bescheid. Ich halte es aber trotzdem für ein Unding, eine HiFi-Anlage so weit aufzudrehen, dass die Gläser im Schrank scheppern. Das brauche ich jedenfalls nicht, daher höre ich auch bevorzugt Kammermusik zu Hause, das passt akustisch wesentlich besser ins Wohnzimmer.
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      Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)
    • leverkuehn schrieb:

      ich war übrigens beruflich in der Akustik-Branche beschäftigt und weiß da schon Bescheid.
      Das kann ich ja nicht wissen - aber was hier beschrieben wird, ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Schallaufzeichnung: wieviel Dynamik ist machbar und wieviel Dynamik ist praktikabel? Ich habe die Aufnahme nicht und kann da nichts ermitteln.
      "Interpretation ist mein Gemüse."
      Hudebux
      "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."
      Jean Paul
    • Neu

      Merkwürdigerweise bisher nur im Blomstedt-Faden erwähnt:

      Die Live-Aufführung mit dem MusicAeterna Orchester unter Currentzis aus dem antiken Theater Delphi kann sich gut hören lassen. Die Tempi sind offensichtlich sehr ähnlich wie die auf seiner jüngst erschienenen CD-Aufnahme. Die Dynamik-Drosselung findet für den Arte-Fernsehton wieder statt für den, der es braucht. Mir hat diese sehr HIPpe Aufführung sehr gut gefallen, die Tempi, Akzentuierungen und Lautstärkeabstufungen sind, denke ich, sehr genau bei den Vorgaben des Komponisten. Und dass das dann alles andere als bequem für die Auführenden ist, liegt an LvB, nicht an TC.

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Neu

      Hall ist ein beliebter Soundeffekt bei Livemitschnitten. Kenne ich von vielen Mitschnitten aus Orten, in denen ich selber schon gesungen habe. Das ist nicht ungewöhnlich, den zu verwenden.

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Neu

      Giovanni di Tolon schrieb:

      Die Live-Aufführung mit dem MusicAeterna Orchester unter Currentzis aus dem antiken Theater Delphi kann sich gut hören lassen.
      Noch zur INFO, für die, die es nicht gesehen hatten: Es wurde die Beethoven - Sinfonie Nr.7 von Currentsis im Rahmen des ARTE-Thementages bei der alle 9 Sinfonien LIVE an unterschiedlichen Orten gespielt wurden.

      Meine Meinung dazu:
      Die Location fand ich erste Sahne aus dem anitiken Delphi Theater. Aber die Aufführung fand ich zu fiepsig und unsinfonisch. Nun gut ... ich bin kein HIP-Fan.
      Wenn schon in diese Richtung gehen soll, dann Paavo Järvi mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen LIVE aus der Beethovenhalle Bonn 2010.
      :alte1: Da wird richtig abgerockt !
      ______________

      Gruß aus Bonn

      Wolfgang
    • Neu

      Hmm,
      ich fand die Aufführung in Delphi besser als das was ich von der CD hörte. Durchaus hörbar.
      Eine gute Aufnahme, wenn ich auch den letzten Satz eher im "Berghain" verorten würde als im Konzertsaal.
      Denn da war nix mit "Swing", das war BPM orientiert.
      Theodor Currentzis sieht dabei aus wie der fehlenden Link zwischen Rafael Nadal und Nick Cave.
      Gruß aus Kiel
      Was soll ich mit einem Oldtimer? Ich kauf mir doch auch keinen Schwarz-Weiß-Fernseher. (Jeremy Clarkson)
    • Neu

      Das Klangbild im Fernsehen kann schwer natürlich gewesen sein, weil das Theater ja nicht mehr vollständig erhalten ist. Keine Rückwand und normalerweise wäre das Orchester ja nicht mit dem Rücken zun den Rängen positioniert gewesen.
      Wenn ich F10 auf meinem Computer drücke, schweigt er. Wie passend...