Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg - Bayreuther Festspiele 2017

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg - Bayreuther Festspiele 2017

      Da die gestrige Premiere (in Radio und Livestream übertragen) im Thread über die Bayreuther Festspiele schon ein paar Kommentare hervorgerufen hat, die Aufführung außerdem am Freitag (28.8.) im Fernsehen übertragen wird und manch einer von uns in Bayreuth eine der Folgeaufführungen erleben wird, mache ich für die Produktion einen eigenen Thread auf.

      Zunächst die Verantwortlichen und Mitwirkenden:

      Musikalische Leitung: Philippe Jordan
      Regie: Barrie Kosky
      Bühne: Rebecca Ringst
      Kostüm: Klaus Bruns
      Chorleitung: Eberhard Friedrich
      Dramaturgie: Ulrich Lenz

      Hans Sachs: Michael Volle
      Veit Pogner: Günther Groissböck
      Sixtus Beckmesser: Johannes Martin Kränzle
      Fritz Kothner: Daniel Schmutzhard
      Walther von Stolzing: Klaus Florian Vogt
      David: Daniel Behle
      Eva: Anne Schwanewilms
      Magdalene: Wiebke Lehmkuhl
      u.a.

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Hier die bisherigen Beiträge aus dem Thread Bayreuther Festspiele:

      Amfortas09 schrieb:

      zieh mir br-livestream via tablet rein. Bisher mir fetzige MS, was Mucke (Jordan) und szenische Umsetzung betrifft... in 3Sat wird vermutlich später in Mediathek.. ob für Besucher das MS-Orchester gleichermassen farbig rüberkommt ?

      Général Lavine schrieb:

      Jordan überzeugt mich auch, aber KFV ist für mich als Stolzing nicht minder schwer zu ertragen denn als Lohengrin oder Parsifal :S

      Amfortas09 schrieb:

      die Sachsansprache am Ende fand szenisch nicht so ganz überzeugend..
      Ich mag KFV. Ausserdem sieht er sehr attraktiv aus..... auch als Parsifal...

      ThomasBernhard schrieb:

      Ich mag KFV auch. Gerade auch, wie er - als schauspielerische Leistung! - ein so herrlich dummes Gesicht machen kann, begeistert mich.

      ThomasBernhard schrieb:

      und die angekündigte Kritikerdampflauderei mit Büning und Co kommt jetzt doch nicht live?

      Amfortas09 schrieb:

      Dampfplauderei gab's doch im BR-Klassik ?( , wenn schnell umgeswitcht vom Video-Livestream... Büning muss nicht maßgebend sein (vor allem dann nicht, wenn sie borniert LS mit Julliards als zu akademisch in die Tonne tritt)... Schade, dass Kosky beim Schlussmonolog vom Sachs nicht mit irgend einen richtigen Knaller aufwartet.. muss aber diese MS-Chose erneut mir reinziehn, um einfach noch mehr Details zu checken, was Mucke + Szene betrifft...

      Argonaut schrieb:

      Amfortas09 schrieb:

      die Sachsansprache am Ende fand szenisch nicht so ganz überzeugend..
      Was ja nicht so schlimm ist, wenn nur der Rest szenisch ganz überzeugend war. ?(

      Leporello92 schrieb:

      Ich hab' über BR Klassik nur reingehört (ab dem dritten Akt) und fand die Sänger einen, wie man so schön auf Englisch sagt, "mixed bag": Vogt war deutlich leiser als der David von Behle, zudem klangen die Höhen bei ihm zum ersten Mal richtig gequält. Kannte ich so nicht von ihm. Schwanewilms kommt knapp auf die geforderten Höhen rauf, oft klingt das aufgerissen da oben und leider kickst es dann auch. Was ich schade finde, ich mag diese Sängerin sehr, aber vielleicht ist Evchen nicht so ihr Ding (auch alterstechnisch). Behle ist wie bereits angedeutet vokal ein guter David, habe ihn mir zwischendurch als Stolzing gewünscht.

      Die musikalischen Highlights waren für mich Kränzle und Volle. Bei Kränzle freut es mich um seine Rückkehr und das er mal wieder beweist, dass man Partien wie Beckmesser und Alberich auch singen kann (das verpatzte a' in der Schusterstube, naja, das passiert ja wirklich fast jedem. Es gibt von Kränzle auch Aufnahmen wo er diesen Ton super hat).

      Volle würde ich gerne mal live als Sachs erleben, überzeugt er doch hier im dritten Akt mit seiner Gestaltung und mit der Tatsache, dass er die letzte Phrase des Sachses sogar noch aussingen kann und nicht nur noch rauskeucht, -brüllt, -säuselt [insert choice of word here].

      Habe viel schlechtes über das Dirigat gelesen, weiss eben auch nicht was im ersten und zweiten Akt abging, mir hats jedenfalls im dritten Akt sehr gefallen.
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Da ich im August eine der Aufführungen besuchen werde, schaue ich mir jetzt nicht den kompletten Stream an. Gestern habe ich im Livestream die ersten ca. 20 Minuten des ersten Akts (sehr amüsant) und ungefähr 20 Minuten inmitten des zweiten Akts gesehen (sehr konventionell). Den dritten Akt habe ich mir dann vollständig und aufmerksam in der Radioübertragung angehört. Auf dieser Basis ein paar Sätze zur musikalischen Seite:

      Jordans Dirigat hat bisher sehr unterschiedliche Kritiken bekommen. Ich fand die Koordination Orchester-Sänger bzw. Chor ausgezeichnet - das viele "Nicht-Zusammen", das Frau Büning in der Spontankritikerrunde des BR gehört zu haben behauptete, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Ein flüssiges, detailreiches, oft pointiertes Dirigat, auch wenn ich mache Passagen schon ausdrucksvoller (Vorspiel des 3. Akts, trotz langsamen Tempos etwas unterbelichtet, etwa beim Fortissimo-Ausbruch des Wahnthemas am Ende) oder schärfer (Beckmesser-Pantomime) gehört habe. Sehr ausgedehnte Generalpausen (im Wahnmonolog nach Gott weiß, wie das geschah oder vor den einzelnen Strophen des Preislieds) waren vermutlich szenisch bedingt. Im Radio klang das Orchester fantastisch, allerdings überhaupt nicht bayreuthmäßig - die hervorragenden Holzbläser sehr deutlich, fast im Vordergrund, teils sogar mit Klappengeräuschen. Das wird sich im Festspielhaus sicher anders anhören.

      Bei den Sängern stimme ich den sachkundigen Anmerkungen von Leporello92 in vielem zu. Schwanewilms fehlbesetzt - dieser Rolle ist sie stimmlich "entwachsen" (das hätte man wissen können), zudem scheint mir die Sängerin in letzter Zeit generell in einer Stimmkrise zu sein. Dadurch wurde das Quintett ein ziemlicher Fehlschlag, wie ich ihn selten erlebt habe. Vogt hat noch vor zwei Jahren an der Berliner Staatsoper in der Stolzing-Partie eine gute Leistung hingelegt - gestern klang er glanzlos und ein wenig müde. Sollten ihm die Tannhäuser-Auftritte in München doch mehr zugesetzt haben als ich gedacht habe? Kränzle erhält durchgehend glänzende Kritiken. Hm. Ich fand, dass er zuviel chargiert und zu oft die Gesangslinie verlassen hat (Szenen mit Sachs im zweiten Akt und in der Schusterstube), auch klang die Stimme angestrengter als früher. Volle sehr gut und sehr ausgefeilt, aber irgendwas hat mir gefehlt. Ich überlege nochmal.

      Das hört sich im einzelnen jetzt schlimmer an, als ich es in der Gesamtheit empfunden habe. Zusammen mit der Szene ergeben sich bestimmt andere Eindrücke. Ich bin gespannt auf die Aufführung.


      Viele Grüße

      Bernd
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      das viele "Nicht-Zusammen", das Frau Büning in der Spontankritikerrunde des BR gehört zu haben behauptete, kann ich überhaupt nicht bestätigen.
      Was ist damit gesagt? Der eine hört es, der andere nicht. Sicher ist jedenfalls, dass es an mehreren Stellen heftig geklappert hat. Meiner Ansicht nach aber nicht mehr und nicht öfter als es bei einer Vorstellung, die eben keine unendlich oft geschnittene, geliftete und geglättete Studioeinspielung ist, normal ist.
    • Zwielicht schrieb:

      Argonaut schrieb:

      Was ist damit gesagt? Der eine hört es, der andere nicht.
      Das stimmt. Darum lohnt es sich ja, Meinungen auszutauschen.
      Und damit der Meinungsaustausch richtig Spaß macht, gehört unbedingt die Unterstellung, dass sich die Büning irgendwas ausgedacht hat, nicht wahr? Freilich ist das etwas seltsam, denn wenn als einziger Beleg ausreicht, dass es Dir nicht aufgefallen ist, ist, was Du äußertest, wohl doch keine Meinung, sondern die Wahrheit.

      Zwielicht schrieb:

      Kannst Du konkrete Beispiele geben? Würde mich sehr interessieren.
      Nein. Ich führe keine Liste, während ich zuhöre. Mich interessiert die künstlerische Leistung, nicht die buchhalterische Aufzählung von nicht weiter ins Gewicht fallenden Fehlern.
    • Sky arts hat übrigens die Premiere live übertragen. Kosky scheint die Maßstäbe setzende Wagnerbiografie ( Richard Wagner - Die Inszenierung eines Lebens ) von Ulrich Drüner zu kennen. Kompliment für seine originelle, mutige Umsetzung der Meistersinger in Bayreuth! Nur er, der australische Jude, kann es sich erlauben, Beckmesser so zu zeigen, wie er von Wagner gemeint ist, als Fremden, zum Schluss aus der Gemeinschaft Verbannten. KFV wäre ein schöner Jüngling, namens Tamino oder gar Pedrillo. Michael Volle ist ein begnadeter Sängerdarsteller, mit bewundernswerter Kondition. Es gibt heute wohl keinen vergleichbaren Sachs. Was jedoch die Fokussierung und den Obertonarmut seines Organs betrifft, verbietet sich jeder Vergleich mit Sängern wie McIntyre oder gar George London! Fazit: Diese Inszenierung ist ein Glücksfall für Bayreuth.

      Ciao. Gioachino
      miniminiDIFIDI
    • gioachino schrieb:

      Sky arts hat übrigens die Premiere live übertragen. Kosky scheint die Maßstäbe setzende Wagnerbiografie ( Richard Wagner - Die Inszenierung eines Lebens ) von Ulrich Drüner zu kennen. Kompliment für seine originelle, mutige Umsetzung der Meistersinger in Bayreuth! Nur er, der australische Jude, kann es sich erlauben, Beckmesser so zu zeigen, wie er von Wagner gemeint ist, als Fremden, zum Schluss aus der Gemeinschaft Verbannten. KFV wäre ein schöner Jüngling, namens Tamino oder gar Pedrillo. Michael Volle ist ein begnadeter Sängerdarsteller, mit bewundernswerter Kondition. Es gibt heute wohl keinen vergleichbaren Sachs. Was jedoch die Fokussierung und den Obertonarmut seines Organs betrifft, verbietet sich jeder Vergleich mit Sängern wie McIntyre oder gar George London! Fazit: Diese Inszenierung ist ein Glücksfall für Bayreuth.

      Ciao. Gioachino
      Thomas Stewart ist mir als sehr guter Hans Sachs noch in Erinnerung und natürlich London. Volle hat eine Leichtigkeit in seiner Stimme und auch die Fähigkeit zur Differenzierung.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • zu Zwielicht
      bin neugierig, ob durch das verdeckte Orchester die Farbigkeit, nicht bloss Holzbläser, tendenziell ausbleicht, wenn man sich daß im Parkett richtig live reinzieht. hoffentlich nicht!!
      .. warum gabs für Jordan Buhs ?( . ..
      ...für mich die ersten MS aus Bayreuth, die mirs orchestral nicht zur dicken Pampe verklebten...
      Kränzles Beckmesser kam mir allerdings in keinem Moment maniriert rüber..

      Zu Giachino
      ich hab mir bisher nicht sehr viele unterschiedliche MS-Inszenierungen reingezogen.. den Tiefpunkt fand ich bisher Tambosi.
      Kosky mir bisher die spannendste Umsetzung, auch wenn mich einige Abschnite daraus bisher etwas ratlos zurücklassen.. z.B. die statische Choreographie beim Quintett oder die Schlussansprache des Sachs kommt mir nicht ganz gelöst rüber...und fällt mir im Verhältnis zu den Schlüssen im 1. und 2. Aktes sehr zurück.. schade.. aber auf alle Fälle machen diese MS Voll-Bock sich das akustisch und szenisch erneut reinzuziehn...

      zu dein "aus der Gemeinschaft Verbannten":
      die Transformation des Beckmesser zur hämischen Juden-Karikatur nach Nazi-Art zum Ende des 2. Aktes
      stellen m.E. vor allem den Nachtwächter "dass kein böser Geist eur' Seele beruck' !, Lobet Gott den Herrn.. " in finsterste Perspektive und damit das Nürnbergsche "Idyll " /"Kulturschöne" ....
      auch einen Mond als Uhr gab den 2. Akt durchgängig etwas Beklemmendes...

      während des MS-Reinziehns hatten mir die offensichtlichen Bezüge zu Wager, Liszt, Levi & Co nicht die gleiche Bedeutung, wie z.B. für Kritiker-Talk.. ich will mich nicht daran zu sehr mit dem "Buchstaben" identifizieren und vermute, dass das auch der Regie Kosky angemessen ist .. würde mir auch die Arbeit Koskys zu sehr verkleinern..

      bin mit dieser Bayreuth-MS noch lange nicht fertig, weder Mucke noch Szene.. z.B die Prügelfuge muss ich mir erneut akustisch intensivst gönnen ...und.. und.. und...
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Wagner im Kino

      Für einen konservativen Opernfreund, der aber auch gute Regie-Einfälle zu akzeptieren bereit ist, hat Barrie Kosky sein Anliegen, nämlich die Auseinandersetzung mit Wagners Antisemitismus und eine Mahnung an „die Deutschen“ eindrucksvoll zur Wirkung bringen können.

      Mit einem Ouvertüren-Prolog wurde zunächst die prachtvolle Musik Richard Wagners von einer zur Posse entwickelten Handlung regelrecht überdeckt. Das war aber kaum eine Einschränkung, da das Dirigat von Philippe Jordan kaum begeisterte und im Kino ohnehin der mystische Klang des Festspielhauserlebnisses absolut fehlte.

      Eventuell können die heimischen Kopfhörer bei der Fernsehausstrahlung zumindest etwas Fluidum retten. Jordans Dresdner Dirigat der Tosca war zumindest besser als die Meistersinger-Leistung.

      Gefallen hatten mir aber Jordans retirierende Pausen im Orchesterpart.

      Nun war ich in der Lage, den Wagnerschen Hausrat zumindest optisch auszublenden, so dass sich mir der erste Akt als eine straff inszenierte Opernszene mit ordentlichem Handlungsfluss darbot, auch wenn Kosky seinem Affen durchaus hatte Zucker zukommen lassen und die Meister im Grenzgebiet zur Karikatur agierten.

      Der zweite Akt bot sich dann doch leicht zerfasert und lebte von einzelnen Szenen.

      Dabei war schwer zu akzeptieren, dass sich der Gesang des Lehrbuben David von der Reife des Junkers Stolzing nicht abhob.Eher hätte man dem Daniel Behle den reiferen und älteren Menschen abgenommen, als dem Klaus Florian Vogt. Ohnehin sind Beide vom Typ zu ähnlich, um überzeugend David-Stolzing zu sein.

      Die ansonsten hochgeschätzten Anne Schwanewilms wirkte in der Cosima-Szene authentischer, als in der Eva-Rolle. Eigentlich unverständlich, warum man in der Werkstatt Bayreuth nicht einer hoffnungsvollen Nachwuchs-Sängerin die Chance einer Profilierung gegeben hat. Unter den Bedingungen der Klangentwicklung im Festspielhaus könnte eine Eva auch mit einer in der Entwicklung befindlichen Stimme eher bestehen, als an einem großen Haus mit der vertikalen Orchestermusik-Strömung aus dem Graben, gegen die von den Solisten horizontal angesungen werden muss.

      Prachtvoll entwickelten sich die Beckmesser-Szenen mit Johannes Martin Kränzle und Michael Volle.Die Meister waren überhaupt ohne Ausnahme hochkarätig besetzt. Als Luxus-Besetzung bot sich der Nachtwächter von Georg Zeppenfeld.

      Michael Volles Monologe weckten Erinnerungen an den leider schwer erkrankten Theo Adam.

      Nahezu genial fand ich die Verortung des dritten Aktes in die Kulisse des Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesses und die Idee der rückwärts laufenden Uhr.

      Wie selbstverständlich bewegten sich die historisch kostümierten Darsteller im Prozess-Mobiliar der 1940er Jahre. Mal quirlte die Statisterie im Mittelbereich und mal ordnete sie sich in Anordnungen, wie beim Prozess quasi als Prozessbeteiligte; und das unter den Fahnen der Siegermächte.

      So wie Michael Volle den Opernabend glanzvoll vorangebracht hatte, so gestaltete die Sachs-Wagner-Volle-Kombination die Schlussphase zum Höhepunkt. Auch wenn man über die Opulenz der Gestaltung unterschiedlicher Auffassung sein kann.

      Natürlich konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, dass Michael Volle mit den Worten Richard Wagners der Bundeskanzlerin eine Warnung vor der Schlitzohrigkeit des Macron von Angesicht zu Angesicht übersingen konnte.
    • Also Villa Wahnfried erhielt Applaus und der Nürnberger Gerichtshof wurde ausgebuht. Zu starker Kontrast...
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • Armin Diedrich schrieb:

      VonHumboldt schrieb:

      Thomas Stewart ist mir als sehr guter Hans Sachs noch in Erinnerung und natürlich London.
      Hat London den Sachs denn jemals gesungen mit Ausnahme der Monologe? Ist mir eigentlich nichts bekannt...
      Nein, er hat die Monologe aber sehr gut gesungen. Für ein solches Kaliber keine Probleme.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!
    • Hab mir gestern auf der Plaça Reial in Barcelona Beckmesser-Ständchen und Prügelfuge angeschaut. Fand ich etwas bemüht komisch.
      Grad dann noch die Tonaufzeichnung ("Video demnächst hier" Vorspiel I.
      Wie eilig hat's Jordan und warum?
      "...es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen." - Johannes Brahms
    • VonHumboldt schrieb:

      Armin Diedrich schrieb:

      VonHumboldt schrieb:

      Thomas Stewart ist mir als sehr guter Hans Sachs noch in Erinnerung und natürlich London.
      Hat London den Sachs denn jemals gesungen mit Ausnahme der Monologe? Ist mir eigentlich nichts bekannt...
      Nein, er hat die Monologe aber sehr gut gesungen. Für ein solches Kaliber keine Probleme.
      Pardon, wenn ich dazu meine gegenteilige Meinung sage: Er hat die Monologe stimmlich/stimmtechnisch sicherlich sehr gut gesungen, aber von einer Partiedurchdringung merke ich da nichts (ist ja auch nicht verwunderlich, wo er doch diese Partie nie gesungen hat). Ich habe weder das Gefühl, dass er wirklich bei jeder Note weiß, was er da eigentlich singt, noch dass die gesamte interpretatorische Ausdruckspalette, welche gerade diese Sachs-Monologe verlangen (bis hin zum zartestes, zerbrechlichsten Höhenpiano), wirklich vorhanden ist. Seinen Holländer oder Amfortas erreicht er damit sicherlich ebenso wenig wie die Leistungen der wirklichen Sachs-Insterpreten, welche diese Partie auch häufig auf der Bühne gesungen haben.
    • stimmenliebhaber schrieb:

      VonHumboldt schrieb:

      Armin Diedrich schrieb:

      VonHumboldt schrieb:

      Thomas Stewart ist mir als sehr guter Hans Sachs noch in Erinnerung und natürlich London.
      Hat London den Sachs denn jemals gesungen mit Ausnahme der Monologe? Ist mir eigentlich nichts bekannt...
      Nein, er hat die Monologe aber sehr gut gesungen. Für ein solches Kaliber keine Probleme.
      Pardon, wenn ich dazu meine gegenteilige Meinung sage: Er hat die Monologe stimmlich/stimmtechnisch sicherlich sehr gut gesungen, aber von einer Partiedurchdringung merke ich da nichts (ist ja auch nicht verwunderlich, wo er doch diese Partie nie gesungen hat). Ich habe weder das Gefühl, dass er wirklich bei jeder Note weiß, was er da eigentlich singt, noch dass die gesamte interpretatorische Ausdruckspalette, welche gerade diese Sachs-Monologe verlangen (bis hin zum zartestes, zerbrechlichsten Höhenpiano), wirklich vorhanden ist. Seinen Holländer oder Amfortas erreicht er damit sicherlich ebenso wenig wie die Leistungen der wirklichen Sachs-Insterpreten, welche diese Partie auch häufig auf der Bühne gesungen haben.
      Oder seinen Wotan. Unter Leinsdorf hat er brilliert. Zerbrechlich ist Londons Stimme nicht. Dennoch bleibe ich dabei, die Gesangsleistung ist gut gewesen, besser als die von Fischer-Dieskau, der stimmlich nicht die Kraft hatte, den Sachs zu singen.
      Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

      Parsifal ohne Knappertsbusch ist möglich, aber sinnlos!