Konzerte mit eigener Beteiligung

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    • Ich freue mich natürlich auch auf Euer Kommen! Vielleicht noch kurz zu den Mitwirkenden:
      Die meisten sind Professoren an der HfM Detmold, hinzu kommen einige Lehrbeauftragte sowie mit Tekla Varga (Flöte) und Minja Spasic (Violoncello) zwei Studierende. Eckhard Fischer ist außerdem bekannt als Geiger des "Trio Opus 8" und Andreas Arndt als Cellist des Auryn-Quartetts.

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • Newbie69 schrieb:

      Sehr schade, dass ich morgen Abend verhindert bin. Alles Gute! Hoffe, du berichtest.
      Ja, schade, aber dieses Zwei-Tage-Festival findet ja jedes Jahr statt, und auch sonst ist hier inzwischen ja nun wirklich keine "vollständige Wüste an Musikfreunden" mehr, wie noch Johannes Brahms aus Detmold an Joseph Joachim berichtete (allerdings einschränkte "einige Damen abgerechnet"). Berichten werde ich aber nicht; Eigenrezensionen sind nicht so mein Ding :) .

      Christian
      Jeder Eindruck, den man macht, schafft Feinde. Um populär zu bleiben, muss man mittelmäßig sein.
      Oscar Wilde
    • ChKöhn schrieb:

      Berichten werde ich aber nicht; Eigenrezensionen sind nicht so mein Ding
      Zumindest für den ersten Abend könnte ich das übernehmen.


      ChKöhn schrieb:

      "vollständige Wüste an Musikfreunden" mehr, wie noch Johannes Brahms aus Detmold an Joseph Joachim berichtete (allerdings einschränkte "einige Damen abgerechnet"
      .. das war wohl eine Art Eigenlob, denn es gehörte u.a. zu Brahms Aufgaben einen Damenchor zu dirigieren. Und es gereichte ja den höheren Töchtern auch stets zur Ziede ein Instrument, vorzugsweise das Klavier, ordentlich zu traktieren.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Hier also mein Bericht des gestrigen Abends.


      Da die Absicht des Organisators darin bestand, möglichst vielen Kollegen die Möglichkeit zur Mitwirkung zu geben, traten demzufolge auch bei nahezu jedem Werk andere Musiker in Erscheinung. Leider war der Konzertsaalnur mäßig gefüllt, und wir hätten uns ein größeres Publikum gewünscht. Aber vielleicht war ja gerade dies auch ein Vorteil (s.u. zum Thema Aufmerksamkeit).

      Das Werk für Bläserquintett und Klavier von Teruyuki Noda hat 3 Sätze in unterschiedlichem Temperament, und war für den Anfang möglicherweise etwas schwer zugänglich. Es ist aber eines von den Werken, welches sich erst nach mehrmaligem Hören öffnet. Die durch die Besetzung erzeugten Klangfarben waren jedoch sehr interessant und vielfältig.

      Den Variationen von Paul Ben-Haim hörte man ihren Ursprung aus der jüdischen Sakralmusik an, obwohl es wahrscheinlich schwer ist diesen spezifischen Tonfall genau zu beschreiben. Er zeigt sich aber auch in anderen Werken betont jüdischer Musiker, wie z.B. Ernest Bloch. Das Werk ist sehr eindringlich und strahlt eine große Intensität aus, welche die Musiker auch hervorragend zur Geltung gebracht haben.

      Das Klaviertrio Nr. 2 von Shostakowitsch gehört sicher zu seinen am Häufigsten aufgeführten Kammermusikwerken, aber auch wohl zu seinen Besten. Sowohl die für den Komponisten typischen Schroffheiten als auch die eindringlichen lyrischen Passagen konnten die Interpreten ausgezeichnet vermitteln. Für mich sind diese Gegensätze musikalischen Ausdrucks das entscheidende Charakteristikum von Shostakowitschs Musik.

      Nach der Pause folgte ein Stück für Cello und Harfe des koreanischen Komponisten Isang Yun, das wohl in seiner Besetzung ziemlich einzigartig sein dürfte. Aber die Beschränkung auf diese beiden Instrumente und ein fast zerbrechlich wirkender Klang waren das Besondere dieser Komposition, die einen starken Eindruck hinterlassen hat. Das letzte der 3 Stücke klang in absoluter Stille aus. Und hier muß ich dem Publikum ein besonderes Kompliment machen, denn es folgte den Ausführungen und auch allen anderen Werken mit großer Konzentration und Ruhe. Und es wurde erst dann geklatscht, als die Musiker zu erkennen gaben, dass es geschehen könne.

      Wer meine Beiträge hier liest, wird gemerkt haben, dass ich für Ernst von Dohnanyi im Allgemeinen und sein Sextett im Besonderen ein großes Faible habe. Und so war ich glücklich, dieses Sextett endlich einmal live erleben zu können. Das Werk präsentiert sich wegen der wiederkehrenden Themenbezüge sehr geschlossen, und stellt hohe Ansprüche an die Ausführenden, besonders an den Pianisten (in diesem Fall Christian Köhn), da der Komponist ein begnadeter Pianist war. Der letzte Satz ist ein typischer „Rausschmeißer“, und hat einen originellen Schluss, da die Musik nach einer Coda zunächst in der falschen Tonart landet, um dann mit 2 Akkorden ziemlich unvermittelt zur Grundtonart C-Dur zurückbefördert zu werden. Dieses Werk wurde zu Recht mit großem Applaus bedacht.

      Eine Besonderheit des Abends bestand in der Rezitation von einigen Gedichten unterschiedlicher Verfasser durch Christian Kleinert, der seine Sache vortrefflich machte. Das war eine wirklich gute Idee, die Wortbeiträge lockerten das musikalische Geschehen angenehm auf.

      Mein großes Kompliment gilt dem Organisator Thomas Lindhorst, der ein wirklich abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und mit seinen Kollegen mustergültig auf die Bühne gebracht hat. Nach dem Konzert hatten wir noch Gelegenheit mit ihm und 2 weiteren Mitwirkenden bei einem Bier etwas zu plaudern. Die Reise von Hamburg nach Detmold, einer reizenden Kleinstadt mit eigenem Flair, hat sich also in jedem Fall gelohnt, und meiner Frau und mir einen besonders schönen Abend beschert.

      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • die immer neu zusammengestellte Mischung aus Klassik auf der Gitarre und live geloopten Tunes,
      diesmal auch mit Konzentration auf die Klänge der klassischen Gitarre
      (allerdings nicht ganz ohne meine geliebten Phaser, Wahs, Delays etc)
      gibt es am Sonntag (9.9.) zu hören,
      im Anschluss an einen Gottesdienst um 14h in der Dorfkirche zu Quitzow bei Perleberg.
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • --- mal eine etwas spontanere Geschichte:

      Imtiaz Hussain, der auf dem Bulbultarang*, einem pakistanischen Instrument, indische Ragas intoniert, gibt ein Konzert mit allerlei Freunden und Kumpanen von diversen Sessions und hat mich gefragt, ob ich auch dabei bin...
      Dafür nehme ich gerne den weiten Weg nach Westen auf mich:

      es spielen also:

      Imtiaz Hussain, Bulbultarang
      Michael Meyer, Posaune
      Peter Schulz, Saxophon
      Mathias Klisch, Bass
      Jörg Hensch, Schlagzeug und
      Gunther Maria Nagel, Gitarre

      in der Alten Pauline zu
      Detmold (Bielefelder Str.3)

      am Sa, den 24.11.2018
      Einlass 19h30


      *das heißt wörtlich: "Nachtigallenspiel"
      Die englischen Stimmen ermuntern die Sinnen
      daß Alles für Freuden erwacht
    • Andreas schrieb:

      Ende Oktober 2018 tauchte kein geringerer als Nils Landgren auf der Jazzsession im Angler in Schwerin auf.

      Scherzo schrieb:

      Das ist ja mal ne coole Sache. War das komplett ungeplant?
      In Frankfurt oder Umgebung kann Dir das mit Tony Lakatos auch mal passieren. Manche Musiker machen das ohne große Vorankündigung.
      Viele Grüße sendet Maurice

      Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)
    • Scherzo schrieb:

      Andreas schrieb:

      Ende Oktober 2018 tauchte kein geringerer als Nils Landgren auf der Jazzsession im Angler in Schwerin auf. Hier spiele ich Drums (kaum zu erkennen wegen Sauqualität der Aufnahme):
      Das ist ja mal ne coole Sache. War das komplett ungeplant?
      :wink:
      Ja, er arbeitete gerade mit dem Landesjugendjazzorchester in Schwerin und irgendjemand hat ihm wohl was von der Jazzsession erzählt. Übrigens ein äußerst angenehmer und unaufgeregter Typ.

      Das ist das zweite Mal, daß mir sowas passiert. In den frühen 80igern hat sich mal Mitch Mitchell in eine Session mit meiner Beteiligung verirrt - er blieb nicht lange.