Lesenswerte Biographien/Sängerportraits

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Informationen zum Capriccio-Verein als Betreiber des Forums finden sich hier.
    • Lesenswerte Biographien/Sängerportraits

      Guten Abend zusammen,
      ich bin immer auf der Suche nach lesenswerten Büchern zu den Thema Oper, insbesondere interessieren mich im Moment Biographien/Portraits über die große Stimmen oder Künstler.
      Gerne von den Anfängen bis Heute....
      Habe zuletzt von J.E.Gardiner das "Bach-Buch" gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Ebenso von M. Stegemann "Glenn Gould - Leben und Werk".
      Falls ihr ein paar Vorschläge für mich habt.....vielen Dank im voraus :clap: :clap: :clap:

      Grüße aus dem Ruhrgebiet
      Ralf
    • Gerald Moore, ein hinreichend berühmter Klavierbegleiter insbesondere von Dietrich Fischer-Dieskau. Das Buch ist sehr amüsant und kenntnisreich geschrieben, und man kann es auch lesen wenn man nicht unbedingt ein großer Freund des klavierbegleiteten Gesangs ist.

      In Sachen Opernsänger hat mir seinerzeit sehr die Autobiografie von Birgit Nilsson gefallen. Auch sie hat ein sehr amüsantes Buch über den Opernbetrieb geschrieben, natürlich mit jeder Menge Anekdoten.


      Peter
      "Sie haben mich gerade beleidigt. Nehmen Sie das eventuell zurück?" "Nein" "Na gut, dann ist der Fall für mich erledigt" (Groucho Marx)
    • Das Buch über und von Birgit Nilsson ist wirklich eine sehr gute Unterhaltung auch wenn man krank ist und im Spital ist.

      Ire Anekdoten über Corelli, di Stefano, Sir Bing, Karajan sind einzig gut und man muss recht viel lachen was für die Gesundung viel wert ist, auch zu empfehlen ist aber auch Heinz Zednik und der Wiener Opernbetrieb.

      Ich schaue ob ich sie da rein bringe.



      Liebe Grüße von Eurem Streiferl, der auf seinen 3. Magister hinarbeitet, trotz Hitze. :wink: :wink:
    • Lese gerade parallel in diesen drei Dirigentenbiografien:



      Adam Fischer und Mariss Jansons: Blicke von außen auf die Karrierestationen, Lebens(um)brüche, natürlich auch mit Originalzitaten der Dirigenten.
      Welser-Möst: Er selbst erzählt, auch durchs Leben, vom Autounfall, den Karrierestationen, warum es in Wien mit Meyer schiefgelaufen ist usw. - großartig finde ich hier die kurzen Zwischenkapitel zum Thema Stille. da ist auch ein Lesen - Innehalten ganz anderer Art möglich.
      Anekdotisches jeweils eingestreut. manche Hintergründe werden schon verdeutlicht.
      Das Welser-Möst Buch hat Axel Brüggemann aufgeschrieben. Der hat bei Capriccio keinen guten Ruf. ;)

      Zwielicht schrieb:

      Weil Axel Brüggemann die schrillste Flachpfeife des deutschen Musikjournalismus ist - und das will was heißen. Der musste ja im Fernsehen landen. Außerdem ist er Verfasser des wohl dümmsten Wagner-Buchs der letzten Jahrzehnte (eine womöglich noch größere Leistung).

      Armin Diedrich schrieb:

      Hwnze-Döhring ist eine renommierte Theaterwissenschaftlerin, also sicher nicht zu vergleichen mit dem Dreck eines Axel Brüggemann.

      Alberich schrieb:

      Meine Güte, ist dieser Brüggemann selbstverliebt!
      Herzliche Grüße
      AlexanderK
    • AlexanderK schrieb:

      Der hat bei Capriccio keinen guten Ruf. ;)
      Ich gebe offen zu: Axel Brüggemann war mir bislang kein Begriff. Deshalb habe ich eben ein wenig recherchiert. Hier zwei Interwiews Brüggemanns mit Christian Thielemann:

      youtube.com/watch?v=8Ozp__SYwXs
      youtube.com/watch?v=Z01UKjqvw64

      Nun ja... (bezieht sich nicht auf Thielemann, der schlägt sich m. E. wacker und wirkt auf mich hier nicht unsympathisch)

      :|
      Es grüßt Gurnemanz
      ---
      Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
      Helmut Lachenmann
    • Da haben sich doch mal zwei gefunden :D : Brüggemann, der sich auf jedem denkbaren Social-Media-Kanal tummelt und sich auch sonst für nichts zu schade ist, und Welser-Möst, der (laut Rezension des Buchs in der Wiener Zeitung) von sich behauptet: "Von mir gibt es keine Bilder aus dem Fitnessstudio bei Instagram, keine Facebook-Posts aus meinem privaten Umfeld und keine Tweets in Badehose." (Ich frage mich, von welchem Dirigentenkollegen Welser-Mösts es Instagram-Bilder aus dem Fitnesstudio oder Tweets in Badehose gibt... Hauptsache, mal wieder einen Pappkameraden aufgestellt.) Ist das eigentlich ein Gesprächsbuch oder hat Brüggemann aus den Linzer Lebensweisheiten eine Sauce angerührt?

      Wobei ich Welser-Mösts Dirigat der aktuellen Elektra in Salzburg, soweit ich das vom Livestream her beurteilen kann, exzellent fand.

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Zwielicht schrieb:

      Da haben sich doch mal zwei gefunden :D : Brüggemann, der sich auf jedem denkbaren Social-Media-Kanal tummelt und sich auch sonst für nichts zu schade ist,
      mittlerweile sogar bei klassik-Radio moderiert. Da kam er vorige Woche mal an mit "Erich Maria Korngold"
      Einzelne giebt es sogar, auf deren Gesicht eine so naive Gemeinheit und Niedrigkeit der Sinnesart, dazu so thierische Beschränktheit des Verstandes ausgeprägt ist, daß man sich wundert, wie sie nur mit einem solchen Gesichte noch ausgehn mögen und nicht lieber eine Maske tragen (Arthur Schopenhauer)
    • Danke für die Auskunft! Ich will ja nicht als miesepetrig erscheinen :D , aber diese Ko-Autoren-Masche macht mich doch etwas missmutig. Nichts Halbes und nichts Ganzes, kein O-Ton, aber auch nichts, was gänzlich auf dem Mist eines beschreibenden und interpretierenden Autors gewachsen wäre, sondern irgendwas dazwischen. Wie ja auch bei dem mit Hilfe von Frau Lemke-Matwey :rolleyes: verfassten Wagner-Buch Thielemanns.

      Lesenswert fand ich das in Form eines Dialogs gehaltene Buch mit Julia Spinola und Herbert Blomstedt, auch wenn manchmal von Seiten der Autorin kritisches Nachfragen statt Stichwortgeben interessanter gewesen wäre:




      Und bemerkenswert, obwohl im Kern nicht mehr aktuell, weil überwiegend in den 90ern verfasst:



      Auch hier ein paar Banalitäten und ermüdende Passagen. Aber neben den unvermeidlichen und oft ja auch lesenswerten Anekdoten sehr viel Grundsätzliches und Erhellendes zur Musikpraxis, z.B. Orchesteraufstellung, Proben, Dialog mit Regisseuren, Gewichtung von Akkorden in Beethovens Hammerklaviersonate usw.

      :wink:
      Details are always welcome. (Vladimir Nabokov)
    • Unter den diversen Büchern über die Callas steht dieses hier für mich an erster Stelle. (Das Bild für die deutsche Ausgabe funktioniert leider nicht.)



      Auch wenn es nach dem Erscheinen, jedenfalls meiner Ausgabe, (einige wenige) Aufnahme gab, die er noch nicht kannte und folglich nicht besprochen hat, war Ardoin wirklich ein kompetenter Analyst des musikalischen Vermächtnisses der Callas. Die Aufnahmen werden chronologisch vorgestellt und sehr genau und durchaus kritisch besprochen. Wenn man sich mit der musikalischen Bedeutung der Callas auseinandersetzen möchte, dann ist dies das Nonplusultra. Hier werden Phrasen, Töne, Ausdruck hinsichtlich der Interpretationen und der Werke diskutiert und das ohne Missgriffe zu verschweigen. Und endlich einmal findet sich nichts über die 'tragische' Lebensgeschichte der Callas. Dafür gibt es genügend andere Bücher. Ardoin bezieht sich rein auf die Künstlerin und eben die 'Legacy'.

      Wenn man also etwas über Callas als Sängerin und Künstlerin erfahren und lernen möchte....

      :wink: Wolfram