Oktavklappen Oboe - vollautomatisch/halbautomatisch

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    • Oktavklappen Oboe - vollautomatisch/halbautomatisch

      Es gibt verschiedene Arten von vollautomatischen und aber auch sogenannten hybrid Oktavklappensystemen. Für meinen Geschmack hat die verbreitetste Art den Nachteil, daß wie bei einer "normalen" Vollautomatik die Klappe für das oberste Oktavloch bei Bedarf lediglich "freigegeben" wird, damit sie sich durch die Kraft einer Feder hebt. Wenn da etwas klebt oder sich das Korkpolster etwas zu tief in den Rand des Tonlochkessels eingedrückt hat oder aber die Feder zu schwach ist (oder im schlimmsten Fall alle 3 Phänomene gleichzeitig) öffnet sich diese Oktavklappe nicht und schon kann man nur noch mit recht roher Barockoboen-Überblasmanier ab dem A2 aufwärts spielen. Besser finde ich die Erfindung vom 2012 verstorbenen Oboenbauer Ingbert Teichmann (encrypted.google.com/patents/DE3523708A1?cl=en&hl=de). Dieses Patent erlaubt auch einen halbautomatiaschen Oktavklappenwechsel mit "aktivem" Hochheben der Oktavklappe, genau so wie bei einer "reinen" Halbautomatik. Er baute meines Wissens nicht sehr viel dieser Mechanik, jedoch kenne ich eine Oboe, die Ingo Goritzki gehörte, auf der man mit dieser Hybrid-Mechanik sogar auch diejenigen Flageolettöne spielen kann, die mit einer vollautomatischen Oboe gar nicht zu bewerkstelligen sind (alle mit oberer Oktavklappe und geschlossenem G). Leider weiss ich nicht wer heutzutage diese Mechanik baut oder bauen darf - immerhin ist sie ja patentiert. Der Bedarf wird sicherlich mit zunehmender Verbreitung der Halbautomatik (von den 39 Teilnehmern des diesjährigen ARD Wettbewerbs Oboe spielten gerade mal 2 Teilnehmer mit Vollautomatik) verschwinden - trotzdem finde ich solche Details aus der Praxis bemerkenswert - genau so wie die Döhnert Mechanik (doehnert-reissner.de/) Gruß an alle Oboisten!