Bewegte Luft - Wind, Sturm und Orkan in der Musik

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    • Stones : Gimme Shelter (1.Zeile)
      Man : The Storm
      T-Bone Walker : Stormy Monday
      Terry Allan : The Lubbock Tornado
      Bob Dylan :Shelter From the Storm
      Ed Kuepper : Electrical Storm
      Jimmy Buffet :Surfin in a Hurricane
      Amazing Rhythm Aces : Out of the Snow (1.Zeile)
      Bob Seger & the Silver Bullit Band : Against the Wind
      Guy Clark : Tornado Time in Texas
      Jerry Lee Lewis : Lovin' Up A Storm
      Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang "
    • Arlen/Koehler: Stormy Weather

      Schauspielmusik zu "The Tempest" (nicht) von Purcell, Locke?

      Berlioz: Chasse royale et orage aus Les Troyens

      Anfang von Verdis Otello
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • Reimanns Lear. Die Sturmszene mit dem oller Lear im Freien (die ist sogar recht gut gelungen, allerdings Opern-Mucke von z.B. Nono, Cerha, Wuorinen, Nunes kommt mir generell fetziger rüber als Reimann...)
      Wurde der 3. Satz von Beethoven Sinfonie Nr. 6 erwähnt.... und Wagners Holländer ?
      Weill/Brecht Mahagonny: der Taifun der Mahagonny letztlich verschont ....
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Felix Mendelssohn Bartholdy : Volkslied

      O, säh ich auf der Heide dort
      im Sturme dich
      mit meinem Mantel vor dem Sturm
      beschützt ich dich!

      Und kommt mit seinem Sturme je
      dir Unglück nah
      dann wär dies Herz dein Zufluchtsort
      gern teilt ich´s ja!

      O, wär ich in der Wüste die
      so braun und dürr
      zum Paradiese würde sie
      wärst du bei mir!

      Und wär ein König ich, und wär
      die Erde mein
      du wärst in meiner Krone doch
      der schönste Stein!

      VG

      Palisander
    • Amfortas09 schrieb:

      Weill/Brecht
      ... und "In der Nacht kam ein Schneesturm" aus Der Lindberghflug/Der Ozeanflieger
      ---
      Es wäre lächerlich anzunehmen, daß das, was alle, die die Sache kennen, daran sehen, von dem Künstler allein nicht gesehen worden wäre.
      (J. Chr. Lobe, Fliegende Blätter für Musik, 1855, Bd. 1, S. 24).


      Wenn du größer wirst, verkehre mehr mit Partituren als mit Virtuosen.
      (Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln).
    • möglicherweise kann diese Passage von Bachs JP auch mit bewegter Luft in Verbindung gebracht werden: "..und siehe der Vorhang im Tempel zerriss in in 2 Stücke.."
      Mozarts Cosi 1. Akt
      Weber Freischütz Wolfsschlucht bei 3
      Strauss Salome: " und ich sage euch, es weht ein Wind..".........
      ........
      ......
      Ach ja noch etwas Wagnerei: Walküre 3. Akt, wenn Wotan bedrohlich naht... Siegfried Beginn des 3. Aktes...
      Danke Zabki für den Lindberghflughinweis... Hatte ich seit Jahrhunderten nicht mehr auf Schirm..
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Purcell: Dido & Aeneas, "But ere we this perform, let's conjure for a storm"
      Beethoven: Meeresstille und glückliche Fahrt
      Mendelssohn: dito
      Schubert:
      Der stürmische Morgen, Mut! (Wind kommt noch mehrmals vor, "Die Wetterfahne"), Suleika I (Was bedeutet die Bewegung), Suleika II (Ach, um deine feuchten Schwingen)
      Schumann: Lust der Sturmnacht
      Mahler: In diesem Wetter
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • "Gewitter und Sturm" aus der Alpensinfonie natürlich, eine der effektivsten musikalischen Schilderungen von "Wetter" überhaupt.

      Dann gibt's noch das hier, den Musik-Pulitzer Preisträger 2014:

      Es handelt sich zwar weniger um einen echten Sturm, allerdings bauen hier 3 parallel spielende Orchester mehrmals gigantische Wellenformationen auf. Nach dem ersten Durchhören im Wohnzimmer hatte ich tatsächlich das Gefühl, klatschnass zu sein :D :wisch1:
      „Music is a nexus. It's a conduit. It's a connection. But the connection is the thing that will, if we can ever evolve to the point if we can still mutate, if we can still change and through learning, get better. Then we can master the basic things of governance and cooperation between nations.“ - John Williams
    • Verdi Rigoletto 3. Akt Terzett; sogar mit Schützenhilfe eines fetzigen Chors im Off
      Dallapiccola Nachtflug (auch wenn mir seine Ulisse-Mucke ungleich mega-geiler rüberkommt)
      „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann
    • Schiffbrüche aufgrund von Sturm gibt es sehr viele in Opern, mein Liebling dabei:

      WA Mozart, Idomeneo, 1.Akt: wie aus der Aufregung der Elettra der Sturm hervorgeht, in dem Idomeneo - nach Aussprechen des verhängnisvollen Gelöbnisses - auf Kreta landet 'Numi, pietà!' Bald danach gibt es die tolle Arie der Titelrolle: 'Fuor del mar' (dort ist zwar nur vom Meer die Rede, aber es ist natürlich die stürmisch bewegte See, und der Schiffbruch meint natürlich seinen eigenen sturmbegründeten ...)

      Ich habe sofort an die Matthäuspassion von JS Bach gedacht 'der Wolken, Luft und Winden' hat zwar nur textlich, nicht musikalisch etwas mit Wetterphänomenen zu tun ...

      Und einen echten Schiffbrüchigen gibt es in gleich zwei (räumlich [beide spielen auf Zypern] und zeitlich) benachbarten Oper des großen Hallensers: Riccardo primo HWV 23 sowie Tolomeo HWV 25 ... Schiffbruch und Sturmarien sind Legion in der Opernmusik des Barock, beliebig zitiert die grandiose Arie der Adelaide in dem ebenfalls aus den späten 1720'er Jahren stammenden Lotario HWV 26: 'Scherza in mar la navicella'. Wenn man da anfinge, würde man gar nicht mehr aufhören ...

      Ich biete zusätzlich Haydn, Schöpfung Accompagnato-Rezitativ 1. Akt:
      'Da tobten brausend heftige Stürme; wie Spreu vor
      dem Winde, so flogen die Wolken, die Luft
      durchschnitten feurige Blitze und schrecklich rollten
      die Donner umher.'

      Und natürlich gleich weiter die Einleitung der Jahreszeiten:

      Simon
      Seht, wie der strenge Winter flieht!
      Zum fernen Pole zieht er hin.
      Ihm folgt, auf seinen Ruf,
      der wilden Stürme brausend Heer
      mit gräßlichem Geheul.

      Lukas
      Seht, wie vom schroffen Fels der Schnee
      in trüben Strömen sich ergießt!

      Hanne
      Seht, wie vom Süden her,
      durch laue Winde sanft gelockt,
      der Frühlingsbote streicht!

      Gruß Benno
      Überzeugung ist der Glaube, in irgend einem Puncte der Erkenntniss im Besitze der unbedingten Wahrheit zu sein. Dieser Glaube setzt also voraus, dass es unbedingte Wahrheiten gebe; ebenfalls, dass jene vollkommenen Methoden gefunden seien, um zu ihnen zu gelangen; endlich, dass jeder, der Überzeugungen habe, sich dieser vollkommenen Methoden bediene. Alle drei Aufstellungen beweisen sofort, dass der Mensch der Überzeugungen nicht der Mensch des wissenschaftlichen Denkens ist (Nietzsche)
    • Giovanni di Tolon schrieb:


      Ich habe sofort an die Matthäuspassion von JS Bach gedacht 'der Wolken, Luft und Winden' hat zwar nur textlich, nicht musikalisch etwas mit Wetterphänomenen zu tun ...

      Der musikalische Sturm in der Matthäuspassion ist ja das nur herbeigewünschte "Gewitter" in "Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden".


      Und einen echten Schiffbrüchigen gibt es in gleich zwei (räumlich [beide spielen auf Zypern] und zeitlich) benachbarten Oper des großen Hallensers: Riccardo primo HWV 23 sowie Tolomeo HWV 25 ... Schiffbruch und Sturmarien sind Legion in der Opernmusik des Barock, beliebig zitiert die grandiose Arie der Adelaide in dem ebenfalls aus den späten 1720'er Jahren stammenden Lotario HWV 26: 'Scherza in mar la navicella'. Wenn man da anfinge, würde man gar nicht mehr aufhören ...

      Nicht nur Stürme, auch säuselnde Zephyrn sind in der Barockmusik allgegenwärtig, wenn auch manchmal nur textlich. Z.B. die erste Arie nach dem einleitenden Rezitativ in HWV 142 "Notte placida e cheta"
      Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne pas savoir demeurer en repos dans une chambre.
      (B. Pascal)
    • music lover schrieb:

      Claude Debussy wurde bereits zweimal erwähnt. Nicht zu vergessen aus seiner Feder:

      "Le vent dans la pleine", aus den Préludes, Buch 1
      Im ersten Buch der Préludes gibt es dann noch: Ce qu'a vu le vent d'ouest (Was der Westwind gesehen hat). Und Voiles (Schleier / Segel) sowie Les sons et les parfums tournent dans l'air du soir (Klänge und Düfte erfüllen die Abendluft) kann man wohl auch zum Thema zählen.
      Nur weil etwas viel Arbeit war und Schweiß gekostet hat, ist es nicht besser oder wichtiger als etwas, das Spaß gemacht hat. (Helge Schneider)
    • Schubert:
      Über Wildemann D884 (die Winde sausen am Tannenhang ...)
      Schiffers Scheidelied D910 (die Wogen am Gestade schwellen, es klatscht der Wind im Segeltuch ...)
      Der Schiffer D536 (Im Winde, im Sturme befahr ich den Fluß ...)
      Beim Winde D669

      Schumann:
      Lust der Sturmnacht (Kerner)

      Wolf:
      Lied vom Winde (Mörike-Lieder n°38)
      Alles, wie immer, IMHO.
    • "Gone with the Wind" lautet nicht nur der Titel des Romans von Margaret Mitchell und der Verfilmung mit Clark Gable und Vivien Leigh. Es gibt auch einen gleichnamigen Song aus dem Jahr 1937, der später zum Jazzstandard wurde:
      de.wikipedia.org/wiki/Gone_with_the_Wind_(Lied)

      Eine der bekanntesten Versionen dieses Titels stammt vom Dave Brubeck Quartet, zu finden auf dem Album "Gone with the Wind":


      Empfehlenswert auch die Duo-Aufnahme mit Bill Evans und Eddie Gomez von dem Album "Eloquence":